Gotlandreise der Vogelschutzgruppe Eutin-Malente
11.Tag: Freitag - 6. Juni
N.G. Kalgateburg - Einkaufstummel Visby - 107 Buskilometer
Nun ist leider der letzte Tag unserer so interessanten und vielseitigen Reise herangekommen, und mit ihm hat das wunderschöne Sommerwetter seinen Höhepunkt erreicht! Wir können unsere mitgebrachten Sommerpullis tatsächlich noch aus dem Koffer holen und den Tag in leichter Kleidung genießen. Eigentlich hatte Herr Borck für den letzten Tag noch viel Interessantes anzubieten, aber auf vielfachen Wunsch reduzierte er seine Angebote, um Zeit zu geben für einen Museumsbesuch und Einkaufsbummel in Visby.

Doch zuerst fuhr uns Herr Berg in das Naturreservat Kallgateburg, wo er nach Könnerart auf abenteuerlichen Wegen tatsächlich den richtigen Parkplatz fand. Da die Trockenheit schon fortgeschritten war, konnten die Gummistiefel für das Feuchtgebiet im Bus bleiben, und wir hielten auf dem ca. 2 km langen Rundweg Ausschau nach besonderen Vögeln und Pflanzen. Das ca. 120 ha. große Reservat war in 14 Stationen aufgeteilt und sollte uns an besonders gekennzeichneten Plätzen eine Vielfalt aus Gotlands Pflanzenwelt präsentieren. Da aber die Natur wegen des kalten Frühjahrs um einige Wochen im Rückstand war, fanden wir auch hier fast nur Frühjahrsblüher. Aber die Eibe war in großen Mengen anzutreffen, ebenso die Sumpfbinse, der Salomonsiegel, der Fieberklee und der Bärlauch (die Gegend roch stark nach Porree). Die Mönchsgrasmücke und der Trauerschnäpper erfreuten uns mit ihrem Gesang, und eine Libelle und die ersten Schmetterlinge (Ochsenauge und Zitronenfalter) genossen den warmen Frühsommertag.
Herr Borck machte uns noch auf eine großflächige Besonderheit aufmerksam: hier war das Äg anzutreffen, das für die hübsche Dachverkleidung der Schafställe sorgt.
Nun ging es weiter nach Visby, und wir hatten über 2 Std. Zeit für Besichtigungen und Einkäufe. So manches Andenken wurde erstanden.
Auffällig viele probierten am von munteren Treiben erfüllten Marktplatz das gotländische "Nationalgericht", den Safrankuchen. Herr Wolf und Herr Borck stellten dabei fest, dass dieses schmackhafte Mah1 doch recht teuer war, bis sich herausstellte, dass sie auch für Frau Gampert und Frau Voigtländer mitbezahlt hatten. Zwei weitere ungenannte Teilnehmer waren solange auf der Suche nach dem Gotlandschaf im Wappen, dass sie doch glatt eine Stunde länger fortblieben! Fast hätte unsere besorgte Reiseleitung die beiden schon durch die Polizei suchen lassen! Aber gottlob kamen sie unversehrt zum Bus, und es ging zurück nach Aminne, wo ja die Koffer gepackt werden mussten.
Da die Naturfreunde noch nicht alle auf ihre Kosten gekommen waren, wurde noch eine Wanderung von Botvaldevik nach Aminne angeboten, gewissermaßen als krönender Abschluss ereignisreicher Tage. Der Bus setzte 6 Teilnehmer der Gruppe in Botvaldevik ab, und es wurde eine wunderschöne Wanderung durch üppige Flora (Spargelschote, Mehlprimel, Steinbeere, Orchideen) und durch die Vogelwelt in Strand und Heide, wo verschiedene uns bekannte Wasservögel, aber auch eine Bekassine, ein Bluthänfling und sogar ein Hahnenschrei von nahen Bauernhof uns erfreute.
Kriminell wurde es dann, als der Weg plötzlich zu ende war und wir ein Moorgelände überqueren mussten. Wir hüpften in sportlicher Eleganz über die Grasbüschel, bis wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Der Weg - er wurde bei dem warmen Wetter lang und länger - führte uns an Strand und an der Wasserkante entlang, immer mit Blick auf Slite und auf "Eiderenten - Kindergärten".
Nach 17 Uhr erreichten wir Aminne und hatten noch genügend Zeit, unsere Vorbereitungen für die Abreise zu treffen. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen im Restaurant (mit Rindsmedaillon in Rotweinsoße) mussten wir uns verabschieden von dem schönen Meeresblick und von der immer freundlichen Bedienung, die sich viel Mühe gegeben hatte, sich mit uns in deutsch, englisch, dänisch und schwedisch zu verständigen.
12.Tag: Samstag - 7. Juni
Heimreise mit Fährfahrt Visby - Oskarshamn - 44 Buskilometer
Rückreise auf der Küstenstraße über Kalmar, Karlskrona, Kristianstad, dann Vogelfluglinie ab Hälsingborg - 676 Buskilometer
Der heutige Morgen beginnt schon kurz nach 4 Uhr. Ohne Frühstück (wir sind froh, die Hütten brauchen nicht von uns gesäubert werden) ist das Gepäck von Herrn Bergs sicherer Hand verstaut. Nach Schlüsselabgabe rollt der Bus nach Visby. Pünktlich legt das Fährschiff M/S "Nord Gotlandia" mit Kurs Oskarshamn ab. Wir verlassen eine sehr schöne, abwechslungsreiche Insel, die keine Hektik kennt. An Bord erwartet uns ein skandinavisches Frühstücksbüfett.
Bei leichtem Wind, Sonne und ruhiger See geht es vorbei an der Normspitze Ölands.
Wir genießen die Seefahrt an Deck.
Pünktlich 11 Uhr treffen wir in Oskarshamn ein, gehen an Land zum Bus. In flotter Fahrt bringt er uns nach Süden auf der Küstenstraße über Kalmar, Karlskrona, Karlshamn, Kristianstad, Hässleholm nach Hälsingborg. Nur eine kurze Pause wird in Forkärla gemacht.
Trotz Hitze schafft es Herr Berg, um 16 Uhr in Helsingborg zu sein. In 20 Minuten sind wir in Dänemark. Schneller als wir glaubten, erreichten wir Rödby und haben viel Glück. 10 Minuten später fährt die ungepflegte Fähre "Dronning Margarethe" ab! Um 20 Uhr hat uns unsere Heimat wieder.
Herr Regel bedankt sich für uns alle bei Herrn Borck, der wiederum bei Herrn Berg für die problemlose, gute Fahrweise mit bestem Service!
12 sonnige Tage mit schönsten Erlebnissen sind uns wieder durch den großen Einsatz von Herrn Borck geschenkt worden!! Dank Herrn Berg für 2800 km.
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