Andalusien

Andalusien - 28. Oktober bis 6. November

5. Tag: 1. November

Heute wollten wir mal wieder eine Wanderung machen. Wolf empfahl uns den Ziegenpfad entlang des Flusstales zu wandern. Wir haben es nicht bereut.

Immer entlang des Flusstales kamen wir sehr weit ins unberührte Tal hinein. Ein Einheimischer Reiter durchquerte mit seinem Pferd und einem Hund den Fluss, es sah aus wie in einem Wildwestfilm. Nach längerer Wanderung und einer Rast, bei der Herbert noch eine Steinhöhle untersuchte, durchquerten wir den Fluss, und wanderten über Felsenpfade hoch zum Castel in Jimena. Wir besichtigten die Burganlage die eine herrliche Aussicht über die ganze Gegend bot. Auf der gegenüberliegenden Seite war eine weiße Mauer mit einem Eingang. Viele Menschen gingen dort ein und aus. Wir wollten uns dies auch einmal anschauen; es war der Friedhof der an diesem Allerheiligen Tag natürlich viele Besucher hatte. Er liegt am höchsten Punkt auf einem Berg. Nun verstehe ich auch warum hauptsächlich nur die Männer zur Beerdigung gehen. Es sind dort keine Gräber wie bei uns, sondern Mauern in die die Särge eingemauert werden, kleine Nieschen mit einer Grabplatte und dem Namen, die Blumen meist künstlich, werden nur davor gehängt. Es sind aber mehrere Gräber übereinander, die oberen müssen mit Leitern besucht und versorgt werden. Die Mauern stehen in verschiedenen Richtungen angeordnet zwischen schönen Rasenflächen. Es ist schon etwas ganz anderes als bei uns.

Müde wanderten wir durch Jimena, kehrten noch kurz in einer Bar ein um ein Tapa zu essen, das uns aber dort nicht besonders gut schmeckte. Zuhause angekommen genossen wir ausgiebig das Bad im Pool, das uns die wohlverdiente Erfrischung gab.

Das Abendessen wurde an diesem Abend im Freien hinter dem Tennisplatz eingenommen. Neue Gäste waren zwischenzeitlich auch eingetroffen, Andreas und Annett aus Bad Wildbad, mit denen wir uns auch auf Anhieb gut verstanden. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde gegrillt. Zuerst gab es einen Sangria der sehr gut geschmeckt hat. Knoblauchbrot, Vorspeise, gegrilltes Fleisch und Käsenüdele. Der Vollmond stand herrlich über dem Wald und schaute uns zu. Dann kam die Überraschung, die Nachtischtorte mit Feuerwerk und ein Happy Birthday Lied zu meinem 50zigsten Geburtstag. Obwohl er erst am nächsten Tag war, wollten Esther und Wolf ihn doch gemeinsam noch feiern, solange Jutta und Svenja noch da waren, denn am anderen morgen war für sie sehr früh die Abreise. Es war eine gelungene Überraschung und es wurde noch ein langer feuchtfröhlicher unvergesslicher Abend.

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