Andalusien

Andalusien - 28. Oktober bis 6. November

6. Tag: 2. November

Glückwünsche von meinem lieben Mann zu meinem Geburtstag.

Frühstück sogar mit Kerze, der letzten Rose extra für mich von Esther, und den besten Glückwünschen von Esther und Wolf.

Wir haben einen Einkaufsbummel im Ceramikladen in Jimena gemacht. Oh hätten wir die Reise doch mit dem Auto und nicht mit dem Flugzeug gemacht. Ganz herrliche Sachen gab es da, die Entscheidung fiel uns schwer, vor allem wie nehmen wir es ohne zu zerbrechen, mit nach Hause?. Einen schönen Krug und 6 Becher habe ich mir dann geleistet in der Hoffnung alles Heil heim zu bringen.

Danach machten wir uns auf die Fahrt nach Ubrique, die Lederstadt, wie sie auch genannt wurde. Doch zu unserem Schrecken konnten wir unsere Landkarte nicht mehr finden. Wir haben alles ausgesucht, zuhause, im Auto, doch die Karte war weg. Die große Karte von Olaf war leider ein wenig umständlich zum auseinanderfalten. Wir waren der festen Überzeugung die beiden aus England hätten sie eventuell ausversehen eingesteckt, weil bei ihrer Abreise sämtliche Karten gemeinsam angeschaut wurden. Wir fuhren durch den Parque natural de los Alcornocales der sehr kurvenreich und ohne jeglichen Verkehr aber sehr schön war. Unterwegs pflückte Herbert ein paar von den Baumerdbeeren die er Esther mitbringen wollte. Dieser Baum blüht und trägt aber auch gleichzeitig Früchte.

In Ubrique angekommen, das sehr schön am Hang liegt, erwartete uns sehr viel Verkehr, enge Gassen, sogar Ampeln und Verkehrspolizisten gab es wieder. Die Parkplatzsuche gestaltete sich ein wenig schwierig. Etwas außerhalb versuchten wir es, aber mit dem einparken klappte es nicht so ganz. Ich wollte Herbert einwinken und stieg aus, er jedoch fuhr weg und nun stand ich alleine in der Fremde ohne Geld, ich habe mir schon ausgemalt wie es jetzt weitergehen sollte. Entschlossen blieb ich einfach stehen, in der Hoffnung er würde die Straße schon irgendwann wieder finden in der ich stand. In dem Städtchen ist dies gar nicht so einfach, weil es so viele Einbahnstraßen gibt. Doch, nach für mich, längerer Zeit winkte er mir zu. Er hatte weiter hinten in einer Seitenstraße einen Parkplatz gefunden.

Glücklich durchwanderten wir dann das Städtchen, Herbert kaufte mir eine Handtasche. Jedes Schaufenster war voll mit Ledersachen, hauptsächlich natürlich Handtaschen, da viel einem schon die Wahl schwer. Das Mittagessen gestaltete sich auch ein wenig kompliziert. In einer Straßenwirtschaft speisten neben uns zwei junge Leute etwas, das nicht schlecht aussah. Wir verlangten vom Kellner die Speisekarte mit Händen und Gesten. Lesen konnten wir natürlich nichts. Er zeigte immer auf die Bar. Herbert wollte schon aufgeben, da gab ich mir einen Ruck ging an den Nebentisch und sagte den jungen Leuten mit der Speisekarte in der Hand, ob sie uns zeigen könnten was sie gegessen hätten, wir würden das gleiche Essen wie sie gerne essen, könnten aber die Karte nicht lesen. Mit meinem wenigen Englisch haben sie mich verstanden, konnten aber das Essen auf der Karte auch nicht finden, es hat ausgesehen wie wenn es mehrere kleinere Essen gewesen wären. Sie fragte mich dann noch ob wir alles haben möchten wie sie, ich dachte mir, egal sag einfach ja und lass dich überraschen. Das junge Mädchen ging mit mir in die Bar und hat es uns bestellt, es waren 2 oder 3 kleinere Tapaportionen die sehr gut schmeckten und auch sehr billig waren. Es war alles ok und wir waren zufrieden damit.

Unsere Weiterfahrt ging nach Grazalema, einer der schönsten weissen Dörfer mit herrlicher Aussicht, aber schon wieder mit größerem Tourismus, dort halten die ganzen Omnibusse. Über El Bosque, Ubrique, den Reserva national des Cortes de la Frontera und El Colmenar sind wir dann zurückgefahren wieder durch den herrlichen Korkeichenwald. Die ganze Fahrt waren rund 170 km.

Abends hat Esther für mich extra Krabbencocktail, Fische und Windbeutel mit Feuerwerk gekocht. Wir sind dann noch zusammen gesessen und haben uns viel erzählt.

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