Segeltörn Sarah Vorwerk: 10/14 Tage Kap Hoorn

2-wöchiger Törn: Kap Hoorn, Darwin-Gletscher, Beagle-Kanal

Einmal das berühmt-berüchtigte Kap Hoorn umsegeln! Davon kann man träumen oder an Bord einer Segelyacht unter Führung eines fachkundigen Skippers mit langjähriger Antarktis-Segelerfahrung den Traum verwirklichen. Ein einmaliges Segelerlebnis erwartet Sie. Sie umrunden Kap Hoorn und werden dabei von Delphinen, Albatrossen und vielen Vogelarten begleitet. Wenn möglich, gehen Sie natürlich auch an Land. Sie segeln weiter zu den Darwin-Gletschern des Beagle-Kanals und unternehmen ausgedehnte Landgänge im patagonischen Regenwald.
Bei allen Segeltörns trägt jeder Mitsegler seinen eigenen Anteil am Erfolg der Reise. Für die körperliche Herausforderung, die von einem Team in einer so extremen Umgebung gefordert wird, entschädigen das lautlose Dahingleiten unter Segeln ohne störende Motorengeräusche und die unvergessliche patagonische Landschaft.

Intensives und einzigartiges Naturerlebnis in kleiner Gruppe
An- und Abreise via Buenos Aires und Ushuaia
Skipper mit Antarktiserfahrung

Reiseverlauf

1. Tag Frankfurt - Buenos Aires

Linienflug mit Lufthansa morgens von Frankfurt nach Buenos Aires. Ankunft am selben Abend und Abholung durch Ihren Deutsch sprechenden Transferbegleiter. Fahrt zum Hotel im Zentrum.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel

2. Tag Buenos Aires - Ushuaia

Am Vormittag werden Sie zum nationalen Flughafen Aeroparque gebracht, wo Sie Ihren Flug nach Ushuaia ans "Ende der Welt" antreten (das Hotelfrühstück kann bei sehr frühem Flug entfallen, wir bitten hier um Ihr Verständnis). Am Flughafen in Ushuaia werden Sie abgeholt und zu Ihrem kleinen gemütlichen Hotel gebracht. Sie haben Zeit sich von der langen Reise zu erholen und Ushuaia auf eigene Faust zu erkunden. Die Hauptstraße mit Ihren vielen kleinen Cafes und Shops lädt zu einem Bummel ein. Vielleicht können Sie im Hafen auch schon einen ersten Blick auf die Sarah W. Vorwerk werfen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [F]

3. Tag Sarah W. Vorwerk

Heute geht das Abenteuer los. Mittags ist Treffpunkt mit der Crew und Ihren Mitseglern am Yacht-Hafen, beim Jachtclub AFASYN, wo die Segel-Yacht S/Y "Sarah W. Vorwerk" vor Anker liegt. Den Transfer dorthin organisieren Sie am besten, indem Sie im Hotel ein Taxi bestellen. Mit einem Besatzungsmitglied der Yacht wickeln Sie gemeinsam alle Ein- und Ausreiseformalitäten ab. Es besteht auch Gelegenheit zu letzten Einkäufen für den Törn. Nachmittags erhalten Sie schon an Bord eine erste ausführliche Einführung in das Yachtleben: Heute und an den Folgetagen erfahren Sie Wissenswertes über die Funktionsweise der Salz- bzw. Frischwasserein- und -ausgänge, Bordelektronik, Segeltechnik, Ankermanöver, Wetterbedingungen, Sicherheitsmaßnahmen, Routenbeschreibung, Einteilung der Wachmannschaften und sonstiger Aufgaben an Bord. Während der gesamten Zeit der Segeltörns genießen Sie volle Verpflegung an Bord. Je nach den Verhältnissen können Sie unter Begleitung auch das Schlauchboot benutzen. Nachmittags heißt es endlich Leinen los. Wir segeln über den geschichtsträchtigen Beagle-Kanal (bekannt geworden durch Darwins berühmte Fahrt auf der "Beagle") und kommen an der Isla dos Lobos vorbei, wo wir die ersten Kormorane und Seelöwen erblicken.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FA]

4. Tag Seno Lauro

Wir legen in Seno Lauro bei dem verschrotteten chilenischen Marineboot "Micalvi" an, das als Yachtanleger und Hafenbar noch seinen Dienst tut und die letzten "Endlos-Duschen" für uns bietet. Der Seno Lauro ist der beste Naturhafen dieser Gegend und eröffnet den Blick auf die bizarren, schneebedeckten Gipfel der Dientes de Navarino.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

5. Tag Puerto Williams

In Puerto Williams, einem 1200-Seelen-Dorf mit Holzhütten, das von der chilenischen Marinebasis geprägt wird, machen wir die letzten Besorgungen. Vielleicht besuchen wir das 1975 eröffnete Martin Gusinde-Museum, welches einen guten Einblick in die Geschichte und Schicksale der Feuerland-Indianer bietet. Dann legen wir ab für die 30 Seemeilen nach Puerto Toro, der südlichsten menschlichen Siedlung der Erde mit etwa 50 Männern, Frauen und Kindern. Wir versuchen, zur Bereicherung unserer Abendessen Königskrabben einzukaufen. Hier bekommen wir auch die aktuellen Wetterprognosen für unsere Kap Hoorn-Umsegelung.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

6. Tag Wollaston-Inselgruppe

Frühaufsteher können vor dem Frühstück einige Biberdämme aufsuchen und diesen Baumeistern bei der Arbeit zusehen oder sich den Indianer-Friedhof anschauen. Dann verlassen wir die Isla Navarino und erreichen über den Paso Richmond, der zwischen der Isla Lennox und der Isla Nueva hindurchführt, den offenen Atlantik. In der Nähe der Islas Evout bestehen gute Chancen, auf eine der seltenen Albatross-Kolonien zu treffen. Schließlich erreichen wir die Wollaston-Inselgruppe und ankern in der Bahia Scourfield oder der Caleta Middle. Eine kleine Wanderung führt uns zum Binnensee. Die Spannung steigt, denn ganze 15 Seemeilen trennen uns noch vom Kap Hoorn.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

7. Tag Kap Hoorn

Auf der Weiterfahrt können wir bei gutem Wetter in der Caleta Leon vor Anker gehen und die Leuchtturmwärter von Kap Hoorn besuchen. Nur alle 3 Monate wird die Besatzung ausgetauscht. Außer einer Kapelle gibt es noch eine Postamtshütte, wo wir uns in das Gästebuch eintragen können, sowie ein französisches Denkmal zu Ehren der Kap Hoorn-Fahrer. Vom Turm schauen wir den gewaltigen ozeanischen Wassermassen zu. Atemberaubend liegt die Drake-Passage vor uns und zeigen sich die 3.000 m hohen mächtigen Darwin Mountains hinter uns. Diese schneebedeckten Gipfel bilden den Anfang der Anden, die bis nach Venezuela den Westrand des Kontinents durchziehen. Bei ruhigem Wetter wollen wir in der Caleta Hornos unser Boot an einer Marine-Boje festmachen, ansonsten ziehen wir uns zum Übernachten in die Caleta Martial zurück.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

8. Tag Isla de Hornos

Segelnd wollen wir das Kap Hoorn erobern und den Grenzbereich von Atlantik und Pazifik gen Osten durchfahren. Dabei umschiffen wir den nördlichen Teil der Isla de Hornos. Diese zu den Hermite Islands gehörige Insel ist nur 9 km lang und 500 m hoch. Die meisten der auf Feuerland einheimischen Vögel sind hier anzutreffen, so der Kondor als König der Berge und der Wander-Albatros als König der Meere. Meer und Himmel um uns herum sind voller Leben. Mit etwas Glück zeigen sich uns ein Wal oder ein paar Commerson- und Dusky-Delphine. Auf den nahe gelegenen Inseln belagern vielleicht Seerobben die Strände. Mollymauk-Albatrosse, Riesenturmvögel, Kormorane, Wildgänse und Raubmöwen beherrschen die Lüfte. An Backbord zeigen sich die steil, unnahbar und unbezwingbar erscheinenden Felsen von Kap Hoorn. Die See ist rau, der Wind dreht sich ständig, wir haben alle Hände voll mit dem Schiff zu tun. Geschafft - per Funk nehmen wir Kontakt zu den Leuchtturmwärtern auf. Sie geben dann an die Zentrale in Puerto Williams durch, dass wir Kap Hoorn umrundet haben - Zeit für ein Glas Champagner! Sobald wir in den Windschatten der Hermite Islands kommen, treffen wir auf ruhigere Gewässer.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

9.-10. Tag Gable Island - Puerto Williams

Nachdem wir in der Caleta Martial oder Bahia Scourfield unseren Kap Hoorn-Erfahrungen nachträumten und hoffentlich eine gute Nachtruhe hatten, machen wir uns auf den Rückweg Richtung Norden. Der Weg zu den Gletschern der Darwin-Kordillere wird etwa 3 Tage beanspruchen, denn es gilt, 150 Seemeilen zu bewältigen. Bei einem Landgang und einer schönen Wanderung entlang der Küste machen wir uns auf die Suche nach jahrzehntealten Spuren der Yamana-Indianer. Dann passieren wir Gable Island. Diese Insel war Eigentum von Thomas Bridge, dem erfolgreichen Missionar und besten Kenner der Yamana-Indianer sowie ihrer Sprache. Fast alles, was wir über dieses Volk wissen, haben wir von ihm erfahren. Unser Ziel ist heute Puerto Williams.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

11. Tag Yendegaia Bay

Vor uns liegen 35 Seemeilen durch den drei Meilen breiten Beagle-Kanal bis nach Yendegaia. Der Kanal lässt seine steilen, teils schneebedeckten Berghänge so gewaltig auf uns einstürzen, dass Norwegen im Vergleich dazu wie eine Liliput-Landschaft erscheinen würde. Centollo-Fischer gehen in ihren 5-m-Booten ihrem Lebensunterhalt nach, Guanakos kommen neugierig zum Uferrand, Kormorane kontrollieren unsere Route. In der Ferne können wir bereits die Ausläufer der Darwin-Kordillere erkennen und erahnen, wie sich ihre Eismassen zum Meer voranschieben. Schließlich laufen wir in der Yendegaia Bay ein. Wir wollen bei Freunden ankern, die hier Pferde- und Rinderzucht betreiben. Hat jemand Lust auf einen Reitausflug Alpha
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung an Bord [FMA]

12. Tag Punta Divide - Caleta Morning

Nun passieren wir die Punta Divide, wo sich der Beagle-Kanal in den Brazo del Sudoeste und den Brazo del Nordoeste aufteilt. Schon bald begegnen uns die ersten dahintreibenden, vielleicht 10.000 Jahre alten Eisfelder. Die Eislandschaft wird zusehends grandioser. Lautes Dröhnen lässt darauf schließen, dass ein Gletscher in den Fjorden von San Cristobal oder Hollanda wieder gekalbt hat. Ein bizarrer Gletscher reiht sich an den nächsten - eine atemberaubende Szenerie! In der Caleta Morning benutzen wir die Marine-Boje zum Ankern, mit dem Beiboot kommen wir dem Naturschauspiel näher. Ein Wasserfall wird von einem 30 m höher liegendem See gespeist; Enten brüten zwischen den hohen Klippen; in einer Grotte erblicken wir die von Fischern errichtete Marienkapelle. Wir halten Ausschau nach dem Kondor, nach Kormoranen, Magellan- und Felsenpinguinen, nach Raubmöwen und Seerobben.
Übernachtung an Bord [FMA]

13. Tag Ventisquero San Cristobal

Den ganzen Tag halten wir uns im Bann dieses Naturschauspiels auf. Wo das Land eisfrei ist, wagen wir einen Landgang. Wir segeln zum Ventisquero San Cristobal und gehen dort vor Anker. Bei einer Schlauchboot-Exkursion arbeiten wir uns dicht an den Gletscher heran.
Übernachtung an Bord [FMA]

14. Tag Puerto Williams

Wir machen uns wieder auf gen Puerto Williams und lassen letztmalig die skurrilen Eisformationen an uns vorbeiziehen, um nochmals in der Yendegaia Bay zu ankern oder wir nutzen den Tag für weitere Erkundungen und fahren die Nacht hindurch zurück nach Puerto Williams.
Übernachtung an Bord [FMA]

15. Tag Puerto Williams

In Puerto Williams eingetroffen, nutzen wir die restliche Zeit zu einem reizvollen Ausflug an Land. Vielleicht entscheiden wir uns für den Aufstieg auf den Pico Navarino zum letzten Panorama über den Beagle-Kanal, für den Besuch an den Biberdämmen oder für eine Pirsch im Wald, um nach den "Pan dos Indos" zu suchen, pilzartige Parasiten an den Bäumen, die früher von den Indianern eingesammelt wurden und als Nahrungsquelle dienten. Sie beeindrucken uns durch ihre filigranen Verwachsungsformen.
Übernachtung an Bord [FMA]

16. Tag Ushuaia

Wir segeln das letzte Mal durch den Beagle-Kanal zurück nach Ushuaia, zum Endpunkt unseres Törns.
Übernachtung an Bord [FMA]

17. Tag Ushuaia

Wir segeln durch den Beagle-Kanal zurück nach Ushuaia zum Endpunkt unseres Törns oder wir sind schon am Abend vorher angekommen und haben im Hafen auf dem Schiff übernachtet. Nach dem Erledigen aller Formalitäten heißt es dann Abschied nehmen von unserer "Sarah" und unseren beiden Skippern. Mit einem Taxi (eigene Kosten) lassen wir uns in unser schon bekanntes Hotel in Ushuaia bringen. Vielleicht bleiben ja noch ein paar Ihrer Mitsegler vor Ort und Sie können noch gemeinsam in Ushuaia zu Abend essen.
Übernachtung im Hotel [F]

18. Tag Ushuaia - Buenos Aires

Am Morgen Transfer zum Flughafen und Flug nach Buenos Aires. Sie werden abgeholt und zum schon bekannten Hotel gebracht. Je nach Flugplan haben Sie Zeit sich im Zentrum von Buenos Aires auf eigene Faust umzusehen. Gerne buchen wir Ihnen auf Wunsch noch einen längeren Aufenthalt in Buenos Aires. Bitte geben Sie diesen Wunsch gleich mit Ihrer Buchung bekannt.
Übernachtung im Hotel [F]

19. Tag Buenos Aires - Heimreise

Sie haben heute noch den ganzen Tag Zeit, um sich in der Hauptstadt Argentiniens umzusehen. Gerne buchen wir Ihnen auch für den heutigen Vormittag eine 3-stündige Stadtrundfahrt (internat. Gruppe, deutsch-/englischprachige Reiseleitung) ab/bis Hotel. Am Abend werden Sie abgeholt und zum Flughafen gebracht, um Ihren Heimflug anzutreten.
[F]

20. Tag Ankunft

Nachmittags Ankunft in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Während den verschiedenen Segeltörns wird den Teilnehmern eine gewisse Portion Mut und Durchhaltevermögen abverlangt, denn eine Segelbootreise ist ein absoluter Kontrast zu den Abenteuer-Kreuzfahrten, die sonst rund um das Kap Hoorn angeboten werden. Körperliche Fitness und ein sehr guter Gesundheitszustand sind Voraussetzung für eine solche Reise. Sie sollten von einer Buchung dieser Reise Abstand nehmen, wenn sie an irgendwelchen Krankheiten leiden oder verletzt sind. Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie - besonders bei den langen Törns - über Tage hinweg der Natur, Wind und Wetter ausgesetzt sind und in Notsituationen in diesen abgelegenen Regionen oft nicht sofort Hilfe geleistet werden kann. Spontan aus dem Unternehmen auszusteigen und früher zurückzufliegen ist nicht möglich.
Da die Segelyacht nur für maximal acht Passagiere geeignet ist, können die beiden Skipper die Reiseroute - soweit möglich - an die persönlichen Interessen der Gruppe anpassen. Wer sich auf solch eine Reise einlässt, weiß, dass Kompromisse eingegangen werden müssen. Wir erwarten ein hohes Maß an Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitreisenden und den Skippern. Was das Segeln anbetrifft, ist jeder Passagier Mitsegler, d.h. alle erledigen nach den Anweisungen des Skippers ihren Teil der Arbeit. Sie müssen jedoch keinerlei Segelkenntnisse mitbringen. Zu Beginn Ihres Törns erhalten Sie eine Einweisung und haben während der ersten Tage Gelegenheit, sich mit dem Boot und den ersten "Segelhandgriffen" vertraut zu machen. Die komplette Segelausrüstung, auch Schlechtwetterbekleidung, befindet sich an Bord. Trotzdem müssen Sie auch eigene warme Schlechtwetterbekleidung mitbringen, eine detaillierte Ausrüstungsliste erhalten Sie mit der Buchung oder Sie fordern sie vorher bei uns an.
Jeder Einzelne trägt durch sein aktives Mitwirken zum Erfolg des Törns bei.

Einreisebestimmungen:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate ab der geplanten Ausreise aus Argentinien.
Für Argentinien sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Polio
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Bei jedem Segeltörn handelt es sich jeweils aufs Neue um eine Reise mit Pioniercharakter. Es kann zu Verzögerungen, Routenänderungen, Programmumstellungen kommen - bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren. Wir bitten Sie, ggf. das nötige Verständnis aufzubringen und sich in Toleranz, Geduld und Gemeinschaftsgeist zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihres Skippers, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir aber keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Für diese Reise gelten, ergänzend zu unseren üblichen Reisebedingungen, die "Mitsegelbedingungen auf der Sarah W. Vorwerk". Diese finden Sie am Ende des Detailprogramms. Im Falle eines Reiserücktritts sind die Stornosätze der Mitsegelbedingungen gültig.

Klima

Obwohl es am Kap Hoorn im Durchschnitt nicht stärker als an der deutschen Nordseeküste weht, hat sich dieses Kap doch einen besonderen Namen gemacht. Das Gebiet wird durch Windströmungen dominiert, die westlich von Kap Hoorn durch keinerlei Landmassen aufgehalten werden. Alle anderen Kontinente reichen bis maximal 40 Grad Süd, Kap Hoorn liegt jedoch auf dem 56. Breitengrad. Die ostwärts wandernden Tiefs haben somit zumeist ihre maximale Stärke erreicht, wenn sie auf ihr erstes Hindernis stoßen, auf die Kordillere der Anden. Eine Tiefdrucklage jagt die nächste. Dadurch ergibt sich eine typische Wettersituation, bei der Stürme von 1-2 Tagen Dauer von einer 4-5-tägigen windstillen Periode abgewechselt werden. Der Wind weht vorwiegend aus westlicher Richtung und nimmt an Stärke zu, je westlicher man sich befindet.
Je weiter man sich nach Süden Richtung Kap Hoorn bewegt, desto launenhafter und kräftiger wird der Wind. Windstärken bis zu 60 Knoten (Windstärke 12) sind keine Seltenheit, dauern aber meist nicht lange an. Hinzu kommt das Phänomen der Williwaws genannten Fallwinde. Durch die zerklüftete Insellandschaft können die lokalen Wetterverhältnisse extreme Unterschiede aufweisen. Beim Beagle-Kanal herrscht ein mildes Meeresklima. Im Sommer betragen die Temperaturen im Schnitt 11°C. Der Jahresniederschlag liegt bei 75 mm. Der Kanal und seine Buchten frieren nie zu; Eisberge gibt es nur in der Nähe der Gletscher. Ab März/April sind die Bergspitzen schneebedeckt.

BUCHEN / VORMERKEN