Trekking am Ende der Welt

Einzigartige Trekkingkombination für Patagonienliebhaber

Ein kühler Wind weht Ihnen um die Nase, der Beagle Kanal liegt wie ein blauer Spiegel vor Ihnen; dahinter die schneebedeckten Gipfel der Insel Navarino, dann erst einmal lange nichts… und irgendwann die Antarktis. Hier am Ende der Welt im Feuerland-Nationalpark sind die Trekkingpfade noch schmal und die Landschaften wild. Sie wandern durch üppige Südbuchenwälder, vorbei an türkisen Lagunen, blitzblauen Gletschern und schroffen Berggipfeln über denen Kondore kreisen. Biber und Rotspechte haben hier ihr Zuhause. Das Zeltleben ist einfach, passend zur unverdorbenen Natur. Die Bergsteiger lockt der zweithöchste Gipfel Feuerlands, der Cerro Alvear, mit seinem ewigen Eis. Vorher stehen Sie weiter nördlich in Patagonien staunend unter den gewaltigen Granitfelsen des Fitz Roy, der zwei Tage lang während des Trekkings mit Ausgangspunkt Lago San Martin Ihren Blick in Bann gezogen hat. Im gemütlichen Bergsteigerort El Chalten angekommen, erkunden Sie von hier aus den Los Glaciares-Nationalpark und stehen auch am Fuße des Cerro Torre. Natürlich darf der Perito Moreno-Gletscher zum kompletten Patagonien-Glück nicht fehlen. Das lebhafte Buenos Aires ist Drehpunkt Ihrer Reise ans Ende der Welt.

4-tägiges Trekking vom Lago San Martin zum Fitz Roy
6-tägige Trekkingrunde im Feuerland-Nationalpark
Cerro Torre, Perito Moreno-Gletscher, Ushuaia, Buenos Aires
Verlängerung Kreuzfahrt auf der Mare Australis zum Kap Hoorn möglich

Reiseverlauf

1. Tag Anreise - Buenos Aires

Am Vormittag Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Buenos Aires. Ankunft am Abend in der Hauptstadt Argentiniens. Wir werden von unserer Deutsch sprechenden Reiseleitung abgeholt und ins Hotel im Zentrum gebracht.
Übernachtung in einem Hotel

2. Tag Buenos Aires - Calafate

Heute Vormittag erkunden wir Buenos Aires. Bei einer rund 3-stündigen Rundfahrt besuchen wir den historischen Kern der 1580 von den Spaniern gegründeten Stadt, die Plaza de Mayo mit der Casa Rosada, dem Präsidentenpalast und der Kathedrale, sowie das alte Hafenviertel La Boca mit seinen originellen Häusern und das modern wirkende Viertel Recoleta. Am Nachmittag werden wir zum nationalen Flughafen von Buenos Aires gebracht und fliegen in 4,5 Stunden in den Süden des Landes nach El Calafate, dem größten Flughafen Patagoniens auf argentinischer Seite. Hier wartet schon unser Bus und bringt uns zu unserem Hotel. Wir haben Zeit, um noch ein wenig durch die belebte Hauptstraße von Calafate mit den vielen kleinen Geschäften und Cafes zu bummeln.
Übernachtung in einer Hosteria [F]

3. Tag Perito Moreno - Estancia El Condor

Heute Morgen steht bereits das erste Highlight Patagoniens auf dem Programm. Wir besuchen den Perito Moreno-Gletscher, der spektakulär in den Lago Argentino kalbt. Auf den hölzernen Besucherplattformen sind wir ganz nah dran, wenn sich einer der blau schillernden Eisblöcke löst und mit Getöse ins Wasser stürzt. Wir haben genug Zeit, um dieses einmalige Schauspiel ausgiebig zu beobachten. Weiter fahren wir in ca. 4 Stunden Richtung Norden bis zum Lago San Martin, immer an der Andenkette entlang, die aus der Ferne zu sehen ist. In der Nähe des Sees liegt die Estancia El Condor, ein typisch argentinischer Viehzuchtbetrieb, der bereits 1894 gegründet wurde. Auf 220.000 Hektar weiden um die 100.000 Schafe; hier werden wir Interessantes über die Schafzucht, die Schur etc. erfahren. Am Abend auf der Estancia angekommen, beziehen wir unsere Zimmer. Wir packen für das kommende Trekking und sitzen noch beim einem späten Abendessen im Haupthaus der Estancia zusammen.
Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 410km; Übernachtung auf einer Estancia in Mehrbettzimmern, geteiltes Bad, kein Einzelzimmer möglich [FMA]

4. Tag Lago San Martin - Bajo Grande

Unser erstes Trekking beginnt. Wir verladen das Gepäck auf unsere Maultiere und machen uns auf den Weg in Richtung Nationalpark Los Glaciares - unser erstes Ziel. Der Weg führt durch dichten Südbuchenwald stetig bergauf bis zu unserem ersten Camp Bajo Grande, das am Fuße des Cerro Astillado auf 1.050 m Höhe liegt. An diesem versteckten Ort werden wir mit etwas Glück Kondore in den Lüften ihre Kreise ziehen sehen. Wir steigen auf, bis wir ein Plateau erreichen, von dem wir den weiten Ausblick auf den tiefblauen Lago San Martin und die argentinische Pampa genießen können. Heute schlafen wir zum ersten Mal im Zelt.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Übernachtung im Zelt [FMA]

5. Tag Bajo Grande - Paso del Gordo - Valle de Guanacos

Von unserem Lager aus steigen wir auf schmalen Pfaden bis zum Paso del Gordo auf 1.500 m auf. Wir blicken über steinige Hügel, tiefe Täler und dichte, grüne Wälder. Die Landschaft ist unberührt, nur wenige Menschen finden den Weg hierher. Der Abstieg führt uns ins grüne Tal des Portones-Flusses, der sich frei seinen Weg durch die Landschaft sucht. Unser heutiges Ziel ist das Guanacos-Tal, im Sommer das bevorzugte Weidegebiet der gleichnamigen Huftiere. Wir schlagen auf 1.000 m Höhe unser Lager auf und können noch ein wenig die Umgebung erkunden.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 500m; Zelt [FMA]

6. Tag Paso de Guanacos

Heute Morgen steigen wir bergauf bis zum Guanacos-Pass auf 1.200 m, der die natürliche Grenze zwischen dem Tal des Rio Portones und dem Tal des Rio Barrancas bildet. Von hier aus ist bei gutem Wetter die türkisfarbene Fläche des Lago Viedma zu erkennen und mit ein bisschen Glück vielleicht auch schon die markante Gipfelkette der berühmten Berge des Los Glaciares-Nationalparks. Der Abstieg führt uns immer am Ufer des Rio Portones entlang bis ins Tal. Auf 850 m Höhe zelten wir in der Nähe des Flusses oder einer Estancia.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 350m; Zelt [FMA]

7. Tag Paso de la Gorra - El Chalten

Heute Morgen heißt es Hosenbeine hochkrempeln, wir durchqueren zu Fuß den Portones Fluß. Nach einer Stunde auf eher ebenem Weg starten wir bergauf zu unserem letzten Pass (1.550 m), dem Paso de la Gorra. Nach dem anstrengenden Aufstieg werden wir mit einem fantastischen Blick auf die eisigen Gipfel von Cerro Torre und Fitz Roy, den Lago Viedma und in der Ferne auf die weite Fläche des patagonischen Inlandeises belohnt. Der lange Weg hinunter wird uns durch den grandiosen Ausblick versüßt. Wir durchqueren zu Fuß den Rio de las Vueltas und erreichen schließlich El Chalten. Hier mündet auf 400 m Höhe der Rio Fitz Roy in den Rio de las Vueltas. Der kleine Bergsteigerort liegt am Rande des Nationalparks Los Glaciares am Fuße des Fitz Roy-Massivs. "El Chalten" war die ursprüngliche Bezeichnung der Indianer für den Fitz Roy. Später wurde das 3.405 m hohe Granitmassiv nach dem Kapitän von Darwins Forschungsschiff benannt. Nach der Ankunft richten wir uns für drei Nächte in unserem Standquartier, einer kleinen gemütlichen Hosteria, ein.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 1100m; Hosteria [FM]

8. Tag Fitz Roy

Die Erkundung des Parks steht nun an. In rund 1,5 Stunden Gehzeit erreichen wir die kleine Laguna Capri, von der sich bereits eine herrliche Aussicht auf das Massiv des Cerro Fitz Roy am Nordrand des Nationalparks bietet. Wir brauchen weitere 3 Stunden bis zum Basecamp Poincenot des Cerro Fitz Roy (750 m). Der 3.405 m hohe Granitblock ist ein höchst anspruchsvoller Kletterberg, an dem sich die besten Bergsteiger aus aller Welt versuchen. Nach dem Picknick können wir bei gutem Wetter in ca. 1 Stunde von hier auf einem steilen Hang in Serpentinen bis zur Laguna de los Tres (1.150 m) aufsteigen. Die Mühe hat sich gelohnt! Über den Gletscherfeldern thronen die gewaltigen Granittürme mit dem Fitz Roy in der Mitte und die türkisfarbene Lagune liegt zu unseren Füßen. Am späten Nachmittag wandern wir zurück nach El Chalten.
Gehzeit: 9h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Hosteria [FM]

9. Tag Cerro Torre

Ein weiterer Höhepunkt ist die Tageswanderung zum 3.102 m hohen Cerro Torre. Durch das Tal des Rio Fitz Roy verläuft die Etappe zur Laguna Torre (700 m), bevor wir nach 3-4 Stunden den Zeltplatz Camp Agostini am Rande eines Zwergbuchenwaldes erreichen. Hinter den Eisfeldern ragt der Cerro Torre wie eine uneinnehmbare Felsnadel auf. Bei gutem Wetter steigen wir nach der Mittagsrast in 1 Stunde zum Mirador Maestri mit herrlichem Bergblick auf das Torre-Massiv auf. Schließlich kehren wir nach El Chalten zurück.
Gehzeit: 8h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Hosteria [FM]

10. Tag Calafate - Ushuaia

Am Vormittag machen wir uns auf den Weg; zuerst geht es über eine steinige Schotterpiste, dann auf einer guten Straße durch die argentinische Pampa nach El Calafate zurück. Wir haben bei gutem Wetter noch einmal einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Gipfelkette des Los Glaciares-Nationalparks. Nach ca. 3-4 Stunden erreichen wir El Calafate und haben vielleicht noch Zeit, um einen Kaffee oder eine leckere argentinische Schokolade zu trinken, bevor wir in den äußersten Süden Argentiniens, nach Ushuaia, fliegen. Hier, am "Ende der Welt", weht uns beim Aussteigen bestimmt eine Meeresbrise um die Nase. Auf dem Weg zum Hotel sehen wir schon die schneebedeckten Gipfel der Küstenkordillere. Unser gemütliches, kleines Hotel befindet sich in einem ruhigen Viertel etwas außerhalb des Zentrums. Je nach Flugplan unternehmen wir heute noch eine kleine Tour durch die Stadt, ansonsten an einem anderen Tag. In einem der gemütlichen Lokale Ushuaias essen wir zu Abend (eigene Kosten).
Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 220km; Hotel [F]

11. Tag Feuerland-Nationalpark

Zur Einstimmung auf Feuerland unternehmen wir heute eine einfache Wanderung entlang der Küste des Feuerland-Nationalparks. Wir wandern bergauf, bergab, am Ufer oder im Wald im Gebiet der Lapataia-Bucht. Die Szenerie ist fantastisch: blaue Lagunen, grüne Wälder und wilde Küstenlandschaft. Wenn es das Wetter erlaubt, fahren wir mit dem Zodiac (stabiles, von einem Motor betriebenes Schlauchboot) auf die kleine Insel Redonda, auf der sich das südlichste Postamt der Welt befindet. Vom höchsten Punkt Redondas aus genießen wir den weiten Blick über die Bucht und essen unser Lunchpaket. Am Nachmittag kehren wir zurück nach Ushuaia. Heute Abend packen wir unsere Rucksäcke für das Trekking im Feuerland-Nationalpark.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 60m; Abstieg: 60m; Hotel [FM]

12. Tag Cerro del Medio - Andorra-Tal

Unser Trekking im unbekannteren Teil des Feuerland-Nationalparks beginnt. Mit dem Fahrzeug werden wir bis zum höchsten bewohnten Punkt von Ushuaia gebracht. Von hier aus machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Gipfel des Cerro del Medio (920 m), der sich direkt über Ushuaia erhebt. Zuerst geht es durch dichten Buchenwald auf zum Teil schlammigen Pfaden stetig nach oben. Später führt der Pfad aus dem Wald hinaus und es bietet sich ein erster Blick auf die Bucht und den Beagle-Kanal. Durch schotteriges, aber leichtes Gelände "schrauben" wir uns in Serpentinen nach oben zum steinigen Gipfel. Vom höchsten Punkt aus ist die Sicht einmalig: Der Blick schweift über die Inseln Navarino und Hoste mit ihren schneebedeckten Gipfeln und über das blaue Band des Beagle-Kanals. Nach einer ausgiebigen Rast kämpfen wir uns durch Schotter auf einen kleinen Pass, der noch von Schnee bedeckt sein kann. Wir treten sicher in den Spuren unserer örtlichen Führer und erreichen die andere Seite. Der Ausblick ist grandios, die Gletscher und Gipfelzacken des Feuerland-Nationalparks liegen direkt vor uns. Wir steigen, zuerst durch Blockgelände, dann auf einer Schotterpiste hinab ins grün bewaldete Andorra-Tal. Hier schlagen wir, direkt am Fluss, unser erstes Lager für 2 Nächte auf. Heute tragen wir nur unseren Tagesrucksack, das Hauptgepäck wird per Fahrzeug und von Trägern zu unserem Camp transportiert.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]

13. Tag Vinciguerra-Gletscher

Die heutige Tagestour führt uns hinauf zur Laguna de los Tempanos und weiter zum Eisbruch des Vinciguerra-Gletschers. Durch dichten Buchenwald steigen wir auf einem alten Holzfällerpfad anfangs sehr steil nach oben bis zur Baumgrenze. Hier öffnet sich ein idyllisches Tal mit Sumpfland, durch das wir uns unseren Weg am Fluss entlang bahnen. Über die Moräne geht es dann wieder sehr steil bis zur Lagune hinauf. Vor 10 Jahren hat der zweigeteilte Gletscher noch in den See gekalbt, inzwischen ist eine große Lücke entstanden. Wir umrunden die Lagune, bis wir den Eisabbruch erreichen - ein erhabenes Gefühl, direkt unter dem Gletscher zu stehen. Wer mag, legt hier Steigeisen an (werden gestellt); wir steigen ein paar Höhenmeter auf der Eisfläche nach oben. Die wenigen Meter Aufstieg lohnen sich, denn nun erblickt man den Beagle-Kanal in der Ferne. Wir steigen ab und erreichen wieder unser Lager im Andorra-Tal.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]

14. Tag Laguna Caminante

Heute packen wir unseren großen Rucksack mit Schlafsack, Matte, Wechselwäsche, Getränk und Lunchpaket, denn unser Hauptgepäck werden wir erst in 3 Tagen wieder sehen. Das Gemeinschaftsgepäck transportieren unsere Träger. Wir wandern tief hinein in den Feuerland-Nationalpark. Etwa 3 Stunden sind wir in dichtem Südbuchenwald auf breitem Weg unterwegs. Abrupt endet der Wald und wir steigen steil am Hang entlang auf, bis sich der Blick auf das Tal wieder öffnet. Die Landschaft ist wild und die vielen Grün- und Blau-Farbtöne sind ein Fest für die Augen. Zu unserer Rechten sehen wir nun den kompletten Vinciguerra-Gletscher und den Gipfel Vinciguerra, der höchste Gipfel im Nationalpark. Unser Ziel ist die kleine, versteckte Laguna Caminantes mit türkisfarbenem Wasser, das auf der einen Seite von Felsen begrenzt wird. Auf der anderen Seite liegt geschützt unter Bäumen unser Lager, direkt am Ufer. Mutige können ein Bad im eisigen Wasser nehmen, die Lagune wird von einem Gletscher gespeist.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Zelt [FMA]

15. Tag Cerro Reber

Heute steht ein Gipfel auf unserem Tagesprogramm, für den sehr gute Trittsicherheit erforderlich ist. Wir verlassen die Lagune nur mit unserem Tagesrucksack und balancieren am Flussufer entlang, zum Teil steil am Hang, über grüne Wiesen, bis sich das Tal öffnet und wir die Laguna Superior erreichen. Die Farbe des Wassers reicht - je nach Beleuchtung - von giftigem Grün bis zu strahlendem Türkis. Wir blicken in ein weites Gletschertal. Vom sich zurückziehenden Gletscher frisch geschliffene Steine, rote Vulkanerde und vielfältige Moose bestimmen das Bild der Landschaft. Zuerst über kleinere Steine, dann über Blockgelände steigen wir unter Zuhilfenahme unserer Hände nach oben, bis wir das steinige Gipfelplateau des Cerro Reber auf 1.200 m erreicht haben. Der Rundblick ist grandios: Murray- und Beagle-Kanal schimmern im Süden, rundherum die höchsten Gipfel Feuerlands und im Westen zeigen sich sogar die eisigen Spitzen der Darwin-Kordillere. Auf gleichem Weg kehren wir zur Laguna Caminantes zurück.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]

16. Tag Ushuaia

Unsere Runde im Feuerland-Nationalpark ist fast vollendet, dennoch ist die heutige Etappe landschaftlich nicht weniger spektakulär als die Tage vorher. Wir schultern wieder unser komplettes Gepäck und machen uns auf den Weg zurück nach Ushuaia. Erst queren wir grüne Wiesenhänge, dann erreichen wir steiniges Terrain. Hinter uns ragen die Gipfel Feuerlands mit ihren Gletschern empor. Auf steinigem Steig, zum Schluss über leichtes Blockgelände, erreichen wir den Paso de la Oveja auf ca. 1.000 m Höhe. Von hier aus blicken wir ins Oveja-Tal, in das wir nun auf schmalen Tierpfaden, quer an den Hängen entlang, absteigen. Irgendwann wird der Blick frei auf den Beagle-Kanal und die Küstenlandschaft. Wir erreichen die Baumgrenze und nach einem kurzen Stück durch den Wald liegt das Meer direkt zu unseren Füßen. Die Insel Hoste mit den schneebedeckten Gipfeln scheint zum Greifen nah. Wir erreichen den Rand des Parks und gleichzeitig den nicht besonders attraktiven Außenbezirk von Ushuaia. Hier warten wir auf unser Fahrzeug, das uns auf der berühmten Ruta 3 ins Tierra Mayor-Tal bringt - unsere Runde ist komplett. Das Refugio Solar del Bosque ist der bergsteigerische Dreh- und Angelpunkt des Tales. Ganz in der Nähe können wir - wer Lust hat - Biber beobachten. Abends sitzen wir gemütlich zusammen und schwärmen bei einer Flasche Wein von unseren Erlebnissen.
Doch die Reise ist noch nicht zu Ende! Die Gipfel-Aspiranten für den Cerro Alvear, den zweithöchsten Berg Feuerlands, stellen sich auf eine kurze Nacht ein.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 800m; Hütte Solar del Bosque, Schlafraum mit Stockbetten, geteiltes Bad [FMA]

17. Tag Wanderung Albino-Gletscher oder Cerro Alvear

Wir frühstücken in der gemütlichen Hütte und brechen dann zu unserer Wanderung in Richtung Albino-Gletscher auf. Zum ersten Mal durchqueren wir richtiges Sumpfland; wir müssen vorsichtig treten, um nicht nasse Füße zu bekommen. Eventuell können wir unterwegs einige der vielen Biber sehen, die hier ihre Dämme bauen. Wir steigen bergauf bis zur Felsformation Piedras Naranjas und entscheiden hier, wie weit wir heute noch wandern wollen. Der Weg bis zum Gletscherabbruch ist steil und ausgesetzt, der Blick aber wie immer lohnend. Später kehren wir auf gleichem Weg zurück zur Hütte und werden von dort ins schon bekannte Hotel nach Ushuaia gebracht. In einem schönen Restaurant verabschieden wir uns bei einem Abendessen (eigene Kosten) von unseren örtlichen Begleitern.


Option Cerro Alvear:
Die Bergsteiger unter uns haben die Möglichkeit, gegen Aufpreis (siehe gesonderter Hinweis nach den Tagesbeschreibungen) eine Eis-Hochtour auf den Cerro Alvear (1.450 m) zu unternehmen. Zuerst geht es bei Tagesanbruch durch ein sumpfiges Tal, dann über steinige Pfade und zuletzt über den steilen Gletscher mit Steigeisen kletternd am Seil - der Aufstieg fordert unsere ganze Kondition und Technik. Vom zweithöchsten Gipfel Feuerlands überblicken wir die gesamte Berglandschaft der Kordillere und sehen weit übers Meer bis zur Insel Navarino. Späte Rückkehr nach Ushuaia und Abschiedsessen mit der ganzen Gruppe. Bitte geben Sie bereits bei Buchung mit an, ob Sie den Cerro Alvear besteigen möchten.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 500m; Hotel [FM]

18. Tag Beagle-Kanal - Buenos Aires

Morgens unternehmen wir eine 2,5-stündige Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal. Auf den kleinen Inseln des Kanals leben Seelöwen, Pinguine und viele andere Seevögel. Meist wird auch der Leuchtturm "Les Eclaireurs" besucht. Zurück in Ushuaia haben wir Zeit, um noch ein wenig durch die Stadt zu bummeln oder das Museum zu besuchen (auf eigene Kosten). Am Nachmittag fliegen wir nach Buenos Aires zurück. Wir werden abgeholt und zum schon bekannten Hotel gebracht. Am Abend kann wer mag, sich noch zu einem Abendessen zusammensetzen (eigene Kosten).

Alternative Verlängerung auf der Mare Australis:
Immer mittwochs sticht die Mare Australis von Ushuaia aus in See. Mit einer Zusatznacht in Ushuaia könnten Sie am nächsten Tag bequem das Schiff erreichen. Auf ihrem Weg nach Punta Arenas in Chile werden Kap Hoorn, die Wulaia-Bucht und die Gletscher der Darwin-Kordillere besucht. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot für diese Verlängerung. Bitte beachten Sie, dass auf der Mare Australis generell keine halbe Doppelkabine verfügbar ist.
Hotel [F]

19. Tag Buenos Aires - Abreise

Der Tag steht uns für eigene Erkundungen in Buenos Aires zur Verfügung. Wer mag kann mit dem Reiseleiter einen Spaziergang durch Buenos Aires unternehmen. Am Abend Transfer zum Flughafen und Flug mit Lufthansa nach Frankfurt.
[F]

20. Tag Ankunft

Am Nachmittag Ankunft in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Die Wanderungen sind technisch einfach, erfordern aber gute Trittsicherheit sowie eine gute Kondition und Ausdauer. Die täglichen Gehzeiten betragen ca. 7 Stunden (inkl. ausreichender Pausen, bitte Tagesbeschreibung beachten). Die zu bewältigenden Höhenunterschiede liegen zwischen wenigen 100 m und max. 1.100 m. Raues Klima mit Regen und starken Winden, ebenso rutschige und schlammige Passagen sowie Altschneefelder können die Wanderetappen erschweren.
Während der Trekkingtouren übernachten Sie in Zwei-Personen-Zelten und einmal in einer einfachen Hütte im Gemeinschafts-Schlafraum. Während der Trekkings besteht Waschmöglichkeit meist nur im Fluss. Es sollte für alle TeilnehmerInnen selbstverständlich sein, bei sämtlichen während des Lagerlebens anfallenden Arbeiten mit anzupacken (Zeltauf- und -abbau, Abwasch etc.). Das Hauptgepäck transportieren die Fahrzeuge, Packtiere oder Träger, so dass Sie an den meisten Wandertagen nur Ihren Tagesrucksack mit dem Nötigsten (Trinkflasche, Fleece/Pullover, Wechselwäsche, Regenschutz, Lunchpaket, Fotoausrüstung etc.) selbst tragen. An zwei Tagen im Feuerland-Nationalpark muss jedes Gruppenmitglied neben den persönlichen Sachen wie Schlafsack, Liegematte und Wechselwäsche auch die Lunchpakete für die nächsten 2 Tage selbst tragen (ca. 8-10 kg Gepäck). Deshalb benötigen Sie für das 2. Trekking einen Rucksack mit ca. 65 l Fassungsvermögen.
Während des Trekkings werden Sie von der örtlichen Begleitmannschaft verpflegt. Beim Trekking zum Fitz Roy wird die Mannschaft die Mahlzeiten in einer größeren Camping-Küche zubereiten. Da hier Tragtiere dabei sind, werden die Mahlzeiten einfach, aber abwechslungsreich sein. Ein Essenszelt mit Tisch und Stühlen wird mitgeführt. Das Trekking im Feuerland-Nationalpark ist aus logistischen Gründen sehr einfach gehalten. Tragtiere sind im Park nicht erlaubt, so dass Träger das Gemeinschaftsgepäck beförden müssen. Deshalb stehen an der Laguna Caminante nur 2 - 3 Gaskocher für die Gruppe zur Verfügung. Die Verpflegung erfolgt folgendermaßen: Sie erhalten für alle Wanderungen Lunchpakete mit 2 Semmeln, Keksen, einem Apfel, Müsliriegel und einem Getränk. Es können auch vegetarische Lunchpakete bestellt werden. Die Lunchpakete sind Ihr Mittagessen. Zum Frühstück gibt es Weißbrot, Käse und Wurst oder alternativ Müsli, das Sie sich selbst mit Milchpulver anrühren. Tee- und Instantkaffeebeutel stehen immer als Getränk zur Verfügung, heißes Wasser wird ständig gekocht, ansonsten können Sie das Wasser ohne Bedenken aus den Flüssen und Gletscherseen nachfüllen. Zum Abendessen wird an den beiden Nächten an der Laguna Caminante Expeditionsnahrung gekocht, es gibt meist eine Tütensuppe und anschließend Instant Nudel- oder Reisgerichte. Am Lager im Andorra-Tal kann mit den Fahrzeugen nahe herangefahren und Essen transportiert werden. Hier wird abends jeweils ein Barbecue veranstaltet. Es werden generell kein Essenszelt, keine Stühle und kein Tisch mitgeführt. Bei sehr schlechtem Wetter wird im eigenen Zelt gegessen, bei gutem Wetter basteln wir uns aus dem, was es in der Natur gibt, Tische und Sitzgelegenheiten. Es finden so gut wie keine kommerziellen Trekking-Touren im Nationalpark statt, unser örtlicher Partner ist einer der wenigen, der eine Konzession hierfür besitzt, da er sich selbst intensiv für den Schutz des Parks einsetzt. Um die dortige Infrastruktur nicht zu verändern und den Park zu schonen, haben wir uns für diese einfache und natürliche Art des Trekkings entschieden. Getränke wie beschrieben sind an den Tagen mit Übernachtung im Zelt inklusive, ansonsten in Restaurants und Hotels extra zu bezahlen. Wenn das Abendessen nicht eingeschlossen ist, sucht der Reiseleiter ein schönes Restaurant aus, so dass Sie die Spezialitäten der Region probieren können.

Einreisebestimmungen:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate ab der geplanten Ausreise aus Argentinien.
Für Argentinien sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Polio.
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen - bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu unvorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Es kann passieren, dass die innerargentinischen Flugpläne kurzfristig umgestellt werden. Deshalb behalten wir uns vor, den Reiseablauf in diesem Falle entsprechend anzupassen. Über evtl. Routenänderungen werden Sie per Rundschreiben oder unter Umständen erst vor Ort informiert. Wir bitten ggf. um das nötige Verständnis. Während dieser Reise halten Sie sich in einer nur dünn besiedelten Region mit einer geringen Infrastruktur und teilweise in abgelegenen Wildnisgebieten auf. Somit sind Unannehmlichkeiten oder Beeinträchtigungen aufgrund der isolierten Lage und wegen der Willkür der Nationalpark-Behörden nicht auszuschließen. Bei Fahrzeugpannen kann es unterwegs zu unvermeidlichen Verzögerungen kommen, bis eine Reparatur möglich ist und/oder Ersatzteile eintreffen. Ersatzfahrzeuge können wegen den damit verbundenen Genehmigungen meist nicht eingesetzt werden. Das Trekking im Feuerland Nationalpark hat Pionier-Charakter. Wir bitten Sie ggfls. das nötige Verständnis aufzubringen und mit Geduld und Gemeinschaftsgeist Ihren Reiseleiter aktiv bei der Problemlösung im Sinne der Gruppe zu unterstützen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen, doch können wir für die exakte Durchführung der Ausschreibung keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Klima

In Buenos Aires ist es, im dortigen Sommer, feucht und windig, aber warm (ca. 30°C). Durch die aus der Antarktis stammenden kalten Winde kann es im südlichen Patagonien schnell recht ungemütlich werden. Orkanartige Stürme und starke Winde gepaart mit kühlen Regenschauern gehen aber meistens so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Die Tagestemperaturen betragen an kalten Tagen um die 10 Grad, nachts sinken sie bis zu 0 Grad. Dennoch unterliegen große Teile Patagoniens dem milden Einfluss von Meer und Binnengewässern, so dass strahlend sonnige Tage bis zu 20 Grad auch keine Seltenheit sind.

Ausrüstung

Entsprechend den klimatischen Bedingungen brauchen Sie luftige Sommerkleidung für tagsüber (auch für die Überlandfahrten) sowie warme Sachen für kühle Abende und die Wanderungen. Bewährt hat sich das Zwiebelschalen-Prinzip, wobei Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander tragen und je nach Wetterbedingungen an- oder ablegen können. Das raue Klima erfordert einen guten Schutz gegen Wind, Kälte und Nässe (Pullover/Fleece, Goretex-Anorak, Regen-Überhose, warme Handschuhe). Gamaschen schützen vor nassen Füßen und helfen bei den schlammigen Passagen. Ein Windstopper hat sich auf dieser Reise bewährt.
Für die Trekkingtouren sind bequeme, gut eingelaufene Leichtbergschuhe mit Hartprofilsohle und feste Sandalen für die Flussquerungen zu empfehlen. Ein warmer Schlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 10°C und eine aufblasbare Thermomatte sind zudem erforderlich. Sie benötigen einen Tagesrucksack mit ca. 60 l Fassungsvermögen. Zelte sowie Koch- und Küchenausrüstung werden gestellt.

BUCHEN / VORMERKEN