Armenien - Georgien - Zwischen Ararat und Kaukasus
Armenien und Georgien - das sind 3000 Jahre Geschichte, zahlreiche Klöster und Kirchen und eine Landschaft voller faszinierender Kontraste. Spannend, manchmal auch spannungsgeladen, ist aber auch das aktuelle Geschehen in den Ländern. Entdecken Sie mit uns alle Facetten der zwei Schönheiten jenseits der kaukasischen Riesen. Schlemmen Sie herrlich deftige Spezialitäten und plaudern Sie mit Familien und Priestern über ihr Leben. Der türkisblaue Sewansee sowie der Blick auf den heiligen Berg Ararat und die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus bilden grandiose Kulissen für unsere Wanderungen!
Ihre Highlights:
-Studienreise mit Wanderungen nach Armenien und Georgien
-Großartige Landschaftserlebnisse zwischen Seen, Steppenlandschaften und Großem Kaukasus
-Meist leichte und mittlere Wanderungen, drei anspruchsvollere Touren
-Besuch vieler UNESCO-Kulturerbestätten
Reiseverlauf
1. Tag: Auf nach Armenien
Kurzer Flug mit der polnischen Fluggesellschaft LOT nach Warschau, wo Sie Ihr Reiseleiter begrüßt. Am Abend gemeinsam weiter nach Erewan (nonstop, Flugdauer ca. 3,5 Std.). Oder Anreise nach Wien und von dort mit Austrian weiter nach Erewan.
2. Tag: Willkommen in Erewan
Morgens kommen wir in der armenischen Hauptstadt an und fahren ins Hotel. Dort beziehen wir gleich unsere Zimmer und können ausruhen, so lange wir wollen. Nachmittags erleben wir bei einer Stadtrundfahrt, wie bunt es in Armeniens Hauptstadt zugeht. In den Markthallen bieten uns die Händler Kräuter, Obst und Gewürze an. Rosafarbene Häuser und altsowjetische Bauten strahlen uns rund um den Platz der Republik an. Unterwegs erfahren wir: Ein Drittel der Bevölkerung lebt hier, dreimal so viele Diaspora-Armenier leben dagegen im Ausland, darunter Promis wie Andre Agassi, Cher und Charles Aznavour. Auf dem Ausgrabungsgelände Erebuni tauchen wir ab in die Geburtsstunde Erewans - ein Archäologe erzählt uns von seiner täglichen Arbeit und den neuesten Funden. Am Abend lassen wir uns in einem Restaurant armenische Spezialitäten servieren: Lavasch, Schaschlik und Tolma - Sie werden es mögen! Zwei Übernachtungen in Erewan.
3. Tag: Der Vatikan Armeniens
Willkommen in Etschmiadsin (UNESCO-Kulturerbe)! Fast jeder Armenier zwischen Erewan und New York kommt einmal im Leben hierher, lauscht den ältesten Liturgien der Welt und versucht, einen Blick auf das Oberhaupt des armenischen Christentums zu erhaschen. Doch wie sieht es mit der Frömmigkeit jenseits der Sakralbauten aus? Tauschen Sie sich mit den Pilgern aus! Dann starten wir zu unserer ersten Wanderung: Im Aragazgebirge steigen wir (2 Std., mittel, ↑ 150 m ↓ 50 m) auf 2000 m zur Festung Amberd hinauf. Schneeweiß blitzt vor uns der heilige Berg Ararat auf. Sensationell! 200 km.
4. Tag: Am Fuße des Ararats
Ein schöner Blick auf den Ararat im Morgenlicht. Noah soll einst mit seiner Arche auf dem Berg gestrandet sein. Was Forscher davon halten, warum der Liebling der Armenier heute in der Osttürkei steht und ob sie vielleicht in Zukunft über die heute geschlossene Grenze zu ihm reisen können, verrät Ihr Reiseleiter. Am Fuße des Ararats besuchen wir das Kloster Chor Wirab und entdecken: Gregor der Erleuchter erlebte hier ziemlich finstere Zeiten! Nach einem Picknick beim Kloster Noravank geht es mit frischen Kräften • zu Fuß (1,5 Std., leicht, ↑ 50 m ↓ 50 m) zu einer alten Seidenstraßen-Karawanserei (2400 m). Am Abend lockt der Sewansee auf 1900 m über dem Meeresspiegel mit Fisch und Seeblick in ein gemütliches Lokal. 350 km.
5. Tag: Am Sewansee
Am Vormittag wandern wir (3 Std., leicht, ↑ 0 m ↓ 0 m) am Sewansee entlang. Sattgrüne Tiefebenen wechseln sich ab mit Halbwüsten und kargen Bergen.Ankunft im Sewankloster. Der Leiter des Priesterseminars freut sich über unseren Besuch und erzählt von seinem Leben in der Einsiedelei. Direkt am Debet-Fluss liegt unser angenehmes Hotel. Lassen Sie sich entspannt in den Nachmittag fallen. 190 km. Zwei Übernachtungen bei Alaverdi.
6. Tag: Die Armenische Schweiz
macht ihrem Namen heute alle Ehre. Wir wandern (3,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 250 m ↓ 250 m) über Berge, durch Täler und Wälder. Beeindruckende Klöster öffnen ihre Tore. Wir starten mit dem Kloster Sanahin (UNESCO-Kulturerbe). „Dieses ist älter als jenes“, behauptet es keck und meint damit vor allem das Kloster Haghpat (UNESCO-Kulturerbe) auf der anderen Seite der Debet-Schlucht. Gleich hin zum Konkurrenten! Ob per Bus oder zu Fuß, entscheiden Sie dabei selbst. Oben zeigt sich ein umwerfendes Panorama: Erosion und der Fluss gruben hier tiefe Schluchten. 60 km.
7. Tag: Ab nach Georgien
Problemlos passieren wir die Grenze nach Georgien. Anderer Bus, andere Sprache, andere Schrift - spannend ist die Fahrt zur Hauptstadt Tiflis, die wir mittags erreichen. 120 km. Junge Leute mit Handys und Sonnenbrillen in schicken Bars - die Stadt versprüht westlichen Charme. Welche Spuren Osmanen und Christen hinterließen, entdecken wir in der Altstadt: Schwefelbäder, bunt bemalte Hausfassaden und Kirchen säumen die Gassen. Wir wandern (1 Std., leicht, ↑ 0 m ↓ 100 m) an der alten Stadtmauer entlang zur Festung und entdecken in der Schatzkammer (falls geöffnet), welche Kunstwerke Georgiens Goldschmiede vollbrachten. Lust auf pikante Spezialitäten? Gut - denn die Georgier lieben es scharf und kräuterwürzig, wie wir abends in einem Restaurant feststellen können.
8. Tag: Klöster, Seen, Berge
Auf nach Mzcheta (UNESCO-Kulturerbe)! 3000 Jahre hat die ehemalige Hauptstadt auf dem Buckel, stolz krallt sich die Dshwari-Kirche an einen Felshang, ganz in der Nähe ragt die Sweti-Zchoweli-Kathedrale auf. Über die alte Georgische Heerstraße geht es weiter Richtung Großer Kaukasus. Einst verband die Straße Georgien und Russland - lange war die Grenze zu, seit Kurzem wieder teilweise geöffnet. Wie steht's um das angespannte Verhältnis der beiden Staaten? Große Augen machen wir bei unserer Wanderung (2 Std., mittel, ↑ 200 m ↓ 200 m) am Basaleti-See beim Anblick des großartigen Panoramas. Auch bei der Klosterfestung Ananuri sollten Sie die Kameras bereithalten - bei den Aussichten: Kloster vor Schinwali-Stausee vor reißenden Gebirgsbächen vor mächtigen Schneebergen! 140 km. Zwei Übernachtungen in Gudauri auf 2200 m.
9. Tag: Im Großen Kaukasus
Gleich los zum Kreuzpass (2395 m). Beeindruckende Berggipfel ragen vor uns in den Himmel, sattgrüne Wiesen legen sich in die Täler. Kristallklar sprudelt der Fluss Tergi dazwischen. Ihm folgen wir nach Kasbegi. Von dort wandern wir (3,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 450 m ↓ 450 m) zur Dreifaltigkeitskirche, die majestätisch vor der Bergkulisse thront. Wer will, kann sich auch ganz bequem per Jeep (ca. 30 € pro Auto) hinauffahren lassen. Schnell ein Stoßgebet zum Wettergott, denn ist der uns hold, können wir auch einen Blick auf den „weißen Riesen“ erhaschen - den Berg Kasbek (5047 m)! 90 km.
10. Tag: Auf nach Kachetien
Von Gudauri aus wandern wir vormittags (3 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 150 m ↓ 150 m) zu einem Aussichtspunkt. Dann starten wir ins Weinanbaugebiet Kachetien. In Telavi begrüßt uns herzlich unsere Gastgeberin: Schlicht, aber liebevoll eingerichtet sind die Privatzimmer in den nahe beieinanderliegenden Häusern (mehrere Zimmer teilen sich Dusche und WC). Sternereif hingegen: ihre Kochkunst und ihre Gastfreundschaft. Testen Sie es selbst beim Abendessen! 260 km. Zwei Übernachtungen in Telavi.
11. Tag: Im Lagodechi-Nationalpark
Wir erwandern uns (1,5 Std., leicht, ↑ 50 m ↓ 50 m) das Naturschutzgebiet Lagodechi. Hier vereinen sich rund 1500 Pflanzenarten zwischen eiszeitlichen Seen, Schwefelquellen und Laubwäldern zum ältesten Nationalpark des Kaukasus. Zurück in der Zivilisation lädt uns eine Familie zu landestypischen Spezialitäten ein und erzählt von ihrem Alltag. Wie die Weine gekeltert werden, die eben noch die Gaumen kitzelten, erfahren wir von den Winzern in Kvareli, und wie fruchtbar Kachetien ist, sehen wir beim Blick von der Wehrkirche Gremi in die weite Landschaft. 180 km.
12. Tag: Markttag und Höhlenklöster
Hausfrauen feilschen um Auberginen, Walnüsse und Tomaten stapeln sich daneben - wir sind mittendrin auf dem Bauernmarkt von Telavi. Dann Szenenwechsel: Wir nehmen Kurs auf die Steppenlandschaft. Surreal erhebt sich das Kloster David Garedschi vor uns. Wir steigen (2,5 Std., mittel bis anspruchsvoll, ↑ 250 m ↓ 250 m) weiter zum Höhlenkloster Udabno hinauf. Der Lohn: ein Blick bis nach Aserbaidschan und ein leckeres Picknick im Schatten der Bäume. 260 km. Wieder in Tiflis lassen wir uns abends ein letztes Mal Chatschapuri & Co. in einem landestypischen Lokal schmecken und stoßen auf die tollen Menschen und Landschaften am Kaukasus an.
13. Tag: Auf Wiedersehen, Georgien!
Nachts Transfer zum Flughafen von Tiflis und Rückflug mit LOT über Warschau oder mit Lufthansa über München (nonstop, Flugdauer ca. 3,5 Std.).
Generelle Hinweise
Reisepapiere und Impfungen:
Reisepass erforderlich. Das Visum für Armenien beantragt der Veranstalter für Deutsche, Österreicher und Gäste mit Wohnsitz in Deutschland (Frist 6 Wochen). Keine Impfungen vorgeschrieben. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder beim Tropeninstitut.