Hütten- und Gipfelträume in den Rocky Mountains

Bergsteigen in den 5 schönsten Nationalparks der Rocky Mountains

Banff-, Kootenay-, Yoho- und Glacier-Nationalpark - da schlägt das Bergsteigerherz gleich höher. Wir haben die schönsten Touren und Wanderungen abseits ausgetretener Pfade für Sie zusammengestellt und laden Sie ein zu einer abwechslungsreichen Runde mit vielen Gipfelmöglichkeiten und gemütlichen Hüttenunterkünften. Sie werden begeistert sein von der Vielfalt der Landschaft, von Flora und Fauna: Neben schroffen Felsen und bizarren Gipfeln, die den "Rockies" ihren Namen gaben, treffen Sie unterwegs auch auf inneralpinen Regenwald, riesige Zedern und bunte Blumenwiesen. Mit etwas Glück sehen Sie Elche, Bären und Schneeziegen. Die Gipfelbesteigungen werden Ihnen - nur mit Tagesgepäck im Rucksack - viel Spaß machen. Ein besonderes Erlebnis ist die dreitägige Überquerung des Wapta Icefields (fakultativ) am Ende der Reise: Mit Steigeisen ziehen Sie über den technisch unschwierigen Gletscher hoch über dem berühmten Transcanada Highway. Wer lieber unten im Tal schläft, der macht noch zwei schöne Tagestouren, steigt auf den gegenüber liegenden, knapp 3.000 m hohen Cirque Peak und genießt den spektakulären Blick. Beide Varianten sind ein gebührender Abschluss dieser Bergsteigerreise!

Gipfelziele ohne Seil und Haken
Kurze Fahrstrecken zwischen den Touren
Übernachtungen in urigen Gebirgshütten
Wapta Icefield-Überquerung (fakultativ)

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Calgary. Nach unserer Ankunft fahren wir nach Canmore, wo wir für 2 Nächte unsere Hotelzimmer beziehen. In Canmore - etwas verschlafener als das prominente Banff und hervorragender Ausgangspunkt für unsere erste Wanderung - finden wir im Zentrum einige nette Geschäfte und Kneipen.
Fahrzeit: 1h; Hotelübernachtung

2. Tag Sunshine Meadows - Healy Pass

Allein der Name klingt schon verlockend: nach einer 45-minütigen Busfahrt erreichen wir das Hochplateau Sunshine Meadows (2.100 m bis 2.300 m) im Banff-Nationalpark und starten zu unserer ersten Wanderung. Von hier oben haben wir bei gutem Wetter einen herrlichen Blick über sonnenbeschienene, im Frühsommer mit bunten Gebirgsblumen übersäte Wiesen und klare Gebirgsseen bis hin zum "Matterhorn der Rocky Mountains", dem Mount Assiniboine. Der Banff-Nationalpark, Kanadas ältester und bekanntester Nationalpark, wird von schroff abfallenden Gebirgsketten, mächtigen Gletschern, smaragdgrünen Seen und weiten Wildflusslandschaften geprägt. Wapitihirsch, Schwarzbär und Dickhornschaf fühlen sich hier ebenso wohl wie Elch und Grizzly.
Wir lassen es gemütlich angehen, genießen je nach Saison und Wetter die Blumenpracht und die Aussicht, wandern fast immer oberhalb der Baumgrenze bis zum Healy Pass und kehren mit "einem kleinen ersten Gipfel im Gepäck" nachmittags zum Bus zurück.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 0,45h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 650m; Hotel [FM]

3. Tag Kindersley Loop - Radium Hot Springs

Wir starten früh und fahren mit unserem Bus über die Provinzgrenze von Alberta nach British Columbia in den Kootenay-Nationalpark. In dieser feuchteren Region sind die Talböden oft dicht bewaldet, Flechten und Moose überziehen die Bäume. Auf einem kleinen Pfad geht es durch üppiges Grün stetig bergan, besonders zu Anfang erinnert der Wald an Urwald. Oberhalb der Baumgrenze und vom Kindersley Gipfel (2.395 m) aus belohnen uns bei gutem Wetter Ausblicke auf die Rocky Mountains im Osten und die Purcell Mountains im Westen, bevor wir auf anderem Weg wieder ins Tal zurückkehren.
Im Kooteney-Nationalpark, bekannt für seine große Anzahl an Thermal- und Mineralquellen, fahren wir weiter nach Radium Hot Springs. Wer Lust hat, kann noch ein Bad in den heißen Quellen nehmen (fakultativ, Eintritt 6,30 CAD) - die Anlage ist bis spätabends geöffnet.
Gehzeit: 6,5-7h; Fahrzeit: 1,5-2h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Hotel [FM]

4. Tag Purcell Mountains - Lake of the Hanging Glacier

Unsere heutige Tour führt uns ins Herz der Purcell Mountains zum Lake of the Hanging Glacier (2.200 m). Mächtige Gletscher sind typisch für diesen Teil der Rocky Mountains. Auch wenn wir heute keinen Gipfel besteigen, wird diese Wanderung einer der Höhepunkte unserer Reise werden. Zunächst wandern wir durch Wald und am Bach entlang, dann eine Schlucht hinauf, von der aus wir schon eindrucksvolle Ausblicke auf den Starbird Glacier haben. Weiter geht es in steilem Zickzack hinauf - und plötzlich ist es geschafft: das Tal weitet sich, und vor uns liegen der See und der Jumbo-Gletscher. Gewaltig, wie der riesige Gletscher direkt in den See kalbt! Die letzte Stunde bis zum Gletscher führt über Blockgelände, danach haben wir uns eine ausgiebige Brotzeit verdient. Der Abstieg erfolgt auf dem selben Weg ins Tal. Wir fahren nach Radium zurück und können noch einmal ein Bad in den heißen Quellen nehmen (fakultativ).
Gehzeit: 6-7h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Hotel [FM]

5. Tag Golden - Glacier-Nationalpark - Hermit

Wir starten früh und fahren zuerst nach Golden, wo wir Proviant für die nächsten Tage einkaufen. Von dort geht es weiter in den Glacier-Nationalpark, bekannt für seine steilen Täler und gewaltigen Schneemengen. Bis zu 17 m können dort im Winter fallen! Im Park eng mit der Geschichte des Eisenbahnbaus durch die Rocky Mountains verbunden - zeigt das Visitor Center am Rogers Pass anschaulich, wie die Eisenbahnarbeiter Sturm und Lawinen trotzten, um die Schienentrasse durch die Berge zu legen.
Kurz vor dem Pass zweigt unser Weg zum Hermit (2.050 m) ab. Der Aufstieg ist steil, doch oben werden wir von einer grandiosen Aussicht über den Park und seine zahlreichen Gletscher wie z.B. den mächtigen Illecillewaet-Gletscher belohnt.
Nach der Tour fahren wir nur noch ein kurzes Stück bis zum Parkplatz unterhalb der Wheeler Hut (1.250 m). Von dort sind es nur 5 Minuten Aufstieg zur Hütte; wir helfen beim Tragen der Gruppenverpflegung mit. Ein gemütlicher Abend in der wie ein Blockhaus gebauten und mitten im Wald gelegenen Hütte erwartet uns.
Gehzeit: 4-5h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 780m; Abstieg: 780m; Hüttenlager [FMA]

6. Tag Glacier-Nationalpark - Abbott Ridge

Eine Tagestour bringt uns auf die Glacier Abbott Ridge (2.300 m). Der Weg führt uns durch lichten Wald, bis wir den Kamm erreichen und eine herrliche Aussicht über die vergletscherten Selkirk Mountains haben. Vielleicht lassen sich unterwegs Schneehühner oder Murmeltiere erblicken. Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg zurück zur Hütte. Wir kochen wieder gemeinsam und genießen den Hüttenabend.
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Hüttenlager [FMA]

7. Tag Yoho-Nationalpark

Über Golden geht es ins Herz der Rocky Mountains, in den Yoho-Nationalpark. Wir können zum Whiskey Jack Hostel (1.500 m) hinauffahren, so müssen wir die Verpflegung für die nächsten Tage nur von dort aus bis zur nächsten Hütte tragen. Unser Reiseleiter, gleichzeitig unser Chefkoch, wird heute nachmittag damit beschäftigt sein, den Proviant für die nächsten Tage zu sortieren und das Abendessen vorzubereiten - Küchenhilfe wird nach Rücksprache begrüßt. Wer möchte, kann auf eigene Faust noch eine kleine Wanderung unternehmen, z.B. zum Emerald Lake (ca. 1,5 Stunden) oder zu den nahe gelegenen Takakkaw Falls (20 Minuten), die zu den höchsten Wasserfällen Kanadas zählen und schon vom Hostel aus zu sehen sind. Übernachtung im Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsduschen.
Fahrzeit: 2-2,5h; Hostel [FMA]

8. Tag Yoho-Nationalpark - Iceline Trail

Heute übernimmt jeder einen Teil der gemeinsamen Verpflegung für die nächsten 2 Tage. Unser Aufstieg zur Stanley Mitchell Hut (2.050 m) dauert gut 6 Stunden und erfolgt über den Iceline Trail, einen der spektakulärsten Wanderwege in den Rockies. Nach einigen Serpentinen stoßen wir auf die Ausläufer des Emerald-Gletschers, an dem wir über 500 m entlanglaufen. Danach bleibt der Gletscher noch so lange in unserem Blickfeld, bis wir das Little Yoho Valley und bald darauf die Hütte erreichen. Hier beziehen wir für 2 Nächte unsere Lager.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 150m; Hüttenlager [FMA]

9. Tag Kiwetinock Lake - Gipfeltag

Nur mit leichtem Tagesgepäck steigen wir heute zum Kiwetinock Lake (2.585 m) und je nach Wetter noch auf einen der umliegenden Gipfel. Mount Pollinger (2.816 m) oder Mount Kerr (2.863 m) bieten sich an, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind bei beiden Gipfeln erforderlich, stellenweise auch leichte Kletterei (I). Der Rundblick über große Teile der Rockies von Ost nach West belohnt unsere Mühen. Wer keine Lust hat auf die Gipfeletappe, kann am See unten warten und mit etwas Glück Schneeziegen erspähen.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Hüttenlager [FMA]

10. Tag Abstieg - Fahrt nach Lake Louise

Hoch über der Hütte thront der Whaleback Mountain (2.633 m). Gleich nach dem Frühstück gehen wir auf unschwierigem Weg hinauf und genießen den weiten Blick über das Yoho Valley und das Wapta und Waputik Icefield. Danach machen wir uns an den Abstieg ins Tal. Wir passieren die beiden herrlichen Wasserfälle Twin Falls und Laughing Falls, bevor wir am Whiskey Jack Hostel wieder auf unseren Bus treffen. Von hier aus fahren wir nach Lake Louise und beziehen unsere Zimmer für 2 Nächte im Hostel, zugleich auch Alpenvereinshütte. In Doppelzimmern untergebracht, teilen wir die Waschräume mit anderen Gästen.
Der Lake Louise mit seiner grandiosen Kulisse zählt zu den meist fotografierten Plätzen in Kanada. Wer gerne noch zum See hinauf möchte, kann je nach verbleibender Zeit und nach Rücksprache mit der Reiseleitung an diesem oder dem nächsten Abend nach einer kurzen Fahrt von unserer Unterkunft in Lake Louise Village zum See gelangen.
Gehzeit: 6-7h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 430m; Abstieg: 950m; Hostel [FM]

11. Tag Paradise Valley - Sentinel Pass - Moraine Lake

Heute wartet eine besonders schöne Rundtour und zugleich die letzte gemeinsame Bergtour auf uns, bevor wir uns morgen in zwei Gruppen aufteilen. Das Paradise Valley hält was es verspricht, und so wandern wir zunächst gemütlich das weite Tal hinein bis zum Lake Annette und von dort unter den Wänden des Mount Temple entlang bis zur Abzweigung zum Sentinel Pass. Der Weg beginnt steil und führt uns durch Fels und Geröll zum Pass (2.611 m) hinauf. Die Aussicht hinüber ins Valley of the Ten Peaks ist unbeschreiblich! Auf der anderen Seite der Passhöhe steigen wir über das Larch Valley zum Moraine Lake hinab. Der Moraine Lake steht dem Lake Louise in puncto Schönheit und Idylle in nichts nach - steile Gipfel und Felswände ragen über dem tiefblauen See empor, Kanus gleiten still übers Wasser, während wir uns einen schönen Rastplatz am See suchen. Unser Reiseleiter holt in der Zwischenzeit das Auto von unserem Ausgangspunkt im Paradise Valley und trifft uns ca. 1 Stunde später beim Parkplatz am Moraine Lake wieder.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 880m; Abstieg: 730m; Hostel [FM]

12. Tag Bergwanderer - Mount Fairview

Vom idealen Aussichtsberg Mount Fairview schauen wir von hoch oben auf den Lake Louise und einen Teil der gestrigen Wanderung zurück. Auch wenn wir über 1.000 Höhenmeter bewältigt haben, ist der abwechslungsreiche Aufstieg bald geschafft: Zunächst geht es durch lichten Lärchenwald, dann in Serpentinen die Flanke bis zum Gipfel hinauf. Oben belohnt uns ein spektakulärer Rundblick vom gegenüber liegenden Mount Temple bis hinunter in Bow River Valley. Der Abstieg erfolgt auf dem selben Weg. Anschließend fahren wir zum Mosquito Creek Hostel, hier übernachten wir für die nächsten beiden Nächte in Mehrbettzimmern.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 0,5h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Hostel [FMA]

13. Tag Bergwanderer - Cirque Peak

Unsere längste Tour und zugleich auch unser höchster Gipfel stehen auf dem Programm: der Cirque Peak, mit seinen 2.993 m ein herrlicher Aussichtsberg hoch über dem Transcanada Highway. Nach einer kurzen Anfahrt führt uns unser Weg zuerst durch Wiesen und lichten Wald hinauf zum Helen Lake. Der See liegt malerisch in einem Talkessel und verführt zum Bleiben. Doch wir wollen ja noch auf den Gipfel, um einen abschließenden Rundblick auf die Rocky Mountains zu werfen. Und vielleicht können wir sogar mit dem Fernglas zuschauen, wie auf der gegenüberliegenden Talseite unsere Kameraden über das Wapta Icefield laufen... Wenn wir uns satt gesehen und die Gipfelbrotzeit in Ruhe genossen haben, machen wir uns an den Abstieg und kehren gegen Abend in unser Hostel zurück.
Gehzeit: 8-9h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Hostel [FMA]

14. Tag Bergwanderer - Tag zur freien Verfügung in Lake Louise

Wer auch heute wandern möchte, kann noch eine der klassischen Wanderungen in der Gegend um den Lake Louise unternehmen: Plain of Six Glaciers Trail oder Lake Agnes Trail sind zwar wesentlich bekannter und begangener als die von uns in den letzten Tagen zurückgelegten Wege, jedoch nicht minder schön und durchaus einen Ausflug wert. Wir werden vor Ort gemeinsam entscheiden, welche Wanderung wir machen wollen. Wer lieber faul sein möchte, kann auch einfach nur zum See hinauffahren und die Reise gemütlich ausklingen lassen. Abends treffen wir auf die Gletschertrekker und feiern bei einem gemeinsamen Abendessen Abschied von Kanada und den Rocky Mountains.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 800m; Lodge [FMA]

15. Tag Rückfahrt nach Calgary und Rückflug nach Deutschland

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst nach Banff. In dem beinahe mondän wirkenden Ort zu Füßen von Mount Rundle und Cascade Mountain können wir noch Postkarten kaufen oder das informative Visitor Centre des Banff-Nationalparks besuchen. Von Banff reisen wir weiter nach Calgary. Am Nachmittag checken wir ein für den Rückflug mit Lufthansa nach Deutschland.
Fahrzeit: 2-2,5h; [F]

16. Tag Ankunft in Deutschland

Vormittags Ankunft in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese Reise beinhaltet ein kompaktes Programm für Wanderer und Bergsteiger in den schönsten Gegenden der Rocky, Purcell und Selkirk Mountains. Damit Sie möglichst viel Zeit in den Bergen verbringen können, haben wir bei dieser Reise besonderen Wert darauf gelegt, dass die in Ihrem Kleinbus zurückgelegten Fahrstrecken zwischen den einzelnen Ausgangspunkten möglichst kurz sind. Die Wanderungen und Gipfelanstiege erfordern sehr gute Kondition sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Touren sind technisch nicht schwierig, Sie müssen jedoch streckenweise mit weglosem Gelände und je nach Witterung auch mit der ein oder anderen Bachüberquerung rechnen.
Wapta Icefield: Diese Option empfehlen wir Ihnen, wenn Sie bereits etwas Hochtourenerfahrung haben, den Umgang mit Seil, Pickel und Steigeisen beherrschen und zu etwas Komfortverzicht (einfache Hütten, kein fließend Wasser) bereit sind.
Der Aufpreis für die Überquerung des Wapta Icefield mit einem Bergführer variiert je nach Teilnehmerzahl - bei 4 Personen sind es CAD 450,-, bei 3 Personen CAD 550,-, bei 2 Personen CAD 750,- und bei 1 Person CAD 1.350,- und wird vor Ort bezahlt (alle Preise zzgl.
2,5 % GST). Die maximale Teilnehmerzahl für die Wapta Icefield Überquerung ist auf 6 Personen begrenzt. Bitte geben Sie uns möglichst gleich bei Buchung und bis spätestens 6 Wochen vor Abreise Bescheid, wenn Sie an der Überquerung des Wapta Icefields teilnehmen möchten.

Sie sind meist mit leichtem Tagesrucksack unterwegs, nur im Yoho-Nationalpark tragen Sie Ihr persönliches Gepäck für 3 Tage und 2 Übernachtungen sowie einen Teil der Gruppenverpflegung für Ihren Aufenthalt auf der Hütte. Gleiches gilt für die Teilnehmer, die sich für die Überquerung des Wapta Icefield entscheiden - auch hier müssen Sie Ihr persönliches sowie anteilig das Gruppengepäck für 3 Tage und 2 Nächte einplanen.
Die Übernachtungen erfolgen im Tal in kleinen Hotels und Hostels, in den Bergen auf urigen Hütten des Kanadischen Alpenvereins (ACC). Bitte beachten Sie, dass diese Hütten keinesfalls mit unseren teilweise schon sehr komfortablen Hütten in den Alpen vergleichbar sind! Die Hütten des ACC sind meist Selbstversorgerhütten, aus Holz in schöner Lage gebaut und verfügen über einen oder mehrere Schlafräume, die Sie mit anderen Gästen teilen. Die Waschmöglichkeiten sind beschränkt, fließend Wasser ist meist nicht vorhanden. Auf den Hütten während der Wapta Icefield-Überquerung muss Schnee geschmolzen werden.
Es sollte selbstverständlich sein, dass beim Transport der Lebensmittel und bei der Zubereitung der Mahlzeiten auf die Mithilfe von allen Teilnehmern gezählt werden kann. Deshalb benötigen Sie für diese Reise einen Rucksack mit 50 Liter Fassungsvermögen.

Einreisebestimmungen:

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können mit einem gültigen Reisepass ohne Visum bis zu 6 Monate zu Urlaubs- oder Besuchszwecken nach Kanada einreisen. Reisende müssen über ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt im Lande verfügen, und die Rückkehr muss gesichert sein (Rückflugticket o.ä.). Der Reisepass muss mindestens 6 Monate über den geplanten Aufenthaltszeitraum in Kanada hinaus gültig sein.
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,89 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Wir bitten Sie, ggf. das nötige Verständnis aufzubringen, sich in Toleranz, Geduld und Gemeinschaftsgeist zu üben und in kameradschaftlicher Weise aktiv mitzuhelfen. Extremes Schlechtwetter oder Schnee können unter Umständen gewisse Passagen der Wanderungen unmöglich und Programmänderungen erforderlich machen. Dies erfahren Sie jeweils vor Ort durch Ihre Reiseleitung. Beachten Sie bitte auch, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht übernehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Vor Ort sind sogenannte Waiver of Liability und Medical Forms auszufüllen und von Ihnen zu unterschreiben. Diese Haftungsverzichtserklärungen werden vom Staat Kanada von unseren Leistungsträgern zwingend gefordert. Sie gelten jedoch allein im Verhältnis zu unserer Agentur in Kanada, berühren also nicht Ihre reisevertraglichen Ansprüche nach deutschem Recht gegenüber uns als Ihrem Reiseveranstalter.
Bitte bedenken Sie, dass eine solche Reise nur gelingen kann, wenn Sie bereit sind, auf Komfort zu verzichten und bei allen anfallenden Arbeiten (Be- und Entladen des Busses, Einkauf, Kochen, Abspülen usw.) in kameradschaftlicher Weise aktiv mitzuhelfen.
Sie sind in einem Kleinbus unterwegs, der mit maximal 10 Teilnehmern besetzt ist. Ihre Fahrerin / Ihr Fahrer ist während der gesamten Reise gleichzeitig Ihr/e Deutsch sprechende/r Reise- unnd Wanderleitung. Gepäck, Nahrungsmittel und Zeltausrüstung werden auf dem Dach des Fahrzeugs (unter einer wasserdichten Plane) transportiert. Für zurückgelassene Gegenstände im Hotelzimmer, im Zelt, im Fahrzeug oder auf dem Dachträger kann leider keine Haftung übernommen werden.

Klima

Das Wetter in den kanadischen Rocky Mountains ist dem in unseren Alpen ähnlich. Es kann im Sommer sehr heiß werden, ein unerwarteteter Wettersturz aber auch Kälte und Schnee bringen. Die Tagesdurchschnittstemperaturen in den Monaten Juli und August liegen je nach Höhenlage zwischen 20° und 25°, im September zwischen 10° und 20°. Abends kühlt es im Juli und bis Mitte August bis auf ca. 10° ab, danach kann das Thermometer auch bis zur Nullgradgrenze fallen. Regen ist immer mal möglich, jedoch regnet es selten über mehrere Tage hinweg.

Ausrüstung

Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie leichte (T-Shirts, Wanderhose, kurze Hose, Badeanzug) und warme (Jeans, Fleece, Pullover, Jacke, Mütze, warme Unterwäsche) Bekleidung mitnehmen. Für die Hüttenübernachtungen benötigen Sie einen leichten Sommerschlafsack. In den Hütten sind meist keine Decken vorhanden.
Für die Wanderungen empfehlen wir Leichtbergschuhe mit Profilgummisohle, sowie einen guten Regenschutz, Gamaschen (v.a. für den Termin im Juli), Teleskop-Tourenstöcke, Trekkingsandalen und guten Sonnenschutz sowie einen Rucksack mit 50 Liter Fassungsvermögen.
Die Teilnehmer, die die Wapta Icefield-Überquerung mitmachen möchten, benötigen zusätzlich noch steigeisenfeste Bergschuhe. Steigeisen, Pickel, Anseilgurt, Karabiner, Helm und Seil werden von unserer Agentur vor Ort gestellt und sind im Preis inklusive. Bitte teilen Sie uns Ihre Schuhgröße mit, damit die Steigeisen entsprechend bereit gestellt werden können. Die für die Wanderungen nicht benötigte Ausrüstung können Sie in unserem Begleitbus zurücklassen.

BUCHEN / VORMERKEN