Lanzarote und Gran Canaria - Feuerberge und grüne Täler

Kontrastreiche 3- bis 5-stündige Tageswanderungen auf 3 Inseln

Lanzarote und Gran Canaria - geographisch nah und doch so verschieden! Die Reise der Kontraste beginnt auf Lanzarote, der Insel des Feuers und der Farben - fremdartig und bizarr. Sie wandern durch erkaltete Lavafelder, die Feuerberge des Timanfaya-Nationalparks im Blick - kaum zu glauben, dass der letzte Vulkan vor rund 300 Jahren ausgebrochen ist und nicht erst gestern.
Im Gegensatz dazu Gran Canaria: Palmen und Mandelbäume, immergrüne Täler und blumenübersäte Hänge wechseln mit trockenen Schluchten und wild zerklüfteten Felsformationen ab.

Vulkanwanderung auf Lanzarote, Tagestour zur Nachbarinsel La Graciosa
Naturpark Tamadaba und Roque Nublo (Wolkenfels) auf Gran Canaria

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Charterflug mit Condor von München nach Lanzarote. Nach der Ankunft werden wir zu unserem Quartier für die nächsten 5 Nächte in der Inselhauptstadt Arrecife gebracht (Transfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug). Je nach Ankunftszeit haben wir vielleicht noch Gelegenheit zu einem ersten Bummel durch die Stadt.
Übernachtung im Hotel [A]

2. Tag Wanderung zur Caldera Blanca - El Golfo - Salinas de Janubio

Zunächst fahren wir mit dem Bus durch den Nationalpark Timanfaya und halten am Besucherzentrum, um einen ersten theoretischen Einblick in die Welt der Vulkane zu bekommen. Von 1730 - 1736 und erneut 1824 erschütterten starke Vulkanausbrüche diese Region, zahlreiche Dörfer wurden damals verschüttet. So auch Timanfaya, ein großes Dorf, nach dem der Parque Nacional de Timanfaya, der 1974 auf diesem Gebiet ins Leben gerufen wurde, benannt ist. Zu Fuß folgen wir einer holprigen Fahrstraße bis zu einem großen Lavafeld. Wir laufen auf verschlungenen Pfaden durch die bizarren schwarzen Felsgebilde, bis wir am unteren Rand der Caldera Blanca ankommen. Nun führt unser Weg durch Feigenhaine, alte Gartenanlagen und Agavenfelder einige Zeit am Fuß des Berges entlang. Beim Aufstieg queren wir steil die Bergflanke bis an den Rand des Kraters. Der ganze Rücken ist mit rötlichen Coscogewächsen überzogen. Vor uns eröffnet sich ein phantastischer Blick ins Innere des Kraters. Der Weg führt nun am Kraterrand entlang aufwärts bis zum Gipfel. Mit 458 m ist die Caldera Blanca der höchste Berg im Islotes del Timanfaya. Der Ausblick ist herrlich - der ganze Nationalpark Timanfaya liegt uns zu Füßen. Die gewaltigen Vulkanausbrüche des 18.Jh. hinterließen ein imposantes Erbe - eine ausgebrannte Mondlandschaft, rostrot bis ocker gefärbte Vulkankegel, eingestürzte Krater - ein eindrucksvolles Abbild der Urgewalten. Nach einer ausgiebigen Rast treten wir den Rückweg an und marschieren durch bizarre Lavaströme zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung, wo uns der Bus erwartet. Auf dem Rückweg besichtigen wir die Lagune El Golfo und machen Halt an der stillgelegten Salzgewinnungsanlage Salinas de Janubio.
Gehzeit: 3,5h; Aufstieg: 270m; Abstieg: 270m; Übernachtung im Hotel [FA]

3. Tag Wanderung von Teguise nach Haria

Heute besuchen wir zuerst El Grifo, ein kleines Weinmuseum, das die Geschichte des Weinanbaus auf Lanzarote veranschaulicht. Dann brechen wir zu unserer Wanderung auf. Startpunkt ist Teguise, die ehemalige Insel-Hauptstadt. Wegen der Bedrohung durch Piraten entstand Teguise im Inselinneren (Anfang 15.Jh.), angelegt wurde die Stadt von spanischen Baumeistern im Schachbrettmuster. Klöster, Kirchen und Häuser mit geschnitzten Holztüren und Guckfensterläden weisen eine interessante Architektur auf.
Durch recht kahle, windzerzauste Landschaft geht es hinauf zum Penas del Chache, der höchsten Erhebung der Insel (672 m). Unterwegs kommen wir an der einsam gelegenen Einsiedelei Ermita de Las Nieves vorbei und haben immer wieder herrliche Ausblicke auf die Bucht von Famara. Wir passieren den Mirador del Bosquecillo, den einzigen "Wald" der Insel (Krüppelkiefern und Sträucher), und steigen dann mit Blick auf den Vulkan Monte Corona ins wasserreiche Tal de Malpaso, den fruchtbarsten Teil Lanzarotes, hinab. Unser Etappenziel, das hübsche Dorf Haria, ist eingebettet ins "Tal der tausend Palmen".
Auf dem Heimweg besuchen wir die Fundacion Cesar Manrique - das ehemalige Wohnhaus des Künstlers, nördlich von Arrecife. Cesar Manrique (1919 - 1992) war Maler, Architekt, Bildhauer, Denkmalpfleger und Ökologe. Auf Lanzarote gelang es dem Künstler, die umgebende Natur in seine Werke einzubinden und das Bild seiner Heimatinsel entscheidend zu prägen; Manrique verstand Kunst als harmonische Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 315m; Abstieg: 345m; Übernachtung im Hotel [FA]

4. Tag Wanderung vom Risco de Famara zum Strand und den Salinas del Rio - Besuch der Jameos del Agua

Bestimmt wird diese Wanderung durch den herrlichen Ausblick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa und die übrige unbewohnte Inselwelt nördlich von Lanzarote. Zunächst steigen wir steil ab zum etwa 700 m langen, aus hellem, feinem Sand bestehenden Traumstrand Playa de Risco - selbst in der Hochsaison einer der einsamsten Strände der Insel, da er nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen ist. Wir machen einen Abstecher zu den in der Nähe gelegenen Salinas del Rio, einer der ältesten Salzpfannen der Kanaren, die heute nicht mehr betrieben wird. Nach einer ausgiebigen Mittagspause am Strand folgen wir demselben Weg wieder zurück, die steile Felswand des Risco de Famara in Kehren bis auf 440 m hinauf. Der Zickzackpfad erfordert äußerste Konzentration, obwohl er an keiner Stelle wirklich schwindelerregend ist. Spektakuläre Ausblicke und ein tolles Naturerlebnis erwarten uns! Am Ende dieses Wandertages steht ein Besuch der Lavagrotte Jameos del Agua auf dem Programm.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 440m; Abstieg: 440m; Übernachtung im Hotel [FA]

5. Tag Ausflug nach La Graciosa

Mit dem Bus fahren wir nach Orzola an der Nordspitze Lanzarotes und von dort in ca. 30 Min. mit der Fähre - oft ist stürmischer Wellengang - nach La Graciosa. Heute sind wir im Naturpark des Chinijo-Archipels unterwegs. Ausgangs- und Endpunkt unserer Wanderung ist die einzige ständig bewohnte Ortschaft der Insel, Caleta del Sebo, ein Fischerdorf mit ca. 600 Einwohnern. Entlang der Südküste wandern wir bis zu den beiden Badestränden Playa Francesa und Playa de la Cocina. Danach folgt ein Aufstieg auf die ockergelbe Montana Amarilla, von dort oben haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Steilküste im Norden von Lanzarote und auf die anderen Inselchen des Chinijo-Archipels. Weiter geht es zur rauen Nordküste von La Graciosa. Um nach Caleta de Sebo zurückzukommen, durchqueren wir die Insel. Bis zur Fährabfahrt bleibt noch etwas Zeit, um die friedliche Atmosphäre an diesem "Ende der Welt" zu genießen.
Gehzeit: 3,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Hotel [FA]

6. Tag Gran Canaria

Wir werden zum Flughafen gebracht und fliegen etwa 40 Min. bis Gran Canaria, ca. 200 km südwestlich von Lanzarote gelegen. Nach der Ankunft fahren wir ins Inselinnere zu unserem Quartier. Für die nächsten 5 Nächte sind wir in einem komfortablen Berghotel bei San Bartolome de Tirajana, auf etwa 1000 m Höhe, untergebracht.
Übernachtung im Hotel [FA]

7. Tag Cruz Grande - Cruz de Tejeda

Startpunkt unserer ersten Wanderetappe auf Gran Canaria ist die Passhöhe Cruz Grande. Wir steigen auf dem gut gepflasterten Jakobsweg in das karge zentrale Felsmassiv der Insel auf. Herrliche Panoramablicke über den gesamten Süden, in den gewaltigen Krater der Caldera de Tirajana und zu den Stauseen von Chira und Soria erleichtern uns den Aufstieg. Auf dem Pass bei der Degollada de los Gatos (1.819 m) angekommen wechseln sich bizarre Felslandschaften mit üppigen Kiefer- und Ginsterwäldern ab. Nach wenigen Metern auf der Passstrasse beim höchsten Stausee der Insel, Presa de los Hornos, durchqueren wir das Freizeitgelände El Garanon mit Herbergen, Zeltplatz und Grillmöglichkeiten, ein beliebtes Sommerfrische-Ziel der Einheimischen. Auf weitläufigen Feldern wird mit Hilfe von Vulkanasche Trockenanbau betrieben, vor allem Äpfel- und Birnbäume, Esskastanien und Nussbäume wachsen hier. Die mannshohen Blütenstände des roten Teidenatternkopfes sorgen im Frühjahr zusammen mit der gelben Ginsterblüte für eine geradezu unglaubliche Farbenpracht.
Wunderbare Ausblicken auf die markanten Monolithen Roque Nublo und Roque Bentaiga, ins Dorf San Nicolas und bis hinüber zu den Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera und - mit viel Glück - sogar bis nach El Hierro begleiten uns auf dem Weg von der Westflanke des zentralen Gebirgsmassives zum Informationszentrum des Biosphärenreservates. Fast die Hälfte der Insel wurde 2005 von der UNESCO zum Biosphärenreservat deklariert. Im Informationszentrum erhalten wir einen guten Einblick in die Geologie, Flora und Fauna Gran Canarias. Nach einer Kaffeepause gehen wir weiter zu dem Marktflecken auf dem Pass Cruz de Tejeda wo wir von unserem Bus abgeholt werden.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 350m; Übernachtung im Hotel [FA]

8. Tag Presa de los Hornos - Pico de las Nieves (1.949 m) - San Mateo - Besuch von Las Palmas

Heute geht es über den so genannten "Schneegipfel" (Pico de las Nieves), die höchste Erhebung der Insel, hinab zu einer typischen kanarischen Kleinstadt. Auf ca. 1.700 m Höhe, in der Nähe des höchsten Stausees der Insel, Presa de los Hornos, beginnt diese abwechslungsreiche Etappe. Durch lichten Kiefernwald und dichte Ginsterbuschformationen führt ein selten begangener Pfad über einen Bergkamm und vorbei am Pozo de las Nieves. Dies ist ein Felsvorsprung am Abbruch zum 1.000 m tiefer gelegenen Tirajana-Tal. Bald ist der Pico de las Nieves (1.949 m) erreicht, und wir können bei schönem Wetter ein großartiges Panorama genießen; der Blick schweift über den Südwesten der Insel bis hinab zu den Dünen von Maspalomas und im Nordwesten zu den Bergketten der Tejeda-Schlucht.
In der Nähe der Radarkuppeln der Militärstation, die hier den kanarischen Luftraum überwacht, befindet sich ein tiefer Brunnen (Pozo), in dem der selten fallende Schnee einst zu Eis gepresst wurde. Auf dieser Höhe hielt er sich lange und wurde als Kühlmittel verkauft.
Ein schmaler Trampelpfad, kaum sichtbar durch den dichten Ginsterbewuchs, führt uns in ein kleines Tal mit hellem Lavagestein und einzelnen Kastanien, alten Bauernhäusern mit aufgelassenen, von Levkojen und Salbei überwachsenen Feldern. Herrlich ist die Aussicht auf die Roques de Saucillo, die von den Kanariern genauso verehrt wurden wie der Roque Nublo.
Nach dem malerischen Weiler Casa de los Ingleses wechselt der camino real mit kleinen Fahrpisten, bis wir den lang gezogenen Bergrücken Lomo de los Torraeros erreichen, von dem sich schöne Rundblicke eröffnen. Felder, Obstpflanzungen und kleine Dörfer prägen die Landschaft. Über kleine Zufahrtsstraßen erreichen wir unser Ziel, San Mateo, eines der wichtigsten Agrarzentren der Insel. Anschließend bleibt Zeit für einen Bummel durch die Inselhauptstadt Las Palmas.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 1150m; Übernachtung im Hotel [FA]

9. Tag Der fruchtbare Norden der Insel - Tal von Agaete - Tamadaba

Wir fahren heute auf die andere Seite der Insel, in den fruchtbaren Norden. Zahlreiche Anbauflächen für Bananen, Tomaten, Papayas, Mangos und Ananas, aber auch für Nelken, Strelitzien und Bromelien bestimmen das hügelige Landschaftsbild. Im Nordwesten, an der Abbruchkante des Tamadaba-Plateaus, erstreckt sich das tiefe, saftig-grüne Tal von Agaete, eines der schönsten der Insel, von den Einheimischen auch kurz "El Valle" genannt.
Die weißen, kubischen Häuser des Ortes San Pedro kleben wie Vogelnester unter einer mehrere hundert Meter hohen Felswand. Kaum zu glauben, dass ein uralter Pilgerpfad hier hinaufführt. Stufe um Stufe steigen wir den sehr gut erhaltenen camino real empor, letzte Mandel- und Palmenbäume stehen an kleinen Wasserläufen und Tümpeln, über uns wild gezackte, dunkle Felswände. Mehr als 50 Höhlen wurden hier aus dem vulkanischen Tuffgestein herausgeschlagen und durch Stufen und Gänge miteinander verbunden. Hier lebten früher die Ehrenjungfrauen der Guanchen, sie hatten Aufgaben bei religiösen Festen zu erfüllen und vermutlich auch das in den Höhlen gespeicherte Getreide zu bewachen. Heute werden die Höhlen von den Hirten als Ziegenställe benutzt.
Vorbei am Roque Bermejo windet sich der steingepflasterte Weg in Serpentinen zum Mirador de la Vuelta del Palomar, von dem wir einen phantastischen Fernblick genießen. Nach einer erholsamen Pause geht es weiter, bis wir im dichten Kiefernwald von Tamadaba verschwinden. Dieser Wald, heute Naturpark, ist die grüne Lunge und der Wasserspeicher der Insel. In den Zweigen der Bäume verfangen sich Wolkenschwaden und Bartflechten, im Unterholz wächst Farn und Heidekraut, es riecht nach Pilzen und feuchter Erde. Im romantischen Weiler von Lugarejos beschließen wir diesen Wandertag.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 350m; Übernachtung im Hotel [FA]

10. Tag Tejeda - Roque Nublo - La Goleta

Den zentralen Gebirgsstock, El Cumbre, krönen wild zerklüftete Felsnadeln wie Roque Nublo und El Fraile - von der Erosion freigelegte ehemalige Kraterschlote. Diese sind ein Muss für jeden Inselbesucher. Wir starten in Tejeda (ca. 1.050 m), dem wohl schönsten Bergdorf Gran Canarias. Terrassenförmig schmiegen sich die Häuser an den Hang, umgeben von Tausenden von Mandelbäumen, Grundlage für die berühmten Almendrados.
Entlang riesiger Steinmauern, die hier die Felder begrenzen, windet sich der Pfad den Hang empor. Agaven und Ginsterbüsche wachsen am Wegrand, sogar die seidenblättrige Zistrose gedeiht in dunklen Felsspalten. Schließlich - ein von zwei Kreuzen geschmücktes Plateau. Nach kurzer Rast geht es weiter zum kleinen, abgeschiedenen Weiler La Culata, der so tief im Talgrund vergraben liegt, dass ihn die Sonne im Winter kaum erreicht.
Nun wollen wir den Sockel des Roque Nublo erklimmen. Wir queren den üppig bewachsenen Barranco und steigen, vorbei an weiß getünchten Häusern, den restaurierten camino real empor. In Serpentinen schlängelt sich der Weg zwischen Kiefern und Ginsterbüschen hinauf, über uns schon die Silhouette des El Fraile, eines Felsensporns, der wie ein betender Mönch aussieht. Schließlich erreichen wir den Tablon del Nublo, wo sich ein phantastischer Blick über den ganzen Westen der Insel bietet. Wir umrunden das ganze Massiv und steigen zum Gipfelplateau auf.
Majestätisch erhebt sich vor uns der Wolkenfels, das Wahrzeichen Gran Canarias (1.813 m), ein in vielen Liedern besungener, altkanarischer Kultberg. Der Felsfinger ragt gleich einer gigantischen Skulptur über dem Sockelgrund empor. Wunderbar ist der Blick von hier oben auf den Felsendom Roque Bentaiga, auf die Hochebene von Acusa und das kantig aufragende Massiv von Altavista. In den tiefen Barrancos glitzern Stauseen, im Westen, auf der Nachbarinsel Teneriffa, ist die mächtige Silhouette des Teide zu erkennen. Vorbei am El Fraile steigen wir gemütlich zur La Goleta ab, wo uns der Bus erwartet.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Hotel [FA]

11. Tag Heimreise

Je nach Abflugzeit werden wir zum Flughafen gebracht und treten unseren Heimflug von Gran Canaria zurück nach Deutschland an (Der Flughafentransfer ist auf die Abflugzeiten des Gruppenfluges abgestimmt).
[F]

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Bei dieser Reise unternehmen Sie bis zu 5-stündige Tageswanderungen, die entsprechend Kondition und Trittsicherheit voraussetzen (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände). Um Freude an diesen Etappen zu haben, sollten Sie gewohnt sein, mühelos mehrere Stunden am Tag zu wandern. Etwas erhöhte Anforderungen stellen die Tage 8 und 9, an denen etwa 1.000 Höhenmeter im Auf- bzw. Abstieg zu überwinden sind. Diese Etappen entsprechen einer Tour vom Schwierigkeitsgrad II. Diesen Anforderungen sollten Sie sich ebenfalls gewachsen fühlen. Da die Wanderungen auf Lanzarote jedoch aufgrund der Topografie entsprechend kürzer ausfallen, bleibt der Charakter einer "Ein-Fuß-Tour" erhalten.
Auf Lanzarote wohnen Sie in einem komfortabel eingerichteten Hotel (Landeskategorie 3*) in der lebhaften Inselhauptstadt Arrecife, gleich neben der Fußgängerzone gelegen. Die Zimmer sind modern eingerichtet und verfügen über ein eigenes Badezimmer. In der obersten Etage befindet sich der Frühstückraum mit großartigem Ausblick auf den Hafen und das Meer.
Auf Gran Canaria sind Sie im Herzen der Insel, in einem sehr schönen Berghotel (Landeskategorie 4*) untergebracht. Das Hotel liegt auf etwa 1.000 m Höhe, von hier genießen Sie eine herrliche Aussicht über die Insel und den Atlantischen Ozean. Nach den Wanderungen können Sie sich am Swimmingpool erholen - er ist im Winter zum Teil überdacht - oder in der Sauna entspannen (gegen Gebühr). Die 60 Zimmer sind liebevoll und rustikal eingerichtet und verfügen ebenfalls über ein eigenes Badezimmer.
Ein Bus bringt Sie von Ihrer jeweiligen Unterkunft zum Ausgangspunkt der Wanderungen und, wie im Programm angegeben, zu Ihrem Quartier zurück. Rechnen Sie auf Gran Canaria mit längeren Fahrtzeiten, die sich aufgrund der Topografie, der Größe der Insel und der kurvigen Gebirgsstraßen ergeben. Dagegen sind die Anfahrtswege auf Lanzarote recht kurz. Ihr Gepäck deponieren Sie im Hotel und tragen während der Wanderungen nur das Notwendigste (z. B. Anorak, Fotoapparat usw.) in Ihrem Tagesrucksack. Sollte Ihnen einmal nicht nach Wandern zumute sein, können Sie eine Tour auch einfach ausfallen lassen.
Als Mittagessen für unterwegs nehmen Sie ein Picknick mit oder kehren in kleinen Bars oder Restaurants ein.
Fakultativ besteht die Möglichkeit, diese Reise mit einem Verlängerungsaufenthalt auf Gran Canaria abzurunden. Wir beraten Sie gerne (Preise auf Anfrage).

Einreisebestimmungen:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger genügt für die Einreise nach Spanien (Lanzarote und Gran Canaria) eine gültige nationale Identitätskarte/Personalausweis.
Für Reisen nach Spanien (Lanzarote und Gran Canaria) sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Verschiebungen der einzelnen Tageswanderungen sowie Routenänderungen sind möglich und liegen, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, im Ermessen Ihres Reiseleiters bzw. Ihrer Reiseleiterin. Sollte z. B. aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse (starker Wind) der Inlandsflug oder die Fährüberfahrt nach La Graciosa nicht möglich sein, so gehen die Kosten für eventuell zusätzliche Übernachtungen zu Lasten der Teilnehmer/-innen. Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten können (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung, alle Programmpunkte durchzuführen oder gleichwertige Alternativen anzubieten, doch können wir für die exakte Einhaltung vorliegender Ausschreibung keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an dieser Reise teilnehmen.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes - wir bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de oder kontaktieren Sie unser Service Team unter der Telefonnummer 089-235006-0.

Klima

Das Wetter auf den Kanarischen Inseln ist ausgeglichen und weist mediterrane Züge auf (Durchschnittstemperaturen um die 20°C). Bestimmt wird das Klima durch die Nähe zu Afrika, den NO-Passat und den kühlen Kanarenstrom. Da wir es auf dieser Reise mit zwei völlig unterschiedlichen Inselprofilen zu tun haben, gestaltet sich das tatsächliche Klima etwas komplizierter: Das sehr sonnige, aber häufig windige Lanzarote ist nur knapp 100 km vom afrikanischen Festland entfernt, das die Insel klimatisch stark beeinflusst. Kennzeichnend ist die ausgeprägte Kontinentalität mit größeren Temperaturschwankungen (vor allem im Sommer), dafür aber sehr geringen Niederschlägen, die selbst im Winter spärlich ausfallen. Das liegt am niedrigen Profil Lanzarotes, wodurch die Passatwolken nicht "hängenbleiben", um Feuchtigkeit zu spenden.
Das wesentlich höher aufragende Gran Canaria mit seinem fast 2.000 m hohen zentralen Gebirgsstock liegt westlicher als Lanzarote. Charakteristisch sind die stärker ausgebildete Ozeanität und höhere Niederschläge (vor allem im Nordteil der Insel), dafür aber ein sehr ausgeglichenes Klima. In den Höhenlagen kann der Wind kalt und heftig wehen.

Ausrüstung

Für die Wanderungen benötigen Sie feste, knöchelhohe Berg- bzw. Trekkingstiefel mit Profilsohle, die auch bei Nässe Halt bieten und einen Tagesrucksack, in dem Sie während der Wanderungen das Notwendigste tragen (Brotzeit, Regenschutz, Trinkflasche, Fotoapparat usw.). Für die Etappen auf Lanzarote - wir erreichen nur niedrige Wanderhöhen - empfiehlt sich leichte, atmungsaktive Kleidung, auf Gran Canaria benötigen Sie zusätzlich warme, wind- und regenundurchlässige Kleidung. Als "Gehhilfe" haben sich Teleskop-Stöcke bewährt, sie können vor allem während der Abstiege hilfreich sein. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Sie nach Ihrer Anmeldung erhalten.

BUCHEN / VORMERKEN