Iran – Die Große Iranreise

Die türkisblauen Kuppeln von Isfahan - traumhaft! Die Reliefs von Persepolis - berührend! Die Paradiesgärten von Schiras - voller Poesie! Neben den Schwergewichten persischer Kulturgeschichte lernen Sie auf dieser umfassenden Studienreise durch den Iran aber auch kleine Kostbarkeiten, versteckte Winkel und die vielschichtige Gegenwart kennen. Wie leben die Menschen, und wohin bewegt sich das Land politisch? Wir fragen nach! Schließlich wollen wir uns - statt Schwarz-Weiß-Malerei zu betreiben - zwischen Teehaus und Basar, Ölfeld, Autofabrik und Künstleratelier unser eigenes Farbbild machen.

*Eine umfassende Studienreise durch den Iran, teils längere Fahrstrecken auf gut ausgebauten Straßen
*Abstecher zum Kaspischen Meer, in die Provinz Aserbaidschan und in die Oasenstadt Bam
*Einzelne Termine mit besonders niedriger Höchstteilnehmerzahl

Reiseverlauf

1. Tag: Willkommen im Iran

Nachmittags Flug mit Iran Air von Frankfurt nach Teheran (Flugdauer ca. 5 Std.), Ankunft abends. Alternativ: Abendflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Teheran oder mit Turkish Airlines über Istanbul (ab Istanbul ca. 3 Std.), Ankunft jeweils nachts. Transfer zum Hotel. Zwei Übernachtungen in Teheran.

2. Tag: Teheran: alte Kultur, junge Künstler

Nach einem späten Frühstück geht Ihr Reiseleiter mit Ihnen auf Entdeckungstour durch die Hauptstadt. Das archäologische Museum bietet eine hervorragende Einführung in die Kulturgeschichte Persiens. Am Nachmittag erwarten uns in der Nationalbank die Kronjuwelen des Schahs. Anschließend besuchen wir einen modernen iranischen Künstler in seinem Atelier. Im Gespräch mit ihm erfahren wir, wie lebendig die Kunstszene in der Islamischen Republik ist und wie groß – oder klein – die Spielräume für die Künstler sind.

3. Tag: Zum Kaspischen Meer

Durch das Vorland des Elbursgebirges erreichen wir Kazwin und sammeln am Grabmal eines schiitischen Heiligen und in der Freitagsmoschee erste Eindrücke der tief verankerten Religiosität. Anschließend folgen wir dem Lauf des Flusses Sefid bis zum Kaspischen Meer. 380 km.

4. Tag: Nach Aserbaidschan

Die Reisfelder, Orangenplantagen und Küstenwälder des Kaspischen Meeres bleiben zurück - Kurve um Kurve führt uns ins karge Hochland der iranischen Provinz Aserbaidschan. In Ardebil tauchen wir am Grab von Scheich Safi ad-Din (UNESCO-Kulturerbe) in die Welt der islamischen Mystiker ein. 420 km. Zwei Übernachtungen in Täbris.

5. Tag: Zur Thaddäuskirche

Ein ganztägiger Ausflug bringt uns durch die beeindruckende Bergwelt Westaserbaidschans zur Thaddäuskirche (UNESCO-Kulturerbe), einem Zeugnis der frühen armenischen Christen. 440 km.

6. Tag: Sehenswertes in Täbris

An die Überreste vergangener Blütezeiten erinnert in Täbris die Blaue Moschee. Der historische Basar (UNESCO-Kulturerbe) war einst Umschlagplatz auf der Seidenstraße, und im Aserbaidschan-Museum informieren wir uns über die archäologischen Funde aus der Region. Unser nächstes Ziel ist Maragheh mit seinen Grabtürmen. 160 km.

7. Tag: Durchs wilde Kurdistan

Durch die raue Berglandschaft Kurdistans führt unsere Route heute zum sassanidischen Feuerheiligtum Tacht-e Suleiman (UNESCO-Kulturerbe). Nicht weit davon entfernt liegt das Heiligtum Zendan-e Suleiman. Gegen Abend gelangen wir nach Sanandaj. 490 km.

8. Tag: Sanandaj und Kermanschah

Nach dem Besuch einer sunnitischen Moschee in Sanandaj geht es weiter nach Kermanschah. Dort unternehmen wir einen Rundgang durch den farbenprächtigen Basar und sehen einen alten Kultbau, in dem einst schiitische Passionsspiele aufgeführt wurden. Zum Abschluss besuchen wir am Stadtrand die Reliefs in den sassanidischen Felsgrotten von Tagh-e Bostan. 140 km.

9. Tag: Auf der Seidenstraße

Die heutige Fahrt führt uns auf ein Teilstück der alten Seidenstraße. Unterwegs halten wir, um das Relief des Großkönigs Dareios (UNESCO-Kulturerbe) am beeindruckenden Bergmassiv von Bisotun zu bewundern. Die lange Geschichte der Stadt illustrieren der „Schatzbrief“ der alten Perserkönige, der steinerne Löwe Alexanders des Großen und der seldschukische Grabbau Gunbad Alavian. Auf dem Weg nach Borudjerd besuchen wir die Ausgrabungen der medischen Festung von Tepe Nusch-e Djan. 340 km.

10. Tag: Unterwegs im Königsland

Durch die Schluchten des Zagrosgebirges erreichen wir die Tiefebene von Khusistan. Hier liegen die Stätten alter Hochkulturen: die Ruinen der elamischen Hauptstadt Susa und die Stufenpyramide von Tschoga-Sambil (UNESCO-Kulturerbe). Ziel ist die Provinzhauptstadt Ahvas. 560 km.

11. Tag: Durch Khusistan nach Schiras

Auf unserer Strecke passieren wir die Erdölfelder Khusistans - Gelegenheit für Ihren Reiseleiter, über die Energiepolitik des Landes zu sprechen. Warum setzt einer der weltgrößten Ölproduzenten auf Kernenergie? Danach kehren wir zurück in die Hochtäler des Zagrosgebirges, wo uns die Reliefs und Tempelruinen der Sassanidenstadt Bischapur erwarten. Wir erreichen das Stammland der Perser und die Provinzhauptstadt Schiras. 580 km. Drei Übernachtungen in Schiras.

12. Tag: Die Gärten von Schiras

Dem Duft der Rosen folgend, erkunden wir Schiras, Stadt der persischen Paradiesgärten (UNESCO-Kulturerbe). Auch die persische Poesie schlug hier Wurzeln. An den Gartengräbern der Dichter Saadi und Hafis gibt Ihr Reiseleiter eine Kostprobe: „Angelockt vom Duft der Rosen ...“ Im Altstadtbasar feilschen wir uns vor bis zur Nasir-al-Molk-Moschee und erkunden das prachtvolle Haus der Notablenfamilie Kawam. Der Nachmittag gehört Ihnen. Tipp: Besuchen Sie doch eines der Teehäuser!

13. Tag: Ruinen von Persepolis

Ein Höhepunkt der Reise: Persepolis (UNESCO-Kulturerbe), einst Residenz der altpersischen Großkönige, mit seinen Säulenhallen und Reliefs. Nicht weit entfernt liegen die Achämeniden-Gräber und die sassanidischen Reliefs von Nagsch-e Rustam. In Pasargadae (UNESCO-Kulturerbe) erweisen wir dem Grabmal von Kyros dem Großen, Gründer des persischen Großreichs, unsere Reverenz. 270 km.

14. Tag: Von Schiras nach Kerman

Heute brauchen Sie Sitzfleisch. Gut, dass die Fahrt mindestens ebenso abwechslungsreich wie lang ist! Noch einmal türmt sich das Zagrosgebirge auf, dann geht es vorbei an Salzseen an den Rand der Wüste. In der alten Handelsstadt Kerman trafen sich früher die Karawanen. 550 km. Zwei Übernachtungen in Kerman.

15. Tag: Ausflug nach Bam

Am Grab eines Mystikers sammeln sich in Mahan die Pilger - zum Beten, zum Klagen. Dann taucht wie eine Fata Morgana die Oase Bam (UNESCO-Kulturerbe) am Wüstenhorizont auf. Ein Erdbeben zerstörte 2003 die Altstadt aus Lehm, die nur langsam wieder neu ersteht. Hier wird aber auch an der Zukunft des Landes gebastelt. In einer Autofabrik sprechen wir mit einem Mitarbeiter und erfahren, wie das Schwellenland trotz internationaler Sanktionen versucht, eigene Industriezweige aufzubauen. 390 km.

16. Tag: Unterwegs nach Yasd

Mit Wüstenblick geht's durch Pistazienhaine und Oasendörfer nach Yasd. Bestimmt gibt's unterwegs eine Kostprobe der berühmten Pistazien. 390 km. Zwei Übernachtungen in Yasd in einer ehemaligen Karawanserei.

17. Tag: Stadt der Zoroastrier

Der Feuertempel und die Türme des Schweigens, die Begräbnisplätze der Zoroastrier, sind Zeugen ihrer alten Religion. Die Freitagsmoschee ist einer der imposantesten islamischen Sakralbauten Persiens, und die Altstadt mit ihren zahlreichen Windtürmen und Zisternen lernen wir auf einem kurzen Rundgang kennen. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung.

18. Tag: Meybod und Nain

Auf unserem Weg nach Isfahan machen wir halt, um die Lehmziegelzitadelle von Meybod zu besteigen. In Nain bewundern wir die Freitagsmoschee, eines der ältesten islamischen Bauwerke im Iran. Das ethnografische Museum gibt einen hervorragenden Einblick in das Leben am Wüstenrand. 330 km. Drei Übernachtungen in Isfahan im legendären Hotel Abbasi, einer ehemaligen Karawanserei.

19. Tag: Märchenhaftes Isfahan

Märchenhaft ist die Kulisse Isfahans. Nach dem Besuch des 40-Säulen-Palastes genießen wir vom Ali-Kapu-Palast den Blick auf einen der schönsten Plätze der Welt: den Meidan-e Imam (UNESCO-Kulturerbe). Im Armenierviertel Dscholfa besuchen wir die Vank-Kathedrale und das angeschlossene Museum. Der restliche Nachmittag gehört Ihnen. Stöbern Sie doch in den Geschäften rund um den Meidan-e Imam: Schachspiele aus Holz und Perlmutt, Geschirr und Miniaturmalereien.

20. Tag: Moschee und Feuertempel

Den Vormittag widmen wir dem alten Stadtzentrum Isfahans mit der Freitagsmoschee der Seldschuken. Wir besuchen einen Feuertempel und treffen einen Angehörigen der Zoroastrier, der gerne Ihre Fragen beantwortet. Der Nachmittag gehört Ihnen. Abends lädt Ihr Reiseleiter zum Abschiedsessen ein.

21. Tag: Zurück nach Teheran

Über die Ausläufer der zentraliranischen Wüste geht's vorbei an der heiligen Stadt Ghom, wo einst Ayatollah Khomeini wirkte - Gelegenheit, über seine Rolle in der jüngeren iranischen Geschichte zu diskutieren. Nachmittags Ankunft in Teheran. 390 km.

22. Tag: Rückflug von Teheran

Nachts Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt oder mit Turkish Airlines über Istanbul, Ankunft morgens bzw. vormittags. Oder morgens Rückflug mit Iran Air nach Frankfurt, Ankunft mittags.

Generelle Hinweise

Reisepapiere und Impfungen:

Reisepass erforderlich. Das Visum für den Iran beantragt der Veranstalter fünf Wochen vor Reisebeginn. Keine Impfungen vorgeschrieben. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder beim Tropeninstitut.

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