Madagaskar - Kaleidoskop

Naturreise im Indischen Ozean

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Erde, beherbergt eine einzigartige Fauna und Flora. Durch die isolierte Lage konnte sich eine Unmenge an Pflanzen (80% endemisch) und Tieren, z.B. die Lemuren (Halbaffen), Chamäleons, Schmetterlinge, Vögel und vieles mehr behaupten.

Wir erleben diese einmalige Natur auf ausgedehnten Wanderungen und Tierbeobachtungen im tropischen Regenwald des Ranomafana Nationalparks, im Andasibe Naturschutzgebiet und im zerklüfteten Sandsteingebirge des Isalo Nationalparks. Auf Wanderungen im zauberhaften Ankarana Naturschutzgebiet (Tsingys) und mit Booten auf dem Pangalanes Kanal durch den Dschungel an der Ostküste begegnen wir einer einmaligen, intakten Natur.

Drei erholsame Tage bleiben uns zum Abschluss der Reise auf der traumhaften Insel Nosy Be. Mit seinen malerischen Palmen- und Sandstränden, herrlichen Bade- und Schnorchelmöglichkeiten hat das Inselparadies im Indischen Ozean nichts von seinem natürlichen Charme verloren.

Reiseverlauf

1.-2. Tag: Flug Deutschland Antananarivo

Linienflug am Nachmittag von Deutschland über Paris nach Madagaskar. Nach einem Nachtflug erreichen wir gegen Mittag Antananarivo, die Hauptstadt Madagaskars, kurz Tana genannt. Transfer zum Hotel (F). Der Rest des Tages bietet Zeit, um die Hauptstadt Madagaskars zu besichtigen.

3. Tag: Antananarivo - Bootsfahrt nach Akanin`ny Nofy am Pangalanes Kanal

Unsere erste Etappe führt Richtung Osten in den immergrünen Regenwald zum Manambato See und von dort mit dem Boot nach „Akanin`ny nofy“ am Pangalanes Kanal. Der Kanal ist ein Geflecht aus Wasserläufen und kleinen Seen. Unser Resort befindet sich etwa 50 km südlich von Tamatave in Akanin'ny Nofy ("das Nest der Träume") direkt am weißen Sandstrand in der idyllischen Umgebung des Ampitabe See. Hier quartieren wir uns für zwei Tage ein (F, A).

4. Tag: Akanin`ny Nofy - Regenwald - Kanal von Pangalanes

Am Kanal von Pangalanes bieten sich viele Möglichkeiten für Erkundungen zu Wasser und zu Lande. Im Naturpark Le Palmarium am westlichen Seeufer überrascht ein Palmengarten mit 100.000 in Madagaskar heimischen Palmen. Wir besichtigen das Palmarium Lemurenreservat, wo wir zahlreiche verschiedene Lemurenarten aus nächster Nähe beobachten können. In den zahlreichen Süßwasserseen im Hinterland leben immer noch einige der seltenen Madagaskar Krokodile. Am Nachmittag bleibt Zeit zum Erholen und Entspannen in unserer gemütlichen Urwaldlodge. Die Seen sind sauber und auch zum Baden geeignet (F, A).

5. Tag: Per Boot auf dem Kanal von Pangalanes nach Tamatave - Andasibe

Heute beginnt unsere eindrucksvolle Fahrt per Motorboot auf dem Canal de Pangalanes bis nach Tamatave. Mit über 600 km ist der Pangalanes die längste Wasserstraße der Welt. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Franzosen angelegt um den Transport entlang der meist stürmischen Ostküste zu vereinfachen. Die Vegetation ist üppig und sehr abwechslungsreich. Während der Fahrt mit dem Boot durchqueren wir eine Vielzahl von kleinen Kanälen und größeren Seen, an denen teilweise noch echte Primärwälder zu sehen sind. Wir begegnen landestypischen Bambusflößen und alten Kähnen und passieren immer wieder kleine Ansiedlungen der einheimischen Bevölkerung, Tamatave, eine alte Hafenstadt erreichen wir gegen Mittag. Die Stadt verfügt über den einzigen natürlichen Hafen der Ostküste und ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Im Zentrum der Stadt auf dem wohl schönsten Markt Madagaskars können wir uns mit exotischen Gewürzen und Vanille eindecken. Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen Andasibe. Vielleicht bleibt noch Zeit, um bei einer Nachtwanderung mit Taschenlampen die nachtaktive Tierwelt zu beobachten. Übernachtung in Bungalows (F).

6. Tag: Andasibe - Regenwaldwanderung Reservat Perinet - Antananarivo

Frühmorgens unternehmen wir eine kleine Wanderung im zentralen Regenwaldgebiet. Hier im Sonderreservat von Perinet hoffen wir auf eine Begegnung mit den Indri-Lemuren, der größten Lemurenart. Dieses eigenartige Tier beeindruckt besonders durch seine weiten Sprünge von bis zu neun Metern und wegen seiner fremdartig durchdringenden Schreie.
Wir unterbrechen unsere Weiterfahrt im Reich der Lemuren in Marozevo, wo wir eine Reptilienfarm besuchen und diese seltsamen Tiere neben zahlreichen Chamäleons und Schlangen beobachten. Auf Madagaskar leben etwa 60 verschiedene Chamäleonarten, die in der Mythologie der Madagassen teils als Glücks- oder Unglücksbringer gelten. Hotelübernachtung in der Hauptstadt.

7. Tag: Antananarivo - Antsirabe - Ambositra

Wir brechen auf nach Süden und erreichen auf der Fahrt durch das zentrale Hochland Madagaskars Antsirabe. Unterwegs bieten sich sehr viele schöne Fotomotive und wenn möglich besichtigen wir die Herstellung von Aluminiumgeschirr in Handarbeit. Der Ort Antsirabe liegt auf 1500m Höhe und ist mit seinem Thermalbad ein bekannter Erholungsort. Wir befinden uns in einer hügeligen Landschaft mit kunstvoll angelegten Reisterrassen. Wir haben Zeit für einen kurzen Rundgang durch den Ort und für den Besuch einer Halbedelsteinschleiferei. Nachmittags Fahrt nach Ambositra, dem Zentrum des madagassischen Kunsthandwerks mit Werkstätten für wunderschöne Schnitzereien und Intarsienarbeiten, Hotelübernachtung (F).

8. Tag: Fianarantsoa

Nach dem Frühstück Weiterfahrt über das Hochplateau von Ambositra nach Fianarantsoa. Hier besuchen wir eine Werkstätte, in der mit einfachsten Mitteln erlesene Einlegearbeiten aus Edelholz gefertigt werden – für Statuen, Schachfiguren oder Griffelkästen. Wir quartieren uns ein in einer schönen Bungalowanlage am See in Sahambavy ein (F).

9. Tag: Mit der Eisenbahn durch den Regenwald - Nationalpark Ranomafana

Nach dem Frühstück unternehmen wir eine erlebnisreiche dreistündige Zugfahrt vorbei an zahllosen Reisterrassenfeldern über die Hügelkette des Regenwaldes in Richtung Ostküste Madagaskars (Zugplanänderung leider jederzeit möglich). Von Tolongoina aus wandern wir unserem Fahrzeug entgegen und erleben eine landschaftlich eindrucksvolle Regenwaldregion.

Wir fahren weiter zum Ranomafana Nationalpark. Dieser junge erst 1991 gegründete Nationalpark ist eines der schönsten Reservate des Landes und beherbergt einen üppigen Bergregenwald mit einer bemerkenswerten Fauna und Flora. Der goldene Bambuslemur sowie der kleinste Frosch der Welt sind hier zu Hause. Am Abend unternehmen wir eine erste Pirsch im Schutzgebiet. Übernachtung in gemütlichen Bungalows (F).

10. Tag: Nationalpark Ranomafana - Tageswanderung

Auf ausgedehnten Exkursionen zu Fuß erkunden wir die einzigartige Flora und Fauna im Regenwald des Ranomafana Nationalparks. Hier entdeckte der deutsche Biologe Bernhard Meier erst 1987 den goldenen Bambuslemuren, eine bis dahin unbekannte Lemurenart. Auch findet man hier Chamäleons und zahlreiche Schmetterlingsarten. Unser Führer wird uns einige der hier vorkommenden über 100 Vogelarten zeigen. Im Park lebt auch das größte madagassische Raubtier, der nachtaktive Fossa und der kleinste bekannte Primat, der Mausmaki, der nur wenige Zentimeter misst. Übernachtung in Bungalows wie am Vortag (F).

11. Tag: Ambalavao - Andringitra-Gebirge - Isalo Nationalpark

Auf reizvoller und abwechslungsreicher Strecke geht die Fahrt vorbei an den mächtigen Felsen des imposanten Andringitra Gebirges. Hier reckt sich der Big Boby stolz gen Himmel, mit 2.658 m der zweithöchste Berg Madagaskars. In Ambalavao sehen wir die Herstellung des berühmten Antaimoropapiers in Handarbeit. In Ihosy treffen wir auf den Stamm der Bara, deren Riten wie Blutsbrüderschaft und Viehdiebstahl noch heute aktuell sind. Wir erreichen den Isalo Nationalpark. Übernachtung in Bungalows (F).

12. Tag: Isalo Nationalpark - Trekking

Ausgangspunkt für unsere 2tägige Wanderung im Isalo Nationalpark ist Ranohira. Der Isalo Nationalpark ist eine von Erosionen zu fantastischen und bizarren Felsformationen gestaltete Gebirgslandschaft mit Höhlen, tiefen Schluchten, Bächen und schönen Oasen. Unsere Campingausrüstung und unser Gepäck werden von Trägern übernommen. Wir tragen nur unsere persönlichen Sachen und wandern durch einmalige Kalksandsteinformationen zum Tal der Affen. Hier ist der Lebensraum zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten, natürlich auch der Lemuren. Wir campieren in der Nähe eines Flusses (F, M, A).

13. Tag: Tageswanderung Isalo Nationalpark

Durch zerklüftetes Sandsteingebirge wandern wir heute vorbei an tief eingeschnittenen Schluchten und bizarren Felsformationen. Ein malerischer Süßwasserpool lädt uns heute zum Schwimmen ein und wir können uns nach unserer heutigen Wanderung bei einem kühlen Bad erfrischen. Übernachtung im Zeltcamp wie am Vortag (F, M, A).

14. Tag: Tulear - Ifaty – Westküste an der Straße von Mocambique

Nach einem gemütlichen Frühstück geht unsere Fahrt weiter in Richtung Tulear. Wir erreichen Ifaty an der Westküste, wo wir für zwei Nächte in einem Strandhotel übernachten. Unterwegs sehen wir interessante Dornenwaldvegetationen mit eindrucksvollen Baobabbäumen, die wie wild verstreut in dieser Umgebung wirken. Wir machen Halt bei den berühmten Mahafaly Gräbern die an Hand von Malereien und Schnitzereien aus dem Leben der Verstorbenen erzählen. Hotelübernachtung (F).

15. Tag: Strandtag - Bootstour (fakultativ) oder Wanderung

Der heutige Tag bleibt zum Relaxen und Erholen an einem der traumhaften Strände. Es besteht die Möglichkeit für verschiedene Ausflüge, so zum Beispiel eine gemütliche Wanderung zu einem Baobabwald oder die Besichtigung eines Fischerdorfes. Ein vorgelagertes Korallenriff lädt zum Schnorcheln ein und wer will kann auch eine Bootstour auf dem Indischen Ozean unternehmen (fakultativ). Hotelübernachtung (F).

16. Tag: Flug Tulear - Antananarivo

Unsere fürs Erste letzte Etappe am Indischen Ozean führt auf herrlicher Strecke nach Tulear. Immer wieder begegnen uns schwer beladene Ochsengespanne auf einer abenteuerlichen Sandpiste am glitzernden Meer entlang. Wir fliegen zurück nach Antananarivo, wo wir uns im Hotel einquartieren. Je nach Ankunftszeit bleibt noch Zeit für Besichtigungen in der Hauptstadt. Hotelübernachtung (F).

17. Tag: Flug nach Diégo Suarez - Montagne D’Ambre Nationalpark - Wanderung

Am frühen Morgen fliegen wir in den äußersten Norden Madagaskars nach Diégo Suarez, eine alte Kolonialstadt, die an einer traumhaft schönen Bucht liegt. Hier landete am 10. August 1500 der Portugiese Diego Diaz als erster Europäer in Madagaskar. Der heutige Tag führt uns zum Montagne d`Ambre Nationalpark, der für seine artenreiche Fauna und Flora bekannt ist. In einem der wenigen Bestände mit primärem Regenwald wandern wir zu versteckten Wasserfällen und versuchen die verschiedenen Lemurenarten ausfindig zu machen (F).

18. Tag: Tsingy Rouge - Nationalreservat Ankarana

Heute erreichen wir einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt der Reise. Die „Tsingy Rouge“, die roten Tsingy sind ein rotgefärbtes Wunderwerk der Natur aus Kalk, Mergel und Kalkstein. Weiter geht es zum Nationalreservat Tsingy of Ankarana. Dieser Park beherbergt fantastische Nadelfelsen, die sich aus dem kalkhaltigen Untergrund gebildet haben. Zahlreiche Canyons und Höhlen befinden sich in dieser zerklüfteten Umgebung. Wir lassen uns Zeit für Wanderungen und Tierbeobachtungen in der spektakulären Kulisse des „Tsingy of Ankarana“. Im umliegenden Primärwald leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch die Vogelwelt ist sehr stark vertreten und mit etwas Glück entdecken wir Eisvögel oder einen Fischadler – Übernachtung in einfachen Hütten einer gemütlichen Lodge (F, M, A).

19. Tag: Nationalreservat Ankarana - Tageswandwanderung

Zu Fuß wollen wir diese beeindruckende Berg- und Canyonlandschaft bei einer Tageswanderung zum großen Tsingy erkunden. Wir werden einige der zahlreichen Höhlen erforschen und uns in verschiedene Canyons vorwagen – Hüttenübernachtung wie am Vortag (F, M, A).

20. Tag: Inselparadies Nosy Be

In Richtung Süden erreichen wir heute Ankify, wo das Schnellboot bereit steht, um uns zur Trauminsel Nosy Be zu bringen. Entlang der Westküste erreichen wir gegen Mittag unser schönes Strandhotel, wo wir uns für drei Nächte einquartieren. (F).

21. Tag: Inselparadies Nosy Be

Einen erholsamen Abschluss unserer Reise erleben wir auf der traumhaften Insel Nosy Be. Mit seinen malerischen Palmen- und Sandstränden, herrlichen Bade- und Schnorchelmöglichkeiten hat die Insel nichts von seinem natürlichen Charme verloren. Strandhotel wie am Vortag (F).

22. Tag: Nosy Be – Lokobe Reservat

Heute bleibt Zeit, einen Ausflug mit einem Einbaum im Forest Reservat Lokobe zu unternehmen. Auf einer leichten Wanderung können wir nochmals Lemuren, Mohren- und Weselmaki sowie Chamäleons beobachten. Nach einem Picknick am Strand geht es mit Einbaum und Minibus zurück zum Hotel. Strandhotel wie am Vortag (F).

23. Tag: Nosy Be – Rückflug

Gegen Mittag heißt es Abschied nehmen vom einzigartigen Inselparadies im Indischen Ozean - Madagaskar. Transfer zum Flughafen und gegen Mittag Flug von Nosy Be über La Reunion nach Europa.

24. Tag: Rückkunft Deutschland

Ankunft in Deutschland am Vormittag

Generelle Hinweise

Impfungen:

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Eine Prophylaxe gegen Malaria ist empfehlenswert (nähere Infos erhalten Sie von Ihrem Hausarzt oder bei einem Tropeninstitut).

Badeverlängerung Indischer Ozean:

Verlängerungsmöglichkeit an den herrlichen Stränden der Trauminsel Nosy Be im Norden Madagaskars.

Einreise:

Visum (Antragsformulare erhalten Sie von uns, Visumbesorgung Vorort möglich) und Reisepass (mindestens noch 6 Monate nach Ausreise gültig).

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