Zu Fuß in der Canyon-, Wüsten- und Bergwelt Namibias
Trekking im NamibRand-Gebiet, Trekking im Fish River Canyon
Besteigung des Königsteins (2.573 m) im Brandberg-Massiv
Besteigung der Crazy Dune im Sossusvlei
Übernachtungen in Lodges, Hotels und unter freiem Himmel
Der Weg ist steil und das Geröll ist lose. Sie steigen ca. 500 m ab in den Fish River Canyon. Vier Tage vorbei an hohen Tafelbergen und spitzen Zinnen, über sandigen Boden und rutschige Steine, zwischen Sedimentschichten und durch den Fluss. Das Gepäck auf dem Rücken, die sportliche Herausforderung immer im Blick. Am Abend, wenn das heiße Wasser für den Tee schon auf dem Feuer brodelt und Sie Ihre müden Glieder ausstrecken, belohnt Sie überwältigende Stille und Einsamkeit. Der Sternenhimmel prägt die Region genauso wie die Farbschattierungen der Felsabstürze am frühen Morgen. Die Crazy Dune ist mit ihren 245 m eine der höchsten im Sossusvlei. Bei der Besteigung geraten Sie ins Schwitzen und haben es sich verdient, oben eine Pause zu machen und den Sand zwischen den Finger rieseln zu lassen. Am Rande der Namib erwartet Sie der Gorasis mit seinen 1.770 m als Krönung des dreitägigen Treks in der Wüste. Swakopmund hingegen können Sie etwas entspannter genießen, z. B. beim Austernessen. Dann geht es hoch hinaus: 2.573 m ist der Königstein im Brandbergmassiv. Einsam, anstrengend und ruhig ist der Anstieg, hart und lang der Abstieg, faszinierend der Ausblick und unvergesslich die Nächte so nah an den Sternen.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Flugzeug
2. Tag Windhoek - Auas Game Lodge
Wir landen am Morgen am Internationalen Flughafen Hosea Kutoka, wo wir schon von unserer Reiseleitung erwartet werden. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur Auas Game Lodge. Die Ruhe und die Abgeschiedenheit im "afrikanischen Busch" sowie der herrliche Blick auf die Auas-Berge laden geradezu zur Entspannung ein. Bei einer ca. 2-stündigen Pirschfahrt am Nachmittag auf dem 10.000 ha umfassenden Gelände der Lodge haben wir die Möglichkeit, Kudus, Oryx-Antilopen, Zebras, Spring- und Wasserböcke, Giraffen sowie andere Wildarten zu erleben.
Fahrstrecke: 70km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in der Auas Game Lodge [MA]
3. Tag Köcherbaumwald
Nach dem Frühstück fahren wir über Mariental zum Köcherbaumwald auf dem Gelände der Farm Gariganus. Köcherbäume sind in der Region nicht ungewöhnlich, aber das gehäufte Auftreten ist das Besondere. Den Namen erhielt diese Baumsorte, weil die San aus dem Astholz Pfeilköcher fertigten, indem sie den faserigen, schwammigen Inhalt herauskratzten. Bis zu 300 Jahre alt werden die Bäume und erreichen eine Höhe von bis zu 9 m. Durch die Fähigkeit Wasser zu speichern, kann der Köcherbaum mehrere aufeinander folgende Dürreperioden überstehen. Wenn wir am späten Nachmittag im Köcherbaumwald unterwegs sind, leuchtet die rissige Rinde wie Gold, ein Anblick, der die Fotografenherzen höher schlagen lässt!
Fahrstrecke: 510km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung auf der Farm Gariganus [FMA]
4. Tag Fish River Canyon - Gondwana Canyon Park
Nach kurzer Fahrt entlang der Kleinkarasberge erreichen wir den Fish River Canyon. Unbestritten zählt die Schlucht zu den Naturwundern Afrikas. Mit 161 km Länge, 27 km Breite und einer Tiefe zwischen 450 und 550 m ist der Fish River Canyon nach dem Grand Canyon in den USA die zweitgrößte Schlucht der Welt. Wir erledigen die Permit-Angelegenheiten bei der Naturschutzbehörde für unser Trekking durch den Canyon - bitte halten Sie Ihren medizinischen Fragebogen bereit - und besuchen den Hauptaussichtspunkt, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Zum Mittagessen beziehen wir die Zimmer unserer Lodge im Gondwana Canyon Park, einem privaten Naturschutzpark in der Nähe des Fish River Canyons. Wir verstauen den Proviant und die Ausrüstung für vier Tage Canyon-Trekking in unsere Rucksäcke. Am Nachmittag unternehmen wir eine kleine Eingewöhnungstour, um zu testen, ob die Rucksäcke so gepackt sind, dass sie sich gut tragen lassen. Bei einem Sundowner in stimmungsvoller Atmosphäre lassen wir den heutigen Tag gemütlich ausklingen.
Gehzeit: 2h; Fahrstrecke: 200km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]
5. Tag Wanderung durch den Fish River Canyon
Nach dem Frühstück fahren wir ca. 20 km zum Einstiegspunkt des Canyon oberhalb der Schwefelquellen. Unser Hauptgepäck bleibt in der Lodge unter Verschluss. Die Gesamtlänge des Canyons vom Hauptaussichtspunkt bis Ai-Ais beträgt 90 km. Wir gehen in den nächsten vier Tagen davon ca. 70 km. Für die 500 m Abstieg in den Canyon benötigen wir ca. zwei Stunden. Der Weg ist zum Teil steil und führt auch über loses Geröll. Allein die Aussicht beim Abstieg in die Canyonlandschaft ist famos. Täglich sind wir ca. 8 Stunden unterwegs; das Wasser im Canyon ist trinkbar und zusätzlich können wir es mit Micropur o.ä. desinfizieren. Eine erste Rast legen wir bei den "Palm Springs" Schwefelquellen ein. Wer möchte, kann in einem der Warmwasserbecken baden. Der Weg führt immer am Fluss entlang, den wir auch mehrmals, abhängig vom Wasserstand, überqueren müssen. Es empfiehlt sich, für die Flussüberquerungen Trekking-Sandalen mitzunehmen. Wir übernachten unter freiem Himmel in der Nähe vom "Mountain Chat Ridge" auf sandigem Untergrund am Flussufer.
Gehzeit: 7-8h; Fahrstrecke: 20km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 500m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
6. Tag Wanderung durch den Fish River Canyon
Früh brechen wir unser Lager ab. Der Pfad führt uns über zum Teil sandige oder ausgedehnte, mit Flusssteinen bedeckte Flächen, vorbei an hohen Tafelbergen und spitzen Zinnen. In der Nähe der "Festbeißkurve" machen wir Mittagsrast. Entlang dem "Klippschlieferkamm" und den "Pavianbergen" erreichen wir unseren zweiten Übernachtungsplatz. Vor uns liegen die "Drei Schwestern" - es handelt sich um Felstürme, rot beschienen vom Licht der untergehenden Sonne.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
7. Tag Wanderung durch den Fish River Canyon
Um die Kühle des Morgens auszunutzen, brechen wir auch heute wieder früh auf. Wir wandern über eine Anhöhe vorbei am "Vierfingerfels" und an "von Trothas Grab". Leutnant Thilo von Trotha, ein Neffe des bekannten Generalleutnants Lothar von Trotha, fiel hier 1905 bei einem Gefecht zwischen deutschen Soldaten und einheimischen Namas. Die Fischfluss-Schlucht galt auch früher schon als Oase des Lebens. Studien belegen erste Niederlassungen im frühen (vor über 50.000 Jahren) und mittleren Steinzeitalter. Zur Mittagszeit erreichen wir den "Kochasübergang". Nach weiteren zwei bis drei Stunden sind wir bei unserem heutigen Übernachtungsplatz in der Nähe der "Fischadlerpools". Wenn genügend Wasser im Fluss vorhanden ist, können wir hier baden.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
8. Tag Wanderung im Fish River Canyon - Gondwana Canyon Park
Gegen Mittag kommen wir zur Thermalquelle Ai-Ais, dem Endpunkt unserer Canyon-Wanderung. Es besteht fakultativ die Möglichkeit in dem ca. 35 Grad heißen Wasser ein ausgiebiges Bad nehmen; für unsere Muskeln eine Wohltat. Der Name Ai-Ais ist aus der Nama-Sprache hergeleitet und bedeutet soviel wie "siedend heiß". Wir fahren zurück zum Gondwana Canyon Park. Wenn die Sonne sinkt, ist es Zeit für einen Sundowner. Ein schöner Ausklang für die Tage am und im Fish River Canyon.
Gehzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 60km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]
9. Tag Bethanien - Helmeringhausen - Namib Rand Nature Reserve
Über die kleinen Ortschaften Bethanien und Helmeringhausen, gelangen wir zum NamibRand Nature Reserve. Mit einer Größe von über 200.000 ha weist das Gebiet alle typischen Facetten der Namibwüste auf. Wie ein lebendiger Teppich aus verschiedensten Formen und Farben tauchen die Berge ein in die endlose Weite, die durchsetzt ist mit roten, zum Teil bewachsenen Dünen. 3 Tage lang sind wir auf diesem Wandertrail unterwegs, umgeben von der Vielfalt der hier beheimateten Lebewesen und ihrer interessanten Anpassung an ihr bizarres Habitat. Bei Ankunft am Farmhaus füllen wir zunächst unsere Wasservorräre auf, da im heutigen Camp kein Wasser vorhanden ist. Nach einer ca. einstündigen Fahrt durch eine eindrucksvolle Dünenlandschaft werden wir am Fuss vom Gorasis Berg abgesetzt und müssen ca. 100 m aufsteigen, um zu unserem Übernachtungsplatz zu gelangen. Oben angekommen geniessen wir ein unvergessliches Panorama. Bis die Dunkelheit sich über diesen Teil der Namib legt, erkunden wir die Umgebung unseres Camps.
Gehzeit: 1h; Fahrstrecke: 460km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 100m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
10. Tag Gipfelbesteigung des Gorasis Mountain
Bei einem zeitigen Früstück bereiten wir uns auf einen längeren Gehtag vor. Die Vegetation um uns herum ändert sich während wir ca. 450 m aufsteigen zum Gipfel des "Gorrasis Mountain". Wir finden hier z.B. andere Reptilien als in den Kiesflächen und Sanddünen. Kurz vor dem Gipfel lassen wir unser Gepäck stehen und klettern das letzte Stück hinauf. An diesem wohl schönsten Picknickplatz der Welt machen wir Rast. Der Abstieg erfordert unsere ganze Konzentration da es über unwegsames, steiles, mitlosem Gerüll umd Felsbrocken bedecktem Gelände geht. Unten angelangt geht es in das "Horseshoe Wilderness Gebiet". Wir wandern über das rote Dünenmeer zu unserem Übernachtungsplatz, der mit Eimer-Dusche und Toiletten (ohne Spülung) nur sehr sporadisch eingerichtet ist.
Gehzeit: 6-7h; Fahrstrecke: 100km; Aufstieg: 450m; Abstieg: 550m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
11. Tag Wüstenwanderung und Fahrt zum Sossusvlei
Nach einer kurzen Wanderung über grassbedeckte Dünenfelder gelangen wir zurück zu unseren Ausgangspunkt der Wanderung. Nachmittags erreichen wir nach ca. 1 1/2-stündiger Fahrt die Sossusvlei Lodge, welche direkt vor den Toren des Namib Naukluft Park beim Sesriem Camp gelegen ist. Den Sonnenuntergang genießen wir bei einem Sundowner auf der Terrasse der Lodge.
Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 130km; Aufstieg: 250m; Abstieg: 250m; Übernachtung in der Sossusvlei Lodge [FMA]
12. Tag Sossusvlei - Deadvlei - Sesriem Canyon
Nach einem zeitigen Frühstück brechen wir auf zum ca. 60 km entfernt gelegenen Sossusvlei. Immer tiefer dringen wir in die Sandlandschaft vor. Die bis zu 388 m hohen Sandberge gelten als die höchsten Dünen der Welt. In regenreichen Jahren fließt der Tsauchab bis ins Vlei, dann staut sich das Wasser und lockt zahlreiche Tierarten wie Oryxantilopen und Strauße an. Wir wandern über Dünen und ausgetrocknete Lehmflächen. Eine der höchsten Dünen, auch unter dem Namen Crazy Dune bekannt, liegt nun vor uns. Sie liegt ca. 245 m über der Basis des Dead Vlei. Schritt für Schritt stiefeln wir hinauf. Im tiefen Sand rückt der Dünengipfel nur sehr langsam näher. Von oben haben wir eine eindrucksvolle Rundumsicht auf das unendlich erscheinende Dünenmeer der Namib. Nach Süden erhebt sich der silberglänzende Witberg und zu unseren Füßen im Norden erstreckt sich die Lehmpfanne des Sossusvlei. Der Abstieg über die Westflanke der Düne ist leicht und bald erreichen wir an ihrem Fuß das sogenannte Deadvlei. In der ausgetrockneten und aufgeplatzten Lehmsenke stehen abgestorbene Kameldornbäume, Zeugen vergangener Zeiten, als der Tsauchabfluss Wasser aus den Naukluft Bergen heranführte. Die Mittagszeit verbringen wir unter Schatten spendenden Kameldornbäumen am Rande des Sossusvlei. Über das Naravlei, und nach einer letzten Dünenüberquerung, kehren wir an den Ausgangspunkt des Trekkings zurück. Am Nachmittag erfahren wir bei einer ca. 1-stündigen Exkursion viel über die Geologie des Sesriem Canyons. Der Sesriem Canyon ist ca. 1 km lang, etwa 30 m tief und verengt sich an seinem oberen Rand stellenweise auf nur zwei Meter. Die Schlucht läuft in einem akaziengesäumten Tal aus, das am Sossusvlei endet.
Gehzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 130km; Übernachtung in der Sossusvlei Lodge [FMA]
13. Tag Kuiseb Canyon - Walvis Bay - Swakopmund
Die Reise führt weiter nach Swakopmund am Atlantischen Ozean. Wir kreuzen die fast vegetationslose
Namib Wüste, den Kuiseb Canyon und Walvisbay. Swakopmund erinnert im Baustil an eine deutsche
Kleinstadt. Wir haben Freizeit, um auf eigene Faust die Gebäude und Sehenwürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Wer möchte, kann an einem 2-stündigen fakultativen Rundflug teilnehmen und Sossusvlei, die
Namib Wüste sowie die Skelettküste aus der Vogelperspektive betrachten (Kosten: pro Person z.Zt. ca.
N$ 2.280,- bei fünf Teilnehmern, Stand 08/09).
Fahrstrecke: 350km; Übernachtung in einem Hotel [FM]
14. Tag Swakopmund - Uis
Am Vormittag ist nochmals Zeit für weitere Erkundungen der Stadt. Die Fahrtstrecke verläuft an der Spitzkoppe vorbei nach Uis, dem Ausgangsort der dreitägigen Brandbergbesteigung. Wieder packen wir unsere Rucksäcke und verteilen den Proviant und die Ausrüstung gleichmässig auf alle Teilnehmer/innen.
Fahrstrecke: 250km; Übernachtung in einem Gästehaus in Uis [FMA]
15. Tag Start Trekkingtour im Brandbergmassiv
Nach einem sehr frühen Frühstück treffen wir auf unseren lokalen Führer und Begleiter der "Daureb Mountain Guides". Unser Hauptgepäck bleibt wieder sicher unter Verschluss im Gästehaus zurück. Etwa eine Stunde fahren wir zur ca. 50 km entfernten Hungarobschlucht am Messumtrockenfluss, dem Ausgangspunkt unserer dreitägigen Trekkingtour im Brandbergmassiv (700 m). Gute 6-8 Stunden benötigen wir für den Aufstieg über zum Teil große Felsblöcke bis zur 2.000 m hoch gelegenen Wasserfall-Fläche, unserem Basislager für die morgige Königssteinbesteigung. Zuerst führt der Weg noch gemächlich am Flussbett entlang. Nach ca. 2 1/2 Stunden haben wir unseren ersten Pausenplatz auf ca. 1.200 m Höhe erreicht, nach weiteren 300 Höhenmetern bzw. ca. 1 1/2 Stunden machen wir Mittagsrast. Nachmittags gilt es einige steile, aber griffige Granitplatten zu überwinden. Nach weiteren 500 Höhenmetern und ca. 2 1/2 Stunden haben wir unser Tagesziel erreicht. Die grandiose Aussicht auf den Numas-Berg (2.518 m, dritthöchster Berg im Massiv) und die vielen Butterbäume belohnt uns für die geleistete Anstrengung. Wir schlafen im groben Sand unter freiem Himmel (1.950 m).
Gehzeit: 6-8h; Fahrstrecke: 60km; Aufstieg: 1300m; Abstieg: 100m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
16. Tag Gipfelbesteigung des Königsteins
Wir brechen früh zur Gipfeletappe auf, nur mit unserer Trinkflasche und einem kleinen Imbiss im Gepäck. Noch ca. 600 Höhenmeter trennen uns vom 2.573 m hohen Königstein, dem höchsten Gipfel Namibias. Zunächst führt uns der Weg über die Wasserfallfläche und eine ausgedehnte Hochebene auf ca. 2.200 m. Der Name des Königsteins bedeutet in der Sprache der Damara soviel wie "Platz des Honigs". Früher wurde aus dem Honig der wilden Bienen zusammen mit Grassaat ein starkes Bier gebraut. Die Spitze ist heute das erste Mal nach ca. 1 1/2 Stunden Gehzeit zu sehen. Die letzten 300 Höhenmeter und wir haben den 2.573 m hohen Gipfel erreicht. Die Rundumsicht ist fantastisch: Im Norden kann man bei guter Sicht den Doroskrater erkennen, im Südosten die Spitzkoppe und uns zu Füßen die winzige Ortschaft Uis. Wir tragen uns ins Gipfelbuch ein. Je nach Wetterlage zieht es uns recht bald wieder in tiefere Lagen. Wir wandern über denselben Weg zurück zum Basislager. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher zu Felszeichnungen der San-Buschleute. Der Fries vom sogenannten "Schlangenfelsen" verdeutlicht uns in verschiedener Hinsicht die Vielseitigkeit der Felsmalereien in Motiv und Farben. Am Nachmittag kehren wir zu unserem Übernachtungslager zurück und nächtigen ein letztes Mal unter klarem Sternenhimmel in unseren Schlafsäcken.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Übernachtung unter freiem Himmel [FMA]
17. Tag Abstieg - Fahrt nach Uis
Früh beginnen wir mit dem Abstieg. Nach ca. 6-7 Stunden haben wir die Talsohle und unser Fahrzeug erreicht. Am Nachmittag kehren wir nach Uis zurück.
Gehzeit: 6-7h; Fahrstrecke: 60km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 1300m; Übernachtung in einem Gästehaus in Uis [FMA]
18. Tag Omaruru - Okahandja - Windhoek
Die Fahrt führt heute über Omaruru und Okahandja, wo wir noch Gelegenheit haben, auf dem lokalen Holzschnitzermarkt Kunsthandwerk aus Namibia zu erwerben. Am Nachmittag erreichen wir Windhoek, die Hauptstadt Namibias. Seinen Namen erhielt Windhoek von dem Nama Kapitän Jonker Afrikaner, der sich gegen Ende 1840 mit seinem Volk hier niederließ. Er nannte den Platz Windhoek, nach seiner Heimat in der Kapkolonie, den Winterhoekbergen.
Fahrstrecke: 330km; Übernachtung im Safari Court Hotel [FM]
19. Tag Windhoek - Heimreise
Bis zum Abflug steht der Tag in Windhoek zur freien Verfügung. Wir können die Stadt besichtigen oder Einkäufe erledigen. Fakultativ besteht die Möglichkeit zu einer ca. 3-stündigen Tour mit einem einheimischen Führer durch den Vorort Katutura. Man erfährt viel Wissenswertes über die Geschichte und begegnet dem authentisch geprägten Alltag von heute. (z.Zt. N$ 220,- pro Person, mind. 2 Teilnehmer, Stand 08/09). Abends (abhängig vom Flugplan) werden wir von einem Vertreter der örtlichen Agentur zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Deutschland.
Fahrstrecke: 50km; Übernachtung im Flugzeug [F]
20. Tag Ankunft in Frankfurt
Weiterreise zum Heimatort.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Bitte beachten Sie, dass diese Tour "drei Füße" hat (Anforderungen siehe Katalog). Die Wanderungen sind zwar technisch nicht schwierig, aber anspruchsvoll: Fitness und gute Kondition sind unabdingbar. Sie sind bei den Etappen im Fish River Canyon, im NamibRand Nature Reserve, im Sossusvlei und am Brandberg zwischen 7 bis 8 Stunden täglich auf den Beinen. Beim Trekking im Fish River Canyon, im NamibRand Nature Reserve sowie bei der Besteigung des Brandberges wird das Gepäck für mehrere Tage selbst getragen und Lebensmittel und Wasser wird auf alle Gruppenmitglieder verteilt. (es ist mit ca. 12-15 kg Gepäck insgesamt zu rechnen).
Da die Routen durch unwegsames Gelände führen, bei der Brandberg- und Gorasisbesteigung auch über große Felsen, ist Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) erforderlich. Die Temperaturschwankungen sind beachtlich, denn die Tagestemperaturen können durchaus auf 35°C klettern, während es nachts empfindlich kalt wird (bis minus 5°C) - eine zusätzliche Belastung für Herz und Kreislauf. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Wanderungen bzw. Konditionstraining auf die Reise vorzubereiten. Die Überlandfahrten sind nicht nur wegen der Hitze anstrengend, sondern auch durch den Streckenverlauf, denn es geht über holprige Strassen, Staub- und Sandpisten. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Geländewagen oder einen Kleinbus. Sie schlafen in gemütlichen und schön gelegenen Lodges, Gästefarmen, Bungalows und in Windhoek in einem guten Hotel. Bitte beachten Sie, dass die Ausschreibung vorbehaltlich Verfügbarkeit geschieht. Während des Trekkings im Fish River Canyon, im NamibRand Nature Reserve und bei der Besteigung des Brandberges übernachten Sie unter freiem Himmel (eine leichte Isomatte und Geschirr werden gestellt). Vom 3. bis 12. Tag und vom 14. bis 17. Tag ist Vollpension eingeschlossen, an den restlichen Tagen Teilverpflegung. Genaue Angaben siehe Tagesbeschreibung. Diese Tour verlangt zwar von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen Komfortverzicht, bietet dafür aber Erlebnisse, wie sie nur abseits üblicher Routen gemacht werden können. Aktive und kameradschaftliche Mithilfe muss für alle Mitreisenden selbstverständlich sein, Teamgeist wird vorausgesetzt. Alle Gruppenmitglieder übernehmen gemeinsam das Verladen des Gepäcks und der Ausrüstung.
Einreisebestimmungen:
Einreisebestimmungen: Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger noch mindestens 6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gültiger Reisepass erforderlich mit mindestens drei freien Seiten. Impfbestimmungen: Keine zwingend vorgeschriebenen Impfungen. Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Polio., Diphtherie, Malariaprophylaxe. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass die Ausschreibung der Unterkünfte vorbehaltlich Verfügbarkeit geschieht.
Bedingt durch ungünstige Straßenverhältnisse, organisatorische Schwierigkeiten, Flugverzögerungen usw. kann es während dieser Reise zu Routenänderungen und/oder Programmumstellungen kommen. Sie sind teilweise unter einfachsten Bedingungen in abgelegenen Gebieten unterwegs, was an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowohl physische wie auch psychische Anforderungen stellt. In schwierigen Situationen sollten Sie Verständnis zeigen sowie Toleranz und Geduld üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihres Reiseleiters und unserer Agentur, alle Programmpunkte zu erreichen, eine Garantie für die exakte Einhaltung vorliegender Ausschreibung können wir jedoch nicht geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Die Jahreszeiten im südlichen Afrika sind unseren genau entgegengesetzt. Während der europäischen Wintermonate ist im Süden Afrikas Sommer und umgekehrt. Dennoch haben Winter und Sommer dort nicht dieselbe Bedeutung wie bei uns. Unter Winter wird im südlichen Afrika die kühlere Trockenzeit verstanden, die sich durch hohe Temperaturdifferenzen und ständigen Sonnenschein auszeichnet. Nachts kann es in der Wüste sehr kalt werden (Mai, Juni, Juli bis minus 5°C, tagsüber steigt das Thermometer auf 25°C und mehr an) - Gegensätze, die hohe Anforderungen an den Körper stellen. Aber die dortigen Wintermonate sind die besten Monate zum Wandern bis hinein in den August und September. Der dortige Sommer (Januar bis März) ist die Zeit der Niederschläge, in den übrigen Monaten regnet es nur sehr selten. Deswegen sind sowohl im Fish River Canyon als auch am Brandberg zu den ersten Terminen mehr Wasser im Fluss und in den Pools als im August/September.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen benötigen Sie leichte Baumwollkleidung (Shorts, helle Safarikleidung), Jacke oder Pullover, lange, bequeme Hosen und Sandalen. Zusätzlich brauchen Sie feste, knöchelhohe Wanderschuhe. Ihr Schlafsack muss bis 0°C im Komfortbereich geeignet sein. Bitte beachten Sie die ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise, die wir Ihnen nach der Anmeldung zusenden.