Sizilien - Am Schnittpunkt der Kulturen

11-tägige Kultur- und Erlebnisreise

Auf einem Felsen hoch über dem Ionischen Meer thront Taormina vor der beeindruckenden Kulisse des Ätnas. Zitronen- und Orangenbäume wachsen in den Hinterhöfen, Jung und Alt fahren auf Motorrollern durch die engen Gassen. Die Kleinstadt im Nordosten Siziliens ist ein Abbild für das Lebensgefühl des ganzen Mittelmeer Eilands. Am Schnittpunkt der Kontinente treffen sich die Kulturen der vergangenen Zeiten: Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Normannen und Spanier – alle waren da und hinterließen Ihre Spuren. Auf Palermos Piazzi tauchen wir ein in dieses Gefühl – südländisch, temperamentvoll, italienisch! Zwischen trubeligen Familientreffen und verliebten Pärchen finden wir unseren Platz und sehen und schmecken Sizilien. Abseits der Touristenströme führt uns unser Weg auch in die unbekannten und versteckten Ecken der Insel. Malerische Hügel- und Gebirgsregionen, schroffe Felszungen an den Küsten, Mandelbäume und Olivenhaine – Benvenuti in Sicilia!

EXKLUSIV

• Centro Padre Nostro: Gespräch über Kinder-/Jugendarbeit und den Kampf gegen die Mafia
• Teilnahme am Piazza-Leben, Besuch der Familienbetriebe in Sant’ Angelo
• Kochkurs und kulinarische Geheimnisse
• Gespräch über Künstlerprojekte und soziales Engagement von Antonio Presti
• Besondere Abendgestaltung: Puppentheater in Palermo
• Aktivitäten: Fakultativ in Sant’ Angelo: Trekking, Mountainbiken, Höhlenerforschung, Reit-, Jeeptouren etc.
• Leichte Wanderung auf der Rocca di Cefalù, ca. 1,5 Std., 270 Hm

Highlights:

*Griechische Hochkultur und sizilianischer Alltag
*Padre Puglisis Erben im Kampf gegen die Mafia
*Genüsse und Geheimnisse der Inselküche
*Der heiße Berg: Jeep-Tour auf den Ätna

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise nach Catania

Flug nach Catania und Transfer zum Hotel. Catania ist die zweitgrößte Stadt Siziliens und ihr Schicksal eng mir der Geschichte des Ätna verknüpft. Siebenmal wurde die Stadt bereits von glühenden Lavamassen zerstört und anschließend von den treuen Catanesi wieder aufgebaut. Im 18. Jahrhundert nahm sich der Baumeister G. Batista Vaccarini des Wiederaufbaus an und gestaltete Catania nach dem Vorbild barocker römischer Städte. Weite Plätze und ein rechtwinkliges Straßenbild prägen die Stadt. Am Abend blicken wir bei einem Willkommensabendessen in einem Restaurant in Catania gemeinsam auf die kommenden Tage. (-/-/A)
2 Übernachtungen in Catania.

2. Tag: Syrakus und Noto

Fahrt zur herrlich gelegenen, ehemals griechischen Stadt Syrakus. Bei einem Spaziergang sehen wir die Arethusa-Quelle und die Ruinen des Athena-Tempels. Das griechische Theater und das römische Amphitheater im archäologischen Park zeugen von der kulturellen Blütezeit. Nach einem stärkenden Mittagessen fahren wir weiter in die Stadt Noto, Unesco-Weltkulturerbe 1693 wurde fast die ganze Stadt bei einem katastrophalen Erdbeben zerstört. Die Folge der Wiederaufbauphasen ist ein Mix aus unterschiedlichsten Architekturstilen. Die Architekten Gagliardi, Paolo und Sinatra bauten die Stadt mit einer Schar von Steinmetzen wieder auf. Es finden sich auch heute noch alte und ruinöse Fassaden neben neuen prunkvollen Bauten. Bei Sonnenuntergang sind die Hänge des Meti-Hügels und die ganze Stadt in ein golden schimmerndes Abendlicht getaucht. Rückfahrt nach Catania. (F/M/-)

3. Tag: Agrigent, Wohnort der Götter

Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Agrigent an der Südküste Siziliens. Hier befindet sich das berühmte Tal der Tempel, in dem eines der besterhaltenen griechischen Bauwerke der Welt steht:der Concordia- Tempel. Agrigent, die »schönste der sterblichen Städte«, war einst Wohnort der Götter und Opferplatz der Menschen. Transfer in unser Gruppenhotel in Agrigent. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. (F/-/A)
1 Übernachtung in Agrigent.

4. Tag: Segestra, der etwas andere Tempel

Auf der Fahrt nach Palermo legen wir bei einem echten Highlight einen Stopp ein. Segesta gehört zu den großen griechischen Tempeln in Sizilien. Feierlich und einsam thront der enorme Tempel, gefeiert als eines der wichtigsten Beispiele dorischen Stils, inmitten einer kargen Landschaft, die sich im Frühjahr in ein farbiges Blumenmeer verwandelt. Einzigartig ist dieser Tempel auch deshalb, weil seine Fertigstellung im Rohbau aufgegeben wurde, was seiner imposanten Ausstrahlung jedoch keinen Abbruch tut. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Palermo.
Nach dem Check-in im Hotel lassen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. (F/-/A) 3 Übernachtungen in Palermo.

5. Tag: Arabisch-normannisches Palermo

Fahrt nach Palermo. Etwas außerhalb von Palermo besuchen wir einen der bedeutendsten Sakralbauten des Mittelalters, den Dom von Monreale. Hier schmücken byzantinische Gold-Mosaike das Innere der Kirche. Ein weiteres Beispiel der arabisch-normannischen Bauweise in Palermo ist die Cuba. Danach genießen wir die angenehme Frische im Zisa-Palast.
Abends besuchen wir ein Puppentheater. Dem Schauspiel der Puppenoper kann man in einigen Theatern von Palermo beiwohnen. Sie ist als Volkstheater im 19. Jh. entstanden - dank der Phantasie und Kunstfertigkeit der so genannten "pupari", geschickter Handwerker, die Holzpuppen mit wertvollen Kostümen erschaffen. Die "pupi" stellen die Geschichte der epischen Helden dar und erzählen von den Kreuzzügen und Königshöfen.
In einer rustikalen Weinbar genießen wir im Anschluss ein leichtes Abendessen. (F/-/A)
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6. Tag: Verborgene Ecken in Palermos Altstadt

Zu Fuß entdecken wir weitere Viertel der Altstadt: die mit Gemüse, Garküchen, Gewürzen und Menschen gefüllten Gassen der Vucciria, imposante Palazzi und verfallene Häuser in den Straßen der Kalsa. Und natürlich besuchen wir auch „die Großen der Stadt“, das Teatro Massimo, die Kathedrale und den Palazzo Reale. Ganz nebenbei erleben wir die Palermitaner bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Diskutieren mit Händen und Füßen.
Am späten Nachmittag geht es zum Centro Padre Nostro, das von Priester Don Puglisi gegründet wurde, der 1993 durch ein Mafia-Attentat den Tod fand. Das Zentrum wird in seinem Namen weitergeführt und kümmert sich überwiegend um Kinder und Jugendliche, um sie von der Strasse fernzuhalten. Der heutige Leiter empfängt uns gerne und erzählt von der Arbeit, die im Zentrum geleistet wird, und vom Kampf gegen die Mafia. Beim gemeinsamen Abendessen können die Gespräche vertieft werden. (F/-/A)

7. Tag: Cefalù und Kochkurs

Fahrt nach Cefalù. Bei einem kleinen Kochkurs werden wir in einige Geheimnisse der faszinierenden sizilianischen Küche eingeweiht. Wir bereiten unser eigenes Mittagessen zu.
Am Nachmittag Bummel durch Cefalù, ein pittoreskes Altstädtchen an der Nordküste Siziliens. Wir sehen den berühmte Normannendom und unternehmen eine kleine Wanderung auf den Hausberg „Rocca di Cefalù”.
Weiterfahrt zu einem besonderen Künstlerhotel in Tusa. Die Hälfte der 40 Zimmer wurde von Künstlern gestaltet und jedes für sich ist ein kleines Kunstwerk. (F/M/-)
2 Übernachtungen in Tusa.
(Bergwanderung ca. 1,5 Std, leicht, 270 m Höhenunterschied)

8. Tag: Fiumara D’Arte

Fahrt durch das Freilichtmuseum Fiumara D’Arte, das wie das Künstlerhotel eine Initiative von Antonio Presti ist - ein Exzentriker, der seine Projekte durch die Erbschaft einer Baumaterialfirma finanziert. Mit dem Zement der Firma ließ er von Künstlern gigantische Monumente bauen, die sich über das ganze Tal von Tusa verteilen.
In der Region haben die wenigsten Menschen Verständnis für Prestis Kunstinstallationen, die er mitten in die Landschaft gesetzt hat. Dennoch ist er aufgrund seines sozialen Engagements beliebt. Er finanziert z. B. ein Seniorenheim, in dem bedürftige Handwerker untergebracht sind, die ihr Können an arbeitslose Jugendliche weitergeben. Bei einem Gespräch mit einem Mitarbeiter von Antonio Presti erfahren wir Details über dessen Arbeit und Projekte. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. (F/-/-)

9. Tag: Zugfahrt nach Catania

Zugfahrt entlang der schönen Nordküste von Fusa über Messina nach Catania. Bei guter Sicht sehen wir die liparischen Inseln. Am Nachmittag Spaziergang durch die kleinen Gassen der Altstadt von Catania. Herrliche Barockfassaden prägen die Architektur der Stadt, die wegen der regen Industrie- und Handelstätigkeit sowie der traditionsreichen Universität auch »Mailand des Südens: genannt wird. (F/-/-) 2 Übernachtungen in Catania.

10. Tag: Mit dem Jeep auf den Ätna und nach Taormina

Abseits der großen Straßen geht es heute mit Jeeps durch herrliche Landschaften zur Nordseite des Ätnas. Wir kommen zu den erkalteten Lavazungen des großen Ausbruchs von 2002 beim Piano Provenzana und zum Monte Fontane, einem idealen Aussichtspunkt über das lavagefüllte Bovetal. Wir sehen außerdem die beeindruckende Ladroni-Grotte, die aus eingeschlossener Luft in einer Lavazunge entstand. Unser Reiseleiter gibt uns über Funk während der Fahrt interessante Informationen zur Geschichte dieses ständig aktiven Vulkans. Nach einer Weinprobe und einem rustikalen Mittagessen vor spektakulärer Kulisse fahren wir mit den Jeeps weiter nach Taormina, einem malerischen Städtchen an der Ostküste, wo Sie durch die verwinkelten Gässchen spazieren werden. Genießen Sie den Blick auf den Ätna vom griechisch-römischen Theater aus - eine Aussicht, die bereits Johann Wolfgang von Goethe verzaubert hat:. Eine Literaturlesung wird Sie in Faonninas längst vergangene Zeiten zurückversetzen. (F/M/-)

11. Tag: Abreise

Heute heißt es Abschied nehmen. Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Catania, und Sie beginnen Ihren Rückflug nach Frankfurt. (F/-/-)

Generelle Hinweise

Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinträchtigen, sind vorbehalten.

Zusätzliche Leistungen Preis in €
Künstlerzimmer in Tusa, pro Person für 2 Nächte (statt Standardzimmer) 65
Einzelzimmerzuschlag 240

BUCHEN / VORMERKEN