Picos de Europa: Faszination Berge !

Das Gebirgsmassiv der nordspanischen Picos de Europa ist Teil der Kantabrischen Küstenkordillere. Ihren Namen erhielten die über 2.600 m hohen Picos (Spitzen) von heimkehrenden Seeleuten, da sie schon aus Hunderten von Kilometern vom Meer aus zu sehen waren. Mit tiefeingeschnittenen Tälern, steilwandigen Gipfeln und vielfältigen Karstphänomenen sowie grandiosen Schluchten und reißenden Gebirgsflüssen sind die Picos de Europa ein hervorragendes Gebiet für Bergwanderungen. Symbolberg der Picos ist der Pico Urriellu, der mit einem 500 m senkrecht aufragenden, frei stehenden, markanten Gipfel weithin sichtbar ist.
Neben einer imposanten Bergkulisse hat die Region auch eine sehr artenreiche Pflanzen- und Tierwelt zu bieten. Hier treffen Vertreter der atlantischen, mediterranen und alpinen Flora aufeinander. Sie bilden ein Blütenmeer u.a. aus mehr als 35 Orchideenarten, Narzissen und Enzian. Dies ist gleichzeitig der Lebensraum vieler Tierarten, wie z. B. Berggämsen, Gänsegeier und Steinadler, aber auch Wölfe und Braunbären. Weidewirtschaft wird hier noch immer praktiziert. Aus Milch von Kühen, Schafen und Ziegen werden hervorragende Käsesorten hergestellt, die in den Karsthöhlen reifen. Probieren Sie den unverkennbaren Cabrales, einen typischen, sehr aromatischen Schimmelkäse!

Reiseverlauf

1. Tag:

Ankunft in Arenas de Cabrales, wo der "Cabrales"-Käse hergestellt wird. Hier bleiben Sie zwei Nächte.

2. Tag: 3 oder 4 Std.

Zum Einstieg gibt es eine schöne Wandertour zu den vor allem im Juni/Juli blühenden Wiesen von Nava oberhalb des Flusses Cares: Von dort haben Sie einen herrlichen Blick auf die Picos. Alternativ bietet sich eine leichte Rundwanderung über Vanu an.

3. Tag: 4 Std.

Taxitransfer nach Tielve, einem sehr ursprünglich gebliebenen Dorf, in dem die Bewohner noch immer von Viehzucht leben. Dort startet Ihre Wanderung zum Pass La Caballar, von wo Sie in das höchst gelegenste Dorf der Picos, Sotres (1.040 m), absteigen (3 Nächte). Sie wandern durch eine märchenhafte Landschaft aus Mooren, Buchenwäldern und Bergflüssen mit einer großartigen Pflanzenvielfalt.

4. Tag: 5 Std.

Kurzer Taxitransfer zum Startpunkt der heutigen Wanderung, auf der Sie das östliche Picos-Massiv erkunden. Sie beginnen auf 1.300 m Ihren aussichtsreichen Anstieg zu einer 400 m höher gelegenen Hütte. Von dort aus geht es durch die zerklüftete und skurrile Kalksteinlandschaft zurück nach Sotres. Unterwegs entdecken Sie alpine Flora - öfters auch Gämsen, Geier und Adler.

5. Tag: 2 bis 5,5 Std.

Heute stehen 3 Touren zur Auswahl: eine lange Tour zum Puerto de Aliva (1.670 m), eine leichtere Rundwanderung durch ein einsames, bewaldetes Tal, wo sich in den moosbewachsenen alten Buchenwäldern der Urugallo, der "Hahn der Wälder" versteckt. Mit etwas Glück können Sie ihn zumindestens hören. Wer sich erholen möchte, kann auch nur einen Spaziergang in der Nähe machen. Zum Startpunkt der zwei ersten Touren erhalten Sie jeweils einen kurzen Transfer.

6. Tag: 4,5 Std.

Die heutige Wanderung ist wohl die spektakulärste der Reise. Sie führt mitten hinein in das Zentralmassiv der Picos bis an den Fuß des imposanten Pico Urriellu. Dieser ist bei Kletterern wegen seiner steilen, kegelförmigen Silhouette beliebt. Sie wandern zunächst durch das Tal des Flusses Duje und dann weiter über Wiesen bis zum Pandebano-Pass. Ab dort beginnt der Aufstieg zur Berghütte Vega de Urriellu auf 2.000 m. Dort, inmitten der majestätischen Bergwelt, übernachten Sie heute. Es empfiehlt sich noch ein Abstecher zur Huyu sin Tierra, der tiefsten und weitesten Schlucht der Picos.

7. Tag: 4 oder 5 Std.

Genießen Sie noch die wilde Bergszenerie, bevor Sie zum Pandebano-Pass absteigen. Durch Bergwiesen geht es hinunter nach Bulnes. Von dort können Sie entweder durch eine Schlucht, in der Geier nisten, zu Fuß absteigen oder auch mit der Standseilbahn nach Poncebos hinunterfahren. Von Poncebos Transfer zum Hotel in Arenas.

8. Tag:

Rückreise ab Arenas.

Generelle Hinweise

Reisetermine:

täglich Anreise möglich von Anfang Mai bis Mitte Oktober.

Anreise:

1. Pkw-Anreise. Es gibt kostenlose Parkmöglichkeiten an der ersten Unterkunft in Arenas.
2. Flug nach Oviedo, dann Bus direkt bis Arenas, oder Bilbao (auch sog. Billigflüge), per Bus nach Unquera, weiter bis Arenas per Taxi, ca. € 45.
Frühzeitige Ticket-Vorbestellung (gegen Entgelt) für die Busse ab Bilbao empfohlen.

Unterkünfte:

In Arenas de Cabrales übernachten Sie in einem freundlichen, familiengeführten Hotel mit geräumigen Zimmern und Restaurant für Hotelgäste. In Sotres erwartet Sie ein Turismo Rural (ländliche Unterkunft) mit Garten. 1 Übernachtung in einer sehr einfachen Berghütte mit Schlafsälen für ca. 20 Personen. Sanitäranlagen und ein beheizter Essraum sind vorhanden. Warme Decken können vor Ort ausgeliehen werden, Sie müssen aber einen Leinenschlafsack oder ein Leinentuch mitbringen. Sonst brauchen Sie für diese Nacht nur Handtuch, Zahnbürste und Wäsche zum Wechseln. Bei sehr schlechtem Wetter können Sie auf Anfrage statt in der Hütte auch in Sotres wohnen (Aufpreis vor Ort: € 12 p. P. im DZ). Es gibt Alternativ-Wanderungen von dort aus.

Zusatznächte:

Im Voraus überall möglich. Bitte direkt bei Buchung mit anmelden!

Schwierigkeitsgrad:

Mittelschwere Wanderungen. Durchschnittliche Wanderzeiten: 3,5-5 Stunden, Auf- und Abstiege max. 900 m, einmal Aufstieg 1.200 m, einmal Abstieg 1.800 m.

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