Türkei - Ararat und Taurus
Freuen Sie sich auf zwei Trekkingtouren und spannende Besichtigungen: Von Ankara aus fahren Sie zunächst nach Kappadokien und besuchen die berühmten Felsenkirchen. Anschließend entdecken Sie die Schönheit des Taurus-Gebirges und akklimatisieren sich dabei für den 5.165 m hohen Ararat. Fünf Tage sind Sie in Schluchten, auf Hochalmen und über Pässe unterwegs und besteigen den 3.723 m hohen Mt.Embler. Über Kayseri und Erzurum führt die Route zum Berg des Noah, wie die Iraner den Ararat nennen. Am Ausgangspunkt auf ungefähr 2.000 m werden die Pferde und Mulis beladen. Ziel der ersten Teilstrecke ist das auf 3.200 m gelegene Basislager. Um Ihre Gipfelchancen zu verbessern, steigen Sie zum Hochlager auf und wieder ab, erst die folgende Nacht verbringen Sie auf 4.200 m. In aller Frühe steigen Sie zum Gipfel hinauf, zunächst über Blockgestein und Fels, weiter oben legen Sie Ihre Steigeisen an. Welch erhabenes Gefühl, wenn die Gruppe im Sonnenlicht dem Gipfel entgegenzieht! Am Van-See können sich Ihre Eindrücke setzen. Und spätestens in Istanbul ist es an der Zeit, auf den Ararat anzustoßen!
Reiseverlauf
1. Tag Anreise nach Ankara - Fahrt nach Göreme
Linienflug mit Lufthansa von München nach Ankara. In der türkischen Hauptstadt werden wir abgeholt, dann geht es los Richtung Kappadokien (Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug). Für die 265 km bis Göreme brauchen wir ca. 5 Stunden. Unsere Route führt am See Tuz Gölü (= Salzsee) vorbei, der riesige seichte Binnensee ist einer der salzreichsten Seen der Erde. Am Abend erreichen wir unsere Pension in Göreme.
Fahrzeit: 5h; Fahrstrecke: 265km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [A]
2. Tag Kizilkukur-Tal - Fahrt zum Ausgangspunkt des Trans-Taurus-Trekkings
Von Göreme fahren wir zum Kizilkukur-Tal, der "Roten Schlucht", dem östlichen Ausläufer des grünen Güllü Dere-Tales, und unternehmen dort eine kleine Wanderung. Anschließend verlassen wir Kappadokien und fahren nach Cukurbag, dem Ausgangspunkt unseres Taurus-Trekkings. In ca. zwei Stunden wandern wir zu unserem Lager Sokullupinar (1.950 m).
Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
3. Tag Besteigung des Embler (3.723 m) - Yedi Göller-Plateau
Südlich führt die Route entlang dem Yalak Deresi zu einem engen Canyon. Nun geht es hinauf zum zerklüfteten Celikbuyduran-Pass (3.450 m). Nach der Mittagsrast an einem schönen Platz etwas unterhalb des Passes setzen wir unseren Weg fort und erreichen nach ca. 1 Stunde den Gipfel des Embler (3.723 m). Der dritthöchste Berg des Aladaglar ist auch unter dem Namen Engintepe bekannt. Von oben bietet sich ein prachtvoller Blick auf die Höhenzüge des Taurus, auf die Südseite des Demirkazik und Gipfel wie Bolkar, Hassan und Erciyes. Der Abstieg erfolgt direkt zu unserem Camp auf dem Yedi Göller-Plateau, so dass wir nicht mehr zurück zum Pass müssen. Yedi Göller bedeutet übersetzt "sieben Seen". Vielleicht begegnen wir Nomadenfamilien, die während der Sommermonate hier in ihren schwarzen Ziegenhaarzelten wohnen. Auf 3.020 m Höhe errichten wir das Zeltlager, in dem wir die nächsten beiden Nächte verbringen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1773m; Abstieg: 703m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Ortateppe (3.333 m)
Nach den Anstrengungen des gestrigen Tages lassen wir den heutigen Tag ruhig angehen. Am Vormittag wandern wir auf einem schönen Pfad Richtung Norden zu einem der Seen. Bei gutem Wetter ist dies ein herrlicher Platz. Von hier aus gelangen wir in ca. 1 Stunde zum Gipfel des Ortateppe (3.333 m), einem schönen Aussichtsberg. Nach der Rückkehr ins Camp und dem anschließenden Mittagessen können wir ausruhen, eine weitere Wanderung zu den Seen unternehmen oder Nomaden besuchen - wenn Familien da sind.
Hinweis: Sollte die Besteigung des Embler am Vortag nicht möglich gewesen sein (z. B. witterungsbedingt), so kann der heutige Tag auch für eine zweite Gipfel-Chance genutzt werden.
Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 330m; Abstieg: 330m; Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Tekkekalesi-Pass - Yildiz-See - Camp am Karagöl-See
Am Morgen wandern wir zum See Hastakoca und steigen danach zum Tekkekalesi-Pass (3.450 m) auf. Nach einem teils steilen Abstieg geht es wieder hinauf zum Yildiz-See. Im Laufe des Nachmittags erreichen wir den nördlichen Teil des Taurus und unser Camp am Karagöl-See (2.870 m).
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 900m; Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Maden-Schlucht - Fahrt nach Kayseri - Nachtzug nach Erzurum
Wir steigen ab zur Maden-Schlucht - ihre Flora wird vor allem im Frühsommer die Pflanzenliebhaber begeistern - und durchwandern das beeindruckende, rot leuchtende Gestein. Anschließend werden wir von einem Bus abgeholt, der uns zum kleinen Dorf Demirkazik (1.550 m) bringt. Nachmittags fahren wir nach Kayseri (3 Stunden). Dort essen wir in einem Restaurant zu Abend und nehmen dann den Nachtzug nach Erzurum.
Gehzeit: 4-4,5h; Fahrzeit: 3-4h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 1300m; Übernachtung im Zug [FMA]
7. Tag Erzurum - Dogubeyazit
Am frühen Morgen fahren wir durch eine reizvolle Landschaft, teilweise direkt entlang des Euphrat, bis wir schließlich gegen Mittag Erzurum, auf fast 2000 m gelegen, erreichen. Einst Karawanenknotenpunkt an der Seidenstraße ist Erzurum heute wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Ostanatoliens. Seit 1958 gibt es auch eine Universität. Hauptsehenswürdigkeit ist die Cifte Minareli Medrese, eine der schönsten und größten Koranschulen des 13. Jh. im seldschukischen Kleinasien. Von der Zitadelle aus haben wir einen schönen Blick auf die gesamte Stadt.
287 km bzw. 4 Fahrtstunden trennen uns von unserem heutigen Ziel Dogubeyazit. Hier sehen wir auch den Ararat zum ersten Mal - einsam und mächtig ragt er aus der Ebene empor. In der Türkei heißt der Berg Agri Dag, im Iran Koh-i-Nuch (Berg des Noah). Von der Dachterrasse unseres komfortablen 4-Sterne-Hotels (Landeskategorie) genießen wir eine Tasse Tee mit Blick auf "unseren" Berg.
Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 287km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FMA]
8. Tag Basislager (3.200 m)
Am Vormittag besichtigen wir zuerst den Ishak Pasa Sarayi - eine Mischung aus Bergfestung und orientalischem Lustschloss. Die heutige Form der Anlage geht auf das 18. Jh. zurück; das Besondere dieser Burg ist das Nebeneinander seldschukischer, osmanischer, armenischer, georgischer und persischer Architekturstile.
Anschließend fahren wir zum Fuße des Ararat. Gepäck, das wir am Ararat nicht benötigen, können wir im Hotel deponieren. Wir halten an der Militärstation kurz hinter Dogubeyazit. Hier wird unser Besteigungsvisum überprüft und die Besteigung offiziell registriert. Nach insgesamt etwa 1 Stunde Fahrt erreichen wir den Ausgangspunkt der Ararat-Besteigung auf ca. 2.200 m. Die kurdische Begleitmannschaft wartet mit Pferden und/oder Mulis auf uns. Wenn das Gepäck auf die Tiere gebunden ist, beginnt der Aufstieg. Das Basislager liegt landschaftlich sehr schön an den Hängen des Ararat. Für unsere Gruppen ist ein eigenes Basislager präpariert, das etwas unterhalb des regulären Lagers liegt. Abendessen und Übernachtung im Camp.
Gehzeit: 3-5h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Akklimatisationstag
Zwecks besserer Höhenanpassung machen wir einen Akklimatisationsaufstieg ins Hochlager (4.200 m). Dafür rechnen wir 3 - 4 Stunden ein. Hier oben ist es bereits wesentlich kühler und windiger. Nach einer Rast steigen wir in ca. 2 Stunden wieder ins Basislager (3.200 m) ab. Die restliche Zeit ruhen wir uns aus.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1000m; Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Hochlager (4.200 m)
Nach einem zeitigen Frühstück beginnt unser Umzug ins Hochlager (4.200 m). Das Gepäck wird von Tragtieren befördert, wir müssen nur unseren Tagesrucksack mit Proviant, Wasser und Kamera tragen. Für die letzte große Etappe beim morgigen Aufstieg zum Gipfel werden wir Steigeisen benötigen, also heißt es spätestens jetzt die Ausrüstung überprüfen! Am Nachmittag im Hochlager haben wir dafür genügend Zeit.
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Gipfeltag: Ararat (5.165 m)
Wir starten in aller Frühe (zwischen 3.00 und 4.00 Uhr). Obwohl die Besteigung technisch nicht schwierig ist, sind Ausdauer und Durchhaltevermögen wichtig. Steil geht es über Blockgelände nach oben. In ca. 4.700 m Höhe erreichen wir die Schneegrenze und den Gletscher. Je nach Schnee- bzw. Eisverhältnissen legen wir jetzt die Steigeisen an. Nach etwa 5 - 6 Stunden Aufstieg ist es geschafft, wir sind oben! Bei guter Sicht sehen wir bis in den Iran und in den Kaukasus. Nach einer Pause steigen wir in ca. 4 - 5 Stunden wieder zum Basislager ab.
Gehzeit: 10h; Aufstieg: 965m; Abstieg: 1965m; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Abstieg - Fahrt nach Dogubeyazit - Weiterfahrt nach Van
Etwa 3 Stunden wandern wir über Bergwiesen zurück zum Ausgangspunkt. Wir verabschieden uns von unserer Begleitmannschaft und fahren nach Dogubeyazit (ca. 1 Stunde), wo wir im Hotel unser Gepäck wieder in Empfang nehmen. Nach dem Mittagessen setzen wir unsere Fahrt nach Van fort (ca. 2 Stunden) und beziehen dort unsere Zimmer in einem einfachen Hotel. Anschließend setzen wir über zur Insel Akdamar im Van-See und besuchen die Heiligkreuzkirche. Das Besondere dieser im 10. Jh. als Teil eines Klosters erbauten Kirche sind die schönen Reliefs rund um die Außenfassade.
Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 4h; Abstieg: 1000m; Übernachtung im Hotel [FM]
13. Tag Van-See - Flug nach Istanbul
Heute verlassen wir Ostanatolien. Nach dem Frühstück werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen voraussichtlich am späten Vormittag nach Istanbul. Nachdem wir die Zimmer in unserem Hotel im Stadtzentrum von Istanbul bezogen haben, bleibt am Nachmittag noch Zeit für einen ersten Bummel durch die Altstadt.
Übernachtung im Hotel [F]
14. Tag Istanbul
Europa und Asien, Okzident und Orient sind in Istanbul zu einer inspirierenden Stadtkultur verschmolzen. Bei einem halbtägigen Stadtrundgang besuchen wir die Sultan Ahmet-Moschee (Blaue Moschee) und das Hippodrom. Zum Abschluss sehen wir uns die Hagia Sophia und den Topkapi-Palast an (der Eintritt in die Museen Hagia Sophia, Topkapi-Sarayi und den dortigen Harem sind fakultativ und kosten je ca. 10 Euro / Stand September 09). Vom Topkapi-Palast hat man einen herrlichen Ausblick auf das Marmara-Meer und den Bosporus.
Übernachtung im Hotel [F]
15. Tag Heimreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug von Istanbul nach Deutschland.
[F]
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Bei den Wanderungen im Taurus-Gebirge sind Sie 3 - 7 Stunden am Tag unterwegs und überwinden Höhenunterschiede bis zu 1.773 m im Aufstieg und bis zu 1.300 m im Abstieg. Am Ararat betragen die Gehzeiten 3 - 10 Stunden. Die Höhenunterschiede betragen hier maximal 1.000 m im Auf- und 1.965 m im Abstieg. Die Etappen sind für jeden trainierten Bergsteiger zu schaffen. Es werden keine klettertechnischen Anforderungen gestellt. Ausdauer, Kondition, Trittsicherheit (sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) und Schwindelfreiheit werden jedoch vorausgesetzt. Grundkenntnisse im Umgang mit Steigeisen sind von Vorteil.
Diese Reise setzt Gesundheit und Belastbarkeit voraus. Da Sie sich in großer Höhe aufhalten, ist die Gefahr einer Höhenkrankheit nicht auszuschließen. Bitte konsultieren Sie vor Reiseantritt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen Sie Herz und Kreislauf prüfen.
Ihr Hauptgepäck wird transportiert. Sie selbst tragen nur Ihren Tagesrucksack, in dem Sie Trinkflaschen, Picknick-Paket, Regenbekleidung, Fotoapparat und am Ararat-Gipfeltag auch die Steigeisen verstauen.
Aktive Mithilfe bei allen während des Zeltens anfallenden Arbeiten sollte für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbstverständlich sein. Die Tour erfordert zudem Kameradschaft, Gemeinschaftsgeist, Hilfsbereitschaft, Verständnis und Toleranz fremden Sitten und Mentalitäten gegenüber sowie die Bereitschaft, sich einfachen Verhältnissen anzupassen. Sie halten sich in einem islamischen Land auf und in Regionen, die vom Tourismus weniger berührt sind. Achten Sie bitte auf angemessene Kleidung. Kurze Hosen an Männern und Frauen können das Anstandsgefühl der Bevölkerung beleidigen.
Bitte erwarten Sie hinsichtlich der Transportmittel keinen westeuropäischen Komfort!
Während der Tage in den Bergen gibt es ein reichhaltiges Frühstück. Für das Mittagessen nimmt sich jeder bei Aufbruch ein Picknick-Paket mit. Abends bereitet der Koch ein kräftiges, mehrgängiges warmes Essen zu. Nehmen Sie sich trotzdem Müsliriegel o. ä. für zwischendurch mit.
Die Zeltplätze im Taurusgebirge verfügen jeweils über ein Küchenzelt, ein Gemeinschaftszelt, sowie eine Trinkwasser-Leitung, eine einfache Duschmöglichkeit (Duschvorhang und Wasserschlauch - Kaltwasser) und ein WC-Zelt. Im Camp in Sokullupinar ist ein Dusch- / WC-Haus (ebenfalls mit kaltem Wasser) vorhanden.
Da der Ararat erst seit 2003 wieder für touristische Besteigungen zugänglich ist, befindet sich die gesamte touristische Infrastruktur noch im Aufbau. Die Zeltplätze (Basis- und Hochlager) sind dem regen Andrang der vielen Bergsteigergruppen aus aller Herren Länder derzeit nur unzureichend gewachsen (Problem der Müll- und Fäkalienentsorgung). Die hygienischen Verhältnisse sind für unsere Begriffe nicht zufriedenstellend. Unsere Partner vor Ort sind sehr bemüht, durch entsprechende Maßnahmen (z. B. regelmäßige Säuberungen des Basislagers, Müllabtransport, Errichtung von Toilettenzelten etc.) eine Verbesserung der Situation zu erwirken. Fakt ist jedoch: Nur wenn alle Veranstalter und Agenturen, die Gruppen zum Ararat schicken, sich ebenfalls an entsprechenden Entsorgungsaktionen beteiligen, können sich die allgemeinen und hygienischen Verhältnisse am Ararat verbessern. Auch von Seiten der türkischen Regierung und der Armee müssten entsprechende Reglementierungen erlassen werden, was sich derzeit jedoch nicht abzeichnet. Bis dato verbietet die türkische Armee die Errichtung eines fest eingerichteten Camps im Hochlager.
Gemeinsam mit unserem Partner ist es uns gelungen, diese Situation zumindest im Basislager des Ararat zu verbessern. Etwas unterhalb des eigentlichen Basislagers haben wir für unsere Gruppen ein Camp errichtet, das mit Toilettenzelten und einer eigenen Wasserversorgung ausgestattet ist. Dies hat für erhebliche Verbesserungen am Berg gesorgt.
Bei Buchung eines Einzelzimmers erhalten Sie auch beim Trekking ein Einzelzelt. Ausnahme: die Übernachtung im Hochlager des Ararat, sowie bei der Zugfahrt von Kayseri nach Erzerum; hier sind keine Einzelabteile möglich!
Klima
Heiße, trockene Sommer charakterisieren das Klima Ostanatoliens. Die Tagestemperaturen sinken zwischen Juni bis September selten unter 20°C, es ist warm bis heiß. Nachts kann das Thermometer am Ararat unter 0°C fallen, es ist also ein warmer Schlafsack nötig. Wie überall im Hochgebirge muss mit Witterungsumschwüngen gerechnet werden. Für die Besteigung des Ararat ist warme Kleidung erforderlich; am frühen Morgen ist es empfindlich kalt und häufig sehr windig.
Ausrüstung
Den klimatischen Bedingungen entsprechend benötigen Sie sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme, wind- und wasserdichte Wanderbekleidung sowie steigeisenfeste Bergschuhe und Steigeisen. Teleskop-Tourenstöcke haben sich als Gehhilfe bewährt. Denken Sie an eine zusätzliche Tasche (gut eignet sich eine faltbare Nylonreisetasche), wenn Sie Gepäck in Dogubeyazit zurücklassen möchten. Bitte beachten Sie die ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die Sie nach der Anmeldung erhalten.
Einreisebestimmungen:
Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz benötigen für die Einreise in die Türkei einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Österreichische Staatsbürger benötigen einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und bekommen damit ein Visum bei der Einreise (ca. 15.- Euro).
Im internationalen Reiseverkehr wird von der Türkei keine Impfung gefordert. Grundsätzlich sollte der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Eine Hepatitis A-Impfung wird empfohlen. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Der Ararat war lange Zeit militärisches Sperrgebiet, seine Besteigung ist seit 2003 wieder möglich. Trotzdem kann sich die Situation vor Ort jederzeit ändern und die Besteigung verweigert werden. Für die Besteigung ist eine offizielle Genehmigung nötig, die von der türkischen Behörde erteilt wird. Wir haben keinen Einfluss darauf, falls es zur Verzögerung oder gar Nichterteilung des Permits kommen sollte. Unbedingt notwendig ist daher eine frühzeitige Anmeldung. Unsere Partner bzw. die Behörde vor Ort benötigen spätestens 60 Tage vor Reisebeginn die Passdaten und Antragsunterlagen der Teilnehmer/-innen.
Sobald die türkischen Behörden die Ararat-Besteigung genehmigt haben, trägt das Türkische Konsulat in München dieses "Besteigungsvisum" gegen eine Gebühr in Ihren Pass ein. Die türkischen Behörden lassen sich mit der Genehmigung für die Ararat-Besteigung generell sehr viel Zeit. Die Pässe erhalten wir meist einige, wenn nicht sogar erst einen (!) Tag vor Abreise zurück. Sollte der letztgenannte Fall eintreten und der Versand Ihres Reisepasses per Post aus Zeitgründen nicht mehr möglich sein, erhalten Sie den Reisepass von Ihrem Reiseleiter. Dieser wird Ihnen den Pass am Flughafen München, ggf. auch in der Türkei bei Ankunft aushändigen. Der Check-in am Flughafen und die Einreiseformalitäten in die Türkei würden Sie dann mit Ihrem Personalausweis vornehmen. Bitte achten Sie daher darauf, dass Sie zum Reisezeitraum sowohl einen gültigen Reisepass als auch einen gültigen Personalausweis besitzen. Die Einreise mit dem Personalausweis ist für Deutsche und Schweizer möglich. ACHTUNG: Unsere Kunden aus Österreich benötigen für die Einreise zwingend einen Reisepass. Die Identitätskarte genügt nicht für die Einreise in die Türkei! Für den Fall einer zu späten Erteilung des Besteigungsvisums müssen wir österreichischen Gästen deren Reisepass ohne das Besteigungsvisum zurückschicken, damit sie in die Türkei überhaupt einreisen können. Ob die Besteigung ohne Besteigungsvisum möglich ist, kann nicht garantiert werden und liegt im Risikobereich des Gastes. Unsere bisherigen Erfahrungen hierzu waren jedoch durchweg positiv und die aufgetretenen Fälle konnten stets vor Ort gelöst werden.
Bitte beachten Sie, dass wir die Gebühr für das Ararat-Besteigungsvisum seit 2006 nicht mehr im Reisepreis eingeschlossen haben. Grund hierfür ist, dass die Gebühren nicht stabil sind und wir Ihnen nur die tatsächlich zu Ihrem Reisezeitpunkt gültigen Kosten weiterberechnen möchten. Wir denken, dies ist in Ihrem Sinne. 2009 betrug die Gebühr für die Besteigungs-Genehmigung 33,- € für Deutsche und Schweizer Staatsbürger, bzw. 74,- € für Österreicher. Die genauen Kosten werden wir Ihnen gesondert mit der Rechnung bekannt geben.
Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, ungünstige Wetterverhältnisse oder sonstige Faktoren können zu Programmumstellungen, -ausfällen oder -änderungen führen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unseres Partners vor Ort, sämtliche Programmpunkte zu erreichen oder Alternativen anzubieten. Für die exakte Durchführung vorliegender Ausschreibung können wir jedoch keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Am Ararat halten Sie sich in einer Region auf, in der es keine Bergrettung oder medizinische Versorgung gibt. Ihr Reiseleiter führt eine Notfallapotheke mit. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Bitte beachten Sie, dass wir vor allem bei kurzfristigen Buchungen von Anschlussflügen keinen Einfluss auf die Übergangszeiten haben; es können sich durchaus einige Stunden Aufenthalt ergeben.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes - wir bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de