Lobuche Peak und Island Peak - Gipfelreigen im Khumbu

Anspruchsvolles, 18-tägiges Zelttrekking

Nach dem Panoramaflug nach Lukla (2.800 m) wandern Sie im engen Tal des "Milchflusses" Dhud Kosi hinauf nach Namche Bazar, dem Handelszentrum der Sherpa. Ein zweitägiger Abstecher ins Seitental von Thame (3.800 m) dient Ihrer Akklimatisation an die ungewohnte Höhe. Nach dem Besuch des wie ein Adlerhorst am Fels liegenden Klosters lernen Sie die wunderschön gelegenen, weitläufigen Sherpa-Dörfer Khunde mit dem Hillary Hospital und Khumjung kennen. Sie beginnen mit der Besteigung des Taboche-Vorgipfels. Der Weg führt auf den über 5.000 m hohen Pass Kongma, von dem aus Sie einen weiteren Gipfel besteigen können. Ihre Gipfelziele werden zunehmend höher, so dass Sie sich gut an die dünner werdende Luft anpassen können. Sie gelangen ins Hochtal von Chukhung und von dort auf den 6.000er Island Peak. Zu guter Letzt und als Krönung des "Gipfelreigens" wartet der Lobuche Peak, ebenfalls ein 6.000er auf seine Besteigung. Der Aufstieg auf diesen imposanten Schnee- und Eisberg ist zwar anstrengend, aber Sie sind bestens akklimatisiert. Die beiden letzten Gipfel erfordern Eiserfahrung. Sollten Sie einen der Gipfel auslassen wollen, gibt es reizvolle und weniger anstrengende Wanderalternativen.

Kombination von zwei 6.000ern
Island Peak (6.189 m) und Lobuche Peak (6.119 m)
Überquerung des Kongma-Passes (5.535 m)
Zur Höhenanpassung: Taboche, Kongma Tje

Reiseverlauf

1. Tag Abreise

Linienflug mit Etihad Airways von Deutschland über Abu Dhabi nach Kathmandu.

2. Tag Ankunft in Kathmandu

Ankunft in Kathmandu (1.350 m) und Transfer mit unserer Reiseleitung zu unserem Hotel.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]

3. Tag Flug nach Lukla - Beginn des Trekkings bis Phakding

Morgens fliegen wir mit einem Propeller-Flugzeug von Kathmandu in etwa einer Stunde nach Lukla (2.800 m, asphaltierte Rollbahn), wo uns die Begleitmannschaft bereits erwartet. Langsam und stetig zu gehen ist oberstes Gebot, denn unser Organismus muss sich erst an die dünne Luft gewöhnen. Wir steigen ca. 2 Std. zum Kusum-Fluss (2.550 m) ab und folgen dann dem Dudh Kosi (= Milchfluss) am Ostufer stromaufwärts etwa 2 Std. nach Phakding (2.650 m) zu unserem ersten Zeltlager. Der Rest des Tages dient der Erholung und kommt unserer Akklimatisation zugute.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 350m; Übernachtung im Zelt [FMA]

4. Tag Namche Bazar

Weiter nordwärts überqueren wir mehrmals den Fluss auf langen Drahtseilbrücken. In Jorsale befindet sich der "Police Check-Post" am Eingang zum Sagarmatha-Nationalpark. Der Schutzpark ist nach dem Sherpa-Wort für den Mt. Everest benannt. Nach insgesamt 3 - 4 Std. Gehzeit stromaufwärts erreichen wir den Zusammenfluss von Nangpo und Imja zum Dudh Kosi (2.850 m). Hinter der Stahlbrücke über die Imja-Schlucht bewältigen wir in etwa 2 Std. den steilen und kräftezehrenden Aufstieg zum berühmten Sherpa-Zentrum Namche Bazar (3.450 m). Wir richten uns in einer angenehmen Lodge oberhalb der Polizeistation ein und können noch einen Rundgang durch die Geschäfts- und Souvenirstraße machen.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 1150m; Abstieg: 300m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]

5. Tag Mendaphu Hill - Khumjung - Khunde - Namche Bazar

Zur optimalen Akklimatisation gönnen wir uns einen Ausflugstag. Auf dem Mendaphu Hill finden wir die Hauptverwaltung des Parks mit dem informativen Museum sowie einen erstklassigen Aussichtspunkt, von dem viele Khumbu-Gipfel einschließlich Mt. Everest, Lhotse, Taboche und Ama Dablam zu sehen sind. Anschließend wandern wir gemütlich an der Namche Gompa vorbei bergan über die Flugpiste von Syangpoche und einen kleinen Pass zum stattlichen Sherpadorf Khumjung (3.800 m). Wer möchte, kann einen ca. 2-stündigen Ausflug durch Khumjung mit seiner Gompa und über die verwinkelten Wege zwischen den steingesäumten Ackerparzellen hinauf nach Khunde zum Hospital von Sir Edmund Hillary unternehmen. Danach kehren wir über den Höhenrücken mit dem Everest View Hotel zu unserer Lodge in Namche Bazar zurück.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 450m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]

6. Tag Sanasa - Mon La - Phortse Drangka - Phortse

Morgens können wir einen ca. 1-stündigen Ausflug hinauf zum berühmten Everest View Hotel machen. Zurück in Khumjung, kehren wir dem Hochtal den Rücken und wandern hinab nach Sanasa. Von hier aus schlagen wir den Höhenweg zum Mon La (La = Pass) ein. Vom Tschörten in 3.973 m Höhe mit grandioser Aussicht auf Tengpoche, Phortse und zahlreiche Gipfel geht es steil nach Phortse Drangka (ca. 3.550 m) zum Gokyo-Fluss hinab, wo wir nach ca. 4 Std. Gehzeit ankommen. Aus der Schlucht steigen wir in rund 1,5 Std. auf die Gegenseite hinauf zum Lagerplatz im terrassenartig angelegten Dorf Phortse (3.800 m). Bei klarem Wetter erfreut uns vom Kamm aus der grandiose Ausblick auf die Eisriesen im Khumbu. Über uns thronen Gipfel wie Kongde Ri, Taboche, Mt. Everest, Nuptse, Lhotse, Ama Dablam, Kang Taiga und Tramserku.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 650m; Abstieg: 570m; Übernachtung im Zelt [FMA]

7. Tag Pangpoche - Taboche-Hochalm

Vormittags halten wir uns an den aussichtsreichen Höhenweg (in ca. 4.000 m Höhe mit stetigem Auf und Ab) und treffen nach rund 4 Std. Gehzeit im von uralten Wacholderbäumen geprägten Dorf Pangpoche (3.985 m) ein. Falls geöffnet, können wir die mit über 350 Jahren älteste Gompa im Khumbu besuchen. Nachmittags haben wir in 2,5 Std. noch ca. 400 Höhenmeter auf einem Kammweg zu bewältigen, bis wir zur Taboche-Hochalm (4.380 m), dem "Hochlager" für unsere erste Gipfelbesteigung, queren.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 350m; Übernachtung im Zelt [FMA]

8. Tag 5.000 m-Linie - Taboche-Vorgipfel - Pheriche

In einer anstrengenden Tagestour können wir den Taboche-Vorgipfel besteigen. Es ist besonders wichtig, langsam und stetig aufzusteigen, denn die ungewohnte Höhe ist trotz der vorherigen Wandertage eine Belastung für den Kreislauf. Obwohl keine technischen Schwierigkeiten zu erwarten sind, kommt es auf die Wetterverhältnisse und unser Durchhaltevermögen an, ob wir den Gipfel erreichen. Wir folgen dem Pfad aus dem Bergeinschnitt hinaus und streben über die Grasnarbe dem aussichtsreichen Bergkamm zu, um ab 4.700 m bereits die Achttausender Mt. Everest (8.850 m), Lhotse (8.501 m) und Makalu (8.475 m) zu erblicken. Weiter geht es auf dem Grasrücken bis zur 5000-m-Linie hinauf (insgesamt ca. 3 Std.). Wer möchte, kann über Fels und Steine in ca. 2 Std. zum Taboche-Vorgipfel (Taboche Sanu, 5.305 m) aufsteigen. Vom markanten Gipfel erscheint der Panoramablick auf die Eisriesen und hinab ins Tal noch großartiger. Vorsicht ist beim letzten Aufstieg über Felsplatten geboten, die bei Schnee kaum begehbar sind. Achtgeben müssen wir auch während des steilen, teilweise weglosen Abstiegs, der uns auf den Höhenweg nach Pheriche führt.
Gehzeit: 9h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 1050m; Übernachtung im Zelt [FMA]

9. Tag Dughla - Lobuche

Über den Höhenweg oberhalb des Pheriche-Tales wandern wir gemütlich zum Gletscherfluss des Khumbu-Gletschers. Wir rasten im Weiler Dughla (4.620 m) unterhalb der Endmoräne und meistern dann das anstrengende Steilstück über die alte Moräne bis zu den Gedenkschreinen für verunglückte Bergsteiger und Sherpas (4.850 m). Weiter geht es in der Mulde zwischen den Lobuche-Bergen und der Khumbu-Seitenmoräne leicht ansteigend bis Lobuche (4.930 m).
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 100m; Übernachtung im Zelt [FMA]

10. Tag Kongma La - Kongma Tje - Chukhung

Mit unserer Begleitmannschaft steigen wir hinauf bis zum Kongma La (5.535 m), für den im letzten Teil gute Trittsicherheit erforderlich ist. Während die Träger bereits in Richtung Chukhung weitergehen (insgesamt 4 Std. Gehzeit), wollen wir die Besteigung des Kongma Tje (5.820 m) angehen. Nachmittags steigen wir, vorbei an vielen kleinen Seen und Tümpeln, zur Hochalm Chukhung (4.730 m) ab und sehen unser drittes und höchstes Gipfelziel bereits vor uns.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1250m; Abstieg: 1350m; Übernachtung im Zelt [FMA]

11. Tag Island Peak-Basislager

In einer Halbtagesetappe wandern wir gemütlich in der Moränenlandschaft nach Osten. Auf dem Weg zum Island Peak-Basislager, das auch als Pareshaya Gyab bezeichnet wird, kommen wir an einem weiteren ausgetrockneten See vorbei. Unser Lager liegt in rund 5.100 m Höhe in der Nähe des riesigen Imja Lhotse Shar-Gletschers.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 400m; Übernachtung im Zelt [FMA]

12.-13. Tag Island Peak

An diesen beiden Tagen ist die Besteigung des Island Peak vorgesehen. Es empfiehlt sich, auf ein Hochlager zu verzichten, das üblicherweise in einer Höhe um 5.500 m bis 5.600 m eingerichtet wird. Das dort benötigte Wasser müsste unsere Begleitmannschaft vom Basislager aus hochtragen. Da wir bereits bestens an die Höhe akklimatisiert sind, wollen wir versuchen, den Gipfel an einem Tag ohne Einrichten eines Hochlagers zu meistern. Sollte das Wetter nicht optimal sein, können wir zuerst einen Ruhetag im Basislager einlegen. Sollte am 13. Tag alles klappen, können wir bereits am 14. Tag unser Basislager zum Lobuche Peak verlegen.
Vom Basislager ziehen wir noch bei Dunkelheit hinauf zur Schulter in der vom Island Peak nach Süden hinabgehenden Rippe. Wir steigen weiter bis an den Gletscherabbruch (in ca. 5.750 m) auf und queren dann unschwierig auf den Gletscher (etwa 5.900 m). Im Bogen gehen wir in die Mulde unter dem Steilhang, der rechts des Sattels zum Gipfelkamm führt. Über den Grat erreichen wir den Gipfel des 6.189 m hohen Island Peak. Bei guten Verhältnissen dauert der Aufstieg etwa 7 - 8 Stunden. Eine prachtvolle Aussicht eröffnet sich uns auf Makalu (8.475 m), die 8.516 m hohe Lhotse-Wand und die zahlreichen über 7.000 m hohen Eisberge des Imja-Kessels. Im Laufe des Nachmittags wollen wir zurück im Basislager sein.
Gehzeit: 10-12h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1100m; Übernachtung im Zelt [FMA]

14. Tag Dingpoche - Basislager am Lobuche Peak

Wir begeben uns über die Chukhung-Alm und Dingpoche, den höchstgelegenen, dauerhaft bewohnten Ort in Nepal (4.350 m), zu unserem Basislager am Lobuche Peak.
Gehzeit: 5h; Abstieg: 800m; Übernachtung im Zelt [FMA]

15.-17. Tag Lobuche Peak

Diese Tage sind für die Besteigung des Lobuche Peak vorgesehen. Der Aufstieg verläuft zunächst über Schotter durch ein rinnenähnliches, kleines Tal. Eine breite Schnee- bzw. Eisflanke führt uns zum Fuß des steilen Süd-Ost-Grates. Über diesen gelangen wir unter eventueller Zuhilfenahme von Fixseilen auf den Gratgipfel (dieser wird bereits als Gipfel gezählt) und, wenn möglich, weiter zum schwierigen, oft überwechteten und sehr schmalen Hauptgipfel.
Gehzeit: 10-12h; Aufstieg: 1250m; Abstieg: 1250m; Übernachtung im Zelt [FMA]

18. Tag Dughla - Pheriche - Pangpoche - Deboche

Auf bekannter Route geht es zurück nach Dughla. Dort wählen wir den Weg im grünen Hochtal nach Pheriche (4.200 m), dem Ort mit der höchstgelegenen Krankenstation der Region. Nun wandern wir über den Talweg hinab nach Pangpoche. Nur 2 weitere Std. benötigen wir auf dem Weg hinab zur Brücke über eine Engstelle am Imja Kosi und hinauf zur kleinen Siedlung Deboche (ca. 3.800 m).
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 1150m; Übernachtung im Zelt [FMA]

19. Tag Tengpoche - Phunki - Sanasa - Namche Bazar

Nach dem Frühstück spazieren wir durch den Rhododendronwald mit seinen Bartflechten in gut 30 Min. hinauf zum Kamm von Tengpoche (3.867 m). Hier erhebt sich in wunderbarer Lage, umrahmt von strahlenden Gipfeln, das einst größte und schönste Kloster in dieser Sherpa-Region. Wir haben Zeit, um das neue Eco Center und das nach dem Brand von 1989 wieder aufgebaute Kloster mit seiner sehenswerten Gompa zu besuchen. Besonders reizvoll sind die neuen buddhistischen Statuen und farbigen Wandmalereien. Wir steigen vom Kamm hinab in den Wald und erreichen nach gut 2 Std. den Weiler Phunki (ca. 3.250 m) mit seinen von Wasser betriebenen Gebetsmühlen. Hier queren wir die Stahlseilbrücke über den reißenden Imja Kosi, der einen Großteil des Khumbu-Gebietes entwässert. Nun folgen wir auf der Gegenseite dem Hangweg über Trashinda nach Sanasa und gelangen über einen breiten Hangweg, von dem sich noch einmal ein Blick zurück zu den Achttausendern bietet, zu unserer Lodge in Namche.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 950m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]

20. Tag Über den "Highway" nach Lukla

Ein letzter langer Trekkingtag steht uns bevor. Etwa 7 Std. benötigen wir über den sog. "Highway" im Dudh Kosi-Tal abwärts (die einzige begehbare Route zwischen Namche Bazar und Lukla), bis wir in unserer Lodge in Lukla (2.800 m) in der Nähe der Rollbahn eintreffen. Abends können wir unsere Begleitmannschaft zum Abschiedsessen einladen und Trinkgelder sowie nicht mehr benötigte Sachen an unsere Crew vergeben.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 1050m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]

21. Tag Flug nach Kathmandu - Altstadt von Kathmandu

Im Laufe des Vormittags fliegen wir nach Kathmandu.
Am Nachmittag besuchen wir die historische Altstadt von Kathmandu. Rund um den Königspalast Hanuman Dhoka sind zahlreiche Hindu-Tempel zu sehen. Unter anderem auch die Residenz und der Kumari, der "lebenden" Goettin, und das Katamandap (Haus aus Holz), welches das erste zentrale Handelshaus von Kathmandu angesehen wird. Vorbei am größten und ältesten Tempel der Stadt, der Taleju-Pagode, bummeln wir durch belebte Bazarstraßen am Tempel der Annapurna Goettin vorbei ins Einkaufsviertel Thamel.

Am Abend treffen wir uns zum Abschiedsessen im Hotel.
Übernachtung im Hotel [FA]

22. Tag Bhaktapur - Heimreise

Für den letzten Tag Ihrer Reise, der Ihnen zur freien Verfügung steht, empfehlen wir folgende fakultative Besichtigung mit Reiseleitung: Als kultureller Höhepunkt gilt ein Besuch der Königsstadt Bhaktapur, bekannt als schönste Stadt des ganzen Landes. Einzigartig ist ihr gut erhaltenes, in den 70er Jahren restauriertes, mittelalterliches Stadtbild. Auf dem Durbar Square bewundern wir die Hindu-Tempel mit bemalten Holzschnitzereien und steinernen Schutztieren und das vergoldete Eingangsportal des Königspalasts. Wir kommen zum Platz mit der höchsten Pagode Nepals, dem fünfgeschossigen Nyatapola. In der Nähe lockt das Töpferviertel zu einem Abstecher, bevor wir in den Osten der Stadt zum Dattatreya-Platz spazieren. Hier bestaunen wir die ehemaligen Priesterhäuser mit kunstvoll geschnitzten Fensterrahmen aus braunschwarzem Salbaumholz.

Wir werden zum Flughafen gebracht und fliegen mit Etihad Airways von Kathmandu über Abu Dhabi zurück nach München.
[F]

23. Tag Ankunft

Ankunft in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese Tour ist ein expeditionsartiges Trekking der besonderen Art. In unmittelbarer Nähe zahlreicher Sieben- und Achttausender wandern Sie durch menschenleere Himalaya-Täler sowie über anspruchsvolle Pässe und besteigen zwei sehr attraktive 6.000er-Gipfel. Bei schönem Wetter bieten sich Ihnen atemberaubende Ausblicke. Die Tour ist aber auch sehr anstrengend und erfordert großen Einsatz. Für eine Teilnahme an dieser Reise müssen Sie sehr gut durchtrainiert sein. Sie benötigen eine überdurchschnittliche Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Anstrengende Tagesetappen in extremen Höhen mit Traglasten bis zu 15 kg stehen Ihnen bevor. Bedenken Sie, dass nach einem langen Aufstieg noch der mühsame Lageralltag auf Sie zukommt.
Folgendes alpintechnisches Können ist Voraussetzung für eine Teilnahme: Sie müssen über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen, das heißt im Hinblick auf Ihre Tour, dass Sie sicher und selbstständig in schwierigem Gelände wie auf Grashängen, Geröllhalden, Moränenschutt, Blockwerk und auf flachen, mit Geröll bedeckten Gletschern gehen können, und dies auch mit schwerem Rucksack und bei schlechtem Wetter. Sicher gehen heißt, dass Sie auch an exponierten Stellen, wo ein Sturz schlimme Folgen hätte, gehen können müssen. Aus Erfahrung wissen wir, dass unsere Teilnehmer/-innen in diesen vermeintlich leichten Passagen oft die meisten Schwierigkeiten haben. Auch müssen Sie die Techniken des Gletschergehens beherrschen; also selbstständiges Anseilen und Gehen in der Seilschaft; auch das Anbringen von Fixseilen, Klettern auf den Frontzacken der Steigeisen und die Handhabung des Eispickels müssen sitzen. Wir bitten Sie, uns einen Tourenbericht der vergangenen Jahre zuzuschicken. Die Auswahl der Teilnehmer/-innen behalten wir uns vor.
Ein sehr guter Gesundheitszustand ist für eine Teilnahme unabdingbar. Extreme Höhen stellen große Risiken für Ihre Gesundheit dar. Diesen Gefahren kann begegnet werden, indem man die "Spielregeln der Akklimatisation" einhält. Trotzdem sollten Sie von einer Buchung dieser Reise absehen, wenn Sie an irgendwelchen Krankheiten leiden oder eine Verletzung haben. Bitte lassen Sie sich in gesundheitlichen Fragen von einem Facharzt für Sportmedizin beraten und schicken Sie uns ein ärztliches Attest zu.
Diese Expeditionsreise fordert Sie nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Geduld, psychische Ausdauer und eine gewisse Leidensfähigkeit gehören zum Expeditionsalltag dazu. Bedenken Sie bitte, dass Sie über Tage oder sogar Wochen grenzwertigen Belastungen standhalten müssen. Spontan aus dem Unternehmen auszusteigen, ist meistens nicht machbar! Auch vorgezogene Rückflüge sind normalerweise nicht möglich.
Reisen in der Gruppe macht dieses Extremtrekking erst möglich. Unsere Touren sind so organisiert, dass die Teilnehmer/-innen den größtmöglichen Handlungsspielraum haben, um persönliche Vorstellungen zu verwirklichen. Trotzdem kann nicht jeder machen, was er will. Wer sich auf eine solche Gruppenreise einlässt, muss wissen, dass Kompromisse notwendig sind. Von den Teilnehmern / Teilnehmerinnen erwarten wir Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitreisenden, der Reiseleitung und dem einheimischen Begleitteam.
Wenn ungünstige Bedingungen die Organisation der Tour oder die Sicherheit in Frage stellen, kann es notwendig werden, dass Sie persönliche Interessen zurückstellen müssen. Darüber hinaus ist Ihre Reiseleitung von uns ermächtigt, Teilnehmer/-innen zurückzuschicken, wenn sie durch ihr Verhalten die Gemeinschaft oder gar das Unternehmen selbst zu gefährden beginnen oder den Anforderungen nicht gewachsen sind. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Entrichten des Reisepreises kein Recht auf einen Gipfelversuch beinhalten kann.

Einreisebestimmungen:

Besucher aller Nationen benötigen für die Einreise nach Nepal ein Visum, das bei Ankunft am Flughafen in Kathmandu ausgestellt wird. Hierfür brauchen Sie ein Passfoto. Ihr Reisepass muss bei Einreise nach Nepal noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Preise (Stand Juli 08): mehrfache Einreise für bis zu 15 Tagen USD 25,-; mehrfache Einreise für bis zu 30 Tagen: USD 40,-; mehrfache Einreise für bis zu 90 Tagen: USD 100,-. Es werden auch Euro als Zahlungsmittel akzeptiert. Weitere Hinweise finden Sie auch unter www.nepalembassy-germany.com
Für Reisende aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, sich zu diesem Thema mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.
Hepatitis A + B: Eine aktive Impfung ist ratsam.
Malaria: Die Täler von Kathmandu und Pokhara und die Gebirgsregionen Nepals oberhalb 1.200 m sind malariafrei. Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht nur in den ländlichen Regionen des Terai-Distrikts, insbesondere im Grenzgebiet zu Indien (z. B. Royal Chitwan und Royal Bardia Park, Koshi Tappu Park).
Tetanus/Polio/Diphtherie: Eine Impfung bzw. Auffrischung ist unbedingt ratsam.
Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,86 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Diese Reise führt teilweise in abgelegenes Gebiet. Bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, nicht begehbare Wege, organisatorische Schwierigkeiten oder andere Faktoren kann es zu Routenänderungen und/oder Programmumstellungen kommen. Nicht alles mag so routinemäßig klappen wie in den viel besuchten Gebieten Nepals. Im Hinblick auf die einfachen Verhältnisse und Bedingungen wird von allen Gruppenmitgliedern Toleranz erwartet. Ihre Reiseleitung und Ihr erfahrener einheimischer Sherpa Guide (Sirdar) fungieren nicht als "Bergführer" für unerfahrene Trekker.
Ein Schlechtwettereinbruch bzw. täglicher Neuschnee können zum Abbruch des Unternehmens führen. Eine gleichwertige Alternative gibt es nicht. Bei der An- und Abreise nach Ostnepal kann es aus technischen, wetterbedingten oder sonstigen, nicht vorhersehbaren Gründen zu Verspätungen oder sogar zum Ausfall eines Fluges kommen. Dieses Verspätungs- und Ausfallrisiko geht zu Lasten der Teilnehmer. Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten können (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, alle Programmpunkte und empfohlenen Ausflüge durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht übernehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Die Inlandsflüge in Nepal können wegen der begrenzten Flugraum-Kapazität oder aufgrund sonstiger Faktoren wie schlechte Witterungsbedingungen verschoben werden oder gar ausfallen; Geduld und kameradschaftliches Verhalten sind dann oberstes Gebot. Das Verspätungs- und Ausfallrisiko dieser Flüge liegt außerhalb unseres Einflussbereiches und geht allein zu Lasten der Teilnehmer/-innen. Mit Ihrer Reiseanmeldung nehmen Sie dieses Risiko auf sich.

Umwelt- und Sozialprojekte:

Wie in der Programmübersicht und im Internet dargestellt, sind uns Sozial- und Umwelt-Engagement wichtig. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gilt uns als ebenso selbstverständlich wie Respekt vor der Kultur unserer Gastgeber. In verschiedenen Ländern unterstützen wir und Sie als Teilnehmer oder Teilnehmerin bestimmter Reisen diverse Projekte. Im Folgenden eine Auswahl unserer Projekte in Nepal:
Ausbildung nepalischer Kultur- und Wander-Reiseleiter
Seit 1998 baut unser langjähriger, in Nepal lebender Reiseleiter ein wachsendes Team von einheimischen deutschsprachigen Reiseleitern durch Aus- und Fortbildung auf. Seminare unterschiedlichster Themen und Auswertungen von Tourenresonanzen sowie Erfahrungsaustausch untereinander führen zur Höherqualifizierung dieses Teams. Diese örtlichen Reiseleiter führen orts- und sachkundig vorwiegend unsere mit I und II bewerteten Kultur- und Wanderreisen. Für alle unsere Reiseleiter haben wir eine Kranken- und Unfallversicherung inkl. Rettungsflug abgeschlossen.
Ausrüstung der Begleitmannschaften für Trekkings
Seit 1996 lassen wir für die eingesetzten Nepali Ausrüstung fertigen oder zukaufen. Solche Garnituren (bisher rund 600) an Jacken, Überhosen, Mützen, Handschuhen, Fleecedecken, Sonnenbrillen, Socken und Schuhen kommen vorwiegend bei Trekkingrouten in größere Höhen und mit tieferen Temperaturen zum Einsatz. Wir lassen alle eingesetzten Begleitmannschaften durch eine Kranken- und Unfallversicherung versichern.

Klima

Aufgrund der extremen Höhenunterschiede gibt es viele klimatische Zonen in Nepal. Die beste Trekkingzeit ist von Oktober bis Ende April. Im Oktober und November ist die Sicht oft klar, die Landschaft ist nach den vorangegangenen Monsunregen grün. Im Dezember und Januar ist es tagsüber oft frühlingshaft mild, manchmal auch windig-kühl. Nachts kann - je nach Höhe - Frost herrschen. Die Sicht ist meist hervorragend. Februar, März und April bringen wärmeres Wetter; es gibt vereinzelt Regenfälle, die zu schönen Lichtstimmungen führen können. Zudem beginnt die Rhododendronblüte. Fernblicke sind morgens klar, können tagsüber aber vom Dunst getrübt sein. Der Frühling geht Anfang Mai in eine Art Vormonsun über. Mitte Juni bis September fallen die Hauptniederschläge in der Monsunzeit. Im Kathmandu-Tal ist das Klima gemäßigt, d. h. tagsüber ist es meist angenehm warm, und abends kühlt es etwas ab.
Mit zunehmender Höhe fällt die Temperatur allmählich, kalt wird es schon spätnachmittags, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet. An den Pässen und in den Hochlagern müssen Sie mit winterlichen Temperaturen rechnen. Nachts kann das Thermometer auf minus 30°C fallen. Auf den Etappen über die Pässe und zu den Gipfeln können eiskalte Winde das Gehen erschweren, weshalb Sie erstklassige Ausrüstung mitführen müssen.

Ausrüstung

Die persönliche Trekking-, Bergsteiger- und Eisausrüstung ist Sache der Teilnehmer/-innen. Sie müssen Ihre bewährte Westalpen-Ausrüstung mitbringen, da sie evtl. auf diesem expeditionsartigen Trekking zum Einsatz kommen muss. Wichtig sind warme Bergstiefel mit vorher angepassten, gut sitzenden Steigeisen, Eispickel, Gurte und Karabiner sowie sehr warme Handschuhe. Darüber hinaus brauchen Sie einen Expeditionsschlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 25°C, eine warme Daunenjacke und eine Thermomatte als zusätzliche Schlafunterlage. Einfache Isoliermatten und Seile werden von unserem Partner gestellt.

BUCHEN / VORMERKEN