Venezuela intensiv
23-tägige Trekkingreise
Ihr Trekking in der Sierra Nevada führt Sie quer durch alle andinen Vegetationszonen bis auf über 3.000 m. Durch dampfende Nebelwälder geht es bis in die Páramo- und Lagunenlandschaft mit ihrer einzigartigen Pflanzenwelt. Sie übernachten in einfachen, von Einheimischen geführten Herbergen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einem Natur- und Umweltschutzprojekt der EU. In den Llanos übernachten Sie auf einer typischen Hacienda. Von hier aus gehen Sie auf Pirsch nach Wasserschweinen, Anacondas, Schildkröten, Kaimanen und unterscheiden unzählige Vogelarten. Auf dem Flug zur Gran Sabana bestaunen Sie eine in Jahrmillionen von Wind und Wetter modelierte Tafelberglandschaft und den fast 1.000 m in die Tiefe stürzenden Salto Angel-Wasserfall. Pemon-Indianer begleiten Sie auf Ihrem Trekking durch Savanne und Bergurwald auf das 2.400 m hohe Plateau des Tafelberges Auyan Tepui. Erleben Sie die "vergessene Welt" aus bizarrer Felsenlandschaft, grünen Oasen, natürlichen Swimmingpools und Schluchten, entdecken Sie die endemische Pflanzenwelt hoch über der Savanne! Zum Abschluss der Reise erholen Sie sich im Mochima-Nationalpark an der Karibikküste.
Jeweils 6 Tage Trekking in der Sierra Nevada und am Tafelberg Auyan Tepui
Gipfeloption Pico Bolivar (5.007 m)
Tierbeobachtungen in den Llanos
Flug über die Tafelberge der Gran Sabana und den Salto Angel
Erholung im Mochima-Nationalpark an der Karibikküste
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Caracas. Ankunft am Abend in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Begrüßung durch die örtliche Deutsch sprechende Reiseleitung, Transfer zu unserem Hotel. Es besteht die Möglichkeit, in einem typisch venezolanischen Restaurant zu Abend zu essen.
Übernachtung im Hotel
2. Tag Caracas - Barinas
Am Vormittag erfolgt der Transfer zum nationalen Flughafen. Nach einem 1-stündigen Flug landen wir in der Stadt Barinas (300 m), die am Fuße der venezolanischen Anden liegt. Von hier fahren wir mit Geländefahrzeugen über teils holprige Straßen, bis wir das kleine Dorf "Palo Quemado" (1.100 m) erreichen. Es liegt idyllisch im Grenzbereich von natürlicher Steppenlandschaft und Regenwald. Hier erwartet uns die Begleitmanschaft mit den Maultieren. Gemeinsam werden wir morgen zu unserem Trekking durch die Andenlandschaft des Nationalparks "Sierra Nevada" aufbrechen. Wir übernachten in einer kleinen, einfachen Unterkunft in Mehrbettzimmern.
Fahrzeit: 5h; Einfache Herberge / Mehrbettzimmer [FMA]
3. Tag Beginn des Trekkings und Wanderung bis El Quino
Nach einem deftigen Andenfrühstück wird das Gepäck auf die Maultiere verladen. Wir durchwandern die sich mit Regenwald abwechselnde Savanne und kommen immer wieder an Anpflanzungen von Wurzelfrüchten vorbei. Gegen Nachmittag erreichen wir die kleine Ansiedlung El Quino (1.260 m).
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 160m; Einfache Herberge/ Mehrbettzimmer [FMA]
4. Tag El Quino - Boca e Monte
Wir wandern durch eine Nebelwaldlandschaft, die zum Teil für den Kaffeeanbau genutzt wird. Königsgeier, Tucane und Pauji sind nur einige der hier vorkommenden Vogelarten, mit etwas Glück bekommen wir sie zu sehen. Die Vegetation ist üppig und leuchtende Schmetterlinge begleiten uns auf unserem Weg. Gegen Nachmittag erreichen wir unseren Schlafplatz bei Boca e Monte (2.300 m) und schlagen die Zelte auf. Eine Lichtung mitten im Nebelwald! Wenn es das Wetter erlaubt, können wir die 5 weißen Adler sehen - die 5 höchsten Berge Venezuelas. Ein kleines Lagerfeuer und eine kräftige Mahlzeit dürfen nicht fehlen, bevor wir uns zu unseren Zelten begeben.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 1040m; Zelt [FMA]
5. Tag Boca e Monte - Los Nevados
Heute geht es in Serpentinen hinauf zum Pass "Alto de Mucutan" (3.088 m). Von dort steigen wir wieder hinab ins Tal und erreichen schließlich das Dorf "Los Nevados" in idyllischer Lage auf 2.700 m Höhe. Wir laufen durch die faszinierende Paramolandschaft und lassen den Nebenwald hinter uns. Mit etwas Glück sehen wir den Königsgeier über den Gipfeln kreisen oder erspähen Andenhirsche oder ein Lapa (Riesennager). Sogar der eher seltene und geschützte Andenbrillenbär lässt sich ab und zu hier blicken.
Abends treffen der/die Bergführer ein, die unsere Pico Bolivar Besteiger die nächsten Tage begleiten werden. Es erfolgt ein kurzes Briefing.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1090m; Einfache Posada / Mehrbettzimmer [FMA]
6. Tag(B) Fakultativ: Besteigung des Huayna Potosi / Basecamp
Frühmorgens geht es los. Maultiere begleiten uns, tragen unser Hauptgepäck und die Ausrüstung für die Bergbesteigung. Der Weg führt durch eine faszinierende Paramolandschaft. Anfangs stoßen wir noch auf kleine Gehöfte, dann tauchen wir in die blühende Andenlandschaft ein. Zu Fuß benötigen wir für die Strecke bis zum Pass "La Cruz" (4.200 m) ca. 4 Stunden. Um uns vor der morgigen Gipfelbesteigung nicht zu verausgaben, und um die Gehzeit dieses Tages ewas zu verkürzen, reiten wir wenn möglich bis zum Pass auf den Maultieren. Hier genießen wir bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf den jetzt schon recht nahen Gipfel des Pico Bolivar, auf Pico La Concha (4.922 m) und Pico Espejo (4.765 m) sowie zum Brillensee. Hier teilen wir die Ausrüstung und das Hauptgepäck auf. Jeder trägt sein persönliches Gepäck und seine persönliche Ausrüstung, das Gruppengepäck und die alpine Ausrüstung (Seile etc.) tragen die Bergführer. In weiteren knapp 4 Stunden erreichen wir unser Basislager Timoncitos (4.800 m) und stellen die Zelte auf.
Gehzeit: 8h; Aufstieg: 1500m; Zelt [FMA]
7. Tag(B) Fakultativ: Besteigung des Pico Bolivar / Gipfel
Caribay, die Tochter der Sonne und des Mondes, deren Sehnsucht es war, sich mit den weißen Federn riesiger Adler zu schmücken, wollte bis auf die höchsten Gipfel der venezolanischen Anden. Genau in dem Augenblick, als sie ihrem Ziel ganz nahe war, verwandelten sich die Adler in riesige Eismassen, die wir heute als die Gletscher der tropischen Anden bewundern können. Dieser Legende zufolge nennt man die Gipfel Pico Bolivar, El Toro, Leon, La Cocha und La Corona. Wir besteigen den 5.007 m hohen Pico Bolivar, den höchsten Gipfel der venezolanischen Anden. Die ersten etwa 150 Höhenmeter führen über loses Geröll bis wir an festen Fels kommen. Ab hier bilden wir Seilschaften. Je nach Witterungsverhältnissen kann es sein, dass der gesamte Fels vereist ist, aber in den meisten Fällen ist der Fels eisfrei und Sie benötigen für den gesamten Aufstieg keine Steigeisen. Zwischen dem Fels gibt es immer wieder Passagen mit Schotter, eventuell von Schnee bedeckt. Nach der Gipfelbesteigung kehren wir zu unserem Basislager zurück und steigen ab bis Seilsbahnstation Loma Redonda (4.045) oder zu einem der umliegenden Zeltplätze.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 490m; Abstieg: 962m; Zelt [FMA]
8. Tag(B) Fakultativ: Besteigung des Pico Bolivar / Abstieg und Fahrt nach Merida
Am Morgen steigen wir ab bis zum Paso la Cruz, wo die Maultiere bereits auf uns warten. Wir können unser Hauptgepäck wieder auf deren Rücken laden und mit leichtem Tagesgepäck weiter bergab nach Mucunutan (1.900 m) gehen. Ein Fahrzeug wartet hier bereits auf uns und bringt uns zum ehemaligen Kloster Los Frailes (ca. 3.000 m), heute ein kleines Hotel, wo wir uns mit den anderen Reiseteilnehmern treffen. Sollte die Seilbahn wieder in Betrieb sein fahren wir mit der Gondel nach Merida.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 3-3,5h; Abstieg: 2145m; Hotel [FM]
9. Tag Los Frailes - Los Llanos
Noch einmal durchqueren wir die Vegetationsstufen der Anden bis hinab ins Tiefland und kehren zum Ausgangspunkt unseres Andentrekkings nach Barinas zurück. Das Tiefland (die sog. "Llanos") ist bekannt für seinen Tierreichtum. Hier leben viele Vogelarten, Kaimane, Affen und diverse Savannentiere, die man in dieser Konzentration nur noch in wenigen Regionen der Erde vorfindet. Auf einer Hacienda (auch "Hato" genannt) mit einfachen Unterkünften beziehen wir für 1 Nacht Quartier. Noch am Nachmittag unternehmen wir unseren ersten Ausflug, um Wasserschweine (Chiquire), Schildkröten, Vögel, Kaimane und Anakondas zu beobachten. Bei Sonnenuntergang erleben wir, wie die Vögel zu ihren Schlafplätzen fliegen - ein lautes Spektakel.
Je nach Jahreszeit sind wir mit dem Fahrzeug, mit dem Boot, zu Pferd und zu Fuss unterwegs.
Fahrzeit: 4h; Hacienda [FA]
10. Tag Los Llanos - Ciudad Bolivar
Frühmorgens unternehmen wir einen weiteren Ausflug, um Tiere zu beobachten. Nach dem Mittagessen verlassen wir unsere Hacienda und fahren zurück nach Barinas. Von hier fliegen wir nach Osten und landen am späten Nachmittag in Puerto Ordaz am Orinoko-Fluss. Der Orinoko, mit 2.500 km drittlängster Fluss in Südamerika, entspringt im Bergland von Guayana und mündet in einem 40.200 qkm großen Delta mit 17 Mündungsarmen in den Atlantik. Der Name Orinoko entstammt der Sprache der Warao-Indianer und bedeutet "Vater unseres Landes". Unser Bus bringt uns nach Ciudad Bolivar.
Fahrzeit: 1h; Posada [F]
11. Tag Ciudad Bolivar - Gran Sabana
Wir deponieren nicht benötigtes Gepäck im Hotel. Mit Propellermaschinen fliegen wir frühmorgens in rund 2,5 Stunden nach Kavac. Unterwegs blicken wir auf die Savannen- und Urwaldlandschaft der Gran Sabana, die mit bis zu 3.000 m hohen Tafelbergen durchsetzt ist. Falls es die Witterung erlaubt, fliegt uns der Pilot entlang der gewaltigen Felswand des Auyan Tepui (Tepui = Tafelberg), der mit 2.400 m Höhe und 700 qkm Oberfläche zu den größten Tafelbergen Venezuelas zählt. Wenn möglich, überfliegen wir den 2.600 m hohen "Auyan-Tepui" mit dem "Canon del Diablo" (Teufelsschlucht) und seinen steil aufragenden Felswänden, bis wir am Ende der Schlucht den Salto Angel sehen. Fast 1000 m fallen hier die Wassermassen in die Tiefe, bevor sie sich wieder sammeln und dem Churun-Fluss entgegenfließen. Wir landen in Kavak, dessen palmgedeckte Häuser idyllisch am Fuße des gigantischen Tafelberges Auyan Tepui liegen. Bis heute sind weite Flächen des Auyan Tepui und anderer Tafelberge völlig unerforscht. Durch die Isolation von der bis zu 1.500 m tiefer liegenden Sumpflandschaft konnte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen endemischen Arten halten. In der Sprache der Pemon-Indianer bedeutet Tepui "Haus der Götter". Nachmittags unternehmen wir einen Ausflug zur Cueva de Kavac. Auf schmalem Pfad erreichen wir die Schlucht, die so eng ist, dass der Rio Kavac kurz vor ihrem Ende ihre ganze Breite einnimmt. Wer möchte, kann von hier aus ein Stück schwimmen und so zum 30 m hohen Wasserfall gelangen. Zurück aus der Schlucht, gehen wir bergauf zum Aussichtspunkt, von dem sich eine faszinierende Sicht auf die darunter liegende Landschaft bietet. Anschließend kehren wir nach Kavac zurück.
Rundhütten mit Hängematten [FMA]
12.-16. Tag Trekking auf den Auyan Tepui
Wir starten zum 6-tägigen Trekking mit dem Ziel, den Auyan Tepui zu besteigen. Während wir nur unseren Tagesrucksack (Wechselkleidung, Regenschutz, Trinkflasche, Kamera, Sonnenschutz etc.) selbst tragen, übernehmen unsere indianischen Begleiter die übrige Ausrüstung und die Verpflegung.
Der Aufstieg zum Tafelberg ist sehr anstrengend und anspruchsvoll. Es geht über steile Lehmstufen, die nach Regenfällen schmierig und rutschig werden, und durch dichtes Wurzelgeflecht, dass den Boden überwuchtert und zwischen dem wir einen Tritt finden müssen. Sehr gute Trittsicherheit und die Zuhilfenahme der Hände zum Festhalten ist erforderlich. Im ersten Lager übernachten wir in Zelten, in den folgenden unter schützenden Felsvorsprüngen. Die Gehzeiten belaufen sich auf 6-8 Stunden täglich. Die Route beginnt in der tiefen Savanne und verläuft über teils steiniges, teils schlammiges Gelände steil bergauf. An zwei Passagen ist leichtes Klettern notwendig, die Abschnitte sind aber mit einem Fixseil gesichert und sehr kurz.
Am 14.Tag nachmittags erreichen wir den oberen Rand des 2.400 m hohen Plateaus des Auyan Tepui. Jetzt erwartet uns erneut eine völlig andere und einmalige Welt: Fremdartigen Pflanzen, karge Steinflächen und Felsgebilde, die an urzeitliche Tiere erinnern. Wir wandern noch ca. 3 Stunden über das Plateau, wobei wir uns an einigen Stellen an Fixseilen festhalten müssen, bis wir unsere Lager "El Ozo" (der Bär) erreichen. Dort richten wir unsere Schlafmatten unter einem Felsvorsprung ein.
Am 15. Tag erkunden das Plateau und erfahren viel Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Tafelberge und die endemische Flora und Fauna. Der 2-tägige Abstieg vom Auyan Tepui erfolgt, bis auf den letzten Tag, auf der gleichen Route wie der Aufstieg.
Gehzeit: 6-8h; Zelt und unter Felsvorsprüngen [FMA]
17. Tag
Am Nachmittag des 17. Tages erreichen wir Uruyen, wo wir in einfachen, mit Betten ausgestatteten Rundhütten übernachten.
Rundhütten mit Betten [FMA]
18. Tag Wanderung zum Salto Uruyen
Nach einem gemütlichen Frühstück unternehmen wir eine Wanderung zum Salto Uruyen, wo wir den Tag unter Wasserfällen und im Regenwald verbringen. Am Nachmittag kehren wir nach Uruyen zurück.
Rundhütten mit Betten [FMA]
19. Tag Uruyen - Ciudad Bolivar
Im Laufe des Vormittags fliegen wir mit Propellermaschinen nach Ciudad Bolivar. Wir besuchen das Zentrum der 1764 gegründeten Stadt und schauen uns die Plaza Bolivar mit der Kathedrale an. Vom Aussichtspunkt Mirador blicken wir auf die Angostura-Brücke, deren Name "schmale Stelle" oder "Meerenge" bedeutet. Dies ist die einzige Brücke über den Orinoko-Strom, mit 1.678 m zählt sie zu den längsten Hängebrücken der Welt.
Hotel [F]
20. Tag Nationalpark Mochima
Vormittags fahren wir mit einem öffentlichen, klimatisierten Bus in ca. 5 Stunden über El Tigre nordwärts bis zur Stadt Barcelona (270 km) an der venezolanischen Küste. Unser Ziel ist der Nationalpark Mochima, der zwischen Puerto La Cruz und Cumana liegt. Wir quartieren uns für zwei Nächte in der familiären Posada Vista Montana ein, die in der Küstenkordillere liegt. Wer möchte, kann die Wellnessangebote nutzen und sich z.B. mit Yoga, Digipuntura und Massagen verwöhnen lassen.
Übernachtung in einer Posada [F]
21. Tag Nationalpark Mochima
Heute fahren wir zum Baden mit Fischerbooten zu den vorgelagerten Inseln. Diese gehören zum Nationalpark Mochima und gelten als gute Tauch- und Schnorchelreviere.
Übernachtung in einer Posada [F]
22. Tag Abreise
Gegen Mittag heißt es, von der Küste Abschied zu nehmen. Wir treten unsere Rückfahrt nach Barcelona an und fliegen von hier in etwa 30 Minuten nach Caracas. Nach dem Transfer zum internationalen Flughafen checken wir für den Rückflug nach Deutschland ein.
[F]
23. Tag Ankunft
Ankunft in Frankfurt.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Wanderung in der Sierra Nevada ist technisch einfach, die täglichen Gehzeiten liegen bei 6-7 Stunden, einmal bei 7-8 Stunden. Sie übernachten in einfachen Herbergen in Mehrbett-Zimmern, die mit überwiegend mit Stockbetten ausgestattet sind. Teilweise haben die Zimmer ein eigenes Bad, Duschen gibt es in allen Herbergen, doch es gibt nur in der Herberge an Tag 5 warmes Wasser. Mulis übernehmen Ihr Gepäck, so dass Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten tragen.
Der Auf- und Abstieg am Auyan Tepui ist sehr anstrengend und anspruchsvoll. Die täglichen Gehzeiten betragen 6-8 Stunden. Glatte Steine, Felsen und Baumwurzeln können das Gehen auf den Pfaden erschweren. An zwei Passagen ist leichtes Klettern notwendig, die Abschnitte sind aber mit einem Fixseil gesichert und die wenigen Meter schnell überwunden. Sie schlafen unter schützenden Felsvorsprüngen und in Zelten. Es betreut Sie eine Begleitmannschaft, die sich um das Hauptgepäck kümmert und für Ihr leibliches Wohl sorgt. Die Indianer tragen pro Teilnehmer eine Reise- oder Seesacktasche von maximal 8 kg Gewicht. Sie selbst tragen nur ihren Tagesrucksack. Nicht benötigtes Gepäck lassen Sie im Hotel in Ciudad Bolivar zurück.
Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise sind eine sehr gute Kondition, Trittsicherheit, Ausdauer und Schwindelfreiheit. Erhöhte Anforderungen an Herz und Kreislauf stellt das feucht-heiße Klima während der Urwaldexkursionen. Bitte konsultieren Sie vor Reiseantritt Ihre Ärztin/Ihren Arzt.
Neben Abenteuergeist wird die Bereitschaft vorausgesetzt, auf Komfort zu verzichten, sich einfachen Verhältnissen anzupassen, bei nötigen Programmänderungen und in schwierigen Situationen Flexibilität, Verständnis und Toleranz zu zeigen und durch Gemeinschaftsgeist zum Gelingen der Tour beizutragen. Es sollte für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbstverständlich sein, bei den täglich anfallenden Arbeiten am Lagerplatz mitzuhelfen.
Fakultative Besteigung des Pico Bolivár (5.007 m):
Sie sollten im Klettern geübt sein (stellenweise Passagen bis III. Grad), Erfahrung in der Sicherungstechnik mitbringen und gute Kondition. Die Auf- und Abstiege sind lang und teilweise steil, erschwerend kommt hinzu, dass die Höhenanpassung relativ kurz ist.
Der Aufpreis für die drei Tage inklusive Englisch sprechendem Bergführer, Gepäcktransport (pro Person max. 15 kg), Verpflegung und Nationalparkgebühr beträgt 460,- USD bei 2 Personen, 380,- USD bei 3 Personen, 360,- USD bei 4 Personen. Der Geldbetrag ist direkt an unsere Agentur vor Ort zu bezahlen.
Steigeisen, Pickel, Helm und Seil werden von unserer Agentur vor Ort gestellt und sind in den oben genannten Preisen eingeschlossen. Bitte teilen Sie uns Ihren Wunsch, an der Besteigung teilzunehmen, bereits bei Ihrer Anmeldung mit.
Einreisebestimmungen:
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Venezuela noch 6 Monate gültig sein.
Für Venezuela ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis-A, Gelbfieber, Tetanus, Diphtherie und Polio sowie eine Malaria-Prophylaxe. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise:
Bei dieser Reise handelt es sich um eine anspruchsvolle Tour, denn Sie sind teilweise in entlegenen Gebieten unterwegs. Es kann sein, dass nicht alles planmäßig und nach Ihren Vorstellungen und Erwartungen verläuft. Schlechtes Wetter, Flugverspätungen, veränderte Wasserstände, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren (wie Streiks) können bei dieser Reise zu Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen führen. Sie sollten daher etwas Abenteuergeist mitbringen, verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht übernehmen. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Verlängerungen:
Badeverlängerung auf der Isla Margarita
Die Isla Margarita gilt als "Perle der Karibik" und bietet attraktive Möglichkeiten für eine Badeverlängerung. Für die An- und Abreise zur Insel ist ein Zeitaufwand von je einem halben Tag einzuplanen. Abseits der Hauptstadt Porlamar bietet Ihnen das Eiland palmengesäumte Strände und eine entspannte Atmosphäre.
Ihr Hotel Costa Linda Beach ist eine kleine, komfortable Posada in tropischer Landschaft an der Nordostküste der Insel. Das Gebäude ist im typisch karibischen Stil errichtet, die 24 Zimmer sind mit Bad/WC und Klimaanlage ausgestattet und verfügen über eine kleine Terrasse. In der familiären Atmosphäre können Sie ungestört entspannen, im tropischen Garten am Swimmingpool die Sonne genießen und abends im Restaurant die einheimische Küche ausprobieren. Der 3 km lange Strand Playa El Agua ist zu Fuß in etwa 5 Minuten erreichbar. Sein feiner und weißer Sand, die Schatten spendenden Kokosnusspalmen, die andauernde leichte Brise und die sanfte Brandung laden zum Verweilen ein.
Preise gültig bis 15.12.2010
4 Tage / 3 Nächte inklusive Flughafentransfers
im Doppelzimmer mit Frühstück: 155,- EUR
Verlängerungsnacht im Doppelzimmer mit Frühstück 40,- EUR
im Einzelzimmer mit Frühstück: 300,- EUR
Verlängerungsnacht im Einzelzimmer mit Frühstück: 80,- EUR
Aufpreis für den Flug Barcelona - Porlamar - Caracas ca. 110,- EUR
Klima
Durch die Lage unmittelbar nördlich des Äquators verzeichnet Venezuela nur geringe Temperaturschwankungen im Jahresverlauf. Dezember bis Februar sind die Temperaturen etwas niedriger als in den übrigen Monaten. Prinzipiell gibt es eine Trockenzeit von November bis April und eine Regenzeit von Mai bis Oktober, doch ist Beginn und Ende sehr variabel. In der Regenzeit kommt es oft zu Platzregen, die meist nur kurz anhalten. Die Vegetation ist während dieser Regenzeit noch üppiger als in den restlichen Monaten.
In den Anden sinken die Temperaturen mit zunehmender Höhe. In den niedrigeren Lagen kann es am Tag bis 25° warm werden, in den höheren Lagen sind 15° bis 20° eher die Regel. Nachts kühlt es auf 0° bis 10° ab. Die Tagestemperaturen bei der Besteigung des Pico Bolivar liegen bei minus 5° bis 15°, Nachts kann es im Basislager bis minus 10° kalt werden. Das Wetter am Pico Bolivar ist sehr wechselhaft, dass die Besteigung aufgrund der Witterung abgebrochen werden musst ist bisher aber bei keiner unserer Gruppen vorgekommen.
Die Tagestemperaturen im Orinoko-Gebiet schwanken im Jahresverlauf zwischen 22° und 28°.
In der Gran Sabana ist es meist warm bis heiß mit 25° bis 35° am Tag. Mit Eintritt in den Urwald an den Hängen der Tafelberge wird es feucht-warm und kühler mit zunehmender Höhe. Auf dem Plateau herrschen tagsüber 15° bis 25°, die Minimal-Temperaturen in der Nacht liegen bei 10°. Da sich die Wolken an den Berghängen stauen kann es, vor allem während des Auf- und Abstiegs, zu Regen kommen.
Ausrüstung
Dem Klima entsprechend empfehlen wir für die Andenlandschaft warme Hosen und Pullover/ Fleece mit Anorak sowie für die Savanne und die Karibikküste leichte Baumwollkleidung, Regenschutz und ein Sweatshirt für kühlere Abende. Sie benötigen einen Leicht-Schlafsack (am besten aus Kunstfaser) und bequeme Trekkingschuhe mit griffiger Profilgummisohle. Teleskop-Trekkingstöcke sind, besonders für die Besteiger des Pico Bolivar, empfehlenswert.