Venetien – zwischen Alpen und Adria

Zwischen Alpen und Adria rollt für Sie auf dieser FahrradStudienreise ein besonderer Urlaubsfilm ab. Venezianische Hochkultur und Kunstschätze von Triest über Udine und Venedig bis Padua. Filmreife Landschaften an Kanälen und Lagunen, Auwälder und Weinberge. Im gemütlichen Tempo der Räder reihen Sie lauter erholsame Szenen aneinander. Weitere Hauptdarsteller: der Wein und die regionale Küche. Rauf auf den Sattel und Film ab, kurbeln Sie los!

*Meist leichte bis mittelschwere Radtouren auf Nebenstraßen mit mäßigen Steigungen
*Gute Stadthotels in Udine und Chioggia, ein Landhotel
*Immer wieder kulinarische Überraschungen bei Weinproben und beim Mittagessen

Reiseverlauf

1. Tag, Samstag, 17.09.2011: Wir fahren ins Friaul

Abfahrt mit dem Bus um 11 Uhr in München am Hauptbahnhof. Es geht über die Tauern ins florierende Friaul hinunter. Landwirtschaft, Kleinindustrie, Fischzucht und eine Menge Holz, nicht zuletzt für die hier ansässigen Stuhlfabrikanten. In Udine angekommen beziehen wir unser Hotel in der Altstadt und sehen uns schon mal etwas um: Geschäftiges Norditalien. Feine Läden, coole Bars und entspannte Städter bei der Passeggiata. Gehen Sie abends noch ins Art-déco-Café Contarena auf einen erfrischenden Sprizz. Kein Schreibfehler: Die Weißweinschorle mit Aperol heißt so. 495 km. Vier Übernachtungen in Udine.
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2. Tag, Sonntag, 18.09.2011: Aquileja und Grado - radeln zu den Römern

Kurze Fahrt mit dem Bus, dann • schwingen wir uns auf die Sättel (insgesamt 35 km, 3,5 Std., leicht) und strampeln lässig ins antike Aquileja. Was hätten die Römer wohl noch erreicht, hätten sie das Fahrrad gekannt? Nun, es ging ihnen auch so gut: prächtige Häuser, Thermalbäder ums Eck und alle paar Meter Kneipen und Theater. Die Fußböden waren so schön, dass die Mosaiken einfach in der Basilika (UNESCO-Kulturerbe) weiterverwendet wurden. Passend zum Thema gibt's dann altrömische Spezialitäten beim Mittagsimbiss. Frisch gestärkt geht es per Rad weiter bis nach Grado. Wohltuende Kühle in Kirchen: Sta. Eufemia, Sta. Maria delle Grazie. <ExtraTour> Busstrecke 90 km.
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3. Tag, Montag, 19.09.2011: Cividale und Collio-Weinberge

Ausgerechnet die Teufelsbrücke führt uns zu einem besonderen Kleinod in Cividale: dem Tempietto Langobardo. Ebenso berühmt wie diskret, lässt sich das Gebäude bis heute nicht entlocken, wer es wozu gebaut hat. So viel ist sicher: Ein Tempel war es nicht. Auf unserer • Radtour (35 km, 3,5 Std., mittel) durch die Weinberge des Collios mit Einkehrschwung auf einem Weingut suchen wir die Wahrheit dann im Wein. Der schmeckt tatsächlich so, wie die Reben im Vorbeifahren aussahen: lecker. 60 km. Werfen Sie sich mit Verve in den Abend und erforschen Sie auf eigene Faust die regionale Küche, beispielsweise im Ristorante Là di Moret bei einem Piatto del Buon Ricordo.
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4. Tag, Dienstag, 20.09.2011: Karst, Kaffee und k. u. k.

Im Vorgarten von Triest mit dem • Rad ein bisschen garstig, sprich auf und ab, durch karstiges Land (25 km, 3,5 Std., anspruchsvoll). An den typischen Perückensträuchern vorbei geht es zur Piazza dell'Unità in der ehemaligen k. u. k. Metropole. Noch ahnt man die alten Zeiten. Doch heute ist Triest ein wichtiges Tor zur EU-Osterweiterung und mit seiner italienisch-österreichisch-slowenischen Vergangenheit ein Ort für Völkerverständigung. Ricardo Illy, Kaffee-Unternehmer und Politiker der linken Mitte, war acht Jahre lang Bürgermeister der Stadt. Er förderte das multikulturelle Leben. Ein Tipp für die Abendlektüre: Triest-Krimis von Veit Heinichen. 170 km.
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5. Tag, Mittwoch, 21.09.2011: Von Udine nach Sesto al Reghena

Vormittags sehen wir uns Udine an. Die alpenländisch geprägte Stadt blühte unter der Herrschaft der Dogen im 17. und 18. Jahrhundert künstlerisch auf. Venezianische Bauten an der Piazza della Libertà. Weltberühmte Fresken Tiepolos schmücken Dom und Patriarchenpalast. An der Villa Manin unterwarf sich der letzte Doge zähneknirschend Napoleon. Wir nutzen seine historische Endstation als Ort für ein gemütliches Picknick und Ausgangspunkt zu einer erholsamen • Radtour (45 km, 4 Std., leicht) über schmale Sträßchen und durch Flussauen direkt zu unserem Hotel unweit der romantisch gelegenen Abtei Sta. Maria in Sylvis in Sesto al Reghena. <ExtraTour> Unterwegs machen wir ein gemütliches Picknick. Busstrecke 25 km.
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6. Tag, Donnerstag, 22.09.2011: Brentakanal und Studentenstadt Padua

Die Villa Malcontenta (von außen) liegt wunderschön am Brentakanal. Der Ort heißt so, weil seine Bewohner mit dem Kanalbau unzufrieden waren. Wir dagegen sind sehr zufrieden, den mit Villen verzierten Wasserweg heute nach Padua • hinaufradeln zu können (35 km, 4 Std., leicht). Danach streifen wir durch die Studentenstadt, die uns mit verkehrsberuhigten Zonen verwöhnt. Zwei Trendsetter der Renaissance: Giottos Fresken in der Arenakapelle bringen Perspektive in die Malerei. Donatello schuf das erste Reiterdenkmal der Neuzeit. Mit dem Bus fahren wir nach Chioggia zu unserem Hotel in einem Jugendstilpalazzo. 140 km. Vier Übernachtungen in Chioggia.
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7. Tag, Freitag, 23.09.2011: Stadt der Dogen: Venedig

<ExtraTour> Mit dem Schiff nach Venedig. An den Lidi der Lagune vorbei erreichen wir die Serenissima auf dem klassischen Weg, dem Seeweg. Eine Stadt auf Stelzen. Wir stolzieren durch die Filmkulisse, rätselnd: Hab ich hier den Commissario Brunetti bereits gesehen? Ist das der Blumenladen, in dem Rosalba aus dem Film „Brot und Tulpen“ aushilft? Kein Winkel der Stadt ohne Weltkunstanspruch: Tizian und Bellini in der Frarikirche, Markusplatz mit Dom und schließlich noch der Dogenpalast (von außen). Am Nachmittag lassen Sie sich von Ihrem Instinkt durch die Gassen locken. Vielleicht zu Harry's Bar, wo der Bellini erfunden wurde? Probieren Sie einen.
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8. Tag, Samstag, 24.09.2011: Euganeische Hügel

Ein stolzer Tag: stramm • radeln (45 km, 5,5 Std., mittel, mit einigen Auf- und Abfahrten), Petrarca besuchen, danach exquisite Weine verkosten und am Abend die Qual der kulinarischen Wahl. Avanti! Wir fahren per Rad zuerst durch die vulkanische Landschaft der Euganeischen Hügel bis Este und erreichen mittags Arquà. Hier ruht der Dichterfürst Petrarca: Seine Liebesverse machten das Italienische erst hof- und schriftfähig. Die Krönung: Auf einem Weingut plaudern wir mit dem netten Winzer über die Weinkultur des Venetos und unterziehen seine Weine natürlich auch dem Praxistest! Busstrecke 140 km. Abends in Chioggia entscheiden Sie selbst, wo und was Sie essen möchten: Gleich drei empfehlenswerte Slow-Food-Osterien gibt's hier. Sie haben die Wahl.
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9. Tag, Sonntag, 25.09.2011: Lagune mit italienischem Sonntag

Das Fernglas im Gepäck, • radeln wir (25 km, 3 Std., leicht) die Etsch entlang zur Lagune von Rosolina. Das Schilfkino zeigt heute: Purpurreiher, Silberreiher, Fischreiher, Nachtreiher, Stockente, Tafelente, Knäckente, Löffelente, Pfeifente u. v. m. Stolze 350 Vogelarten nisten in der Lagune. Mittags kehren wir, ganz wie die Italiener, zum Sonntagsessen auf einem umgebauten Bauernhof ein. Busstrecke 30 km. Machen Sie am Nachmittag, was Sie wollen: Sonntagspasseggiata in Chioggia, faulenzen am Strand von Sottomarina oder noch mal die Räder auspacken und strampelnd den endlosen Strand entlangfahren.
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10. Tag, Montag, 26.09.2011: Arrivederci

Zurück geht es über den Brenner. 650 km. Gegen 16 Uhr sind Sie wieder in München. Individuelle Weiterreise.

Generelle Hinweise

Ihre Hotels

Udine - Astoria****
Sesto al Reghena - In Sylvis***
Chioggia - Grande Italia****

Unsere Radtouren

Bei dieser Reise fahren wir Strecken von 20 bis 45 km auf überwiegend geteerten Nebenstraßen mit mäßigen Steigungen und geringem Verkehrsaufkommen. Nur die Radstrecke im Hinterland von Triest erfordert ein bisschen mehr Kondition. Steigungen werden durch schöne Abfahrten ausgeglichen. Allerdings muss in der Ebene mit (Gegen-)Wind gerechnet werden. In Padua mischen wir uns auf Fahrradwegen unter die radelnden Studenten.

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