Wandertour Westkarpaten
Goldgräber, Klammen und Höhlen in den Apuseni-Bergen
In den Westkarpaten, dem Land der Motzen, wie man die hier ansässigen Bergbauern nennt, haben sich die überlieferten Traditionen über Jahrhunderte erhalten. Die Bauern bestellen ihre Wiesen und Felder mit herkömmlichen Methoden und Werkzeugen. Trotz des entbehrungsreichen Alltags haben sich die Menschen hier ihre Gastfreundschaft bewahrt. Die Apuseni-Region (höchster Gipfel Cucurbata Mare, 1849 m) besticht aber auch mit landschaftlichen Schönheiten: märchenhafte Täler, Klammen mit über 100 m hohen Felswänden, Schluchten und unzählige Höhlen, zum Teil mit unterirdischen Seen und Gletschern.
Reiseverlauf
1.Tag: Individuelle Anreise nach Sibiu
Ankunft in Sibiu/Hermannstadt. Treffen mit der deutschsprachigen Reisebegleitung im Stadtzentrum. Am späten Nachmittag fahren wir über Alba Iulia durch das Ampoi Tal zum Dorf Bucium Poieni (ca. 1.200 m Höhe) im Apuseni Gebirge. Einführung und Details für den Ablauf der nächsten Tage während des Abendessens. Zimmerbezug für 7 Nächte im stilvollen Gästehaus.
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2.Tag: Bucium und Umgebung
Zunächst wollen wir das Dorf Bucium und die Umgebung erkunden. Die Gemeinde besteht aus 6 Streudörfern, deren Bewohner wie seit Jahrhunderten überwiegend vom Goldbergbau und der Landwirtschaft leben. Wir lernen ihre Traditionen kennen (Käse, Hirten, Goldsuche), erfahren mehr über die lange Geschichte der Region (Goldabbau schon seit über 4.000 Jahren) und das heutige - entbehrungsreiche - Leben. Wanderung zum Naturdenkmal "Poiana Narciselor" im Negrileasa Tal, ein Hang wo im Frühjahr wilde Narzissen in großer Zahl blühen und man häufig die Wanderschäfer mit ihren Schafherden antrifft (Transhumanz).
F/M/A
3.Tag: Naturdenkmal "Detunata"
Bei einer Tageswanderung (ca. 6 Std. / keine großen Höhen-Unterschiede) wollen wir das Naturdenkmal "Detunata" erkunden. Nach dem Picknick-Mittagessen erreichen wir die Basaltsäulen von Detunata, ein in Europa einzigartiges geologisches Phänomen mit reicher Tierwelt. Rückwanderung bis im Dorf, Besuch bei einem Holzschnitzer. Im Pferdewagen legen wir das letzte Stück Weg zurück. Abendessen bei einer Almhütte mit einer Familie aus dem Dorf.
F/M/A
4.Tag: Motzenland im Mogos Gebiet
Besichtigung typischer Dörfer im Motzenland im Mogos Gebiet: Poienile Mogos, Mamaligani, Bocesti, Valea Barnii (traditionelle Bauweise mit Stroh gedeckten Dächern). Teilweise Rückfahrt mit lokalen Verkehrsmitteln. Abendessen in der Pension (mittelschwere Wanderung, ca. 7 - 8 Std.).
F/M/A
5.Tag: Römische Minen und Grabstätten
Am Vormittag unternehmen wir eine Wanderung zu den römischen Minen und Grabstätten im abseits gelegenen Valea Groza, ein wichtiger Standort für archäologische Funde. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Abendessen in der Pension.
F/M/A
6.Tag: Goldgräberstadt Rosia Montana
Mit dem Kleinbus fahren wir nach Rosia Montana (Alburnus Maior), eine der ältesten Ortschaften Rumäniens, wo schon die Daker und Römer nach Gold gegraben haben. Besichtigung des Dorfes mit seinem multikulturellen Erbe (Kirchen von 9 verschiedenen Religionen) und archäologischen Funden aus der Römerzeit. Projektvorstellung "SOS Rosia Montana". Besichtigung des Goldgräber-Museums auf der sogenannten Goldroute. Abends Rückfahrt nach Bucium (ca. 4 - 5 Std. Wanderung im/um das Dorf).
F/M/A
7.Tag: Scarisoara Eishöhle
Fahrt nach Garda, Ausgangspunkt für die heutige Wanderung (ca. 6 - 7 Std., mittelschwierig, Höhen-Unterschiede bis zu 800 m): Wir besichtigen die Scarisoara Eishöhle. Dieses Naturdenkmal stellt die größte Eishöhle Rumäniens und die zweitgrößte Europas dar. 75.000 Kubikmeter Eis mit einer Dicke von bis zu 20 Metern ruhen in der 105 Meter tiefen und 700 Meter langen Höhle hier seit ca. 4.000 Jahren. Wir wandern durch die imposante Ordancusei Klamm mit bis zu 150 Meter hohen Felswänden in denen sich über 50 Höhlen befinden. Die Wichtigste in diesem Höhlensystem ist die Porta Lui Loanele. Sie wurde vom lokalen Speläologenverein zum einzigen Höhlenmuseum Rumäniens ausgestaltet. Rückfahrt nach Bucium.
F/M/A
8.Tag: Transfer nach Sibiu und individuelle Abreise
Nach dem Frühstück Transfer nach Sibiu (ca. 11:00 Uhr). Abschied nehmen, Ende der Reisebegleitung ca. 14:00 Uhr. Je nach Rückreisezeitpunkt Zeit zur freien Verfügung in der Stadt. Zahlreiche Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein.
Eventuelle Abweichungen von diesem Musterablauf können aus organisatorischen Gründen oder wetterbedingt möglich sein, beeinträchtigen aber nicht Art und Inhalt der Reise.
Generelle Hinweise
Charakteristik
Diese Tour richtet sich an Menschen mit Liebe zur Natur. Der Schwierigkeitsgrad der Wanderungen ist leicht bis mittelschwer, etwas Ausdauer und Kondition sollten also mitgebracht werden. Von unserem Standort bei Bucium im Herzen des Naturparks Westkarpaten aus unternehmen wir unsere Erkundungstouren. Wir wandern durch herrliche, nahezu unberührte Natur und durch imposante Klammen. Wir besuchen die zweitgrößte Eishöhle Europas und werden die Traditionen der Region kennen lernen (Landwirtschaft, Goldbergbau,...) und ebenfalls ein Projekt zur Erhaltung dieser einzigartigen Kulturlandschaft.
Anforderungen
Ausdauer für leichte bis mittelschwere Wanderungen bis max. 8 Stunden mit leichtem Tagesgepäck
Übernachtung und Verpflegung
Die Unterbringung erfolgt in einem stilvollen, rustikal eingerichteten Gästehaus im alten Goldgräber-Dorf Bucium in den Apuseni-Bergen (Westkarpaten) - im Herzen des Naturparks.
Vollverpflegung in der Pension (lokale Gerichte, überwiegend aus regionalem Anbau), bei einheimischen Bauern oder vom Grill. Auf den Wanderungen Picknick oder Lunchpaket.
Anreise
Individuelle Anreise nach Sibiu per Flugzeug, Bahn, Bus oder PKW. Gerne helfen wir Ihnen bei Auswahl und Buchung.
Single Spezial
Bei Buchung mind. 4 Monate vor Reisebeginn garantieren wir ein 1/2 Doppelzimmer. Ein EZ-Zuschlag wird nur bei ausdrücklicher Buchung verrechnet. Bei Buchung ab 4 Monate vor Reisebeginn bemühen wir uns, bei Buchung eines 1/2 Doppelzimmers einen Zimmerpartner zu finden (vorbehaltlich Gegenbuchung).