Leben wie Gott in Frankreich

Der Eiffelturm
Frankreich ist in seiner Landschaft sehr vielfältig geprägt. Es hat eine Gesamtfläche von 549 000 qkm (mit Korsika und den Küsteninseln) und ist somit das größte EU- Land. Davon sind etwa 2/3 flaches bis hügeliges Land mit fruchtbaren Böden. Während die meisten Ebenen im Nord- und Südwesten liegen, wird es im Südosten hingegen gebirgiger. Die ältesten Gebirge sind das Zentralmassiv, das Esterel- und das Mauren-Massiv, die vor etwas 600 Mio. Jahre entstanden sind.
Klima

Der Eiffelturm
Der Süden Frankreichs, wie fast auch das übrige Land wird durch das Mittelmeer und den Atlantik beeinflußt. Dadurch herrschen große klimatische Unterschiede, die in 3 Klimazonen aufgeteilt werden können:
Das Seeklima im Westen von Frankreich bringt im Winter milde und im Sommer frische Temperaturen mit reichlich Niederschlag.
Südfrankreich hingegen hat mit seinem Mittelmeerklima einen heißen und trockenen Sommer, in Nizza z.B. scheint die Sonne ca. 2725 Stunden im Jahr. Der Winter mit einer Durchschnittstemperatur von 2-6 °C ist milde und feucht. Die Niederschläge können oft heftig sein.
Durch das kontinentale Klima in Zentral- und Ostfrankreich kann der Winter lang und kalt werden, der Sommer heiß und gewitterreich, mit mittlerer Niederschlagsmenge.
Pflanzenwelt

Eine Gite in den Alpen
So vielfältig die Landschaft und das Klima in Frankreich ist, genauso vielfältig ist die Pflanzenwelt. Leider ist ein Großteil der Vegetation nicht mehr "natürlich",sondern wurde sehr häufig durch den Einfluß des Menschen und Vieh verändert.
Durch den Raubbau über Jahrtausende hinweg verschwanden z.B. im Mittelmeerraum, der schon damals dicht besiedelt wurde, die ursprünglichen lichten Wälder und mußten der Macchie, einer immergrünen Buschvegetation weichen. Neben der Machie gehört die Garrigue zu den anthropogenen Vegetationsformen, die im Südost- und Südwestfrankreich sowie im Süden des Zentralmassivs am häufigsten vorkommt. Die Garrigue ist eine niedere Art der Macchie, bei der die Sträucher nicht so dicht stehen. Sie sind etwa meterhoch und können auf mageren Boden und Kalkgestein wachsen.
Etwa 27% des Landes ist von Wald bedeckt, wovon etwa 1/3 Nadelbäume und 2/3 Laubbäume sind. Insgesamt gibt es 130 verschiedene Baumarten, von denen Tannen, Kiefern, Fichten, Buchen, Weiden und Birken am häufigsten auftreten.
Auf phantastische Weise habe sich die Pflanzen über die Zeit hinweg dem mediterranen Klima angepaßt: so haben die immergrünen Pflanzen ihre Wachstumszeit über das ganze Jahr hinweg verteilt, stellen diesen aber bei Wassermangel ein. Die Blätter dieser Pflanzen sind hart und ledrig und sind mit einer Harz- oder Wachsschicht überzogen, wodurch verhindert wird, dass zu viel Feuchtigkeit verdunstet. Durch eine schmale, nadelige, geschuppte oder behaarte Form der Blätter kann dies auch bewirkt werden. Andere Pflanzen wiederum reduzieren ihre Blattfläche bei extremer Sonnenhitze, werfen Laub ab oder haben das Problem ganz einfach durch Dornen gelöst.
Zu den aber wohl wichtigsten Pflanzen gehört der Wein, der eine große wirtschaftliche Bedeutung hat. Der Weinanbau wird jedoch nicht naturnah betrieben, sondern in den meisten Fällen rein ökologisch.
Tierwelt

Eselwandern in Frankreich
Nachdem viele Tierarten vom Aussterben bedroht waren, konnten sie sich durch den immer mehr verbreiteten Naturschutz, der sich inzwischen auf zahlreiche Arten konzentriert, wieder erholen. So konnte vor allem in der Vogelwelt Erfolge aufgezeichnet werden. Auch Hirsche, Rehe und Wildschweine, die als Jagdwild beliebt sind, konnten sich in manchen Gegenden so gut vermehren, dass sie inzwischen sogar wieder durch ihren zu großen Bestand zum Problem geworden sind.
Braunbären, Wölfe und Luchse hingegen konnten sich bis her leider nicht so erfolgreich erholen und vermehren, und die Bären, die nur noch in sehr geringer Zahl in den Pyrenäen auftreten, drohen auszusterben.
Fast die Hälfte aller Säugetier, die in Frankreich vorkommen, stehen inzwischen unter Naturschutz sowie ca. 250 Vogelarten.
Reptilienarten gibt es an die 33 verschiedene, von denen ein Großteil im Süden und in den Alpen vorkommen, sowie an die ca. 50.000 Insektenarten. Hier konzentriert sich der Naturschutz besonders auf die Schmetterlinge, die vor allem durch Sammler bedroht sind.
Umgangsformen
Die Umgangsform in Frankreich ist unter Freunden recht locker. Man nennt sich beim Vornamen, begrüßt sich mit dem unformellen «Ca va» («Wie geht's») und einem Händedruck, bei Frauen oftmals einen Kuß auf die Wange. Zum Abschied folgt ein lockeres « A bientot» («Bis bald»).
Geht es etwas formeller zu sind Titel wichtig und werden üblicher weise genannt. Des weiteren spricht man sich mit «Monsieur», «Madame» oder «Mademoiselle» an. Zur Begrüßung gibt man seinem Gegenüber die Hand und grüßt mit «Bonjour» oder «Comment allez- vous». Zum Abschied ist das höfliche «Au revoir» angebracht.
Bei Verabredungen sollte man dem Gastgeber eine Kleinigkeit mitbringen, was in Frankreich wohl meistens eine Flasche Wein ist. Gehört der Gastgeber nicht zu dem engeren Freundeskreis, sollte man ihm eine gewisse Achtung entgegenbringen und sich nicht all zu sehr zu Hause fühlen. Es wird natürlich auch besonders geschätzt, wenn man das Essen und den Wein lobt.
Verspätungen von 10-20 Minuten sind bei Einladungen oder Treffen im Café keine Seltenheit, jedoch sollte man diese Spanne nicht unbedingt überschreiten.
Essen & Trinken
Für gutes Essen und guten Wein sind die Franzosen wohl weltweit bekannt. Was anderswo vielleicht teilweise als Last (das Kochen) angesehen wird, wird hier direkt als Kunst angesehen.
Begonnen wird der Tag erst mal mit dem «Petit Déjeuner», einem leichten Frühstück, was aus einem Kaffee und einem Croissant oder Baguette besteht. Das «Déjeuner», das Mittagessen findet gegen 13 Uhr statt, was ebenfalls eine leichte Mahlzeit ist - im Gegensatz zu früher, wo dies die Hauptmahlzeit darstellte. Gegen 21 Uhr oder auch schon mal etwas später beginnt das «Diner», das Abendessen und die Hauptmahlzeit des Tages bei dem man sich viel Zeit nimmt. Vor allem bei geschäftlichen und formellen Treffen werden viele verschiedene Gänge präsentiert, wodurch ein solches Essen schon mal an die 2 Stunden dauern kann.
Auch die kleinen gemütlichen Cafés sind typisch für Frankreich. Dort wird häufig ein kleiner Imbiß angeboten, wie Sandwiches oder gefüllte Croissants, was eine gute Alternative zu den immer mehr verbreiteten Fast-Food-Ketten bietet. Auch die Patisserien und Créperies sind diesen unbedingt vorzuziehen.
Unsere Linkempfehlungen
Frankreich allgemein: http://www.schwarzaufweiss.de/frankreich/kurzportrait1.htm
Ein Bericht über die Provence: http://www.schwarzaufweiss.de/Provence/inhalt.htm
Eine Seite über die Bretagne: http://www.ebba.de/Bretagne/home1.html
Eine Seite über die Schlösser in Frankreich: http://perso.orange.fr/chateauxdelaloire/indexallemand.htm
Eine Seite über die Midi Pyrenées (englisch): http://www.visit-midi-pyrenees.com/home_ang.html
Eine Seite über die Champagne Ardennes (französisch): http://www.champagne-ardennes.com/homefr.html
Die Wikipedia zu Frankreich: http://wiki.suche.web.de/wiki/?su=Frankreich&su1=Frankreich
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