Rolwaling - Trashi Laptsa, Yalung Ri und Pacharmo
15-tägiges, anspruchsvolles, hochalpines Trekking
Rolwaling - ein raues Tal im Sherpa-Land - ist bekannt als wilde und besonders schöne Trekkingregion. Den Gauri Shankar (7.146 m) mit seinem mächtigen Doppelgipfel kann man sogar von Kathmandu aus sehen. In dieser zerklüfteten Region befindet sich der Trashi Laptsa, einer der höchsten begehbaren Pässe Nepals. Die beste Strategie ist früh aufzubrechen, solange die klirrende Kälte Eis und Fels noch zusammenhält, um möglichem Stein- und Eisschlag aus dem Weg zu gehen. Doch zunächst haben Sie ein anderes anspruchsvolles Ziel vor Augen. Über ein Hochlager steigen Sie in zwei Tagen auf den Yalung Ri. Nach der Überquerung des Trashi Laptsa ist der Pacharmo die nächste Herausforderung. Auch wenn es vom Pass nur noch ein paar hundert Höhenmeter zum Gipfel sind, die steilen Eis- und Firnflanken sind in dieser Höhe sehr kräftezehrend. Doch dann genießen Sie einen unglaublichen Rundblick vom Cho Oyu über Everest und Lhotse bis zum Makalu. Unbeschreiblich ist das Glücksgefühl, alle Anstrengungen sind schnell vergessen. Über Thame und Namche Bazar erreichen Sie schließlich Lukla. Von hier fliegen Sie wieder zurück nach Kathmandu.
Gipfelmöglichkeiten Yalung Ri (5.630 m) und Pacharmo (6.273 m)
Überschreitung des 5.755 m hohen Trashi Laptsa
Reizvolle, kaum berührte Landstriche
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Ethiad Airways von Frankfurt über Abu Dhabi nach Kathmandu.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Ankunft in Kathmandu
Ankunft in Kathmandu (1.350 m) und Transfer mit unserer Reiseleitung zu unserem Hotel. Vor dem Abendessen können wir evtl. noch einen kleinen Spaziergang in der Nähe des Hotels unternehmen. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]
3. Tag Fahrt nach Barabise - Beginn des Trekkings bis Okreni
Frühmorgens fahren wir per Kleinbus auf dem Arniko Highway, der von Chinesen gebauten und nach Tibet führenden Straße, in ca. 4 Std. bis Barabise im Sun Kosi-Tal. Hier, in 820 m Höhe, treffen wir unsere Begleitmannschaft für das Trekking. Nachdem alles verpackt ist, steigen wir über Terrassenfelder zunächst steil bergan. Nach einer Mittagspause setzen wir den Aufstieg bis zum Lagerplatz beim Dorf Okreni (ca. 1.400 m) fort.
Gehzeit: 4h; Fahrzeit: 4h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Dolangsa - Thasibhu Kharka
Wir wandern Richtung Nordosten bergauf bis Dolangsa (2.500 m), wo wir eine kleine Gompa besichtigen. Weiter geht es bergan, bis wir bei der Alm Thasibhu Kharka, auf einer Hochfläche mit vielen Rhododendronbäumen und -büschen auf ca. 2.800 m, unser Lager errichten.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Über den Tinsang La zur Bigu Gompa
Am Morgen überschreiten wir den 3.320 m hohen Tinsang La (La = Pass), von dem wir bei klarer Sicht den Gaurishankar und andere, den Rolwaling Himal beherrschende Gipfel erkennen. Nun führt der Weg durch üppige Rhododendronbestände und Koniferenwälder abwärts und steigt schließlich leicht an bis zur Bigu Gompa (2.510 m). Wir zelten in der Nähe und besuchen das Kloster, in dem Nonnen des Kargyupa-Dukpa-Ordens leben.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 520m; Abstieg: 950m; Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Chilangka
Im Seitental des Sangawa Khola (Khola, Kosi = Fluss) steigen wir nach Chilangka (1.900 m) ab. Bis Simagaon wandern wir durch einige Dörfer der Chetri und Tamang. Auf diesem Weg bieten sich überwältigende Einblicke in die vergletscherte Welt des Rolwaling.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 590m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Balung
Wir umrunden den über 4.000 m hohen Rücken des Gyalsung Danda (Danda = Kamm). Unter uns erblicken wir den Zusammenfluss von Sangawa und Bhote zum Tamba Kosi. Unser Hangweg führt auf und ab bis zum Camp beim Dorf Balung (1.800 m).
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Gongar
Am westlichen Talhang folgen wir dem Bhote Kosi flussaufwärts, bis wir das Dorf Gongar (1.400 m) erreichen und in Bachnähe unseren Lagerplatz einrichten. Gehzeit: 7h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Chetchet - Simigaon - Alm Shakpa
Wir folgen dem Talweg zur Hängebrücke beim Weiler Chetchet (1.400 m) und überqueren den Fluss. Nun geht es steil bergauf zum Dorf Simigaon (1.950 m) und durch kaum bewohnte Waldlandschaft zu unserem Lagerplatz oberhalb der Alm Shakpa (2.600 m).
Gehzeit: 8h; Aufstieg: 1250m; Abstieg: 50m; Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Daldum La - Chukyibug Kharka
Durch dichte Wälder aus Tannen, Rhododendron und Birken steigen wir in 4 - 5 Std. zum Daldung La (3.976 m) auf. Bei klarer Sicht erfreut uns der Ausblick auf glitzernde Hängegletscher und den steil aufragenden Gaurishankar, der sich nur 12 km Luftlinie von uns entfernt erhebt. In ca. 1 Std. steigen wir zur Alm Chukyibug Kharka (3.800 m) ab. Vom Zeltlager lohnt sich abends der Weg auf den nahen Aussichtspunkt, um die Eisberge des Rolwaling Himal im Licht der untergehenden Sonne zu sehen. (Hinweis: Wegen Wassermangels am Sandur Danda kann die Überquerung des Daldung La bei der Frühjahrstour entfallen und eine Alternativroute am südlichen Talhang des Rolwaling-Flusses entlang gewählt werden.)
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1400m; Abstieg: 250m; Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Hinunter zum Rolwaling-Fluss und nach Beding
Auf teils mühsamen Waldwegen, manchmal an steilen Hängen entlang, steigen wir allmählich zum Rolwaling-Fluss (ca. 3.150 m) ab und queren ihn über eine Brücke. Weiter ostwärts wandern wir am Nordufer talaufwärts bis zum Ort Beding (3.700 m), dem Hauptdorf der Sherpa in diesem Tal. Unterhalb der an den Felshang gebauten Gompa wollen wir unser Lager aufschlagen.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 750m; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Wanderung nach Na
Vormittags geht es leicht ansteigend in gut 3 Std. nach Na auf 4.200 m Höhe, der letzten ständig bewohnten Siedlung im oberen Rolwaling-Tal. Nach dem Aufbau der Zelte genießen wir die Freizeit und bereiten uns auf die Besteigung des Yalung Ri vor.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 550m; Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag Zum Hochlager im Yalung-Tal
Wir verlassen Na auf dem Weg zum Trashi Laptsa, biegen aber bald nach Süden ins Yalung-Tal ab. Der Weg führt ständig bergan, bis wir eine große Mulde auf ca. 4.950 m Höhe erreichen. Evtl. liegt hier schon Schnee, doch es finden sich gute, windgeschützte Plätze für unser Hochlager. Wir befinden uns hoch über dem Rolwaling-Tal inmitten der wilden Gletscherberge des Rolwaling Himal und tanken Energie für die Gipfeltour.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 750m; Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Yalung Ri - Sangma
Falls es die Weg- und Wetterverhältnisse zulassen, starten wir frühmorgens vom Hochlager zum 5.630 m hohen Yalung Ri. Der Anstieg führt über einen Gletscher und zuletzt über einen steilen Grat auf den Gipfel, von dem sich bei klarem Wetter ein umfassender Ausblick auf die gesamte Rolwaling-Gruppe bietet. Steigeisen, Eispickel und Seil sind erforderlich. Auf gleichem Weg kehren wir zum Hochlager zurück und treten unseren Rückweg ins Haupttal an. Dort biegen wir talaufwärts ab und bauen beim Weiler Sangma (ca. 4.300 m) an einem geeigneten Platz die Zelte auf.
Gehzeit: 8-10h; Aufstieg: 760m; Abstieg: 1300m; Übernachtung im Zelt [FMA]
15. Tag Tshobug - Hacha Dubgog
Bei Sangma teilt sich das Tal: Von Nordosten mündet der Ripimo Shar-Gletscher ins Rolwaling-Tal ein, wir gehen nach Südosten weiter Richtung Trakarding-Gletscher. Vorbei am 4.530 m hohen Rolpa-See führt unsere Route an Tshobug (4.600 m) vorbei aufwärts. Über Dragmerbug (ca. 4.800 m) folgen wir der Seitenmoräne des Trakarding-Gletschers. An einem geeigneten Lagerplatz in über 5.000 m Höhe im Bereich von Hacha Dubgog bauen wir das letzte Camp vor dem Grenzpass zwischen dem Rolwaling- und dem Khumbu-Gebiet auf.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Übernachtung im Zelt [FMA]
16. Tag Drolambo-Gletscher - Trashi Laptsa - Hochlager
Morgens beginnen wir sehr zeitig mit dem Aufstieg über den ausgedehnten Drolambo-Gletscher zum Trashi Laptsa, solang die Sonnenwärme Schnee und Eis noch nicht aufgeweicht hat und von den Bergflanken keine Eis- und Felsstürze zu erwarten sind. Gleich hinter dem 5.755 m hohen Grenzpass errichten wir unser höchstes Lager auf dieser Tour, das uns gleichzeitig als Hochlager (ca. 5.700 m) für den Pacharmo dient.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
17. Tag Pacharmo Peak - zurück zum Hochlager am Pass
Bei guten Verhältnissen steigen wir über steile Eis- und Firnflanken dem Pacharmo Peak entgegen. Nach dem kräftezehrenden Aufstieg können wir in 6.273 m Höhe unser Gipfelglück und die grandiose Rundsicht genießen. Nach der Besteigung kehren wir zum Hochlager am Pass zurück. Wer an der Gipfeltour nicht teilnehmen möchte, verbringt diesen Tag im Bereich des Hochlagers.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 580m; Abstieg: 580m; Übernachtung im Zelt [FMA]
18. Tag Reservetag
Wir haben einen Reservetag vorgesehen. Er kann, je nach Wetter- und Wegverhältnissen sowie der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer, vor oder nach der Besteigung des Yalung Ri bzw. des Pacharmo als Ruhetag oder zur Aufteilung einer langen Tagesetappe in zwei kürzere Abschnitte verwendet werden. Die Entscheidung darüber treffen die Reiseleitung und der Sirdar gemeinsam und zum Wohl der Teilnehmer/-innen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
19. Tag Hochtal von Arabtsen - Ngole
Vom Trashi Laptsa steigen wir morgens nach Osten ab in Richtung des Hochtales von Arabtsen. Zunächst haben wir eine Schlüsselstelle zu meistern, eine durch Stein- und Eisschlag gefährdete, etwa 25 - 30 m breite, steile Eisrinne. Der weitere Abstieg ins Khumbu-Gebiet führt uns aus der Gletscherregion hinaus und an einem kleinen See vorbei bis zum vorgesehenen Lagerplatz auf der Alm Ngole (4.650 m).
Gehzeit: 5h; Abstieg: 1050m; Übernachtung im Zelt [FMA]
20. Tag Thengpo - Thame Gompa - Thame
Stets abwärts gehend, passieren wir mit Thengpo (4.350 m) den ersten Weiler und folgen dem Pfad über Ribug hinaus. Der Weg verläuft zuletzt unterhalb der berühmten Thame Gompa (4.000 m) entlang, die wie ein Adlerhorst am steilen Fels klebt. Wer möchte, kann zum Klosterdorf hinaufsteigen und die 1997/98 restaurierte Thame Gompa besuchen. Von einem Tschörten oberhalb des Klosterhofes eröffnet sich ein schöner Ausblick auf den Gipfel des Cho Oyu. Auf dem fruchtbaren Talboden der ehemaligen Grundmoräne bauen wir im Dorf Thame (3.800 m) unsere Zelte auf.
Gehzeit: 4h; Abstieg: 650m; Übernachtung im Zelt [FMA]
21. Tag Wanderung nach Namche Bazar
Am Vormittag wandern wir durch das Tal des Nangpo Tsangpo über Dramo nach Namche Bazar, wo wir in einer netten Lodge übernachten. Nachmittags können wir uns im Handelszentrum der Sherpa umschauen. Wer möchte, kann das Sherpa-Museum beim Verwaltungszentrum des Sagarmatha-Nationalparks auf dem Mendaphu Hill besuchen oder zum berühmten Everest View Hotel (3.880 m) hinaufsteigen. Auf dem Höhenweg eröffnet sich ein fantastischer Panoramablick auf Mt. Everest, Taboche, Nuptse, Lhotse, Ama Dablam und andere Eisgipfel im Khumbu.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 120m; Abstieg: 480m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]
22. Tag Ende des Trekkings in Lukla
Ein letzter, langer Trekkingtag steht uns bevor. Über den sog. "Highway" im Dudh Kosi-Tal, der einzigen Route zwischen Namche und Lukla, wandern wir abwärts bis zu unserer Lodge in Lukla (2.800 m), nahe der Flugpiste. Abends können wir unsere Begleitmannschaft zum Abschiedsessen einladen sowie Trinkgelder und nicht mehr benötigte Sachen an die Crew vergeben.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 230m; Abstieg: 830m; Übernachtung in einer Lodge [FMA]
23. Tag Flug nach Kathmandu
Im Laufe des Vormittags ist unser Flug per Propeller-Flugzeug nach Kathmandu vorgesehen. Nachmittags können wir die Altstadt von Kathmandu besichtigen. Rund um den Königspalast Hanuman Dhoka sind zahlreiche Hindu-Tempel zu sehen; harmonisch wirken das warme Rostrot der Ziegeln und die mit Schnitzarbeiten verzierten Balken aus braunschwarzem Salbaumholz. Vorbei am größten und ältesten Tempel der Stadt, der Taleju-Pagode, bummeln wir durch belebte Bazarstraßen ins Einkaufsviertel Thamel.
Übernachtung im Hotel [FA]
24. Tag Kathmandu
Für diesen letzten Tag empfehlen wir folgende fakultative Besichtigung mit Reiseleitung: Als kultureller Höhepunkt gilt der Besuch der Königsstadt Bhaktapur, bekannt als schönste Stadt Nepals. Einzigartig ist ihr gut erhaltenes, in den 70er Jahren restauriertes, mittelalterliches Stadtbild. Auf dem Durbar Square bewundern wir die Hindu-Tempel mit bemalten Holzschnitzereien und steinernen Schutztieren und das vergoldete Eingangsportal des Königspalastes. Wir kommen zum Platz mit der höchsten Pagode Nepals, dem fünfgeschossigen Nyatapola. In der Nähe lockt das Töpferviertel zu einem Abstecher, bevor wir in den Osten der Stadt zum Dattatreya-Platz spazieren. Hier bestaunen wir die ehemaligen Priesterhäuser mit kunstvoll geschnitzten Fensterrahmen aus braunschwarzem Salbaumholz.
Am frühen Abend treffen wir uns zum Abschiedsessen und werden anschließend zum Flughafen gebracht für unseren Rückflug nach Deutschland. [F]
25. Tag Ankunft
Ankunft in München.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Für das äußerst anspruchsvolle, expeditionsartige Trekking sind 20 Tage vorgesehen. Da Sie sich in Regionen bis über 5.000 m aufhalten, sind ein gesunder Organismus und gutes Durchhaltevermögen wesentliche Voraussetzungen für die Teilnahme an dieser grandiosen Tour. Der relativ lange Anmarsch über mehrere bis zu 4.000 m hohe Pässe erleichtert die Akklimatisation zwar erheblich, doch sind die körperlichen Anforderungen aufgrund der Höhenlage nicht zu unterschätzen. Für diese Tour ist ein Reservetag vorgesehen, der, je nach Wetterbedingungen, Wegverhältnissen und Leistungsfähigkeit der Teilnehmer/-innen, gemeinsam von Ihrer Reiseleitung und Ihrem Sirdar zum Wohl der Gruppe als Ruhetag oder zur Aufteilung einer langen in zwei kürzere Etappen eingeplant wird.
Die täglichen Gehzeiten liegen zwischeni 4 - 10 Stunden; vereinzelt können längere oder kürzere Tagesetappen vorkommen - abhängig von der Wegbeschaffenheit, der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer/-innen oder vom Auffinden geeigneter Lagerplätze. Die Wege sind oft steil und etwas ausgesetzt, von trittsicheren und schwindelfreien Bergwanderern jedoch gut begehbar.
Die Höhenunterschiede liegen im Auf- und Abstieg generell unter 1.500 m. Teleskop-Tourenstöcke als Gehhilfe sind empfehlenswert. Die beschriebenen Tagesetappen verstehen sich als vorgesehene Routenführung, die jedoch Schwankungen unterliegen kann. Im Frühjahr können u. U. erschwerte Bedingungen durch sich ändernde Schneeverhältnisse auftreten.
Diese expeditionsartige Tour ist nur für geübte Bergsteiger geeignet, die über gute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ausgezeichnete Kondition verfügen. Nicht zu unterschätzen sind die objektiven Gefahren, die sich in der Hochregion durch sich verändernde Gletscher ergeben und zu Eis- und Steinschlag entlang der Route führen können. Sie benötigen Erfahrung mit der Eis- und Sicherungstechnik. Ihr Herz und Ihr Kreislauf müssen gesund sein; konsultieren Sie bitte vor Reiseantritt Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
Die Gipfelmöglichkeiten Yalung Ri (5.630 m) und Pacharmo Ri (6.273 m) entsprechen dem Schwierigkeitsgrad einer Tour der Kategorie V.
Der Yalung Ri (5.630 m) ist ein Gletscherberg, für den Eisausrüstung (Eispickel, Steigeisen, Sicherungsseil) erforderlich ist. Sie müssen also Eiserfahrung mitbringen, d. h. im Umgang mit Eispickel und Steigeisen geübt sein. Die Besteigung des Berges ist technisch leicht, erfordert aber einen gesunden, belastbaren Organismus und gute Kondition. Wer diesen Berg nicht besteigen möchte, kann vom Hochlager aus eine reizvolle Wanderung unternehmen.
Der Trashi Laptsa (5.755 m) gilt wegen der Höhe sowie der Eis- und Wegverhältnisse in bis zu 35 Grad steilen Flanken als sehr anspruchsvoller Pass. Nach einem Hochlager an diesem Pass ist die Besteigung des Pacharmo Ri (6.273 m) vorgesehen, dessen Firngrat und Eisflanke guten Alpinisten vorbehalten ist. Wer diesen Gipfel nicht angehen will, kann in Ruhe die herrliche Gebirgslandschaft genießen und die Zeit am Lagerplatz verbringen.
Einreisebestimmungen:
Besucher aller Nationen benötigen für die Einreise nach Nepal ein Visum, das bei Ankunft am Flughafen in Kathmandu ausgestellt wird. Hierfür brauchen Sie ein Passfoto. Ihr Reisepass muss bei Einreise nach Nepal noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Preise (Stand Juli 08): mehrfache Einreise für bis zu 15 Tagen USD 25,-; mehrfache Einreise für bis zu 30 Tagen: USD 40,-; mehrfache Einreise für bis zu 90 Tagen: USD 100,-. Es werden auch Euro als Zahlungsmittel akzeptiert. Weitere Hinweise finden Sie auch unter www.nepalembassy-germany.com
Für Reisende aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, sich zu diesem Thema mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.
Hepatitis A + B: Eine aktive Impfung ist ratsam.
Malaria: Die Täler von Kathmandu und Pokhara und die Gebirgsregionen Nepals oberhalb 1.200 m sind malariafrei. Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht nur in den ländlichen Regionen des Terai-Distrikts, insbesondere im Grenzgebiet zu Indien (z. B. Royal Chitwan und Royal Bardia Park, Koshi Tappu Park).
Tetanus/Polio/Diphtherie: Eine Impfung bzw. Auffrischung ist unbedingt ratsam.
Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,86 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen - bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen bzw. die empfohlenen Kulturausflüge anzubieten, doch können wir für die exakte Durchführung der Ausschreibung keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Die Inlandsflüge in Nepal können wegen der begrenzten Flugraum-Kapazität oder aufgrund sonstiger Faktoren wie schlechte Witterungsbedingungen verschoben werden oder gar ausfallen; Geduld und kameradschaftliches Verhalten sind dann oberstes Gebot. Das Verspätungs- und Ausfallrisiko dieser Flüge liegt außerhalb unseres Einflussbereiches und geht allein zu Lasten der Teilnehmer. Mit Ihrer Reiseanmeldung nehmen Sie dieses Risiko auf sich.
Umwelt- und Sozialprojekte:
Wie in der Programmübersicht und im Internet dargestellt, sind uns Sozial- und Umwelt-Engagement wichtig. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gilt uns als ebenso selbstverständlich wie Respekt vor der Kultur unserer Gastgeber. In verschiedenen Ländern unterstützen wir und Sie als Teilnehmer oder Teilnehmerin bestimmter Reisen diverse Projekte. Im Folgenden eine Auswahl unserer Projekte in Nepal:
Ausbildung nepalischer Kultur- und Wander-Reiseleiter
Seit 1998 baut unser langjähriger, in Nepal lebender Reiseleiter ein wachsendes Team von einheimischen deutschsprachigen Reiseleitern durch Aus- und Fortbildung auf. Seminare unterschiedlichster Themen und Auswertungen von Tourenresonanzen sowie Erfahrungsaustausch untereinander führen zur Höherqualifizierung dieses Teams. Diese örtlichen Reiseleiter führen orts- und sachkundig vorwiegend unsere mit I und II bewerteten Kultur- und Wanderreisen. Für alle unsere Reiseleiter haben wir eine Kranken- und Unfallversicherung inkl. Rettungsflug abgeschlossen.
Ausrüstung der Begleitmannschaften für Trekkings
Seit 1996 lassen wir für die zu Trekkingtouren eingesetzten Nepali (Träger, Sherpas und bei Zelttouren Küchenpersonal) Trekkingausrüstung fertigen oder zukaufen. Auch bei uns gespendete neue Ausrüstung transportieren wir nach Nepal. Solche Garnituren (bisher rund 600) an Jacken, Überhosen, Mützen, Handschuhen, Fleecedecken, Sonnenbrillen, Socken und Schuhen kommen vorwiegend bei Trekkingrouten in größere Höhen und mit tieferen Temperaturen zum Einsatz und werden an das eingesetzte Personal ausgeliehen. Wir lassen alle eingesetzten Begleitmannschaften durch eine Kranken- und Unfallversicherung versichern.
Unterstützung der Sir Edmund Hillary Stiftung
Seit 1990 unterstützen wir aktiv die Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland durch großzügige Spenden für Infrastruktur-Projekte in Nepal und insbesondere für das Hillary Krankenhaus in Phaplu (im südlichen Solu Khumbu-Gebiet). Das Khunde Hospital oberhalb von Khumjung/Namche Bazar, das höchst gelegene Krankenhaus der Welt, gehört ebenfalls zu diesem Projekt. Wir beteiligen uns auch an der Werbung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der Hillary-Stiftung Deutschland mit Sitz in Bad Wiessee.
Klima
Aufgrund der extremen Höhenunterschiede gibt es viele klimatische Zonen in Nepal. Die beste Trekkingzeit ist von Oktober bis Ende April. Im Oktober und November ist die Sicht oft klar, die Landschaft ist nach den vorangegangenen Monsunregen grün. Im Dezember, Januar und Februar ist es tagsüber oft frühlingshaft mild, manchmal auch windig-kühl. Nachts kann - je nach Höhe - Frost herrschen. Die Sicht ist meist hervorragend. März und April bringen warmes Wetter; es gibt vereinzelt Regenfälle mit schönen Lichtstimmungen. Zudem beginnt die Rhododendronblüte. Fernblicke sind morgens klar, können tagsüber aber vom Dunst getrübt sein. Der Frühling geht Anfang Mai in eine Art Vormonsun über. Ab Juni bis Mitte September fallen die Hauptniederschläge in der Monsunzeit. Im Kathmandu-Tal ist das Klima gemäßigt, d. h. tagsüber ist es angenehm warm bis heiß, nachts kühlt es ab.
In den tiefen Lagen der Flusstäler wird es tagsüber recht heiß, besonders bei der Frühjahrs-Tour; in höheren Regionen kühlt es dagegen nachts stark ab (bis ca. minus 15°C). Bei beiden Hochlagern ist nachts mit einem Absinken der Temperaturen bis unter minus 20°C zu rechnen.
Ausrüstung
Entsprechend sollten Sie neben leichten Baumwollsachen und Sonnenschutz (Mütze, Creme) auch warme Kleidung (Daunenjacke, Pullover/Fleece, etc.) sowie einen sehr guten Schlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 15°C mitnehmen. Für das Trekking brauchen Sie eine bequeme Wanderausrüstung und stabile Bergschuhe mit Profilgummisohle (schneetauglich). Die Bergsteiger benötigen zusätzlich ihre eigene Eisausrüstung (Eispickel, Steigeisen, Gurt etc.). Seile werden von unserem Trekkingpartner gestellt.