Kanchenjunga-Basislager
24-tägiges Zelt-Trekking zum Basislager des Kanchenjunga
An der Grenze zu Sikkim und Tibet erhebt sich majestätisch das Gebirgsmassiv des Kanchenjunga. Er ist mit 8.598 m der dritthöchste Berg der Erde. Das Trekking führt zum Fuß der Kanchenjunga-Südwand, ins Ghunsa-Tal und schließlich zum Kanchenjunga-Basislager. Sie besteigen den Drohma-Sporngipfel (6.010 m), bevor der Weg zurück zum Ausgangspunkt nach Suketar führt.
Sun Pati Peak (5.500 m) und Drohma-Vorgipfel (6.010 m)
Trekking von der grünen Zone zu den Eisriesen
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Gulf Air von Frankfurt über Bahrain nach Kathmandu.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Ankunft in Kathmandu
Ankunft in Kathmandu und Transfer mit unserer Reiseleitung zum Hotel in Kathmandu (1.350 m). Vor dem Abendessen können wir evtl. noch einen kleinen Spaziergang in der Nähe des Hotels unternehmen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]
3. Tag Flug nach Biratnagar
Wir fliegen, je nach Flugplan, am Vor- oder Nachmittag nach Ostnepal. Wenn alles planmäßig verläuft, bringt uns eine Propellermaschine in die Stadt Biratnagar (asphaltierte Rollbahn), die an der Grenze zu Indien liegt. Dort verbringen wir voraussichtlich flugplanbedingt eine Nacht in einem Hotel und richten uns auf einfache Verhältnisse ein. Sollte am 4. Tag ein Direktflug nach Suketar möglich sein, bleibt uns heute Zeit für Besichtigungen in Kathmandu.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FMA]
4. Tag Flug nach Suketar - Lali Kharka
Aus der Tiefebene fliegen wir morgens in ca. 30 Min. Richtung Norden ins Gebirge nach Suketar (ca. 2.350 m), dem Flugplatz der Distrikthauptstadt Taplejung. Die Landepiste liegt spektakulär auf einem Bergrücken. Die nepalische Begleitmannschaft teilt die Lasten auf, dann geht es los. Gemütlich wandern wir den Bergrücken leicht ansteigend aufwärts bis zum Teehaus Deurali Bhanjang (2.450 m) und durch den dschungelartigen Wald weiter bis zur Passhöhe (2.650 m). Steil führt nun der Weg abwärts bis Lali Kharka (2.305 m).
Gehzeit: 2,5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 650m; Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Tembewa - Simbu - Sinchewa Bhanjyang
Vorbei an Terrassenfeldern gelangen wir nach Tembewa , einem schönen Dorf mit strohgedeckten Lehmhäusern ( 2000 m ). Über Simbu (1.800 m) wandern wir nun steil abwärts, durch Hirse- und Reisfelder hindurch bis in den Talgrund (1.300 m). Über eine kleine Hängebrücke gelangen wir auf die andere Talseite und steigen durch besiedeltes Gebiet über einen guten Steig wieder aufwärts. Wir queren ein weites Tal zu einem kleinen Übergang beim Dorf Sinchewa Bhanjyang (2.130 m).
Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 900m; Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Kesheba - Anpan - Phumphedanda
Durch Terrassenfelder geht es über Kesheba (2.000 m) und weitere hübsche und blumengeschmückte Dörfchen bis zu einem dschungelartigen Wald mit Farnen und Orchideen. Erst wandern wir steil bergab bis auf 1.720 m und dann in stetigem Auf und Ab nach Anpan (1.834 m).
Durch Reisfelder spazieren wir nach Yangpang. Nun geht es durch einen dschungelartigen Wald steil hinunter, vorbei an kleinen Wasserfällen und im ständigen Auf und Ab zum Phumphedanda-Teehaus.
Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 1100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Mamangkha - Yamphudin
Wir steigen in einen Graben ab und weiter ins Tal bis zu einer Brücke (1.530 m). Nach einem steilen Anstieg erreichen wir Mamangkha (1.790 m), ein großes Dorf mit schönen Häusern und Blumen auf den Balkonen und in den Gärten. In ständigem Auf und Ab steigen wir über steile Grashänge zum Fluss hinab und erreichen bald das Dorf Yamphudin (1.700 m).
Gehzeit: 6,5h; Aufstieg: 1100m; Abstieg: 1300m; Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Dhupi Bhanjyang-Pass - Omje Khola-Tal
Am Checkpost vorbei wandern wir bis zu einer Holzbrücke und dann ein kleines Stück das Khabeli Khola-Tal einwärts, bis wir langsam und stetig den Aufstieg zum Dhupi Bhanjyang-Pass (2.550 m) beginnen. Durch den lichter werdenden Wald erreichen wir nach ca. 2,5 Std. die Passhöhe. Nach einer Rast steigen wir über unzählige Holzstufen durch einen urwaldähnlichen Wald ins Tal des Omje Khola hinunter und erreichen nach ca. 45 Min. den Lagerplatz (2.340 m).
Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 250m; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Lamite Bhanjyang - Simbuwa Khola (Tortong)
Steil steigen wir über einen "Stufenweg" durch dichten Bambus- und Rhododendronwald aufwärts und gewinnen rasch an Höhe. Weit reicht der Blick talauswärts über unzählige Hügelketten bis zum tief gelegenen Yamphudin. Nach ca. 3,5 bis 4,5 Std. erreichen wir die Passhöhe Lamite Bhanjyang (3.410 m) und steigen nun durch den wieder dichten Wald ins Simbuwa Khola-Tal ab. Am Fluss und bei der Brücke finden wir einen guten Platz zum Campieren (3.000 m).
Gehzeit: 5,5-6h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 700m; Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Anda Phedi - Tseram
Durch einen Wald mit Riesenrhododendron und Himalayazedern, deren Stämme fast zwei Meter Durchmesser haben, wandern wir talaufwärts. Nach einer Biegung sind erstmals hohe, schneebedeckte Berge zu sehen. Das Tal wird nun weiter und schöner. Nach ca. 2,5 bis 3,5 Stunden erreichen wir Anda Phedi (3.560 m). Auf der orographisch rechten Talseite des Simbuwa Khola wandern wir weiter. Der Fluss hat sich hier tief eingeschnitten. Vorbei an Gebetsfahnen, teilweise am Flussufer, teilweise im Wald, wandern wir weiter taleinwärts und erreichen nach einem kurzen steilen Anstieg das auf einer kleinen Terrasse gelegene Tseram (3.870 m). Weit hinten im Tal ist bereits ein Gipfel des "Kabru" zu sehen.
Gehzeit: 4-4,5h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Ruhetag
Akklimatisierungstag in Tseram
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Lapsang - Ramche
Vorbei an Lapsang Bara, einer kleinen Yakalm, wandern wir taleinwärts. Über herrliche Almenmatten gelangen wir nach Lapsang (4.320 m). Riesige Yakherden weiden auf den Wiesen. Vorbei an kleinen, durch die Moräne aufgestauten Seen erreichen wir Ramche (4.615 m), einen idyllisch gelegenen Platz, eingebettet zwischen den Eisgraten des Rathong und Kokhtang, am Rande des Yalung-Gletschers. Bei zwei kleinen Hütten stellen wir die Zelte auf.
Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag(B) Sun Pati Peak
Die Bergsteiger ziehen früh los, um den technisch unschwierigen Sun Pati Peak (5.500 m) zu besteigen. Der Aufstieg von 900 Höhenmetern dauert 3 - 4 Std. Die Etappe ist wegen der Höhe und der steilen, mit Felsblöcken und Geröll bedeckten Hänge anstrengend und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Oben bietet sich ein unglaublicher Rundblick auf das ganze Kanchenjunga-Massiv mit West-, Haupt- und Südgipfel. Seinen Namen erhielt der Sun Pati ("goldenes Blatt") bei unserer Erkundungstour im Dezember 1988, da am Rande des Yalung-Gletschers viele Rhododendron-Sträucher gleichen Namens wachsen. Unser Abstieg zum Yalung-Gletscher und ins Lager von Ramche (4.600 m) dauert 2 - 3 Std. Mit etwas Glück können wir an diesem Tag auch Blauschafe entdecken.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung [FMA]
14. Tag Upper-Tseram
Leicht bergab wandern wir den schon bekannten Weg zurück nach Tseram und schlagen etwas oberhalb der Alm auf 4.100 m Höhe unser Lager auf.
Gehzeit: 2,5-3h; Aufstieg: 50m; Abstieg: 600m; Übernachtung im Zelt [FMA]
15. Tag Sinelapche Bhanjyang - Mirgin La - Sinion La - Sele La
Erholt und ausgeruht beginnen wir in aller Früh den Aufstieg auf die Pässe. Bald erreichen wir zwei kleine Seen, Chaklung Pokhari und sehen die Gebetsfahnen und Steinmännchen am ersten Pass, dem Sinelapche Bhanjyang (4.685 m). Von hier haben wir nochmals einen herrlichen Blick zum "Kantsch"-Südgipfel. Nun queren wir zur Westseite und erreichen in stetigem Auf und Ab den Mirgin La (4.620 m). Nach der Querung eines weiteren Schotterkessels stehen wir auf dem Sinion La, ebenfalls 4.600 m hoch. Weit im Nordwesten ist der Gipfel des Makalu zu sehen und bei klarem Wetter auch der Gipfel des Mt. Everest zu entdecken. Hinter der nächsten Biegung steht imposant der Yannu mit seinen gewaltigen Eisflanken vor uns. Abwärts querend erreichen wir den Sele La (4.300 m) und steigen über die Almenmatten steil hinunter zur Campsite (4.200 m) an einem kleinen Bach.
Gehzeit: 6,5-7h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 850m; Übernachtung im Zelt [FMA]
16. Tag Ghunsa
Leicht bergab wandern wir durch einige Mulden nordwärts bis wir weit ins Ghunsa Khola-Tal hinunter- und hineinsehen. Nun tauchen wir in einen dichten Rhododendronwald ein und steigen sehr steil ins Tal ab. Hier können wir bereits Ghunsa sehen. Bald wird der Weg flacher, und wir erkennen die zahlreichen, zwischen Kartoffelfeldern liegenden doppelstöckigen Häuser der Ortschaft: Unten befinden sich die von Steinmauern umgebenen Stallungen, über eine Treppe gelangt man in die oben gelegenen Wohnräume. Am Police Checkpost in Ghunsa werden unsere Trekking Permits kontrolliert. Bei einigen Bauernhäusern (3.500 m) schlagen wir unsere Zelte auf.
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 1000m; Übernachtung im Zelt [FMA]
17. Tag Rampuk Kharka - Kambachen
Durch steiniges Gelände und Mischwald (Rhododendron, Lärchen, Berberitzen, Wacholder, etc.) führt der Weg teils am Fluss entlang, teils in höhere Regionen hinauf. Nach 3 Std. ist hinter Rampuk Kharka ein steiler Aufstieg auf einen felsigen Hügel zu bewältigen. Bei klarem Wetter sehen wir den Yannu (bzw. Kumbhakarna, 7.710 m hoch), einen für die Einheimischen heiligen Berg. Er ist bisher unbestiegen, da keine Genehmigung für einen Gipfelgang erteilt wird. Allmählich weicht der Baumbestand niedrigen Büschen und nach Queren des Dakunapo-Zuflusses treffen wir bei der Alm Kambachen (ca. 4.130 m) ein. Hier zeigen sich im Westen die Gipfel des Sharphu-Massivs (7.070 m).
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
18. Tag Ramtang - Lhonak Camp
Auf der rechten Seite des Ghunsa Khola folgen wir dem Pfad oberhalb des Flusses, kommen durch felsiges Gebiet, steigen kurz zum Fluss ab und marschieren weiter bergan auf einen terrassierten Hügel. Das Tal weitet sich, und nach rund 2,5 Std. treffen wir auf die kleinen Hütten der Alm Ramtang. Zunächst relativ eben, dann über eine kleine Moräne zieht sich der Weg in 2 Std. bis zur Einmündung des Seitentals vom Lhonak-Gletscher. Hier am Lhonak Camp (4.780 m), nahe der Endmoräne des Kanchenjunga-Gletschers, errichten wir das Lager mit Blick auf viele Sechs- und Siebentausender.
Gehzeit: 4-4,5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
19. Tag Pang Pema - Kanchenjunga Basislager
Auf der rechten Seite des Kanchenjunga-Gletschers wandern wir einen Pfad aufwärts. Am Horizont tauchen mehrere Siebentausender auf, z. B. Pyramid Peak (7.123 m), Tent Peak (7.365 m), Nepal Peak (7.168 m) und die Twins (7.350 m). Unser Weg führt über herrliche Almböden weiter hinauf, bis wir im wahrsten Sinne des Wortes den Höhepunkt des Trekkings erreichen: das Lager von Pang Pema auf 5.150 m, unterhalb des majestätischen Kangchenjunga, des mit 8.598 m Höhe dritthöchsten Berges der Welt. Ein überwältigender Anblick, der die Anstrengungen der vergangenen Wandertage schnell vergessen lässt! Der Zeltplatz am Fuße der fast 7.000 m hohen Drohma Peaks gilt als nördliches Kanchenjunga-Basislager. Auch hier sind manchmal große Herden von Blauschafen zu sehen.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
20. Tag Reservetag
Sollte es zu Verzögerungen gekommen sein, ist dieser Tag als Reservetag vorgesehen. Ansonsten steht er für kleine Ausflüge zur Verfügung, vom Basislager aus zu diversen Aussichtspunkten. Bergsteiger etwa können vom Lager aus in 4 - 5 Stunden den 6.010 m hohen östlichen Vorgipfel der Drohma Peaks besteigen. Im Gelände mit Felsblöcken und Geröll benötigt man bis ca. 5.950 m gute Trittsicherheit.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung im Zelt [FMA]
21. Tag Lhonak - Kambachen
Wir verlassen das Basislager und kehren auf bekanntem Weg über Lhonak zurück nach Kambachen (4.130 m).
Gehzeit: 5,5-6h; Abstieg: 1400m; Übernachtung im Zelt [FMA]
22. Tag Ghunsa - Phere
Über Ghunsa wandern wir talauswärts in Richtung Phale (3.200 m, auch Phere genannt), ein Dorf für Tibetische Flüchtlinge, die sich nach 1959 hier niedergelassen haben. Hier befinden sich zwei Gompas, eine der Gelugpa (Gelbmützen-Schule), und eine der Nyingmapa (Rotmützen-Schule). Nach der Kartoffelernte wandert ein Teil der buddhistischen Bevölkerung von Ghunsa ins wärmere Phere, um sich neben der Almwirtschaft saisonal der Teppichknüpfkunst zu widmen.
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 1000m; Übernachtung im Zelt [FMA]
23. Tag Gyabla - Amjilosa
Talauswärts führt unser Weg zuerst durch Lärchen- später dann durch Rhododendronwald. Steil steigen wir zum Bachbett ab, um gleich darauf zum Ort Gyabla (2.750 m) aufzusteigen. Ab jetzt wird der Weg mühsamer. Noch einmal geht es hinunter zum Bach und auf seiner anderen Seite ebenso steil wieder 300 Höhenmeter hinauf. Durch dichten Bambusdschungel wandern wir weiter. Das Tal ist tief eingeschnitten und die Hänge auf beiden Seiten sind ungemein steil. Bald erreichen wir die ersten Häuser von Amjilosa (2.450 m).
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Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 1400m; Übernachtung im Zelt [FMA]
24. Tag Camp vor Sekanthum
Wir haben einige steile Auf- und Abstiege in üppiger Vegetation zu bewältigen. Es gibt hier einen neuen Weg mit vielen Flußüberquerungen nach Japantar.
Gehzeit: 3,5h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 1100m; Übernachtung im Zelt [FMA]
25. Tag Chirwa
Bald erreichen wir den kleinen Ort Sekanthum (1.700 m), ein kleines Stück weiter kommen wir zum Zusammentreffen dreier Flüsse: Aus dem Norden kommt der Tamur Khola, aus Nordosten der Ghunsa Khola (entspringt am Kanchenjunga-Gletscher) und aus Osten kommt der Simbua Khola, der am Yalung-Gletscher entspringt. Das Tamur Khola-Tal wandern wir in ständigem Auf und Ab auswärts bis Chirwa (1.250 m).
Gehzeit: 4,5h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 600m; Übernachtung im Zelt [FMA]
26. Tag Jogidanda - Gavidanda - Bhanjyang
Wir verlassen nun das Tamur Khola-Tal und wandern erst gemächlich ansteigend , dann etwas steiler ( aber immer wieder Auf und Ab ) zur Ortschaft Jogidanda (1.100 m). Hinter dem Bergrücken namens Gavidanda (2.000m) erreichen wir unser Camp bei Bhanjyang.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 1500m; Abstieg: 800m; Übernachtung im Zelt [FMA]
27. Tag Suketar
Heute wandern wir an einer Sherpa - Community vorbei weiter in Richtung Suketar. Zum letzten Mal stellen wir hier unsere Zelte auf (2.350 m). Abends können wir ein kleines Abschlussfest mit unserer Begleitmannschaft feiern.
Gehzeit: 2,5h; Aufstieg: 450m; Übernachtung im Zelt [FMA]
28. Tag Rückflug nach Kathmandu
Heute ist der Rückflug von Suketar über Biratnagar in Nepals Hauptstadt vorgesehen. Im Laufe des Tages kehren wir nach Kathmandu zu unserem Hotel zurück. Bei Flugausfall fliegen wir erst am nächsten Tag weiter nach Kathmandu.
Übernachtung im Hotel [FA]
29. Tag Kathmandu - Bhaktapur
Vormittags besichtigen wir die historische Altstadt von Kathmandu. Rund um den alten Königspalast Hanuman Dhoka sind Dutzende von Hindu-Tempeln zu sehen; harmonisch wirken das warme Rostrot der Ziegeln und die reich mit Schnitzarbeiten verzierten Balken aus braunschwarzem Salbaumholz. Vorbei am größten und ältesten Tempel der Stadt, der Taleju-Pagode, bummeln wir durch belebte Bazarstraßen nach Norden ins Einkaufsviertel Thamel.
Am Nachmittag empfehlen wir folgende fakultative Besichtigung mit Reiseleitung: Als kultureller Höhepunkt erwartet uns die Königsstadt Bhaktapur, die als schönste Stadt des ganzen Landes gilt. Einzigartig ist ihr gut erhaltenes, in den 70er Jahren restauriertes, mittelalterliches Stadtbild. Auf dem Durbar Square bewundern wir die Hindu-Tempel mit bemalten Holzschnitzereien und steinernen Schutztieren und das vergoldete Eingangsportal des Königspalasts. Wir kommen zum Platz mit der höchsten Pagode Nepals, dem fünfgeschossigen Nyatapola. In der Nähe lockt das Töpferviertel zu einem Abstecher, bevor wir in den Osten der Stadt zum Dattatreya-Platz spazieren. Hier bestaunen wir die ehemaligen Priesterhäuser mit kunstvoll geschnitzten Fensterrahmen aus braunschwarzem Salbaumholz.
Abends treffen wir uns zu einem gemütlichen Abschiedsessen.
Übernachtung im Hotel [FA]
30. Tag Kathmandu: Pashupatinath - Bodnath - Heimreise
Heute besteht die Möglichkeit an folgenden fakultativen Ausflügen mit Reiseleitung teilzunehmen: Morgens besuchen wir zuerst Pashupatinath am heiligen Bagmati-Fluss. Für Hindus ist dies der heiligste Ort in Nepal. Gläubige pilgern sogar aus Indien zu dieser Gedenkstätte für den Gott Shiva, der hier in seiner Inkarnation als Herr der Tierwelt verehrt wird. Der im Pagoden-Stil errichtete Haupttempel ist nur Hindus zugänglich, doch von außen ist der Blick auf den riesigen vergoldeten Nandi-Stier möglich. Von einer Aussichtsterrasse überblicken wir das gesamte Areal mit seinen Tempeln, Schreinen, Verbrennungsplätzen und Herbergen am Ufer des Bagmati, wo Pilger ihre rituellen Handlungen ausführen.
Weiter geht es nach Bodnath, dem religiösen Zentrum der in Nepal lebenden Tibeter. Hier erhebt sich die größte Stupa-Anlage des Landes, über deren Terrasse wir "im Uhrzeigersinn" pilgern. Der gesamte Bereich um den 40 m hohen Stupa mit vielen Buddhastatuen, Nischen mit Gebetsmühlen und ansehnlichen neuen Klosteranlagen vermittelt viel Atmosphäre. Falls möglich werfen wir einen Blick in die reich geschmückte ältere Gompa westlich des Stupa, in der eine überlebensgroße Statue des Maitreya-Buddha thront.
Gegen Abend werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Deutschland.
[F]
31. Tag Ankunft
Ankunft in Deutschland.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Dieses Trekking ist anspruchsvoll und nur für geübte Wanderer mit ausgezeichneter Kondition geeignet. Die täglichen Wanderetappen liegen zwischen 4 und 8 Stunden reiner Gehzeit und betragen meist um die 5 - 6 Stunden, wobei im Aufstieg maximal 1.400 m sowie im Abstieg maximal 1.500 m zu bewältigen sind. Große Ausdauer erfordern die tagelangen Etappen durch Flusstäler, denn in stetigem Auf und Ab queren Sie Bergrücken und Nebenflüsse, wobei Sie abwechselnd in Regionen oberhalb der Flüsse aufsteigen und dann wieder zum Talgrund hinunter laufen. Überwiegend sind die Wege in gutem Zustand, es kommen aber auch einfachere, teils steile und ausgesetzte Bergpfade vor, besonders wenn die Etappe durch felsige oder geröllbedeckte Abschnitte sowie durch von Erosion geprägte Gebiete führt. Es ist zwar kein klettertechnisches Können erforderlich, Sie müssen jedoch unbedingt schwindelfrei und trittsicher sein.
Da Sie in Regionen von über 5.000 m (Pang Pema 5.150 m und fakultativ Sun Pati Peak 5.500 m) kommen, zwei Pässe von gut 4.700 m überqueren und sich längere Zeit in Höhen von über 4.000 m aufhalten, ist Ihr Körper einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Die Gefahr einer Höhenkrankheit ist nicht zu unterschätzen. Ihr Organismus muss gesund und belastbar sein; insgesamt müssen Sie über eine gute körperliche Gesamtverfassung verfügen. Die anstrengende Besteigung des Sun Pati Peak (ca. 5.500 m) sowie des Drohma-Sporngipfels (6.010 m) ist ohne Eisausrüstung durchführbar und erfordert neben sehr guter Trittsicherheit keine besonderen technischen Kenntnisse. Zu bedenken ist, dass die Route weglos ist und teils über lockeres Geröll, teils über Felsen führt (einige Male müssen Sie auch die Hände beim Steigen zu Hilfe nehmen).
Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Reise eine gute Kondition anzueignen. Unternehmen Sie Wanderungen, Waldläufe und/oder machen Sie Konditionstraining. Konsultieren Sie bitte vor Reiseantritt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen Sie Herz und Kreislauf prüfen. Beachten Sie bitte, dass Sie in abgelegenen Gebieten unterwegs sind und die genannte Leistung beim Trekking konstant über 24 Tage erbracht werden muss. Dies erfordert viel Energie und Durchhaltevermögen in physischer wie in psychischer Hinsicht. Innerhalb der Gruppe wird von allen Teilnehmenden Gemeinschaftsgeist und Hilfsbereitschaft erwartet. Während des Trekkings übernachten Sie in Zwei-Personen-Zelten mit Isoliermatten. Ihre Begleitmannschaft kümmert sich um das Gepäck, baut die Zelte auf und ab, kocht und serviert. Sie selber tragen nur das Notwendigste (Trinkflasche, Fleece/Jacke, Regenschutz, Fotoapparat, etc.) in Ihrem Tagesrucksack; das restliche Gepäck wird von Trägern transportiert. Bitte haben Sie Verständnis und stellen Sie keine hohen Ansprüche, wenn das Essen im Verlauf des Trekkings etwas einseitig werden kann. Da es unterwegs nur wenig Gelegenheit gibt, Frischwaren wie Brot, Fleisch, Obst und Gemüse zu erhalten, muss die Mannschaft einen Großteil der Verpflegung vorher einkaufen und für das Trekking mitnehmen.
Einreisebestimmungen:
Besucher aller Nationen benötigen für die Einreise nach Nepal ein Visum, das bei Ankunft am Flughafen in Kathmandu ausgestellt wird. Hierfür brauchen Sie ein Passfoto. Ihr Reisepass muss bei Einreise nach Nepal noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Preise (Stand Juli 08): mehrfache Einreise für bis zu 15 Tagen USD 25,-; mehrfache Einreise für bis zu 30 Tagen: USD 40,-; mehrfache Einreise für bis zu 90 Tagen: USD 100,-. Es werden auch Euro als Zahlungsmittel akzeptiert. Weitere Hinweise finden Sie auch unter www.nepalembassy-germany.com
Für Reisende aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, sich zu diesem Thema mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.
Hepatitis A + B: Eine aktive Impfung ist ratsam.
Malaria: Die Täler von Kathmandu und Pokhara und die Gebirgsregionen Nepals oberhalb 1.200 m sind malariafrei. Ein ganzjähriges Malariarisiko besteht nur in den ländlichen Regionen des Terai-Distrikts, insbesondere im Grenzgebiet zu Indien (z. B. Royal Chitwan und Royal Bardia Park, Koshi Tappu Park).
Tetanus/Polio/Diphtherie: Eine Impfung bzw. Auffrischung ist unbedingt ratsam.
Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,86 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Diese Reise führt in ein abgelegenes Gebiet und hat daher Pioniercharakter. Bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, nicht begehbare Wege, organisatorische Schwierigkeiten oder andere Faktoren kann es zu Routenänderungen und/oder Programmumstellungen kommen. Im Hinblick auf die einfachen Verhältnisse und Bedingungen wird von allen Gruppenmitgliedern Toleranz erwartet. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht übernehmen. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen. Wir danken für Ihr Verständnis.
Die Inlandflüge in Nepal können wegen der begrenzten Flugraum-Kapazität oder sonstigen Faktoren wie schlechten Witterungsbedingungen verschoben werden oder gar ausfallen; Geduld und kameradschaftliches Verhalten sind dann oberstes Gebot. Das Verspätungs- und Ausfallrisiko dieser Flüge liegt außerhalb unseres Einflussbereiches und geht allein zu Lasten der Teilnehmer. Mit Ihrer Reiseanmeldung nehmen Sie dieses Risiko auf sich.
Umwelt- und Sozialprojekte:
Wie in der Programmübersicht und im Internet dargestellt, sind uns Sozial- und Umwelt-Engagement wichtig. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gilt uns als ebenso selbstverständlich wie Respekt vor der Kultur unserer Gastgeber. In verschiedenen Ländern unterstützen wir und Sie als Teilnehmer oder Teilnehmerin bestimmter Reisen diverse Projekte. Im Folgenden eine Auswahl unserer Projekte in Nepal:
Ausbildung nepalischer Kultur- und Wander-Reiseleiter
Seit 1998 baut unser langjähriger, in Nepal lebender Reiseleiter ein wachsendes Team von einheimischen deutschsprachigen Reiseleitern durch Aus- und Fortbildung auf. Seminare unterschiedlichster Themen und Auswertungen von Tourenresonanzen sowie Erfahrungsaustausch untereinander führen zur Höherqualifizierung dieses Teams. Diese örtlichen Reiseleiter führen orts- und sachkundig vorwiegend unsere mit I und II bewerteten Kultur- und Wanderreisen. Für alle unsere Reiseleiter haben wir eine Kranken- und Unfallversicherung inkl. Rettungsflug abgeschlossen.
Ausrüstung der Begleitmannschaften für Trekkings
Seit 1996 lassen wir für die zu Trekkingtouren eingesetzten Nepalis (Träger, Sherpas und bei Zelttouren Küchenpersonal) Ausrüstungen fertigen oder zukaufen. Auch bei uns gespendete neue Ausrüstungen transportieren wir nach Nepal. Solche Garnituren (bisher rund 600) an Jacken, Überhosen, Mützen, Handschuhen, Fleecedecken, Sonnenbrillen, Socken und Schuhen kommen vorwiegend bei Trekkingrouten in größere Höhen und mit tieferen Temperaturen zum Einsatz und werden an das eingesetzte Personal ausgeliehen. Wir lassen alle eingesetzten Begleitmannschaften durch eine Kranken- und Unfallversicherung versichern.
Unterstützung der Sir Edmund Hillary Stiftung
Seit 1990 unterstützen wir aktiv die Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland durch großzügige Spenden für Infrastruktur-Projekte in Nepal und insbesondere für das Hillary Krankenhaus in Phaplu (im südlichen Solu Khumbu-Gebiet). Das Khunde Hospital oberhalb von Khumjung/Namche Bazar, das höchst gelegene Krankenhaus der Welt, gehört ebenfalls zu diesem Projekt. Wir beteiligen uns auch an der Werbung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der Hillary-Stiftung Deutschland mit Sitz in Bad Wiessee.
Klima
Aufgrund der extremen Höhenunterschiede gibt es viele klimatische Zonen in Nepal. Die beste Trekkingzeit ist von Oktober bis Ende April. Im Oktober und November ist die Sicht oft klar, die Landschaft ist nach den vorangegangenen Monsunregen grün. Im Dezember, Januar und Februar ist es tagsüber oft frühlingshaft mild, manchmal auch windig-kühl. Nachts kann - je nach Höhe - Frost herrschen. Die Sicht ist meist hervorragend. März und April bringen warmes Wetter; es gibt vereinzelt Regenfälle, die zu schönen Lichtstimmungen führen können. Zudem beginnt die Rhododendronblüte. Fernblicke sind morgens klar, können tagsüber aber vom Dunst getrübt sein. Der Frühling geht Anfang Mai in eine Art Vormonsun über. Mitte Juni bis September fallen die Hauptniederschläge in der Monsunzeit. Im Kathmandu-Tal ist das Klima gemäßigt, d. h. tagsüber ist es meist angenehm warm, und abends kühlt es etwas ab.
Das Klima in den tieferen Regionen ist warm. Beim Frühjahrstermin kann es in den Talregionen sogar sehr heiß werden (über 30°C). Dagegen ist in den höheren Lagen - besonders nachts - sowie bei der Herbsttour teils mit großer Kälte zu rechnen. Insgesamt herrscht in Ostnepal, im Verhältnis zu anderen Landesteilen, bedingt durch die Zunahme der Niederschläge von West nach Ost und die Nähe der Flüsse Tamur und Arun, ein feuchteres Klima.
Ausrüstung
Den klimatischen Bedingungen entsprechend sollten Sie sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme Kleidung sowie einen guten Schlafsack (mit einem Komfortbereich von bis zu minus 15°C) mitnehmen. Außerdem sind Wanderausrüstung und stabile, schneefeste Bergschuhe mit Profilsohle erforderlich. Teleskop-Tourenstöcke sind empfehlenswert. Als Auflage auf die gestellte Isoliermatte können Sie eine selbst aufblasbare Thermomatte mitnehmen.