Kulinarische Wanderreise
6 landschaftlich abwechslungsreiche Tageswanderungen
Geschmackvolle Küche, exzellenter Cognac,
UNESCO-Weltkulturerbe: Klöster Geghard, Haghpat, Sanahin und Echmiadzin
Intensive Begegnungen mit offenen und herzlichen Menschen
Versteinerte Geschichte - lebendige Gegenwart
Klosterfestung Tatev hoch über der Voratan-Schlucht
Kloster Sevan über dem Sevan-See, der blauen Perle Armeniens
Auf dieser Reise wandern Sie kulinarisch und kulturell zwischen Orient und Okzident. Die Geschichte des Landes schlägt sich in der armenischen Küche nieder. Viele Gerichte sind türkisch, arabisch, persisch, georgisch und russisch beeinflusst. Freuen Sie sich auf ein unvergleichlich reichhaltiges und vielfältiges Angebot. Sie werden auf dieser Reise nicht nur in den Genuss vieler Köstlichkeiten kommen, sondern Sie helfen auch bei der Zubereitung der Gerichte mit. Bei so gutem und reichhaltigem Essen darf natürlich die Bewegung nicht zu kurz kommen! Bei sechs Wanderungen erleben Sie eine Landschaft, die nicht weniger vielfältig ist als das Essen: wilde Schluchten, schneebedeckte Berge und fruchtbare Ebenen! Sie wandern zu Kulturdenkmälern und architektonischen Kostbarkeiten im ältesten christlichen Land der Erde. So bekommen Sie tiefe Einblicke in das Leben der Menschen. Ein armenisches Sprichwort sagt: "Es ist schwer Armenien zu verlassen, aber noch schwerer nicht wieder zu kommen."
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Czech Airlines von Frankfurt über Prag nach Yerevan.
2. Tag Yerevan
Morgens, nach der Ankunft, werden wir zu unserem Hotel gebracht und nehmen ein spätes Frühstück zu uns. Am Nachmittag machen wir schon einen 2-stündigen Rundgang im Stadtzentrum und können von einem Aussichtspunkt die armenische Hauptstadt (950 m) betrachten. Bei gutem Wetter zeigt sich in der Ferne der mächtige Berg Ararat mit seiner weißen Schneekappe!
Wir werden das Museum für Geschichte sowie das Genozid-Museum mit der Gedenkstätte für die Opfer des Völkermords an der armenischen Bevölkerung besuchen. Im Museum für Geschichte gleicht ein Besuch einer faszinierenden Zeitreise, die in der Steinzeit beginnt und bis ins 19. Jh. reicht. Werkzeug aus Stein, Gegenstände aus Bronze und Eisen, Waffen aus der Zeit des urartäischen Reiches, Statuetten, Krüge, Münzen, Schmuck und Haushaltsgegenstände zeugen von der Lebensweise der Menschen. In der ethnografischen Abteilung sind Trachten, Teppiche, Amulette und landwirtschaftliche Geräte untergebracht. Auch von der Architektur des Mittelalters und der städtischen Kultur der einstigen armenischen Hauptstädte Artashat, Dvin und Ani kann man sich in diesem Museum ein Bild machen.
In der Markthalle gönnen wir uns einen Augenschmaus - frisches Obst und Gemüse wird hier feilgeboten, aber auch getrocknete Früchte und daraus zubereitete Leckereien gibt's in Hülle und Fülle!
Am Abend speisen wir in einem Restaurant - lassen Sie sich zum ersten Mal von der traditionellen armenischen Küche überraschen! Vom Küchen-Chef erfahren wir viel über Entwicklung und Traditionen der armenischen Küche.
3. Tag Yerevan - Khor Virap - Noravank - Zorats Karer - Goris
Wir fahren zum Kloster Khor Virap, einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Armeniens. Eng verbunden ist der Ort mit dem Namen des heiligen Grigor. Hier soll sich das tiefe Erdloch befunden haben, in dem der Christ Grigor auf Befehl des Königs, im damals heidnischen Armenien, 13 Jahre eingekerkert wurde. Das Kloster liegt in unmittelbarer Nähe der türkischen Grenze und wir haben einen herrlichen Blick auf den Berg Ararat, der hier zum Greifen nah erscheint.
Wir unterbrechen unsere Fahrt in der wichtigsten Weinbauregion Armeniens. Natürlich lassen wir es uns nicht entgehen, auch eine Weinprobe zu machen.
Sehenswert ist auch das Kloster Noravank (13.Jh.), ein Bauwerk aus rötlichem Stein, das einsam auf einer Anhöhe vor zerklüfteten Felsen steht.
Unter freien Himmel, umgeben von hohen Felswänden essen wir in einem Restaurant zu Mittag und lassen uns die Spezialitäten der Region Vayots Dzor schmecken.
Mit dem Besuch eines antiken Observatoriums beschließen wir den Tag. Wir fahren nach Zorats Karer, auch Armeniens Stonehenge genannt. Errichtet vor mehr als 6000 Jahren, wurde es bis zur Annahme des Christentums in Armenien benützt.
In Goris übernachten wir in einem liebevoll gestalteten Hotel. Zum Abendessen stehen spezielle Gerichte aus Süd-Armenien, der Syunik-Region, auf der Speisekarte, die wieder vom Koch erklärt und vorgestellt werden.
4. Tag Trekking: Klosterkomplex Tatev
Eine etwa 1-stündige Fahrt bringt uns von Goris zum Dorf Ltsen. Von dort geht es auf Schusters Rappen weiter. Durch die Berge der Syunik-Region, über Blumenwiesen und durch Wälder, vorbei an Quellen und Bächen wandern wir zum Klosterkomplex Tatev (1.500 m). Die Auf- und Abstiege sind nicht sehr steil. Mittags gibt's ein Picknick unterwegs. Der Klosterkomplex befindet sich beim Dorf Tatev. Im Mittelalter war das Kloster eines der wichtigsten Zentren der Armenischen Apostolischen Kirche, armenischer Wissenschaft und Bildung. Durch seine strategisch günstige Lage hoch über dem Vorotan-Canyon war es geschützt und kaum erreichbar. Viel gepriesen werden seine Architektur und Kunstwerke. Für die Besichtigung des Klosterkomplexes lassen wir uns Zeit.
Wir fahren zurück nach Goris und können uns auf die ausgezeichnete Küche des uns bereits vertrauten Hotels freuen.
5. Tag Wanderung Kloster Gndevank - Arpa-Schlucht, Jermuk
Wir fahren zum Dorf Gndevaz und starten zu unserer 4- bis 5-stündigen Wanderung zum Kloster Gndevank (10. Jh.). Es geht durch die landschaftlich reizvolle Arpa-Schlucht nach Jermuk. Jermuk ist bekannt für seine Mineralquellen und schon zur Sovejzeit wurden hier große Mengen Mineralwasser abgefüllt.
6. Tag Noratus - See Sevan
Auf einem Ast der Seidenstraße fahren wir über den Selim-Pass zum Sevan-See. Wir kommen an einer Karawanserei vorbei und werden dort kurz haltmachen.
Der Sevan-See, auch die Perle Armeniens genannt, liegt auf 1.900 m Höhe und ist gut 78 km lang. In der Geschichte Armeniens hat der See stets eine wichtige Rolle gespielt.
Am Nachmittag erwartet uns ein kultureller Höhepunkt. Wir besuchen den Friedhof von Noratus. Auf einer Halbinsel südlich des Dorfes befinden sich hunderte fein gemeißelter Kreuzsteine, die aus mehreren Jahrhunderten stammen. Sie muten an wie ein steinerner Wald. Die ältesten Chatsch'khare (Kreuzsteine), ein für Armenien typisches Kulturgut, sind im 5. Jh. n. Chr. entstanden. Überall im Land finden sich diese oft kunstvoll gearbeiteten Steine, doch nirgends gibt es so viele wie in Noratus.
Weiterfahrt zur Sevan-Halbinsel. Ursprünglich eine Insel, ist sie durch das Sinken des Wasserspiegels heute eine Halbinsel. Eine prächtige Aussicht über den See bietet sich vom Kloster Sevan (9.Jh.), das auf der Halbinsel thront.
Die kulinarische Besonderheit dieser Region ist natürlich Fisch. Unter der fachkundigen Anleitung des Chef-Kochs werden wir heute das erste Mal selber den Kochlöffel schwingen und quasi als "Küchenhilfe" unsere Hauptspeise selber zubereiten.
7. Tag Dilijan - Parz-See - Goshavank
Über die Stadt Dilijan (1.200 m) - ein Kurort in der Tavoush-Region, auch als "armenische Schweiz" bekannt - fahren wir in den Norden Armeniens. Die Landschaft verändert sich völlig, es herrschen sanftere Landschaftsformen und waldreiche Gebiete vor.
Vom malerischen Parz-See aus wandern wir heute in 3-4 Stunden zum Kloster Goshavank (12. Jh.). Der Weg führt meist durch Wald und ist nicht immer leicht zu finden, da er wenig begangen wird.
Wir werden abgeholt und über Dilijan zum Dorf Dzoraget gebracht. Für zwei Nächte sind wir in einem geschmackvoll eingerichteten Tufenkian Heritage Hotel untergebracht.
Vor dem Abendessen folgt der Kochkurs zweiter Teil. Wieder binden wir die Küchenschürzen um und sind live dabei, bei der Zubereitung der abendlichen Köstlichkeiten.
8. Tag Sanahin - Hagpat
Wo sonst kann man von einer UNESCO Weltkulturerbe-Stätte zur nächsten wandern? In Armenien ist das möglich. In gut 5 Stunden gehen wir vom Klosterkomplex Sanahin (10. Jh.) durch Dörfer, Felder und Wälder zum Kloster Haghpat (10. Jh.). Im Mittelalter galten die beiden Klöster als bedeutende Bildungsstätten, berühmt sind ihre alten Handschriften. Beide Anlagen weisen eine beispielhafte Einheit auf und beeindrucken durch die Harmonie der aufeinander abgestimmten Gebäude.
Vom Kloster Haghpat fahren wir zurück nach Dzoraget. Die Küche von Nord-Armenien, in den Regionen Lori und Tavoush, hat ihre eigene Note. Gerichte, die hier auf den Tisch kommen, lassen v.a. georgischen und russischen Einfluss erkennen. Der Küchenchef wird uns einen Einblick in die Traditionen dieser Region geben. Eine Spezialität der Region ist das Armenische Barbecue. Inzwischen sind wir schon fast Küchenprofis, sodass wir auch heute wieder dem Küchenchef tatkräftige zur Seite stehen.
9. Tag Kari-See - Festung Amberd
Nach dem Frühstück treten wir die Rückfahrt Richtung Yerevan an. Die Route führt über Vanadzor, Spitak (das Epizentrum des verheerenden Erdbebens von 1988) und die Dörfer der Yezidi-Minderheit. Auch heute werden wir über die landschaftliche Vielfalt Armeniens staunen. Wir erreichen den höchsten Punkt auf unserer Reiseroute, den 3.100 m hoch gelegenen Kari-See am Fuß des mächtigen Aragats. Unsere 3- bis 4-stündige Wanderung führt über die weiten Hänge des Vulkan-Massivs hinunter zur Festung Amberd (12. Jh.). Bei guter Sicht werden wir unvergessliche Ausblicke auf die Ararat-Ebene und den Ararat selbst genießen können. Von Amberd fahren wir zurück nach Yerevan.
10. Tag Yerevan - Echmiadzin
Mit einer Tour zur Stadt Echmiadzin beginnt der Tag. Stationen unseres Programms sind: die Kathedrale (UNESCO-Weltkulturerbe) und das Museum sowie die Kirche St. Hripsime (Baujahr 618). Echmiadzin ist die offizielle Residenz des Katholikos, des Kirchenoberhauptes aller Armenier. Die Kathedrale, deren Grundmauern im 4. Jh. errichtet wurden, ist die erste offizielle christiche Kirche der Welt.
Auf der Fahrt von Yerevan nach Echmiadzin besuchen wir die Kirche Zvartnots (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe). Entstanden ist dieses architektonische Schmuckstücks im 7. Jahrhundert.
Rückkehr nach Yerevan. Hier werden wir einen Freiluft- bzw. Flohmarkt besuchen und vielleicht hübsche Souvenirs aus Holz, Silber, Keramik und Stein entdecken.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wer möchte, kann z.B. das Parajanov-Museum oder die Nationalgalerie besuchen.
11. Tag Kloster Geghard - Tempel Garni
Das Kloster Geghard, unser nächstes Besuchsziel, hat in der armenischen Geschichte große Bedeutung erlangt. Erbaut wurde das Felsenkloster in der Zeit vom 7.-13. Jahrhundert, heute zählt es zum Weltkulturerbe der Menschheit (UNESCO). Hier werden wir auch ein Vokalkonzert mit geistlicher Musik hören - sicher ein unvergessliches Erlebnis.
Gleich riesigen Orgelpfeifen ragen sechseckige Basaltsäulen bis zu 300 m empor und bilden eine Schlucht. Wir wandern durch diese bizarre Schlucht zum Tempel Garni Pagan (1.300 m). Der hellenistische Tempel (1.Jh. n. Chr.) liegt wie auf einem Podest hoch über der Schlucht. Im gleichnamigen Dorf lassen wir uns zum Abendessen von einer einheimischen Familie in ihrem Restaurant bewirten. Neben vielen Köstlichkeiten steht auch das einheimische Brot, "Lavash", auf dem Speiseplan. Es wird traditionell im Erdofen, der hier Tonir genannt wird, gebacken und wir können bei der Herstellung zuschauen. Auch heute haben wir wieder Gelegenheit, bei der Zubereitung der Vorspeisen und Speisen mitzuhelfen, dabei werden wir viel über die traditionelle armenische Familien-Kochkunst erfahren.
Anschließend kehren wir nach Yerevan zurück.
12. Tag Yerevan
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der armenischen Hauptstadt zählt das Museum Matenadaran, das die größte Handschriftensammlung weltweit beherbergt. Uralte, kostbare Manuskripte sind hier zu bewundern, 14.000 Handschriften enthalten die Schätze armenischen Wissens.
Nicht fehlen darf ein Besuch in einer der Brandy-Fabriken von Yerevan. Eine der größten befindet sich in der Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Natürlich werden wir auch einen edlen Tropfen probieren. Der armenische Weinbrand steht dem französischen Kognak an Qualität in nichts nach.
Am Nachmittag haben wir Zeit für Einkäufe, bevor wir uns zu unserem Abschiedsessen treffen. Die Küche West-Armeniens mit ihren türkischen und persischen Einflüssen wird dabei im Mittelpunkt stehen. Der Chef-Koch nimmt sich Zeit und den Hauptgang und dessen Zubereitung im wahrsten sinne des Wortes schmackhaft zu machen.
13. Tag Heimreise
Nach einem leichten Frühstück werden wir zum Flughafen gebracht für unseren Rückflug nach Deutschland.
Generelle Hinweise
kostenlose Anschlussflüge ab vielen deutschen Städten nach Verfügbarkeit
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Wanderetappen belaufen sich auf 4-6 Stunden reiner Gehzeit, sie sind technisch einfach und setzen eine gute Kondition voraus.
Sie selbst tragen während der Wanderungen nur das Notwendigste (z.B. Trinkflasche, Regenschutz, Fotoapparat usw.) in Ihrem Tagesrucksack.
Übernachtet wird in landesüblichen Hotels. Die Infrastruktur in Armenien ist im Allgemeinen gut ausgebaut.
Besondere Erwähnung verdient die geschmackvolle und abwechslungsreiche armenische Küche, die bei dieser Reise eine wichtige Rolle spielen wird. Abwechslungsreiche Tageswanderungen, Hotelkomfort und vorzügliches Essen.
Ausrüstung
Da Sie sich während dieser Reise öfter in höheren Lagen aufhalten, benötigen Sie sowohl leichte als auch warme, wind- und regenfeste Kleidung sowie guten Halt bietende Trekkingschuhe mit Profilsohle. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise, die Ihnen nach der Anmeldung zugeht.
Klima
In Armenien herrscht trockenes Kontinentalklima. Durch die Höhenunterschiede kann es aber zu sehr unterschiedlichen Temperaturen kommen. In Yerevan liegen die Tageshöchsttemperaturen im Mai bei 24 Grad Celsius von Juni bis August bei über 30 Grad Celsius. Im Mai gibt es durchschnittlich 8 Regentage im Juli und August nur 2.