Wüsten, Salzseen und Geysire

Alle Wüsten-Highlights Chiles und Boliviens mit einfachen Wanderungen
Wüstenoase San Pedro de Atacama, Tatio-Geysire und Mondtal
Bolivianische Hochlandlagunen und Salar de Uyuni
Salar de Surire, Lago Chungara und Bilderbuchvulkan Parinacota
Flamingos, Vicunas, Nandus - Artenreichtum in der Wüste
Fakultativer, eisfreier Gipfel: Cerro Rojo (5.330 m)

Wüstenfans aufgepasst! Bei dieser Tour durch das nördliche Chile und das südliche Bolivien kommen die Liebhaber von farbigen Salzseen, hohen Sanddünen und unendlicher Weite voll auf ihre Kosten. Von Antofagasta aus pirschen Sie sich an den Salar de Atacama heran. Gleich die erste Nacht verbringen Sie unter dem leuchtenden Sternenhimmel am Salar de Atacama. Über türkisfarbene Lagunen, vorbei an rosaroten Flamingos, erreichen Sie die Wüstenoase San Pedro de Atacama. Von hier aus besuchen Sie gemütlich das berühmte Mondtal, den bunten Catarpe Canyon und die heißen Quellen von Puritama. Das Frühstück an den Tatio-Geysiren bleibt unvergesslich. Vorbei am imposanten Vulkan Licancabur und an tiefblauen Lagunen überfahren Sie die Grenze nach Bolivien und nähern sich dem schillernden Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt. Vom Aussichtspunkt am Vulkan Thunupa lässt sich sein Ausmaß erahnen. Wieder in Chile lockt der Salar de Surire mit Pastellfarben und seinem Tierreichtum. Vicunas, Guanakos, Nandus und Flamingos stehen gerne Motiv, während Sie in den heißen Quellen baden. Auch das Spiegelbild des Bilderbuchvulkans Parinacota im höchstgelegenen See der Welt, dem Lago Chungara, lässt keinen Fotografen kalt. In der nördlichsten Stadt Chiles, Arica, genießt das Auge dann schließlich den Blick aufs Meer.

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Linienflug mit LAN abends von Frankfurt über Madrid nach Santiago de Chile.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;

2. Tag Santiago

Ankunft vormittags in Chiles Hauptstadt Santiago. Wir werden am Flughafen von unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter für Santiago empfangen und zu unserem Hotel im Zentrum gebracht. Sollten die Zimmer schon zu beziehen sein können wir uns vom Flug etwas ausruhen und gehen am Nachmittag auf Stadtbesichtung. Wenn nicht (was meist der Fall ist), machen wir uns kurz frisch und starten gleich zur City-Tour, die uns einen ersten Eindruck dieser Metropole vermittelt. Der Blick vom Aussichtsberg San Cristobal über die Millionenstadt ist beeindruckend. Am berühmten “Mercado Central" haben wir ein gemeinsames Mittagessen, so dass jeder den Abend zur freien Verfügung zum Ausruhen oder Bummeln nutzen kann.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [M]

3. Tag Antofagasta

Wir werden frühmorgens zum Flughafen gebracht (bei sehr frühem Abflug kann das Hotelfrühstück ausfallen, wir bitten um Ihr Verständnis) und fliegen von Santiago nach Antofagasta. Auf dem Flug nach Nordchile sehen wir unter uns die Pazifikküste und die Andenkette vorbeiziehen. Am Flughafen werden wir von unserem deutschsprachigen Reiseleiter für den Rest der Tour und der Begleitmannschaft begrüßt und abgeholt. Nach einem kurzen Besuch des Wahrzeichens von Antofagasta, der “La Portada" - ein von den Wellen kurios geformtes Felsentor - und einem raschen Mittagessen verlassen wir die Küstenregion und schlängeln uns das Altiplano hinauf. Bald haben wir das Herz der Atacamawüste erreicht - den Salar de Atacama. Wir durchqueren das südliche Ende des schillernden Salzsees von West nach Ost, vorbei an Lithium-Minen, bizarren Salzformationen und vielen rosa Flamingos. Nahe des kleinen Ortes Peine am Ostufer bauen wir zum ersten Mal unsere Zelte auf (2.300 m). Der Sternenhimmel in der klaren Wüstenluft ist unvergleichlich.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]

4. Tag San Pedro de Atacama

Nach Norden führt uns die Fahrt immer entlang des Salar. Wir machen einen Abstecher zu den fantastisch gelegenen Lagunen Miscanti und Miniques (4.100 - 4.350m). Sie liegen am Fuße des 5.910 m hohen schneebedeckten Vulkans Miniques, der zuletzt 1993 erupierte und sich in den tiefgrünen Wasserflächen der Lagunen spiegelt. Über den kleinen Ort Toconaco erreichen wir schließlich die Wüstenoase San Pedro de Atacama (2.438 m), das kulturelle Zentrum der Atacama-Region. Wir beziehen Quartier in einem gemütlichen Hotel, im landestypischen Adobe-Stil gebaut.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]

5. Tag Salar de Atacama -Cordillera del Sal - Valle de la Luna

Wir unternehmen noch im Morgenlicht einen Ausflug auf den Salar und besuchen die Lagunen Cejas, Ojos del Salar und Tebinquiche. Hier treffen wir bestimmt auf rosarote Flamingos, die nach ihrem Frühstück suchen. Wir kehren nach San Pedro zurück und starten nach dem Mittagessen zu einer ca. 4-stündigen Wanderung in der faszinierenden Cordillera del Sal mit ihren vielfarbigen Gesteinsformationen. Am Ende der Tour erwartet uns ein beeindruckender Sonnenuntergang im Valle de la Luna, einer bizarren Landschaft aus Salzkristallen und Sanddünen, die in fast unwirklichen Farben zu leuchten beginnen, wenn die Sonne versinkt. Bald sind wir zurück in San Pedro de Atacama und essen noch gemütlich zu Abend.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]

6. Tag Quitor - Purifica

Unsere heutige Wanderung führt uns vom "Tal des Todes" bis zur Festung Quitor, die zeigt, wie hoch entwickelt und auf ihren extremen Lebensraum spezialisiert die Ureinwohner der Atacama waren. Über San Pedro fahren wir ins nördlich gelegene Purifica. Auf 3.200 m errichten wir unser Camp und essen im Mannschaftszelt zu Abend.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

7. Tag Puritama Hot Springs - Tatio Geysire

Eine landschaftlich schöne Wanderung bringt uns in ca. 3 Stunden zu den Thermalquellen von Puritama (3.330 m). Ein kurzer Fußmarsch führt uns in den Canyon hinunter, in dem das heiße Wasser entspringt. Dann ergießt es sich in Becken, in denen es sich herrlich ausruhen lässt, was wir natürlich mit Genuss nutzen werden. Anschließend machen wir uns mit den Fahrzeugen auf den Weg zu den berühmten Tatio-Geysiren auf 4.321 m Höhe. 6.000 m hohe Vulkane ragen am Horizont auf, das vegetationslose Gestein schillert in bunten Farben. Auf den weiten Hochebenen zwischen den Bergrücken leben Vicuñas, die wir mit etwas Glück von der Straße aus beobachten können. In Tatio locken erneut heiße Pools zum Baden. Wir stellen unsere Zelte nahe den heißen Quellen auf.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 50m; Abstieg: 50m; Zelt [FMA]

8. Tag Tatio Geysire - San Pedro de Atacama

Sehr frühes Aufstehen lohnt sich heute! Morgens vor Sonnenaufgang ist das Tatio-Geysirfeld mit seinen dampfenden und sprudelnden Fontänen am aktivsten. Haushoch stehen die Dampfsäulen in der kalten Morgenluft. Immer wieder sprudelt das Wasser aus den heißen Quellen heraus. Wenn wir uns satt gesehen haben, frühstücken wir gemütlich, bauen das Camp ab und kehren nach San Pedro de Atacama (2.438 m) zurück. Der Nachmittag steht für eigene Aktivitäten z.B. ein Besuch des archäologischen Museums (Eintritt auf eigene Kosten). Oder wir nutzen die Zeit zum Ausruhen oder Bummeln.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]

9. Tag Laguna Verde, Salada und Colorada

Wir verlassen Chile und fahren nach Osten auf den 5.916 m hohen Bilderbuchvulkan Licancabur zu. Zu seinen Füßen und schon in Bolivien liegt die Laguna Verde auf 4.250 m. Der Bergsee hat eine unglaublich grüne Farbe, die in der Wüstenlandschaft fast unwirklich frisch erscheint. Die Reise führt weiter durch das bolivianische Altiplano, vorbei an farbenfrohen Lagunen wie der Laguna Salada und der Laguna Colorada (4.200 m), auch rote Lagune genannt. Ihr Wasser erhält durch eine seltene Algenart seine auffallende Farbe. Inseln aus Borax treiben auf diesem seltsam anmutenden roten See, von dem sich die Ufer mit leuchtend weißen verkrusteten Salzablagerungen abheben. Hier hat man gute Chancen, den vom Aussterben bedrohten James-Flamingo fliegen zu sehen. Wir fahren noch ein kleines Stück weiter bis zum Dörfchen Huayllajara und beziehen hier unser Quartier in einer einfachen Hütte (4.360 m) mit Gemeinschaftsschlafraum und ohne fließendes, warmes Wasser. Hier kann es nachts sehr kalt werden und wir sind froh über unseren warmen Schlafsack.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer einfachen Hütte mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]

10. Tag San Juan

Eine lange aber wunderschöne Fahrt durch das bolivianische Hochland erwartet uns heute. Wir queren farbenfrohe Gesteinslandschaften, immer wieder durchbrochen von zauberhaften Lagunen, die in allen Blau- und Grüntönen schillern, umrandet von schneeweißen Salzkrusten. Wir erreichen am Nachmittag San Juan (3.700 m) nahe dem Dorf Chiguana, wo wir in einer Familienpension Unterkunft finden. Die Pension ist ganz aus Salzsteinen gebaut und ein besonderes Erlebnis (Gemeinschaftsschlafraum, geteilte Badezimmer, kein fließendes, warmes Wasser).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]

11. Tag San Juan - Uyuni - Jirira

Nachdem wir die Kirche und das Museum von San Juan besucht haben, freuen wir uns auf ein weiteres Highlight der Reise. Die Salzpfanne von Uyuni in 3.700 m Höhe ist eine absolut ebene weiß-schillernde Fläche und mit etwa 10.000 qkm der größte Salzsee der Welt. Viele Bewohner der am Rande des Salar gelegenen Dörfer, wie z.B. die Einwohner von Colchani, leben noch heute von der Salzproduktion. Die Leute fügen dem gewonnenen Salz Iodin bei, verpacken es zum Transport in Plastiksäcke und verkaufen es überall im Land. Wir durchqueren den Salzsee bis wir die Insel Incahuasi erreichen. Hier sieht man die in der Region vorkommenden Riesenkakteen und die spezielle Flora der Region auf kleiner Fläche im Übermaß und ganz aus der Nähe. Nach diesem Abstecher setzen wir die Fahrt an den Nordrand der Salzpfanne in Richtung des nicht zu übersehenden Vulkanes Cerro Thunupa (5.432 m) fort. Am Fuße des Berges kommen wir nach 2 Stunden Fahrt im kleinen Ort Jirira (3.780 m) an. Wir verbringen die nächsten zwei Nächte in einer einfachen Familienpension in Gemeinschaftsschlafräumen (geteiltes Bad, kein fließendes, warmes Wasser!). Auch hier kann es wieder recht kalt werden, und wir schlüpfen am besten in unseren warmen Schlafsack.
Fahrzeit: 2h; Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]

12. Tag Thunupa

Unsere heutige Wanderung (ca. 6-8 Stunden, 20 km) führt uns direkt von unserer Unterkunft aus auf den so genannten Kleinen Thunupa. Der Vulkan wird als Wohnsitz einer der ältesten Götter der Andenkulturen angesehen und galt deshalb schon in der Vor-Inka-Zeit als wichtiger Zeremonienplatz. Unser Ziel ist der Aussichtspunkt auf 4.670 m, wir können aber die Wanderung je nach Wunsch der Gruppe auch kürzer gestalten. Der Ausblick ist famos: Nach Süden hin breitet sich der Salar de Uyuni und nach Norden der Salar de Coipasa aus, während im Osten der Cerro Thunupa, der Große Thunupa, den Horizont begrenzt. Spät am Tag erreichen wir wieder unsere Unterkunft in Jirira.
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]

13. Tag Colchane

Wir verlassen Jirira und machen uns auf den Weg in Richtung chilenische Grenze. Es heißt Abschied nehmen von Bolivien! Nach der eventuell langwierigen Erledigung der Grenzformalitäten beziehen wir unser Quartier in Colchane (3.800 m) in einem einfachen Hotel, eventuell müssen die Badezimmer geteilt werden. Colchane selbst bietet seinem Besucher nicht viel Sehenswertes, so dass wir Zeit zum Ausruhen haben oder - je nach Ankunftszeit - eventuell noch einen Ausflug in die Umgebung unternehmen, dies entscheidet unser Reiseleiter vor Ort.
Einfaches Hotel [FMA]

14. Tag Surire-Nationalpark

Immer weiter folgen wir der chilenisch-bolivianischen Grenzstraße. Und schon wenig später fahren wir in den Surire-Nationalpark hinein. Das Herzstück dieses Parks ist der Salar de Surire, ein strahlend-weißer Salzsee inmitten der riesigen wüstenhaften Salzpfanne in 4.250 m Höhe. Dieses ungewöhnliche Biotop bietet Lebensraum für zahlreiche und leicht zu beobachtende Vögel: Drei Arten von Flamingos stolzieren am Ufer und halten nach Nahrung Ausschau oder füttern ihre Jungtiere. Gänse und Enten bevölkern die Seen und Tümpel, während der Kondor in den Lüften seine Kreise dreht. An den natürlichen Thermalquellen am Südende des Sees (4.250m) können wir noch ein Bad nehmen. Hier in der Nähe auf ca. 4.400 m errichten wir in traumhafter Lage am Fuße des Cerro Rojo unser Camp (je nach Verhältnissen kann das Lager auch höher oder niedriger liegen).
Zelt [FMA]

15. Tag Cerro Rojo

Die Bergsteiger unter uns haben heute die Gelegenheit, ohne viel Aufwand einen 5.000er zu besteigen. Die 6-8-stündige Tour auf den vor uns thronenden 5.330 m hohen Vulkan Cerro Rojo ist technisch einfach, erfordert aber gute Kondition. Der Aufstieg, zuerst durch loses Geröll und später durch Blockgelände, strengt uns an, aber am Gipfel eröffnet sich uns ein grandioses Panorama: Wir blicken “wie aus der Luft mit Adleraugen" hinunter auf den Surire und die umliegenden Berge. Nach der Gipfelrast steigen wir die rund 800 Höhenmeter (je nach Lage unseres Camps) wieder hinab bis zum Camp. Wer es lieber ruhiger mag, kann in der Nähe des Lagers spazieren gehen, “Fotojagd" auf die reiche Tierwelt des Salar machen oder einfach nur faul sein und die Ruhe und den Frieden dieses schönen Ortes genießen.
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]

16. Tag Lauca-Nationalpark

An den Surire-Nationalpark schließt sich nach Norden das Naturreservat Las Vicuñas an. Es gehört zum Lauca-Nationalpark, der von der UNESCO zur Welt-Biosphäre erklärt wurde. Fast ein Drittel der chilenischen Vogelwelt ist hier beheimatet. Die Chancen stehen gut, erneut Lamas, Vicuñas, Guanakos oder sogar einen Nandu zu erblicken. Die Flora dieses Parks ist durch die silbergrüne Polsterpflanze Llareta charakterisiert. Wir werden nahe des Fußes des noch aktiven 6.060 m hohen Vulkans Guallatiri über Churiguaya (4.600 m) zu einer Passhöhe gebracht. Von hier beginnt unsere ca. 2-3-stündige Wanderung südwärts entlang der unbefestigten Straße mit Tiefblicken auf den Chungara-See und wunderbaren Weitblicken auf die Vulkane Parinacota (6.342 m) und Sajama (6.520 m). Wir erreichen den Lago Chungara nahe der bolivianischen Grenze. Dieser tiefblaue See gehört mit seinem Wasserspiegel in 4.538 m Höhe zu einem der höchstgelegenen Seen der Welt. Wir übernachten im Weiler Parinacota, ausgewiesen als Nationalmonument aufgrund der Adobe-Kirche und den Zeugen aus der Aymara-Indianerkultur, in einer einfachen Unterkunft (Mehrbettzimmer, geteiltes Badezimmer, warmes Wasser vorhanden)
Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 500m; Familienpension mit Mehrbettzimmern [FMA]

17. Tag Parinacota - Putre

Die Kette der smaragdgrünen Lagunas de Cotacotani lockt uns zu unserem nächsten kleinen Trekking. In rund 3-4 Stunden wandern wir an den Lagunen entlang und können dabei viele Wasservögel beobachten. Die Landschaft wird von dem vergletscherten Vulkan Parinacota (6.342 m), einem der formschönsten Vulkane des Landes, und von 5 weiteren Vulkanen bestimmt. Endpunkt ist die herrlich gelegene Laguna Parinacota, wo wir vor der Kulisse der vergletscherten Vulkankegel noch einen Abstecher zum Markt von Parinacota unternehmen können (wenn nicht schon am Vortag geschehen). Hier können wir schöne Handwerksarbeiten erstehen, bevor wir uns auf den Weg in tiefere Regionen begeben. Wir gelangen auf gewundenen Straßen die Pre-Cordillera hinab, bis wir auf 3.500 m das Aymara-Dorf Putre erreichen, wo wir in einem kleinen Hotel Quartier beziehen.
Hinweis: Je nach Verhältnissen kann diese Wanderung auch in umgekehrter Richtung stattfinden.
Gehzeit: 3-4h; Kleines Hotel [FMA]

18. Tag Putre - Codpa

Wir fahren weiter das Altiplano hinab über kleine typische Dörfer wie Belén, Tignamar und Timar. Schließlich erreichen wir Codpa, eine grüne Oase inmitten der Steinlandschaft. Die Codpa Lodge liegt darin schön eingebettet, ein Ort der Ruhe und Erholung. Zum Abschied von Chiles Norden und unserer Crew veranstalten wir einen Grillabend / Barbecue, während über uns die Sterne leuchten.
Gehzeit: 1-2h; Codpa Lodge [FMA]

19. Tag Codpa - Arica - Santiago

Von Codpa aus ist es nicht mehr allzu weit bis zur chilenischen Pazifikküste. Der Blick auf das blaue Meer beruhigt unsere Augen. In Chiles nördlichster Stadt Arica, nahe der chilenisch-peruanischen Grenze, besuchen wir den “El Morro", das Wahrzeichen der Stadt. Hier gewann Chile 1880 die entscheidende Schlacht im Salpeterkrieg. Je nach Flugplan können wir noch ein wenig durch die Altstadt schlendern bevor unser Transfer zum langen Flug von Arica nach Santiago de Chile erfolgt. Wir landen - wahrscheinlich spät in der Nacht - nach 1.700 Kilometern und schönen Ausblicken auf uns nun schon bekannte Regionen und Gipfel. Unser Reiseleiter für Santiago holt uns ab und bringt uns ins schon bekannte Stadthotel.
Hotel [FM]

20. Tag Rückflug

Der Vormittag steht uns zur freien Verfügung. Am frühen Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht und treten unseren Rückflug nach Deutschland an.
[F]

21. Tag Ankunft

Am späten Nachmittag Landung in Frankfurt.

Generelle Hinweise

Flüge

nach Verfügbarkeit Abflüge ab München, Düsseldorf, Berlin € 120,-, ab Österreich € 60,-, ab Schweiz € 170,-

Charakter der Tour und Anforderungen

Bei dieser abwechslungsreichen Reise lernen Sie die Wüstenregionen des nördlichen Chiles und des südlichen Boliviens intensiv kennen. Es ist eine Tour für Naturliebhaber, die Einsamkeit und abgeschiedenes Leben schätzen. Die Route verläuft durch die Nationalparks Salar de Atacama, Salar de Uyuni, Salar de Surire und Lauca. Sie können sich bei den ersten Wanderungen und Ausflügen gut akklimatisieren und immer wieder im Angesicht rauchender Vulkane in warmen Quellen entspannen, die an vielen Stellen des Hochlandes aus dem Boden sprudeln. Die Landschaft ist oft eine atemberaubende Farbsymphonie aus Braun- und Rottönen mit surreal anmutenden Herden von Steppentieren und rosaroten Flamingos. Nach Fotomotiven braucht man hier nicht lange zu suchen.

Die beiden weiten Inlandstrecken (Chile ist über 4.500 km lang!) werden mit dem Flugzeug zurückgelegt. Für die oft langen Überlandfahrten auf schlechten Straßen (teilweise befahren Sie staubige Schotterpisten mit Schlaglöchern) benötigen Sie Ausdauer und Durchhaltevermögen. Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass es bei solch schlechten Straßenverhältnissen auch zu Autopannen kommen kann. In Chile fahren Sie mit kleinen 15-Sitzer-Bussen, jeweils von einem Allrad-Pickup begleitet. In Bolivien fahren Sie in Jeeps mit maximal 4 Personen pro Fahrzeug.

Die Wanderungen sind einfach, erfordern aber durch die Höhe eine gute Kondition und Trittsicherheit und dauern 4-6 Stunden. Die Wanderung am Thunupa dauert bis zu 8 Std. und 900 Hm in Auf- und Abstieg, sollte die Gruppe sich entscheiden, bis ganz nach oben zu gehen. Ansonsten kann die Wanderung auf 5-6 Std. und max. 600 HM verkürzt werden.
Sie haben am Tag 15 die Möglichkeit, den Vulkan Cerro Rojo (5.330 m) zu besteigen. Dies können Sie vor Ort entscheiden. Der Cerro Rojo ist in der Regel ein reiner Schotteranstieg, feste Bergschuhe und Stöcke sind hier obligatorisch. Die ausgezeichnete Akklimatisationsphase an den Tagen davor mit der Anpassung an die ungewohnte Höhe sollte es Ihnen erlauben, diesen Gipfel ohne größere Schwierigkeiten zu besteigen.

Sie halten sich bei dieser Reise in Höhen zwischen 2.000 m und 4.600 m auf. Gute Gesundheit und Höhenverträglichkeit sind Voraussetzungen für die Teilnahme an dieser Reise. Da Sie verschiedene Klimaverhältnisse antreffen, ist auch Klimaverträglichkeit notwendig. Konsultieren Sie bitte vor der Reise bezüglich Herz und Kreislauf Ihren Arzt.
Die Übernachtungen finden in guten Hotels in den Städten Santiago und San Pedro de Atacama, ansonsten in einfachen Hosterias oder einfachen Familienunterkünften in Gemeinschaftsschlafräumen und gemeinsamer Badbenutzung, oder in 2-Mann-Zelten statt. In den Unterkünften in Bolivien steht manchmal nur kaltes Wasser zur Verfügung. Sie benötigen für die einfachen Unterkünfte einen warmen Schlafsack, denn eine Heizung kennt man in diesen Regionen nicht.

Die Mahlzeiten sind während des Trekkings enthalten. Das Mittagessen findet meist in Form eines Lunchpakets (Sandwiches, Obst, Schokolade, Müsliriegel) oder Picknicks statt. Abends kocht die Crew für Sie im Mannschaftszelt. Getränke sind während des Trekkings inklusive; bei Restaurantbesuchen oder in den Hotels sind diese extra zu bezahlen.
Diese Reise führt Sie in eine einsame Region. Anpassungsfähigkeit an einfache Verhältnisse, Bereitschaft zum Komfortverzicht und zu aktiver Mithilfe beim Lagerleben (Zeltaufbau, Mithilfe beim Abwaschen, etc.) sollte für alle Teilnehmer selbstverständlich sein. Tour für höhentaugliche Wüstenfans, die Freude an Überlandfahrten, kurzen Wanderungen, einfachen Unterkünften mit Kontakt zur Bevölkerung und am Fotografieren haben.

Klima

Im nördlichen Altiplano finden Sie wüstenhaftes Klima vor. Durch die Höhe der Atacamawüste (zwischen 2.000 und 4.500 m) werden die Nächte empfindlich kalt, während Sie sich tagsüber vor der intensiven Sonne schützen müssen. Rechnen Sie mit Temperaturen am Tage von bis zu 30°C bei den Frühjahrs-Terminen (April / Mai) und ca. 15-20°C im Herbst (August / Oktober). Die Temperatur in den Nächten sinkt je weiter es in unseren Sommer geht, so sind auf der April/Mai-Reise die Nächte noch etwas weniger frostig (ca. -5 bis -10°C) als im August/Oktober (bis -20°C). Die trockene Hitze und die extrem trockene Kälte sind sehr gut zu ertragen, allerdings müssen Sie mit ständig leichtem Wind rechnen. Niederschläge treten nur selten auf. In der Mitte des Landes (um Santiago) sind die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt. In den chilenischen Wintermonaten hat es in Santiago oft Nebel mit Temperaturen um die 10-15°C.

Ausrüstung

Da Sie in Wetterlagen von trockenem Wüstenklima bis hin zu sehr kalten Verhältnissen geraten können, sollten Sie von warmer Skiunterwäsche über Wind- und Wetterjacke (z .B. Goretex) bis zu luftigen Baumwollhemden und Shorts alles mitnehmen. Für die Wanderungen sind bequeme knöchelhohe Trekkingschuhe mit stabiler und griffiger Profilgummisohle erforderlich. Für die Campübernachtungen auf der Rundreise werden Zwei-Personen-Zelte mit Isoliermatten gestellt. Zum verbesserten Schlafkomfort empfiehlt sich die Mitnahme einer leichten aufblasbaren Thermo-Liegematte. Sie müssen für diese Zeltnächte und die Nächte in den Familienunterkünften einen warmen Schlafsack mitbringen, der - je nach Jahreszeit (siehe Anmerkungen zum Klima) - zwischen -10 bis -20°C tauglich sein sollte.

Gepäck

Wir empfehlen eine Reisetasche (gerne auch mit Rollen). Bei den Tageswanderungen und Trekkings tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack selbst (mit Pullover/Fleece, Anorak/Wind- und Regenschutz, Trinkflasche, Fotoausrüstung, Lunchpaket etc.), das Hauptgepäck wird transportiert. Dazu sollte der Tagesrucksack 20-25 Liter Volumen haben.

BUCHEN / VORMERKEN