Vulkan-Trekking in Chiles Seenregion
Trekking in den 5 schönsten Nationalparks der chilenischen Schweiz
Einfache Vulkanbesteigungen: Calbuco, Casa Blanca, Villarrica, Quetrupillan
Fakultativ: Besteigung des Vulkans Osorno (2.650 m)
Wandern in den Urzeitwäldern der Araukarie
Lago Todos los Santos, Insel Chiloé, Valdivia und Pucón
Reiseleitung durch Bergsteiger, Weltumsegler und Buchautor Hans Saler
Trekken Sie mit Hans Saler durch seine Wahlheimat. Flüsse, Seen, Wälder und Berge gibt es hier im Übermaß. Zu Recht wird das Nordpatagonische Seengebiet auch die "Schweiz Südamerikas" genannt. Hier reihen sich die schönsten Seen und Vulkane wie Perlen an einer Schnur. Hier finden Sie Wälder der Araucaria araucana, jener Urbäume, die an riesige Regenschirme erinnern. Ob Sie den Vulkan Osorno (2.650 m) besteigen wollen oder nur umwandern, der Anblick dieses von riesigen Eiswülsten überzogenen Kegels hält Sie garantiert in Bann. Auf Ihrer Reise durch das Seengebiet erwandern Sie alle lohnenden Vulkangipfel und Nationalparks. Klingende Namen werden auf Ihrer Reiseroute Wirklichkeit: Sie entdecken die Seen Todos los Santos, Llanquihue und Caburgua, die Orte Valdivia und Pucón und die Vulkane Villarrica, Calbuco, Casa Blanca und Quetrupillan. Der Villarrica (2.850 m) steht dem Osorno an Schönheit nicht nach. Als aktivster Vulkan Südamerikas ist der Blick in seinen riesigen Krater, in dem die Magma brodelt, für viele der Höhepunkt der Reise. Im Nationalpark Conquillio tauchen Sie in eine vollkommen andere Urwelt ein. Hier wurde aus gutem Grund der Film Jurassic Park gedreht. Ein krönender Abschluss dieser Trekking-Wochen.
Reiseverlauf
1. Tag Frankfurt - Santiago de Chile
Linienflug mit LAN von Frankfurt über Madrid nach Santiago de Chile am Abend.
2. Tag Santiago - Puerto Montt
Wir kommen morgens in Santiago an und fliegen gleich weiter nach Puerto Montt. Während unseres 2-stündigen Fluges entlang der vergletscherten Andenkette erscheinen zur linken Fensterseite jene Berge, an deren Flanken wir die nächsten Wochen wandern werden. Die Vulkane Llaima, Villarrica und Osorno zeigen sich dabei besonders eindrucksvoll; die zwei ersten lassen sich leicht an ihren Rauchfahnen erkennen. Nachdem wir uns im Hotel etwas ausgeruht haben, schlendern wir noch die Straße zum pittoresken Fischmarkt hinunter. Unser Spaziergang führt uns zum Regionalmarkt mit landestypischen Produkten aus Wolle und Holz und vorbei an großen Fährschiffen, die nach Südpatagonien aufbrechen.
3. Tag Puerto Montt - Chiloé oder Alerce Andino National Park - Puerto Montt
Je nach Seewetterlage besuchen wir entweder eine meeresbiologische Forschungsstation für Magellan- und Humboldtpinguine auf der Insel Chiloé oder wir weichen auf eine Trekkingtour im Parque Nacional Alerce Andino aus, nahe Puerto Montt. Wenn uns durch das Forschungsinstitut grünes Licht gegeben wird, erreichen wir nach einer 1-stündigen Fahrt den Seehafen Parqua. Wir setzen mit der Fähre über den Canal de Chacao zur Insel Chiloé über. Die Sonne taucht hier das Meer in ein tiefes Blau und lässt die Farbenwelt der Wiesen und die mit tropischen Bäumen durchsetzten Waldhänge erstrahlen. Die Mythologie der Chiloten, wie die Bewohner genannt werden, ist reich und unverfälscht. Noch immer sollen Götter und Göttinnen, Hexen und Zauberer, Gnome und Tiermenschen im weitgehend unberührten Westteil der Insel leben und starken Einfluss auf ihre Bewohner ausüben. Von der Forschungsstation geht es mit motorisierten offenen Fischerbooten zu einer Kolonie von Magellan- und Humboldtpinguinen. Bei letzteren handelt es sich um eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Wenn wir Glück haben, sehen wir auch Wale. Kann die Pinguin-Tour wegen zu hohen Wellengangs nicht gemacht werden, folgen wir von Puerto Montt aus der entgegengesetzten Küstenstraße zum Parque Nacional Alerce Andino. Hier wandern wir ungefähr 5 Stunden durch dichten, immergrünen Lärchen-Regenwald. Einige der Bäume werden bis zu 50 m hoch und ihr Alter wird auf über 4.000 Jahre geschätzt. Zurück in Puerto Montt lassen wir den Tag bei Fisch und Wein ausklingen.
4. Tag Puerto Montt - Nationalpark Llanquihue
Von Puerto Montt ist die Fahrt nicht weit bis zum Llanquihue-See, dessen Uferstrasse wir nach Osten folgen, bis zu dem kleinen Ort Ensenada am östlichen Ende des Sees. Auf dieser Strecke zeigt sich der Einfluss deutscher Kolonialisten besonders deutlich. Auf einer Schotterstrasse erreichen wir schließlich den Naturschutzparks Llanquihue, Ausgangspunkt für unsere erste Bergbesteigung, den Vulkan Calbuco 2015m. Wir wandern auf schmaler werdenden Pfaden bergauf, bis uns der dichte Wald an einer riesigen Lavazunge entlässt und der Blick zum Gipfel und hinüber zum Vulkan Osorno und dem Lago Llanquihue hin frei wird. Wir übernachten in "Cabanas" ( kleine Ferienhäuser mit Einzel- und Doppelzimmern). Sollten diese nicht frei sein, dann übernachten wir auf einem Campingplatz.
5. Tag Lago Lanquihue - Weg der Jesuiten - Lago Todos Los Santos
Wanderung auf dem "Weg der Jesuiten". Die Tour beginnt von dem kleinen Ort Ralun, gelegen am Ende des Meeresarms Reloncavi, der wie ein Wurmfortsatz zwischen 2000 m hohen Bergen 60 km tief ins Land einschneidet. Anfangs folgen wir noch einem breiten Weg, der sich mit zunehmender Höhe immer mehr verengt. Noch bevor wir den Lago Cayutué erreichen, ist der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht und wir steigen hinab zur tiefeingeschnittene Lagune des Lago Todos Los Santos, wo unser Endziel, die von jeglicher Straßenverbindung abgeschnittene Ansiedlung Cayutué liegt. Nach der Passüberschreitung ist der Blick zu den Vulkanen Osorno und Puntiagudo, dem Matterhorn Chiles, schlichtweg atemberaubend. Auf demselben Weg kehren wir zurück.
6. Tag Lago Todos los Santos - La Picada - Lago Todos los Santos
Bevor wir vom Lago Todos los Santos im Nationalpark Vicente Perez Rosales zu unserer Treckingtour starten, machen wir noch einen Halt bei den rauschenden Wasserfällen von Petrohué. Unsere Wanderung führt uns schon bald aus dem dichten Vegetationsbereich zu karstigen Lavafeldern. Das Auge kommt nicht zur Ruhe! Der Vulkan Osorno überstrahlt gewaltig und majestätisch das Umland. Während des ganzen Aufstiegs haben wir ständig seinen vergletscherten, spaltendurchzogenen Gipfelaufbau vor uns und im Rücken das breite Massiv des 3491 m hohen Cerro Tronador (der Donnerer). Am Passübergang La Picada kehren wir wieder um, diesmal dominiert der Blick hinunter auf den Lago Todos Los Santos die Landschaftsszene. Noch am späten Nachmittag fahren wir zum Lago Puyehue, Ausgangspunkt für den gleichnamigen Nationalpark.
Fakultative Besteigung des Osorno: Je nach Wetter steht heute für die angemeldeten Bergsteiger die Besteigung des Osorno auf dem Programm. Frühmorgens Aufbruch vom Lager und Fahrt bis zum Ausgangspunkt der Besteigung. Wir wandern zuerst über schwarze Lava-Asche bis wir den imposanten Gletscher erreichen. Hier wird angeseilt, um den technisch anspruchsvollen Anstieg bis zu 45 Grad zu bewältigen. Der Gipfel gibt den Blick auf die unzähligen Vulkane des Seengebietes frei. Der Anstieg auf die Gesamthöhe von 2.650m dauert 5 Stunden, der Abstieg 3 Stunden. Anschließend Transfer zurück zur Gruppe. Sollte das Wetter am Tag vorher besser aussehen, können vom Reiseleiter Tag 5 und 6 getauscht werden. Die Entscheidung darüber fällt vor Ort in Absprache mit der Gruppe.
Gehzeit Osorno: 8 Std.; Aufstieg 1.600 m; Abstieg 1.600 m.
7. Tag Lago Puyehue - Vulkan Casablanca - Lago Puyehue
Am Morgen Fahrt hinauf nach Antillanca (1.000 m), im Nationalpark Puyehue gelegen. Von dort besteigen wir den Vulkan Casa Blanca (2.050 m). Die Besteigung ist so schön wie einfach. In einer weitausholenden Schleife kehren wir zurück und sie können die Termas Puyehue besuchen (Eintritt auf eigene Kosten) - deren Heilwasser eine fantastische Wirkung gegen Muskelkater entfaltet. Anschließend Fahrt zurück zum Hotel am Lago Puyehue.
8. Tag Lago Puyehue - Valdivia
Am Morgen Besuch eines mit vielen Preisen ausgezeichneten Museums mit technischen Gegenständen und Autos aus der Kolonialzeit. Weiterfahrt nach Valdivia. Der Tag steht dann zur freien Verfügung. Valdivia gehört zu den schönsten Städten Chiles und bietet zahllose Möglichkeiten, sich den Tag erlebnisreich zu gestalten: Museen, Strände, Baudenkmäler, Bootsausflüge, Tierbeobachtungen u.a. von Schwarzhalsschwänen, Seelöwen und Seehunde sowie alle Arten von Wasservögeln.
9. Tag Valdivia - Pucon
Am Morgen fahren wir nochmals kurz zum Fischmarkt und zur Küste und verabschieden uns von Seelöwen und vom Pazifik. Dann setzen wir unsere Fahrt nach Norden über Villarrica und entlang dem gleichnamigen See bis zu dem Ort Pucón fort, dem "Sankt Moritz" Chiles. Die Einheimischen sind ganz besonders stolz auf die außergewöhnliche Schönheit ihrer Region und zeigen dies mit einer aufwendigen Blumen- und Pflanzenpracht vor ihren Häusern. Der schmauchende Vulkan Villarica, übrigens der aktivste Vulkan Südamerikas, mit seinem aufgerissenen Gletscher dominiert den ganzen Tag über die Szene - seine Besteigung steht aber erst in den nächsten Tagen auf unserem Programm. Genügend Zeit also, um sich auf ihn einzustimmen. Wir fahren noch etwa 25 km über Pucón hinaus und errichten nahe unserer morgigen Trekkingtour für die nächsten 2 Tage unser Zeltlager. Hier haben wir noch die Möglichkeit, eines der schönsten und naturbelassensten Thermalbäder der Gegend zu besuchen (Eintritt auf eigene Kosten).
10. Tag Canon de Cani
Der Cañon de Cani ist ein steiler Bergrücken, der von einer Gruppe naturliebender Ausländer aufgekauft wurde, um ihn in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten. Gerade die zweite Aufstiegshälfte bietet eine kaum zu überbietende Abwechslung. Der etwa 5-stündige Aufstieg durch Südbuchen-, Lärchen- und Aurakarienwälder, vorbei an kleinen Seen, endet an einem ausgesetzten Felsgipfel, dem Cerro Redondo 1.554 m, von dem aus sich ein atemberaubendes Rundum-Panorama bietet. Später Abstieg zurück ins Zeltlager.
11. Tag Canon de Cani - Nationalpark Huerquehue - Pucon
Kleine Nebenstrassen bringen uns zum Lago Tinquilco, an dessen Ende der Nationalpark Huerquehue liegt. Unser Ziel ist diesmal kein Gipfel. Der Park besteht aus ausgedehnten Wäldern von Südbuchen und Araukarien. Wir folgen einer Reihe von kleinen Seen, von denen jeder in der Landschaft wie eine Perle in der Muschel eingebettet liegt.Später fahren wir zurück nach Pucon und beziehen unsere Unterkunft. In den schönen Bungalows (Cabanas), die in einer Anlage mit Schwimmbad und Tennisplatz stehen, teilen sich immer drei Zimmer ein Bad.
12. Tag Pucon - Villarica - Pucon
Die Besteigung des im Nationalpark Villarrica liegenden gleichnamigen Vulkans beginnt. Für den Aufstieg zum Krater rechnen wir fünf Stunden. Aufbruch sehr früh am Morgen, denn wir wollen den Berg nicht mit anderen teilen. Erstmals werden wir mit Bestimmtheit nicht alleine am Berg sein, denn der Villarrica gehört zweifellos zu den beliebtesten Vulkanen Chiles. Er wird schon deshalb gerne bestiegen, weil in seinem Innern die "Hexenküche" noch richtig brodelt. Und keiner, der das Privileg hat, in seinen Schlund blicken zu dürfen, bleibt davon unberührt. Später steigen wir wieder ab nach Pucon.
13. Tag Pucon
Der Tag steht zur freien Verfügung. Pucón bietet alles was ein Ferienort bieten kann. Der Ort ist überaus reizvoll und die Möglichkeiten sich den Tag zu gestalten sind grenzenlos: Rafting, Reiten, Segeln, Schwimmen, Shopping, Straßencafes, Kultur oder sich einfach dem Charme von Pucón hingeben.
14. Tag Pucon - Radtour - Basislager Quetrupillan
Eine einfache Radtour bringt uns zu den Wasserfällen von Ojos de Caburgua. Kaum vorstellbar, dass der unterirdische Abfluss des Lago Carburgua nach so vielen Kilometern plötzlich an die Oberfläche kommt und in verschiedenen Wasserfällen röhrend in die Tiefe stürzt. Nach dem Mittagessen fahren wir dann durch tiefeingeschnittene Bergtäler in den östlichen Teil des Nationalparks Villarrica. Wir schlagen am Fuß des Vulkans Quetrupillan (2100 m) die Zelte auf und bereiten uns auf die Besteigung des Berges am nächsten Tag vor.
15. Tag Gipfel Quetrupillan
Sehr früher Aufbruch, denn uns steht eine sehr lange Tour bevor. Durch dichten Regenwald, bis dieser schließlich in einen Araukarienwald übergeht, nähern wir uns dem Vulkan. Urplötzlich reißt der üppige Baumbewuchs ab. Wir steigen über nacktes Lavagestein weiter und stehen bald auf Schnee und Eis. Bis zum Gipfel des Quetrupillan (2.100 m) müssen wir mit sechs Stunden rechnen. Vorausgesetzt Wetter und Kondition sind gut, steigen wir auf der anderen Bergseite ab, vorbei an Wassertümpeln, in denen bis zu kopfgroße Bimssteine an der Oberfläche treiben. Wir erwarten in dieser überaus abwechslungsreichen Mondlandschaft nichts weniger als Farben. Und doch, innerhalb nur weniger Schritte liegt plötzlich ein riesiger, smaragdblauer See wenige hundert Meter unter uns. Der Abstieg bis zu unserem Lager zurück ist noch lang, doch die Fülle des Naturschauspiels lässt uns die Müdigkeit am Ende der 11-stündigen Tour vergessen. Lassen Sie sich von der Zeitangabe nicht abschrecken, Sie haben zwischenzeitlich eine gute Kondition, wir gehen gemächlich und Pausen sind darin eingeschlossen.
16. Tag Basislager Quetrupillan - Pfad der 5 Wassefälle - Pucon
Der Vortag steckt uns sicher noch in den Knochen, doch die heutige Tour nach Los Nevados, im Nationalpark Villarrica, ist weniger anstrengend, nur rund 800 Höhenmeter sind zu überwinden. Der letzte Teil der Zufahrtsstraße ist ziemlich schlecht und wir wissen nicht wie weit uns der Wagen bringt. Bis wohin auch immer, wir werden die Tagesrucksäcke schultern und schon bald auf den "Sendero de las 5 Cascadas" stoßen, den "Pfad der 5 Wasserfälle". Unser Pfad führt immer schön den Rio Turbio hinauf, dem reißenden Bergbach, der sich aus dem Gletscher des Vulkans Villarrica speist. Weit reicht unser Blick ins Land hinaus und wir werden auf diesem landschaftlich spektakulären Aufstieg wahrscheinlich keinem Menschen begegnen. Nach der Tour kehren wir wieder in unsere vertraute Unterkunft nahe Pucón zurück.
17. Tag Conquillio Nationalpark
Endlich ein Morgen, an dem wir alle etwas länger ausschlafen können. Nach einem kräftigen Frühstück brechen wir auf, verlassen die faszinierende Region rund um den Vulkan Villarrica. Doch eine vergleichbar schöne Landschaft erwartet uns im Nationalpark Conquillio, nur eben wieder ganz anders. Hier erhebt sich vor uns der majestätisch und ewig rauchende Vulkan Llaima (3.120 m) mit seinem Doppelgipfel, zwischen denen ein riesiger Krater klafft. An seinem Fuße breiten sich zahlreiche kleine Seen und Lagunen aus. Die Silhouetten der dichtstehenden Araukarien erinnern mitunter an Regenschirme. Hier wären wir vielleicht gar nicht so erstaunt, wenn plötzlich ein Dinosaurier hervortreten würde.
18. Tag Conquillio Nationalpark
Zuerst folgen wir dem Seeufer des Lago Conquillio und steigen dann durch dichten Südbuchen- und Araukarienwald einen Höhenrücken der Sierra Nevada hinauf, von wo aus sich immer wieder freie Ausblicke zu den umliegenden Vulkanen, Seen, Lagunen und Lavaströmen auftun. Wer hier oben steht fühlt sich in der Zeit um 70 Millionen Jahre zurück versetzt, erlebt eine Urwelt um sich herum, wie sie sich auf keinem Fleck der Erde in vergleichbarer Weise noch finden lässt. Nicht umsonst filmt Hollywood in dieser Landschaft die Hintergrundszenen für ihre Dinosaurier-Filme, wie z.B. Jurassic Park.
19. Tag Conquillio Nationalpark - Temuco - Santiago
Noch einen halben Tag bleiben wir im Park, stoppen mit dem Wagen ein rundes Dutzend Mal. Wir wandern zu kleinen Lagunen, Wasserfällen, suchen den Himmel nach Kondoren ab, fotografieren, kraxeln auf haushohe Lavakrusten und nehmen damit einfach Abschied von einer Welt, die uns Europäern so ganz fremd ist. Danach Fahrt zur Provinzhauptstadt Temuco. Das weitere Umland der Stadt war vor und während der Kolonisation das "Herz" der Mapuche-Indianer, das sie hartnäckig gegen die spanischen Eroberer verteidigten.Wir essen noch in Temuco früh zu Abend, fahren dann zum Flughafen und fliegen zurück nach Santiago, wo wir am späten Abend noch unser Hotel beziehen.
20. Tag Santiago - Frankfurt
In der Hauptstadt bleibt ausreichend Zeit für die Besichtigung des historischen Stadtkerns. Auch lohnende Museen für jeden Geschmack bietet die Metropole, doch werden wir die reine Luft Nordpatagoniens, mit der wir unsere Lungen über so viele Tage verwöhnten, bestimmt ein wenig vermissen. Am Nachmittag Fahrt zum Flughafen. Rückflug nach Deutschland, mit hoffentlich einem Dutzend gelungener Treckingtouren im Gepäck und auch sonst unvergesslichen Eindrücken von Land und Menschen.
21. Tag Ankunft
Ankunft in Frankfurt am späten Nachmittag.
Generelle Hinweise
nach Verfügbarkeit Abflüge ab München, Düsseldorf, Berlin Euro 120,-, ab Österreich Euro 60,-, ab Schweiz Euro 170,-
Charakter der Tour und Anforderungen
Nordpatagonien, auch das "Seengebiet" genannt, ähnelt landschaftlich unseren Alpen und ist demnach ein ideales Gebiet zum Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken und Raften. Daher ist es auch eine der beliebtesten Urlaubsregionen für die Chilenen selbst, was in Europa wenig bekannt ist.
Vornehmlich deutsche Kolonialisten prägten Nordpatagonien und das ist kein Zufall. Hier trafen sie ein mildes Klima und gute Erde an und die Landschaft hielt die aus wirtschaftlicher Not zurückgelassene Heimat in ihnen wach. Sie verwandelten diesen einst fast unzugänglichen Landstrich zur Kornkammer Chiles und noch heute werden Sie auf Schritt und Tritt altem Deutschtum begegnen. Hier leben auch noch die meisten Mapuches. Rund 250.000 Voll- oder Halbblutindianer sollen es sein, die diesem stolzen Stamm angehören.
Bei dieser Tour lernen Sie die "Chilenische Schweiz" intensiv kennen. Sie wandern in den 6 schönsten Nationalparks Nordpatagoniens, besteigen vier Vulkane und erleben auf den Überlandfahrten wunderbare Naturlandschaften. Ein Kleinbus und ein Allrad Pick-Up Fahrzeug (je nach Gruppengröße) begleiten die Gruppe. Die Camping- und Kochausrüstung wird gestellt und mit dem Fahrzeug transportiert. Sie brauchen nur Ihren Tagesrucksack zu tragen. Auch an kulturellen Besichtigungen wird es auf der Tour nicht fehlen.
Die Wanderungen und Bergbesteigungen erfordern Trittsicherheit und eine gute Kondition, erfordern aber keine Schwindelfreiheit oder technisches Können. Bei den zum Teil langen Bergtouren achtet Ihr Reiseleiter ganz besonders auf ein langsames, stetiges Gehtempo und ausreichend Pausen. Für die meisten der Vulkane sind aufgrund des harschigen Schnees am Morgen Steigeisen und Pickel notwendig, sie bergen aber keine technischen Schwierigkeiten. Steigeisen und Pickel werden auf Wunsch kostenlos gestellt, bitte geben Sie Bescheid, sollten Sie diese benötigen. Die genauen Anforderungen der Wanderungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Tagesbeschreibungen.
Die Osorno-Besteigung ist fakultativ. Je nach Wetterlage ist die Tour am 5. oder 6. Reisetagtag möglich. Die Besteigung wird entweder vom Reiseleiter selbst oder von einem spezialisierten Tourunternehmen ausgeführt mit deren erfahrenen örtlichen Englisch sprechenden Bergführern. Ausrüstung wie Steigeisen, Eispickel, Steinschlaghelme, Seile, Rettungsausrüstung usw. werden für diese Besteigung gestellt. Der Transport ist eingeschlossen, ebenso die Park- und Besteigungsgebühren. Für die Besteigung des Osorno benötigen Sie Hochtourenerfahrung. Eine sehr gute Kondition, Erfahrung im sicheren Gehen mit Steigeisen und Kenntnisse in der Spaltenbergung sind Voraussetzung. Der Aufpreis beträgt bei einer Person ca. USD 480,-, bei 2 Personen ca. USD 320 pro Person (Stand November 2010) und wird vor Ort in bar im Gegenwert in chilenischen Pesos entrichtet. Sollten Sie sich vor Ort kurzfristig gegen eine Besteigung entscheiden, muss der Betrag trotzdem bezahlt werden, da der Bergführer auf jeden Fall entlohnt werden muss, wir bitten um Ihr Verständnis. Bitte geben Sie bei Anmeldung mit an, ob Sie den Osorno besteigen möchten.
Sie übernachten entweder im Zelt, in "Cabanas", d.h. in Ferienhäusern in Einzel- und Doppelzimmern mit geteiltem Bad oder in kleinen gemütlichen Hotels und Pensionen. Alle Unterkünfte entsprechen mittlerer chilenischer Kategorie.
Sie wählen eine Aktivtour für Genuss-Bergsteiger. Anpassungsfähigkeit an einfache Verhältnisse, Bereitschaft zum Komfortverzicht und zu aktiver Mithilfe beim Lagerleben (Zeltaufbau, Mithilfe beim Kochen, etc.) sind Voraussetzung für die Teilnahme.
Klima
Die "Chilenische Schweiz" trägt ihren Namen nicht ausschließlich der Landschaft wegen, ebenso alpenländisch wechselhaft ist das Klima. In den Monaten November bis einschließlich April liegen die Temperaturen von 15-25°C tagsüber und in den Zeltlagern bis zu 0°C während der Nacht. Mitunter können starke Winde in den Gebirgsregionen auftreten, auch kann es ergiebige Regenfälle geben.
Ausrüstung
Für alle Vulkanbesteigungen benötigen Sie gut eingelaufenes Schuhwerk mit fester Profilsohle, da Sie, je nach Verhältnissen, mit Steigeisen gehen müssen. Bedingt steigeisenfeste Schuhe reichen aus. Ferner benötigen Sie einen Eispickel. Wer keines dieser Geräte besitzt, kann Sie auch beim Reiseleiter vor Ort in Pucon ausleihen (Leihgebühr inklusive im Reisepreis, bitte unbedingt vorher bestellen!). Die Mitnahme von Teleskop-Stöcken ist wichtig. Drei-Personen-Zelte (für je 2 Leute), Isoliermatten und die Kochausrüstung inklusiv Geschirr und Besteck werden gestellt. Zum verbesserten Schlafkomfort empfiehlt sich die Mitnahme einer leichten Therm-a-rest-Matte. Wer den Vulkan Osorno besteigen möchte, benötigt steigeisenfeste Bergschuhe, sehr warme Handschuhe und eine warme Jacke. Die komplette Hochtourenausrüstung wird gestellt. Ihr Schlafsack sollte einen Komfortbereich bis -10°C aufweisen. Gut eingelaufene Trekkingschuhe mit griffiger Profilsohle, sowie Stöcke sind für die Wanderungen notwendig. Steigeisen und Pickel werden kostenlos gestellt. Mit der Buchungsbestätigung erhalten Sie eine detaillierte Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise.