Chile - Ojos del Salado

Besteigung des höchsten Vulkans der Erde (6.893 m)
Besteigung des Vulkans Licancabur (5.916 m) zur Akklimatisation
Trekking rund um die Wüstenoase San Pedro de Atacama mit allen Highlights
Büßereis, Salzlagunen, Geysire und pinkfarbene Flamingos
Entspannung an der Küste: Nationalpark Pan de Azucar und Bahia Inglesa

Einmal auf dem höchsten Vulkan der Welt stehen, auf fast 7.000 m! Im Rahmen einer wunderschönen Reise durch das nördliche Chile helfen wir Ihnen bei der Erfüllung Ihres Traumes.Erleben Sie in der Wüstenoase San Pedro de Atacama das Farbenspiel im Valle de La Luna, wandern Sie durch Indianerdörfer, immer höher dem Altiplano entgegen. Sie übernachten zur Akklimatisation auf 4.350 m an den Tatio-Geysiren, dann geht es weiter über die Grenze nach Bolivien zur Laguna Verde, malerisch am Fuß des Licancabur gelegen. Mit seinen 5.900 m ist dieser steile Vulkankegel eine echte Herausforderung. Der Lohn für die Mühe des Aufstiegs ist ein atemberaubender Ausblick vom Gipfel, der bis zum Salar de Uyuni reicht. Nach einer langen Fahrt ist Ihr Ziel nun in greifbarer Nähe. Über die Laguna Verde nähern Sie sich dem Ojos del Salado (6.893 m). Zwei Lager (5.300 m und 5.800 m) warten auf dem Weg nach oben, Sie haben ausreichend Zeit zur Akklimatisation. Der sonst technisch einfache Berg fordert im letzten Anstieg mit 1.100 m und leichter Block-Kletterei Ihre ganze Kondition. Endlich oben - welch ein Blick! Schneebedeckte Vulkane, viele höher als 6.000 m, beherrschen das Panorama. Nach einem entspannenden Tag an der Küste, treten Sie - mit unvergesslichen Gipfelerlebnissen "im Gepäck" - die Heimreise an.

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise Frankfurt - Santiago de Chile

Am Abend Linienflug mit LAN von Frankfurt (über Madrid) nach Santiago de Chile.

2. Tag: Santiago de Chile

Ankunft vormittags in Chiles Hauptstadt Santiago. Wir werden am Flughafen von unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter für Santiago empfangen und zu unserem zentral gelegenen Hotel gebracht. Sollten die Zimmer schon beziehbar sein, können wir uns vom langen Flug etwas ausruhen, ehe wir am Nachmittag zu einer Stadtbesichtung aufbrechen. Im anderen Fall machen wir uns kurz frisch und starten gleich zu unserer City-Tour, bei der wir einen ersten Eindruck von dieser Metropole bekommen. Der Blick vom Aussichtsberg San Cristobal über die Millionenstadt ist beeindruckend. Der Abend steht zur freien Verfügung und kann zum Ausruhen oder für einen Bummel genutzt werden. Übernachtung im Hotel;

3. Tag: Santiago de Chile - Calama - San Pedro de Atacama

Sehr früh am Morgen ist der knapp 3-stündige Weiterflug in Richtung Norden nach Calama vorgesehen. (Bei sehr zeitigem Flug entfällt das Hotelfrühstück, wir bitten um Ihr Verständnis). Am Flughafen werden wir von unserem örtlichen Bergführer und seinen Begleitern abgeholt. Die Fahrzeuge werden beladen und wir brechen nach San Pedro de Atacama (ca. 130 km) auf. Dort stoppen wir in unserer einfachen, aber gemütlichen Hosteria
und können uns kurz frisch machen. Danach starten wir zu einer ca. 3- bis 4-stündigen Wanderung in der faszinierenden Cordillera del Sal mit ihren vielfarbigen Gesteinsformationen. Die Tour endet im „Valle de la Luna", einer bizarren Landschaft aus Salzkristallen und Sanddünen, die abends, wenn die Sonne untergeht, in unwirklichen Farben leuchten. Bald sind wir zurück im Oasendorf San Pedro de Atacama (2.438 m) und essen noch gemütlich zu Abend. Gehzeit 3 - 4 Std.; Hosteria; (FMA)

4. Tag: San Pedro de Atacama - San Bartolo

Das sehenswerte naturhistorische Museum von San Pedro mit den berühmten Mumienfunden aus dieser Gegend sowie die Festung Quitor vermitteln einen Eindruck von der Kultur der Ureinwohner der Atacama. Das Museum erkunden wir auf eigene Faust. Unser Reiseleiter, der uns vorab die Highlights erklärt, darf im Museum leider keine Gruppen führen. An der Plaza besuchen wir die weiß getünchte Lehmkirche, die Elemente indianischer und christlicher Kultur vereint. Wir verlassen San Pedro, um zuerst die Festung Quitor zu besichtigen und danach den Catarpe Canyon in ca. 4 Stunden zu durchwandern. Durch die schmale, hoch aufragende Schlucht fließt ein kleiner Wasserlauf, den wir immer wieder durchwaten (Sandalen sind sehr hilfreich!). An seiner engsten Stelle bietet der Canyon einen gerade noch 3 m breiten Durchlass zwischen senkrechten Felswänden. Inmitten einer sonst trockenen Wüstenlandschaft ist dieses „Soft-Canyoning" zweifelsohne eine ganz besondere Unternehmung. Unser erstes Zeltlager errichten wir bei San Bartolo (2.700 m). Gehzeit 4 - 5 Std.; Aufstieg 200m; Abstieg 50m; Übernachtung im Zelt; (FMA)

5. Tag: Rio Grande - Machuca

Eine 1-stündige Fahrt bringt uns zum Ausgangspunkt unserer heutigen Etappe nach Rio Grande (3.250 m). Ein interessantes Trekking führt uns von hier aus durch angelegte kleine Felder. Immer wieder passieren wir Bauernhäuser auf unserem Weg durch ein tiefes Tal. Dann geht es aufwärts und wir erreichen das Altiplano. Nach einer Pass-Überquerung treffen wir in Machuca auf eine schöne Auenlandschaft inmitten der Trockenheit. Hier werden wir vermutlich sofort von Lamas und Alpacas begrüßt. Ein herrlicher Platz zum lagern (4.015 m). Gehzeit 6 - 8 Std.; Aufstieg 815m; Abstieg 50m; Zelt; (FMA)

6. Tag: Machuca - Puritama - Tatio-Geysire

Die Fahrzeuge werden beladen und wir fahren in Richtung der Thermalquellen von Puritama. Eine Wanderung führt uns in den Canyon hinunter, in dem das heiße Wasser entspringt. Es ergießt sich in Becken, in denen sich's herrlich ausruhen lässt. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu den berühmten Tatio-Geysiren auf 4.321 m Höhe. Auf der Fahrt übers Altiplano können wir die Weite der Landschaft genießen. 6.000 m hohe Vulkane ragen am Horizont auf, das vegetationslose Gestein schillert in vielen Farben. Auf den Hochebenen zwischen den Bergrücken leben Vicuñas, die wir mit etwas Glück von der Straße aus beobachten können. In Tatio (60 km) locken erneut heiße Pools zum Baden oder leichte Wanderungen auf 4.600 m zum Akklimatisieren. Wir stellen unsere Zelte in der Nähe der heißen Quellen auf (4.300 m). Gehzeit 1 - 2 Std.; Abstieg 50m; Zelt; (FMA)

7. Tag: Tatio-Geysire - San Pedro - Laguna Verde

Morgens vor Sonnenaufgang ist das Tatio-Geysirfeld mit seinen dampfenden und sprudelnden Fontänen am aktivsten. Haushoch stehen die Dampfsäulen in der kalten Morgenluft. Immer wieder sprudelt das Wasser aus den heißen Quellen hervor. Wir fahren zurück nach San Pedro, wo die Crew noch letzte Einkäufe vornimmt, bevor wir den Ausgangspunkt für die Besteigung des Bilderbuchvulkans Licancábur (5.916 m) erreichen - eine außergewöhnliche Tour. Am Fuß des Berges liegt die tiefgrüne Laguna Verde. Der Bergsee mit seiner ungewöhnlichen Farbe erscheint in der Wüstenlandschaft fast unwirklich frisch. Wir richten unser Lager in einer kleinen Hütte (Gemeinschaftsschlafraum, kein fließend Wasser) oder stellen am Ufer unsere Zelte auf (4.350 m). Hütte oder Zelt; (FMA)

8. Tag: Laguna Verde - Licancabur - San Pedro de Atacama

Sehr früh am Morgen fahren wir mit unseren Allradfahrzeugen in einer halben Stunde noch ein Stück näher an den Berg heran (ca. 4.700 m, je nach Verhältnissen). Gleich zu Beginn kommen wir durch eine alte, verfallene Inkasiedlung. Der Anstieg wird zunehmend anstrengender. Geröllhalden sind zu erklimmen und große, lose Steine erfordern viel Vorsicht beim Begehen der Hänge. Der Blick von oben übertrifft wohl jede Erwartung: Am Gipfel verstehen wir, warum die Inka den Licancabur als Platz für religiöse Rituale auserwählt hatten. Der Gipfelkrater birgt einen See von atemberaubender Schönheit. Am Rand, auf einer Höhe von 5.916 m über dem Meer, sehen wir die Reste der religiösen Bauwerke der Inka. Im Westen erstreckt sich die riesige Salzwüste der Atacama und im Osten das bolivianische Hochland. Nachdem wir den Ausblick am Kraterrand ausgiebig genossen haben, steigen wir ab. Mit den Fahrzeugen erreichen wir in einer Stunde San Pedro de Atacama und beziehen dort wieder unsere Hosteria (2.438 m). Gehzeit 10 - 11 Std.; Aufstieg 1.220m; Abstieg 1.220m; Hosteria; (FMA)

9. Tag: San Pedro de Atacama - Salar de Atacama

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag lassen wir es heute ruhiger angehen. Nach dem Frühstück brechen wir auf Richtung Süden, um das Dorf Toconao und die grüne Jerez-Schlucht zu besuchen. Auf der Fahrt durch die riesige Salzpfanne der Atacama versuchen wir, auch die eindrucksvollen Flamingoschwärme an der Chaxa- Lagune zu beobachten. Mit ihrem rosa Federkleid wirken sie in dieser erdfarbenen Landschaft geradezu surreal. Die Lagunen Miscanti und Miniques glitzern tiefgrün in der rauen Andenlandschaft. Über das Dorf Peine erreichen wir das südliche Ende des Salzsees und schlagen dort unser Lager auf (2.300 m). Zelt; (FMA)

10. Tag: Salar de Atacama - Taltal

Ein langer, entspannender Fahrtag liegt vor uns. Immer an der Küste entlang geht es nach Taltal, das seine Existenz der Fischerei und dem Bergbau verdankt. Wir erleben ein ganz anderes Chile als während der letzten Tage in der Wüste, die Meeresluft tut unseren Lungen gut. Hier wird unsere Mannschaft die Vorräte ergänzen, bevor es Richtung Ojos geht. Fahrzeit 9 - 10 Std.; Hosteria; (FMA)

11. Tag: Taltal - Salar de Pedernales

Es geht wieder aufwärts! Wir bewegen uns wieder östlich auf die Andenkette zu, bis wir den Salar de Pedernales erreichen. Friedlich breitet sich der riesige Salzsee vor uns aus; er bietet ganzen Kolonien pinkfarbener Flamingos und anderen Vogelarten einen Lebensraum. Hier errichten wir unser Lager in 3.600 m Höhe und verbringen einen gemütlichen Nachmittag oder machen Spaziergänge in der Umgebung. Gehzeit 2 - 3 Std.; Zelt; (FMA)

12. Tag: Salar de Pedernales - Laguna Verde

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir zum nächsten Salzsee, zur türkis schimmernden Laguna Verde (100 km). Auf dem Weg dorthin können wir den Ojos del Salado (6.893 m) zum ersten Mal in seiner vollen Größe bewundern. Am Ufer der Laguna Verde, nahe den heißen Quellen, richten wir unser Lager ein (4.340 m). Ein heißes Bad tut gut! Zelt; (FMA)

13. Tag: Laguna Verde - Refugio U. de Atacama

Mit den Jeeps fahren wir dem Refugio Universidad de Atacama (5.260 m), der ersten „Hütte" auf dem Weg zum Gipfel des Ojos del Salado, bis auf ca. 4.800 m (je nach Verhältnissen) entgegen. Während Ausrüstung und Verpflegung weiter bis zur Unterkunft transportiert werden, wandern wir aus kklimatisationsgründen die letzten 450 Höhenmeter zu Fuß. Die Hütte besteht nur aus einem transportablen Container und dient der Nationalparkaufsicht als Unterkunft. Hier bezahlen wir unser Gipfelpermit (Hinweis siehe unter Charakter der Tour und Anforderungen). Vor der Hütte bauen wir unsere Zelte auf. Gehzeit 3 - 4 Std.; Aufstieg 460m; Zelt; (FMA)

14. Tag: Refugio U. de Atacama - Refugio Tejos - Refugio U. de Atacama

Zur zweiten Hütte auf 5.837 m, dem Refugio Tejos, werden wir heute einen Teil der notwendigen Lebensmittel, Trinkwasser und Ausrüstungsgegenstände für den Gipfelanstieg selbst transportieren. Wir haben den ganzen Tag Zeit, um uns auf diese Weise zu akklimatisieren. Später kehren wir zum Refugio U. de Atacama zurück und übernachten wieder im Zelt. Gehzeit 3 - 4 Std.; Aufstieg 577m; Abstieg 577m; Zelt; (FMA)

15. Tag: Refugio U. de Atacama - Refugio Tejos

Erneut steigen wir mit unserem restlichen Gepäck zum Refugio Tejos (5.837 m) auf. Wir bauen draußen wieder unsere Zelte auf. Am Nachmittag können wir uns entspannen. Nachdem alles für den Gipfelanstieg vorbereitet und besprochen ist, richten wir uns auf eine kurze und kalte Nacht mit Temperaturen bis unter minus 20°C ein. Gehzeit 3 - 4 Std.; Aufstieg 577m; Zelt; (FMA)

16. Tag: Refugio Tejos - Gipfel Ojos del Salado - Refugio U. de Atacama

Frühmorgens brechen wir mit Stirnlampen zum Gipfelanstieg auf. Die 1.150 Höhenmeter fordern beste Kondition und Willenskraft. Durch Geröll und verblocktes Gelände steigen wir ständig steil bergauf. Die Route führt meist ein kurzes Stück über ein Altschneefeld, das, je nach Verhältnissen, mit oder ohne Steigeisen sicher begangen werden muss. So erreichen wir nach ca. 6-7 Std. den Kraterrand auf 6.700 m, aber vom Gipfel trennt uns noch eine weitere Stunde. Die letzten 80 Höhenmeter sind in leichter Kletterei in Blockgelände (2. Schwierigkeitsgrad) zu bewältigen. Am zweithöchsten Gipfel Amerikas in 6.893 m Höhe werden wir mit einem fast grenzenlosen Ausblick über die endlose Gebirgswüste belohnt. Die glasklare Luft lässt die Farben des Gesteins und der Lagunen leuchten. Am Gipfel treten kleine Fumarolen aus und dokumentieren, dass der höchste Vulkan der Erde sich noch nicht gänzlich beruhigt hat. Nach einer angemessenen Pause machen wir uns an den Abstieg. Über steinige Kare und Schneefelder erreichen wir recht müde das Refugio Tejos, wo wir rasten können. Dann steigen wir gleich weiter ab, denn bis zum Refugio Atacama geht man nicht mehr lange. Gehzeit 12 - 14 Std.; Aufstieg 1.056m; Abstieg 1.633m; Zelt; (FMA)

17. Tag: Refugio U. de Atacama - Bahia Inglesa

Falls der Gipfelgang am Vortag wegen widriger Verhältnisse nicht möglich gewesen sein sollte, kann dieser Tag als zweite Option genutzt werden. Bei planmäßigem Programmverlauf erfolgt heute die lange Rückfahrt in die „Zivilisation". Nachdem die Fahrzeuge beladen sind, fahren wir vom Refugio Universidad de Atacama hinab nach Copiapó und weiter bis nach Bahia Inglesa an der Pazifikküste (ca. 8 Std., 280 km). Aus über 5.000 m Höhe geht es auf Meereshöhe hinab. Wenn wir Glück haben und frühzeitig in Bahia Inglesa ankommen, können wir sogar noch im Pazifik baden. Übernachtung in einem kleinen Hotel. (Falls der Tag tatsächlich am Ojos genutzt werden muss, ist eine Rückerstattung der Übernachtungskosten für die Unterkunft in Bahia Inglesa leider nicht möglich, weil eine rechtzeitige Absage in einem solchen Fall nicht erfolgen kann). Hotel; (FMA)

18. Tag: Bahia Inglesa - Santiago de Chile

Heute unternehmen wir einen Ausflug zum Pan de Azucar National Park, weiter nördlich an der Küste gelegen. Wenn das Wetter es erlaubt, können wir auf einer 2-stündigen Bootsfahrt (extra vor Ort zu zahlen) Pinguine und Seelöwen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Am frühen Abend erreichen wir wieder Bahia Inglesa und können uns dort (wir haben Tageszimmer!) noch frisch machen für die Weiterreise nach Santiago. Bevor es zurückgeht, erabschieden wir uns aber noch beim Abendessen von unserer Ojos-Mannschaft. Gegen Mitternacht sagen wir der Küste „adios" und fahren mit einem komfortablen Nachtbus (mit Schlafsesseln) ab Caldera über La Serena entlang der Pazifikküste nach Santiago de Chile. Fahrzeit 10 - 11 Std.; Fahrstrecke ca. 860 km; Übernachtung im Nachtbus in Liegesesseln; (FMA)

19. Tag: Santiago de Chile

Sehr früh am Morgen treffen wir in Chiles Hauptstadt Santiago ein und werden zum Hotel gebracht. Es bleibt Zeit zum Ausruhen und Entspannen und auch für individuelle Besichtigungen in der Stadt oder um Souvenirs einzukaufen. Hotel;

20. Tag: Santiago de Chile - Frankfurt

Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Anschließend Transfer zum Flughafen und Rückflug mit LAN am Abend (via Madrid) nach Deutschland. (F)

21. Tag: Frankfurt

Ankunft in Frankfurt am späten Nachmittag.

Generelle Hinweise

 Nach Verfügbarkeit Abflüge ab München, Düsseldorf, Berlin Euro 120,-, ab Österreich Euro 60,-, ab Schweiz Euro 170,-

Charakter der Tour und Anforderungen

Während eines landschaftlich reizvollen Akklimatisationsprogramms besuchen Sie die Highlights der Atacamawüste und nähern sich dem höchsten Vulkan der Welt. Der Ojos del Salado ist bis zum Kraterrand technisch ohne größere Probleme zu meistern, lediglich die letzten 80 Höhenmeter zum höchsten Punkt sind Kletterei im Blockgelände im 2. Schwierigkeitsgrad. Dort ist auf 30-40 m meistens ein Fixseil installiert, an dem Sie sich, falls notwendig, mit einem Jümar sichern können. Wegen der geringen Niederschläge in dieser Wüste ist der Berg kaum vergletschert, beim Aufstieg ist jedoch oft mit Schneefeldern zu rechnen. Daher sind Grundkenntnisse im Gehen mit Steigeisen unbedingt erforderlich. Eine maximale Steigung von 40 Grad an der Gipfelflanke erfordert eventuell auch den sicheren Einsatz Ihres Eispickels. Ihr Gepäck kann im Normalfall bis zur ersten Hütte Refugio de Atacama, ein Container auf 5.250 m, mit Fahrzeugen transportiert werden. In seltenen Fällen können Schneereste die Zufahrt zum Refugio de Atacama unmöglich machen. Dann muss mit Gepäck und der Verpflegung zu Fuß aufgestiegen werden (ca. 800 Höhenmeter). Wir schlafen vor dem Container in Zelten. Beim Aufstieg zur zweiten Hütte, dem Refugio Tejos auf 5.750 m, übernehmen die Teilnehmer selbst den Transport der Lasten (persönliches und Gemeinschaftsgepäck, Trinkwasser etc.) und errichten ihr Lager bei der kleinen Hütte. Auf den Trekkingtouren und bei der Besteigung von Licancabur und Ojos tragen Sie lediglich Ihren Tagesrucksack. Das große Gepäck wird mit Fahrzeugen zu den Lagerplätzen gebracht. Der Gipfel Licancabur (5.916 m) wird als Akklimatisationstouren durchgeführt. Die Besteigungen sind technisch einfach, doch durch Sand und Geröll anstrengend.


Für eine Teilnahme an dieser Bergreise müssen Sie sehr gut durchtrainiert sein und über eine überdurchschnittliche Kraft- und Ausdauerleistungsfähigkeit verfügen. Anstrengende Tagesetappen in extremen Höhen mit Traglasten bis zu 20 kg kommen auf Sie zu. Bedenken Sie, dass Ihnen nach einem langen Aufstieg noch der mühsame Lageralltag bevorsteht (Zelte aufbauen, …) bevorsteht. Ein sehr guter Gesundheitszustand ist für eine Teilnahme unabdingbar. Bitte lassen Sie sich in gesundheitlichen Fragen von einem Facharzt für Sportmedizin beraten, bevor Sie sich für eine Teilnahme entscheiden.



Reisen in der Gruppe macht diese Tour erst möglich. Wir erwarten von den Teilnehmern/Teilnehmerinnen Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitreisenden, den Reiseleitern und dem Begleitteam. Die Mithilfe beim Lagerleben (Aufbau der Zelte etc.) sollte selbstverständlich sein. Wenn ungünstige Bedingungen die Organisation der Tour oder die Sicherheit in Frage stellen, kann es notwendig werden, dass Sie persönliche Interessen zurückstellen müssen. Darüber hinaus sind die Reiseleiter von uns ermächtigt, Teilnehmer zurückzuschicken, wenn sie durch ihr Verhalten die Gemeinschaft oder gar das Unternehmen selbst zu gefährden beginnen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Buchung dieser Reise nicht das Recht auf eine Gipfelbesteigung beinhalten kann. Die Planung der Aufstiegstaktik liegt im Verantwortungsbereich unserer örtlichen Reiseleiter, die stets bemüht sein werden, die im Sinne der gesamten Gruppe sicherste Wahl zu treffen. Ihre Führung entbindet die einzelnen Teilnehmer nicht von ihrer oben geschilderten Mitwirkungspflicht.



Besonderer Hinweis: Bitte beachten Sie die Zusatzkosten für das Permit für die Besteigung des Ojos del Salado von USD 160,- (Stand November 2010) , zahlbar in bar vor Ort! Sie gehen sicher mit Steigeisen und Pickel, haben eine ausgezeichnete Kondition, Willensstärke und die Bereitschaft zum Komfortverzicht. Kälte vertragen Sie gut.

Klima

In Santiago de Chile und in den anderen Städten, die Sie besuchen, ist es zwischen November und Februar sommerlich warm, bis zu 30 °C, zum Teil sehr schwül. In der Atacamawüste, einem der trockensten Gebiete der Erde, herrschen dagegen extreme klimatische Gegensätze. Tagsüber kann es im November, Dezember und Februar sehr heiß sein (bis 30°C, z.B. San Pedro de Atacama), nachts kühlt es stark ab (bis 0°C). Im Januar kann es durch das Wetterphänomen, den "bolivianischen Winter", evtl. regnen oder in größeren Höhen auch schneien. Auf dem südlichen Altiplano, wo wir uns hauptsächlich aufhalten, ist von der großen Hitze nicht mehr viel zu spüren. Zwar ist die Sonneneinstrahlung enorm, aber die Höhe von über 4.000 m und die ständigen Luftbewegungen sorgen für Kühlung. Nachts fällt das Thermometer auf bis zu -15°C, in Extremfällen auch tiefer. Wegen der sehr trockenen Luft lassen sich die Temperaturen aber gut ertragen. Am Ojos können starke Winde auftreten, die eine Besteigung erheblich erschweren oder sogar unmöglich machen können. Die Temperatur im Hochlager und auf der Gipfeletappe kann dadurch bis auf -25 bis -30 Grad sinken.

Ausrüstung

Die extreme Kälte erfordert sehr gute und warme Bergbekleidung. Für den Ojos werden ein Schalenschuh (sofern schon vorhanden), ein sehr warmer steigeisenfester Hochtourenschuh oder im Idealfall ein kurzer Gamaschenstiefel (besser wegen der extremen Kälte beim Gipfelanstieg) empfohlen. Je nach Schneelage werden Sie nur kurze Strecken mit Steigeisen gehen müssen. Das Wichtigste bei der Wahl der Schuhe ist die Kältetauglichkeit. Feuchtigkeit spielt keine große Rolle, nur sehr selten fällt Schnee. Sie benötigen eine komplette Hochtourenausrüstung (Steigeisen, Eispickel, Hüftgurt, Karabiner, Jümar etc.), um den Gipfel bei jeder Bedingung in Angriff nehmen zu können. Dafür brauchen Sie einen Hochtourenrucksack mit ca. 50-60 Litern Fassungsvermögen. Eine warme Daunenjacke und sehr warme Expeditionshandschuhe sind wichtig. Der Licancabur ist mit guter Trekkingausrüstung zu besteigen. Sie brauchen einen sehr warmen Schlafsack mit Komfortbereich bis -20°C und (falls Sie für den Ojos einen Schalenstiefel nehmen) robuste Trekkingschuhe mit starker Profilsohle. Zwei-Personen-Zelte, einfache Isoliermatten, Küchenzelt, Kochgeschirr und Kocher werden von uns gestellt. Es empfiehlt sich, unbedingt eine leichte Therm-a-rest-Matte zusätzlich mitzubringen. Mit der Buchungsbestätigung erhalten Sie eine detaillierte Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise.

Gepäck

Wir empfehlen für diese Reise eine Reisetasche oder einen Expeditionssack mit ca. 90 Litern, zusätzlich einen Hochtourenrucksack mit 50-60 Litern, den Sie, kleingepackt, auch als Handgepäck nehmen können. Auf den Trekkingtouren und bei der Besteigung von Licancabur und Ojos (Gipfeltag) tragen Sie lediglich Ihren Tagesrucksack. DAs Hauptgepäck wird zu den Lagern beim Trekking mit den Fahrzeugen transportiert. Am Ojos kann Ihr Gepäck kann im Normalfall bis zur ersten Hütte Refugio de Atacama gefahren werden. In seltenen Fällen können Schneereste die Zufahrt unmöglich machen. Dann muss mit Gepäck und der Verpflegung zu Fuß aufgestiegen werden (ca. 800 Höhenmeter). Beim Aufstieg zum Refugio Tejos, übernehmen die Teilnehmer selbst den Transport der Lasten (persönliches und Gemeinschaftsgepäck, Trinkwasser, etc., max. 18-20 kg).

BUCHEN / VORMERKEN