Costa Rica - wandern, staunen und genießen
Mehrtägiges Trekking im Corcovado-Nationalpark
Der Ruf des Tukans begleitet Sie, ein Ameisenbär kreuzt Ihren Weg - während Sie sich schwitzend auf dem schmalen Pfad durch den Corcovado-Nationalpark kämpfen. Auf unserer Reise durch Costa Rica zeigen wir Ihnen die ganze Bandbreite der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt in Costa Ricas artenreichen Nebel- und Regenwäldern. Vulkanbesteigungen im kühleren Hochland bieten spektakuläre Tiefblicke in türkise Kraterseen und auf blubbernde Schlammtümpel sowie Weitblicke bis zur pazifischen und karibischen Küste. Im feucht-warmen Tiefland hangeln sich Brüllaffen durch die Baumwipfel, ein Tapir durchwühlt den Strand vor der Lodge, Kolibris umschwirren die süß duftenden, exotischen Blüten. Lassen Sie sich frühmorgens vom vielstimmigen Konzert der Urwaldvögel wecken und nach einem Wandertag voller Entdeckungen abends in einer der gemütlichen Lodges mit liebevoll zubereiteten einheimischen Gerichten verwöhnen. Allein die Obstauswahl in Costa Rica ist himmlisch! Die netten Bewohner Costa Ricas, die "Ticos", freuen sich, Ihnen ihr Land zu zeigen. Ihr lebensfrohes Motto "Pura Vida" wirkt ansteckend - kommen Sie einfach mit und überzeugen Sie sich selbst!
Paradies für Tier- und Vogelfreunde
Vulkane Irazú und Arenal: Kraterseen und Fumarolen
Wanderungen im Rincón de la Vieja-Nationalpark
Übernachtungen in familiären Lodges
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Spätabends Flug mit Condor von Frankfurt nach San Jose.
2. Tag San Jose
Ankunft am frühen Morgen in San Jose. Wir werden von unserer Deutsch sprechenden Reiseleitung abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Nachdem wir etwas ausgeruht und uns frisch gemacht haben, erkunden wir die Hauptstadt von Costa Rica. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 19. Jhdt., damals war San Jose ein florierendes Zentrum des Kaffeeanbaus. Heute ist es eine quirlige lateinamerikanische Großstadt mit hektischem Verkehr, gemütlichen Parks und einigen schönen Stadthäusern aus dem 19. und 20. Jhdt. Besonders stolz sind die Ticos auf ihr Nationaltheater, es gilt als das schönstes Gebäude der Stadt. Im Nationalmuseum bekommen wir einen guten Überblick über präkolumbianische Kunst, Kolonialzeit und die Entwicklung des Landes nach der Unabhängkeit. Im Goldmuseum wartet eine außergewöhnliche Sammlung präkolumbianischer Goldarbeiten auf uns. Der Besuch des Mercado Central ist ein Muss - wir bummeln über den bunten Markt und verschaffen uns einen ersten Überblick über die unglaubliche Vielfalt an frischen Früchten und frischem Gemüse.
Übernachtung im Hotel [FM]
3. Tag Vulkan Irazu-Nationalpark - El Copal
Mit dem Bus fahren wir gleich nach dem Frühstück über Cartago hinauf zum Eingang des Nationalparks Vulkan Irazu. Rund 2.000 Höhenmeter trennen uns von unserem Ziel, das wir nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch mehrere Klima- und Vegetationszonen erreichen. Zuerst "begleiten" uns Gemüsefelder und dichte Wälder, dann Baumfarne und Bromelien, bis wir oberhalb von 3.300 m Höhe in die andine Region des Paramo kommen. Der Nationalpark rund um den Vulkan Irazu ist der älteste Costa Ricas. Der Vulkan ist mit seinen 3.432 m der höchste aktive Vulkan des Landes. Der "zitternde und donnernde Berg" war zuletzt 1994 aktiv und ist von großer Bedeutung für die Wasserversorgung des Landes, da viele große Flüsse hier oben entspringen. Nach einem Rundgang zu den beiden Kratern fahren wir über Pejibaye und El Humo weiter nach El Copal, wo wir in unserem ersten, typischen "Albergue de Turismo Rural Comunitario" übernachten. Da die Unterkunft nicht direkt mit dem Auto erreichbar ist, laufen wir die letzten 500 m von der Straße zur Herberge und tragen die für die Übernachtung benötigten Sachen selbst. In unserer rustikalen Lodge in abgeschiedener, ruhiger Lage mitten im Wald am Rande des El Copal-Naturreservats lassen wir uns dann ein leckeres, landestypisches Abendessen schmecken.
Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Lodge [FMA]
4. Tag El Copal - Orosi
Noch vor dem Frühstück kann, wer mag, mit dem örtlichen Guide das El Copal-Naturreservat rund um die Lodge erkunden. Nach dem Frühstück folgen wir einem alten Pfad, der die Regenwälder des Tapanti-Nationalparks säumt, bis zum kleinen Dorf Purisil, in dem uns unser Bus erwartet. In dem kleinen Ort Orosi legen wir eine Pause ein und besichtigen die im Kolonialstil erbaute Kirche aus dem 18. Jhdt. Unser Abendessen genießen wir in der traumhaft gelegenen Sanchiri-Lodge, von der man das fruchtbare Orosi-Tal weit überblicken kann.
Gehzeit: 4h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 700m; Lodge [FMA]
5. Tag Orosi - San Gerardo de Dota
Nach dem Frühstück fahren wir zuerst in die ehemalige Hauptstadt Costa Ricas, nach Cartago. Hier besichtigen wir die prunkvolle Basilika "de Nuestra Senora de Los Angeles". Obwohl Cartago sowohl die Funktion als Hauptstadt als auch den Bischofssitz an San Jose abtreten musste, blieb die Stadt religiöses Zentrum des Landes. Auf unserer Weiterfahrt folgen wir einer Straße, die sich in vielen Kurven den Cerro de la Muerte-Pass hochschlängelt. Früher stellte dieser für so manchen Ochsenkarren auf dem Weg durchs Land ein unüberwindbares Hindernis dar. Heute wird der höchste Punkt der Panamericana in Zentralamerika wegen seiner schönen Aussicht oft auch Cerro de Buenavista genannt. Vom Pass aus folgen wir einem Pfad ins Savegre-Tal hinunter. Wanderstöcke sind hier von Vorteil, da wir fast 1.300 Höhenmeter absteigen. Die Vegetation im märchenhaften Nebelwald oberhalb von San Gerardo de Dota ist besonders üppig. Der immerfeuchte Nebelwald zeigt sich hier in seiner vollen Pracht. Der Kampf um das seltene Sonnenlicht lässt viele Pflanzen unglaubliche "Kunststücke" vollführen. Über 300 Vogelarten sind hier heimisch, darunter auch der sagenumwobene Göttervogel der Maya, der farbenprächtige Quetzal. Gegen Abend erreichen wir unsere Lodge in San Gerardo de Dota (2.200 m).
Gehzeit: 5h; Fahrzeit: 2,5h; Abstieg: 1300m; Hotel [FMA]
6. Tag San Gerardo de Dota - Esquinas Rainforest Lodge
In dem riesigen Garten unserer Lodge leben ungemein viele Vögel - und da sich diese in den frühen Morgenstunden am besten beobachten lassen, sind wir auch heute schon vor dem Frühstück unterwegs. Es braucht manchmal etwas Geduld, bis man die gefiederten Freunde - vor allem den scheuen, smaragdfarbenen Quetzal - zu Gesicht oder vor die Linse bekommt.
Mit dem Bus folgen wir unserer Route weiter nach San Isidro und südwärts zur kleinen Gemeinde La Gamba. Esquinas ist die einzige in einem Nationalpark gelegene Lodge und von drei Seiten von weitgehend unberührtem Regenwald umgeben. Wir quartieren wir uns hier für zwei Nächte ein und machen einen ersten kurzen Spaziergang.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 4h; Lodge [FMA]
7. Tag Esquinas (Piedras Blancas-Nationalpark)
Das Regenwaldgebiet rund um die Esquinas Rainforest Lodge grenzt direkt an den Piedras Blancas-Nationalpark und wird auch "Regenwald der Österreicher" genannt. Dieser Name ist eng mit dem Namen des bekannten Wiener Geigers Michael Schnitzler verknüpft, der 1991 ein von einem Verein getragenes Umweltschutzprojekt ins Leben rief. Versucht wird, den Esquinas Regenwald durch den Kauf von Grundstücken und die Einbringung der freigekauften Grundstücke in den bestehenden Nationalpark Piedras Blancas zu schützen. Möglich wurde der Kauf von Grundstücken nicht zuletzt durch die Unterstützung zahlreicher Spender aus Österreich. Die meisten Angestellten kommen aus dem nahe gelegenen Ort, und eine wissenschaftliche Station ermöglicht es zahlreichen internationalen Studenten, den Regenwald zu erforschen. Das Entwicklungshilfeprojekt ist ein vorbildliches Beispiel von nachhaltigem Tourismus.
Mit einem örtlichen Führer unternehmen wir eine Exkursion in den Nationalpark, der die größte Artenvielfalt von ganz Costa Rica aufweist, und staunen über das faszinierende Ökosystem des Regenwaldes. Ein Pfad führt zum Rio Bonito, wo wir uns erfrischen und schwimmen können. Der Nachmittag und Abend steht uns zur freien Verfügung - um in der schönen Umgebung zu entspannen und unser Gepäck für unseren Aufenthalt im Corcovado-Nationalpark zusammen zu stellen.
Gehzeit: 2-4h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Lodge [FMA]
8. Tag Golfito - Carate - Corcovado-Nationalpark
Heute beginnt unser Corcovado-Trekking. Wir fahren mit dem Bus nach Golfito, wo wir all die Dinge, die wir auf dem Trekking nicht brauchen, im Bus lassen können. Das persönliche Gepäck (unsere Kleidung und private Ausrüstung) für die kommenden 4 Tage und 3 Nächte müssen wir nun selbst tragen.
Von Golfito bringt uns ein Boot über den Golfo Dulce, die "fischreiche Bucht", nach Puerto Jimenez auf die Halbinsel Osa. Mit etwas Glück stoßen wir bei der Überfahrt auf Delfine, die spielerisch unser Boot begleiten. Gerne wird der Kapitän ein paar Extrarunden drehen, wenn wir auf die Meeressäuger treffen. Nach unserer Ankunft in Puerto Jimenez laden wir das Gepäck auf Pick-ups und nehmen auf Bänken auf der Ladefläche Platz. Wir fahren über eine holprige Piste teils über Weideland, teils durch den Dschungel nach Carate. Carate besteht aus einer Flugpiste, einer "Pulperia" (Tante-Emma-Laden) und ein paar Häusern und ist der letzte Ort vor dem bekannten Corcovado-Nationalpark.
Unser Trekking kann beginnen! Wir wandern ca. 1 Stunde am Strand entlang, je nach Wasserstand queren wir auch Flüsse. Diese wilde Gegend "sprüht vor Energie". Auf der einen Seite rollt der Pazifik seine wuchtigen Wellen unaufhörlich an den Sandstrand und auf der anderen Seite beginnt das dichte Grün des Regenwaldes. Hellrote Aras mit ihren langen Schwanzfedern schwirren umher, ihr Kreischen ist nicht zu überhören. Wir übernachten im La Leona Tent Camp. Hierbei handelt es sich nicht um ein einfaches Zeltlager - die geräumigen Zelte sind fest auf 18 qm großen Holzplattformen aufgestellt und mit Betten ausgestattet, von der Veranda aus hat man einen fantastischen Blick auf den Ozean, während im Hintergrund die Brüllaffen lautstark auf sich aufmerksam machen.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 2,5h; Festes Zeltcamp [FMA]
9. Tag Corcovado-Nationalpark
Eine herrliche Wanderung am Pazifikstrand und entlang des Urwaldes erwartet uns, auf der wir Leguane, Affen, Agutis, Tapire - und mit etwas Glück sogar Meeresschildkröten sehen können. Je nach Stand der Gezeiten ist auch ein Bad im Pazifik möglich. Der Corcovado-Nationalpark im Südwesten der Halbinsel Osa gilt als artenreichster Regenwald Mittelamerikas. Das 418 qkm umfassende Gebiet steht seit 1975 unter Schutz. Die hohe Niederschlagsmenge von 5.500 mm pro Jahr lässt einen faszinierenden, noch unberührten Berg-, Nebel- und Sumpfwald gedeihen, der fast die Hälfte des Parks bedeckt. Hier finden sich etwa 500 Baumarten,- dies entspricht einem Viertel aller Baumarten Costa Ricas. Zudem wurden 140 Säugetierarten, 367 Vogelarten, 117 Arten von Amphibien- und Reptilien sowie 40 Süßwasserfischarten gezählt. Am Ende des erlebnisreichen Tages kehren wir zum La Leona Tent Camp zurück. Tukane und viele andere Vögel bevölkern die umliegenden Bäume und laden vor allem in der Dämmerung zu einem richtigen "Regenwaldkonzert" ein.
Gehzeit: 6h; Festes Zeltcamp [FMA]
10. Tag Corcovado Nationalpark - Bahia Drake
Eine etwa zwei- bis dreistündige Bootsfahrt entlang der Küste des Corcovado-Nationalparks bringt uns nach Bahia Drake. Unsere Abfahrtszeit richtet sich nach den Gezeiten und damit auch unsere Ankunftszeit in Bahia Drake. Je nachdem wann wir ankommen, legen wir weiter südlich oder weiter nördlich an und erreichen nach 2-5 Stunden Wanderung Tesoro Verde, eine hübsche, gemütliche, von einer Dorfgemeinschaft verwaltete Lodge. Die Lodge hat keine Doppelzimmer, wir sind in Zimmern mit 3-4 Betten untergebracht. Hier werden wir zu Abend essen und übernachten.
Gehzeit: 2-3h; Lodge mit Mehrbettzimmern [FMA]
11. Tag Bahia Drake - Quepos
Wir nutzen die morgendliche Frische und wandern von Los Planes zurück nach Bahia Drake. Hier steigen wir wieder ins Boot und fahren in auf dem Rio Sierpe mit einem Abstecher durch die Mangrovensümpfe nach Sierpe (ca. 1 Stunde). Dort wartet schon unser Bus mit dem übrigen Gepäck auf uns und wir fahren nach Quepos. Unterwegs besuchen wir das kleine Naturreservat der Hacienda Baru.
Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 4h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Hotel [FMA]
12. Tag Quepos - Manuel Antonio Nationalpark - Tarcoles
Den Morgen verbringen wir an den traumhaften Stränden des Manuel San Antonio Nationalpark. Der kleinste Nationalpark Costa Ricas ist bekannt für seine vielen, nicht menschenscheuen Tiere. Neben über 350 verschiedenen Pflanzenarten gibt es dort 109 verschiedene Säugetierarten, darunter Faultiere, Weißrüssel-Nasenbären, Kapuzineraffen und Gürteltiere. Nahezu alle Reptilien der Costa-Rica-Pazifikküste sind dort anzutreffen, die ausgewachsenen Schwarzleguane lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Bei Tarcoles, nur eine halbe Stunde Fahrt vom Nationalpark entfernt, übernachten wir in einer kleinen Lodge.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 100m; Lodge [FMA]
13. Tag Tarcoles - Rincon de la Vieja
Mit dem Bus fahren wir in die Region Guanacaste. Weiter geht es nach Liberia und von dort auf einer unbefestigten Straße zu einer kleinen, rustikalen Lodge am Rande des Rincon de la Vieja-Nationalparks. Nach der Ankunft haben wir die Möglichkeit zu einer sog. "Canopy Tour" (fakultativ, 40,- US$t). Dabei gleitet man, wie in einer Seilbahn, an einem Drahtseil von Baum zu Baum und kann so auch einmal einen Blick in die "höheren Etagen" werfen.
Wer es lieber gemütlich mag, genießt den Rest des Nachmittags im Garten oder auf der Veranda der Rinconcito Lodge.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 5h; Lodge [FMA]
14. Tag Rincon de la Vieja-Nationalpark - Durchquerung
Heute haben wir eine besonders schöne Wanderung vor uns: Wir durchqueren einen Teil des Rincon de la Vieja-Nationalparks. Dieser Park ist einer der vielseitigsten des Landes und bietet neben feuchtem Regenwald im Nordosten und Trockenwald im Süden vor allem auch spannende vulkanische Erscheinungen wie Fumarolen oder blubbernde Schlammtümpel. Wir betreten den Park beim Posten der alten "Casona Santa Maria" und wandern zuerst durch den "Bosque Encantado" (Zauberwald). Dann gehen wir durch die vulkanisch aktive Zone des Parks, vorbei an heißen Flüssen bis hin zu den eindrucksvollen Schlammtümpeln und Solfataren von Las Pailas. Unsere Wanderung endet kurz vor der Rincon de la Vieja Lodge. Unser Bus bringt uns zur Lodge, in der wir uns für zwei Nächte einrichten.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 500m; Lodge [FMA]
15. Tag Rincon de la Vieja-Nationalpark
Wenn das Wetter mitmacht, wollen wir heute zum Krater des Rincon de la Vieja (1.895 m) aufsteigen. Über ein freies Feld und durch den Wald benötigen wir etwa 1,5 Stunden für diesen ersten Aufstieg bis zur Waldgrenze. Von hier können wir die Bedingungen am Grat abschätzen. Windig ist es fast immer - bläst der Wind aber zu stark, können wir den Aufstieg nicht fortsetzen, denn der weitere Weg über den breiten Grat bis zum Kraterrand ist extrem windausgesetzt. Sind die Bedingungen gut, erreichen wir nach weiteren 1,5 Stunden den höchsten Punkt. Tief unter uns liegt ein kochender See, Ausdruck intensiver vulkanischer Tätigkeit. Bei klarem Wetter hat man von oben eine fantastische Aussicht über den Park bis hinunter zur Pazifikküste. Sollte die Gipfelbesteigung nicht möglich sein, können wir eine andere Wanderung unternehmen und durch einen Wald mit riesigen Bäumen laufen. Der Weg führt uns zu schönen Wasserfällen und wer möchte, kann ein erfrischendes Bad nehmen. Unterwegs bieten sich viele Gelegenheiten zur Wildbeobachtung: Schmetterlinge, Affen, Faultiere, Papageien und viele andere Tiere sind hier zu sehen. Auch für seinen Pflanzenreichtum ist der Park bekannt: Costa Ricas Nationalblume, "Guaria Morada", eine Orchideenart, ist hier weit verbreitet.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 1200m; Lodge [FMA]
16. Tag Rincon - Arenal
Standortwechsel: Wir fahren mit dem Bus nach Tilaran und weiter an den Arenal-See. Für 2 Nächte sind wir in einer Lodge in La Fortuna, am Fuße des sehr aktiven Vulkans Arenal untergebracht. Sollte die Nacht klar sein, können wir in der Dunkelheit die vulkanische Aktivität besonders gut beobachten. Der Vulkan ist seit 1968 durchgehend aktiv. Wer möchte, kann die nahe gelegenen Thermalquellen besuchen (fakultativ, 30,- USD) und "die Seele baumeln lassen". Für die nächsten beiden Nächte beziehen wir die familiär geführte La Catarata Ecolodge mit schönem Blick auf den Arenal.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 4h; Lodge [FMA]
17. Tag Vulkan Arenal
Wir machen einen Morgenspaziergang zum eindrucksvollen Wasserfall Catarata de la Fortuna und können dort schwimmen. Erfrischt starten wir dann zu einer Wanderung im Nationalpark Vulkan Arenal. Wenn die Wettergötter uns wohl gesonnen sind, ist der Aufstieg zum Vulkan Cerro Chato (1.200 m) oder zum Aussichtsposten Mirador El Silencio möglich. Bei starkem Regen ist die Route zu gefährlich. Die Wanderung zum Cerro Chato beginnt direkt bei unserer Lodge, über Wiesen und auf glitschigen Pfaden durch dichten Regenwald. Der Abstieg endet am frühen Nachmittag bei einer Lodge, hier steht unser Bus bereit und bringt uns zum Eingang des Arenal Nationalparks für eine einfache, kurze Wanderung zu den erkalteten Lavaströmen. Wer möchte, kann auch heute nachts in den Thermalquellen baden und die vulkanische Aktivität beobachten.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Lodge [FMA]
18. Tag Vulkan Poas - San Jose
Von La Fortuna fahren wir durch das Tiefland der Provinz Alajuela, dann über San Miguel und eine kleine Gebirgsstraße zum Wasserfall La Paz, bis wir schließlich den Vulkan Poas erreichen. Wir bestaunen den aktiven Vulkan, dessen Krater zu den größten weltweit zählt und tief unten einen türkis leuchtenden See hat. Nachmittags erreichen wir San Jose. Die verbleibende Zeit steht uns zur freien Verfügung.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 4h; Hotel [FMA]
19. Tag San Jose - Rückflug
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt
[F]
20. Tag Ankunft
Ankunft am Morgen in Deutschland.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Kennzeichnend für Costa Rica, die "reiche Küste", ist die Vielfalt der Landschaftsformen. Das Spektrum reicht von rauchenden Vulkanen bis zu dicht bewaldeten Bergen, von einsamen Stränden bis zu reißenden Bergflüssen, von dunklem Tiefland-Urwald über dichte Nebelwälder bis zu weiten Savannen. Ca. 25% der Landesfläche sind als Naturschutzgebiete oder Nationalparks ausgewiesen. Unsere Route verläuft durch einige der rund 30 Nationalparks bzw. Naturreservate und ermöglicht Ihnen einen Einblick in die Artenvielfalt dieses Landes. Die Halbtages- und Tageswanderungen sind technisch einfach bis mittelschwer und von jedem geübten Wanderer, der über gute Kondition und Trittsicherheit verfügt, zu bewältigen. Die Gehzeiten belaufen sich auf 4-6 Stunden. Anders bei der Reise im August! Dieser Termin liegt in den regenreicheren Monaten, durch den aufgeweichten Boden und die höheren Wasserstände der Flüsse wird das Trekking anspruchsvoller und die Gehzeiten länger. Dann ist gute Konzentration und Trittfestigkeit gefordert, es muss auch mal ein Fluss überquert werden, und die Reise entspricht eher unserer Schwierigkeitsbewertung III. Erhöhte Anforderungen an Herz und Kreislauf stellt das feucht-heiße Klima in den Nebel- und Regenwäldern und der Wechsel in die höheren, kalten Gebiete. Bitte konsultieren Sie vor Abreise Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Für die Wanderung zur Ihrer Unterkunft im Corcovado-Nationalpark müssen Sie das für 4 Tage und 3 Nächte benötigte Gepäck (ca. 10 kg) selbst tragen. Dafür brauchen Sie einen ca. 40 l fassenden Rucksack; das übrige Gepäck kann im Bus deponiert werden.
Sie übernachten mehrmals in Unterkünften des "Turismo Rural Comunitario": Das sind kleine, landestypische Lodges in oder am Rande von Naturreservaten, die meist als Familienbetrieb oder von Dorfgemeinschaften ganz individuell geführt werden. Dort werden Sie sehen, wie natur- und sozialverträglicher Tourismus möglich ist und Interessantes über das Zusammenspiel von Mensch und Natur erfahren. Bitte beachten Sie, dass Sie in einigen Unterkünften in Mehrbettzimmern untergebracht sind (siehe Tagesbeschreibung) und sich auch die Waschräume mit mehreren Gästen teilen.
Einreisebestimmungen:
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate nach Ankunft in Costa Rica.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Schlechtes Wetter, ungünstige Verhältnisse, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren können bei dieser Reise zu Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen führen. Sie sollten daher etwas Abenteuergeist mitbringen, verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Die genannten Unterkünfte sind klein und können nicht garantiert werden - doch es gibt immer eine schöne Alternative. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht übernehmen. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Durch die geografische Lage, nur ein paar Grad nördlich des Äquators, ist das Klima in Costa Rica das ganze Jahr über tropisch. Die verschiedenen Höhenlagen bewirken ein Klima, das fast so vielfältig ist wie die Natur dieses kleinen Landes. Guanacaste im Norden ist eher trocken, das Valle Central mit der Hauptstadt San José hat ein angenehm mildes Klima und an den Küsten des Pazifik und Atlantik ist es schwül und sehr warm. An der Küste und im Tiefland schwanken die Tagestemperaturen von 26-32°C. In mittleren Höhenlagen herrschen durchgehend angenehme 21°C vor. Dagegen sinken in den Bergen die Temperaturen auf 4-10°C und können auf den höchsten Gipfeln mit über 3.000 m Höhe sogar unter den Gefrierpunkt fallen. Allerdings bleiben innerhalb einer Höhenstufe die Temperaturen im Jahresablauf relativ gleich. Die Jahreszeiten sind nicht durch Temperaturwechsel, sondern durch die Niederschlagsmengen und regionale Besonderheiten geprägt. Die Bergzüge, die Costa Rica von Nordwesten nach Südosten durchziehen, wirken als Wetterscheide zwischen dem pazifischen und karibischen Klima.
Auf der Pazifischen Seite und dem Valle Central gelten Dezember bis April / Mai als die trockenen Monate. Während der übrigen Monate, die als "Winter" oder "grüne Jahreszeit" gelten, schenken willkommene Niederschläge der Landschaft ein frisches, immerwährendes Grün. In dieser Zeit muss mit starken Regenfällen gerechnet werden, die oft als Wolkenbrüche am Nachmittag niederkommen. Davor gibt es sonnige Morgenstunden, danach sternenklare Nächte. Mehrere zusammenhängende Regentage sind selten.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen empfehlen wir leichte Baumwollkleidung. Für kühlere Abende sollten Sie warme Sachen (Jacke/Anorak und Pullover/Fleece etc.) mitbringen. Bequeme Sportschuhe und knöchelhohe Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle eignen sich für die Wanderungen. Trekkingsandalen sind für den Strandaufenthalt sowie für die Erkundungen der näheren Umgebung der Lodges nützlich. Neben gutem Sonnenschutz benötigen Sie auch einen guten Regenschutz für die Wanderungen und Ausflüge.
Verlängerungen
Condor fliegt Montag und Donnerstag von San José nach Frankfurt, da diese Reise am Donnerstag endet, haben wir für Ihre Verlängerung 4 Tage kalkuliert - 3 Übernachtungen im jeweiligen Strandhotel und 1 in San José vor Ihrem Rückflug. Transfers im Minibus San José - Hotel - San José (ca. 5 Std. pro Strecke, Sie werden an Ihrem Hotel abgeholt) sind in allen Preisen inklusive. Der Flughafentransfer am Abreisetag ist nicht inklusive, wir empfehlen ein Taxi für ca. 20,- USD.
Strand / Baden
Als Verlängerung am Meer bieten sich die Halbinsel Nicoya am Pazifik, oder die südliche Karibikküste an. Die trockenen Monate an der Pazifiküste sind Dezember bis April / Mai, an der Karibikküste Februar / März und September / Oktober. Samara Beach am Pazifik gilt als eine der schönsten Strände Costa Ricas. Die südliche Karibikküste ist weniger besucht, bietet aber ebenfalls wunderschöne Strände und gute Wellen für Surfer. Schnorchel nund Tauchen ist an beiden Küsten möglich.
Hotel Belvedere** / Pazifik
liegt auf einer kleinen Anhöhe, das Frühstück wird auf der Veranda mit schönem Blick über die Bucht serviert. 400 m vom Strand entfernt. Kleines, familiäres Hotel mit Pool und Whirlpool im tropischen Garten, 20 Zimmer mit Bad, Deckenventilator, Kühlschrank, auf Wunsch Klimaanlage und TV.
Preis pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück: 215,- €
Einzelzimmerzuschlag: 90,- Euro
Hotel Azania*** / Karibik
zwischen den Dörfern Puerto Viejo und Manzanillo gelegen, direkt an der Cocles Beach. Anlage mit Pool, Jacuzzi, Bar und Restaurant. 12 von tropischem Regenwald umgebene, geschmackvoll gestaltete und aus Naturmaterialen erbaute Bungalows mit Bad, Minibar, Deckenventilator.
Preis pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück: 255,- €
Einzelzimmerzuschlag: 152,- Euro
Verlängerung Tortuguero
Der Nationalpark Tortuguero gilt als wichtigste Brutstelle der grünen Meeresschildkröte in der ganzen Karibik, auch die riesigen Leder- und Karettschildkröten gehen hier an den Strand. Zehntausende Schildkröten kommen während der Brutzeit von Juli bis Oktober um ihre Eier im Sand zu vergraben. Die Region ist nur mit dem Boot über Flüsse und Kanäle zu erreichen. Der lange Strand ist aufgrund der gefährlichen Strömungen und hohen Wellen nicht zum Schwimmen geeignet.
Turtle Beach Lodge liegt 10 km nördlich von Tortuguero Stadt direkt am Strand. Schöne Gartenanlage mit Pool, Restaurant, Wanderwege, kostenloser Verleih von Kayaks, Touren auf den Kanälen mit Englisch sprechendem Guide inklusive. 50 Zimmer mit Bad und Deckenventilator.
Preis pro Person im Doppelzimmer mit Vollpension: 360,- €
Einzelzimmerzuschlag: 75,- €
Eintritt in den Tortuguero Nationalpark: 10,- USD, vor Ort in Bar zu zahlen.