Von den Anden zum Amazonas

Schneebedeckte Vulkane, einsames Andenhochland

Quito: Ein lang gezogenes Häuserband eingeklemmt in ein enges Andental, bei klarem Wetter überragt von dem schneebedeckten Vulkankegel des Cotopaxi, die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe. Hier beginnt Ihre Reise durch das kleine südamerikanische Land, das neben seinen kulturellen Vorzügen vor allem mit einer rauen und einsamen Andenlandschaft aufwartet, gekrönt von vielen Vulkanen. In der Abgeschiedenheit des Pinan-Gebirges gelangen Sie durch Hochwälder in die Region des Páramo. Seen mit kristallklarem Wasser, großzügig in der Graslandschaft verteilt, bestimmen das Bild. Endlose Flächen harter Büschelgräser, einzeln am Horizont aufragende Berge und vorbeiziehende Nebelschwaden vermitteln ein Gefühl von Weite und Einsamkeit. Wenn Sie sich die Besteigung des Cotopaxi zutrauen, gelangen Sie bis in die Gletscherzone des höchsten aktiven Vulkans der Erde. Mit der historischen Andenbahn befahren Sie die steilste Bahnstrecke der Welt, bei Banos wandern Sie mit Blick auf den rauchenden Tungurahua. Nach intensiven Tagen im Hochland fliegen Sie mitten in den Amazonas. Erkunden zu Fuß den Primärurwald und gleiten im Kanu über Seen und Flüsse, auf der Suche nach Brüllaffen und Riesenottern.

5 Tage Trekking im Pinan-Gebirge
Mögliche Gipfel: Yanaurcu (4.535 m) und Cotopaxi (5.897 m)
NEU: Wandern mit Blick auf den aktiven Vulkan Tungurahua
4 Tage Amazonas-Urwald mit viel Zeit für Tierbeobachtungen

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Linienflug mit LAN / Iberia von Frankfurt über Madrid nach Quito.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;

2. Tag Quito

Ankunft am frühen Morgen in Ecuadors Hauptstadt Quito. Wir werden am Flughafen von unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter abgeholt und in unser Hotel gebracht. Da wir sehr früh in Quito ankommen kann es sein, dass unsere Zimmer noch nicht zur Verfügung stehen. Wir frühstücken im Hotel und haben ein erstes kurzes Briefing mit unserem Reiseleiter. Anschließend erkunden wir bei einer Rundfahrt im modernen Stadtteil von Quito die Parks La Alameda und El Ejido und die Avenida Rio Amazonas mit ihren vielen Geschäften, Restaurants und Cafes. In der Altstadt, die von der UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, besuchen wir die Plazas de la Independencia, Santo Domingo und San Francisco. An diesen drei Plätzen liegen die bedeutendsten Baudenkmäler und Kirchen aus der Kolonialzeit. Vom Panecillo aus, einem Vulkankegel, auf dem das große Standbild der Virgen de Quito thront, können wir bei klarer Sicht den Panoramablick über die Stadt genießen.
Am Nachmittag kehren wir in unser Hotel zurück und haben den Abend zur freien Verfügung.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotelübernachtung [F]

3. Tag Laguna Cuicocha

Heute fahren wir in Richtung Norden über Otavallo zur Laguna Cuicocha (3.100 m). Die Wanderung um den Kratersee in vegetationsreicher Landschaft kommt unserer Höhenanpassung zugute. Je nach Jahreszeit können wir viele Orchideenarten bewundern. Wir übernachten in der gemütlichen Hosteria Pantavi (2.050 m) inmitten einer gepflegten Gartenanlage - mit Blick auf den Vulkan Cotacachi. Es gibt eine Bar, einen Swimmingpool, eine Bildergalerie und zwölf nett eingerichtete Zimmer.

Hinweis: Je nachdem, an welchem Ort mehr Tiere für den Gepäcktransport zur Verfügung stehen, kann das Trekking der nächsten Tage auch in umgekehrter Reihenfolge, von San Blas nach San Francisco, stattfinden.
Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 4-5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hosteria [FMA]

4. Tag Cotacachi-Cayapas

Die wunderschöne Wanderregion Pinan liegt im Naturreservat Cotacachi-Cayapas auf der Westkordillere in der Provinz Imbabura. Unser Bus bringt uns zum kleinen Dorf Pablo Arenas. Das fünftägige Trekking beginnt! Stetig ansteigend wandern wir vorbei an den bewirtschafteten Feldern der Bauern (Campesinos) und erreichen am Nachmittag unseren Zeltplatz beim Bergdörfchen San Francisco auf 3.000 m Höhe. Die Zelte sind schon aufgebaut, eingerichtet sind wir schnell, und so bleibt Zeit, um sich in die Sonne zu legen und die umliegenden Berge zu fotografieren. Falls das Wetter nicht mitspielt, ist im großen Gemeinschaftszelt genügend Platz, um beim Kartenspielen und Teetrinken seine Mitreisenden besser kennen zu lernen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

5. Tag Yanacocha

Der erste Wegabschnitt führt uns durch einen Bergwald. Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) und von den Ästen herabhängende Flechten besiedeln die Bäume. Das feucht-kühle Klima und die lichten Baumkronen begünstigen einen dichten Bodenbewuchs - Farne, Moospolster und farbenfrohe, blühende Pflanzen. Das Gebiet ist die Heimat von Brillenbären, Hirschen, Füchsen und zahlreichen Vogelarten. Bei heftigen Regenfällen weicht der lehmige, teilweise von großen Steinen durchsetzte Boden stark auf; dann ist gute Trittsicherheit gefragt und Trekkingstöcke sind äußerst hilfreich. Mit zunehmder Höhe nimmt nicht nur die Anzahl der Bäume, sondern auch ihre Höhe ab. Wir erreichen die einzigartige tropische Hochlandzone Lateinamerikas, das feuchtkalte Grasland des Paramo. Im rauen, extremen Klima mit viel Niederschlag, starken Winden, Kälte und gleichzeitig hoher Sonneneinstrahlung hat sich eine spezielle Vegetation entwickelt. Büschelgräser, ungewöhnliche Farne und Polsterpflanzen bestimmen die Landschaft, dazwischen leuchten unzählige bunte Blumen. Am auffälligsten ist die stachelige Chuquiragua mit ihren großen, orangefarbenen Blüten. Am Yanacocha-See, einer idyllischen Gebirgslagune auf 3.900 m Höhe, errichten wir unser Zeltlager.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

6. Tag Parkacocha - Burrococha

Wir umrunden den Yanaurcu Richtung Südwesten. Erdige Trampelpfade führen durch die weiten Graslandschaften und vorbei an kristallklaren Lagunen und Seen. Etwa auf halber Strecke gelangen wir zu den zwei Lagunen von Parkacocha. Parka bedeutet in der Quechua-Sprache Vereinigung - hier bezogen auf das Zusammenspiel von Sonne und Erde. In der Abenddämmerung verschwindet die Sonne "in" den im Westen liegenden Lagunen.
Das Wetter in dieser Region ist sehr wechselhaft. Gerade noch liegen wir in der Sonne im warmen Gras, vor dem wolkenlosen blauen Himmel zeichnen sich die Vulkane am Horizont ab; mit dem Blick können wir dem Lauf der Flüsse in den grünen Tälern folgen. Wenige Minuten später kommt ein starker Wind auf, dichte Nebelschwaden verhüllen die Sicht und wir finden uns in einer gedämpften, weißen Atmosphäre wieder. Dann fängt es an zu tröpfeln, der Nebel verdichtet sich zu einem leichten Regen. Am späten Nachmittag erreichen wir die Burrococha-Seenplatte in einer Höhe von ca. 4.100 m.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

7. Tag Yanaurcu

Wer möchte, kann den 4.535 m hohen Vulkan Yanaurcu, den höchsten Gipfel der Region, besteigen. "Schwarzer Berg" bedeutet sein Name, da die steilen Felsen des Berges aus Andesit bestehen. Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig, teilweise aber pfadlos und steil. Kurz vor dem Gipfel gelangen wir in den Superparamo, eine Vegetationszone mit einer artenreichen und wahrlich ungewöhnlichen Flora. Bei gutem Wetter können wir die grandiose Fernsicht genießen und die "Schwester" des Yanaurcu, den etwa gleich hohen Gipfel Pinan, sowie verschiedene Gebirgszüge der Anden sehen, die in Richtung Küste und Amazonas verlaufen. An wolkenlosen Tagen eröffnet sich eine weit reichende Aussicht: im Norden über das Becken des Rio Mira, im Westen über die Täler und Kordilleren mit dichten, tropischen Regenwäldern und im Osten über das innerandine Becken von Ibarra mit den Vulkanen Imbabura (4.560 m) und Cotacachi (4.930 m) im Hintergrund. Mit etwas Glück entdecken wir einen Kondor, der hoch über uns seine Kreise zieht. Im ersten Teil des Abstiegs folgen wir der bekannten Route. Dann schlagen wir einen anderen Weg ein und erreichen schließlich unser Lager in der Nähe der Lagune Albuji in etwa 3.900 m Höhe. Gehzeit: 5-6 Stunden, Aufstieg: 435 m, Abstieg 635 m.

Im Lager erwarten uns bereits die anderen Gruppenmitglieder, die sich für eine ca. 2-stündige Wanderung, gemeinsam mit der Begleitmannschaft und den Pferden, entschieden hatten. Diese Wanderung - direkt von den Burrococha-Seen zur Lagune Albuji - führt leicht auf- und absteigend auf Trampelpfaden durch die Paramo-Landschaft; es sind keine großen Höhendifferenzen zu überwinden.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]

8. Tag Churoloma - San Blas

Vor uns liegt ein langer Abstieg von unserem letzten Lager bis zum Dorf San Blas (2.500 m). Dort angekommen warten wir auf unseren Bus, der uns zur Hosteria Pantavi zurückbringt. Als Entspannungsprogramm nach dem langen Trekking bietet sich ein Besuch der Quellen von Chachimbiro an, ca. 8 km von unserer Unterkunft entfernt.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 1400m; Hosteria [FMA]

9. Tag Otavalo

Auf dem Rückweg nach Quito machen wir einen Abstecher zum berühmten Indianermarkt in Otavalo. Auf der Plaza de los Ponchos und in den umliegenden Straßen werden neben farbenfrohen Ponchos und Decken, Wollsachen und Textilien auch Filzhüte und Töpferwaren sowie Obst, Gemüse, Tiere und viel Kunsthandwerk angeboten. Der Markt (ursprünglich ein Markt der Weber) - heute weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt - zieht Anbieter aus dem ganzen Land an. Am späten Nachmittag / Abend kehren wir ins etwa 90 km entfernte Quito zurück.

Da die Dezember-Reise am Sonntag statt Freitag beginnt (um eine Abreise von Deutschland am 24.12. zu vermeiden), ist bei diesem Reisetermin der Besuch des Marktes in Otavalo nicht möglich. Denn wir kommen am Montag in Otavallo vorbei und es ist kein Markttag. Stattdessen besuchen wir an Tag 12 den Indianermarkt in Sasquili.
Fahrzeit: 3-4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FM]

10. Tag(B) Fakultativ: Cotopaxi-Besteigung / Aufstieg zur Hütte

Für uns Bergsteiger geht es Richtung Süden zum Nationalpark Cotopaxi. In einem Museum informieren wir uns über den letzten Ausbruch des Vulkans und sehen uns die aus der Umgebung stammenden, ausgestopften Tiere an. Wir fahren bis zum Parkplatz unterhalb der Jose Ribas-Hütte in ca. 4.600 m Höhe. Der Aufstieg bis zur Hütte auf 4.800 m Höhe dauert ca. 1 Stunde.

Die Besteigung des Cotopaxi ist fakultativ, der Aufpreis beträgt 75,- US$ pro Person (bei einer Teilnehmerzahl von 3 und mehr Personen) und ist vor Ort zu entrichten. Bitte geben Sie bereits auf Ihrer Reiseanmeldung an, ob Sie den Berg besteigen möchten, da die Bergführer vorab benachrichtigt und eingeteilt werden müssen.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 200m; Hütte [FMA]

11. Tag(B) Fakultativ: Cotopaxi-Besteigung / Gipfel

Wir Bergsteiger starten gegen Mitternacht zum Gipfel des ebenmäßigen, vergletscherten Vulkans Cotopaxi (5.897 m). Der Aufstieg zum Gipfel ist bei normalen Verhältnissen technisch nicht schwierig, doch muss man im Umgang mit Steigeisen, Seil und Pickel absolut sicher sein. Die Schnee- bzw. Gletschergrenze liegt bei ca. 5.000 m Höhe. Über mehrere Aufschwünge steigen wir rechts vorbei am felsigen, schon von weitem sichtbaren Krateraufbau, wobei wir, je nach Verhältnissen, des Öfteren Spalten umgehen müssen. Über einen zuletzt steileren Hang gelangen wir bis an den Kraterrand. Bei klarem Wetter zeigen sich die Vulkangipfel Antizana, Illiniza, El Altar und der 6.310 m hohe Chimborazo. Für den Aufstieg müssen wir mit 6 - 8 Stunden, für den Abstieg mit 2 - 3 Stunden rechnen. Zurück am Parkplatz erwartet uns unser Fahrer und bringt uns zur Hacienda La Cienega. In dem herrlich gelegenen, alten Herrschaftshaus und Gut am Fuß des Vulkans Cotopaxi feiern wir unsere hoffentlich erfolgreiche Besteigung und erwarten gegen Abend die Ankunft der Wanderer.
Gehzeit: 10-12h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1097m; Abstieg: 1297m; Hacienda [FMA]

12. Tag Avenida de los Volcanes

In unmittelbarer Nähe der Hacienda La Cienega besuchen wir eine Rosenplantage und erfahren viel Wissenswertes über die Pflege der Rosen, die in viele Länder der Erde verkauft werden. Unsere Route führt weiter auf der Avenida de los Volcanes in Richtung Süden. Nach dem Mittagessen setzen wir die Fahrt bis zu einer schönen, etwas außerhalb von Riobamba gelegenen Hosteria fort. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

Bei dem Reisetermin im Dezember fällt dieser Tag auf einen Donnerstag und wir besuchen den Indianermarkt in Sasquili.
Fahrzeit: 2-3h; Hacienda [FMA]

13. Tag Zugfahrt

Die spannende Zugfahrt beginnt am frühen Morgen am Bahnhof in Riobamba oder, nach einem Bustransfer, in Alausi. Es lohnt sich, zeitig am Bahnhof zu sein, damit wir uns die besten Plätze sichern! Wir befahren die bereits 1902 fertig gestellte, bis heute steilste Bahnstrecke der Welt - eine wahre technische Meisterleistung. An der sog. Teufelsnase bewältigt der Zug die heikelste Passage: Im Schritt-Tempo meistert er in Zick-Zack-Kehren auf kurzer Distanz etwa 500 Höhenmeter. Kurz vor Sibamba fährt der Zug wieder zurück nach Alausi; hier wartet unser Bus auf uns. Wir steigen in den Bus und sind noch eine Weile unterwegs, ehe wir unsere auf dem Land gelegene Hacienda bei Patate, einem Nachbarort des Thermalbades Banos, erreichen. Bereits auf der Fahrt dorthin bietet sich uns ein guter Blick auf den rauchenden (und manchmal "grummelnden") Vulkan Tungurahua. Sollte die Bahnfahrt wider Erwarten nicht möglich sein, führen wir ein Alternativprogramm, z.B. eine Wanderung am Chimborazo, durch.
Fahrzeit: 4-5h; Hacienda [FMA]

14. Tag Banos

Ein Abstecher führt uns Richtung Amazonas-Becken, wo wir nach einer kurzen Wanderung den Rio Verde-Wasserfall und den "Teufelskessel" bestaunen können. Anschließend haben wir Freizeit in Banos und können die Thermalquellen besuchen oder durch die Straßen bummeln. Wir gönnen uns eine weitere Übernachtung in der vielleicht schönsten Hacienda auf dieser Reise und kehren am Abend nach Patate zurück.
Fahrzeit: 2h; Hacienda [FMA]

15. Tag Patate - Quito

Von unserer Hacienda aus wandern wir, mit Blick auf den aktiven Vulkan Tungurahua, zu einer kleinen Lagune. Wer lieber etwas entspannen möchte kann auch das Schwimmbad der Hacienda nutzen oder sich eine Spa - Behandlung gönnen (fakultativ, muss am Tag vorher angemeldet werden). Nach dem Mittagessen fahren wir nach Quito zurück.
Gehzeit: 3,5h; Fahrzeit: 5h; Hotel [FM]

16. Tag Quito - Coca - Amazonas Lodge

Der Amazonas-Urwald erwartet uns! Mit einer kleinen Maschine fliegen wir (ca. 40 Minuten) nach Coca. Unweit des Flughafens liegt der kleine Hafen am Rio Napo, wo wir auf ein Motorboot umsteigen und ca. 2 Stunden flussabwärts fahren. Von der Anlegestelle aus wandern wir über Holzstege ein paar Minuten durch den Urwald. Hier stehen die Kanus bereit, mit denen wir nach ca. 30 Minuten unsere direkt am Ufer der Lagune und mitten im Primärurwald gelegene Lodge erreichen.
Das Management der La Selva Lodge legt großen Wert auf einen umweltfreundlichen Tourismus. Die auf Stelzen stehenden Bungalows sind aus Bambus gebaut und mit Palmblättern gedeckt. Jeder Bungalow hat eine kleine Veranda mit Hängematte und ein eigenes Bad. Das Wasser kommt direkt aus dem See durch einen Filter in Ihre Dusche. Warmes Wasser gibt es nicht, dies ist bei den üblichen Tagestemperaturen aber auch nicht wirklich nötig. Keine Angst vor kleinen Tieren. Dass diese auch den Weg in Ihre Unterkunft finden, lässt sich nicht vermeiden, doch sind alle Betten mit Moskitonetzen ausgestattet. Strom gibt es in der Lodge nur abends und am frühen Morgen; dann haben Sie auch die Möglichkeit, Batterien o.Ä. aufzuladen.
Am späten Nachmittag unternehmen wir bereits unsere erste, kurze Wanderung durch den Urwald. Nach dem Abendessen wappnen wir uns noch einmal mit Gummistiefeln, und diesmal auch mit Taschenlampen, um bei einer Wanderung durch die Dunkelheit die nachtaktiven Tiere aufzuspüren.
Gehzeit: 1h; Regenwaldlodge [FMA]

17. Tag Amazonas Lodge

Heute sehr früh aufzustehen lohnt sich, denn vom Hochsitz aus lassen sich die Vögel bei ihren Morgenaktivitäten gut beobachten. Auch die Totenkopf-Äffchen und Brüllaffen sind bereits in der Dämmerung in den Baumwipfeln unterwegs. Wir erleben den Sonnenaufgang über dem Urwald und kehren zur Lodge zurück, um zu frühstücken. Den Vormittag über durchstreifen wir auf schmalen Trampelpfaden und über Holzstege den Primärurwald, der sich rund um die Lodge ausdehnt. Je nach Größe der Gruppe teilen wir uns auf, um unseren örtlichen Guides besser zuhören zu können, sooft sie uns über die Fauna und Flora des Urwaldes erzählen. Z.B. wozu die Blattschneide-Ameisen die Blätter brauchen, wie die Behausung einer Vogelspinne aussieht oder aus welcher der steinharten Nüsse früher Knöpfe hergestellt wurden. Am Ufer des Madicocha-Sees steigen wir in Kanus und paddeln den Mandiyacu-Fluss entlang. Wenn wir Glück haben, können wir den Riesenotter beobachten, der hier zuhause ist. Zum Mittagessen sind wir wieder in der Lodge und freuen uns im schön hergerichteten Speisesaal auf die kulinarischen Köstlichkeiten des Tages.
Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung: Die Hängematten laden dazu ein, die "Seele baumeln zu lassen", im See lässt sich ein erfrischendes Bad nehmen und die Schmetterlingsfarm der Lodge steht jederzeit zur Besichtigung offen. Auch heute endet unser Reisetag nicht mit Einbruch der Dunkelheit - bei einer nächtlichen Fahrt über den See können wir die Augen der Kaimane glitzern sehen.
Gehzeit: 3-6h; Regenwaldlodge [FMA]

18. Tag Amazonas Lodge

Wir verbringen den Tag im benachbarten Yasuni-Nationalpark auf der anderen Seite des Napo. Das Gebiet liegt ca. 100 m über dem der La Selva Lodge. Dieser Höhenunterschied reicht bereits aus, um eine andere Vegetation hervorzubringen; dementsprechend haben hier auch andere Tiere ihren Lebensraum gefunden. Das Besondere in diesem Teil des Urwalds ist die Lehm-Lecke, ein Ort, der sich hervorragend eignet, um Papageien zu beobachten. Die Vögel kommen zur freiliegenden Lehmwand, um an der Erde zu lecken. Diese enthält Mineralien, welche die mit der Nahrung aufgenommenen Pflanzengifte im Magen der Tiere neutralisieren. Experimentierfreudige unter uns haben heute außerdem die Möglichkeit, eine Zitronen-Ameise zu kosten. Wer sich für diese exotischen Gaumenfreuden nicht begeistern kann, muss bis zum Mittagessen warten, wenn wir wieder in der Lodge sind....
Den Nachmittag nutzen wir für eine letzte Exkursion per Kanu entlang dem Seeufer.
Vielleicht haben Sie nach dem Abendessen, wenn Sie noch nicht zu Bett gehen wollen, Lust auf eine gesellige Runde bei einem tropischen Drink in der gemütlichen Bar.
Gehzeit: 3h; Regenwaldlodge [FMA]

19. Tag Amazonas Lodge - Coca - Quito

Nach dem Frühstück treten wir den Rückweg über Coca nach Quito an. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Wir beenden unsere Reise ganz entspannt, nutzen den Hotelpool oder unternehmen einen Stadtbummel auf eigene Faust und gehen am Abend noch ein letztes Mal zusammen essen.
Hotel [F]

20. Tag Rückflug

Da unser Flug erst am späten Abend von Quito abfliegt können wir in Ruhe ausschlafen, Frühstücken, Packen und sind frei für ein paar letzte Besorgungen, einen Blick in eines der Museen Quitos oder für eine Seilbahnfahrt auf den "Hausberg" Quitos, den Pinchincha (fakultativ). Dann werden wir zum Flughafen gebracht und treten unsereren Rückflug von Quito über Madrid nach Deutschland an.
[F]

21. Tag Ankunft

Ankunft in Madrid und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Das 5-tägige Trekking weist keine technischen Schwierigkeiten auf, erfordert aber Trittsicherheit und gute Ausdauer. Schwindelfreiheit ist, außer für die fakultative Besteigung des Cotopaxi, nicht erforderlich. Sie sind in Höhen zwischen 2.050 m und 4.100 m unterwegs. Rechnen Sie mit Gehzeiten von 5 - 7 Stunden pro Wandertag. Bitte konsultieren Sie vor Reisebeginn Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Fakultative Bergbesteigungen:
Yanaurcu (4.535 m): Der Auf- und Abstieg führt über steile, felsige Passagen, Schwindelfreiheit oder Kletterererfahrung sind jedoch nicht nötig.
Cotopaxi (5.897 m): Für die Besteigung sind Hochtourenerfahrung sowie gute Kenntnisse im Umgang mit Steigeisen, Seil und Pickel Voraussetzung. Der Berg ist technisch nicht sehr schwierig, aber entsprechende Erfahrung im bis zu 40 Grad steilen Gelände und sehr gute Kondition sind erforderlich. Ein Bergführer geht mit maximal 3 Teilnehmern in einer Seilschaft. Die Besteigung des Cotopaxi entspricht dem Schwierigkeitsgrad V. Bitte informieren Sie uns bereits bei Ihrer Anmeldung, ob Sie den Berg besteigen möchten.

Urwaldexkursion: Während des 4-tägigen Aufenthalts stellt das feucht-heiße Klima erhöhte Anforderungen. Sie sind während dieser Tage in einer Lodge untergebracht und übernachten in Zweibett-Bungalows. Sie sollten jedoch keinen Hotelstandard erwarten!

Einreisebestimmungen:

Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Ecuador noch 6 Monate gültig sein. Für Ecuador/Galapagos ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Polio und Gelbfieber sowie Malariaprophylaxe. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Bei dieser Reise kann es zu Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen - bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, organisatorische Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren, wie z. B. Streiks. Sie sollten für diese Reise Abenteuergeist mitbringen verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir aber nicht geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

Klima

Ecuador liegt am Äquator im Bereich der inneren Tropen. Das heißt vor allem, dass geringe Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und große Temperaturschwankungen (8-28 Grad) im Tagesverlauf auftreten. Man spricht daher von einem Tageszeitenklima. Es existieren keine Jahreszeiten wie in Mitteleuropa. Das Klima wird in den verschiedenen Regionen Ecuadors von unterschiedlichen Faktoren bestimmt. An der Küste ist entscheidend, welche Meeresströmungen (kalte oder warme) vorherrschen. In der Andenregion kann das Klima, abhängig von der Höhe, von feucht-gemäßigt bis feucht-kalt variieren. Im Amazonas sorgen die Südostpassate für ein feucht-warmes bis feucht-heißes Klima mit den höchsten Niederschlagswerten des Landes.
Bei Ihrem Trekking im Piñan-Gebirge können Sie bei schönen Wetter Tagestemperaturen von bis zu 25°C erwarten, es kann aber auch recht kühl, feucht und windig werden. Nachts fallen die Temperaturen bis auf 0°C. Das Wetter in den höheren Lagen der Andenkette ist generell sehr wechselhaft, in der Zeit von November bis März/April fällt etwas mehr Regen, meist am Nachmittag und in der Nacht.
Im Amazonas-Becken herrschen das ganze Jahr über Sonne und Regen in ständigem Wechsel vor. Die Temperaturen steigen im Laufe des Tages an, wassergesättigte Luftmassen steigen auf, verdichten sich und gehen am Nachmittag in heftigen Regenschauern nieder. Die mittlere Jahrestemperatur variiert zwischen 24°C und 38°C, in der Nacht ist es ebenfalls warm und schwül.

Ausrüstung

Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie leichte Kleidung für die heißen Tage und den Dschungel sowie warme Sachen für das Trekking und die kühlen Abende einpacken. Wichtig sind gute Bergschuhe, ein guter Regenschutz und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor gegen die intensive Sonneneinstrahlung am Äquator. Beim Trekking werden Zelte und einfache Isoliermatten gestellt. Auch wenn die Temperaturen nachts beim Trekking "nur" bis 0°C sinken, benötigen Sie aufgrund des feucht-kalten Klimas einen Schlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 10°C.
Unterwegs tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Nötigsten (Regen- und Sonnenschutz, Trinkflasche, Wechselkleidung, Kamera etc.), während Tragtiere das Hauptgepäck befördern.
Wenn Sie den Cotopaxi besteigen möchten, benötigen Sie eine komplette Hochtourenausrüstung (steigeisenfeste Bergschuhe, Sitz- oder Kombigurt, Steigeisen, Pickel, Hochtouren-Rucksack). Es besteht die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung Sitzgurt und / oder Pickel bei unserer Agentur vor Ort zu leihen (ca. 2,- USD pro Ausrüstungsgegenstand und Tag ab/bis Quito). In diesem Fall bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, die Bezahlung erfolgt direkt an die Agentur vor Ort. Da die Steigeisen optimal auf Ihre Schuhe passen müssen, empfehlen wir dringend, Ihre eigenen Steigeisen mitzunehmen.

BUCHEN / VORMERKEN