Geheimtipp Abruzzen – Eselwandern
Im Eseltempo die Natur erkunden
Sie wandern gemeinsam mit „Ihrem“ Zwergesel im Regionalpark Sirente-Velino, der 1989 gegründet wurde und von den beiden Bergketten des Monte Sirente (2.348m) und des Monte Velino(2.468m) begrenzt wird.
Die Vegetation des Parkes ist sehr vielfältig, Felswände, Dolinen und Aushöhlungen charakterisieren die Landschaft. Es gibt eine reiche Flora (Enzian, Alpenmohn, Gletscherlöwenzahn, Eichen, Buchen, Ahorn, Goldsteinkraut, Narzissen..). Im Parco Sirente-Velino sind der apenninische Wolf, die Wildkatze, der Marder, sowie Adler und Falken heimisch.
Ausgangspunkt: Fontecchio (Provinz L’Aquila)
Fontecchio ist ein mittelalterliches Bergdorf mit etwa 400 Einwohnern, das inmitten des Regionalparkes liegt. An Sehenswertem gibt es einen mittelalterlichen Wehrturm und einen sehr schönen Brunnen, sowie zwei ehemalige Konvente. Die ersten Übernachtung findet hier in einem Bed&Breakfast oder einem im Stadtteil S. Pio gelegenen Mini-Apartment statt.
Reiseverlauf
1. Tag:
Eigene Anreise, erstes Kennenlernen mit dem Esel, Einführung zum Bepacken und dem Umgang mit dem Tier, Spaziergang ums Dorf zum „Warmwerden“
Unterbringung in einer kleinen Pension vor Ort. Abendessen kann auf Wunsch vorbestellt werden.
2. Tag:
Heute geht es gleich in die Berge – zu einem der Höhepunkte der Strecke: Sie wandern hinauf die Hochebene des Monte Sirente. Hier wohnten früher im Sommer die Wanderschäfer, während das Vieh auf den Almen weidete. Steil ragt hier die schroffe Felswand des Sirente in den Himmel. Übernachtung in einem Rifugio, – dem Sternenhimmel ganz nah in vollkommener Ruhe (ohne fließendes Wasser/Strom). Heute Abend erhalten Sie Ihr Willkommens-Menü.
3. Tag:
An der Hochebene entlang geht es zu den Pagliare di Tione, einem alten Hirtendorf. Dann geht es vorbei an den Pagliare die Fontecchio und ins hinab über den Fluss an einer alten Mühle vorbei bis in das hübsche Bergdorf Fontecchio. Übernachtung im Teilort San Pio in einer gemütlichen Ferienwohnung. Abendessen in Fontecchio optional.
4. Tag:
Von Fontecchio aus geht es sanft bergauf: durch den mittelalterlichen Borgo San Pio über die Berge bis nach Bominaco. Hier lohnt sich der Besuch der kleinen Pilgerkirche San Pellegrino, einer der schönsten Kirchen der Abruzzen, die im Inneren komplett mit bunten Fresken bemalt ist.In Bominaco gibt es außerdem eine Burgruine. Dann geht es weiter nach Caporciano, dort Übernachtung im wahrscheinlich „schrägsten und skurilsten Agriturismo“ Italiens. Im Restaurant des Agriturismo kann man hervorragend essen (fast alles aus eigener Produktion, Abendessen optional).
5. Tag:
Über Feld- und Waldwege geht es hinauf zur kleinen Bergkirche San Erasmo. Von hier aus sehen Sie alle „fast"-Dreitausender der Gegend: Majella, Sirente und Gran Sasso. Dann geht es steil bergab durch den Wald, der bei den großen Bränden 2007 verwüstet wurde. Es ist spannend zu sehen, wie langsam das Leben wieder erwacht: zwischen verkohlten Zweigen sprießen neue Blätter und der Boden ist wieder mit Gras und Blumen bedeckt. Etappenort ist heute San Lorenzo di Beffi, wo Sie in der Pension „Locanda La Corte“ übernachten. (Abendessen optional)
6. Tag:
Die letzte Etappe ist kurz aber steil: Von San Lorenzo geht es ein Stück am Fluss entlang, den Sie dann über eine kleine römische Brücke überqueren. Auf einer alten Mulattiera geht es bergauf, am alten Wehrturm von Goriano Valli vorbei zurück zum Ausgangsort. Heute übernachten Sie noch einmal in San Lorenzo – wo Sie sich im Garten am Swimmingpool den Rest des Tages entspannen können. (Abendessen optional)
7. Tag: Abreise
Individuelle Abreise. Leider müssen Sie heute Ihren Esel bei seinen Kameraden zurück lassen. Der Abschied fällt schwer, die letzte Karotte wird gezückt. Arrivederci! Bis zum nächsten Mal.
Hinweis: Die Strecke kann je nach Verfügbarkeit der Unterkünfte etwas variieren.
Bemerkungen
Charakteristik
Tour mit durschnittlicher Kondition machbar; Sie lernen Land und Leute kennen. Kinder sollten wanderfreudig sein.Verlängerungsoption im Juni/Juli: Trüffelworkshop
Trüffelsuche mit echtem Trüffelsucher und seinen dressierten Hunden, Trüffelseminar, Trüffelmenü im Restaurant. Lernen Sie die Legende „Trüffel“ kennen!Verlängerungsoption im April/Mai: Spargelwanderung
Auf der Suche nach wildem Grünen Spargel mit Spargelmenü im Restaurant. Spargel satt!Kochkurse „Pasta und Gnocchi wie bei Mamma“ auf Anfrage!
Erstattung
Verminderung des Reisepreises für Kinder bis 10 Jahre: 80,-Anreise
-Mit der BahnVon Deutschland aus erreicht man Pescara mit dem Zug über Milano. Bahnhöfe gibt es fast allen größeren Städten, vor allem an der Küste. Kleinere Städte und vor allem die vielen Dörfer im Landesinneren sind per Zug nur sehr schwierig erreichbar.
-Mit dem Auto
Mit dem Auto können Sie am bequemsten über die Autobahn an der Adriaküste entlang anreisen. Milano, Bologna, Rimini, Ancona, Pescara (A14). L’Aquila erreichen Sie über die A24 Teramo-Roma.
Anreise nach Fontecchio:
Von Pescara aus Richtung A25 „Popoli“, Autobahnausfahrt Pratola Peligna, Bundesstraße Richtung L’Aquila über Rainano – Castelvecchio Suequo – Secinaro – Goriano Valli – Tione degli Abruzzi – Fontecchio
-Mit dem Flugzeug
Von Hahn und München aus fliegen die Airlines Ryanair und Onair den Flughafen Pescara an der Küste an. Flüge nach Rom gibt es von allen deutschen Großstädten aus, von dort aus sind es etwa 150km bis in die Abruzzen. Es fahren regelmäßig Linienbusse.
Mitreisende Kinder
Kinder bis 3 Jahre übernachten im Bett der Eltern kostenlos! Ein Zustellbett kann für 20 € pro Nacht hinzugebucht werden.Ein zweiter Esel, der nur zum Reiten für das Kind gedacht ist, kostet, inkl. einem Kindersattelkissen 100€. Das Kind sollte allerdings nicht mehr als 20 kg wiegen und auf steilen Strecken aus Sicherheitsgruenden absteigen.
Trotz bestehender Haftpflichversicherung ist Reiten fuer Kinder auf eigenes Risiko der Eltern (Unterschrift vor Ort erbeten).
Geheimtipp Abruzzen – Eselwandern
