Al-Andalus und die Gipfel der Sierra Nevada

Kulturwanderreise mit 4- bis 7-stündigen Tageswanderungen
Unser Klassiker mit Einblicken in Tradition und Moderne Andalusiens
Maurische Kultur in Còrdoba, Sevilla und Granada
Die weißen Dörfer der Alpujarra an den grünen Hängen der Sierra Nevada
Mulhacén (3.482 m) - höchster Berg der Iberischen Halbinsel

Andalusien - kompakte, weiße Bergdörfer in weitläufigen Landschaften, endlose Olivenhaine und quirlige Tapas-Bars mit Studenten und Touristen. Restaurierte Altstädte, traditionsbewusste Gemeinden, Straßen, durch die an Feiertagen altertümlich anmutende Prozessionen ziehen, existieren hier ganz selbstverständlich neben Jazzfestivals und urbanen Subkulturen. In der ersten Woche unserer Reise wechseln Wanderungen und Stadtbesuche einander ab. Sie unternehmen einen Streifzug durch die Karstlandschaft des Torcal, ein bizarres, märchenhaftes Felslabyrinth bei Antequera, und eine Wanderung in der Sierra Subbetica bei Córdoba. In der zweiten Woche führen wir Sie in die terrassierten Schluchten der Alpujarra am Südhang der Sierra Nevada. Hier legten die Mauren - von Ihnen stammt der arabische Name der Iberischen Halbinsel "Al-Andalus" - ein kunstvolles Bewässerungssystem an und verwandelten das trockene Gebiet in eine der reichsten und fruchtbarsten Regionen Spaniens. Wenn das Wetter mitspielt, erklimmen Sie auch den 3.482 m hohen, breitgewölbten Mulhacén und stehen somit am höchsten Gipfel der Sierra Nevada und Spaniens!

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Flug nach Málaga. Nach der Ankunft fahren wir ins Städtchen Antequera. (Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug.)

2. Tag Karstlandschaft des Torcal

Eine besondere Sehenswürdigkeit in der Nähe von Antequera ist die Karstlandschaft im Naturpark Torcal. Aus Kalkschichten aufgebaute Felsen wirken wie von Riesenhand geformte Skulpturen und bilden ein bizarres Felslabyrinth, das nur die zahlreichen Gänsegeier überblicken und in dem im Frühjahr zahlreiche Orchideen blühen. In der Karstlandschaft des Torcal unternehmen wir eine Fantasie anregende Wanderung, die sich in zwei Abschnitte gliedert. Unsere erste Rundwanderung führt durch das verwirrende Labyrinth. Zurück am Informationszentrum des Naturparks packen wir unser Picknick ein und steigen zur etwas weniger erodierten Seite des Gipfels auf. Von unserem Ausgangspunkt (ca.1.200 m) verläuft die Route auf ca. 1.350 m. Die Pfade sind schmal, gelegentlich mit größeren Stufen; es gibt auch weglose Abschnitte, so dass wir manchmal zur Sicherung unsere Hände zu Hilfe nehmen müssen auf dieser nur 7 km langen, aber interessanten Etappe.

3. Tag Besichtigungen in Sevilla - Fahrt nach Córdoba

Wir fahren nach Córdoba. Unterwegs besuchen wir Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, und sehen uns den Alcázar Real an, den einstigen Festungspalast der maurischen Könige. Feines farbiges Stuckwerk, kunstvolle Einlegearbeiten aus Holz und glasierte Kacheln schmücken das im Mudéjarstil erweiterte Bauwerk (14. Jh.). Heute noch dient der Alcázar dem König bei seinen Besuchen in Sevilla als Residenz. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Wir können z. B. eine kleine Mahlzeit in den Gässchen des Judenviertels einnehmen und anschließend die Stadt auf eigene Faust erkunden. Lohnend ist beispielsweise der Besuch der großen, an Kunstschätzen reichen Kathedrale mit ihrem berühmten Glockenturm, Giralda, dem Wahrzeichen Sevillas. Nach weiteren etwa 1,5 Stunden Fahrt treffen wir abends in Córdoba ein.

4. Tag Entdeckungen in Córdoba

Als Hauptstadt des westlichen Kalifats war Córdoba Mittelpunkt der politischen und geistlichen Machtentfaltung des Islam in Al-Andalus - eine blühende Stadt mit vielen Moscheen, Schulen, Bibliotheken, Krankenhäusern und öffentlichen Bädern. Aus jener Zeit der Hochkultur und des verfeinerten Lebensstils stammt die Moschee (Baubeginn 785; 179 m Länge, 129 m Breite). Nur noch die Moschee in Mekka galt als größer und bedeutender.

Im Westen der Stadt sehen wir am Vormittag die Ruinen von Medina Azahara, einer 936 errichteten, prunkvollen Palaststadt, die innerhalb ihrer dicken Mauern 20.000 Menschen Platz bot. Gartenanlagen und Obstbäume umgaben die Medina, die in das terrassenförmig abgestufte Gelände der Sierra Morena eingebettet war.

Zurück in Córdoba besuchen wir das Museum Torre de la Calahorra, die Moschee-Kathedrale sowie das Judenviertel. Umgeben ist die Moschee von den engen Gassen der Altstadt mit weiß getünchten Häusern, blumengeschmückten Innenhöfen und stillen, kleinen Plätzen.
Wer Lust hat, kann einen Hammam besuchen und die wohltuende Wirkung dieses traditionellen arabischen Bades genießen (fakultativ).

5. Tag Rundwanderung durch den Canyon des Río Bailón

Nach dem Frühstück fahren wir nach Zuheros, einem schön gelegenen Bergdorf am Rande der Sierra Subbética (ca. 1,5 Std.) und unternehmen eine Rundwanderung durch den Canyon des Río Bailón (ca. 12 km über gut begehbare Wege und Pfade). Wir starten auf der fast unbefahrenen Straße zur Tropfsteinhöhle Cueva de los Murcielagos und können während des stetigen Anstiegs den schönen Blick auf das weiße Bergdorf Zuheros mit seiner maurischen Burgruine genießen. Bald gelangen wir ins Innere der Sierra Subbetica. Der blanke, von Weideflächen und Steineichenwäldern umgebene Kalkstein hebt sich kontrastreich von der Landschaft ringsum ab. Durch den Canyon del Bailón - dort queren wir mehrmals den Bach Bailón, der jedoch nur nach anhaltendem Regen Wasser führt - gehen wir zurück nach Zuheros. Hier werden wir übernachten.

6. Tag Alpujarra - Fahrt nach Capileira: Olivenölmühle und Schnitzer-Werkstatt

Unsere Fahrt in die Alpujarra wird von verschiedenen Besichtigungen unterbrochen. Noch in der Region der Sierra Subbética sehen wir uns in Cabra eine ehemalige Olivenölmühle an, in deren Museum viele der urtümlichen Pressmethoden veranschaulicht werden. Weiter fahren wir dann über Priego de Córdoba nach Capileira in der Alpujarra. Dieses Bergtal, das zwischen der Sierra Nevada und den niedrigeren Küstengebirgen liegt, war noch lange nach der Eroberung Granadas das Rückzugsgebiet der vertriebenen und verfolgten Mauren. Priego de Córdoba war zur Zeit des Al-Andalus sowohl für den maurischen wie für den christlichen Adel der Handelsplatz für die in der Alpujarra produzierte Seide. Heute noch besteht in diesem Städtchen eine ausgeprägte Textil-Tradition. Die letzte große Blüte, die diese Sparte im 18. und 19.Jh. erlebte, widerspiegelt sich, ähnlich wie in Barcelona, in den stattlichen Bürgerhäusern. Es gibt exzellente Beispiele für den cordobesischen Barock und den andalusischen Modernismo (Jugendstil). Mit etwas Glück können wir in die kleine Werkstatt eines Barockschnitzermeisters schauen.

7. Tag Poqueira-Schlucht

Heute schnüren wir unsere Wanderschuhe für eine ca. 10 km lange Tour über schmale Pfade. Von Capileira (1.450 m) gehen wir auf alten Verbindungswegen durch die Poqueira-Schlucht - landschaftlich gilt sie als die reizvollste Schlucht der Alpujarra. Über Jahrzehnte lagen die terrassierten Felder brach, schrittweise werden jedoch für den Eigenbedarf wieder einige Terrassen bestellt. Die drei malerischen, weißen Bergdörfer Capileira, Bubión und Pampaneira fügen sich wunderschön in die Landschaft, als wären sie mit dem Westhang des Mulhacén verwachsen. Von Capileira wandern wir über Bubión (1.300 m) zum untersten Dorf Pampaneira (1.050 m). Nachdem wir die Gassen der verwinkelten Dörfer erkundet und das Informationszentrum des Naturparks besucht haben, steigen wir weiter zum Poqueira-Fluss (auf ca. 950 m) ab. Auf der gegenüberliegenden Hangseite genießen wir nach einem kurzen, aber steilen Anstieg die Aussicht über die drei Dörfer und erreichen wieder unser Hostal in Capileira.

8. Tag Trevélez - Pico de Fuenfría (2.293 m)

Nach ca. 40-minütiger Fahrt erreichen wir das am höchsten gelegene Dorf Spaniens, Trevélez (1.476 m). Bekannt ist Trevélez für seinen vorzüglichen luftgetrockneten Schinken (Jamon Serrano), zu dem der aus der tieferen Alpujarra der Sierra Contraviesa stammende Wein passt. In der Umgebung des Dorfes gibt es Nussbaumhaine und sogar Edelkastanien.
Ein stetiger Aufstieg führt uns vom Dorf auf guten Pfaden zu den Almhütten der Kastanienschlucht. Wir steigen über die Almen zu den halb verfallenen, urigen Gehöften weiter an, um schließlich auf Trampelpfaden und übersichtlichem, freiem Gelände den Gipfel Pico de Fuenfría auf 2.293 m zu erreichen. Im Osten sehen wir am Gegenhang den Mulhacén und das Kartal der "Sieben Lagunen", das wie ein Amphitheater von der Flanke des Mulhacén eingekesselt wird. Wir genießen die Aussicht und schwenken dann nach Süden, dem Hauptkamm in gemächlichem Abstieg folgend. Durch Kiefern- und Steineichenwälder wandern wir zurück ins Dorf. Wir nutzen die Gelegenheit und probieren den berühmten Serrano-Schinken von Trevélez. Nach unserer kleinen Pause in Trevélez fahren wir am späten Nachmittag zurück nach Capileira.

9. Tag Die Dörfer der Tahá von Pitres

Heute besuchen wir die Dörfer der Tahá von Pitres. Ihre Struktur und Architektur erinnert heute noch an die Berberdörfer des Maghreb. Auf alten Verbindungswegen wandern wir zunächst von Capileira (1.450 m) über Bubión (1.300 m) zum Kamm Las Tonadas (ca.1.600 m). Wir verlassen die Poqueira-Schlucht und erreichen das Haupttal der Alpujarra.
Nach einer kleinen Pause in Pitres, dem Hauptdorf des einstigen arabischen Verwaltungsbezirkes (Tahá), gehen wir weiter zu den urigen Siedlungen Mecina, Mecinilla, Fondales, Fereirola (1.005 m) und Busquistar (1.156 m). Hier werden wir abgeholt und zurück nach Capileira gebracht. (Strecke: ca. 14 km, gute Pfade)
Auf der heutigen, insbesondere für Fotografen interessanten Tour, bietet es sich an, zum Mittagessen einzukehren (auf eigene Kosten). Diese Möglichkeit gibt es sonst kaum in den Bergen Andalusiens.

10. Tag Die Hochgebirgswelt der Sierra Nevada

Direkt von Capileira aus starten wir in die Hochgebirgswelt der Sierra Nevada. Eine schöne Fernsicht auf den Hauptkamm des Gebirges erwartet uns. Auf guten Pfaden gehen wir bis in die Nähe der Poqueirahütte an der Westflanke des Mulhacén. Wir erreichen erneut die oromediterrane Vegetationsstufe, die durch polsterbildenden Igelginster charakterisiert und deshalb oft "Igelzone" genannt wird. Schusternägel an den Bachläufen und die ersten Schneesterne (Plantago nivalis nevadensis - der endemische Edelweiß-Ersatz) vermitteln uns einen Eindruck von der einzigartigen Hochgebirgsflora der Sierra Nevada.
Auf dem Rückweg steigen wir zum Poqueirafluss ab und folgen diesem auf einem abwechslungsreichen Weg, vorbei an verschiedenen, teils verfallenen Almhütten (span. = Cortijos), bis zurück in unser Dorf. (Strecke: 16 km)

11. Tag Poqueira-Tal - Meditationszentrum O-Sel-Ling

Auf unserer Wanderung zum tibetischen Meditationszentrum O-Sel-Ling (ca. 1.400m) erwartet uns das gesamte Panorama der Poqueira-Schlucht sowie des Alpujarratales bis hin zur Küste von Almuñecar. Zunächst steigen wir zum Tal (1.280m) ab. Auf der gegenüberliegenden Hangseite steigen wir dann an verschiedenen, teils genutzten Gehöften (= Cortijos) vorbei stetig auf einem Waldweg bis ca.1.900m an. Gesäumt von Stein -und Pyrenäeneichen folgen wir im sanften Abstieg einem Wasserkanal (span. = Acequia) und genießen die Sicht auf die drei Dörfer des Poqueira-Tales. Am Talende in der Nähe des Meditationszentrum O-Sel-Ling werfen wir einen Blick auf das Haupttal der Alpujarra sowie an die Küste der Provinz Granadas. Am Nachmittag ist das Meditationszentrum für Besucher geöffnet und Tibet-Interessierte können in der Bibliothek die Gelegenheit für einen Gedankenaustausch nutzen. Wer lieber die Aussicht und die Umgebung genießen möchte, kann schon auf der unbefestigten Straße vorgehen.

12. Tag Gipfeltag: Mulhacén (3.482 m)

Je nach Schneelage auf der Pass-Straße fahren wir im Bus der Nationalparkverwaltung auf 2.000 - 2.700 m Höhe, um den höchsten Berg der Iberischen Halbinsel, den 3.482 m hohen Mulhacén zu besteigen. Bei günstigen Bedingungen ist der Gipfel für jeden erreichbar, der die bisherigen Tagestouren problemlos bewältigt hat. Sollten die Bedingungen nicht einladend sein, wird die Besteigung des Mulhacén plötzlich zu einer ernsthaften Unternehmung. Auf dem zumeist "gemütlichen Wanderberg" sind Windgeschwindigkeiten um 200 km/h keine Seltenheit. Steigeisen oder gute 6-zackige Grödeln sowie Teleskopstöcke sollten unbedingt mitgeführt werden.
Nach einem eindrucksvollen Naturerlebnis, hoffentlich auch Gipfelerfolg, steigen wir wieder zum Ausgangspunkt ab und fahren im Bus zurück nach Capileira.
Einschränkungen: Der Bus der Nationalparkverwaltung hat variable Saisonzeiten, weswegen der Transferservice innerhalb des Nationalparks (ab ca. 2.000 m) möglicherweise beim ersten und letzten Termin nicht zur Verfügung steht. In diesem Fall wird entweder eine Alternativ-Tour ohne Gipfel unternommen oder der Mulhacén auf einer wesentlich längeren Route bestiegen (ca. 23 km und 1.300 m Auf- und Abstieg; Gehzeit ca. 7 - 9 Stunden).
Bei der Anfahrt mit dem Bus des Nationalparks variiert die Route, je nach Schneelage (höchster Punkt 3.482 m, ca. 9 - 18 km, Pfade und wegloses Gelände, Schieferplatten und Schutt, Schneefelder).

Wer den Mulhacén nicht besteigen möchte, kann im Hostal in Capileira bleiben und sich einen Ruhetag gönnen (Informationen und ggf. Kartenmaterial für alternative Ausflüge auf eigene Faust stellt uns die Reiseleitung vor Ort gerne zur Verfügung).

13. Tag Granada - Burgberg Alhambra, Viertel Albaicín und Abschiedsessen

Nach dem Frühstück fahren wir nach Granada. In wunderbarer Lage erstreckt sich die Stadt vor der Kette der verschneiten Gipfel der Sierra Nevada über drei Hügel: den Burgberg Alhambra, den Albaicín und den Sacromonte. Wir spazieren durch die Altstadt und das historische Viertel Albaicín (Aussichtspunkt San Nicolas), das mit zu den schönsten Stadtteilen Andalusiens zählt. Am Nachmittag besuchen wir die Alhambra von Granada. Die aus Pavillons, Säulenhallen und Höfen gebildete Anlage steht auf einem bewaldeten Hügel, von dem sich ein schöner Blick auf die Stadt bietet. Die Alcazába (Zitadelle) gehört zum ältesten Teil des Komplexes. Sein Herzstück ist der Königspalast selbst, ein vollendeter Ausdruck maurischer Kunst.
Am Abend lassen wir die Reise bei einem gemeinsamen Abschiedsessen ausklingen.

14. Tag Heimreise

Der Vormittag steht uns zur freien Verfügung (das Gepäck kann bis zur Abreise im Hotel gelassen werden). Mittags (Flugplanänderung vorbehalten) erfolgt der Transfer nach Málaga und anschließend der Rückflug nach Deutschland.

Generelle Hinweise

 Anschlussflüge nach Verfügbarkeit: ab anderen deutschen Städten Euro 80, ab Österreich/Schweiz ab Euro 150

Charakter der Tour und Anforderungen

Sie unternehmen 4- bis 6-stündige Wanderungen (reine Gehzeit - ohne Pausen) auf Pfaden, die selten markiert sind und nur wenig benutzt werden. Am Tag 12 könnten Sie ggf. bis zu 9 Stunden maximal unterwegs sein. Teilweise geht es durch wegloses Gelände. Es sind Auf- und Abstiege bis zu 1.000 m pro Tag (An- und Abstieg Gipfel Mulhacén eventuell auch mehr) zu bewältigen. Die einzelnen Etappen erfordern eine gute körperliche Gesamtverfassung und Ausdauer. Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffendem Gelände) und Schwindelfreiheit sind ebenfalls notwendig für leicht ausgesetzte Stellen sowie Routenabschnitte durch gelegentlich steil abfallendes Gelände und Schnee.

Für die Wanderetappen benötigen Sie eingelaufene Bergstiefel mit sehr guter Profilsohle. Teleskop-Tourenstöcke sind als Eispickelersatz beim Gehen auf den meist verharschten Schneefeldern des Mulhacén ausreichend und neben Steigeisen (oder guten 6-zackigen Grödeln) unbedingt notwendig für die Gipfelbesteigung.

Beachten Sie bitte, dass die Besteigung des Mulhacén dem Schwierigkeitsgrad 3 entspricht, dem Sie sich gewachsen fühlen sollten. (Das Anforderungsprofil entnehmen Sie bitte der Schwierigkeitsbewertung Trekking in unserer Programmübersicht.)

Übernachtet wird in Antequera, Córdoba und Granada (zentral) in ausgewählten 2- bis 3-Sterne-Hotels (Landeskategorie). In Capileira sind Sie in einem gut geführten, gemütlichen und familiären Hostal (2-Sterne-Hotel, Landeskategorie) untergebracht, welches über Zimmer mit Bad und Heizung verfügt. Beliebte Wanderreise auf Pfaden, teils im weglosen Gelände, Besteigung Mulhacén (III-Fuß Schwierigkeit) kann ausgelassen werden, Kondition/Trittsicherheit nötig.

Klima

Das Klima in Andalusien ist typisch mediterran: sehr warme und regenarme Sommer und regenreiche, milde Winter wechseln einander ab. In der Alpujarra herrschen dank der Nähe zur Küste auch im Winter sehr angenehme Temperaturen. Geht man von einer Höhe von 1.300 m aus, beträgt die Tagesdurchschnittstemperatur im Dezember ca. 15°C, nachts hingegen wirkt sich die Höhenlage aus und das Thermometer fällt meist auf ca. 0°C. Im Mai liegen die Temperaturen bei 23°C. Während der Hochtouren, besonders bei bedecktem Wetter, ist mit Schnee und Frost zu rechnen. Durch die Nähe zur Costa del Sol ist die Temperaturabnahme in der Höhe jedoch nicht mit der in den Alpen vergleichbar.

Ausrüstung & Gepäck

Für die einzelnen Tagesetappen brauchen Sie gute, eingelaufene, knöchelhohe Bergstiefel mit guter Profilsohle. Leichte, atmungsaktive Wanderbekleidung ("Zwiebelschalenprinzip") gehört zur Ausrüstung, z.B. Funktionskleidung mit Merinowolle und Fleece-Bekleidung, da diese warm und leicht ist und sehr schnell trocknet - sowie Regen- und Windschutz.

Wichtig ist ausreichender Sonnenschutz: helle Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Die meisten Wege bieten nur wenig Schatten, und die Sonnenintensität ist selbst bei wechselnder Bewölkung hoch. Handschuhe sollten ebenfalls nicht fehlen.

Teleskop-Tourenstöcke sind als Eispickelersatz beim Gehen auf den meist verharschten Schneefeldern des Mulhacén ausreichend und neben Steigeisen (oder guten 6-zackigen Grödeln) unbedingt notwendig für die Gipfelbesteigung.



Ferner benötigen Sie einen Tagesrucksack, eine Wasserflasche mit bis 2 l Fassungsvermögen, verschließbarer Plastikbehälter für das Mittagspicknick (Müllvermeidung).

Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen mit den ersten Reiseunterlagen zugeht.

Sie können einen Koffer oder eine Reisetasche auf diese Reise mitnehmen. Ihr Tagesrucksack sollte ca. 25 - 30 l Fassungsvermögen haben. Das Hauptgepäck wird transportiert.

BUCHEN / VORMERKEN