Trekking durch die Vulkane
5-tägiges Trekking mit 4- bis 8-stündigen Etappen und Gepäcktransport
Insider-Route von der Feuerschlucht Eldgja in das Thorsmörk-Tal
Einsamkeit pur im isländischen Hochland abseits ausgetretener Pfade
Schwarze Wüste, Schluchten, Vulkane und heiße Quellen
Wanderungen im Nationalpark Vatnajökull: Gletscher und Eisberge
Für alle Trekkingbegeisterten, die die Vulkanwelt Islands auf isländischen "Insider-Routen" entdecken möchten, ist diese Tour ein Muss! Ihr Weg beginnt an der gewaltigen Feuerspalte Eldgja, aus der einst ungeheure Lavamengen quollen, und endet nach fünf abenteuerlichen Trekkingtagen durch die Einsamkeit des wüstenhaften, vulkanischen Hochlands im Urstromtal Thorsmörk. Sie durchwandern farbenprächtige Thermalgebiete, liebliche grüne Landschaften, eisige Gletscher und endlose Wüsten. Campingplätze gibt es hier keine - die Zelte schlagen Sie während des Trekkings in der Wildnis auf. Genießen Sie die Stille und die Natur! Während des zweiten Teils der Tour führen anspruchsvolle Wanderungen in die Eiswelt von Skaftafell im Nationalpark Vatnajökull, am Fuße des größten Gletscher Europas. Sicher unvergesslich bleibt die Tour zum legendären Gletschersee Jökulsárlón. In seiner Lagune treiben Eisberge und Eisschollen, ab und an zeigt sich eine neugierige Robbe. Ein ganz besonderes "Schmankerl" ist die fakultative Besteigung des Hvannadalshnúkur (2.119 m), Islands höchstem Berg.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Flug nach Keflavik. Nach der Landung in Keflavik werden wir nach Reykjavik zu unserer Unterkunft gebracht. (Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug.) Der Abend in der isländischen Hauptstadt steht zur freien Verfügung.
2. Tag Landmannalaugar - Eldgjá-Feuerschlucht - Trekkingbeginn
Am Morgen nehmen wir den Linienbus Richtung Eldgjá-Feuerschlucht, dem Ausgangspunkt unseres Trekkings. Wir fahren vorbei am Vulkan Hekla und halten für ca. 2 Stunden in Landmannalaugar, dem farbenprächtigen Thermalgebiet im Fjallabak-Naturpark, einem der größten und eindrucksvollsten Rhyolitgebiete Islands. Dort können wir zu Mittag essen und evtl. ein kurzes Bad in einer der natürlich-heißen Quellen nehmen.
Nach weiteren 1,5 Stunde Busfahrt erreichen wir die Eldgjá-Spalte. Diese mächtige, bis zu 270 m tiefe und 600 m breite Spalte erstreckt sich auf einer Länge von 40 km und ist von basaltischen Lavaströmen bedeckt. In die "Feuerschlucht" stürzt der Ofærufoss-Wasserfall hinab.
Der Ausbruch der Eldgjá 934 sowie der Ausbruch der Laki-Krater 1783 zählen zweifelsohne zu den größten Ausbrüchen, die es weltweit je gegeben hat. Die der Eldgjá entstammenden Lavamassen bedeckten riesige Flächen, die allerdings 1783 beim Ausbruch der Laki-Krater von den jüngeren Laven der über 100 Krater der Laki-Eruptionsspalte überdeckt wurden. Heute zählt das Lavafeld von Eldhraun mit zu den eindrucksvollsten Landschaften Islands.
Auf einer 4-stündigen Wanderung folgen wir der Schlucht bis zum See Álfavatnskrokur, benannt nach den jungen Singschwänen, die hier den Sommer verbringen. Unser Zelt stellen wir in der Wildnis auf.
3. Tag Vom Álfavatnskrokur über Strútslaug zum Fuße des Strútur
Wir verlassen die grünen, moosbedeckten Hügel in Seenähe und wandern in Richtung der "schwarzen Bergspitzen", dem Svörtuhnukar. Nach leichtem Auf und Ab kommen wir am Ende eines Tales zur zauberhaften Stelle Strútslaug. Hier erwartet uns eine heiße Quelle, die 60 - 70°C heißes Wasser zu Tage bringt. Vermischt mit kälterem Wasser erreicht es ideale Badetemperatur, wir können uns entspannen und die herrliche Aussicht über das Tal und den See am anderen Ende genießen. Nach einer weiteren Stunde Fußmarsch erreichen wir unseren Platz für die Nacht und schlagen am Fuße des Berges Strútur unsere Zelte auf.
4. Tag Skoflukleif - Maelifellssandur - Hvanngil
Endlose Weiten und Wüste bestimmen das Landschaftsbild des heutigen Tages. Wir wandern in einer Art Mondlandschaft unweit des Myrdalsjökull-Gletschers und sehen immer wieder die konisch geformten Subgletscher-Vulkane grün aus der schwarzen Wüste ragen. Auf der anderen Seite erblicken wir die Rhyolitberge des Torfajökull-Massivs - mit ihren hellen Farben ein besonderer Kontrast!
5. Tag Wüste Maelifellsandur - Markarfljótsgljúfur-Schlucht
Heute überqueren wir den westlichen Teil der Wüste Maelifellsandur und kommen zur Schlucht Markarfljótsgljúfur. Trotz der jungen Erdgeschichte hier ist diese 180 m tief, denn einerseits ist das vulkanische Gestein brüchig und weich, andererseits entwickelt der vulkanische Staub im Schmelzwasser des Gletschers eine unglaubliche Schleifkraft. Hier können wir den Aufbau der verschiedenen Erdschichten bestens verfolgen.
6. Tag Richtung Thorsmörk-Tal - Trekkingende
Durch Schluchten und über Hügel verläuft unser heutiger Weg Richtung Thorsmörk-Tal, das Tal des Gottes Thor. War die Landschaft in den letzten Tagen karg und wüstengleich, so wird sie nun langsam grüner und freundlicher, statt nacktem Gestein und schwarzem Sand dominieren jetzt Blumen und Birken. Das Thorsmörk-Tal liegt eingebettet zwischen 3 Gletschern und entwickelt dadurch sein eigenes Mikroklima. Tatsächlich sind diese Gletscher eisbedeckte Vulkane; einer davon ist der Eyjafjallajökull, der durch seine Eruptionen im Frühjahr 2010 zur "Berühmtheit" wurde. Unsere Zelte schlagen wir heute auf einem Zeltplatz auf.
7. Tag Tagestour zum Pass Fimmvörðuháls
Wir lassen unsere Zelte stehen und erkunden auf einer Tagestour das Thorsmörk-Tal. Bei gutem Wetter ist unser Ziel Fimmvörðuháls, der Pass zwischen den beiden Gletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull. Hier oben hat sich im März 2010 eine Spalte geöffnet, dieser Vulkanausbruch zog Touristen aus aller Welt an, die einen einmaligen Lavafall zu sehen bekamen. Neugierige konnte sich dem Ausbruch bis auf einigen hundert Metern nähern.
Einige Tage nach Ende diese Ausbruchs wurde der Eyjafjallajökull tätig; die Folgen - eine Aschewolke, die tagelang Europas Flugverkehr lahm legte - verhalfen dem Vulkan zu weltweiter Berühmtheit.
Der Aufstieg zum Pass ist steil, aber die Blicke zurück ins Tal mit seinem schwarzen Flussbett, den grün bewachsenden, zerklüfteten Lavabergen und dem weißen Gletscher belohnen uns für die Anstrengungen. Es geht durch ein steiniges Gletscherflussbett, vorbei an Höhlen, skurrilen Felsformationen und bewaldeten Hängen. Über den Heljakambur (Höllenrücken) und die steile Brattahlið erreichen wir schließlich den Pass und die neuen Krater. Wir wandern durch die frische Lava sowie die schwarze, wahrscheinlich noch warme Asche.
Am Abend kehren wir zurück zu unserem Zeltplatz im Thorsmörk-Tal.
8. Tag Seljalandsfoss - Skógafoss - Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark
Auf abenteuerlicher Strecke fahren wir mit dem Allrad-Linienbus hinaus aus dem Thorsmörk-Tal: auf dem Weg zur Ringstraße gilt es, zahlreiche Gletscherflüsse zu queren. Auf der Ringstraße fahren wir weiter Richtung Osten zum Skaftafell-Nationalpark. Unterwegs hält unsere Bus an den Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss sowie in dem Ort Vik. Für die nächsten 3 Nächte schlagen wir unsere Zelte auf dem Zeltplatz Skaftafell auf.
9. Tag Skaftafell
Wir verbringen den Tag mit der Erkundung dieses großartigen Nationalparks. Wie eine grüne Oase liegt er zwischen den Gletschern des Vatnajökull und der dunklen vulkanischen Sandwüste. Überragt wird er vom 2.110 m hohen, steilen Rhyolitgipfel Hvannadalshnúkur.
Bergfreunde haben die Möglichkeit, diesen höchsten Berg Islands (fakultativ) mit isländischen Bergführern zu besteigen. Die beste Zeit für die Besteigung ist der Juni und Juli, in den letzten Jahren waren die Gletscherverhältnisse im August eher ungeeignet. (Preis: 23.900 ISK /Stand: 10/10; Gehzeit 10 - 15 Std.).
Wer möchte, kann (ebenfalls fakultativ) auch an einer Gletscher-Wanderung am Svinafellsjökull teilnehmen. Auch das Vogelparadies Ingolsfshöfdi bietet sich als Alternative an - oder einfach ein Ruhetag im Nationalpark.
10. Tag Gletschersee Jökulsárlon
Mit dem Linienbus fahren wir 50 Min. Richtung Osten und wandern dann zu einem abgelegenen Abschnitt des berühmten Gletschersees Jökulsárlon. Der See mit dem kalbenden Gletscher Breidamerkurjökull ist voll von großen und kleinen Eisbergen, die teilweise in blau, weiß oder auch schwarz (gefärbt vom Lavasand) leuchten. Ein Naturschauspiel ohne Gleichen! Hier können wir auch wunderbar Vögel beobachten, meistens lassen sich sogar Seehunde blicken. Vielleicht unternehmen wir noch einen kurzen Spaziergang am Strand. Die weiße Gischt der heranpeitschenden Wellen bildet einen schönen Kontrast zum schwarzen Lavasand.
11. Tag Fahrt nach Reykjavik: Systrafoss - Dorf Vik
Mit dem Linienbus geht es heute zurück nach Reykjavik. Unsere Fahrt führt durch das größte Lavafeld in historischer Zeit. Der Ausbruch in den Lakagigar hatte schwerwiegende Folgen für die Isländer. Ein Viertel der Bevölkerung ist damals aufgrund der Hungersnot und der giftigen Gasen, die ausgetreten sind, umgekommen. Wir durchqueren große Sandebenen, die durch Vulkanausbrüche unter dem Gletscher entstanden sind. Heutzutage versuchen die Isländer mit der Bepflanzung von Alaskalupinen die Winderosion in diesen Gebieten zu stoppen, riesige blaue Blumenteppiche erwarten uns. Außerdem fahren wir durch eines der größten landwirtschaftlichen Gebiete Islands, wo wir Pferde, Kühe und Schafe weiden sehen. Am späten Nachmittag treffen wir in Reykjavik ein. Wir bummeln durch die Stadt, und wenn wir möchten, gehen wir abends noch gemeinsam in ein schönes Restaurant (im Preis nicht eingeschlossen).
12. Tag Heimreise
Rückflug nach Deutschland (durch den voraussichtlich sehr frühen Abflug kann leider kein Frühstück im Hotel angeboten werden, wir bitten um Ihr Verständnis).
Generelle Hinweise
Flüge ab anderen deutschen Städten, ab Österreich oder der Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
Charakter der Tour und Anforderungen
Bei dieser Wandertour unternehmen Sie bis zu 8-stündige Tageswanderungen. Nur an wenigen Tagen müssen Sie bis zu 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg bewältigen. Für die Wanderungen sollten Sie entsprechend Kondition mitbringen und trittsicher sein (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem, oft weglosem Gelände). Der Boden ist meist mit einer Pflanzenschicht bedeckt oder felsig und bei Regen oft rutschig. Ferner kann es vorkommen, dass einzelne Altschneefelder passiert werden müssen. Bitte stellen Sie sich bei der Wanderung auf den Fimmvörðuháls-Pass (Tag 7) auf eine anspruchsvolle und lange Wanderung mit steilem An- und Abstieg ein. An den Tagen 7-11 besteht die Möglichkeit, auch einmal eine Wanderung auszulassen und die Umgebung des Zeltplatzes auf eigene Faust zu erkunden. Sollten Sie während des Trekkings nicht an den Wanderungen teilnehmen können, so besteht für einzelne Teilnehmer die Möglichkeit, im Gepäcktransport mitzufahren.
Während des Trekkings sind Sie in Zelten, sowohl auf einfachen Campingplätzen (Tag 6-9) als auch in der "Wildnis" (Tag 2-5), untergebracht. Ihrer Gruppe steht ein Gemeinschaftszelt zur Verfügung. Die Campingplätze verfügen über WC mit Wasserspülung. Die Duschen sind häufig nur lauwarm und die Benutzung kostet ca. 300 ISK. Die Plätze in der Wildnis liegen in der Nähe von Hütten mit Toilette.
In Reykjavik übernachten Sie in einem Gästehaus in Doppelzimmern (Einzelzimmer auf Anfrage und gegen Aufpreis) mit Etagen-Dusche/WC.
Außerhalb von Reykjavik ist Vollpension im Reisepreis eingeschlossen. Morgens und abends nehmen Sie die Mahlzeiten in Ihrem Gemeinschaftszelt ein, mittags wird fast immer im Freien gegessen.
Die warmen Mahlzeiten bestehen meist aus Fisch oder Fleisch (Lamm) mit Kartoffeln/Reis und etwas Gemüse sowie aus vielfältigen Milch- und Käseprodukten. Die Mahlzeiten werden von Ihrem Wanderführer zubereitet, bitte helfen Sie dabei mit.
Beherzigen Sie bitte unser Anliegen, aktiv und kameradschaftlich bei allen anfallenden Arbeiten zur Essensvorbereitung, beim Kochen und auch danach mitzuhelfen. Durch Ihren Einsatz und Teamgeist können Sie wesentlich zum Gelingen dieser Reise beitragen! Moosige, felsige, bei Regen oft rutschige Pfade, vereinzelt Altschneefelder. Trittsicherheit und Kondition sind erforderlich.
Klima
Die beste Jahreszeit für Reisen ins isländische Hochland ist Mitte Juni bis Anfang September; dies ist auch die Zeit der hellen Nächte: In Reykjavik liegen nur 2 - 4 Stunden zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang. Dank des Golfstroms hat Island ozeanisches Klima. Das Wetter ist veränderlich, windig, aber ohne extreme Schwankungen. Die durchschnittliche Temperatur liegt in Reykjavik im Sommer zwischen 10° und 12°C. Im Hochland bleibt der Schnee oft bis Juni liegen. Hier kann das Thermometer auch im Sommer bis auf 0°C sinken. Bei schönem Wetter und Windstille erreichen die Temperaturen im Sommer tagsüber aber auch mal 20°C. Aufgrund der Winde, die häufiger aus süd- und südwestlicher Richtung wehen, gibt es die meisten Niederschläge an der Süd-, Südwest und Südostküste. In der Regel dauern die Regengüsse jedoch nicht lange und es gibt immer wieder sonnige Abschnitte.
Ausrüstung & Gepäck
Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie warme und regen- und winddichte Kleidung für diese Reise mitführen (Fleece, warme Unterwäsche, Regenjacke - am besten aus Funktionsmaterial, das schnell trocknet), ebenso robuste, wasserabweisende Bergstiefel. Teleskop-Tourenstöcke haben sich als "Gehhilfe" bewährt. Beachten Sie bitte unsere Ausrüstungs-Checkliste mit detaillierten Hinweisen zu Ausrüstung und Kleidung für diese Tour, die Ihnen mit den Reiseunterlagen zugeht.
Ihr Gepäck wird mit dem Geländewagen zu allen Übernachtungsplätzen transportiert, Sie tragen lediglich das Notwendigste (z. B. Jacke, Fleece, Fotoapparat, Mittagspicknick etc.) in Ihrem Tagesrucksack. Wir empfehlen als Hauptgepäckstück eine stabile, wasserabweisende Reisetasche oder einen großen Trekkingrucksack, Koffer sind auf dieser Tour nicht geeignet.