Island - Im Eisreich des Vatnajökull
Suchen Sie das Abenteuer? Dann sind Sie auf dieser Tour genau richtig. Mächtig türmen sich die Eismassen des Vatnajökull auf, des größten Gletschers Europas! An vier spannenden Trekkingtagen wagen Sie sich auf seine endlos erscheinende Eisfläche. Eine lange, aber technisch einfache Hochtour führt Sie auf den Hvannadalshnjúkur, den höchsten Berg Islands. Der Tag wird lang, aber Sie haben genügend Zeit, denn es ist fast die ganze Nacht hell!
Ein weiteres Highlight ist die Besteigung der berühmten Hekla, ein aktiver Vulkan, den die Isländer für das Tor zur Hölle hielten. Unser isländischer Partner Einar Torfi Finnsson hat seine ganz persönlichen Lieblingstouren auf dieser Reise für Sie zusammengefasst. Er zeigt Ihnen sogar ein verstecktes Tal, das er erst vor wenigen Jahren entdeckt hat. In einem heißen Naturbad und bei einem köstlichen Lachs- und Lamm-Barbecue klingen die erlebnisreichen Tage in Schnee und Eis aus.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Icelandair von Frankfurt nach Keflavik. Nach der Landung in Keflavik werden wir nach Reykjavik zu unserer Unterkunft gebracht. Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. Der Abend in der isländischen Hauptstadt steht uns zur freien Verfügung.
Übernachtung im Gästehaus
2. Tag Fahrt nach Thorsmörk
Am Morgen nehmen wir den Linienbus nach Thorsmörk (Thors = Wald). In dem von drei Gletschern umgebenen Tal wächst ein natürlicher Birkenwald - in Island eine Seltenheit! Das Thorsmörktal ist eine faszinierende Gegend voller Gegensätze: Wald-Sandebenen, von Gletschern zerfurchte Felsschluchten, weißes Eis und tosende Flüsse. Um dieses Tal zu erreichen, durchquert der Bus bis zu dreißig Flüssen - ein echtes Abenteuer. Am Nachmittag unternehmen wir die erste Erkundungswanderung.
Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
3. Tag Auf der Hochlandpassage über den Passweg Fimmvörðuhals vom Thorsmörktal nach Skogar
Mit unserem gesamten Gepäck überqueren wir den Pass zwischen den zwei Gletschern Eyjafjallajökull und Myrdalsjökull - einer der bekanntesten Wanderwege Islands. Allerdings ist der Weg nicht ganz ungefährlich, da es häufig zu Wetterstürzen kommt. Der Aufstieg zum Pass ist steil, aber die Blicke zurück ins Tal belohnen uns für die Anstrengungen. Zuoberst überqueren wir ein Schneefeld, bevor wir unseren Blick nach Süden wenden und die Aussicht aufs Meer und die Südküste genießen. Beim Abstieg folgen wir dem Fluss Skogara und werden nicht wenig staunen über die beinahe 30 verschiedenen Wasserfälle auf unserem Weg. Nach einem kurzen, steilen Abstieg beim Skogarfoss, einem 60 m hohen Wasserfall, erreichen wir den Ort Skogar, wo wir für zwei Nächte unterkommen.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1100m; Übernachtung in einer Jugendherberge [FMA]
4. Tag Tageswanderung in ein verstecktes Tal am Gletscher Solheimajökull
Man muss nicht immer hoch oben im Hochland Islands unterwegs sein, um unberührte und selbst Isländern unbekannte Gebiete zu erwandern. Heute geht es auf weglosem Gelände über Wiesen und steinig-sandige Täler und wir erkunden eine wilde, unberührte Gegend mit zahlreichen Wasserfällen. Wir durchwandern ein verstecktes Tal, um den Solheimajökull zu erreichen - eine Gletscherzunge des viertgrößten Gletschers Islands. Das Eis ist zum Teil von altem Sand und schwarzer Asche verdeckt.
Zurück in Skogar besteht evtl. die Möglichkeit, das Skogarmuseum zu besuchen und Näheres über die Lebensweise der Bauern und Fischer während der letzten Jahrhunderte zu erfahren. (fakultativ).
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 150m; Übernachtung in einer Jugendherberge [FMA]
5. Tag Fahrt nach Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark
Mit dem öffentlichen Bus fahren wir von Skogar los. Unterwegs halten wir beim Dörfchen Vik. Im Juni und Juli können wir Kolonien von Papageitauchern und Eissturmvögeln beobachten. Schwarze Felsen ragen wie versteinerte Trolle aus dem eisigen Meer empor. Auf der Weiterfahrt durchqueren wir schwarze Sandwüsten, die zum Teil mit blau blühenden Alaskalupinen begrünt wurden. Auf unserer Fahrt durchqueren wir das größte, dicht mit grünem Moos bewachsene Lavafeld Islands. Nach einem kurzen Stopp in der kleiner Ortschaft Kirkjubaejarklaustur erreichen wir über die Sandebene des Skeiðararsandurs Skaftafell im Nationalpark Vatnajökull. Hier stellen wir unsere Zelte für die nächsten drei Nächte auf.
Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Vatnajökull-Nationalpark: Wanderung vom Tal Morsardalu ins Austurdalur-Tal
Auf einer Brücke überqueren wir den Fluss Mosa und durchwandern dessen Sander. Gut erkennbar ist, wie viel Material von den Gletscherflüssen transportiert wird. Wir erreichen Baejarstaðaskogur, den ältesten Birkenwald Islands, wo es früher auch einen Bauernhof gab. Bei einer kleinen Schlucht sprudelt ein ganz klarer Bach hervor, der sich durch die Felsen zwängt. Wir folgen dieser Schlucht und weiter dem Austurdal hinauf. Eine wunderbare Aussicht bietet sich uns auf die farbigen Rhyolith-Berge des Kjosgebiets. Gegenüber ragt der Felsgipfel Thumall (Daumen) empor. Wir genießen die Aussicht auf die Gletscherzunge des Morsarjökulls und lauschen dem Abbrechen des Eises. Eine wenig begangene Wanderroute, die sich wirklich lohnt.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 760m; Abstieg: 760m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Besteigung des Hvannadalshnjukur
Heute besteigen wir den höchsten Gipfel Islands, Hvannadalshnjukur. Dabei bewältigen wir 2.000 Höhenmeter! Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig, aber wir haben einen langen Wandertag vor uns! Nach einem 20-minütigen Transfer beginnen wir beim Berg Sandfell unseren Aufstieg. Bis auf 1.300 m wandern wir auf einem kleinen Pfad, bevor wir den Gletscher erreichen. Jetzt heißt es, Steigeisen anlegen und anseilen! Nach einem weiteren Anstieg kommen wir zum großen Gletscherplateau, das wir bis zum Gipfel überqueren müssen. Ein letzter Aufstieg und dann können wir endlich den herrlichen Ausblick auf weite Gebiete des Vatnajökulls und auf die umliegenden Berge und Küstengebiete genießen. Auf dem gleichen Weg steigen wir ab.
Sollte aufgrund der Wetterverhältnisse die Besteigung nicht möglich sein, so unternehmen wir eine andere Wanderung.
Gehzeit: 12-14h; Aufstieg: 2000m; Abstieg: 2000m; Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag 1. Trekkingtag: von Skaftafell zur Gletscherlagune Jökulsarlon und zur Gletscherzunge Breiðamerkurjökull
Wir packen unsere für die nächsten vier Tage benötigte Ausrüstung und Verpflegung (ca. 14-16 kg). Nicht benötigtes Gepäck kann in Skaftafell deponiert werden; am 12.Tag haben wir wieder Zugriff auf unser Gepäck. Mit dem öffentlichen Bus fahren wir in Richtung Osten zur Gletscherlagune Jökulsarlon. Bekannt ist diese wegen der schwimmenden Eisberge und der Filme, die hier gedreht wurden, u.a. ein James Bond-Film. Die Eisriesen schwimmen auf dem Wasser, bevor das Eis so weit abgeschmolzen ist, dass es den Fluss hinunter zum Meer getrieben wird. Mit großen Rucksäcken wandern wir am Ufer der Gletscherlagune entlang und können mit etwas Glück Robben beobachten. An der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökuls stellen wir unsere Zelte auf.
Gehzeit: 4-6h; Aufstieg: 20m; Abstieg: 20m; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag 2. Trekkingtag: Gletschertour auf Breiðamerkurjökull zum Vulkansystem Esjufjöll
Das Abenteuer beginnt: Wir steigen auf zum Breiðamerkurjökull, einer Gletscherzunge des Vatnajökull! Wir packen unsere großen Rucksäcke und sind startklar für den Anstieg. Eventuell benötigen wir Halbsteigeisen, diese werden gestellt. Trekkingstöcke sind auf dem Eis sehr hilfreich. Dieser Gletscher ist nicht sehr steil; unser Ziel ist das Vulkansystem Esjufjöll. Unterwegs sehen wir Spalten, kleine Bäche und Löcher, in denen das Wasser hinunterplätschert. Der Aufstieg führt entlang schwarzen, pyramidenförmigen, von Gletschern geformten Sandhaufen. Wir genießen die Aussicht auf die Jökulsarlon sowie auf die umliegenden Gebirge. Die eisfreien Esjuberge ragen aus dem Gletscher empor. Schließlich erreichen wir eine Berghütte, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 750m; Übernachtung in einer Berghütte [FMA]
10. Tag 3. Trekkingtag: Vulkan Esjufjöll
Von unserer Hütte aus, die von einer Gesellschaft für Glaziologie unterhalten wird, erkunden wir dieses vulkanische Gebirge mitten im größten Gletscher Europas! Die höchsten Gipfel ragen bis zu 500 m aus dem Eis empor, ihre Form wurde zum Teil stark vom Gletscher geprägt. In diesem Gebirge verbirgt sich vermutlich eine Caldera (Kessel), die bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1927 und war ein eher kleiner Ausbruch, der trotzdem einen riesigen Gletscherlauf zur Folge hatte. Andere Ausbrüche in historischer Zeit sind nicht bekannt.
Manche Namen wecken besonders unseren Forschersinn, wie z.B. "Fossadalur" (= Wasserfalltal): Gibt es da wirklich Wasserfälle Alpha , Lyngbrekkutindur (= Weidehang-Gipfel): Gibt es hier Weidekraut Alpha
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
11. Tag 4. Trekkingtag: Abstieg von Esjufjöl nach Veðurarlon
Heute steigen wir ab. Wir traversieren in östlich gelegene Gebiete und genießen die Ausblicke auf den Gipfel Thverartindsegg und die umliegenden Berge.
Es ist ein Erlebnis, über den Gletscher zu wandern - klares Eis mit schillerndem Blau.
Bald erreichen wir einen Gletschersee, der versteckt zwischen den Bergen liegt. Durch eine sehr abgelegene Gegend, in der wir hin und wieder eine Schneeammer beobachten können, wandern wir die Berghänge entlang hinunter ins Flachland und bauen dort die Zelte auf.
Gehzeit: 8h; Abstieg: 700m; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Fahrt von Vedurarlon über Eldgja und Landmannalaugar nach Landmannahellir
Wir werden von einem privaten Bus abgeholt und fahren Richtung Westen. Bald verlassen wir die Ringstraße Nr. 1, um auf abenteurlichen Schotterstraßen ins Hochland zu reisen. An der gigantischen Feuer-Spalte Eldgja halten wir und wandern in der Spalte zum Wasserfall Öraefafoss. Wir fahren weiter und nähern uns der Region der bunten Ryolithberge von Landmannalaugar. Hier laden heiße Quellen zum Baden ein. Wir unternehmen auch eine Wanderung, auf der sich uns phantastische Ausblicke auf einen schwarzen Lavafluss bieten. Dieser steht in starkem Kontrast zu den farbigen Bergen von Landmannalaugar. Am Ende des Tages fahren wir nach Landmannahellir und quartieren uns dort in einer Hütte ein.
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 350m; Abstieg: 350m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
13. Tag Besteigung der Hekla
Heute fahren wir zum berühmtesten Vulkan Islands, Hekla. Immer wieder hat es Ausbrüche gegeben, die Verwüstungen in großen Teilen Islands zur Folge hatten. Im Mittelalter glaubten die Mitteleuropäer, die Hekla sei der Eingang zur Hölle und man könne dort die Schreie der verdammten Seelen hören. Die Hekla ist ein 1.488 m hoher Vulkanberg, den wir von Norden aus durch neue Lava besteigen. Es gibt inzwischen einen kleinen "Pfad", der allerdings nicht so deutlich ist, dass man ihm gut folgen kann. Es empfiehlt sich, Handschuhe zu tragen, da manchmal die Hände zu Hilfe genommen werden müssen und die Lava scharfkantig sein kann. Schließlich erreichen wir den Gipfel. Von dort haben wir eine tolle Aussicht über die verschiedenen Lavafelder der Hekla, die Krater in der näheren Umgebung und auf die Gletscher und bewohnten Gebiete im Süden der Insel. Wir steigen ab und verbringen die Nacht im kleinen Ort Hella.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung in einer Schlafsackunterkunft im Dorf Hella [FMA]
14. Tag Besuch von Gullfoss, Geysir und Thingvellir; Fahrt nach Reykjavik
Auf dem Weg nach Reykjavik fahren wir durch landwirtschaftliche Gebiete zum Gullfoss, dem schönsten Wasserfall Islands. Über seinen Kaskaden erhebt sich eine in allen Regenbogenfarben schimmernde Wasserdampfwolke, die ihm den bildhaften Namen "Goldwasserfall" eingetragen hat. Nicht weit davon entfernt befindet sich der Geysir, nach dem Geysire weltweit benannt sind. Aktiv ist der Große Geysir allerdings nicht mehr, dafür ist sein kleiner Bruder, Strokkur (Butterfass), umso aktiver. Alle 5-10 Minuten schießen seine Wassermassen bis zu 20 Meter empor. Wir genießen dieses Schauspiel, bevor wir uns zum Thingvellir-Nationalpark aufmachen. Dieser ist sowohl wegen seiner Geschichte als auch wegen seiner Geologie sehr interessant. Absenkungen und riesige Spalten, die die tektonischen Bewegungen der Erdkruste erkennen lassen, sind in diesem Park zu sehen. Wir durchwandern eine der größten Spalten. Am Ende des Tages erreichen wir Reykjavik.
Gehzeit: 2-3h; Übernachtung im Gästehaus [FM]
15. Tag Heimreise
Wir werden zum Flughafen nach Keflavik gebracht und fliegen zurück nach Frankfurt.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Diese Neutour wird im Sommer 2009 bei uns zum ersten Mal mit einer Gruppe durchgeführt. Die Reise hat Pioniercharakter und das oben beschriebene Programm kann nur als Programmvorschlag gelten. Ferner kann die Programmabfolge variieren. Daher müssen Sie für diese Reise ein hohes Maß an Flexibilität und Abenteuerlust mitbringen. Die Durchführung der teilweise anspruchsvollen Etappen ist in hohem Maße von den Wetterbedingungen abhängig.Die Wanderungen und Trekkingetappen sind anspruchsvoll und beinhalten technische Herausforderungen, die einer 4-Fuß-Tour entsprechen. Die Wanderungen dauern zwischen 6 und 12 Stunden und führen teilweise über Gletscher. An vier Tagen (Tag 3,8,9,11) tragen Sie Ihr gesamtes Gepäck inklusive Verpflegung (ca. 14-16 kg) selbst.An den Tagen 9 und 11 trekken Sie 9 Stunden mit Ihrem gesamten Gepäck und Steigeisen auf dem Gletscher. Steigeisen werden gestellt.Für Tag 7 ist die 12-stündige Hochtour auf den Hvannadalshnjúkur mit 2.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg geplant. Es besteht die Möglichkeit, im Camp zu bleiben. Die Besteigung ist nur bei gutem Wetter möglich und erfordert eine sehr gute körperliche Verfassung und eine sehr gute Kondition. Steigeisen, Pickel und Hüftgurt werden gestellt. Hochtourenerfahrung ist von Vorteil.Die Wanderungen führen oft durch wegloses Gelände. Daher sollten sie unbedingt trittsicher sein; der Untergrund ist uneben und bedeckt mit weichem, tiefem Gras, losem Geröll, einer dicken Pflanzenschicht glattem Fels oder auf den Gletschern mit Eis. Bei Regen ist der Untergrund of rutschig. Evtl. müssen Altschneefelder passiert werden. Bei der Querung von Lavafeldern ist Vorsicht geboten, da die erstarrte Lava oft scharfe Kanten hat.Bitte beachten Sie, dass das Wandern in weglosem Gelände und auf Eis deutlich mehr Konzentration und Kraft kostet als auf normalen Wanderwegen.Sie zelten auf sehr einfachen Campingplätzen oder in der Wildnis. Der Gruppe steht ein Gemeinschaftszelt zur Verfügung. Die Campingplätze verfügen über WC mit Wasserspülung. Die Duschen sind häufig lauwarm und die Benutzung kostet ca. 400 ISK. Die Plätze in der Wildnis (Tag 8 und 11) liegen in der Nähe von Bächen oder Quellen, weisen aber keine weitere Infrastruktur auf. Die Hütten sind sehr einfach, teilweise klein mit Mehrbettzimmern. In der Jugendherberge und Schlafsackunterkunft sind Sie ebenfalls in Mehrbettzimmern untergebracht.Außerhalb von Reykjavik ist Vollpension im Reisepreis eingeschlossen. Morgens und abends nehmen Sie die Mahlzeiten an Ihren Zeltplätzen ein, mittags wird fast immer im Freien gegessen. Dazu werden häufig vom Frühstück Lunchpakete eingepackt und mitgenommen. Als Tische und Stühle dienen zum Teil Felsen und Steine.Die warmen Mahlzeiten bestehen meist aus Fisch oder Fleisch (Lamm) mit Kartoffeln/Reis und etwas Gemüse sowie aus verschiedenen Milch- und Käseprodukten. Gemüse, Salat und Obst dagegen stehen nur in geringeren Mengen als bei uns üblich zur Verfügung. Die Mahlzeiten werden von Ihrem Wanderführer zubereitet. Beherzigen Sie bitte unser Anliegen, aktiv und kameradschaftlich bei allen anfallenden Arbeiten zur Essensvorbereitung, beim Kochen und auch danach mitzuhelfen. Durch Ihren Einsatz und Teamgeist können Sie wesentlich zum Gelingen dieser Reise beitragen!
Diese Neutour wird im Sommer 2009 bei uns zum ersten Mal mit einer Gruppe durchgeführt. Die Reise hat Pioniercharakter und das oben beschriebene Programm kann nur als Programmvorschlag gelten. Ferner kann die Programmabfolge variieren. Daher müssen Sie für diese Reise ein hohes Maß an Flexibilität und Abenteuerlust mitbringen. Die Durchführung der teilweise anspruchsvollen Etappen ist in hohem Maße von den Wetterbedingungen abhängig.Die Wanderungen und Trekkingetappen sind anspruchsvoll und beinhalten technische Herausforderungen, die einer 4-Fuß-Tour entsprechen. Die Wanderungen dauern zwischen 6 und 12 Stunden und führen teilweise über Gletscher. An vier Tagen (Tag 3,8,9,11) tragen Sie Ihr gesamtes Gepäck inklusive Verpflegung (ca. 14-16 kg) selbst.An den Tagen 9 und 11 trekken Sie 9 Stunden mit Ihrem gesamten Gepäck und Steigeisen auf dem Gletscher. Steigeisen werden gestellt.Für Tag 7 ist die 12-stündige Hochtour auf den Hvannadalshnjúkur mit 2.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg geplant. Es besteht die Möglichkeit, im Camp zu bleiben. Die Besteigung ist nur bei gutem Wetter möglich und erfordert eine sehr gute körperliche Verfassung und eine sehr gute Kondition. Steigeisen, Pickel und Hüftgurt werden gestellt. Hochtourenerfahrung ist von Vorteil.Die Wanderungen führen oft durch wegloses Gelände. Daher sollten sie unbedingt trittsicher sein; der Untergrund ist uneben und bedeckt mit weichem, tiefem Gras, losem Geröll, einer dicken Pflanzenschicht glattem Fels oder auf den Gletschern mit Eis. Bei Regen ist der Untergrund of rutschig. Evtl. müssen Altschneefelder passiert werden. Bei der Querung von Lavafeldern ist Vorsicht geboten, da die erstarrte Lava oft scharfe Kanten hat.Bitte beachten Sie, dass das Wandern in weglosem Gelände und auf Eis deutlich mehr Konzentration und Kraft kostet als auf normalen Wanderwegen.Sie zelten auf sehr einfachen Campingplätzen oder in der Wildnis. Der Gruppe steht ein Gemeinschaftszelt zur Verfügung. Die Campingplätze verfügen über WC mit Wasserspülung. Die Duschen sind häufig lauwarm und die Benutzung kostet ca. 400 ISK. Die Plätze in der Wildnis (Tag 8 und 11) liegen in der Nähe von Bächen oder Quellen, weisen aber keine weitere Infrastruktur auf. Die Hütten sind sehr einfach, teilweise klein mit Mehrbettzimmern. In der Jugendherberge und Schlafsackunterkunft sind Sie ebenfalls in Mehrbettzimmern untergebracht.Außerhalb von Reykjavik ist Vollpension im Reisepreis eingeschlossen. Morgens und abends nehmen Sie die Mahlzeiten an Ihren Zeltplätzen ein, mittags wird fast immer im Freien gegessen. Dazu werden häufig vom Frühstück Lunchpakete eingepackt und mitgenommen. Als Tische und Stühle dienen zum Teil Felsen und Steine.Die warmen Mahlzeiten bestehen meist aus Fisch oder Fleisch (Lamm) mit Kartoffeln/Reis und etwas Gemüse sowie aus verschiedenen Milch- und Käseprodukten. Gemüse, Salat und Obst dagegen stehen nur in geringeren Mengen als bei uns üblich zur Verfügung. Die Mahlzeiten werden von Ihrem Wanderführer zubereitet. Beherzigen Sie bitte unser Anliegen, aktiv und kameradschaftlich bei allen anfallenden Arbeiten zur Essensvorbereitung, beim Kochen und auch danach mitzuhelfen. Durch Ihren Einsatz und Teamgeist können Sie wesentlich zum Gelingen dieser Reise beitragen!
Einreisebestimmungen:
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen zur Einreise nach Island einen mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültigen Reisepass oder eine nationale Identitätskarte/Personalausweis.Für Reisen nach Island sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,80 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise:
Berücksichtigen Sie bitte, dass das Wetter in Island unberechenbar ist und somit den Tourenablauf bedingt. Die anspruchsvollen Wanderungen sind nur bei stabilen Wetterverhältnissen möglich. Ungünstige Verhältnisse (Regen, Schnee, überflutete Bäche etc.) können zu Verschiebungen oder Programmänderungen führen. Wir behalten uns diese Änderungen vor. Die Reise findet teilweise mit dem öffentlichen Bus statt. Auf Island kann es jederzeit zur Änderung der Fahrpläne kommen, wodurch der Reiseverlauf an die neuen Gegebenheiten angepasst werden muss. Wir bitten um Ihr Verständnis. Teilnehmer und Teilnehmerinnen an dieser Reise sollten bereit sein, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen, aktive Mithilfe zu leisten und schwierigen Situationen mit Verständnis und Geduld begegnen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung der vorliegenden Ausschreibung können wir jedoch nicht geben. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.Bitte beachten Sie, dass wir vor allem bei kurzfristigen Buchungen von Flügen oder Anschlussflügen ab anderen deutschen Flughäfen keinen Einfluss auf die Übergangszeiten hat und sich durchaus einige Stunden Aufenthalt ergeben können.
Klima
Die beste Jahreszeit für Reisen nach Island ist Juni bis September; dies ist auch die Zeit der hellen Nächte: In Reykjavik liegen nur 2-4 Stunden zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang. Das Wetter ist veränderlich, windig, aber ohne extreme Schwankungen. Dank des Golfstroms hat Island ozeanisches Klima. Die durchschnittliche Temperatur liegt in Reykjavik im Sommer zwischen 10° und 15°C. Im Hochland bleibt der Schnee oft bis Juni liegen. Hier kann das Thermometer auch im Sommer bis auf 0°C sinken. Auf dieser Reise sind Sie im Hochland sowie auf dem größten Gletscher Europas unterwegs. Es kann zu Wetterstürzen verbunden mit plötzlich sinkenden Temperaturen, zu Unwetter, Schneefall, starkem Regen etc. kommen.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie warme Kleidung für diese Reise mitführen (Pullover, warme Unterwäsche, Anorak, Regenschutz), ebenso feste Bergstiefel (mindestens bedingt steigeisenfest), feste Badesandalen und einen warmen Schlafsack. Einen Badeanzug (Badegelegenheiten in den heißen Quellen) nicht vergessen! Die Mitnahme von Teleskop-Tourenstöcken als "Gehhilfe", auch auf den Gletschern, wird ebenfalls empfohlen.Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen mit den Reiseunterlagen zugeht.