Italien - Die Hügellandschaft der Toskana
Vom etruskischen Volterra ins gotische Siena
Wege durch Weinberge und Zypressen-Alleen
Im Norden vom Fluss Arno durchzogen, im Westen vom Tyrrhenischen Meer und im Osten vom Apennin begrenzt, befindet sich in Mittelitalien eine der schönsten Kulturlandschaften der Erde: die Toskana! Sanfte Hügel, Zypressenreihen, Pinienwälder, Weinfelder und Olivenhaine prägen das Landschaftsbild. Auf dem Gebiet des früheren Etruskerreiches finden sich heute viele Kunststädte, deren mittelalterliche Bebauung weitgehend erhalten ist. Die Toskana gilt auch als Wiege der italienischen Renaissance. Sie hat illustre Söhne hervorgebracht und besondere Talente angezogen. Nicht zuletzt spielen die toskanische Küche und die Weine eine wichtige Rolle.
Unsere Wanderreise führt Sie auf teils sonnigen, teils schattigen Wegen über die sanften, im Frühjahr grün und im Sommer goldgelb gefärbten Hügel von Volterra und San Gimignano. Charakteristisch sind auch die kahlen Tonhügel mit teils steil und spitz zulaufenden Falten, die „Calanchi“. Überall erheben sich dunkelgrüne Zypressen, die gruppenweise, in Reihen oder auch nur als Einzelexemplare auftreten. Bevor Sie Siena erreichen, kommen Sie in das Chianti-Gebiet des Qualitätsweins „Gallo Nero“. Trotz seines Rufes als erstklassiges Weinanbaugebiet, sind die Hügel hier nur zum Teil von Weinreben bedeckt. Zusätzlich trifft man hier auf ausgedehnte Wälder aus Eichen, Pinien und Zypressen, auf Kastanien- und Olivenhaine sowie weite Felder. Die vielen malerischen Dörfer, Bauernhöfe und alten Klöster vervollständigen das harmonisch-romantische Gesamtbild. Ein weiterer Höhepunkt ist Siena, die imposante Stadt auf den drei Hügeln.
So wohnen Sie
Wir buchen für Sie gute, landestypische Hotels der örtlichen 3-Sterne-Kategorie, in Colle di Val d´Elsa ein 4-Sterne-Hotel, in Monterigioni eine stilvolle Bed&Breakfast-Unterkunft. Sie wohnen fast immer im historischen Zentrum.
Reiseverlauf
1. Tag:
2 Std.Anreise nach Volterra (2 Nächte), das dicht gedrängt auf einem Bergrücken liegt. Es ist die Hauptstadt des Alabaster und bereits ein erster kultureller Höhepunkt. Bei klarer Sicht sehen Sie bis zum Tyrrhenischen Meer und den Apuanischen Alpen. Machen Sie eine erste Wanderung in die Erosionsland-schaft der „Balze“ mit ihren steilen, verwitterten Hängen.
2. Tag: 3,5–5,5 Std.
Morgens Transfer zum Wanderstart. Sie haben die Wahl zwischen zwei Varianten: Sie wandern auf einem panoramareichen Höhenweg auf einem Hügelrücken bis Volterra zurück oder über das pittoreske Dorf Mazzolla nach Sali-ne di Volterra. Von dort zu Fuß entlang der alten Bahntrasse o. per Bus zurück.
3. Tag: 4,5 Std.
Am Morgen werden Sie nach Pignano gebracht. Sie wandern über breite Wege und schmale Pfade und erreichen den Wald, in dem sich die Ruinen des Castelvecchio verstecken. Es geht weiter durch Weinberge, in denen die bekannte Rebsorte Vernaccia angebaut wird. Durch die toskanischen Dörfer San Donato und Montauto kommen Sie in das „mittelalterliche Manhatten“ San Gimignano mit seiner unverwechselbaren Silhouette hoher Türme.
4. Tag: 4 oder 5 Std.
Auf einer „strada biancha“, die über einen Hügelrücken führt, verlassen Sie San Gimignano. Dabei haben Sie noch mehrfach Ausblick auf das mittelalterliche Städtchen zur einen und auf das Apennin-Gebirge zur anderen Seite. Ihr Tagesziel ist Colle di Val d’Elsa mit mittelalterlichen Palästen und einem Dom aus dem 17. Jahrhundert.
5. Tag: 4,5 Std.
Heute geht es durch malerische Dörfer bis nach Monteriggioni (2 Nächte). Das beeindruckende Kastell wurde 1203 von Siena als Vorposten gegen Florenz errichtet. Besonders bemerkenswert ist der vollständig erhaltene Mauerkreis mit mächtigen Türmen.
6. Tag: 4,5 oder 5,5 Std.
Eine Rundwanderung führt durch das Gebiet des Chianti Classico. Durchstreifen Sie die abwechslungsreiche Landschaft mit immer wieder anderen, wunderbaren Ausblicken. Unterwegs bietet sich bestimmt die Gelegenheit zu einer Probe des edlen Tropfens.
7. Tag: 3–4 Std.
Durch den Wald der Montagnola wandern Sie bis nach S. Colomba, einer Villa aus dem 18. Jh. Per Bus fahren Sie das letzte Stück bis nach Siena. Das Stadtbild ist vorwiegend gotisch ge-prägt. Unbedingt sehenswert ist die Piazza del Campo, der weite halbrunde Vorplatz der mächtigen Rathausfront, auf dem die traditonellen Reiterspiele stattfinden. Edle Geschäfte verführen zum Shopping.
8. Tag:
Rückreise ab Siena.
Generelle Hinweise
ANREISE
1. Pkw-Anreise nach Volterra. Unbewachte Gratis-Parkplätze oder Tiefgarage der Stadt (ca. 15,- pro Tag). Am Ende mit Linienbus von Siena zurück nach Volterra oder per Transfer für 56,-(1–4 Pers.), zahlbar vor Ort.
2. Fluganreise nach Pisa oder Florenz (auch sog. „Billigflüge“). Per Bahn bis Pontedera und weiter per Bus nach Volterra. Transfer von Florenz oder Pisa nach Volterra für 81,- (1–4 Pers.) möglich, zahlbar vor Ort. Von Siena per Bahn zurück über Empoli.
3. Bahnanreise über Florenz oder Pisa bis Pon-tedera, weiter per Bus bis Volterra (o. Transfer siehe unter Fluganreise). Rückreise ab Siena.
Hinweis: Sonntags sind die Busverbindungen eingeschränkt.
SCHWIERIGKEITSGRAD
Leichte Wanderungen auf Wirtschaftswegen, Wald- und Schotterstraßen (strade bianche), teils auch schmalen Pfaden. Häufig haben Sie alternative Wanderungen zur Auswahl. Längster Aufstieg 440 m, längster Abstieg 295 m.