Auf Hirtenpfaden durch Sardinien

4- bis 5-stündige abwechslungsreiche Tageswanderungen

Unsere beliebteste Sardinien-Reise seit 1995!
Besteigungen: Monte Corrasi (1.463 m) und Punta Caterina (1.127 m)
Hochebenen, Schluchten und Strände - Gigantengräber und Nuraghen
Besonders schmackhaft: sardische Küche

Auf Hirtenpfaden durch Sardinien - das heißt, Sie erwandern das Herz der Insel - das "ursprüngliche" Sardinien! Berglandschaften ohne große Höhen, aber mit tiefen, gewundenen Schluchten stellen gehobene Ansprüche an die Wanderer. Auf den verwilderten Pfaden im Gebirge ist Trittsicherheit unbedingt notwendig. Kalkgraue Felsgiganten, zerrissener Karst, tiefe Schluchten und unzählige Höhlen, Granitgebilde, Tafelberge sowie Vulkangesteine bizarrster Formen erwarten Sie. Und nicht nur das: ebenfalls zauberhafte Buchten mit weißen Stränden, alte Kulturdenkmäler, die sogenannten Nuraghenbauten sowie ungezähmte Klippenküsten. Tagsüber erwandern Sie die Insel und beschließen den Abend bei schmackhafter, sardischer Küche in einer liebevoll ausgesuchten Unterkunft. Sie werden sehen: Eine Rückkehr auf diese italienische "Schatzinsel" ist garantiert!

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Flug mit Lufthansa/Air Dolomiti von München nach Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens.
Am Flughafen von Cagliari werden wir von unserer örtlichen Reiseleiterin empfangen und zu unserer Unterkunft in Santa Maria Navarrese gebracht (Transfer vom Flughafen zur Unterkunft nur in Verbindung mit dem Gruppenflug).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]

2. Tag Supramonte von Baunei

Heute fahren wir in den Supramonte von Baunei. Das Hochplateau Golgo, eine riesige Karsthochfläche, verläuft sich in zahlreichen Schluchten hin zum Meer. Über einen Sattel und einen kurzen Höhenzug wandern wir in einer immer enger werdenden Schlucht bis in die Cala Goloritze, eine der schönsten Buchten der Insel. Sie ist nur zu Fuß oder über Wasser erreichbar und wird von einer gigantischen Felsnadel überragt. Unser Rückweg führt zum Teil durch die Nachbarschlucht wieder hinauf und zurück zum Hochplateau, bis an den Rand des 290 m tiefen Schlundes Golgo. Dieses sehr selten auftretende geologische Phänomen hat sich durch "umgekehrte" Erosion gebildet. Beeindruckend ist der Blick von oben. Ins Innere gelangt man nur mit Hilfe von Seilen, ein technisch hoch anspruchsvolles Unternehmen, das wir nicht wagen. Stattdessen besichtigen wir die nuraghischen Brunnen sowie die Bergkirche San Pietro aus dem 16. Jahrhundert.
Gehzeit: 4,5h; Aufstieg: 770m; Abstieg: 770m; Übernachtung im Hotel [FA]

3. Tag Urzulei - Nuraghe Gorroppu - Gola Gorroppu

Unser heutiger Weg führt in den Supramonte (= Oberberg) des Hirtendorfes Urzulei. Von dort wandern wir zur Nuraghe Gorroppu, die mitten in einsamster Berglandschaft liegt. Ein unbeschreiblicher Blick bietet sich von hier auf die tiefste Schlucht Europas, die Gola Gorroppu. Weiter geht es zu den sogenannten Pieghe (= Falten) des Flusses Flumineddu, die sich bis zum Eingang der Gola Gorroppu hinziehen. Wir wandern an vielen kleinen Gumpen entlang, vorbei an jahrhundertealten Steineichen, einer tausendjährigen Eibe sowie an alten Exemplaren des für den Supramonte so typischen Wacholders.
Gehzeit: 4,5h; Aufstieg: 650m; Abstieg: 650m; Übernachtung im Hotel [FA]

4. Tag Tacchi und Tonneri - Monte Tisiddu - Bruncu Matzeu

Nach dem Frühstück fahren wir nach Ulassai, einem der Bergdörfer der sogenannten Tacchi und Tonneri - ein wunderschönes Kalksteingebiet. Wir wandern auf einen der Felsabsätze, den Monte Tisiddu, und steigen auf die Spitze Bruncu Matzeu (957 m), von der sich uns ein phantastischer Rundblick bietet. Nach dieser Wanderung geht es nun ans Meer zu den roten Felsen von Coccorocci. Hier machen wir einen Spaziergang und können uns (je nach Jahreszeit) bei einem Bad erfrischen. Anschließend fahren wir weiter nach Cala Gonone, wo wir die nächsten Nächte verbringen werden.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 250m; Übernachtung im Hotel [FA]

5. Tag Hochplateau Golgo - Cengia Giradili

Unsere heutige Tour beginnt in Santa Maria Navarrese und führt in leichtem Auf und Ab zunächst an der Küste entlang bis wir den bizarren Felsturm Pedralonga erreichen. Kurze Zeit später beginnt unser Aufstieg. Teilweise recht steil und über den spektakulären Felsgürtel Cengia Giradili schängelnd wandern wir entlang steil abfallender Wände. Wir bewegen uns auf Hirtenpfaden, die uns einen Eindruck vom mühseligen Alltag der Hirten vermitteln. Bei der Hirtenhütte Duspiggius erreichen wir unseren höchsten Punkt. Weiter wandern wir über die Hochfläche Golgo und erreichen wieder den Kleinbus. Anschließend fahren wir weiter nach Cala Gonone.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 750m; Übernachtung im Hotel [FA]

6. Tag Tal von Lanaittu - Karstquelle Su Gologone - Nuraghendorf Tiscali

Wir fahren ins Tal Lanaittu, das unterhalb der Supramonti Oliena und Dorgali liegt. Unser Wanderziel ist das versteckt in einer Doline gelegene Nuraghendorf Tiscali. Vorbei an Steineichen und wunderschön geformten Wachholdern steigen wir durch eine Felsspalte und gelangen zu den Dorfresten der Urbevölkerung Sardiniens. Anschließend schauen wir uns den Eingang der Höhle von Sa Oche, "Stimme des Wassers", an. Nach starken Regenfällen können wir die "Stimme" des sich nähernden Wassers hören. Bei Hochwasser füllen sich die Gänge und ein kleiner Fluss entströmt dem Portal. Dieser wird durch das über 20 km lange Höhlensystem von Su Bentu gespeist, welches über 50 kleine Seen aufweist. Größtenteils ist jedoch der Bachlauf, dem wir über Geröll zum Höhleneingang folgen, trocken. Wenn uns noch Zeit bleibt, schauen wir die Karstquelle Su Gologone an. Sie entspringt einer Felsspalte und lässt auf eine ungeheure Wasserkapazität im Inneren des Kalksteinmassives (min. ca. 300 l/Sek.) schließen.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 370m; Abstieg: 370m; Übernachtung im Hotel [FA]

7. Tag Supramonte von Dorgali - Buchten Cala Fuili und Cala Luna

Im Supramonte von Dorgali wandern wir an der Küste entlang von der malerischen Bucht Cala Fuili bis zur Cala Luna, wo wir (je nach Jahreszeit) eine ausgiebige Badepause einlegen können. Wer mag, kann eine Strecke mit dem Schiff fahren und die Meeresgrotte Bue Marino besuchen (fakultativ).
Sollte das Schiff nicht fahren, steigen wir durch einen Canyon zur Schlucht Codula di Luna ab, die uns zur Cala Luna führt. Wenn wir beide Strecken wandern, betragen die Höhenmeter im Abstieg 370 m.
Gehzeit: 2,5-4,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Hotel [FA]

8. Tag Hochebene Pradu - Monte Corrasi - Orgosolo

Wir wandern auf die Hochebene Pradu und besteigen den höchsten Gipfel des Supramonte, den 1.463 m hohen Monte Corrasi. Oben eröffnet sich uns ein prachtvoller Fernblick über die felsige Einöde des Supramonte. Auf der gegenüberliegenden Seite kehren wir über die Sacla e Marras wieder zurück. Vom heutigen Wandertempo und unserem Interesse hängt es ab, ob wir noch einen Abstecher nach Orgosolo zu den politischen Wandmalereien machen (fakultativ).
Bei der 14-tägigen Tour kann Orgosolo auch am Übergangstag besucht werden.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 570m; Abstieg: 570m; Übernachtung im Hotel [FA]

9. Tag(B) Programmablauf der 14-Tage-Reise (1. - 8. Tag wie oben beschrieben): Monte Albo - Punta Caterina

Mit dem Kleinbus fahren wir zum Monte Albo, einem wilden Kalksteinmassiv, nördlich des Supramonte und wandern auf die Punta Caterina (1.127 m), eine seiner höchsten Spitzen. Dort erwartet uns ein phantastischer Ausblick. Der weitere Weg führt uns an Hirtenhütten vorbei, durch dichte Wälder, über weitläufige Hochflächen und Felsenplatten.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 550m; Übernachtung im Hotel [FA]

10. Tag Westküste Sardiniens - Höhlengräber - Nuraghe Losa

Heute fahren wir an die Westküste, wo uns verschiedenste kulturelle Angebote locken: Wir können Orgosolo, die Höhlengräber (Domus de Janas) von Sas Concas sowie die eindrucksvolle Nuraghe Losa und die hübschen Kirchen von Bonarcado besuchen, bevor wir nach Santu Lussurgiu gelangen, wo wir die nächsten zwei Nächte in einem alten Gutshaus untergebracht sind.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im alten Gutshaus (kleines Hotel) [FA]

11. Tag Montiferru - Rocca sa Tiria

Unsere heutige Wanderung führt uns ins Gebiet des Montiferru. Zunächst wandern wir durch ein verwunschenes Waldgebiet, erreichen dann eine weite, felsige Hochebene, wo wir oft Muflons begegnen, und steigen letztendlich bis zur Höhe der Rocca sa Tiria (970 m) auf. Von oben können wir den herrlichen Blick über einen großen Teil der Westküste genießen. Anschließend besuchen wir das hübsche mittelalterliche Städtchen Bosa. Nach einem Bummel durch die Altstadt fahren wir zurück nach Santu Lussurgiu.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 450m; Übernachtung im alten Gutshaus (kleines Hotel) [FA]

12. Tag Costa Verde - Monte Arcuentu

Am Morgen fahren wir durch die alte, verlassene Bergbauregion von Montevecchio bis zu unserer nächsten Unterkunft, einem Bauernhof direkt am Fuße der Bergkette des Monte Arcuentu. Wir geben unser Gepäck ab und wandern hinauf auf den Monte Arcuentu und einen Teil des sich anschließenden Höhenzuges. Diese bizarre Felslandschaft ist vulkanischen Ursprungs, faszinierend sind die Kontraste: felsige Landschaft, sanfte, grüne Hügel, gigantische Dünen, im Hintergrund das Meer. Schließlich fahren wir zu den Dünen der Costa Verde, auch kleine Sahara genannt.
Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 570m; Abstieg: 570m; Übernachtung auf einem Bauernhof [FA]

13. Tag Das Gebiet der Monti Mannu

Unseren letzten Wandertag verbringen wir im Gebiet der Monti Mannu, bekannt für seine vielen Wasserfälle. Zunächst wandern wir entlang des Rio Oridda, der wunderschöne Becken in den Granit geformt hat, bis wir den Wasserfall Piscina Irgas erreichen. Der Rückweg führt uns durch das Nachbartal, entlang des Rio Cannisoni, zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Bei ungünstiger Wetterlage (Regen) wandern wir alternativ auf dem Hochplateau Giara, auf dem noch über 600 Wildpferde leben (Gehzeit ca. 3 Std.).
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 370m; Abstieg: 370m; Übernachtung auf einem Bauernhof [FA]

14. Tag Heimreise

Wir werden zum Flughafen nach Cagliari gebracht und treten den Rückflug nach Deutschland an.
[F]

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Bei dieser Tour genießen Sie die Vorteile einer Kleingruppe (6 - 8 Personen). Die mittelschweren Wanderungen dauern durchschnittlich ca. 4 Stunden, sind jedoch Tagestouren, da Sie Ihre Reiseleiterin mit dem Kleinbus erst zu den Ausgangspunkten der Wanderungen fährt (häufig Schotterstraßen). Viele Wege sind kaum begangen und nicht ausgetreten; bedenken Sie, dass der Zustand der Wege/Pfade auf Sardinien nicht mit jenem in unseren Bergen vergleichbar ist. In den Kalksteingebirgen sind die Wege häufig mit kantigem Geröll übersät, was das Gehen mühsam macht. Oft müssen Sie über Granitblöcke, Felsen und Steinblöcke steigen. Besonders nach Regenfällen können Pfade recht schlammig sein, sich stellenweise in kleine Bäche verwandeln und tiefe Furchen aufweisen. Bei fast allen Wanderungen sind Sie etappenweise auf felsigem Untergrund unterwegs. Pro Tag sind bis zu 770 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden. Gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit werden für diese Reise vorausgesetzt.

Einreisebestimmungen:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger genügt für die Einreise nach Italien (Sardinien) die gültige nationale Identitätskarte (bzw. der gültige Personalausweis) oder der Reisepass. Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen und Botschaften/Konsulaten entnehmen Sie bitte Ihren ersten Reiseunterlagen.

Im internationalen Reiseverkehr werden von Italien keine Impfungen gefordert. Der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio sollte überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de.

Wichtige Hinweise:

Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung, sämtliche Besichtigungen und Ausflüge durchzuführen bzw. für Ersatz zu sorgen. Für eine exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch keine Garantie übernehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen. Bitte beachten Sie, dass wir vor allem bei kurzfristigen Buchungen von Anschlussflügen keinen Einfluss auf die Übergangszeiten hat und sich durchaus einige Stunden Aufenthalt ergeben können.

Klima

Das Klima Sardiniens entspricht mit trocken-heißen Sommern, regnerischen Übergangsjahreszeiten und kühlen Wintern den typisch mediterranen Verhältnissen. Während im Tiefland nur selten Frost auftritt, fällt in den Höhenlagen ab etwa 1.200 m im Winter Schnee, der erst ab 1.500 m längere Zeit liegen bleibt. Eine Besonderheit des sardischen Klimas sind die starken, oft recht stürmischen Winde.

Ausrüstung

Für die einzelnen Tagesetappen brauchen Sie gute, knöchelhohe Bergschuhe (Anwendungsbereich/Kategorie "B") mit kräftiger Profilsohle; nur allzu leicht knickt man auf scharfkantigem Kalkgestein um oder rutscht auf losem Geröll aus. Leichte, atmungsaktive Wanderbekleidung sowie eine windabweisende Goretexjacke und Regenschutz gehören ebenso zur Ausrüstung wie Badesachen, da einige Wanderungen zu schön gelegenen Meeresbuchten führen und das Wasser auch im Herbst noch warm ist. Wichtig ist ausreichender Sonnenschutz: helle Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Die meisten Wege bieten nur wenig Schatten, und die Sonnenintensität ist selbst bei wechselnder Bewölkung hoch. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugeht.

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