Italien - MTB - Sardinien - Von Küste zu Küste
Mittelschwere Biketrails von West nach Ost durch das Supramonte-Gebirge und den Gennargentu-Park mit den höchsten Gipfeln der Insel. Sardische Gastfreundschaft und Kulinarik sowie eine türkisgrüne Badebucht am Ende der Tour erwarten die Biker.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Eigenanreise. Transfer vom Flughafen zu Ihrem Quartier.
Übernachtung im Gästehaus.
2. Tag Bergwerksdörfer und Piscinas-Dünen
Nach dem Frühstück fahren wir mit unserem Begleitbus in die gebirgige Region Sulcis-Iglesiente im Westen der Insel. Die Straße windet sich über ein flaches Plateau mit vielen kleinen Ortschaften, ehe wir in die hügelige Region der Mount Linas gelangen. Bevor wir unser erstes typisch sardisches Mittagessen genießen, bauen wir unsere Räder zusammen.
Schon am Nachmittag starten wir zu unserer ersten Bike-Etappe. Unser Trail führt zum Bidderdi-Pass (492 m). Unterwegs sind Pferde und weidende Schafe zu sehen, Oliven, Kakteen, Korkeichen und blühende Bäume, ein paar Reben, Wiesen und Pinien, Reste alter Behausungen und Mauern. Vom Pass aus führt eine befestigte Sandstraße zur verlassenen Minenstadt Ingurtosu. Bisweilen verwahrlost, meist aber malerisch schön wirken die verlassenen Stätten eines der größten Minendörfer aus dem 19.Jh. an der Westküste Sardiniens. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick über Macchia bis hinab ans Meer, das von den hohen Sanddünen von Piscinas gesäumt wird. Während wir zum Meer hinabbiken, passieren wir verlassene Minenstätten und Maschinen - Zeugen einer einst boomenden Industrie.
An der Küste angekommen, bestaunen wir die größten, bis zu 50 m hohen Sanddünen Sardiniens, die sich goldfarben auftürmen und über ein Gebiet von 3 qkm erstrecken. Wir erfrischen uns kurz im Meer, bevor wir mit den Bikes zur nächsten Offroad-Strecke aufbrechen. Zunächst geht es an der Küste entlang in Richung Norden, dann landeinwärts nach Osten. Wir folgen einem Trail, der einen Fluss 21-mal überquert. Am Abend erreichen wir Montevecchio, ein weiteres, fast verlassenes Minendorf, wo wir in einem Landgasthaus übernachten.
Bike-Strecke 45 km, 840 HM im Aufstieg, 920 Hm im Abstieg; Übernachtung Landgasthaus (Agriturismo);
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3. Tag Campindano
Wir frühstücken und brechen zur nächsten Bike-Etappe auf. Ein kurzer Wald-Trail führt uns hinab zur Campidano-Ebene, der wichtigsten und größten der Insel. Auf kurvigen Landsträßchen überqueren wir die Ebene und erreichen die Ausgrabungen der Therme von Sardara. Sardara gehört zu den bedeutenden Brunnenheiligtümern Sardiniens, dessen Quelle im Wald am Dorfeingang liegt. Das Thermalwasser hat bemerkenswerte Heilkraft und wurde schon seit dem Altertum genutzt.
Nach einem Picknick-Lunch haben wir genügend Zeit, um uns in den warmen Pools der Therme zu erholen, bevor wir uns in der Stadt Sardara noch einen prähistorischen Tempel ansehen (ein Zeugnis der Nuraghenkultur auf Sardinien aus der Bronzezeit). Am Nachmittag setzen wir unsere Biketour fort und gelangen zu den Marmilla-Hügeln, die sich bis zum Dorf Collinas, unserem heutigen Tagesziel, hinaufziehen. Olivenhaine und Weingärten bedecken die Hügel. Größere Bekanntheit erlangte das Dorf, als auf einem nahen Hügel Ende der 1970er Jahre das Nuragher-Dorf Genna Maria entdeckt wurde. Die dortigen Funde aus Eisen, Bronze und Keramik sind heute im Museo Archeologico in Villanovaforru zu besichtigen. Heute quartieren wir uns in einem freundlichen Hotel ein. Wir setzen uns mit einem kühlen Drink auf die Piazza mit Blick auf die Dorfkirche und genießen die Ruhe des kleinen Dorfes wie die alten Sarden, die vor ihren Häusern sitzen. Gibt es einen schöneren Abschluss für einen sportlichen und erlebnisreichen Tag Alpha
Bike-Strecke 47,2 km, 670 HM im Aufstieg, 700 HM im Abstieg; Übernachtung Hotel;
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4. Tag Die Hügel von Marmilla, Barumini
Wir lassen uns unser herzhaftes sardisches Frühstück schmecken. Danach beginnt unsere heutige Biketour auf einem kurvigen Trail über die Marmilla-Berge. Abwechselnd über Sandpisten und Landsträßchen geht es vorbei an Olivenhainen, Weingärten, kleinen Bauernhöfen und verschlafenen Dörfern. Auf kurze Aufstiege folgen herrlich schnelle Downhills. Man sollte Sardinien nicht bereisen, ohne den archäologischen Stätten mit imposanten Nuraghen-Bauten (aus der Bronzezeit) einen Besuch abzustatten. In Barumini befindet sich der wichtigste archäologische Fund der Insel: der nuraghische Komplex von Barumini. Er liegt etwa 60 km von Cagliari entfernt zwischen der Hochebene "Giara di Gesturi" und dem Hügel Las Plassas. Den gesamten Komplex, der verschiedene Entwicklungsphasen erlebte, muss man sich wie eine mächtige Burg vorstellen. Der älteste Teil ist der 20 m hohe Turm in der Mitte (ca. 1470 Jahre v. Chr. erbaut), um den 4 Türme (entsprechend den Himmelsrichtungen) errichtet wurden. Später entstand eine Verteidigungsmauer rund um die Burg sowie ein Dorf mit Hütten zum Wohnen, Kult- und Versammlungsplätzen, die es zu einer Militär- und Kultstätte werden ließen. Lange Zeit war dieser Ort dann verlassen und unbewohnt; während der punisch-phönizischen und der römischen Herrschaft wurde er wieder bevölkert. 1950 entdeckte Prof. Lilliu diesen Nuraghen-Komplex und 1997 erklärte die UNESCO Barumini zum Weltkulturerbe.
Nach einem gemütlichen Picknick setzen wir unsere Biketour durch ein enges Tal fort und arbeiten uns langsam hinauf in die Ausläufer des Gennargentu-Gebirges. Unser Tagesziel ist ein Landgasthaus nahe der Stadt Laconi (555 HM). Zum Abendessen gibt es wieder typisch sardische Kost, dazu einen guten Wein.
Bikestrecke 48km, 950 HM im Aufstieg, 970 HM im Abstieg; Übernachtung in einem Landgasthaus (Agriturismo) mit Pool;
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5. Tag Laconi und das Gennargentu-Gebirge
Gestärkt brechen wir nach einem herzhaften Frühstück zur "Königsetappe" unserer Mountainbike-Tour auf. Zunächst aber statten wir dem ruhigen Städtchen Laconi, in dessen Nähe das Aymerich-Schloss liegt, einen Besuch ab. Wir bummeln durch die Gassen und erkunden Bars und Straßenmärkte. Von Laconi (555 m) erklimmen wir einen 1.040 m hohen Pass durch das Gennargentu-Gebirge im Herzen der Insel. Der Weg führt zunächst noch gemächlich bergan durch lichten Eichenwald. Die Landschaft wird zusehends karger und wilder - eine unberührte Region für Natur- und Vogelliebhaber. Hier und dort ein Schäfer mit seiner Herde, eine kleine Hütte oder ein Dorf, das sich in ein von steilen Bergen flankiertes Tal schmiegt. Nach einer kleinen Rast im Dorf Aritzo erklimmen wir die steileren Hänge des Gennargentu und erreichen am späten Nachmittag unser Tagesziel, eine rustikale Berghütte. Wir beschließen den Tag mit einem bäuerlichen Essen mit Speck und Käse.
Bike-Etappe 44 km, ca. 1200 HM im Aufstieg, ca. 1300 HM im Abstieg; Übernachtung in einer Berghütte (Agriturismo);
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6. Tag Barbagia di Desulo - Gennargentu - Flumendosa-See
Unsere heutige Bike-Etappe führt an den Fuß des höchsten Gipfels Sardiniens in eine kaum berührte Landschaft. Wir folgen unserer Route - eine Kombination aus "off road" und Waldtrails - und gelangen durch eine spektakuläre Szenerie noch tiefer hinein ins Herz Sardiniens. Auf Single-Trails erkunden wir das Gennargentu-Gebirge, während wir in Richtung Flumendosa-Tal biken. Südlich des Gennargentu-Massivs hat die Erosion im Flumendosa-Tal die Tonneri geschaffen, Tafelberge aus Kalk mit kahlen, schroff abfallenden Wänden. Von den Tacchi, klippenartigen Inselbergen, die Reste einer Hochebene, sind infolge der Erosion nur noch Felstürme übriggeblieben. Diese Landschaft wird vom höchsten Berg Sardiniens, Punta La Marmora (1.834 m), überragt. Die Stille in dieser einsamen Region wird lediglich von den Lauten der Tiere - Hirtenhunde, Kühe oder Gänse - durchbrochen. Mit Glück entdecken wir unterwegs den einen oder anderen Greif- oder Raubvogel hoch in den Lüften. Dem morgendlichen Anstieg folgt am Nachmittag ein teils fahrtechnisch anspruchsvollerer Downhill in Richtung Flumentosa-See - einer der größten Stauseen der Insel. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu unserem Hotel am Seeufer nahe dem Städtchen Villagrande Strisali. Auch hier erwartet uns zum Abendessen Leckeres aus der sardischen Küche mit Pasta und Wein.
Bike-Etappe 40 km, ca. 980 HM im Aufstieg, ca. 1290 HM im Abstieg; Übernachtung im Hotel (Agriturismo);
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7. Tag Ogliastra - Supramonte di Baunei
Heute erfolgt unser großes sardisches "Bike-Finale" mit dem Abenteuer eines Off-Road-Bikings durch die wilde und raue Landschaft des Cadula di Fuili im imposanten Bergmassiv Supramonte di Baunei. Wir verlassen unser Quartier morgens und fahren die erste Strecke auf Asphalt bis zum Ausgangspunkt des Trails. Dann umfahren wir das rund 800 m hohe Urzulei-Massiv, bis wir das Hochplateau von Genna Croce und Genna Silana (1000 HM) erreichen. Es bleiben uns noch 25 km bis zur Küste, eine kurze Strecke mit einer großen Höhendifferenz liegt also vor uns. Wir sind nun in der Wildnis des Supramonte-Massivs. Kalksteinfelsen ragen in den Himmel, auf den grünen Weiden grasen Wildschweine und Pferde. Hier erreicht unsere Bike-Tour ihren abenteuerlichen Höhepunkt, wir tauchen ein in den Givine-Wald mit hundertjährigen Wacholderbäumen, umgeben von spitzen Felstürmen, dazwischen die eine oder andere Schäferhütte. Ein alter Maultierpfad leitet uns hinunter zu einem der schönsten Küstenabschnitte der Insel. Zunächst geht es über die Cala Fuili, eine enge Schlucht an der gleichnamigen Bucht mit einer Vielzahl von Grotten, mit Überhängen und Wänden - eines der beliebtesten Klettergebiete Sardiniens. Die Schlucht öffnet sich zum Meer hin und ganz in der Nähe liegt der Küstenort Cala Gonone am Golf von Orosei. Nun haben wir uns ein Bad im türkisfarbenen Meer und Erholung verdient. Das einstige Fischerdorf ist inzwischen ein beliebter Ferienort mit vielen kleinen Pizzerien und Restaurants, deren Balkone Meerblick haben. Hier werden wir unser Bike-Abenteuer bei einem schmackhaften sardischen Abendessen ausklingen lassen. Wir sind in einem hübschen Hotel untergebracht.
Bike-Etappe 65 km, ca. 760 HM im Aufstieg, ca. 1500 HM im Abstieg; Übernachtung im Hotel;
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8. Tag Ruhetag am Meer
Wir genießen Sonne, Meer, Strand und wohltuendes Dolcefarniente in herrlicher Umgebung. Optional können wir eine Bootsfahrt entlang der Küste unternehmen, mit Sea Kajaks hinausfahren oder uns nochmals auf die Bikes schwingen und die Umgebung erkunden.
Übernachtung im Hotel;
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9. Tag Rückreise
Sehr früh brechen wir heute mit unseren Fahrzeugen auf und fahren zurück nach Cagliari. Rückreise in Eigenregie.
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Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
MTB-Touren bieten die Möglichkeit, Naturlandschaften und Klimazonen weltweit aktiv zu bereisen. Oft lassen sich aber die Anforderungen nicht direkt mit den Touren zu Hause vergleichen. Beachten Sie bitte neben Entfernungsangaben und Höhendifferenzwerten vor allem die absolute Seehöhe und das dort herrschende Klima. Bei den meisten MTB-Touren steigern Begleitfahrzeuge den Komfort. Sie benötigen dadurch nur ein Minimum an persönlicher Ausrüstung und können die Etappen je nach Tagesverfassung verlängern oder verkürzen. Unsere ausgebildeten MTB-Reiseleiter haben für Sie Werkzeug, Pannenausrüstung und Erste-Hilfe-Material mit dabei (Genaue Auflistung siehe Ausrüstungsliste). Als besonderer Service fährt immer ein ausgebildeter MTB-Reiseleiter aus Deutschland oder Österreich mit und sorgt für den optimalen Reiseverlauf vor Ort.
Ein zusätzlicher, meist Englisch sprechender, lokaler Bike-Guide ist der Verbindungsmann zur örtlichen Agentur und ermöglicht die Verständigung mit der einheimischen Bevölkerung. Durch die doppelte Betreuung ist auch eine Teilung der Gruppe für die Befahrung von unterschiedlichen Strecken möglich.
Diese Tour eignet sich für sportliche Mountainbiker mit Erfahrung im Off-Road-Biking (Fahrtechnik) mit guter Kondition für Fahrstrecken zwischen 40 und 80 km pro Tag. Die meisten Fahrstrecken bewegen sich im mittleren Schwierigkeitsbereich. Sie werden begleitet von einem mit den Fahrstrecken bestens vertrauten und gut ausgebildeten lokalen Bike-Guide sowie von unserem fahrtechnisch versierten Profi-Bike-Guide. Die Bike-Strecken wechseln ab zwischen Schotterpisten, Single-Trails, asphaltierten Landstraßen und gemächlichen oder steilen Aufstiegen und herrlichen Down-Hills.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger genügt zur Einreise nach Italien (Sardinien) eine gültige nationale Identitätskarte bzw. der gültige Personalausweis.
Für Reisen nach Italien (Sardinien) sind keine Impfungen vorgeschrieben. Grundsätzlich sollte der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise und Klima
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir jedoch keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Bitte beachten Sie, dass wir vor allem bei kurzfristigen Buchungen von Anschlussflügen keinen Einfluss auf die Übergangszeiten haben und sich durchaus einige Stunden Aufenthalt ergeben können.
Das Klima Sardiniens entspricht mit trocken-heißen Sommern, regnerischen Übergangsjahreszeiten und kühlen Wintern den typisch mediterranen Verhältnissen. Im Frühjahr ist das Klima heiter und mild, kann jedoch, im Unterschied zum Herbst, noch recht frisch sein. Die Monatsmittelwerte liegen im Mai bei 16,5°C, im Juni bei 20°C, im September bei 22°C und im Oktober bei 19,4°C (wobei die Maximalwerte auch mal über 30°C betragen können und Abweichungen von den genannten Werten immer möglich sind). Während im Tiefland nur selten Frost auftritt, fällt in den Höhenlagen ab etwa 1.200 m im Winter Schnee, der erst ab 1.500 m längere Zeit liegen bleibt. Eine Besonderheit des sardischen Klimas sind die starken, oft recht stürmischen Winde.