Magisches Mexiko
Mexiko ist eine magische Welt! Wir entführen Sie in ein Land mit wunderbaren Menschen, aber auch ein Land, das viele Probleme und Konflikte birgt. Kaum ein anderes Land ist so bunt und so facettenreich. Sie werden es lieben.
Wir bringen Sie zu unseren Lieblingsorten, zu denen man allein nur schwierig gelangen kann. Von Dorf zu Dorf wandern wir durch die wunderschönen Berge der Sierra Norte, ein Schamane lässt uns an traditionellen Heilritualen teilhaben, und mitten im Dschungel der Selva Lacandona entdecken wir untergegangene Mayastädte. Menschenleere Karibikstrände lassen die Rundreise entspannt ausklingen.
Ein besonderes Anliegen unserer Reise ist der Besuch von Dorfkooperativen und Gemeindeprojekten. So erleben Sie Mexiko auf eine sehr authentische Weise, die einen Blick hinter die Touristische Fassade gewährt und den persönlichen Kontakt mit den gastfreundlichen Mexikanern erlaubt. Begleiten Sie uns zu unserem ganz persönlichen Mexiko und erleben Sie den Zauber dieses wunderschönen Landes!
Reiseverlauf
1. Tag: Anreise nach Oaxaca
Nach einer langen Anreise begrüßen wir Sie in Oaxaca Stadt.
Die Stadt Oaxaca, 1521 von den Spaniern gegründet, zählt heute fast 600'000 Einwohner. Sie ist sicher einer der schönsten Städte Mexikos. Hier finden sich herausragende Beispiele spanischer Kolonialarchitektur und archäologische Schätze ( die Stadt Oaxaca und die Ausgrabungsstätte Monte Alban wurden von der Unesco 1986 zum Weltkulturerbe erklärt ).
Nachdem Sie sich in ihrem Hotel ein bisschen von der Reise erholt haben werden wir zusammen einen kleinen Spaziergang durch das historische Zentrum machen und sie werden sich sicherlich schnell von der ruhigen, entspannten Atmosphäre anstecken lassen.
Wir beenden den Tag auf dem Zocalo, dem Herzstück der Stadt, hier kann man in einem der zahlreichen Cafes den oaxaquenischen Alltag an sich vorüberziehen lassen und einfach nur genießen.
2. Tag: Besichtigung von Monte Alban und San Augustin Etla
Unser Tag beginnt früh mit der Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte von Monte Alban, der ehemaligen Hauptstadt der Zapoteken. Die Anlage liegt 400m über der Stadt, auf dem Gipfel eines Berges, der eigens abgetragen wurde, um ein insgesamt 40 km hoch 2 großes Areal für die heilige Stadt zu schaffen. Monte Alban wurde etwa 500 v.Chr. gegründet und war somit eine der ersten Städte auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt. 900 n. Chr. wurde sie von ihren Bewohnern einfach verlassen und bis heute sucht man nach einer plausiblen Erklärung. Die Zapoteken, die einztigen Bewohner der Stadt, gehören noch heute zu einer der größten Bevölkerungsgruppen Oaxacas. Ihre Traditionen, ihre Sprache und Kultur leben weiter in den umliegenden Dörfern der Zentraltäler Oaxacas, was Sie gleich selbst feststellen werden bei unserem anschließenden Besuch des Dorfes San Augustin Etla. Hier gibt es seit 1998 eine Papierfabrik, die handgemachtes Papier aus Naturfasern herstellt. Iniziiert wurde das Projekt von Francisco Toledo, einem der bekanntesten, zeitgenössischen Maler Mexikos. Die Manufaktur wird ausschließlich von Dorfmitgliedern geführt, die uns auch während einer Führung alles Wissenswerte zur Papierherstellung beibringen werden
Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung und Sie können nochmals auf eigene Faust die schönsten Ecken Oaxacas erkunden.
3. Tag: Besuch des Wochenmarktes in Ocotlan, am Nachmittag Teilnahme an einem indianischen Dampfbad
Der Höhepunkt jedes umliegenden Dorfes im Zentraltal von Oaxaca ist der Wochenmarkt.
Hier bekommt man alles vom Truthahn (lebend natürlich), gegrillte Heuschrecken, Tonware, Gemüse, Brot, alles was man im indigenen Alltag so braucht. Das sind keine Touristenmärkte sondern traditionelle Märkte der indigenen Bevölkerung in Oaxaca.
Wir besuchen heute gemeinsam den Wochenmarkt in Ocotlan de Morelos - einem der buntesten und exotischsten der Umgebung.
Am Spätnachmittag haben Sie dann die Gelegenheit sich in die Geheimnisse der traditionellen, indianischen Medizin einführen zu lassen. Eines der wichtigsten Bestandteile der traditionellen Medizin ist auch heute noch der Temazcal, ein Dampfbad, dass den Körper und den Geist von negativen Energien und Krankheiten befreit. Der Temazcal ist nicht nur eine einfache Sauna, er ist vielmehr ein ritueller Vorgang indem Wasser, Feuer, Wind und die Erde helfen ein spirituelles Gleichgewicht wieder herzustellen.
Nach einer allgemeinen Einführung werden Sie an einem solchen Dampfbad teilnehmen.
Die Berührung mit dieser uralten Tradition ist nicht nur faszinierend sondern hilft auch die komplexe Gedanken- und Glaubenswelt der Ureinwohner Mexikos besser zu verstehen und zu begreifen.
4. Tag: Wanderung in der Sierra Norte
Von den heißen und trockenen Zentraltälern geht es heute in die kühlen Höhen der Sierra Norte (2'500 m - 3'200 m), in die abgelegenen Bergdörfer der Pueblos Mancommunados. Die acht kleinen Dörfer arbeiten seit zwei Jahren im Rahmen eines beispielhaften ecotouristischen Projekt zusammen und organisieren Wanderungen von Dorf zu Dorf.
Man befindet sich hier wirklich in einer anderen Welt, Pinien-Eichenwälder bestimmen das Landschaftsbild und würde man nicht immer wieder über einen Kaktus stolpern könnte man meinen man sei in der Schweiz.
Der Ausgangspunkt unserer zweitägigen Wanderung wird Llano Grande sein, ein kleines Dorf auf 3200 m. Von hier laufen wir durch den Wolkenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten und einer rituellen Opferstelle der Zapoteken, unsere Wanderzeit beträgt ca. 5 Std.
Die biologische Vielfalt der Sierra Norte ist atemberaubend, wir werden an nur einem Tag verschiedene Vegetationstypen durchlaufen und es bieten sich immer wieder herrliche Aussichten auf die Zentraltäler Oaxacas und an klaren Tagen sieht man sogar den Pico de Orizaba (höchster Vulkan Mexikos 5700m).
Die Nacht verbringen wir in einem der gemütlichen Gaestehäuser der Dörfer.
5. Tag: Wanderung in der Sierra Norte
Von den heißen und trockenen Zentraltälern geht es heute in die kühlen Höhen der Sierra Norte (2'500 m - 3'200 m), in die abgelegenen Bergdörfer der Pueblos Mancommunados. Die acht kleinen Dörfer arbeiten seit zwei Jahren im Rahmen eines beispielhaften ecotouristischen Projekt zusammen und organisieren Wanderungen von Dorf zu Dorf.
Man befindet sich hier wirklich in einer anderen Welt, Pinien-Eichenwälder bestimmen das Landschaftsbild und würde man nicht immer wieder über einen Kaktus stolpern könnte man meinen man sei in der Schweiz.
Der Ausgangspunkt unserer zweitägigen Wanderung wird Llano Grande sein, ein kleines Dorf auf 3200 m. Von hier laufen wir durch den Wolkenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten und einer rituellen Opferstelle der Zapoteken, unsere Wanderzeit beträgt ca. 5 Std.
Die biologische Vielfalt der Sierra Norte ist atemberaubend, wir werden an nur einem Tag verschiedene Vegetationstypen durchlaufen und es bieten sich immer wieder herrliche Aussichten auf die Zentraltäler Oaxacas und an klaren Tagen sieht man sogar den Pico de Orizaba (höchster Vulkan Mexikos 5700m).
Die Nacht verbringen wir in einem der gemütlichen Gaestehäuser der Dörfer.
6. Tag: Besuch der Ruinenanlage von Yagul und Weiterfahrt nach Juchitan - Stadt der Frauen
Nach einem deftigen Bergfrühstück müssen wir leider Abschied nehmen von der schönen Bergwelt Oaxacas..
Zurück führt unsere Reise auf den berühmten Panamerican Highway. Doch bevor die Fahrt weitergeht in die Welt der starken Frauen zum Isthmus von Tehuantepec möchten wir ihnen noch unsere persönliche "Lieblingsausgrabung" im Zentraltal von Oaxaca zeigen.
In spektakulärer Lage liegt Yagul auf einer Bergkuppe umgeben von uralten Kakteen.
Wie Mitla, ist auch Yagul ein hervorragendes Beispiel für die Architektur der postklassischen Zeit (900n.Chr.-1500n.Chr.). Da die Ausgrabung ein wenig abseits der Hauptstrasse liegt wird sie kaum von Touristen besucht.
Weiter geht es in den Istmus de Tehuantepec, hier liegen Golf- und Pazifikküste nur 200 km voneinander entfernt. Die Bewohner dieser Gegend leben in einer matriachalisch geprägten Gesellschaft und die Frauen von Juchitan sind berühmt für ihren Stolz, ihre Würde und ihren Geschäftssinn. Sie tragen bunte, mit großen Blumen bestickte Röcke und Blusen, die ihre Standfestigkeit noch unterstreichen. Die Männer arbeiten meist auf den Feldern oder im Fischfang, der Handel jedoch ist die Domäne der Frauen und sie verdienen somit den Lebensunterhalt der Familie. Die Auswirkung dieser Lebensweise zeigt erstaunliche Ergebnisse: Die Ernaehrungslage ist laut UNICEF im Schnitt besser als in der USA. Das Durchschnittsgewicht von Säuglingen liegt mindestens um ein halbes Kilogramm höher als im übrigen Mexiko und Juchitan hat die niedrigste Kindersterblichkeit und die höchste Lebenserwartung im ganzen Land.
Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung um in Ruhe über die Märkte zu schlendern, die ein Fest für Auge und Gaumen sind.
Die Fahrzeit vom Zentraltals Oaxacas nach Juchitan beträgt ca. 4 Std.
7. Tag: Weiterfahrt nach San Cristobal de las Casas
Heute steht uns ein anstrengender Tag bevor und eine unserer längsten Tagesetappen, die Fahrt von Juchitan nach San Cristobal de las Casas (Fahrzeit 6 Std.). Wir verlassen den Bundesstaat Oaxaca und kommen nach Chiapas, in das Land der Mayas. In Chiapa de Corzo (ca. nach 4 Std. Fahrzeit) werden wir eine kleine Pause einlegen, bevor es auf einer Haarnadelkurvenstrasse stetig bergauf geht, durch die Wolken, hinauf in das Hochland von Chiapas. San Cristobal liegt auf 2.100 m und ist von unwiderstehlichem Reiz. Niedrige Häuschen schmiegen sich eng aneinander, als wollten sie sich vor Eindringlingen schützen. Und in der Tat ist der Ort eine Art koloniale Enklave inmitten einer oft feindlich gesinnten indigenen Umgebung: der Angriff von Zapatisten im Januar 1994 war die letzte einer ganzen Reihe von Attacken.
Das Stadtbild wird geprägt von den Tzotzil und Tzeltal den Nachkommen der Mayas, die in der Stadt eifrig Handel betreiben und vor allem Kunsthandwerk verkaufen.
Am frühen Abend besuchen wir das Museum von Sergio Castro, einem Agraringenieur, der vor mehr als 20 Jahren in Chiapas hängenblieb um hier mit etlichen Dorfgemeinden zusammenzuarbeiten. Er baute mehr als 20 Schulen, initiierte Agrar- und Gesundheitsprojekte.
Eine seiner wichtigsten Aufgaben besteht in der Behandlung von Verbrennungen. Da die meisten Familien in den Dörfern über dem offenen Feuer kochen, kommt es immer wieder zu schrecklichen Unfällen, vor allem bei Kindern (Verbandsmaterial, Brandsalben und leichte Antibiotika sind eine willkommene Hilfe).
Sergio wird Ihnen eine erste Einführung in die komplexe Welt der Mayas geben und über seine Arbeit berichten.
8. Tag: Besuch der Indianergemeinden San Juan Chamula und Zinacantan
Am frühen Vormittag besuchen wir das Kulturzentrum Na Bolom, in dem Sie einiges über die Arbeit der schweizer Fotografin und Journalistin Gertrude Duby-Blom und ihrem Mann dem Anthropologen Franz Blom erfahren werden.
Wir frühstücken an der langen Tafel des Speisesaals bevor wir in zwei der umliegenden Indianergemeinden aufbrechen.
Wer hier die Idylle eines mit der Natur im Einklang lebenden Volkes sucht wird wohl bitter enttäuscht werden. Nirgends sonst wird der Konflikt der Indios deutlicher, ein Volk zwischen Moderne und Tradition, zwischen prehispanischem Glauben und Katholizismus.
Unser erstes Ziel ist die Gemeinde San Juan Chamula. Die Leute hier haben den Spaniern lange Widerstand geleistet und immer wieder gegen unwürdige Behandlung rebelliert. Abweisend Fremden gegenüber sind sie heute noch, und auch ihr Dorf ist wenig einladend. Mit der von den Vorfahren ererbten Gläubigkeit verehren sie ihren Patron, Johannes den Täufer, als Gott - vor Jesus. Das Schaf, das dem Heiligen heilig war, essen sie nicht, nur seine Wolle verwenden sie zur Herstellung ihrer Trachten. Der Besuch ihrer Kirche ist ein einmaliges Erlebnis, nirgends sonst wird die Vermischung aus prehispanischem Glauben und Katholizismus deutlicher.
Zinacantan, das zweite Dorf ist etwas aufgeschlossener. Die Tracht gehört hier noch zum Alltag. Weben und Sticken sind Lebensinhalt der Frauen, und ein Mädchen ist erst heiratsfähig, wenn es die Alltagskleidung für eine Familie herstellen kann. Auch hier besuchen wir die Kirche und sind zu Gast bei einer Familie, die Webarbeit herstellt.
Sie sollten sich heute extrem zurückhalten was das Fotografieren betrifft, ein Foto in der Kirche von San Juan Chamula kann einen leicht ins Gefängnis bringen.
Der Nachmittag steht ihnen zur freien Verfügung, um das Städtchen San Cristobal zu erkunden. Es gibt hier etliche interessante Kooperativen, die es sich lohnt anzuschauen, so zum Beispiel das Museum für traditionelle Mayamedizin
oder das Kaffeemuseum. Sie werden von uns mit einem Stadtplan und einer Liste der interessantesten Projekte ausgestattet, so dass Ihnen die Wahl ein wenig leichter fällt.
9. Tag: Agua Azul und Weiterfahrt nach Palenque
Nach so viel Kultur steht heute wieder Natur auf dem Programm. Nach dem Frühstück verlassen wir das Hochland von Chiapas. Unsere Fahrt führt uns durch herrliche grüne Täler via Ocosingo Richtung Palenque.
Unser erster Stopp sind die Wasserfälle des Rio Tulija, der Nationalpark Agua Azul wird unter indianischer Selbstverwaltung geführt. Die Landschaft hier ist von sagenhafter Schönheit und es gibt Dutzende kleiner Wasserfälle im erschlossenen Gebiet. Zu bestimmten Jahreszeiten wimmelt es hier von Schmetterlingen.
Das türkisfarbene Wasser lädt zu schwimmen ein. Wir machen eine ausgiebige Pause.
Weiter geht es zu unserem Tagesziel - Palenque.
Wir übernachten auf einer Kautschukplantage inmitten des Nationalparks Palenque.
10. Tag: Palenque und Weiterfahrt in den Urwald der Lacandonen
Am Morgen werden wir die Ausgrabungstätte von Palenque besichtigen.
Palenque ist wirklich der Inbegriff einer im Urwald versunkenen Maya-Stadt. An drei Seiten umgeben von dichtem Regenwald, befinden sich die Ruinen genau dort, wo die Berglandschaft Chiapas in die weite Ebene der Halbinsel Yucatan übergeht.
Auf den Spuren von John Lloyd Stephens und Catherwood, zwei englischen Abenteurern die im 19 Jhr. Palenque "entdeckten" nähern wir uns der freigelegten Ausgrabungsstätte über eine Dschungelwanderung.
Nur 2% der Stadt Palenque wurden restauriert und freigelegt, mehr als 2500 Gebäude liegen vom Urwald überwuchert im Dornröschenschlaf. Die Maya-Stadt Palenque existierte während der sog. klassischen Periode von ungefähr 300 - 900 n. Chr.
Wie nahezu alle Städte der Klassik wurde sie um 900 n. Chr. verlassen, das Warum liegt auch hier im Dunkeln.
Nach unserer Besichtigung geht unsere Fahrt weiter in die Tiefen des Regenwaldes.
Unser Ziel ist Lacanja, ein kleines Lacandonen-Dorf.
Die Lacandonen gelten als die Ur- Mayas schlechthin, sie wurden niemals mit Waffen erobert, weder von den Azteken noch von den Spaniern. Lange Zeit erhielt ihnen das ihre traditionelle Lebensweise. Heute gibt es nur noch ca. 600 Lacandonen, die zurückgezogen im Regenwald zwischen den Flüssen Usumacinta und Jatate leben.
Aber nur noch wenig von ihnen leben traditionell - US-Evangelisten, Parabolantennen und der Kahlschlag des Regenwaldes haben das Leben der Lacandonen unumkehrbar verändert.
Bald wird es auch sie nicht mehr geben....
Wir übernachten in Lacanja.
11. Tag: Kajaktour auf dem Rio Lacanja und Dschungelwanderung
So wie die Welt der Lacandonen zu Ende gehen wird, so ist auch das Verschwinden ihres Lebensraums, der nach ihnen benannten Selva Lacandona vorgezeichnet. Über 70% dieses einst 13.000 qkm großen Urwaldgebiets ist vernichtet. Geht der Trend so weiter, wird der primäre Regenwald von Chiapas in weniger als 50 Jahren komplett verschwunden sein. Ökotourismus und die Gründung des Naturschutzgebietes von Montes Azules versuchen dem Waldsterben mit Streichholz, Axt und Kettensäge Einhalt zu gebieten.
Auch die Lacandonen und das von uns besuchte Projekt sind Bestandteil dieses Schutzgebietes.
Wir möchten diesen Tag dem Regenwald widmen. Auf einer Dschungelwanderung und einer Kajaktour lernen wir die noch existierende artenreiche Flora und Fauna dieses einzigartigen Ökosystem kennen.
Am Spätnachmittag besichtigen wir die unglaublichen Wandmalereien von Bonampak - die künstlerisch schönsten Mesoamerikas, eine Bilddokumentation von unschätzbaren Wert.
Wir übernachten nochmals in Lacanja.
12. Tag: Bootstour auf dem Usumacinta Fluss und Besichtigung von Yaxchilan
Haben Sie genug Mückenschutzmittel und Trinkwasser dabei Alpha
Dann kommen Sie bitte an Bord. Schon immer spielten Flüsse kulturhistorisch eine wichtige Rolle. Verbindende Schlagader in der Welt der Maya war der Rio Usumacinta, der wasserreichste Fluss Mittelamerikas.
Die Ausgrabung Yaxchilan ist nur über den Fluss zu erreichen, nach 40-minutiger Bootsfahrt taucht die versunkene Stadt wie eine Halluzination in Mitten des Regenwalds auf.
Wir tauchen nochmals in die Vergangenheit der Mayas ein....
Im Zuge des Plans Puebla-Panama ist in diesem Gebiet der Bau eines riesigen Staudamms geplant - Yaxchilan wird in den Tiefen des Staudamms versinken.
Zurück geht unsere Fahrt nach Palenque.
Auf der Kautschukplantage werden wir eine weitere Nacht verbringen.
13. Tag: Transfer nach Calakmul und Besuch der Fledermaushöhle
Wir verlassen heute den Bundesstaat Chiapas und unsere Reise führt uns auf die Halbinsel Yucatan. Weit weg vom Hochland beginnt jetzt ein Mexiko anderer Art.
Die dünnbesiedelte Halbinsel ragt wie ein grüner Daumen in die karibische See hinein, eine riesige Kalk- und Karsttafel, flach wie eine Tortilla.
Wir bewegen uns Richtung Calakmul auf der noch wenig touristisch erschlossenen Seite des Yucatans.
Die Ausgrabung von Calakmul und das dazu gehörige Naturschutzgebiet wurden vor drei Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Aber noch finden wenige Touristen ihren Weg in dieses schwer zugängliche Gebiet.
Wir essen zu Mittag auf dem Campamento von Leticia und Fernando.
Die beiden gründeten schon vor Jahren ein sehr engagiertes Tourismusprojekt mit den umliegenden Gemeinden von Calakmul.
Das Naturschutzgebiet ist ihr zu Hause.
In der Dämmerung machen wir einen kleinen Spaziergang zum Eingang einer Fledermaushöhle. In der Höhle leben schätzungsweise 10 -13 Millionen Fledermäuse. Die Höhle ist eine der größten Nordamerikas.
Wir beobachten ihren Aufbruch zum Nachtflug.
14. Tag: Die Ausgrabungsstätte von Calakmul und Weiterfahrt zur Laguna Bacalar
Noch mal steht Kultur auf dem Programm, aber diesmal auf eine besondere Art. Wir besuchen die Ausgrabungsstätte von Calakmul, die erst seit kurzem zugänglich ist.
Ihre Lage inmitten des Dschungels sowie die riesige Ausdehnung machen diese Stadt aus der klassischen Maya-Periode unwiderstehlich. Mit einer Breite von rund 70 km handelt es sich wahrscheinlich um die grösste archäologische Ausgrabungsstätte Mesoamerikas. Allein der Zentralteil umfasst 7000 Gebäude und mehr Stelen und Pyramiden als jede andere Maya Stadt.
Die große Pyramide von Calakmul ist das größte bekannt gewordene Mayabauwerk überhaupt, errichtet auf einer 2 ha umfassenden Plattform. Die sagenhafte Aussicht von dort über den Regenwald wird nur noch von Tikal übertroffen.
Vor allem wenn man früh herkommt , sieht man auch Tiere - Bisamschweine, Tukane, Klammeraffen und sogar Jaguare..."
Etwas ganz besonderes also, und das ganz für sie alleine, denn die Ruinen dieser Gegend werden bisher nur selten von Fremden besucht.
Übernachten werden wir an der Laguna Bacalar, dem zweitgrößten See Mexikos.
15. Tag: Transfer nach Tulum und Besuch des Cenotes Azul
Nach einem späten Frühstück und einem ausgiebigen Bad in der Lagune der sieben Farben geht unsere Reise weiter zu unserem letzten Zielort - nach Tulum.
Wir machen einen Halt an einem der zahlreichen Cenotes. Für die Mayas waren sie heilig - Eingangstore zur Unterwelt und Trinkwasserversorgung. Sie entstehen durch unterirdische Wasserströme, die den Kalkstein so weit aushöhlen, das die Erde über ihnen einbricht - kleine, kristallklare Seen, die wie Türkise auf der Oberfläche Yucatans schwimmen.
Den Nachmittag können Sie am Strand von Tulum genießen.
Denn ja...!, es gibt sie noch....die einsamen Strände an der Karbikküste Mexikos, an denen man unter Palmen die Seele baumeln lassen kann.
Wie durch ein Wunder wurden die Strände um Tulum vom Bauboom Cancuns verschont.
Unsere kleine Hotelanlage liegt nur 7 km von der berühmten Ausgrabungsstätte Tulums entfernt, verbunden durch einen fast menschenleeren Strand. Und so können Sie den Nachmittag auf verschiedene Weise verbringen......Strandspaziergang und Besichtigung von Tulum oder einfach Liegestuhl oder Hängematte mit Blick auf das türkisfarbene Wasser der Karibik......
Am heutigen Tag verabschiedet sich Ihre Reiseleitung von Ihnen. Nachdem Sie die letzten zwei Wochen Mexiko aus den Augen Ihres Guides kennen gelernt haben wird Ihnen der Abschied sicher nicht leicht fallen...
16. Tag: Optionaler Bootsausflug in das Naturschutzgebiet von Sian Ka'an
Haben Sie Lust auf einen letzten Ausflug dann erwartet Sie sicherlich ein letzter Höhepunkt .....die Bootstour in das Biospährenreservat Sian Ka'an, dem "Geschenk des Himmels".
Sian Ka'an ist das bedeutendste Naturschutzgebiet an der Karibikküste Mexikos, 1987 wurde das Reservat von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
5000 Quadratkilometer große, weglose Wildnis - Mangroven, Schilfgebiete, Lagunen und Seen. Heimat von hunderten von Vögeln, Seeschildkröten, Seekühen usw.
Dieser Ausflug optional und somit nicht im Reisepreis inkludiert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte bei Ankunft in Tulum an Ihre Reiseleitung. Sie wird Ihnen bei der Organisation des Ausfluges behilflich sein. Übernachtung in Tulum.
17. Tag: Strandtag in Tulum
Ein weiterer Tag zur freien Verfügung in Tulum.
Genießen Sie nochmals den Strand oder machen Sie eine Fahrradausflug zu den Ruinen Tulums. Die Anlage ist eher klein und beeindruckt nicht mit gewaltigen Bauten oder Pyramiden, einmalig ist allerdings die Lage über dem türkisfarbenen Meer der Karibik.
Übernachtung in Tulum.
18. Tag: Rückflug nach Deutschland. Adios Mexico!
Transfer zum Flughafen Cancun.
Generelle Hinweise
Schlafsäcke/Decken für die Wanderung in den Pueblos Mancomunados und die Dschungelexpedition werden vor Ort gestellt.
Projektbeschreibung Kulturzentrum Na Bolom:
Das Na Bolom wurde 1951 gegründet von dem dänischen Forscher und Anthropologen Frans Blom und seiner Frau, der schweizer Journalistin und Fotografin Gertrude Duby-Blom. Beide widmeten ihre Leben der Erforschung und Dokumentation der Mayakulturen. Trudis Lebensthema war die Selva Lacandona, der Wald und seine Menschen. Das Bildarchiv des Hauses umfasst mehr als 50.000 Fotographien, die das Alltagsleben, die Kultur und die Traditionen der Lakandonen dokumentieren. Die Bibliothek ist eine der umfangreichsten des Landes, mehr als 5.000 Bücher, Manuskripte und Landkarten, die wichtigsten Quellen zur Geschichte und Tradition der Mayas befinden sich hier. Das Haus dient heute als Studienzentrum und kultureller Treffpunkt. Es werden Lesungen angeboten, Sprachkurse in Spanisch, Tzotzil und Tzeltal, Fotographie-, Web- und Töpferkurse veranstaltet. Alle Einnahmen kommen dem Zentrum zu gute und so können weiterhin zahlreiche Gemeindeprojekte unterstützt werden. Für die Lakandonen bietet das Haus eine Art zweites zu Hause, hier bekommen sie medizinische Hilfe und können essen und schlafen. So lebt die Arbeit von Frans und Trudi Blom weiter.
Projektbeschreibung Pueblos Mancomunados in der Sierra Norte / Oaxaca:
Die Bewohner der Sierra Norte nennen sich selber das Volk der Wolken und es gibt wohl kaum eine passender Bezeichnung. Hier auf über 3000m Höhe, hoch über den heißen und trockenen Zentraltälern Oaxacas befindet sich eine einzigartige Welt und ein Ökosystem das seinesgleichen sucht. Von neun existierenden Vegetationstypen in Mexiko findet man sieben in dieser Region. Mehr als 400 Vogelarten, 350 Schmetterlingsarten und viele vom Aussterben bedrohte Säugetierarten, wie dem Jaguar, Tapire oder Spinnenaffen haben hier ihr zu Hause. Die Pinien-Eichenmischwälder wurden vom WWF als eine der reichsten und vielfältigsten der Erde qualifiziert und sie gehören, mit einem Alter von mehr als zwanzig Millionen Jahren, zu einem der ältesten noch existierenden Ökosystemen der Welt. Die zapotekischen Bewohner dieser Region leben von ihren Wäldern und ihren Bodenschätzen. 1998 wurde ein ökotouristisches Projekt ins Leben gerufen, das vor allem den Erhalt diese Natursystems gewährleisten soll - Expediciones Sierra Norte A.C. Es wurde eine kleine touristische Infrastruktur geschaffen und die Dörfer selbst ( los pueblos mancomunados ) organisieren die angebotenen Touren. So werden wir während unseres Trekkings immer von einem Dorfmitglied begleitet und von ihm vieles über Pflanzen und Tiere und deren Nutzung lernen. Unsere Tagesetappen beschränken sich auf 5 Std. Wanderzeit täglich, so bleibt immer noch genug Zeit um Einblicke in das Dorfleben zu bekommen oder Gespräche mit den Einheimischen zu führen. Die Übernachtungen finden in den einfachen Gästehäusern der Dörfer statt. Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es im jeweiligen Comedor ( dörfliches Restaurant ) des Dorfes. Ihr Gepäck wird von unserem Kleinbus transportiert, der uns von Ort zu Ort begleitet. Die Dörfer sind über Funk miteinander verbunden, unser Bergführer steht mit ihnen über Funkgerät in ständigem Kontakt. Wandern sie mit uns über den Wolken.....