Naadam bei Nomaden: Trekking am Hövskgol-See

Intensive Begegnungen mit Nomaden
9 Tage Zelt-Trekking mit Packpferden auf alten Nomadenpfaden
Traditionelles Naadam-Fest mit den Nomaden feiern
Ringkampf und Pferderennen
Die "Blaue Perle der Mongolei", der Hövskgol-See
Karakorum - das Kloster Erdene Zuu
Vulkan Khorgo und Terchin Tsagan Noor

Seit Jahrhunderten wandern die Nomaden im äußersten Norden der Mongolei über die Horidol Saridag-Berge hinab zum Hövskgol-See. Die Familien beladen ihre Ochsen und treiben ihre Rinder, Schafe und Ziegen zu den Weiden an seine Ufer. Unsere Wanderroute folgt diesen alten Pfaden durch das Herz der Berge, es geht durch wilde und unberührte Landschaften, die Nomaden sind Ihre Begleiter. Am See führt die Wanderung entlang des Ufers. Kultureller Höhepunkt ist das Naadam-Fest der Nomaden in Renchinlum. Dieses wichtigste Fest der Mongolen bei und mit den Nomaden zu erleben, ihnen beim Ringen und Reiten zuzusehen, ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Linienflug mit Aeroflot von Frankfurt über Moskau nach Ulaan Batar.

2. Tag Ulan Bator

Am Morgen Ankunft in der Mongolei. Die mongolische Hauptstadt liegt in einem von Bergen umgebenen Talkessel auf 1.350 m Höhe. Wir sind in einem Mittelklassehotel untergebracht.

3. Tag Ulan Bator - Karakorum

Durch weite Steppenlandschaft fahren wir von Ulan Bator nach Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt des mongolischen Weltreichs. 1206 vereinigte der berühmte Mongolenfürst Dschingis Khan die mongolischen Stämme erstmals zu einem Staatswesen. Unter Dschingis Khan und Kublai Khan erlebte das Reich der Mongolen eine Blütezeit, es erlangte eine Vormachtstellung in Vorder-, Inner- und Ostasien und erstreckte sich vom Chinesischen Meer bis an die "Pforten Europas".
Wir besuchen Erdene Zuu ("Kostbarer Herr"), das erste buddhistische Kloster der Mongolei. Es wurde 1586 teilweise aus den Steinen von Karakorum erbaut und ist das größte Kloster des Landes. Der quadratische Tempelbezirk ist von einer hohen Mauer umgeben, in die 108 Stupas eingegliedert sind. In der Nähe von Karakorum bauen wir unsere Zelte auf.

4. Tag Karakorum - Tsetserleg - Tariat Chulut

Am Vormittag fahren wir nach Tsetserleg und werden dort einen kleinen Spaziergang auf einen Tempelberg machen. Von dort haben wir eine schöne Aussicht über das Städtchen. Unsere heutige Fahretappe endet am Tariat Chulut, dem sogenannten "großen Stein". Dieser Stein hat seine eigene Geschichte, die die Einheimischen uns sicher erzählen werden. In der Nähe des großen Steines zelten wir am Ufer des Tamir-Flusses.

5. Tag Tariat Chulut - Tariat - Großer Weißer See

Wir machen uns auf den langen Weg zum Terchin Tsagan Noor, bekannt als Großer Weißer See. An seinem Ufer erstreckt sich der einzige Sandstrand der Mongolei. Unterwegs sehen wir den "Baum mit den tausend Ästen" und das Tal des Chulut-Flusses, der sich im Lauf der Zeit tief in den harten Stein gegraben hat. Kurz vor unserem Jurten-Camp erreichen wir den erloschenen Vulkan Khorgo. Auf einer kleinen Wanderung auf den Gipfel des Vulkans gehen wir über erkaltete Lava, die den Fluss einst gestaut hat und den Terchin Tsagan Nuur entstehen ließ.
Die Nacht verbringen wir in Zelten.

6. Tag Großer Weißer See - Jargalant - Schin Ider - Camp

Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Norden auf. Bei den Ruinen des Klosters mit den 108 Stufen legen wir einen Zwischenstopp ein und fahren dann über Jargalant und Shin Ider weiter, bis wir am Abend unsere Zelte an einer geeigneten Stelle aufschlagen.

7. Tag Camp - Murun - Hatgal - Ongolog

Auf einer der schönsten Straßen der Mongolei setzen wir unsere Fahrt fort; sie führt durch die Khangai-Berge nach Murun. Ziel der heutigen Fahretappe ist der Hövskgol-Sees. Wir halten kurz in Hatgal , der Ort gilt als Eingang zum Hövskgol-Nationalpark. Am Ende der Strasse bei Ongolog treffen wir auf unsere Nomaden und bauen bei ihnen unsere Zelte auf.

8. Tag Trekking im National Park

Die Wanderung beginnt. Am Morgen laden unsere Nomaden, die uns für die kommenden Tage begleiten werden, unser Gepäck auf unsere Packpferde. Die Route folgt einem breiten trockenen Flussbett welches sich nach starken Regen in einen breiten Strom verwandeln kann. Am Abend schlagen wir unsere Zelte am Fuße des ersten Passes auf.

9. Tag In das Tal des oberen Arsin Gol

Gleich am Morgen müssen wir einen kurzen, aber steilen Pass erklimmen und betreten damit das Einzugsgebiet des oberen Arsin Gol. Unsere Wanderung führt erst entlang eines kleinen Nebenflusses bis wir den Arsin Gol selbst ereichen und durch sein breites Schotterbett wandern. Gezeltet wird in Flussnähe bei einer kleinen Quelle.

10. Tag Horidol Saridag-Berge

Weiter geht es durch die steilen Schluchten der Horidol Saridag-Berge, der Pfad führt uns aus dem Hövskgol-Nationalpark heraus. Noch vor dem Mittagessen folgen wir dem Pfad steil hinab vom Hurtling-Pass. Diesen alten Weg haben russische Forscher in den Berg gegraben um die Rohstoffe der Berge zu erkunden.

11. Tag Tal des Hurtling - Flusses - Renchinlum

Vom wilden und steilen Tal des Hurtling-Flusses in den Horidol Saridag-Bergen folgen wir dem Rand des riesigen Darchad-Tales. Durch den Wald und einen kleinen Sumpf geht es nach Renchinlum. Wir übernachten im einfachen, aber gemütlichen Saridag Inn (heiße Duschen!) wieder in unseren Zelten.

12. Tag Renchinlum - Naadam-Fest

In Renchinlum werden wir das berühmte Naadam-Fest miterleben können. Der Name des Festes "Eriin Gurwan Naadam" bedeutet "Die drei männlichen Spiele". Im Mittelpunkt der bunten Feier stehen Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen, die drei traditionellen mongolischen Sportarten. Die Mongolen messen sich vor allem im Pferderennen und Ringkampf, das Bogenschießen steht meist im Schatten der beiden anderen Wettkämpfe.

13. Tag Naadam-Fest und Camp unserer Nomaden

Am Vormittag haben wir noch Zeit, dem 2. Tag des Naadam-Festes beizuwohnen. Am Mittag bringt uns eine kurze Wanderung von Renchinlum an den Arsing Gol wo sich das Lager der uns begleitenden Nomaden befindet.

14. Tag Ein Tag bei den Nomaden

Heute haben wir den ganzen Tag Zeit am Leben unserer Nomaden intensiv teilzuhaben und eine Schale Milchtee in ihren Jurten oder Hütten zu trinken. Bei dem Ältesten des Camps werden wir als Ehrengäste eingeladen.

15. Tag Arsin Gol-Fluss

Der längste Tag unserer Wanderung! Gleich am Morgen müssen wir den Arsin Gol überqueren und folgen ihm dann den ganzen Tag. Am Abend schlagen wir unsere Zelte in dessen breiten Tal an einem Nebenfluss auf.

16. Tag Tal des Arsin Gol-Flusses

Wir folgen weiter dem Pfad der Nomaden, der den Fluss mehrmals überquert. Angesichts der längeren Etappe am Vortage haben wir heute einen kürzeren Tag und campen neben dem Arsin Gol am Fuße des Jiglig Passes.

17. Tag Jiglig Pass - Hövskgol See

Über den Anfangs sumpfigen Weg geht es über den Jiglig-Pass von wo wir erstmals den Hövskgol-See sehen können. Der Weg über den Pass ist technisch einfach, kann aber anstrengend sein, da durch die Nähe des Permafrost-Bodens das Gelände oft sumpfig ist. Am See biegen wir nach Süden ab und folgen dessen Ufer für die nächsten Tage. Am Abend zelten wir am Seeufer, in der Nähe der Mineralquellen von Khar Us die für ihre Heilkraft bekannt sind.

18. Tag Hövskgol-See - Trekking an den Fuße des Uran Dosh

Falls wir es nicht schon am Vorabend gemacht haben, werden wir ausgiebig die Mineralquellen besichtigen - und probieren! Kleine Schilder weisen darauf hin für welches Körperteil die einzelnen Quellen Heilung versprechen. Heute werden wir wieder an einem schönen Platz am Seeufer zelten, am Fuße des Uran Dush ("des Schmiedes Amboss") mit seinem markanten flachen Gipfel.

19. Tag Am See Ufer entlang nach Ongolog

Den ganzen Tag wandern wir am Seeufer entlang und können die wunderschöne Aussicht auf den See genießen. Am Abend stellen wir zum letzten mal unsere Zelte am Ufer auf. Da am nächsten Morgen die Nomaden ihren Rückweg beginnen, werden wir uns am Abend mit einer kleinen Zeremonie von ihnen verabschieden.

20. Tag Murun - Ulan Bator

Der Morgen dient der Erholung und Entspannung; wer möchte, kann am Seeufer verweilen.
Am Nachmittag geht es nach Murun für einen späten Rückflug nach Ulan Bator (die genauen Flugzeiten werden erst im Mai bekannt sein und es kann deshalb zu kleinen Änderungen kommen). In Ulan Bator beziehen wir unsere Zimmer in einem Mittelklassehotel.
Fahrzeit ca. 4 Std.; Fahrstrecke ca. 130 km; Hotel; (F)

21. Tag Rückflug

Am frühen Morgen werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen über Moskau zurück nach Deutschland

Generelle Hinweise

Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis

Charakter der Tour und Anforderungen

Die Wanderungen sind für alle ausdauernden, trittsicheren Wanderer geeignet. Die 2- bis max. 8-stündigen Etappen stellen keine technischen Anforderungen, führen stellenweise aber durch wegloses Gelände und erfordern entsprechend Kondition. Für den Gepäcktransport ist gesorgt, Sie selbst tragen lediglich das Notwendigste in Ihrem Tagesrucksack (z.B. Windjacke und winddichte Hose, Brotzeit, Trinkwasserflasche, Fotoapparat etc.). Die teilweise langen Überlandfahrten setzen Durchhaltevermögen und Geduld voraus, zumal die lokalen Fahrzeuge einfach und die "Straßen" häufig nur staubige und holprige Pisten sind. Beachten Sie bitte: Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenproblemen) ist diese Reise aus o.g. Gründen nur bedingt geeignet. Bitte halten Sie ggfs. Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin und mit unserem Reisespezialisten.

Übernachtet wird in Zwei-Personen-Zelten, Jurten und in Hotels. Technisch einfache, konditionell fordernde Trekkingtour in einer kaum erschlossenen Region; sehr intensiver Kontakt zu den Nomaden.

Ausrüstung

Den klimatischen Verhältnissen entsprechend brauchen Sie für diese Reise sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme Kleidung. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugeht.

Klima

In der Mongolei herrscht Kontinentalklima. Der Sommer ist kurz, relativ niederschlagsreich, warm, im Süden des Landes heiß; der Winter ist sehr kalt und trocken. Große, nicht nur jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen sind normal. Durch die trockene Luft sind sowohl Kälte als auch Hitze relativ gut zu ertragen.

Obwohl die durchschnittliche Jahrestemperatur in den meisten Landesteilen unter dem Gefrierpunkt liegt, können die Temperaturen während der Sommermonate im Norden bis 15°C, im Süden bis 30°C und in der Wüste Gobi bis über 40°C steigen. In Ulan Baatar kann das Thermometer im Sommer zwischen 15° und 20°C anzeigen.

BUCHEN / VORMERKEN