Durch das Land des Dschingis Khan
7 Trekkingtage in den Bergen der Mongolei
Überland vom äußersten Westen der Mongolei bis nach Ulan Bator
Kaum berührte Natur, endlos weite Landschaften
Besuch bei den Adler-Jägern im Altai
Weite Steppen, sanfte Hügel, bizarre Felsen, karge Wüsten
Begegnungen mit gastfreundlichen Nomaden
Gipfelmöglichkeit: Malchin Peak (4.037 m) und Mt. Otgontenger (4.031 m)
Diese Reise führt Sie in die westlichen Gebiete der Mongolei, die bisher nur von wenigen Besuchern erkundet wurden. Bei einem mehrtägigen Trekking entdecken Sie das schneebedeckte Altai Tavan Bogd-Massiv, in dem die höchsten Berge der Mongolei liegen. Der Khukh Nuur, ein See, ist Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Düne Mongol Els, von deren Sandbergen sich ein fantastischer Blick über die geschwungenen Dünenfelder eröffnet. Sie besteigen den Mt. Otgontenger, er ist einer von drei heiligen Bergen in der Mongolei und besticht durch seinen Reichtum an Blumen, Heilpflanzen und wilden Tieren. In der Zentralmongolei steht die Besteigung des Khorgo auf dem Programm. Der erloschene Vulkan ist Heimat zahlreicher Vögel und anderer Tiere. Die Besichtigung des Klosters Erdene Zuu in Karakorum bringt Ihnen die alte Kultur der Mongolen näher und bei Gesprächen mit den Einheimischen lernen Sie viel über das Land und das Leben der Nomaden. In Ulan Bator endet die Reise durch das Land Dschingis Khans.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Aeroflot über Moskau nach Ulan Bator.
2. Tag Ulan Bator
Wir landen in Ulan Bator, werden empfangen und zu unserem Hotel gebracht. Nach einem leichten Mittagessen brechen wir am Nachmittag zu einer Besichtigung der mongolischen Hauptstadt auf. Heute ist Ulan Bator das aufstrebende Industrie- und Handelszentrum des Landes. Selbst nach der sowjetischen Dominanz bestehen die Klöster fort, inzwischen gibt es aber auch Internet-Cafes und Nachtclubs und während der Stoßzeiten herrscht brausender Verkehr.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt der Bogd Khan-Palast. Der Komplex mit schönen, traditionellen Gebäuden diente dem 8. Bogd Khan, dem geistlichen Oberhaupt der Mongolei, als Residenz bis zu seinem Tode (1924). Vorherrschende Religion in der Mongolei ist der Buddhismus.
Am Abend speisen wir in einem Restaurant und kehren danach zum Hotel zurück.
3. Tag Bayan Olgii - Sagsai-Fluss
Nach einem zeitigen Frühstück fliegen wir nach Olgii, dem Zentrum des Aimags Bayan Olgii (Aimag=Provinz). Diese Provinz liegt im äußersten Westen der Mongolei und wird von Kasachen bewohnt. Zusammen mit den Tuwinern, ebenfalls einem Turkvolk, zählen sie zu den ethnischen Minderheiten der Mongolei. Im Unterschied zu den Tuwinern sind die Kasachen Anhänger des Islam. Während des rund 3-stündigen Fluges begleitet uns unser Guide. Nach der Ankunft werden wir abgeholt und verlassen die Stadt in Richtung Tsengel. Das Mittagessen nehmen wir unterwegs zu uns und fahren danach via Sagsai bis zum Sagsai-Fluss nahe der Kreisstadt Tsengel weiter. Hier wollen wir eine Kasachen-Familie besuchen, die nach hiesigem Brauch mit Adlern jagt. Die Vögel werden vom Menschen von klein auf trainiert oder erst gefangen, wenn sie älter sind und ihr Jagdinstinkt bereits ausgeprägt ist. Während der Sommermonate werden die Vögel in der Nähe der Nomadenzelte (Gers) gehalten. Sobald der erste Schnee fällt, werden die Adler auf die Jagd mitgenommen, um kleinere Raubtiere zu fangen. Wenn die Adler ein Alter von 15 Jahren erreicht haben, werden sie der Wildnis zurückgegeben.
Am Khovd Flussufer (ca. 1.880 m) bauen wir unsere Zelte auf.
4. Tag Mt. Shiveet Khairkhan - Tavan Bogd-Nationalpark
Weiterfahrt bis zu unserem Basislager beim Shiveet Khairkhan Mountain in herrlicher Gebirgslandschaft. Wir zelten in der Nähe des Weißen Flusses (2.400 m) und haben Gelegenheit, tuwinische Familien kennen zu lernen. Das ganze Gebiet ist Teil eines Nationalparks und zugleich Grenzbereich. In Gipfelnähe - gemeint ist das Tavan Bodg-Massiv - liegen die Grenzen der Mongolei, Chinas, Russlands und Kasachstans.
Unsere Fahrzeuge lassen wir für die nächsten zwei Tage hier zurück und nähern uns den Bergen zu Fuß.
5. Tag Potanin-Gletscher
Unsere heutige, 14 km lange Etappe führt zur Tavan Bogd-Bergkette. Fünf Gipfel bilden die Tavan Bogd-Gruppe (fünf Heilige), wobei Khuiten (4.374 m) ihr höchster Gipfel und zugleich der höchste Gipfel des Mongolischen Altai ist. Entlang der Berge erstreckt sich der 13 km lange Potanin-Gletscher, der auf einer Seite von einer grünen Wiese gesäumt wird. Wir sind den ganzen Tag unterwegs zu unserem Camp. Es liegt neben dem Gletscher am Fuß des Malchin-Berges auf 2.900 m. Das Gepäck, die Verpflegung und die Vorräte werden von Pferden oder Kamelen transportiert.
6. Tag Malchin Peak (4.037 m)
Am Morgen brechen wir zu unserem ersten Gipfel, dem 4.037 m hohen Malchin, auf. Wir sind sind etwa 7-8 Stunden unterwegs. Nach dem Abstieg wandern wir direkt zu unserem Zwischenlager.
7. Tag Basislager Mt. Shiveet Khairkhan
Heute laden wir unser Gepäck wieder auf die Pferde oder Kamele und wandern zurück Richtung Shiveet Khairkhan zu unserem Basislager. Nach der 14 km langen Etappe treffen wir im Lager auf unsere Fahrer mit den Fahrzeugen und lassen uns gemeinsam das Abendessen schmecken.
8. Tag Ger Camp am Khovd-Fluss
Wir machen uns auf den Rückweg zur Stadt Olgii und steuern unterwegs ein Lager kasachischer Nomadenfamilien an. Ihre traditionelle Behausung, die kasachischen Gers (runde Filzzelte), sind höher als die mongolischen Jurten und mit farbenfrohen Teppichen ausgelegt. Die Kasachen sind Meister im Teppichknüpfen. Auch die Tracht der Kasachen weicht leicht von jener der Mongolen ab. Die Männer tragen meist weite, schwarze Mäntel und kleine, helle Hüte.
Wir übernachten in einem traditionellen kasachischen Ger Camp außerhalb der Stadt Olgii am Ufer des Khovd.
9. Tag Zum Mt.Altankhukhii (3.351 m)
Eine weitere Fahretappe bringt uns zum Altankhukhii-Gebirgszug. Wir kommen vorbei am See Achit, begegnen Nomadenfamilien und können uns bei einem Spaziergang die Gegend ansehen. Nach der Ankunft stellen wir unsere Zelte für die Nacht im Gebirgstal auf.
10. Tag Wüste Gobi - Khyargas Nuur
Den Gipfeln kehren wir heute den Rücken und fahren in die Wüste Gobi. Die Route führt zum großen See Khyargas. Dort können wir die Sonne genießen, schwimmen, wandern oder ausruhen. Wir haben heute immerhin 260 km zurückgelegt.
11. Tag Khyargas-See
Dies wird ein geruhsamer Tag am See. Wir können schwimmen, reiten, wandern oder einfach nur den Fernblick über den See genießen. Untergebracht sind wir in traditionellen Rundzelten aus weißem Filz - heute noch das Zuhause der meisten Mongolen.
12. Tag Unterwegs zu den Els-Sanddünen
Mit unseren Fahrzeugen fahren wir ostwärts und steuern den Schwarzen See an, der inmitten der Els-Sanddünen liegt. Weite, offene, von Sanddünen durchsetzte Flächen prägen das Landschaftsbild. Das Pflanzenkleid ist spärlich. Genügsame Gräser und Sträucher haben hier Fuß gefasst und sind die Nahrung der Kamele. Am späten Nachmittag erreichen wir den Schwarzen See und zelten am Ufer.
13. Tag Schwarzer See
Wir legen einen Tag am See ein, den jeder nach Wunsch gestalten kann. Sie haben die Möglichkeit zu schwimmen, zu reiten, die Dünenlandschaft zu erkunden oder Familien zu besuchen und zu entspannen. Morgen liegt wieder ein langer Fahrtag vor uns.
14. Tag Dund Gyalgar Uul
Über Uliastai geht es ostwärts weiter nach Dund Gyalgar Uul. Unterwegs halten wir in der Stadt Uliastai, um den Javkhlant Tolgoi-Hügel zu besuchen und neun Stupas (sakrale Bauwerke) zu sehen. Diese sind neun buddhistischen Heiligen gewidmet, die alle in dieser Provinz das Licht der Welt erblickt haben.
Unweit Turtle-Rock haben wir die Möglichkeit, eine ungewöhnliche Pflanze namens Vansumberuu zu sehen. Viele legen während der Sommermonate große Distanzen bis zu diesen einzigartigen, seltenen Pflanzen zurück, um zu ihnen zu beten. Die Pilger auf ihrer Pilgerfahrt zum Berg Otgontenger sind zahlreicher als die örtliche Bevölkerung. Für Pilger wie für Ortsansässige sind diese Pflanzen heilig - nicht allein wegen ihrer Heilkraft, sondern auch weil sie bewirken sollen, dass Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man diese der Pflanze "ins Ohr flüstert".
Das Trekking zum Mt.Otgontenger stellt eine Herausforderung dar; es müssen 2.000 Höhenmeter überwunden werden bis zu dem Bereich, in dem Vansumberuu-Pflanzen wachsen. Liebende kommen hierher im Glauben, die Pflanze würde sie segnen.
Die Vasumberuu-Pflanze gedeiht nur in wenigen, felsigen Gebirgsgegenden, sie wird 30-40 cm hoch und kommt nur paarweise vor (bekannt als König und Königin). Ihre Blüte ist braun, rund und seidenweich.
15. Tag See Air Badarhundaga
Die Khangai-Berge im Zentrum des Landes und der Gebirgszug des Altai im Südwesten sind die höchsten Berge der Mongolei. Mt.Otgontenger, der höchste Gipfel der Khangai-Berge, bildet das Herzstück einer kürzlich unter Schutz gestellten Region, der Otgontenger Strictly Protected Area, und ist einer der drei heiligen Berge des Landes. Der Berg beheimatet viele Tiere; Blumen und für Heilzwecke genutzte Pflanzen gedeihen hier. Der Überlieferung nach soll nach Dschingis Khans Tod der Trauerzug den Weg zu diesem heiligen Berg zurückgelegt haben. Es heißt, in der Nähe des Berges habe man goldenen Sand gefunden, der für die Gesundheit des Menschen gut sein und im Mund schmelzen soll. In Bergnähe liegt der See Duut Nuur. Auch von den unterschiedlich geformten, vom Wellenschlag an Land geschwemmten Steinen wird behauptet, sie würden leicht im Munde zergehen.
Fünf Arten von duftenden Kräutern gedeihen am Mt.Otgontenger. Es heißt, das einmalige Verbrennen dieser Pflanzen käme dem 1000-maligen Sprechen eines buddhistischen Gebets gleich.
An den niedrigeren Hängen des Mt.Otgontenger befindet sich der See Ar Badarhundaga (2.750 m). Früher haben die Mongolen in der Hoffnung auf Segen und Fülle hier Silber- und Goldbarren dargebracht. Wir verlassen unsere Fahrzeuge, und wandern weitere 7 Km begleitet von Packpferden bis zum Zeltplatz am See. Dort wollen wir unser Basislager für die Besteigung des Mt. Otgontenger einrichten.
16. Tag Mt.Otgontenger (4.031 m)
Gipfel-Tag! Wir wollen den 4.031 m hohen Otgontenger besteigen. Morgens werden wir starten und den ganzen Tag auf den Beinen sein. Nach dem Abstieg Rückkehr zum Camp. Die Etappe ist 16 km lang.
17. Tag Tosontsengel - Fluss Ider
Nach einer 4-Stündigen Wanderung erreichen wir unsere Fahrzeuge. Nord- und ostwärts führt die Route über das Dorf Tosontsengel zum Fluss Ider. Dieser wird aus den Khangai-Bergen gespeist. Am Ufer des Flusses bauen wir die Zelte auf und können noch einen Abendspaziergang machen oder Kontakte zu einheimischen Familien knüpfen.
18. Tag Terchin Tsagan Nuur - Khorgo-Nationalpark
Eine weitere Fahretappe bringt uns zum See Terchin Tsagan. Wir besuchen den Khorgo-Vulkankrater (2.240 m) im gleichnamigen Nationalpark. Der erloschene Vulkan ist der Lebensraum vieler Tiere und Vögel. Die schöne Landschaft lädt zu Wanderungen ein. In einem Ger Camp machen wir es uns für die Nacht gemütlich.
19. Tag Karakorum
Heute wollen wir bis zur ehemaligen Hauptstadt des mittelalterlichen Mongolenreiches kommen. Der berühmte Mongolenfürst Dschingis Khan vereinigte 1206 die mongolischen Stämme erstmals zu einem Staatswesen. Unter Dschingis Khan und Kublai Khan erlebte das Reich der Mongolen eine Blütezeit, es erlangte eine Vormachtstellung in Vorder-, Inner- und Ostasien und erstreckte sich vom Chinesischen Meer bis an die "Pforten Europas".
Unsere Route verläuft über Tsetserleg, das Zentrum des Arhangai-Aimags. Unterwegs werden wir halten, um einen Blick in die mächtige Chuulut-Schlucht zu werfen.
Wir nähern uns Karakorum. Unweit der Stadt erhebt sich das Kloster Erdene Zuu, errichtet 1586 als erstes buddhistisches Kloster der Mongolei. Der quadratische Tempelbezirk ist von einer hohen Mauer umgeben, in die 108 Stupas eingegliedert sind.
In Stadtnähe übernachten wir in einem Ger Camp.
20. Tag Khustai-Nationalpark
Weiterfahrt zum Khustain Nuruu-Nationalpark. Der Name leitet sich ab von khustai (mit Birken) und nuruu (Berge) und weist auf Birkenbestände hin. Hier haben die berühmten Przewalski-Pferde seit 1992 eine Heimat gefunden. Das Mongolische Wildpferd, auch Takhi genannt, verdankt seinen Namen dem russischen Expeditionsreisenden Nikolai Michailowitsch Przewalski. Einst bevölkerte das heute seltene Takhi die gesamte eurasische Steppe.
Nach der Ankunft können wir ein kleines Informationszentrum aufsuchen sowie eine geführte Wanderung im Park unternehmen und nach Takhis Ausschau halten. Unsere Zelte stellen wir im Moilt-Tal auf.
21. Tag Turkic-Gräber - Tuul Riverside Lodge
Den Morgen verbringen wir im Park und halten Augen und Ohren offen, vielleicht können wir Wild erspähen. Dann beginnt die Fahrt nach Ulan Bator. Am Abend sehen wir uns eine Folkloredarbietung an und lassen uns unser Abschiedsessen in einem lokalen Restaurant schmecken.
22. Tag Heimreise
Wir werden zum Flughafen gebracht für unseren Rückflug nach Deutschland.
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen
Bei dieser Reise handelt es sich um eine Pioniertour, die größtenteils durch entlegene und wenig erschlossene Gebiete führt.
Die einzelnen Wanderungen stellen keine technischen Anforderungen und sind für alle ausdauernden, trittsicheren Wanderer geeignet. Die 4- bis max. 9-stündigen Etappen erfordern entsprechend Kondition. Die Gipfelbesteigungen sind optional. Für den Gepäcktransport ist gesorgt, Sie selbst tragen lediglich das Notwendigste in Ihrem Tagesrucksack (z.B. Windjacke, Brotzeit, Trinkwasserflasche, Fotoapparat etc.). Die teilweise langen Überlandfahrten setzen Durchhaltevermögen und Geduld voraus, zumal die lokalen Fahrzeuge einfach und die "Straßen" häufig nur staubige und holprige Pisten sind. Beachten Sie bitte: Für Personen mit Rückenbeschwerden (z.B. Bandscheibenproblemen) ist diese Reise aus o.g. Gründen nur bedingt geeignet. Bitte halten Sie ggfs. Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin und mit unserem Reisespezialisten.
Übernachtet wird in Zwei-Personen-Zelten, Jurten-Camps und in Hotels. Teils lange Fahretappen kombiniert mit eindrucksvollen Wanderungen.
Ausrüstung
Den klimatischen Verhältnissen entsprechend brauchen Sie für diese Reise sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme Kleidung. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Tour, die Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugeht.
Klima
In der Mongolei herrscht Kontinentalklima. Der Sommer ist kurz, relativ niederschlagsreich, warm, im Süden des Landes heiß; der Winter ist sehr kalt und trocken. Große, nicht nur jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen sind normal. Durch die trockene Luft sind sowohl Kälte als auch Hitze relativ gut zu ertragen.
Obwohl die durchschnittliche Jahrestemperatur in den meisten Landesteilen unter dem Gefrierpunkt liegt, können die Temperaturen während der Sommermonate im Norden bis 15°C, im Süden bis 30°C und in der Wüste Gobi bis über 40°C steigen. In Ulan Bator kann das Thermometer im Sommer zwischen 15° und 20°C anzeigen.