Bergabenteuer Cordillera Blanca mit Nevado Pisco (5760m) und Huascarán (6768m)
23 Tage Bergexpedition
Messerscharfe Firngrate, himmelstürmende Eisriesen, zerklüftete Gletscher und dazu ein günstiges Klima, oft stabiles Wetter und kurze Zustiege - die Cordillera Blanca ist ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger! Unsere Expeditionsreise startet mit der vielleicht schönsten aller Trekkingrunden Perús, dem landschaftlich abwechslungsreichen Santa-Cruz-Trek, und wird gekrönt durch die Besteigung des 5760 m hohen Nevado Pisco und des 6768 m hohen Huascarán, der wie ein wahrer König über diesem Teil der Anden thront…
Höhepunkte
Anreise Lima - Huaraz auf der Panamericana
Optimale Akklimatisation auf dem Santa-Cruz-Trek
Alpamayo-Blick, Punta Unión, Lagunas Llanganuco
Nevado Pisco (5760 m) über Normalroute
Nevado Huascarán (6768 m) mit 3 Zwischencamps
Betreuung durch deutschen Expeditionsleiter und lokale Bergführer
Alle Gebühren und Eintrittsgelder sowie Trekkingsack inklusive
Komplette Hochlagerausrüstung und Verpflegung wird gestellt
Expeditions-Vorbereitungstreffen in Dresden
Flug ab/an Frankfurt mit Extra-Freigepäck
Anforderungen
Für diese Expedition ist ein sicheres Gehen in Schnee und Eis erforderlich. Trittsicherheit, ausreichende Kondition für bis zu 14-stündige Tagesetappen sowie Erfahrung im Umgang mit Eispickel und Steigeisen sind notwendig. Gefordert wird die seilfreie, sichere Begehung von spaltenfreien Firnflanken bis 40° - steilere Passagen werden mit Fixseilen versehen oder in Seilschaften begangen. Für Gletscherbegehungen und Gipfelbesteigungen wird neben Eispickel und Steigeisen eine komplette Kletterausrüstung benötigt. Die Verwendung von Teleskopstöcken und gut isolierten Schalenbergstiefeln ist obligatorisch.
Änderungen der Reiseroute und Fluggesellschaften bleiben vorbehalten.
Reiseverlauf
1.Tag
Am Abend Flug nach Lima. (-/-/-)
2.Tag
Ankunft am Morgen und Transfer ins Hotel. Am Vormittag kurze Einführung zu Peru und Stadtrundgang im historischen Zentrum (UNESCO). Am Nachmittag Gelegenheit für eigene Erkundungen. Abends Begrüßungsessen. Ü im Hotel. (-/-/A)
3.Tag
Am Morgen Fahrt auf der Panamericana nach Norden. Nach der Hälfte der Strecke geht es weiter Richtung Cordillera Blanca. Am Abend erreichen Sie Huaraz. Ü im Hotel. (F/-/-)
4.Tag
Der Tag dient vor allem der Höhenanpassung. Bei kleineren Aktivitäten in und um Huaraz lernen Sie die Hauptstadt der Provinz Ancash und gleichzeitig den Ausgangspunkt für die erste Trekkingtour kennen. Ü wie am Vortag. (F/-/-)
5.Tag
Von Huaraz geht es Richtung Norden ca. 1h in den Callejon de Huaylas hinab nach Caraz (2300 m) und von dort auf einer unbefestigten Straße in die Cordillera Blanca hinein bis ins kleine Dorf Cashapampa. Dort treffen Sie Ihre Begleitmannschaft (Guide, Köche, Maultiertreiber). Beladen der Packtiere und Beginn der Wanderung im Santa-Cruz-Tal. Erstes Lager in Llamacorral auf 3650 m Höhe. Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 3h). (F/M/A)
6.Tag
Sie folgen dem Weg durch das breite Santa-Cruz-Tal und passieren dabei die Lagunen von Ichic-Cocha und Jatun-Cocha. An der Weggabelung biegen Sie ins Arhuaycocha-Tal Richtung Alpamayo-Basecamp ab. Am Fuße des berühmten Alpamayo, der von vielen als der "schönste Berg der Welt" bezeichnet wird, schlagen Sie Ihr Lager auf. Ü im Zelt. (F/M/A)
7.Tag
Vormittag zur freien Verfügung. Nach dem Mittagessen setzen Sie Ihr Trekking fort. Ziel ist ein Lager bei Taullipampa auf 4000 m am Fuße des beeindruckenden Taulliraju (5830 m), direkt unterhalb des Passes, den Sie am nächsten Tag überschreiten wollen. Ü im Zelt. (F/M/A)
8.Tag
Der Tag wird lang und anstrengend. Der Weg schlängelt sich zwischen Taulliraju und der türkisfarbenen Lagune von Taullicocha bis zur Punta Union auf 4750 m. Abstieg Richtung Ostflanke der Cordillera Blanca, vorbei an den Lagunen von Morococha ins weite, landschaftlich reizvolle Tal von Huaripampa. Ü im Zelt auf 3600 m. (Gehzeit ca. 7h). (F/M/A)
9.Tag
Es geht eine Stunde bergab zum kleinen Andendorf Colcabamba (3350 m) und wieder hinauf nach Vaqueria (3700 m). Nach einer kurzen Pause Wanderung zum Fuße des Yanapaccha (5460 m). Ankunft im schön gelegenen Lager bei Pacchapampa. Ü im Zelt. (F/M/A)
10.Tag
Heute geht es hinauf zur Portachuelo de Llanganuco (4765 m), einem der schönsten Aussichtspunkte auf den Huascaran, die Huandoys und Ihr erstes Gipfelziel, den Nevado Pisco. Anschließend Abstieg ins Llangauco-Tal nach Cebollapampa. Von dort geht es erneut hinauf zum Pisco-Basecamp (4400 m). Zeitig geht es hier in die Schlafsäcke, denn ein früher Aufbruch ist morgen obligatorisch. Ü im Zelt. (F/M/A)
11.Tag
Der Gipfelaufstieg beginnt sehr zeitig (ca. 2-3 Uhr). Noch in der Dunkelheit verlassen Sie das Lager. Zu Beginn geht es recht anstrengend über eine Moräne des Huandoy, ehe Sie auf einer Höhe von 4900 m etwa im Morgengrauen den Gletscherrand erreichen. Mit Steigeisen, Eispickel und angeseilt führt der Aufstieg auf dem sanft geneigten Gletscher zum schneebedeckten Sattel zwischen Huandoy Ost und Pisco. Ohne große technische Schwierigkeiten folgen Sie nun dem Grat bis zum Gipfel, lediglich eine etwas steilere Stufe (eine Seillänge ca. 45 Grad Celsius ) ist zu überwinden, doch hier erleichtert ggf. ein Fixseil den Aufstieg. Nach der Gipfelrast mit grandiosem Panoramablick erfolgt der Abstieg ins Basecamp und noch eine reichliche Stunde weiter hinab bis zur Straße. Von Cebollopampa Fahrt (ca. 2h) nach Huaraz. Ü im Hotel. (Gehzeit ca. 12-14h). (F/M/-)
12.Tag
Tag zur freien Verfügung in Huaraz. Auf dem bunten Wochenmarkt können Sie Ihre Vorräte an Unterwegsverpflegung auffrischen oder einfach nur einige Eindrücke sammeln. Ü wie am Vortag. (F/-/-)
13.Tag
Heute beginnt Ihre zweite große Bergbesteigung. Per Fahrzeug verlassen Sie Huaraz Richtung Norden und erreichen nach ca. 45 min Fahrt Mancos (2530 m). Von dort geht es auf einer schmalen Schotterstraße weiter ins Bergdorf Musho (3030 m), wo Sie Ihre Begleitmannschaft für die nächste Bergtour treffen. Nach dem Beladen der Lastesel beginnt der Aufstieg ins Huascaran-Basecamp (4200 m). Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 4h, 1150 m↑). (F/M/A)
14.Tag
Vom Basecamp aus geht es heute begleitet von Führern und Trägern über glatt geschliffene Granitplatten, die gute Balance und volle Konzentration erfordern. Auch einige leichte Klettereinlagen sind zu meistern. Die Tagesetappe ist jedoch nicht lang und schon bald ist das Lager in der Nähe des Refugio Huascaran erreicht. ("Moränencamp", ca. 4600 m). Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 2-3h, 400 m↑). (F/M/A)
15.Tag
Das letzte Stück bis zum Gletscherrand geht es noch einmal über glattgeschliffene, große Steinplatten. Dann geht es mit Steigeisen über den flachen und hier spaltenarmen Gletscher ins Hochlager 1. Manchmal sind Seil und Eispickel erforderlich - oft geht es aber relativ problemlos mit Steigeisen über den flachen Gletscher zum Zeltlager in ca. 5500 m Höhe. Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 4h, 900 m↑). (F/M/A)
16.Tag
Heute ist einer der kritischsten Tage der gesamten Besteigung, denn mit dem gesamten Hochlagergepäck gilt es, eine ausgedehnte Seraczone zu überwinden. Der Weg ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich, denn er schlängelt sich unter geschickter Ausnutzung der Schwachstellen zwischen den riesigen Spalten und Seracs des Gletscherbruches hindurch. Um die Passagen möglichst ohne große Eisschlaggefährdung hinter sich zu bringen, ist ein zeitiger Aufbruch unabdingbar, so dass man spätestens zur Dämmerungszeit die Hauptschwierigkeiten erreicht hat. Technisch anspruchsvolle Passagen werden u.U. mit Fixseilen entschärft, doch längere Strecken sind auch in Seilschaften bzw. mit Kameradensicherung zu bewältigen. Hochlager 2 liegt knapp unterhalb des weiten Schneesattels ("Garganta") zwischen Huascaran Süd (6768 m) und Huascaran Nord (6655 m) auf etwa 5900 m. Hier kommen Sie schon am Vormittag an und errichten die Zelte. (Gehzeit ca. 5-6h, 400 m↑). (F/M/A)
17.Tag
Es trennen Sie noch etwa 5-8 Stunden und ca. 870 Höhenmeter vom Gipfel. Der Gipfeltag beginnt zeitig, noch vor dem Morgengrauen brechen Sie auf. Anfangs gilt es, in den oft windgepeitschten Sattel der "Garganta" zu gelangen. Dann geht es über steile Schneehänge von etwa 30-45 Grad Celsius Neigung immer höher hinauf. Auf dem Gipfel wird die Entschädigung für alle Mühen jedoch groß sein, denn wenn Sie dann das "Dach der peruanischen Anden" - den 6768 m hohen Huascaran - erreicht haben, breitet sich ein einzigartiges Bergpanorama vor Ihnen aus. Auch der Abstieg verlangt noch einmal volle Konzentration, denn in den steilen Schneehängen könnte ein Sturz fatale Folgen haben. Am Nachmittag erreichen Sie wieder das Hochlager 2. Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 8-14h, 900 m↑↓). (F/M/A)
18.Tag
Reservetag zur Besteigung des Huascaran. Sollten das Wetter oder die Schneeverhältnisse einen Gipfelaufstieg gestern nicht ermöglicht haben, besteht heute Gelegenheit für einen weiteren Versuch. Wenn der Gipfelerfolg beim ersten Mal bereits geglückt ist, verschiebt sich das weitere Programm um einen Tag nach vorne und es entsteht ein freier Tag zur Erholung in Huaraz. Ü im Zelt. (F/M/A)
19.Tag
Der letzte schwierige Tag beginnt noch einmal in aller Frühe. Abbau der Zelte im Morgengrauen und Abstieg durch die Gletscherbruchzone unterhalb der "Garganta". Zügig erreichen Sie Hochlager 1 und den Gletscherrand. Vorbei am Moränencamp geht es hinunter bis ins Basislager, wo Sie am Nachmittag ankommen. Ü im Zelt. (Gehzeit ca. 6-9h, 1700 m↓). (F/M/A)
20.Tag
Die Maultiertreiber mit ihren Lasttieren holen Sie im Basislager ab und bringen Ihr Gepäck nach Musho. Hier steht schon Ihr Bus für die Rückfahrt nach Huaraz bereit (Fahrzeit ca. 1,5h). Dort angekommen genießen Sie wieder die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Am Abend treffen Sie sich gemeinsam mit Ihren Bergführern zu einem zünftigen Abschlussessen, wo hoffentlich zahlreiche Gipfelerfolge gefeiert werden können! Ü im Hotel. (Gehzeit ca. 3h, 1150 m↓). (F/M/A)
21.Tag
Abschied von der Cordillera Blanca und Fahrt über die Panamericana zurück in die Hauptstadt Lima. Ü im Hotel. (F/-/-)
22.Tag
Vormittags Gelegenheit zu letzten Erkundungen in Lima. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen, Heimreise. (F/-/-)
23.Tag
Ankunft am Abend. (-/-/-)
Änderungen im Reiseverlauf vorbehalten.
Generelle Hinweise
Charakteristik
Sehr anstrengende und/oder technisch anspruchsvolle Expeditionen, bei denen neben einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung und sehr guter Kondition auch erhebliche mentale Stärke gefordert ist, um auftretende Grenzsituationen zu meistern. Umfangreiche alpine Erfahrungen und Teamfähigkeit sind absolute Grundvoraussetzungen.
Änderungen von Reiseroute und Fluggesellschaften bleiben vorbehalten.