Polen - Auf den Spuren der Wölfe im Bieszczady
Im Dreiländereck Slowakei, Ukraine und Polen liegt eines der unberührtesten und einsamsten Gebiete Europas - das Bieszczady-Gebirge, Nationalpark seit 1973. Vor noch nicht allzu langer Zeit war diese Region ein weißer Fleck auf der Landkarte. Sie verfolgen die Spuren der hier lebenden Tiere wie Wolf, Luchs, Braunbär oder Hirsch. An anderen Orten sind diese seit langem ausgestorben. Durch Beobachten und Hören nähern Sie sich mit ihren Sinnen einem Stück der hier noch vorhandenen Wildnis. Die geführten Wanderungen erfolgen natürlich erst nach einer ausführlichen Einweisung.
Reiseverlauf
1.Tag: Individuelle Anreise
Individuelle Anreise nach Muczne bis 22 Uhr. 5 Ü in DZ in einer gemütlichen Pension. (-/-/-)
2.Tag: Einweisung in die Schneeschuhtechnik und "Laufen lernen".
Vorstellung des Gebietes. Am Nachmittag Einweisung in die Schneeschuhtechnik und "Laufenlernen". Danach erste Erkundungstour mit den Schneeschuhen in der Umgebung der Pension und am Hausberg zur Bukowe Berdo. Der ca. 1200 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Höhenzug gibt den Blick auf die höchsten Berge der polnischen Waldkarpaten frei. Beschäftigung mit einigen Themen des Wintertrekkings und dem Verhalten in der Wildnis. Ca. 2 h. (F/M/A)
3.Tag: Tour zur Polonina Carynska.
Fahrt über eine kurze Strecke in ein anderes Gebiet des Bieszczady-Gebirges. Einer der typischen Höhenzüge der Waldkarpaten ist die Polonina Carynska. Bekannt durch die unbewaldeten Bergalmen in ca. 900 m Höhe prägen diese Berge das typische Bild des Gebirges. Durch die verschneiten Buchen- und Erlenwälder gelangt man auf nicht zu steilen Anstiegen in die Strauch- und Knieholzzone der Berge. Hier befindet sich auf halbem Weg eine Berghütte, die von polnischen Studenten bewirtschaftet wird. Nach einer Pause und Stärkung in der Hütte nehmen Sie den Aufstieg auf den Kamm der Polonina Carynska in Angriff. In dieser Gegend können Sie den Spuren von Bären und Wölfen nachgehen. Ca. 5 h. (F/M/A)
4.Tag: Auf den Spuren der Vergangenheit
Entlang der ukrainischen Grenze auf einem der einsamsten Pfade führt Sie an diesem Tag der Weg zur Quelle des Flusses San. Sie kommen dabei an den verlassenen Bergdörfern Bukowiec und Beniowa vorbei. Nach dem Besuch einer Rangerstation der Nationalparkverwaltung befinden Sie sich nun im süd-östlichsten Zipfel Polens. Eine eigentümliche Atmosphäre liegt über der Landschaft in der einstmals viele Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen lebten. Auf dem gegenüberliegenden, jetzt ukrainischen Ufer des San befindet sich die Ortschaft Sianki, die auf der polnischen Seite im Jahr 1947 komplett ausgelöscht wurde. Ca. 6 h. (/F/M/A)
5.Tag: Freilichtmuseeum Sanok
Busfahrt über Lesko nach Sanok. Nach den Eindrücken des vergangenen Tages bietet sich am heute eingelegten "Ruhetag" die Möglichkeit eines Einblicks in das frühere Leben der hier ansässigen Bevölkerung. Sie besuchen das eindrucksvoll angelegte Freilichtmuseum in Sanok. Viele der hier zu besichtigenden Holzhäuser standen einst in den Dörfern der Waldkarpaten und waren bewohnt von Menschen unterschiedlicher Volksgruppen. Alte ehemalige russisch-orthodoxe Kirchen wurden vor dem Verfall gerettet, restauriert oder rekonstruiert. In Sanok befindet sich außerdem die wohl bedeutenste Ikonensammlung Polens. (F/M/A)
6.Tag: Gipfeltour zum Tarnica
Nach kurzer Fahrt über Ustrzykie Gorne und einem Abstecher nach Wolosate ist das heutige Zwischenziel der Gipfel des höchsten Berges der Bieszczaden, der Tarnica. Mit 1345 Metern Höhe überragt er die bewaldeten Gipfel des Nationalparks und ermöglicht den Blick über die Kämme und Bergalmen der polnischen und ukrainischen Waldkarpaten. Bizarre Felsformationen trotzen dem eisigen Wind und der Schnee treibt oft talwärts um dann vom zunehmenden Bewuchs gestoppt zu werden. Trotz der Höhe der Berge führt die Schneeschuhwanderung nur über sanfte Steigungen. Nach der Rückkehr vom Gipfel Rückfahrt zur Pension. Ca. 6 h. (F/M/A)
7.Tag: Hüttentour Polonina Wetlinska
Ein weiterer typischer Höhenzug der Waldkarpaten ist die Polonina Wetlinska. Der gleichnamige Ort Wetlina ist im Winter oft nur aus westlicher Richtung zu erreichen. Die Pass-Straße nach Ustrzyki Gorne ist dann verweht und wird nicht beräumt. Für Sie ist es kein Problem mit den Schneeschuhen von der südlichen Talseite aus eine Kammwanderung zu unternehmen. Auf 1232 Metern Höhe werden Sie dann in der legendären "Chatka Puchatka" übernachten (vom Wetter abhängig). Bei guten Sichtverhältnissen können Sie von hier bis in die Hohe Tatra blicken. Am nächsten Morgen kehren Sie wieder ins Wetlinatal zurück. Ca. 3 h. (F/M/A)
8.Tag: Historische Stätten
Verlassene Orte wie die Kirche in Lopienka und der Smaragdsee im Naturschutzgebiet "Sine Wiry" stehen heute auf dem Programm. In verschiedenen privaten Initiativen haben Menschen versucht, historische Orte wieder aufleben zu lassen und alte Kirchen zu restaurieren, um die Erinnerung an längst vergangene Zeiten der Besiedlung wachzuhalten. Das Naturschutzgebiet "Sine Wiry" liegt in einem der bemerkenswerten Durchbruchstäler. Einige der hier entstandenen Flüsse haben sich auf eindrucksvolle Weise einen schmalen Weg durch die Bergwelt gebahnt. Zurück in der Pension Ausklang des Tages und des Programms am Lagerfeuer im Zusammenhang mit dem Abschieds-Abendessen. Ca. 6 h. (F/M/A)
9.Tag: Individuelle Heimreise
Heute geht es auf die Heimreise. Wer länger bleiben möchten kann Zusatzübernachtungen buchen.
(F/LP/-)
Generelle Hinweise
Anreise
Es gibt mehrere Varianten der Anreise, u.a. Flug nach Warschau, Nachtzug nach Krakau oder Warschau, eigener PKW oder Mitfahrgelegenheit beim Reiseleiter (gg. geringe Kostenbeteiligung). Gerne sind wir Ihnen bei der Suche nach der Passenden Anreise behilflich.
Anforderungen
Normale Kondition für Schneeschuhwanderungen bis ca. 7 h (wetterbedingt länger möglich), keine steilen Anstiege; keine Vorkenntnisse im Schneeschuhwandern nötig, die Technik ist schnell erlernbar. Wir empfehlen die Mitnahme von Ski-/Trekkingstöcken.