Syrien - Geschichte zum Anfassen

yrien ist Teil des alten Kulturraums, in dem erste Hochkulturen erblühten, sich die Kulturen des Ostens und des Westens begegneten und zahlreiche Völker ihre Spuren hinterließen. Wir widmen uns auf dieser Reise dem Land mit all seinen Facetten und kratzen dabei nicht nur an der Oberfläche. Unser besonderes Augenmerk gilt der Archäologie, die durch Besuche von Grabungsstätten lebendig wird. Das moderne Syrien begegnet uns im bunten Alltag der Basare und Kaffeehäuser und in Gesprächen mit Studenten und Universitätsangehörigen.

* Kleine Gruppe, zusätzliche und intensivere Führungen
* Mit einem Abstecher in den hochinteressanten Nordosten Syriens
* Gespräche mit Vertretern der armenischen Kirche und Studenten des Goethe-Institutes in Damaskus

Reiseverlauf

1. Tag Flug nach Damaskus

Sie haben die Wahl: vormittags Flug mit Austrian über Wien nach Damaskus, Ankunft am Nachmittag; oder abends Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Damaskus, Ankunft nachts. Ein Vertreter begleitet Sie auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel in einem Vorort von Damaskus.

2. Tag Auf den Spuren der Kreuzritter

Nach einem späten Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Ausläufer des Antilibanon-Gebirges. In der prächtigen Kreuzritterburg Krak des Chevaliers (UNESCO-Kulturerbe) wandeln wir auf den Spuren der wehrhaften Gottesmänner. Auch in der romanischen Kathedrale von Tartus haben sie sich in Stein verewigt. Am späten Nachmittag erreichen wir die Hafenstadt Latakia. Bei einem Vortrag stimmt Sie Ihr Reiseleiter auf die vielfältige Kulturgeschichte Syriens ein. Übernachtung in einem Strandhotel in Latakia. 350 km.

3. Tag Reise in die Vergangenheit

Zwischen den Ruinen der alten Handelsstadt Ugarit nimmt Ihr Reiseleiter Sie mit auf eine Zeitreise ins zweite vorchristliche Jahrtausend - eine archäologische Sensation war der Fund einer Keilschrifttafel mit der ersten Alphabetschrift. Die Fahrt durch das Alawitengebirge ist ein landschaftlicher Hochgenuss. Wer sind überhaupt die Alawiten, und warum haben sie so großen Einfluss auf die Politik Syriens Alpha Ihr Reiseleiter weiß Bescheid. In Apamea tauchen wir ein in die Welt der Antike und spazieren zwischen den Säulen der Kolonnadenstraße. In Hama lauschen wir dem Knarren der berühmten Wasserräder, die seit Urzeiten das Wasser in die Gärten der Stadt schaufeln. Unser Tagesziel: Aleppo. 300 km. Drei Übernachtungen in einem Hotel in Altstadtnähe.

4. Tag Lebendiges Aleppo

Zu Fuß durchstreifen wir die Altstadt von Aleppo (UNESCO-Kulturerbe). Im Nationalmuseum vertiefen wir uns in die syrische Kulturgeschichte. Dann mischen wir uns im Labyrinth des Altstadtbasars unter die Einkäufer. Ruhe finden wir in der Omaijaden-Moschee. Von der Zitadelle schweift der Blick über die Kuppeln und Minarette der Stadt. Der Rest des Tages bleibt frei! Schnuppern Sie sich doch durch die Souks und lassen Sie sich erklären, wie die berühmte Aleppiner Olivenölseife gekocht wird!
Ob Sie Lust auf Extratouren haben, entscheiden Sie einfach nach Ihrer Urlaubslaune. Sie wollen in einem Hamam auf orientalische Weise massiert und gebadet werden Alpha Kein Problem, wenn Sie männlich sind. Denn heute ist das Badehaus nur für Männer geöffnet. Klinken Sie sich nach Belieben aus dem Gruppenprogramm aus.

5. Tag Ode an einen Heiligen

Heute wandeln wir auf den Spuren eines besonderen Heiligen: Simeon, der im fünften Jahrhundert 30 Jahre auf einer Säule verbrachte. Einsam war der Eremit nicht: Pilger aus der ganzen christlichen Welt besuchten ihn. Weiter führt der Weg ins liebliche Afrintal, wo sich zwischen Granatapfelhainen der Tempelhügel von Ain Dara erhebt. Abends lassen wir uns das Abendessen stilvoll in einem traditionellen Aleppiner Hofhaus servieren. 100 km.

6. Tag Wüstenträume

Welche Rolle das Wasser in der Wüste spielt, wird uns am Euphrat-Staudamm bewusst - ein brisantes Thema in der Region, denn die Zuflüsse des Euphrats werden auf der türkischen Seite der Grenze gestaut. In Rusafa, einem in byzantinischer Zeit berühmten Wallfahrtsort, staunen wir über monumentale Bauten inmitten einer kargen Wüstenlandschaft. Weiter geht es in den wilden Osten Syriens - links die grüne Flussoase des Euphrats, rechts die karge Wüstensteppe - nach Rakka. 250 km. Übernachtung in einem einfachen Hotel.

7. Tag Faszination Archäologie

Wir verlassen den Euphrat und fahren nach Norden Richtung türkische Grenze. Wo heute karge Einöde herrscht, blühten im Altertum Städte und Siedlungen. In Tel Halaf graben deutsche Archäologen eine Siedlung aus der Zeit der neolithischen Revolution aus. Weiter geht es nach Tel Beydar, dem altorientalischen Nabada. Auf der Fahrt nach Deir ez-Zor passieren wir immer wieder Ölförderanlagen. Ihr Reiseleiter weiß, welche Bedeutung die Ölindustrie für die syrische Wirtschaft hat. 490 km auf meist gut ausgebauten Straßen. Zwei Übernachtungen in Deir ez-Zor.

8. Tag Blühende Städte am Euphrat

Im Osten des Landes blühten einst Kulturen! In Mari wandeln wir auf den Spuren der Sumerer, die hier vor 5000 Jahren siedelten. Durch die karge Steppenwüste führt unser Weg weiter nach Dura Europos. In der Ruinenstadt hoch über dem Euphrat erinnern Mauern von Tempeln, Palästen und Wohnhäusern an die Römer und Parther. Warum gibt es in Syrien eine große armenische Gemeinde Alpha Im Gespräch mit einem Vertreter der armenisch-orthodoxen Kirche erfahren wir mehr über die Vertreibung der Armenier aus dem osmanischen Reich. 230 km.

9. Tag Schloss in der Wüste

Erleben Sie im Museum von Deir ez-Zor faszinierende Einblicke in eine Zeit, als der Islam noch unbekannt war in Syrien! Auf dem Weg nach Palmyra machen wir einen Abstecher zu einem der Wüstenschlösser der Omaijaden-Kalifen. Stimmungsvolles Finale des Tages: Bei einem Schluck Wein genießen wir von der arabischen Burg in Palmyra traumhafte Blicke auf Stadt und Dattelhaine. 300 km. Zwei Übernachtungen in Palmyra.

10. Tag Prächtiges Palmyra

Zwischen Palmen und Kolonnaden wird die Geschichte der alten Karawanenstadt Palmyra (UNESCO-Kulturerbe) lebendig. Der Bel-Tempel besticht durch architektonische Raffinesse und zeigt das hohe Niveau der Künstler in der Stadt. Vollendete Beispiele palmyrenischer Kunst sind aber auch die Nekropolen. Die Exponate im Museum zeugen von der Begegnung der Kulturen auf der Seidenstraße.
Wenn Sie die großartige Szenerie in Palmyra aus anderer Perspektive erleben wollen, dann klinken Sie sich jederzeit aus dem Besichtigungsprogramm aus, mieten Sie ein Kamel und reiten Sie eine Stunde (oder auch länger) durch das weitläufige Ruinenfeld!

11. Tag Qatna und Maalula

Durch die Wüste geht es zum bizarren Grabungshügel von Qatna. Deutsche Archäologen haben hier die Königsgräber der altorientalischen Stadt gefunden - ein Jahrhundertfund! Der deutsch-syrische Schriftsteller Rafik Schami setzte seinem Heimatdorf mit den "Märchen aus Maalula" ein literarisches Denkmal. Malerisch in den Ausläufern des Antilibanon-Gebirges gelegen, beherbergt es eine der ältesten christlichen Kirchen. 270 km. Vier Übernachtungen in Damaskus.

12. Tag Damaskus - die Perle aller Städte

Wir starten in die Altstadt (UNESCO-Kulturerbe) und folgen Paulus' Spuren in der Ananiaskirche. Der Muezzin lockt in die Omaijaden-Moschee. Blitzblank spiegelt Marmor im Sonnenlicht, drinnen beten Gläubige um das Grab Johannes'des Täufers. Lust, im Souk um die Wette zu feilschen Alpha Gerüche von 1000 Gewürzen dringen in unsere Nase, Tee dampft herüber, Händler locken mit Damast und Seidenbrokat. Die Altstadt zeigt sich in neuem Glanz, auch die Foundation hat einen Beitrag geleistet. Am Nachmittag können Sie individuell auf Entdeckungstour in die Altstadt gehen.

13. Tag Osmanische Pracht

Das Nationalmuseum mit seinen Schätzen aus fünf Jahrtausenden rundet unser Bild vom kulturellen Reichtum Syriens ab. Dann tauchen wir in den sinnenfrohen orientalischen Alltag ein und erkunden die Altstadt zu Fuß: Der Hedschas-Bahnhof und der Souk Hamadije wollen entdeckt werden. Pompös präsentiert sich der Palast der osmanischen Familie Azem. Mischen Sie sich doch am freien Nachmittag im Souk unter die Damaszener und lassen Sie sich die berühmten Brokatstoffe zeigen. Beim Abendessen in einem traditionellen Damaszener Hofhaus schlemmen wir gemeinsam mit syrischen Studenten des Goethe-Instituts und erfahren im Gespräch, was die Jugend in Syrien heute bewegt.
Sie wollen die Stadt hinter sich lassen und lieber die Umgebung erkunden Alpha Dann machen Sie doch einen Ausflug mit dem Zug ins Baradatal im Antilibanon-Gebirge! Manchmal zieht sogar noch eine alte Dampflokomotive die Wagen zum Ausflugsort Ain Fijeh. Dort können Sie einen Spaziergang durch die Obsthaine machen und in einem der zahlreichen Gartenlokale am Fluss Barada zu Mittag essen.

14. Tag Syriens römischer Süden

Ein Ausflug in den vulkanisch geprägten Süden nach Shahba. Der römische Kaiser Philippus Arabs zauberte hier einst eine blühende Metropole ins dunkle Haurangebirge - kein Wunder, Shahba war seine Heimatstadt. Gewaltig öffnet sich vor uns das antike Theater von Bosra (UNESCO-Kulturerbe). Am Nachmittag sind wir zurück in Damaskus. 270 km.

15. Tag Allah ma'akum - Auf Wiedersehen!

Bei Flug mit Turkish Airlines kurz nach Mitternacht Transfer zum Flughafen und Rückflug über Istanbul, Ankunft am Vormittag. Bei Flügen mit Austrian vormittags Zeit zur freien Verfügung, mittags Fahrt zum Flughafen und nachmittags Rückflug über Wien, Ankunft am Abend.

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