Tansania - Im Hochland der Massai
Das vulkanische "Hochland der Riesenkrater" zwischen Serengeti, Eyasi- und Manyara-See und Lake Natron im Ostafrikanischen Grabenbruch ist eine der großartigsten Naturlandschaften der Erde und Lebensraum des nomadisierenden Hirtenvolkes der Masai. Die Radtour bietet "Afrika wie aus dem Bilderbuch": weite, von braunen Erdstraßen durchzogene Savannen, grüne Vulkankegel, Masai-Hirten in roten Umhängen, Rinderherden neben Zebras und Gazellen, darüber der grenzenlose Himmel Afrikas ...
Reiseverlauf
1. Tag: In der Früh Linienflug über Zürich nach Nairobi.
Ankunft am Abend, Transfer ins Hotel. ÜN Hotel (-/-/-).
2. Tag:
Nach dem Frühstück etwa 5-stündiger Bustransfer von Nairobi über Namanga (Grenzort zwischen Kenya und Tanzania) nach Arusha/Tanzania. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Impala, einem der besten Häuser der Stadt (F/-/-).
3. Tag:
Nach dem Frühstück Fahrt nach Longido. Nahe dem kleinen Ort werden die Bikes startklar gemacht, die Radtour beginnt: die asphaltierte Straße wird Richtung Osten verlassen. Nur noch selten unterbrechen kleine Masai-Dörfer die endlose Weite der ostafrikanischen Savannenlandschaft des nördlichen Rift Valley, wie das Masai-Land korrekt bezeichnet wird. 60-70 km, Fahrzeit 6-7 Stunden. ÜN Camp bei Gelai Lumbwa (F/M/A).
4. Tag:
Weiter führt die Route nach Westen, an den Abhängen des Mt. Gelai entlang, des mit 2942 m höchsten Berges dieser Gegend. Am Nachmittag geht es leicht bergab, Camp beim kleinen Masai-Dorf Gelai Bomba. 55-60 km, Fahrzeit 6-7 Stunden. ÜN (F/M/A).
5. Tag:
Langsam aber stetig führt die Strecke bergab, nur selten heißt es Gegensteigungen zu bewältigen. Es wird wesentlich heißer - das Gebiet des Lake Natron gilt als der Glutkessel Tanzanias (wenn auch im August die Temperaturen einigermaßen gemäßigt sind!). Bald taucht am Horizont die spiegelnde Wasserfläche des abflusslosen Sees auf, der nur selten in seiner gesamten Fläche mit Wasser gefüllt ist. Wenig später bietet sich linkerhand ein phantastischer Blick auf den Ol Doinyo Lengai. Camp am Kamakia Wasserfall - der tosende Ngare Sero Fluss bietet perfekte Waschmöglichkeit nach einem heißen und staubigen Tag. 55-60 km, Fahrzeit 6-7 Stunden. ÜN Camp (F/M/A).
6. Tag:
Die Nacht wird kurz, - bereits um 01.00 Uhr Start des Aufstieg auf den Ol Doinyo Lengai - um einerseits der Hitze des Tages zu entgehen und andererseits einen der faszinierendsten Sonnenaufgänge auf der Erde zu genießen! Mit Stirnlampen lässt sich der Weg durch das scharfe Lavagestein leicht finden, der Anstieg ist steil und technisch nicht ganz einfach, Trittsicherheit ist Voraussetzung! Der Ausblick vom Gipfel des aktiven Vulkanes ist ein unvergessliches Erlebnis und die zahlreichen vulkanischen Aktivitäten erlebt man erstaunlich intensiv. Gegen Mittag Rückkehr in das Camp am Kamakia-Wasserfall, Rest des Tages Zeit zum Relaxen nach der anstrengenden Bergbesteigung. ÜN Camp (F/M/A).
7. Tag:
Besichtigung des nahen Lake Natron. Die ausgetrockneten Teile des Sees mit ihrer grellweißen Oberfläche, tiefen Rissen und Salzschollen sind ein starker Kontrast zur umliegenden Steppenlandschaft. Die Wasserfläche selbst schimmert oft rot bis violett - verursacht durch einzellige Algen und Purpurbakterien. Die Algen sind auch der Grund, warum der bis zu 40 Grad Celsius C heiße See saisonal von abertausenden von Flamingos bevölkert wird. ÜN Camp (F/M/A).
8. Tag:
Das Gebiet des Ol Doinyo Lengai wird verlassen, es geht über eine extrem schlechte und schwer zu befahrende Piste in der schier endlosen Weite der Savannenlandschaft, zwischen unzähligen Vulkanhügeln, in Richtung Süden. Am Abend wird Engaruka erreicht und das Camp nahe dem Dorf errichtet. 55 km, Fahrzeit 4-5 Stunden. ÜN Camp (F/M/A).
9. Tag:
Weiter geht es in Richtung Süden - langsam wird die Piste wieder besser, vor Mto Wa Mbu wird auf die neu asphaltierte Straße und auf dichter besiedeltes Gebiet getroffen. 55 km, Fahrzeit 4-5 Stunden. ÜN einfache "tented Lodge" (F/M/A).
10. Tag:
Gleich nach Mto Wa Mbu beginnt der Anstieg auf die Abbruchkante des Rift-Valleys - seit kurzem erleichtert jedoch eine Asphaltstraße die Sache wesentlich. Weiter geht es durch stärker besiedeltes Kulturgebiet, bald wieder auf einer für Ostafrika so typischen Straße aus rotem Laterit (Lehm). Vorbei an der Bezirksstadt Karatu wird schließlich das Gate der Ngorongoro Conservation Area erreicht. Hier muss vom Bike in das Auto gewechselt werden (da in der Ngorongoro Conservation Area das Radfahren nicht erlaubt ist) und es geht zum nächsten landschaftlichen Highlight - dem Ngorongoro Krater, für viele Naturliebhaber schlicht der "schönste Platz der Erde". Die Grabstelle bzw. ein Gedenkstein erinnern an Vater und Sohn Grzimek, die mit ihrem Buch bzw. Film "Die Serengeti darf nicht sterben" wesentlich zum Erhalt dieses weltweit einzigartigen Ökosystems beigetragen haben. Nächtigung in der äußerst luxuriösen Ngorongoro Sopa Lodge, hoch oben am Kraterrand. Tief unten lassen sich die Tiere von der Terrasse aus beobachten! 70 km, Fahrzeit 4-5 Stunden. ÜN Lodge (F/M/A).
11. Tag:
Der ganze Tag steht für Tierbeobachtungen im Ngorongoro-Krater zur Verfügung. An die 25.000 Säugetiere leben in der Caldera, die im Durchmesser nur 17 km misst - weltweit die größte Konzentration von Wildtieren. Ein einzigartiges Erlebnis! Am Abend Verlassen des Ngorongoro-Gebiets, Camp kurz nach dem Lodoara-Gate. ÜN Camp (F/M/A).
12. Tag:
Weiter geht es mit dem Bike - hinunter in das Rift-Valley und in das Gebiet des herrlich gelegenen Lake Manyara. Über den kleinen Ort Seremal wird die Mbulu-Hochebene, geprägt durch riesige Weizenfelder, erreicht. Tagesziel ist bei Mbulu, bereits südlich des Manyara-Sees gelegen. 60-80 km, Fahrzeit 6-7 Stunden. ÜN Camp (F/M/A).
13. Tag:
Auf großteils neuer Piste und fast immer bergab wird noch ein Tag das Land der Masai und ihrer Rinderherden durchfahren. Der Weg führt in Richtung Westen, mittags wird Magara, direkt an der Südspitze des Lake Manyara gelegen, erreicht, die Nachmittagsetappe führt nach Mbugwe. 60-70 km, Fahrzeit 5-6 Stunden. ÜN Camp (F/M/A).
14. Tag:
Der letzte Tag auf dem Bike - auf schlechten und staubigen Pisten vorbei an der Südspitze des Lake Manyara bis nach Kwa Kuchinia. 55 km, Fahrzeit 3-4 Stunden. Hier werden die Räder verpackt, und per Auto geht es in den nahen Tarangire Nationalpark. In der Tarangire Safari Lodge kann nochmals perfekte "Out Of Africa" - Atmosphäre erlebt werden. Kurzer Game-Drive am Nachmittag. ÜN Tarangire Safari Lodge (F/M/A).
15. Tag:
Nach dem Frühstück Game Drive im Nationalpark, der vor allem für seine große Elefantenpopulation und für uralte, riesige und knorrige Baobab-Bäume bekannt ist. Anschließend Rückfahrt nach Arusha und am Nachmittag Transfer nach Nairobi und Rückflug kurz vor Mitternacht. (F/M/-).
16. Tag:
Am Morgen Ankunft in Zürich und Weiterflug nach Wien.
Generelle Hinweise
Charakteristik
Konditionell/technisch mittelschwere Biketour. Radstrecke ca. 550 km an 9 Radtagen; keine langen Anstiege, aber teilweise schlechte Pisten; dürftige Infrastruktur. Die optionale Besteigung Ol Doinyo Lengai erfordert sehr gute Kondition für 1600hm Auf/Abstieg, Bergwandererfahrung und unbedingte Trittsicherheit.
| Zusätzliche Leistungen | Preis in € |
|---|---|
| Radmitnahme pro Strecke | 150 |