Spanien - Al Andalus und die Gipfel der Sierra Nevada

Andalusien - kompakte, weiße Bergdörfer in weitläufigen Landschaften, endlose Olivenhaine und quirlige Tapa-Bars mit Studenten und Touristen. Restaurierte Altstädte, gepflegte und traditionsbewusste Gemeinden, durch die an Feiertagen altertümlich anmutende Prozessionen ziehen, existieren hier ganz selbstverständlich neben Jazzfestivals und urbanen Subkulturen. Auf unserer Reise zeigt Ihnen Dirk Engelmann das traditionelle und das moderne Südspanien. Wanderungen und Stadtbesuche wechseln einander während der ersten Woche ab. Sie unternehmen einen Streifzug durch die Karstlandschaft des Torcal, ein bizarres, märchenhaftes Felslabyrinth bei Antequera, und eine Wanderung in der Sierra Subbetica bei Córdoba. In der zweiten Woche führt die Reise in die terrassierten Schluchten der Alpujarra am Südhang der Sierra Nevada. Hier legten die Mauren - von Ihnen stammt der arabische Name der iberischen Halbinsel "Al-Andalus" - ein kunstvolles Bewässerungssystem an und verwandelten das trockene Gebiet in eine der reichsten und fruchtbarsten Regionen Spaniens. Im weißen Bergdorf Capileira (1.450 m) sind Sie für mehrere Tage in einem landestypischen Hotel untergebracht. Von dort aus erwandern Sie die Dörfer und Täler der Alpujarra und besteigen Kämme mit herrlichen Aussichten. Wenn das Wetter mitspielt, erklimmen Sie auch den 3.482 m hohen, breitgewölbten Mulhacén und stehen somit am höchsten Gipfel der Sierra Nevada und der iberischen Halbinsel!

Reiseverlauf

1. Tag Anreise

Linienflug am frühen Nachmittag mit Lufthansa von Frankfurt nach Malaga. Nach der Ankunft fahren wir ins Städtchen Antequera. (Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug.)
Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]

2. Tag Karstlandschaft des Torcal

Eine besondere Sehenswürdigkeit in der Nähe von Antequera ist die Karstlandschaft im Naturpark Torcal. Aus Kalkschichten aufgebaute Felsen wirken wie von Riesenhand geformte Skulpturen und bilden ein bizarres Felslabyrinth, das nur die zahlreichen Gänsegeier überblicken und in dem im Frühjahr zahlreiche Orchideen blühen. In der Karstlandschaft des Torcal unternehmen wir eine Fantasie anregende Wanderung, die sich in zwei Abschnitte gliedert. Unsere erste Rundwanderung führt durch das verwirrende Labyrinth. Zurück am Informationszentrum des Naturparks packen wir unser Picknick ein und steigen zur etwas weniger erodierten Seite des Gipfels auf. Von unserem Ausgangspunkt (ca.1.200 m) verläuft die Route auf ca. 1.350 m. Die Pfade sind schmal, gelegentlich mit größeren Stufen; es gibt auch weglose Abschnitte, so dass wir manchmal zur Sicherung unsere Hände zu Hilfe nehmen müssen auf dieser nur 7 km langen, aber interessanten Etappe.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FA]

3. Tag Besichtigungen in Sevilla - Fahrt nach Cordoba

Wir fahren nach Cordoba. Unterwegs besuchen wir Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, und sehen uns den Alcazar Real an, den einstigen Festungspalast der maurischen Könige. Feines farbiges Stuckwerk, kunstvolle Einlegearbeiten aus Holz und glasierte Kacheln schmücken das im Mudejarstil erweiterte Bauwerk (14. Jh.). Heute noch dient der Alcazar dem König bei seinen Besuchen in Sevilla als Residenz. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Wir können z. B. eine kleine Mahlzeit in den Gässchen des Judenviertels einnehmen und anschließend die Stadt auf eigene Faust erkunden. Lohnend ist beispielsweise der Besuch der großen, an Kunstschätzen reichen Kathedrale mit ihrem berühmten Glockenturm, Giralda, dem Wahrzeichen Sevillas. Nach weiteren etwa 1,5 Stunden Fahrt treffen wir abends in Cordoba ein.
Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FA]

4. Tag Entdeckungen in Cordoba

Als Hauptstadt des westlichen Kalifats war Cordoba Mittelpunkt der politischen und geistlichen Machtentfaltung des Islam in Al-Andalus - eine blühende Stadt mit vielen Moscheen, Schulen, Bibliotheken, Krankenhäusern und öffentlichen Bädern. Aus jener Zeit der Hochkultur und des verfeinerten Lebensstils stammt die Moschee (Baubeginn 785; 179 m Länge, 129 m Breite). Nur noch die Moschee in Mekka galt als größer und bedeutender.

Im Westen der Stadt sehen wir am Vormittag die Ruinen von Medina Azahara, einer 936 errichteten, prunkvollen Palaststadt, die innerhalb ihrer dicken Mauern 20.000 Menschen Platz bot. Gartenanlagen und Obstbäume umgaben die Medina, die in das terrassenförmig abgestufte Gelände der Sierra Morena eingebettet war.

Zurück in Cordoba besuchen wir das Museum Torre de la Calahorra, die Moschee-Kathedrale sowie das Judenviertel. Umgeben ist die Moschee von den engen Gassen der Altstadt mit weiß getünchten Häusern, blumengeschmückten Innenhöfen und stillen, kleinen Plätzen.
Wer Lust hat, kann einen Hammam besuchen und die wohltuende Wirkung dieses traditionellen arabischen Bades genießen (fakultativ).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FA]

5. Tag Rundwanderung durch den Canyon des Rio Bailon

Nach dem Frühstück fahren wir nach Zuheros, einem schön gelegenen Bergdorf am Rande der Sierra Subbetica (ca. 1,5 Std.) und unternehmen eine Rundwanderung durch den Canyon des Rio Bailon (ca. 12 km über gut begehbare Wege und Pfade). Wir starten auf der fast unbefahrenen Straße zur Tropfsteinhöhle Cueva de los Murcielagos und können während des stetigen Anstiegs den schönen Blick auf das weiße Bergdorf Zuheros mit seiner maurischen Burgruine genießen. Bald gelangen wir ins Innere der Sierra Subbetica. Der blanke, von Weideflächen und Steineichenwäldern umgebene Kalkstein hebt sich kontrastreich von der Landschaft ringsum ab. Durch den Canyon del Bailon - dort queren wir mehrmals den Bach Bailon, der jedoch nur nach anhaltendem Regen Wasser führt - gehen wir zurück nach Zuheros. Hier werden wir übernachten.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Übernachtung im Hotel [FA]

6. Tag Alpujarra - Fahrt nach Capileira: Olivenölmühle und Schnitzer-Werkstatt

Unsere Fahrt in die Alpujarra wird von verschiedenen Besichtigungen unterbrochen. Noch in der Region der Sierra Subbetica sehen wir uns in Cabra eine ehemalige Olivenölmühle an, in deren Museum viele der urtümlichen Pressmethoden veranschaulicht werden. Weiter fahren wir dann über Priego de Cordoba nach Capileira in der Alpujarra. Dieses Bergtal, das zwischen der Sierra Nevada und den niedrigeren Küstengebirgen liegt, war noch lange nach der Eroberung Granadas das Rückzugsgebiet der vertriebenen und verfolgten Mauren. Priego de Cordoba war zur Zeit des Al-Andalus sowohl für den maurischen wie für den christlichen Adel der Handelsplatz für die in der Alpujarra produzierte Seide. Heute noch besteht in diesem Städtchen eine ausgeprägte Textil-Tradition. Die letzte große Blüte, die diese Sparte im 18. und 19.Jh. erlebte, widerspiegelt sich, ähnlich wie in Barcelona, in den stattlichen Bürgerhäusern. Es gibt exzellente Beispiele für den cordobesischen Barock und den andalusischen Modernismo (Jugendstil). Mit etwas Glück können wir in die kleine Werkstatt eines Barockschnitzermeisters schauen.
Fahrzeit: 4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hostal [FA]

7. Tag Poqueira-Schlucht

Heute schnüren wir unsere Wanderschuhe für eine ca. 10 km lange Tour über schmale Pfade. Von Capileira (1.450 m) gehen wir auf alten Verbindungswegen durch die Poqueira-Schlucht - landschaftlich gilt sie als die reizvollste Schlucht der Alpujarra. Über Jahrzehnte lagen die terrassierten Felder brach, schrittweise werden jedoch für den Eigenbedarf wieder einige Terrassen bestellt. Die drei malerischen, weißen Bergdörfer Capileira, Bubion und Pampaneira fügen sich wunderschön in die Landschaft, als wären sie mit dem Westhang des Mulhacen verwachsen. Von Capileira wandern wir über Bubion (1.300 m) zum untersten Dorf Pampaneira (1.050 m). Nachdem wir die Gassen der verwinkelten Dörfer erkundet und das Informationszentrum des Naturparks besucht haben, steigen wir weiter zum Poqueira-Fluss (auf ca. 950 m) ab. Auf der gegenüberliegenden Hangseite genießen wir nach einem kurzen, aber steilen Anstieg die Aussicht über die drei Dörfer und erreichen wieder unser Hostal in Capileira.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Übernachtung im Hostal [FA]

8. Tag Trevelez - Pico de Fuenfria (2.293 m)

Nach ca. 40-minütiger Fahrt erreichen wir das am höchsten gelegene Dorf Spaniens, Trevelez (1.476 m). Bekannt ist Trevelez für seinen vorzüglichen luftgetrockneten Schinken (Jamon Serrano), zu dem der aus der tieferen Alpujarra der Sierra Contraviesa stammende Wein passt. In der Umgebung des Dorfes gibt es Nussbaumhaine und sogar Edelkastanien.
Ein stetiger Aufstieg führt uns vom Dorf auf guten Pfaden zu den Almhütten der Kastanienschlucht. Wir steigen über die Almen zu den halb verfallenen, urigen Gehöften weiter an, um schließlich auf Trampelpfaden und übersichtlichem, freiem Gelände den Gipfel Pico de Fuenfria auf 2.293 m zu erreichen. Im Osten sehen wir am Gegenhang den Mulhacen und das Kartal der "Sieben Lagunen", das wie ein Amphitheater von der Flanke des Mulhacen eingekesselt wird. Wir genießen die Aussicht und schwenken dann nach Süden, dem Hauptkamm in gemächlichem Abstieg folgend. Durch Kiefern- und Steineichenwälder wandern wir zurück ins Dorf. Wir nutzen die Gelegenheit und probieren den berühmten Serrano-Schinken von Trevelez. Nach unserer kleinen Pause in Trevelez fahren wir am späten Nachmittag zurück nach Capileira.
Gehzeit: 4-5h; Fahrzeit: 1,5h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung im Hostal [FA]

9. Tag Die Dörfer der Taha von Pitres

Heute besuchen wir die Dörfer der Taha von Pitres. Ihre Struktur und Architektur erinnert heute noch an die Berberdörfer des Maghreb. Auf alten Verbindungswegen wandern wir zunächst von Capileira (1.450 m) über Bubion (1.300 m) zum Kamm Las Tonadas (ca.1.600 m). Wir verlassen die Poqueira-Schlucht und erreichen das Haupttal der Alpujarra.
Nach einer kleinen Pause in Pitres, dem Hauptdorf des einstigen arabischen Verwaltungsbezirkes (Taha), gehen wir weiter zu den urigen Siedlungen Mecina, Mecinilla, Fondales, Fereirola (1.005 m) und Busquistar (1.156 m). Hier werden wir abgeholt und zurück nach Capileira gebracht. (Strecke: ca. 14 km, gute Pfade)
Auf der heutigen, insbesondere für Fotografen interessanten Tour, bietet es sich an, zum Mittagessen einzukehren (auf eigene Kosten). Diese Möglichkeit gibt es sonst kaum in den Bergen Andalusiens.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 700m; Übernachtung im Hostal [FA]

10. Tag Die Hochgebirgswelt der Sierra Nevada

Direkt von Capileira aus starten wir in die Hochgebirgswelt der Sierra Nevada. Eine schöne Fernsicht auf den Hauptkamm des Gebirges erwartet uns. Auf guten Pfaden gehen wir bis in die Nähe der Poqueirahütte an der Westflanke des Mulhacen. Wir erreichen erneut die oromediterrane Vegetationsstufe, die durch polsterbildenden Igelginster charakterisiert und deshalb oft "Igelzone" genannt wird. Schusternägel an den Bachläufen und die ersten Schneesterne (Plantago nivalis nevadensis - der endemische Edelweiß-Ersatz) vermitteln uns einen Eindruck von der einzigartigen Hochgebirgsflora der Sierra Nevada.
Auf dem Rückweg steigen wir zum Poqueirafluss ab und folgen diesem auf einem abwechslungsreichen Weg, vorbei an verschiedenen, teils verfallenen Almhütten (span. = Cortijos), bis zurück in unser Dorf. (Strecke: 16 km)
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Übernachtung im Hostal [FA]

11. Tag Poqueira-Tal - Meditationszentrum O-Sel-Ling

Auf unserer Wanderung zum tibetischen Meditationszentrum O-Sel-Ling (ca. 1.400m) erwartet uns das gesamte Panorama der Poqueira-Schlucht sowie des Alpujarratales bis hin zur Küste von Almunecar. Zunächst steigen wir zum Tal (1.280m) ab. Auf der gegenüberliegenden Hangseite steigen wir dann an verschiedenen, teils genutzten Gehöften (= Cortijos) vorbei stetig auf einem Waldweg bis ca.1.900m an. Gesäumt von Stein -und Pyrenäeneichen folgen wir im sanften Abstieg einem Wasserkanal (span. = Acequia) und genießen die Sicht auf die drei Dörfer des Poqueira-Tales. Am Talende in der Nähe des Meditationszentrum O-Sel-Ling werfen wir einen Blick auf das Haupttal der Alpujarra sowie an die Küste der Provinz Granadas. Am Nachmittag ist das Meditationszentrum für Besucher geöffnet und Tibet-Interessierte können in der Bibliothek die Gelegenheit für einen Gedankenaustausch nutzen. Wer lieber die Aussicht und die Umgebung genießen möchte, kann schon auf der unbefestigten Straße vorgehen.
Gehzeit: 3,5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Übernachtung im Hostal [FA]

12. Tag Gipfeltag: Mulhacen (3.482 m)

Je nach Schneelage auf der Pass-Straße fahren wir im Bus der Nationalparkverwaltung auf 2.000 - 2.700 m Höhe, um den höchsten Berg der Iberischen Halbinsel, den 3.482 m hohen Mulhacen zu besteigen. Bei günstigen Bedingungen ist der Gipfel für jeden erreichbar, der die bisherigen Tagestouren problemlos bewältigt hat. Sollten die Bedingungen nicht einladend sein, wird die Besteigung des Mulhacen plötzlich zu einer ernsthaften Unternehmung. Auf dem zumeist "gemütlichen Wanderberg" sind Windgeschwindigkeiten um 200 km/h keine Seltenheit. Steigeisen oder gute 6-zackige Grödeln sowie Teleskopstöcke sollten unbedingt mitgeführt werden.
Nach einem eindrucksvollen Naturerlebnis, hoffentlich auch Gipfelerfolg, steigen wir wieder zum Ausgangspunkt ab und fahren im Bus zurück nach Capileira.
Einschränkungen: Der Bus der Nationalparkverwaltung hat variable Saisonzeiten, weswegen der Transferservice innerhalb des Nationalparks (ab ca. 2.000 m) möglicherweise beim ersten und letzten Termin nicht zur Verfügung steht. In diesem Fall wird entweder eine Alternativ-Tour ohne Gipfel unternommen oder der Mulhacen auf einer wesentlich längeren Route bestiegen (ca. 23 km und 1.300 m Auf- und Abstieg; Gehzeit ca. 7 - 9 Stunden).
Bei der Anfahrt mit dem Bus des Nationalparks variiert die Route, je nach Schneelage (höchster Punkt 3.482 m, ca. 9 - 18 km, Pfade und wegloses Gelände, Schieferplatten und Schutt, Schneefelder).

Wer den Mulhacen nicht besteigen möchte, kann im Hostal in Capileira bleiben und sich einen Ruhetag gönnen (Informationen und ggf. Kartenmaterial für alternative Ausflüge auf eigene Faust stellt uns die Reiseleitung vor Ort gerne zur Verfügung).
Gehzeit: 5-9h; Übernachtung im Hostal [FA]

13. Tag Granada - Burgberg Alhambra, Viertel Albaicin und Abschiedsessen

Nach dem Frühstück fahren wir nach Granada. In wunderbarer Lage erstreckt sich die Stadt vor der Kette der verschneiten Gipfel der Sierra Nevada über drei Hügel: den Burgberg Alhambra, den Albaicin und den Sacromonte. Wir spazieren durch die Altstadt und das historische Viertel Albaicin (Aussichtspunkt San Nicolas), das mit zu den schönsten Stadtteilen Andalusiens zählt. Am Nachmittag besuchen wir die Alhambra von Granada. Die aus Pavillons, Säulenhallen und Höfen gebildete Anlage steht auf einem bewaldeten Hügel, von dem sich ein schöner Blick auf die Stadt bietet. Die Alcazaba (Zitadelle) gehört zum ältesten Teil des Komplexes. Sein Herzstück ist der Königspalast selbst, ein vollendeter Ausdruck maurischer Kunst.
Am Abend lassen wir die Reise bei einem gemeinsamen Abschiedsessen ausklingen.
Fahrzeit: 2h; Übernachtung im Hotel [FA]

14. Tag Heimreise

Der Vormittag steht uns zur freien Verfügung (das Gepäck kann bis zur Abreise im Hotel gelassen werden). Mittags (Flugplanänderung vorbehalten) erfolgt der Transfer nach Malaga und anschließend der Rückflug nach Frankfurt.
Fahrzeit: 1,5-2h; [F]

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Sie unternehmen 4- bis 7-stündige Wanderungen auf Pfaden, die selten markiert sind und nur wenig benutzt werden. Teilweise geht es durch wegloses Gelände. Es sind Auf- und Abstiege bis zu 1.000 m pro Tag (An- und Abstieg Gipfel Mulhacén eventuell auch mehr) zu bewältigen. Die einzelnen Etappen erfordern eine gute körperliche Gesamtverfassung und Ausdauer. Trittsicherheit (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) und Schwindelfreiheit sind ebenfalls notwendig für leicht ausgesetzte Stellen sowie Routenabschnitte durch gelegentlich steil abfallendes Gelände und Schnee. Für die Wanderetappen benötigen Sie einen guten Halt bietende Bergstiefel mit sehr guter Profilsohle. Teleskop-Tourenstöcke sind als Eispickelersatz beim Gehen auf den meist verharschten Schneefeldern des Mulhacén ausreichend und neben Steigeisen (oder guten 6-zackigen Grödeln) unbedingt notwendig für die Gipfelbesteigung.Beachten Sie bitte, dass die Besteigung des Mulhacén dem Schwierigkeitsgrad 3 entspricht, dem Sie sich gewachsen fühlen sollten. (Das Anforderungsprofil entnehmen Sie bitte dem Trekking-Kompass in unserer Programmübersicht.)Während der Wanderungen tragen Sie nur das Notwendigste (Sonnenschutz, Fleece, Regenjacke, Trinkflasche, Fotoapparat etc.). Ihr Tagesrucksack sollte ca. 30 l Fassungsvermögen haben. Das Hauptgepäck wird in einem Begleitfahrzeug transportiert. Übernachtet wird in Antequera, Córdoba und Granada (zentral) in ausgewählten 1- bis 3-Sterne-Hotels (Landeskategorie). In Capileira sind Sie in einem gut geführten, gemütlichen und familiären Hostal untergebracht, welches über Zimmer mit Bad und Heizung verfügt.

Einreisebestimmungen:

Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs, der Schweiz und Italiens genügt für die Einreise nach Spanien der gültige Personalausweis (bzw. die gültige nationale Identitätskarte) oder der Reisepass. Weitere Informationen zu Einreisebestimmungen und Botschaften/Konsulaten erhalten Sie mit den ersten Reiseunterlagen.Im internationalen Reiseverkehr wird von Spanien keine Impfung gefordert. Grundsätzlich sollte der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,80 Euro pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de

Wichtige Hinweise:

Flugverspätungen, ungünstige Witterungsverhältnisse, organisatorische Schwierigkeiten oder andere, nicht vorhersehbare Faktoren können während dieser Reise zu Programmverschiebungen oder -änderungen führen. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. So sind etwa beim Ostertermin diverse Besichtigungsobjekte geschlossen. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen, doch können wir für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung nicht garantieren. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen. Bitte beachten Sie, dass wir vor allem bei kurzfristigen Buchungen von Anschlussflügen keinen Einfluss auf die Übergangszeiten haben und sich durchaus einige Stunden Aufenthalt ergeben können.

Klima

Das Klima in Andalusien ist typisch mediterran: sehr warme und regenarme Sommer und regenreiche, milde Winter wechseln einander ab. In der Alpujarra herrschen dank der Nähe zur Küste auch im Winter sehr angenehme Temperaturen. Geht man von einer Höhe von 1.300 m aus, beträgt die Tagesdurchschnittstemperatur im Dezember ca. 15°C, nachts hingegen wirkt sich die Höhenlage aus und das Thermometer fällt meist auf ca. 0°C. Im Mai liegen die Temperaturen bei 23°C. Während der Hochtouren, besonders bei bedecktem Wetter, ist mit Schnee und Frost zu rechnen. Durch die Nähe zur Costa del Sol ist die Temperaturabnahme in der Höhe jedoch nicht mit der in den Alpen vergleichbar.

Ausrüstung

Entsprechend den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen benötigen Sie für diese Tour sowohl leichte als auch warme, wind- und regenundurchlässige Kleidung sowie die übliche Wanderausrüstung. Kopfbedeckung und Handschuhe sollten ebenfalls nicht fehlen. Beachten Sie bitte unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste für diese Reise, die Sie nach Ihrer Anmeldung erhalten.

BUCHEN / VORMERKEN