Wildnisabenteuer am Mt. McKinley

Vom Pazifischen Ozean zum höchsten Punkt Nordamerikas

"Seit einer Stunde folgen wir unserem Guide durch lichten Wald, durchstreifen wir Buschgelände und queren sumpfige Ebenen. Plötzlich öffnet sich der Wald vor uns, ein kleiner See wird sichtbar mit gegenüberliegendem Steg und Saunahaus. Etwas oberhalb entdecken wir auf dem Hügel unser Quartier, im Stil einer österreichischen Berghütte, zu dem wir per Boot übersetzen. Von der gemütlichen Ofenecke schauen wir direkt auf den Mt. McKinley, der uns die nächsten Tage aus verschiedenen Perspektiven begleiten wird." (aus dem Erkundungsbericht)

Auf dieser Reise verlassen Sie weitestgehend die Routen klassischer Rundreisen und erkunden die Wildnis Alaskas zu Fuß oder per Boot. Erfahrene Führer begleiten Sie unterwegs, abseits der markierten Trails. Unterkünfte in der Weite und Einsamkeit der Wildnis versprechen Ruhe und Natur-Genuss. Mangels Trägern oder Tragtieren wird diese Reise aufwändig organisiert. Der Gepäcktransport erfolgt mitunter per Wasserflugzeug oder sog. 6-Wheeler. Dadurch kommen Sie in den Genuss, kein schweres Gepäck tragen zu müssen - in Alaska ein äußerst ungewöhnliches Trekkingerlebnis.

Straßen gibt es nicht viele in Alaska; wo es keine gibt, nutzen Sie Flüsse. Wenn Sie nach dem Mt. McKinley-Trekking dem Ausfluss des Tokositna-Gletschers mit Schlauchbooten folgen, dann ist das ursprüngliches Reisen auf alaskanische Weise: Es geht nicht um "rafting fun" oder um Stromschnellen (Sie bewegen sich im leichtesten Grad), sondern um die Erfahrung, Distanzen in der Natur auf Entdeckerart zu überwinden - die höchsten Berge im Rücken. Ein besonderer Reichtum Alaskas ist die Tierwelt. Dazu zählen die vielen Bären und Karibus im Denali-Nationalpark wie auch die Wale, Seeotter und Weißkopfadler, die Sie auf der Kenai-Halbinsel beobachten können.

Neu: 2 Tage Trekking am Fuß der Alaska Range
Wildnis-Trekking im Anblick des Mt. McKinley, Mt. Foraker und Mt. Hunter
Wandern und Wildlife im Denali und Kenai Fjords National Park
Erfahrene Wildnis-Guides zeigen Ihnen Alaska von innen

Reiseverlauf

1. Tag Anreise nach Anchorage

Mittags Flug mit Condor von Deutschland nach Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Trotz der großen Entfernung beträgt die Flugzeit nur knapp 10 Stunden, da uns die Flugroute nahe am Nordpol vorbeiführt. Dank der Zeitverschiebung kommen wir gegen Mittag an und werden zum Hotel gebracht. Um die Zeitumstellung von 10 Stunden gut zu bewältigen, sollten wir bis zum Abend wach bleiben. Wir können in Anchorage einen Bummel durch Downtown unternehmen und zum Einstimmen auf die vielen Erlebnisse das neue sehenswerte Museum of History and Arts besuchen (fakultativ, ca. 8,- US$), das von der Frühzeit der ersten Besiedler über die Pionierzeit bis in unsere Zeit hinein die Geschichte Alaskas sehr anschaulich mit vielen Exponaten präsentiert. Anschließend können wir in Downtown in einem Restaurant zu Abend essen und per Taxi zum Quartier zurück kehren. Alaska feierte in 2009 die 50-jährige Zugehörigkeit zur USA als 49. Staat.
Hotel

2. Tag Anchorage - Seward

Unser örtlicher Driverguide holt uns morgens vom Hotel ab und bringt uns nach einem kurzen Briefing zu einem Outdoor-Geschäft. Dort können wir Gummistiefel (ca. 20,- US$ oder andere, noch fehlende Ausrüstung - wie Moskitonetz oder Insektenschutz) besorgen. Wir verlassen Anchorage entlang des Turnagain Arm und fahren zum Ausgangspunkt unserer ersten Wanderung oberhalb Girdwood. Wir können zuerst die Crow Creek Goldmine besichtigen (fakultativ, ca. 5,- US$), bevor uns der Winner Creek Trail (hin und zurück 11 km, ca. 2,5 Std.) durch dichten Regenwald mit Fichten und Hemlocktannen in die Schlucht führt und zu einer von Handkraft angetriebenen Zuggondel über den klaren Bach bringt.
Eine zweite kleine Wanderung nahe Portage (ca. 1,5 Std.) bringt uns an den Fuß des Byron-Gletschers und an den oft mit Eisbergen übersäten Portage Lake. Bei Portage können wir auch das Begich Boggs Visitor Center (fakultativ, 5,- US$) besuchen. Anschließend fahren wir auf der Kenai-Halbinsel weiter südwärts nach Seward. Dieses Hafenstädtchen und der Kenai Fjord-Nationalpark mit seinen grandiosen Gegensätzen und Attraktionen - Berge, Meer und Tierwelt - zählen zu Alaskas Top Outdoor-Zielen und sind auch bei Alaskanern sehr beliebt; daher verlassen wir die bekannten Wege möglichst oft. Nach dem Einchecken im Hotel können wir noch persönliche Snacks und Getränke für die kommenden Tage einkaufen.
Gehzeit: 4h; Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 200km; Hotel [F]

3. Tag Paddeln Kenai Fjords-Nationalpark

"Puffin Paddle" heißt unser heutiges Programm: Von unserem Zeltplatz bei Millers Landing südlich Seward paddeln wir ca. 3-5 Std. die Küste entlang und können Seelöwen, Seeottern, Weißkopfseeadler und die für diese Gegend typischen Papageientaucher (Puffins) sehen - und mit viel Glück auch Delfine, Orca- und Buckelwale. Für das Paddeln sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, die Ausrüstung wird vor Ort komplett gestellt. Am Nachmittag können wir noch eine ca. 2,5-stündige Wanderung zum Fort von Caines Head unternehmen und uns vom Aussichtspunkt in 200 m Höhe am herrlichen Blick über den Golf von Alaska erfreuen. Per Wassertaxi gelangen wir zurück zum Zeltplatz. Je nach Stand der Gezeiten finden beide Ausflüge auch in umgekehrter Reihenfolge statt - erst Fahrt mit dem Wassertaxi, dann Paddeln. Nach dem Aufbau der Zelte lassen wir uns das Abendessen schmecken - die Outdoor-Küche unseres Guides, der sich über Hilfsdienste immer freut.
Gehzeit: 2,5h; Zelte, Campingplatz mit sanitären Anlagen [MA]

4. Tag Bootsfahrt im Kenai Fjords-Nationalpark

Seward, ein schöner, kleiner, von rauen Bergen umgebener Ort mit 2.500 Einwohnern, liegt an der lachsreichen Resurrection Bay. Der Ort wurde 1903 von der Alaska Railroad auf der Suche nach einem eisfreien Hafen gegründet. Hier begann auch der berühmte Iditarod Trail (Bedeutung = I did a road), der unzählige Hundeschlittenteams mit Forschern, Abenteurern und Goldgräbern über insgesamt 1.533 km führte. Durch das große Erdbeben am Karfreitag 1964 wurde Seward (wie auch Anchorage und Valdez) größtenteils zerstört, so dass viele Gebäude neueren Datums sind.
Je nach Vorlieben bieten sich heute zwei fakultative Möglichkeiten, den großartigen Kenai Fjords National Park vom Meer aus zu erkunden:
- Die Kenai Fjord Tour mit dem Schiff: diese 6-stündige Tour zählt zu den drei Top Highlights Alaskas, um die Eis-, Gebirgs- und Tierwelt (z.B. Seehunde, Seelöwen, Puffins, Wale, Delfine) der pazifischen Küste zu entdecken (ca. 150,- US$).
- Als aktivere Variante die 3-stündige, geführte Sea Kayak Tour mit erfahrenen Guides (ca. 80,- US$).
Wer möchte, kann noch das SeaLife Center besuchen (fakultativ, ca. 25,- US$). Abends treffen wir uns wieder im Camp und haben uns viel zu erzählen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelte, Campingplatz mit sanitären Anlagen [FA]

5. Tag Aufstieg zum Harding Icefield

Ein kurzer Bustransfer (20 km) bringt uns zum Visitor Center am Exit-Gletscher, dem Ausgangspunkt einer schönen, aber anstrengenden Wanderung zu einem der größten Eisfelder Nordamerikas, dem Harding Icefield (ca. 57 km lang und 32 km breit). Insgesamt sind ca. 1.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen, der 8 km lange Weg hinauf zum Eisfeld ist teils steil und schwierig. Wer es gemütlicher angehen möchte, kann alternativ auf eigene Faust am Exit Glacier wandern (z.B. auf dem Lower und dem Upper Loop Trail).
Gehzeit: 6-8h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 1000m; Zelte, Campingplatz mit sanitären Anlagen [FMA]

6. Tag Seward - Denali-Nationalpark

Das "Interior" Alaskas gilt als das Herzstück des "Last Frontier" und wird von drei großen Bergketten durchzogen - den Chugach-Bergen im Süden, der Alaska Range im Norden und den Talkeetna-Bergen in der Mitte. Hier ist das Klima stabiler als an der Küste und die Tage im Sommer können angenehm warm werden. Unsere Ausrüstung sollte dennoch für alle Wetterlagen ausgelegt sein. Wir fahren zum Denali-Nationalpark; erst jetzt wird uns die Weite Alaskas richtig bewusst. Nur drei Highways erschließen das gesamte Interior, der Rest ist pure Wildnis.
Der Denali-Nationalpark ist größer als die Schweiz und zählt zu den schönsten "Urlandschaften" der USA. Die Alaska Range mit ihren über 4.000 m hohen Gipfeln, der farbenfrohen Tundra und Taiga und den ausgedehnten Hochmooren bestimmt das Bild. Riesige Eisfelder bringen gewaltige Eismassen zu Tal und bilden eisige Gletscherflüsse, die sich durch breite Talauen schlängeln. Zahlreiche Wildtiere wie Grizzlies, Dallschafe, Elche, Karibus und Wölfe leben hier. Die Athabasca-Indianer gaben dem höchsten Berg Nordamerikas, dem 6.194 m hohen Mt. McKinley, den klangvollen Namen Denali ("der Hohe"). Immer wieder halten wir an, um die Landschaft auf uns wirken zu lassen. Vor Erreichen des Parks können wir in einem Restaurant zu Abend essen. Innerhalb des Parks am Savage River richten wir schließlich unser Camp für zwei Nächte ein. Nur bis hier dürfen wir mit dem eigenen Van fahren; morgen benützen wir den Park Shuttle Bus.
Fahrzeit: 9h; Fahrstrecke: 500km; Zelte, Campingplatz mit sanitären Anlagen, ohne Duschen [F]

7. Tag Unterwegs im Denali-Nationalpark

Leider dürfen unsere lizenzierten Guides im Denali-Park aufgrund bestehender Regeln nicht führen. Daher wandern wir nach gründlicher Einführung durch unseren Guide selbständig im Park. Der Park Shuttle bringt uns früh morgens mit mehreren Stopps zum Mt. Eielson Visitor Center (ca. 80 km). Von dort bieten sich mit die besten Blicke auf den Mt. McKinley. Das Besondere an der Aussicht auf die Nordseite des Denali ist nicht seine absolute Höhe, sondern dass wir auf nur 610 m Meereshöhe stehen und daher idealerweise fast 5.500 m Höhendifferenz bestaunen können. Das gibt es im gesamten Himalaya nicht; so sieht man z.B. den Mt. Everest vom Tibetplateau aus mit einer Höhendifferenz von nur 3.300 m.
Vom Visitor Center steigen wir über den Alpine Tundra Trail zu einem Aussichtspunkt, der uns mit weiteren fantastischen Blicken auf den Denali belohnt. Je nach Reisedatum können wir die üppige Wildblumenblüte oder den Indian Summer erleben. Eine Attraktion des Parks ist die Tierwelt: 37 Säugetier- und 130 Vogelarten sind hier beheimatet, darunter Elche, Karibus, Dallschafe, Schneeschuhhasen, Rotfüchse und natürlich Braunbären (Grizzlys). Wenn unterwegs Tiere zu sehen sind, stoppen die Shuttle-Bus-Fahrer. Auf der Rückfahrt bietet es sich an, an einem interessanten Punkt auszusteigen und mit dem nächsten Bus weiter zu fahren.
Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 6-7h; Fahrstrecke: 160km; Aufstieg: 330m; Abstieg: 330m; Zelte, Campingplatz mit sanitären Anlagen, ohne Duschen [FMA]

8. Tag Denali-Nationalpark - MacLaren-Gletscher

Nach dem Abbau des Lagers verlassen wir den Park. Unterwegs schauen wir uns die Hundeschlitten-Demonstration an, erfahren wir Wissenswertes über Huskys, ihr Verhalten und wie sie für den Einsatz am Schlitten trainiert werden, und besuchen das Visitor Center mit seinem eindrucksvollen Museum und Kino.
Aus dem beliebten und vielbesuchten Parkbereich führt unser kontrastreiches Ziel nun in die Wildnis und Einsamkeit am MacLaren-Gletscher. Wir fahren Richtung Süden bis Cantwell und biegen dort auf den berühmten Denali oder Tundra Highway ab, der durch das weite, wilde Land südlich der zentralen Alaska Range führt. Über diese ungeteerte und teils recht holprige Piste erreichen wir die MacLaren River Lodge. Von hier bringt uns nachmittags ein kleines Motorboot mit unserem Gepäck sowie den Küchen- und Zeltsachen (in 2 Fahrten) in rund 40 Minuten flussaufwärts zu unserem Wildniscamp am Fuß des McLaren-Gletschers.
Fahrzeit: 4h; Fahrstrecke: 220km; Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

9. Tag Pionierwandern am MacLaren-Gletscher

Unser Guide führt uns im weglosen Gelände quer durch die alpine Tundra- und Gletscherlandschaft, in der z.B. Murmeltiere, Elche und Bären zuhause sind. Je nach Kondition der Gruppe und Wetterbedingungen bieten sich verschiedene Möglichkeiten, die Umgebung wandernd zu erkunden und die spektakulären Ausblicke auf die Alaska Range und die Gletscher zu genießen.
Gehzeit: 3-6h; Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

10. Tag MacLaren-Gletscher - Mt. McKinley Wilderness Retreat

Morgens bereiten wir bereits unsere Ausrüstung für die kommenden Tage im Denali-Park vor und teilen sie in Trekkinggepäck (wasserdichter Packsack) und Depotgepäck (Hauptgepäck) auf. Per Motorboot (wieder 2 Fahrten) gelangen wir zurück zur MacLaren River Lodge und machen Mittagspause. Anschließend fahren wir über den Denali Highway bis Cantwell und weiter Richtung Süden bis Trapper Creek. Unterwegs legen wir einen Stopp ein, um für die kommende Woche noch persönliche Snacks und Getränke zu erstehen. In Trapper Creek treffen wir auf unseren 2. Wildnis-Guide, der sich die kommenden Tage auch um die separaten Transfers unserer Ausrüstungen kümmert. Wir biegen auf die bald in eine Schotterpiste übergehende Petersville Road ab. Im Old Fork Roadhouse können wir ein frühes Abendessen zu uns nehmen. Das älteste noch betriebene Roadhouse Alaskas diente während der Pionierzeit als Versorgungs- und Unterkunftsstation für Trapper und Minenarbeiter auf dem Weg zur Petersville Mine, von der noch einige Häuser erhalten sind.
Nach einigen weiteren Meilen wird unser Bus geparkt und wandern wir - nur mit unserem Tagesrucksack (mit Wechselkleidung für 2 Tage / Nächte und persönlichen Getränken) - über Fahrspuren und teils weglos durch Wäldchen, Tundra- und Sumpfgelände (Gummistiefel !) in Richtung unserer privaten Hütte. Schlafsackdecken sind vorhanden, Bettlaken werden gestellt und sind ggf. von uns mitzutragen. Plötzlich öffnet sich der Wald vor uns, ein kleiner See wird sichtbar mit gegenüberliegendem Steg und Saunahaus. Etwas oberhalb entdecken wir auf dem Hügel unser Quartier, im Stil einer österreichischen Berghütte, zu dem wir per Boot übersetzen. Von der gemütlichen Ofenecke schauen wir direkt auf den Denali, der uns die nächsten Tage aus verschiedenen Perspektiven begleitet. Die Hütte steht uns exklusiv zur Verfügung. Sie besteht aus 4 Schlafräumen mit je 4 Betten, einem großen Essraum mit gemütlicher Sitzecke (von der aus wir den Mt. McKinley, Mt. Hunter und Mt. Foraker sehen) und einer gut eingerichteten Küche. Wir verstauen die mitgebrachten frischen Lebensmittel und können vor dem Schlafengehen noch einen Saunagang einlegen und anschließend in den See springen.
Gehzeit: 1,5h; Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 350km; Hütte [F]

11. Tag Mt. McKinley Wilderness Retreat

Dieser Tag steht ganz im Zeichen des Kroto Lake und seiner Umgebung. Bei unserer vom Wildnis-Guide geführten Vormittags-Wanderung erkunden wir die überwiegend weg- und pfadlose Umgebung, wobei sich Passagen durch Taiga, Tundra und Sumpfgelände (Gummistiefel !) abwechseln und wir von einem See aus auch einen schönen Ausblick auf den Denali haben. Nach der Mittagsrast auf der Hütte bleibt Zeit zum Kanufahren und Paddeln auf dem Kroto Lake (es stehen mehrere Boote zur Verfügung), zum Saunieren und Entspannen. Abends bereiten wir uns auf die Trekking- und Raftingetappen der Folgetage vor. Um auf alle Witterungsbedingungen vorbereitet zu sein, erklärt unser Guide nochmals die persönliche Ausrüstung, die jeder selbst tragen sollte.
Gehzeit: 3-4h; Hütte [FMA]

12. Tag Mt. McKinley Wilderness Retreat - Peters Hills

Nach einem kräftigen Hüttenfrühstück achten wir darauf, die Hütte gesäubert und in ordentlichem Zustand zu verlassen. Wir nehmen den Weg zurück zum Bus und können hier bei Bedarf nochmals Gepäck austauschen. Dann folgen wir unserem Wildnis-Guide der oft für Busse kaum befahrbaren Piste nach Petersville und schauen uns ein altes "mining camp" an, bevor wir in Richtung unseres Basecamps an den Peters Hills aufbrechen. Derweil verlädt unser 2. Wildnis-Guide das für die nächsten Tage (in wasserdichten Packsäcken) vorbereitete Trekkinggepäck auf einen sog. 6-Wheeler mit Anhänger (diese Off Road Vehicles sind bei uns bekannt als Quads) und fährt ihn zum Lagerplatz. Das übrige Depotgepäck bleibt im Bus zurück.
Gehzeit: 5-6h; Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

13. Tag Tageswanderung in den Peters Hills

Unser Basecamp in der Wildnis der Peters Hills liegt nahe der Baumgrenze am Übergang von Taiga in Tundra. Bei gutem Wetter haben wir von hier oben fantastische Blicke auf den Denali und seine Trabanten. Je nach Wetter unternehmen wir eine entspannte Tageswanderung zu den High Mountain Lakes oder zu den Dutch Hills und kehren nachmittags zu unseren Zelten zurück.
Gehzeit: 6-8h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

14. Tag Peters Hills - Home Lake

Der anstrengendste und längste Trekkingtag steht uns bevor: Zunächst geht es auf und ab durch wegloses Gelände über die Kette der Peters Hills immer parallel zur McKinley Range mit Ziel Tokositna River. Sobald wir die weglose Tundragras-Region verlassen haben, schlagen wir uns durch Buschwerk durch. Bald haben wir die richtige Technik herausgefunden, um den "Weg" durch die Sträucher zu erspüren und kleine Lücken zwischen den Ästen zu nutzen. Endlich erreichen wir die Uferzone des mächtigen Flusses und damit unseren Lagerplatz am Home Lake.
Morgens bringt unser 2. Guide unser Trekkinggepäck samt Zelt- und Kochausrüstung mit dem 6-Wheeler zurück zum Bus und fährt den Bus nach Talkeetna. Von dort lässt er sich mit dieser Trekkingausrüstung sowie den Booten und Paddeln per Wasserflugzeug zum Camp am Home Lake einfliegen. So tragen wir nur den Tagesrucksack - mit allem, was wir tagsüber benötigen, und etwas Notfall-Ausrüstung, sollte das Flugzeug verspätet am Camp eintreffen.
Gehzeit: 9-12h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

15. Tag Rafting Tokositna River

Die Flüsse Alaskas galten seit jeher auch als Verbindungsadern für die Bewohner, Forscher und Abenteurer. Straßen sind selten und schwer zu bauen oder zu unterhalten, daher ist eine Flussbefahrung ein urtypisches Erlebnis. Wir haben den Vorteil, dass wir die Boote nicht erst hierher schleppen mussten, sondern ein Wasserflugzeug sie einflog. Wir verladen unser gesamtes Gepäck auf die Boote und gleiten dann den ruhig fließenden Tokositna-Fluss hinab. Selbst wenn wir noch keine Rafting-Erfahrung haben, können wir dieses Erlebnis genießen. Es kommt nicht auf sportliche Leistung oder Mut beim Meistern von Stromschnellen mit viel Spritzwasser an, die es hier nicht gibt, sondern darauf, sich auf den Rhythmus und das Tempo des Flusses einzulassen. An einer schönen Uferstelle finden wir nach rund 6 Std. Flussfahrt einen geeigneten Platz für unser Nachtlager.
Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

16. Tag Rafting Chulitna River

Noch einen ganzen Tag genießen wir das Unterwegssein auf dem Fluss-System des Tokositna, der später in den Chulitna River einmündet. Ab und zu helfen wir mit den Paddeln kräftig nach, ansonsten lassen wir den Fluss die "Arbeit leisten" und schauen zurück, um die mächtigen Berge aus der Flussperspektive zu bestaunen. Nach rund 7 Std. auf dem Wasser nächtigen wir wieder am Flussufer oder auf einer kleinen Insel.
Zelte, Wildniscamp - keine sanitären Anlagen [FMA]

17. Tag Rafting bis Talkeetna

Der Chulitna River wird immer breiter. Nach der Mittagspause - nach gut 2 Std. Bootsfahrt - erreichen wir die Stelle, an der wir kurz vor Talkeetna aussteigen, die Ausrüstung säubern und sie rund 200 m vom Ufer bis zur Straße bringen. In der Sprache der Indianer bedeutet Talkeetna "Zusammentreffen von drei Flüssen" : Talkeetna, Susitna und Chulitna fließen hier ineinander. Im Ort Talkeetna, einstiges Zentrum während der Goldgräberzeit, erinnern Gebäude und die Atmosphäre an die Vergangenheit. Für Bergsteiger ist Talkeetna der Ausgangspunkt für die Besteigung des Mt. McKinley und des Mt. Foraker. Wir spazieren zu unserem gemütlichen kleinen Quartier in Talkeetna, haben wieder Zugang zum Hauptgepäck und genießen die warme Dusche, etwas Freizeit und ein leckeres Abendessen in unserer Unterkunft (fakultativ). Wenn das Wetter mitspielt, können wir nachmittags ein Mountain Flightseeing zum Mt. McKinley vorsehen (fakultativ, Rundflüge je nach Dauer und Route ab ca. 160,- US$ ; bis zu 390,- US$ mit Umrundung des Denali oder Gletscher-Landung).
Hotel [FM]

18. Tag Abreise nach Deutschland

Am Morgen fahren wir zurück nach Anchorage. Die Stadt liegt zwischen Chugach Mountains und Pazifik an der tief ins Land reichenden Bucht Cook Inlet. Je nach Flugzeit bleibt noch etwas Zeit, in Downtown zu bummeln und einzukaufen. Dann fahren wir zum Flughafen und fliegen am Nachmittag zurück nach Deutschland.
Fahrzeit: 3h; Fahrstrecke: 180km;

19. Tag Ankunft in Deutschland

Ankunft in Frankfurt vormittags.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Diese Reise führt Sie teils in völlig abgeschiedene Gebiete, in denen die Natur noch den Ton angibt. Das Wetter in Alaska ist immer mal wieder zu Kapriolen aufgelegt und kann Änderungen im Ablauf der Tour erforderlich machen. Auch die "wilden" Tiere erfordern den nötigen Respekt und können Anlass für Änderungen in der Routenführung sein. Doch gerade diese Wildheit kennzeichnet Alaska. Wenn Sie bereit sind, sich auf nicht vorhersehbare Programmänderungen einzulassen und eventuell damit verbundene körperliche und psychische Belastungen hinzunehmen, werden Sie begeistert vom "Wildnisabenteuer" nach Hause zurückkehren. Als Vorbereitung für diese Tour empfehlen wir Ausdauersport, wie z. B. Waldläufe und Wanderungen.
Bei dieser Tour sind Sie in einem Kleinbus auf den Wildnisstraßen von Alaska unterwegs. Einige Highways bestehen teils aus schlechten und ungeteerten Pisten. Der Schwerpunkt der Reise liegt auf den Wanderungen in der arktischen Wildnis in der Nähe des Polarkreises, am MacLaren-Gletscher, bei den Peters Hills sowie in den Nationalparks Denali und Kenai Fjords. Die Tages- und Halbtageswanderungen verlaufen oft durch wegloses Gelände und erfordern gute Kondition und Trittsicherheit. Die Gehzeit beträgt ca. 3 - 9 Stunden, einmal bis 12 Stunden. An den Zeltlagern und unterwegs von den einsamen Highways aus bieten sich immer wieder Gelegenheiten, Tiere und Pflanzen zu beobachten.
Mahlzeiten und Getränke sind teils eingeschlossen. Je nach Tagesprogramm wird für die übrigen Mahlzeiten gemeinschaftlich eingekauft und gekocht, oder Sie gehen in Restaurants und Pubs essen. Für die "Selbstversorgungstage" hat sich das Einrichten einer Gemeinschaftskasse ("Food Kitty") bewährt, aus der die Lebensmitteleinkäufe bestritten werden. Jeder Teilnehmer zahlt denselben Betrag ein. Ausgaben für individuelle Gaumenfreuden (Snacks, Alkoholika usw.) übernimmt jeder für sich. Rechnen Sie mit ca. 50,- US$ für die Gemeinschaftskasse. In den Restaurants zahlen Sie ca. 8,- bis 12,- US$ für ein Frühstück, 10,- bis 15,- US$ für ein Mittagessen und 16,- bis 30,- US$ für ein Abendessen.
Bitte bedenken Sie, dass diese Reise nur gelingen kann, wenn Sie bereit sind, auf Komfort zu verzichten und bei allen anfallenden Arbeiten in kameradschaftlicher Weise aktiv mitzuhelfen (beim Einkaufen, Kochen, Abwaschen und Aufräumen sowie beim Auf- und Abbauen der Zelte). Ihre Reiseleitung steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite. Auf einigen Zeltplätzen besteht die Möglichkeit, ein Lagerfeuer zu machen. Das Holz muss oft selbst gesammelt oder vorhandenes Holz kleingehackt werden; auch das ist Gemeinschaftsarbeit.
Meist befinden sich die Camps mitten in der Wildnis - ohne jeglichen Komfort (wie z. B. Toiletten, Dusche, Tische und Stühle). Während des Trekkings in den Peters Hills und am McLaren River wird ein Küchenzelt mitgeführt, das bei schlechtem Wetter auch Platz zum Unterstellen und Essen bietet. Wahrend des Raftings wird als Sonnen-, Wind- und Wetterschutz für die Gruppe ein Planenzelt mit Aufstellstangen gestellt. Auf Tische und Stühle wird aus Gepäckgründen während der Trekkings ganz verzichtet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Einreisebestimmungen:

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist unter den folgenden Voraussetzungen kein Visum erforderlich:
Sie planen einen maximal 90-tägigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.
Sie haben einen regulären (bordeauxroten), maschinenlesbaren Reisepass, der mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültig ist.
Sie reisen mit einer regulären Fluglinie oder Schifffahrtsgesellschaft ein.
Sie haben ein Rück- oder Weiterflugticket. Dieses darf nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden (außer Sie haben dort einen festen Wohnsitz), und zwischen der Einreise in die USA und der Ausreise dürfen maximal 90 Tage liegen.
Sie sind im Besitz einer elektronischen Einreiseerlaubnis ("Electronic System for Travel Authorization"-ESTA).
Mit Ihrer Buchungsmappe erhalten Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihre elektronische Einreiseerlaubnis über das Internet beantragen und erhalten können.

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de.

Wichtige Hinweise:

Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können.
Ihr Reiseleiter/Ihre Reiseleiterin und Ihr örtlicher Wildnis-Führer sind autorisiert, im Sinne der Gruppe Änderungen der Aktivitäten und Übernachtungsorte vorzunehmen (falls es z.B. das Wetter erfordert, es zu einer Fahrzeugpanne kommt, Flüge nicht planmäßig stattfinden können etc.). Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir jedoch nicht geben. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Bitte beachten Sie, dass evtl. vor Ort sog. Waiver of Liability oder Medical Forms auszufüllen und von Ihnen zu unterschreiben sind. Diese Haftungsverzichtungserklärungen werden vom Staat USA von unseren Leistungsträgern zwingend gefordert. Sie gelten jedoch allein im Verhältnis zu unserer Agentur in Alaska, berühren also nicht Ihre reisevertraglichen Ansprüche nach deutschem Recht gegenüber uns als Ihrem Reiseveranstalter.

Klima

Im Inneren von Alaska herrscht Kontinentalklima. Dort sind Tagestemperaturen bis 25°C in den Monaten Juli/August keine Seltenheit. Während der Aufenthalte im Gebirge kann es kühl (bis 0°C) und regnerisch sein. Von Juni bis August können Sie die für Mitteleuropäer ungewöhnlich langen Tage des Nordens genießen. Ab Mitte August ist Nachtfrost möglich, der auch die "Aktivitäten" der Fliegen und Stechmücken beendet. Es wird nachts wieder dunkel und das Nordlicht erscheint. An den Küsten kann es jederzeit feucht und windig, regnerisch und stürmisch werden.

Ausrüstung

Entsprechend den klimatischen Bedingungen benötigen Sie neben Baumwollsachen unbedingt warme Kleidung (Jacke/Anorak, Wollpullover/Fleece, Regenschutz, warme Unterwäsche, Mütze, Handschuhe etc.). Alle Kleidungsstücke sollten leicht sein, wenig Feuchtigkeit aufnehmen und schnell trocknen.
Für die Wanderungen empfehlen wir strapazierfähige und möglichst wasserfeste Trekkingschuhe mit guter Profilgummisohle sowie Gummistiefel (können vor Ort gekauft werden, ca. 20,- US$). Als Regenschutz sind eine wasserdichte Hose und eine Jacke mit Kapuze unbedingt notwendig, ein breiter Regenhut sehr nützlich. Ein 30-Liter-Tagesrucksack ist groß genug für diese Tour. Teleskop-Tourenstöcke haben sich bei den Wanderungen vielfach bewährt. Lange Trekkinghosen sind wegen des teilweise niedrigen Gestrüpps praktischer als Bundhosen, zusätzlich haben sich Gamaschen mit Gore-tex bewährt.
Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin muss für die Zeltübernachtungen einen eigenen Schlafsack mitbringen, der bis mindestens null Grad tauglich ist. Kochausrüstung, Geschirr, Besteck, Thermo-Liegematten sowie Zwei-Personen-Zelte werden gestellt. Wer mehr Komfort und Wärme möchte, bringt zusätzlich eine eigene Liegematte und ein Sitzkissen mit. Da das Trinkwasser oft den klaren Bächen und Flüssen entnommen wird, kann - wer mag - zur Desinfizierung Wasserentkeimungstabletten verwenden.
Für das Rafting gilt eine Gepäckbeschränkung von 12 kg pro Person, und zwar aufgrund der begrenzten Kapazität im Buschflugzeug, das die Ausrüstung zum Ausgangsort bringt. Als Schuhwerk sind Trekkingsandalen oder Gummstiefel empfehlenswert. Badebekleidung ist nicht unbedingt notwendig, das Wasser ist meist zu kalt zum Baden.

BUCHEN / VORMERKEN