Ornithologische Reise - Schmetterlinge im Kantabrischen Gebirge

ab 2090 €

INFORMATIONEN

Gruppenreise

8

Bilbao

5

9

Deutsch

DETAILS

Premiere in meinem Angebot für eine Reise, die sich schwerpunktmäßig der Beobachtung, Bestimmung und Fotografie von Schmetterlingen widmet – in einer der dafür artenreichsten Regionen Europas!

Sind bei Ihnen Interesse und Freude an Schmetterlingen oder der Wunsch sich mit dieser Tiergruppe näher zu beschäftigen vorhanden? Das reicht für eine Teilnahme völlig aus, obwohl auch erfahrene Schmetterlingskenner auf dieser Reise herausragende Beobachtungen erwarten dürfen.

 

Schwerpunkt dieser Reise ist das Kennenlernen der reichen Schmetterlingsfauna. Diese Insektengruppe rückt immer mehr in den Focus von Naturbeobachtern. Wir wollen in einem der artenreichsten Gebiete Europas (erwartet werden 70 – 100 Tagfalterarten!) uns an diesem Reichtum erfreuen, die Arten bestimmen lernen und natürlich auch fotografieren.

Fachkundig begleitet werden wir von Fernando Jubete, dessen Heimat die Kantabrische Bergwelt ist und der in Spanien als einer der besten Schmetterlingsexperten gilt. Fernando arbeitet hauptberuflich im Naturschutz und ist ein sehr angenehmer Mensch!

 

Der Übergang vom atlantischen Nordspanien über die alpinen Stufen der Picos de Europa und der Kantabrischen Kordillere hin zum mediterranen und kontinentalen Bereich birgt eine Fülle unterschiedlichster Habitate, die eine ebensolche Fülle an Pflanzen- und Insektenarten ermöglichen.

So begeistert auch der Pflanzenartenreichtum und große Greifvögel (Gänse- und Schmutzgeier, Stein-, Schlangen- und Zwergadler) sind ebenfalls gut vertreten.

 

Wölfe, Bären und Wildkatzen bereichern ebenfalls diese einsamen und wilden Landschaften, Sichtungen sind aber auf dieser Reise eher nicht zu erwarten.

 

Die Beobachtungen erfolgen auf kleinen Spaziergängen, 1-2 etwas anspruchsvollere kleine Wanderungen sind ebenfalls vorgesehen.

 

Von nur einem Standort aus (Cervera de Pisuerga, 1.000 m NN) erkunden wir auf Tagesausflügen eine große Vielfalt an Habitaten und Landschaften: Wiesen im Talgrund, Eichen- und Buchenwälder, Heidekraut- und Ginsterfluren, moorige und vernässte Wiesen, „Páramos“ (trockene Kalksteinplateaus mit klimaangepasster sehr artenreicher aber niedriger Vegetation), Berghänge…

Großräumig bewegen wir uns im Naturpark der „Montaña Palentina“, der einige der spektakulärsten Gebiete Nordspaniens umfasst. So finden wir hier auf weniger als 20 km Distanz Hochgebirgsarten auf 2.400 m Höhe neben Arten mediterraner, karstiger Plateaus.

70 - 100 Tagfalterarten, darunter auch zahlreiche endemische Arten

endemische und typische Blumenarten der Kantabrischen Berge

Rotwild, Reh, Kantabrische Gämse und weitere Säugetiere können erwartet werden

Felsbewohnende Vogelarten wie Schmutz- und Gänsegeier, Schlangen- und Zwergadler, Alpenkrähe und waldbewohnende Arten

excellente, fachkundige Leitung durch einen ausgewiesenen örtlichen Experten und Roberto Cabo

ROUTE

Alle

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Bilbao. Nach Eintreffen aller Teilnehmer am frühen Nachmittag fahren wir mit unserem Minivan nach Cervera de Pisuerga. Auf dem Weg erhalten wir bereits einen Eindruck der Landschaften des atlantischen Nordspaniens. Je nach Ankunftszeit können wir die Hotelumgebung erkunden: das Flüsschen Pisuerga mit Wasseramsel und Gebirgsstelze fließt nahe vorbei und auch der kleine Ort selber mit seinen Bogengängen und alten Häusern ist sehenswert. Gemeinsames Abendessen und Einführung in die folgenden Tage.

2. Tag:

Die Fahrt nach Norden führt uns zum Pass von Piedrasluengas mit einem herrlichen Ausblick auf das zentrale Massiv der Picos de Europa. Die Kalkhänge hier beherbergen einige endemische Pflanzenarten wie den Natternkopf Echium cantabricum, das Mannsschild Androsace cantabrica und das Veilchen Viola palentina.

Aufgrund der Höhe von 1.345 m können hier u. a. folgende Tagfalterarten erwartet werden: Apollo, mehrere Mohrenfalter (Erebia meolans, E. euryale und E. palarica, letzterer ein lokaler Endemit), im Tal dann zahlreiche weitere Arten wie Lilagold-Feuerfalter, Braunfleckiger Perlmuttfalter, Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus serratulae, Spialia sertorius).

Alpenkrähen sowie diverse Greifvogelarten leben hier ebenfalls.

3. Tag:

In geringer Entfernung von Cervera erstrecken sich die Naturschutzgebiete „Tuerces und Covalagua“,  ausgedehnte Karstlandschaften mit bizarren Felsformationen die über die Jahrtausende von Wasser, Wind und Eis geformt wurden, mit Flusscanyons und riesigen, nur sanft geneigten Kalksteinebenen, diejüngst zum UNESCO-Geopark deklariert wurden.

Eher mediterrane Falterarten wie Saumfleck-Perlmuttfalter, Weißdolch-Bläuling (Polyommatus ripartii), Rotbindiger Samtfalter leben hier zusammen mit Apollo und der Schachbrettart Melanargia russiae und dem endemischen Mohrenfalter Erebia palarica.

Wiesenweihe, Wespenbussard, Kurzzehen- und Kalanderlerche sowie Steinschmätzer sind hier typische Vogelarten.

Wunderbare Ausblicke ergeben sich von diversen Aussichtspunkten!

4. Tag:

Zum Berg „Peña Tejedo“ in die subalpine Stufe gelangen wir mit einem Allradfahrzeug.  Kalksteinhänge sowie herrliche Wiesen und Weidelandschaften erwarten uns. Hier leben u. a. mehrere Mohrenfalterarten, Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria pales), Lilagold-Feuerfalter, Apollo, Baumweißling, der endemische Spanische Sonnenröschen-Bläuling Aricia morronensis, Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter…

Am Nachmittag halten wir uns in einem alten Eichenwald auf mit Kaisermantel, Großer Perlmuttfalter, Weißbindiges Wiesenvögelchen…

Im Verlauf des Tages bestehen gute Chancen Schmutzgeier, Wespenbussard, Schlangenadler, Bergpieper und Alpenkrähe zu sehen.

5. Tag:

Heute erkunden wir den Naturpark „Schluchten des Ebro und Oberlauf des Rudrón“, mit einem spektakulären Landschaftsrelief aus Kalksteinschluchten und Hängen die die Flüsse Ebro und Rudrón gegraben haben. Hier brüten Stein- und Habichtsadler, Gänse- und Mönchsgeier, Uhu… Mediterrane Waldvegetation und Wiesen im Talgrund bieten optimale Bedingungen für das Vorkommen zahlreicher Schmetterlingsarten. Das bedeutendste Vorkommen in Spanien für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling suchen wir ebenso auf wie den Lebensraum des schönen Spiegelfleck-Dickkopffalters. Zu erwarten sind auch Kurzschwänziger Bläuling, Brombeer-Perlmuttfalter und Mädesüß-Perlmuttfalter. Am Nachmittag suchen wir den Lebensraum mit mehreren Kolonien des bedrohten Quendel-Ameisenbläulings auf. Schwalbenschwanz, Kleiner Schillerfalter, Spanischer Kleiner Zipfelfalter (Laeosopis roboris) und Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) sind ebenfalls zu erwarten.

6. Tag:

Mit einem Allradfahrzeug können wir heute auf einer Piste an der Südflanke des Kalksteinmassivs „Pico Espigüete“ bis auf 1.800 m hinauf in subalpine Bergwiesen fahren. Der Gipfel ist 2.450 m hoch. Vom Endpunkt der Fahrstrecke kann auch noch weiter bergauf gestiegen werden, dies ist aber fakultativ. Das Gebiet ist ein wunderschönes Eingangstor zum Kennenlernen einiger „Schmetterlingsspezialitäten“ der Kantabrischen Kordillere wie etwa der Mohrenfalter Erebia lefebvrei, Schillernder Mohrenfalter Erebia cassioides, Alpen-Gelbling, das Wiesenvögelchen Coenonympha dorus, Westlicher Scheckenfalter und Dukatenfalter.

Auf dieser Exkursion treffen wir auch auf zahlreiche Hochgebirgspflanzen und beobachten im Lebensraum alpiner Vogelarten wie Alpenbraunelle, Schneefink, Alpendohle und Bergpieper.

7. Tag:

Im Tal Castillería wechseln sich kleine Gehölze, Hecken, Wiesen und Weiden ab. Einige dieser Wiesen sind sehr feucht und anmoorig wo Arten wie Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Randring-Perlmuttfalter, Mädesüß-Perlmuttfalter, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Heilziest-Dickkopffalter und Spanischer Sonnenröschen-Bläuling (Aricia cramera) vorkommen.

Schöne, alte Eichenwälder finden sich hier ebenfalls, ein beeindruckendes Exemplar ist „El Roblón“ mit einem Umfang von 16 Metern! Hier haben wir auch Chancen, Arten wie den schönen Zipfelfalter Satyrium esculi, den Kleinen Waldportier und den Kleinen Eisvogel zu sehen.

8. Tag:

Rückfahrt nach Bilbao und Heimreise oder individuelle Verlängerung.

TERMINE

  • 15/07/2021 - 22/07/2021 im Doppelzimmer 2090,-€ p.P.

  • 24/07/2021 - 31/07/2021 im Doppelzimmer 2090,-€ p.P.

  • Für diese Reise gelten abweichende Stornobedingungen:
    Bei Stornierung des Reisevertrages vor Antritt der Reise werden folgende Entschädigungs­zahlungen für die bereits getroffenen Reisevorkehrungen und Aufwendungen erhoben:
    - bei einem Rücktritt bis 60 Tagen vor Reisebeginn 40% des Reisepreises
    - bei einem Rücktritt vom 59. bis zum 30. Tag vor Reisebeginn 60% des Reisepreises
    - bei einem Rücktritt vom 29. bis zum 10. Tag vor Reisebeginn 90% des Reisepreises
    - bei einem Rücktritt ab 9 Tagen v. R. oder bei Nichtantritt 95% des Reisepreises

HINWEISE

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage – natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

 

Im Sommer kann auf der Südseite der Kantabrischen Berge mit in der Regel sonnigen und warmen Tagen gerechnet werden. Auf der Nordseite ist es öfters auch wolkig und Niederschläge sind ganzjährig möglich.

 

Unterkunft in einem sehr angenehmen, kleinen, familiären Hotel in Cervera. Jedes Zimmer mit eigenem Bad.

 

Frühstück und Abendessen im Hotel oder einem Restaurant in der Nähe. Das Mittagessen ist ebenfalls inbegriffen, teils als Picknick, teils auch im Restaurant. Das Essen in Nordspanien ist sehr gut!

Wir unternehmen zahlreiche Spaziergänge und kleine Wanderungen, der Schwierigkeitsgrad ist aber gering: Jeder mit normaler physischer Kondition wird die Wegstrecken ohne Probleme gehen können.

LEISTUNGEN

  • Einzelzimmer-Zuschlag 170€

FAQs

Ornithologische Reisen – Was dürfen Sie erwarten?

Interesse an der Natur, Freude am beobachten und bestimmen von Tieren und Pflanzen und eine normale körperliche Kondition – mehr wird für eine Teilnahme nicht vorausgesetzt!

Langjährige und erfahrene Vogelbeobachter kommen bei der Beobachtung neuer oder seltener Arten genauso auf ihre Kosten wie interessierte Neuanfänger, die sich Anregungen und Hilfe bei der Bestimmung wünschen.

Auch wenn die Vogelwelt bei den meisten Reisen den Schwerpunkt bildet, so freut sich die Reiseleitung  immer sehr über interessierte Blumen- und Pflanzenliebhaber unter den Teilnehmern, da auch der botanische Aspekt bei diesen Reisen sehr wichtig ist.

Natur-Fotografie ist selbstverständlich auch immer möglich (mit den Beschränkungen, die eine Gruppenreise hier setzt). Es wird immer ausreichend Zeit in den besuchten Gebieten eingeplant, um sie mit allen Sinnen erfassen und genießen zu können.

Gerne informiere die Reiseleitung auch über Spaniens Geschichte, Kultur, Gesellschaft, Bräuche und Lebensart – so wie es sich gerade durch ein Erlebnis oder eine Frage zwanglos ergibt.

Wir sind meist den ganzen Tag in der Natur, mit unserem Fahrzeug (Bus oder Minivan) fahren wir in die Beobachtungsgebiete, die wir uns auf Spaziergängen und kleinen Wanderungen erschließen.

Extreme wie sehr frühes Aufstehen, sehr späte Rückkehr zum Hotel, ewige Busfahrten oder anstrengende Wanderungen gibt es i. d. R. nicht!

Manchmal lohnt es sich etwas früher aufzustehen (z. B. Trappenbalz, Wolfs- oder Bärenbeobachtung) aber dies betrifft wenige konkrete Tage und wer es vorzieht, bleibt diese frühen Stunden im Hotel bis zur Rückkehr der Gruppe.

Natürlich ist der Naturgenuss nicht alles – am Abend, bei einem guten Essen und einem Glas Wein in einer ansprechenden Unterkunft, kann der Tag gut ausklingen.

Die Auswahl schön gelegener, ansprechender, fast immer kleiner Hotels mit guter Küche sorgt neben dem Naturgenuss für unser Wohlbefinden.

Mittags machen wir meist Picknick, für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.

Durch die Auswahl und genaue Kenntnis der besuchten Gebiete und in der Gemeinschaft einer kleinen Gruppe lassen sich die unterschiedlichen Interessen in und an der Natur sehr gut vereinbaren!

Das Bestreben der Reiseleitung ist es, allen Teilnehmern gerecht zu werden, indem einerseits eine konzentrierte, anspruchsvolle Beobachtung gewährleistet wird, andererseits aber auch weniger erfahrenen Teilnehmern Kenntnisse quasi nebenbei und untereinander in der Gruppe vermittelt werden.

Wir führen immer ein Spektiv mit und nutzen jede Gelegenheit, den Mitreisenden so ein besseres Seherlebnis zu bieten. Wer ebenfalls ein Spektiv besitzt sollte es unbedingt mitbringen, ansonsten reicht ein gutes Fernglas.

Am Herzen liegt der Reiseleitung nicht nur die isolierte Betrachtung der Tier- und Pflanzenarten, sondern vielmehr ein Verständnis für das gesamte ökologische Gefüge einer Landschaft zu vermitteln, d. h. einzugehen auf Themen wie z. B.:

– wie ist diese Landschaft entstanden?

– Einflüsse des Menschen: von der Natur- zur Kulturlandschaft

– welche Lebensräume benötigen die beobachteten Tierarten?

– wie leben sie, welche ökologischen Ansprüche stellen sie?

– Fragen zum Naturschutz

Die Reiseleitung möchte alle Teilnehmer an jahrzehntelanger Erfahrung als naturkundlicher Reisebegleiter mit Schwerpunkt Spanien und am Naturgenuss an der noch immer reichen und sehr vielfältigen Natur Spaniens teilhaben lassen – bei jeder Reise immer wieder aufs Neue!

Reise für mobilitätseingeschränkte Personen nicht möglich

Diese Reise ist für Personen mit Mobilitätseinschränkungen nicht möglich.

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ENTHALTEN

  • 7 Übernachtungen in einem kleinen, sehr ansprechenden und familiengeführten ***Hotel in Cervera de Pisuerga

  • reichhaltiges Frühstück, Mittagessen bzw. Picknick und exquisites Abendmenu (incl. Wein und Wasser)

  • alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Bilbao. Bei 7-9 Teilnehmern werden 2 Fahrzeuge eingesetzt und wo notwendig auch geländegängige Fahrzeuge

  • alle notwendigen Lizenzen und Genehmigungen zum Besuch der Reservate

  • Reiseleitung: Fernando Jubete (s. o.) und Roberto Cabo

NICHT ENTHALTEN

  • An- und Abreise nach Bilbao

  • Eigene Ausgaben

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