Botswana

An- und Einreise

Einreise mit gültigem Reisepass oder vorläufigem Reisepass (nur mit gültigem Visum) und Kinderreisepass. Ein Personalausweis und ein vorläufiger Personalausweis werden nicht akzeptiert. Die Reisedokumente müssen bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und sollten noch mindestens vier freie Seiten haben. Sollten Sie in mehrere Länder der Region reisen, müssen mehr Seiten frei sein. Seit 2016 muss für Kinder unter 18 Jahren das Original oder eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde mitgeführt werden, aus der die Eltern des Kindes hervorgehen. Sollte das Kind mit nur einem Elternteil oder einem anderen Erwachsenen reisen, ist eine beglaubigte Vollmacht des anderen Elternteils bzw. des/ der Sorgeberechtigten mitzuführen. Sollte aus der Geburtsurkunde nicht hervorgehen, dass die Eltern sorgeberechtigt sind, muss zusätzlich ein gerichtlicher Sorgerechtsbeschluss oder ein sonstiger amtlicher Nachweis des Sorgerechts im Original oder als beglaubigte Kopie vorgelegt werden. Eventuell alle Unterlagen mit amtlicher Übersetzung ins Englische.
Eine Einreiseerlaubnis für den touristischen Zweck wird bei der Einreise an den Grenzstationen kostenlos erstellt, welche auf maximal 90 Tage pro Kalenderjahr bestimmt ist. Abweichend davon setzt die Einreise mit einem vorläufigen Reisepass ein gültiges Visum voraus.
Die Einreisebestimmungen können sich jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt darüber informiert wurde.

Bevölkerung

Das rund 2 Millionen Einwohner Land wird von Ian Khama regiert und ist heute eines der wohlhabendsten Länder Afrikas, obwohl es zur Zeit der Unabhängigkeit noch eines der ärmsten Länder der Welt war. Diese Unabhängigkeit existiert seit 1966, genauso herrscht hier auch eine Demokratie. 2003 wurde die bestehende Verfassung des Landes geändert um einige Stämme und Völker gleichzustellen und somit die Einheit des Landes zu stärken. Das Volk besteht zu 76 % aus Bantu-Stämmen und der Rest aus verschiedenen Buschvölkern wie zum Beispiel den Shona, den Khoikhoi und den San.
Rund 70 % des Gesamtexportes kommt durch den Export von Diamanten zustande und ist somit der wichtigste Wirtschaftszweig. Der Diamantabbau hat zu einer sichtbaren Verbesserung der Lebensstandards in Botswana beigetragen und das Land wurde mittlerweile zum Zentrum des globalen Diamantenhandels. Große Diamantenfirmen steuern jährlich große Summen zum Energieversorgungs- und Infrastrukturaufbau bei, aber setzen sich auch viel für die Bildung der Bewohner aus einzelnen Regionen ein. Die Mineralwasser-, Kupfernickel- und Rindfleischexporte sind ebenfalls weitere wirtschaftliche Zweige, aber vor allem der Nachhaltige Tourismus, der unter anderem für mehrere Arbeitsplätze verantwortlich ist.

Essen & Trinken

Die Küche Botswanas ist von vielen verschiedenen Einflüssen geprägt, wie zum Beispiel mehrere Grillspezialitäten aus Südafrika, Curry Gerichte aus Indien oder auch „Pie“, eine überbackene Tarte und „Scones“ aus England (ähnlich wie ein kleiner Kuchen). Der „Pap“ ist ein Maisbrei und ist beliebt in Botswana. Es wird mit Hühnchen, Rindfleisch oder Gemüse serviert. Probieren Sie doch auch mal die Mopani-Würmer. Mag sein, dass diese landestypische Spezialität ein wenig abschreckt, aber die Würmer sind dennoch sehr proteinhaltig. In Okavango Delta gibt es frischen Fisch wie Katzenfisch oder Brasse.
In Botswana wird gerne Bier getrunken, vor allem einheimische Marken wie Namibia Breweries, aber auch Importbiere aus Nachbarländern und Weine aus Südafrika. Ein sehr beliebtes alkoholfreies Erfrischungsgetränk wird aus Limettensaft, Mineralwasser und ein paar Tropfen Angostura (Bitterlikör) gemacht und wird „Rock Shandy“ genannt.
Wasser sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit keinesfalls aus Wasserhähnen o. Ä. trinken, sondern eher auf abgepacktes Trinkwasser aus dem Supermarkt zurückgreifen.

Flora & Fauna

Tausende Pflanzenarten gibt es in Botswana wie beispielsweise der Baobab-Baum, der auch Affenbrotbaum genannt wird und mehr als 100 Jahre alt werden kann. Es gibt aber noch weitere ausgefallene Bäume, wie die Schirmakazie, diverse Palmarten und der Leberwurstbaum. In Okavango-Delta beeindrucken die Riedgraswiesen und die bunten Wasserlilienarten.
Verschiedene Tierarten wie Elefanten, Löwen, Leoparden, Büffel, Nashörner, Gnus, Zebras, Giraffen, Nilpferde und Geparden leben in Botswana und in verschiedenen geschützten Reservaten leben, die 40 % der gesamten Landesfläche einnehmen. Zudem kommt die verschiedene und bunte Anzahl der Vogelarten in Okavango-Delta.

Geographie

Das Land Botswana hat eine Fläche von rund 581.730 km² und ist ungefähr so groß wie Frankreich. Im Südosten und im Süden grenzt Botswana an Südafrika, im Norden und im Westen an Sambia und Namibia und im Nordosten an Simbabwe. Nördlich liegt das Binnendelta vom Okavango-Fluss, sowie der Ngami See. An diesen See grenzt die Makgadikgadi-Salzpfanne im Südosten. Die Kalahari Wüste reicht bis ins Nachbarland Namibia, ist die größte klimatische Zone und auch das größte zusammenhängende Sandgebiet der Welt.

Geschichte

Schon vor mindestens 100.000 Jahren wurde Botswana von Menschen aufgesucht und die ältesten Einwohner gehörten zu den Khoi und San. Die Tsodilo-Kultur hatte um ca. 4.000 v. Chr. ihren Höhepunkt und hinterließ mehr als 2.000 Felsmalereien in den Tsodilo-Bergen. Ab 200 n. Chr. kamen die großen Bantu-Völker in die Region und brachten die Landwirtschaft und das Eisen mit, was auch dazu führte, dass kleine Königreiche entstanden. Um 650 bis 1.400 wurde das Land von dem Toutswe-Staat beherrscht, welcher aber nur archäologisch nachgewiesen werden konnte und mit dem Aufstieg des Groß-Simbabwe-Reiches an Macht verloren hatte. Zusätzlich kam es noch zu intensiven Völkerverschiebungen. Ab dem Jahre 1.200 wanderten die Botswana-Stämme ein, die dem Land den Namen geben sollten und vom 15. bis ins 19. Jahrhundert wanderten Bakolo und Ndebele ein.

1813 kamen die ersten britischen Missionare in das Land, welches zu dieser Zeit noch von den Tswana-Königen beherrscht wurde. Der Grund für das späte Ankommen war, dass Botswana in der Mitte des afrikanischen Kontinents liegt und deswegen bis 1813 von den europäischen Forschungsreisenden nicht besucht wurde. Um das Interesse der Briten an dem Land beizubehalten, gründete Sir David Livingstone im Jahre 1840 die erste Missionsstation und 1885 wurde Botswana von Großbritannien zum Protektorat Betschuanaland erklärt. Um das Land besser verwalten zu können, wurde es 1895 an Südafrika angeknüpft. Botswana wurde von den Briten eher weniger entwickelt, dafür aber ausgebeutet, wegen dem großen Diamant- und Goldbestand. Die sozialen Strukturen änderten sich nicht und die traditionellen Tswana-Königreiche bestanden weiterhin, aufgrund dessen, dass der Einfluss der Kolonialisten auf Botswana nur sehr gering ist. Später nach dem Zweiten Weltkrieg gaben die Briten immer mehr politische Macht an die Kolonie ab und 1948 bildete sich die erste politische Partei, welche von Großbritannien die Unabhängigkeit forderte. Daher, dass diese wenig Interesse an dem Land hatten, wurde 1966 die Forderung erfolgreich und problemlos durchgesetzt.

Der erste Präsident war Seretse Khama. Er war schon am Ende der Kolonialzeit politisch aktiv und als er 1948 eine Engländerin heiratete, sorgte er für weltweites Aufsehen. Um Angola zu unterstützen gründete das kleine Land mit anderen Staaten die „Frontstaaten“ und dabei stand Botswana Südafrika politisch sehr nahe. Nachdem Südafrika 1994 die Apartheid (eine geschichtliche Periode der staatlich festgelegten und organisierten so genannten Rassentrennung) abschaffte, verstärkte sich die Verbindung zu Botswana noch mehr. Präsident Khama starb im Jahre 1980 und sein Nachfolger wurde Ketumite Masire, welcher bis 1998 regierte und die Präsidentschaft an Festus Mogae abgab. 1978 wurde der große Anteil an Bodenschätzen, wie Diamanten in dem kleinen Land entdeckt, was von einem am wenigsten entwickelten Staat Afrikas zu einem aufstrebenden Staat führte. Botswana blieb trotz der vielen Militärputschs und Diktatoren in vielen nachkolonialen Republiken eine stabile Demokratie.

Impfschutz

Sollten Sie über ein Gelbfieberendemiegebiet nach Botswana einreisen, ist eine Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden älter als 1 Jahr Pflicht. Bei einer direkten Einreise aus Deutschland, Sambia, Südafrika oder Simbabwe ist ein Impfnachweis nicht erforderlich. Die einmalige Impfung gegen Gelbfieber ist im internationalen Reiseverkehr lebenslang gültig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Außerdem werden als Impfungen Hepatitis A und Gelbfieber, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch ggfs. Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus.

Ein Malaria-Risiko besteht hauptsächlich im Norden (Ghanzi, Tutume Distrikt, Moremi-Wildreservat, nördliches Okavanga-Delta, Ngamiland, Chobe Nationalpark mit Oberzentrum Kasana) in der Regenzeit von November bis Mai. Das Risiko ist in der Trockenzeit von Juni bis Oktober geringer. In den Landesteilen Richtung Osten und Südosten (Regionen Bobirwa und Selebi-Phikwe) besteht von November bis Mai ebenfalls ein geringes Malaria-Risiko einschließlich Francistown und Palapye. Die südlichen gelegeneren Teile, einschließlich Gaborone und Tshane, sind malariafrei.

Kleidung

Im Sommer ist es angenehmer, wenn Sie bequeme und luftige Kleidung tragen, sowie eine Regenjacke (oder Regenschirm). Das Zwiebelprinzip eignet sich hier ganz gut, da Sie bei Bedarf eine Schicht aus- oder anziehen können. Vor der starken Sonneneinstrahlung sollten Sie sich am besten mit einer Cap oder einem Hut schützen. Als Schutz gegen Mücken wird empfohlen lange und körperbedeckende Kleidung zu tragen, die am besten auch hell ist. Abends (wenn es kühler wird) darf ein Pullover oder eine (Fleece-) Jacke nicht fehlen. Bequeme und feste Schuhe für Wanderungen.

Klima/ Beste Reisezeit

Trockenes und heißes Halbwüstenklima herrscht in großen Teilen von Botswana und sorgt dafür, dass es selbst im Winter tagsüber nicht kälter als 20 °C werden. Nachts allerdings können die Temperaturen auch mal den Nullpunkt erreichen oder es kommt sogar zu Frost im Winter. Zwischen Oktober und April kann es sehr heiß werden, nämlich um die 40 °C. Und wie oben genannt, gibt es starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, weshalb man also auch warme Kleidung dabeihaben sollte.
Von Oktober bis März ist die Regenzeit, dennoch fallen aber im Jahr durchschnittlich nicht mehr als 250 bis 550 mm Regen. Im Dezember ist am meisten Niederschlag und Regenzeit bedeutet nicht, dass es dauerhaft am regnen ist, sondern eher, dass der Regen einen spontan überfällt und daraufhin wieder Sonnenschein folgt.
Wenn Sie eher gemäßigtere Temperaturen bevorzugen, sollten Sie zwischen Mai und September reisen, für Safari eignen sich die Monate von September bis Oktober, in denen haben Sie auch größere Chancen mehr Tiere bei angenehmem Wetter zu entdecken. Am liebsten gehen die Touristen zwischen April und September nach Botswana, da es tagsüber nicht ganz so heiß ist und auch die Nächte recht mild sind.

Kulturelle Besonderheiten

Das Begrüßungsritual der Tswana (größte ethnische Gruppe) ist sehr kompliziert und auch wenn Sie die Sprache nicht beherrschen, sollten Sie wenigstens auf Englisch einige Höflichkeitsregeln beachten, wie zum Beispiel sich nicht nach dem Befinden einer Person und dessen Familie zu erkunden. Die Einwohner von Botswana gelten generell als sehr offen gegenüber Touristen und auch als gastfreundlich.

Einheimische freuen sich sehr darüber, wenn man sich mit deren Sitten auseinandersetzt und sie mit den landesüblichen Titeln anspricht. Einen erwachsenen Mann nennt man (bei den Tswana) „Rra“ (Vater) und eine erwachsene Frau „Mma“ (Mutter). Diese Anrede ist natürlich keine Pflicht, dennoch zeigen Sie den Menschen das Interesse an deren Kultur.

Die ältere Generation wird in Botswana sehr verehrt und geschätzt, wie in den meisten afrikanischen Ländern und daher wird der Respekt, den die Einheimischen ihnen entgegenbringen, auch von den Touristen erwartet.

Jedes Jahr im April findet in der Hauptstadt das berühmte Maitisong-Festival statt, das auch viele Besucher aus den Nachbarländern und auch aus Europa anzieht. Ein faszinierendes Spektakel mit traditionellen Künsten, was man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fotos von militärischen und öffentlichen Gebäuden, sowie an Flughäfen zu machen ist in Botswana nicht erlaubt. Trinkgeld gibt man üblicherweise in den Restaurants in den Städten immer (normalerweise 10 % des Gesamtsumme), da die Gehälter dort nicht sonderlich hoch sind und sich jeder über ein kleines Dankeschön freut.

Sprache

In Botswana werden in vielen Teilen einige der Bantu-Sprachen gesprochen, doch die Amtssprachen sind Englisch und Setswana.

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