Madagaskar

Ahnenkult

Der madagassische Ahnenkult beruht auf dem Glauben, dass die Vorfahren immer ein Teil der Familie bleiben. Die Ahnen steuern aus dem Jenseits die Geschicke ihrer Nachfahren. In der Vergangenheit wurden für die Toten aufwändigere Häuser gebaut als für die Lebenden, gemäß dem madagassischen Sprichwort: „Ein Haus wird nur für ein Leben gebaut, ein Grab aber für die Ewigkeit”. Es gehört in Madagaskar zur selbstverständlichen Pflicht, seine Vorfahren zu respektieren und zu verehren und sich darüber hinaus um die sterblichen Überreste und die Gräber zu kümmern. Daraus sind zentrale Feste entstanden: Die Umwendung der Toten (famadihana) ist im Hochland sehr verbreitet. Etwa alle 10 Jahre werden die sterblichen Überreste der Vorfahren aus ihren Gräbern geholt und in Bastmatten eingerollt. Man feiert mit der gesamten Großfamilie ein Fest und die Toten bleiben einige Stunden bei ihren Angehörigen, bevor sie wieder in das Grab zurückgelegt werden.

Ambohitantely

Etwa 90 km von Tana Richtung Norden liegt das Reservat, welches einen ursprünglichen Trockenwald beherbergt, wie er früher das ganze Hochland bedeckt hat.

Ambola

Ambola liegt südlich von Anakao und ist von Tulear mit dem Boot zu erreichen. Touristisch ist es hier ruhig. Die Bademöglichkeiten sind gut. Ambola eignet sich auch gut als Startpunkt für die Erkundung des Nationalparks Tsimanampetsotsa.

Ampefy

Ampefy liegt etwa 3 Std. westlich von Tana. Seen und Hügel prägen die vulkanische Landschaft. Der Wasserfall „Chutes de Lily“ ist einen Besuch wert.

Anakao

Kleiner Ort südlich von Tulear, geeignet als Badeverlängerung. Transfers zu den Hotels erfolgen von Tulear mit dem Boot.

Andasibe, Nationalpark

Der Andasibe (Perinet) Nationalpark liegt 3 Std. östlich von Tana und ist vor allem wegen seiner Indri-Population interessant. Neben den Indri leben 10 weitere Lemurenarten im Park. Die Vegetation besteht vorwiegend aus Regenwald. Im Park kommen zahlreiche Orchideenarten vor.

Andohahela, Nationalpark

Dieser ca. 76.020 ha große Dornwald erstreckt sich zwischen Fort-Dauphin und Amboasary Sud. Hier kommen Lemuren, Vögel und Palmen, u.a. die bekannte Dreieckspalme vor.

Andrafiamena

Die Bedeutung des Andrafiamena-Waldes wurde durch die Entdeckung einer Population von Perrier-Sifakas, die ein sehr kleines Verbreitungsgebiet haben, erhöht. Neben diesem Wald kommen die seltenen Lemuren wohl nur noch im nahegelegenen Analamerana Spezialreservat vor. Daher ist der Schutz dieses Waldes für den Erhalt der Art von großer Bedeutung.

Andringitra, Nationalpark

Andringitra ist ein streng geschütztes und zum größten Teil unerforschtes Biotop mit religiöser Bedeutung. Der heilige Berg Ambondrombe ist hier. Der Park eignet sich hervorragend für mehrtägige Wanderungen.

Anja Reservat

Kleines Reservat südlich von Ambalavao, am Rande des Andringitra-Gebirges. Die Verwaltung des Reservates liegt in den Händen der örtlichen Bevölkerung.

Ankarafantsika, Nationalpark

Der Nationalpark liegt südöstlich von Mahajanga und ist vor allem bei Ornithologen beliebt. Im Oktober sind hier kaum noch Zimmer zu bekommen, da es nur eine Unterkunft gibt. Der See Ravelobe mit seinen Krokodilen und der Canyon mit seiner beeindruckenden Landschaft sind die Hauptanziehungspunkte des Parks neben den Vögeln.

Ankarana, Nationalpark

Die spitzen Felsnadeln aus Kalkstein, die in Madagaskar Tsingys genannt werden, kommen in Madagaskar in drei Nationalparks vor. Der bekannteste und größte ist der Nationalpark Tsingys de Bemaraha. Im Nationalpark Ankarana ist zwar die Fläche kleiner, dafür ist die Landschaft bewaldeter. Im Nationalpark kommen 11 Lemurenarten vor. Der Park liegt im Norden Madagaskars, südlich von Diego Suarez.

Antalaha

Das Städtchen liegt nördlich des Nationalparks Masoala und ist vor allem für seine Vanille bekannt. Die Vanille verschaffte der Region auch einen enormen Aufschwung. Heute wird in dieser Region auch noch Kaffee und Kakao angepflanzt.

Antananarivo

Antananarivo ist seit Beginn des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt Madagaskars. Heute ist Antananarivo die einzige Millionenstadt (ca. 1,7 Millionen Einwohner) und wirtschaftliches und politisches Zentrum Madagaskars.

Antsanitia

Antsanitia ist ein sehr schöner Badeort nördlich von Mahajanga. Da durch die fehlende Infrastruktur um Mahajanga die Gegend wenig touristisch ist, ist Antsanitia noch ein Geheimtipp. Wer abgeschiedene, ruhige Badetage sucht, ist hier richtig.

Antsirabe

Die Stadt liegt im Hochland auf ca. 1.500 m und ist im Sommer aufgrund des milderen Klimas sehr beliebt. Die Stadt ist bekannt für sein unzähligen Rikschas und für die Edelsteinschleifereien.

Baie de Baly, Nationalpark

Ein recht unerschlossener Nationalpark an der Küste südlich von Mahajanga. Der Artenreichtum des Parks ist groß. Vor allem Wasservögel kommen hier in größerer Anzahl vor.

Baobab

Baobabs werden auch Affenbrotbäume genannt. Sie gehören zur Familie der Malvengewächse. Der Baobab zeichnet sich durch einen relativ kurzen, aber extrem dicken Stamm aus. Er hat oft eine flaschenförmige Stammform, bei der sich der Stamm abrupt in wenigen Metern Höhe stark verjüngt. Die Baumkrone besteht aus kräftigen, oft unförmig erscheinenden Ästen, die eine weit ausladende Krone bilden. Weltweit gibt es acht Arten, davon kommen sieben auf Madagaskar vor, von denen wiederum sechs endemisch sind.

Baobaballee

Die Baobaballee ist eines der bekanntesten Fotomotive Madagaskars. Die schöne Allee liegt nördlich von Morondava und besteht aus Baobabs der Art Adansonia grandidieri. Sie kommen an der gesamten Westküste vor. Der Besuch der Baobaballee ist hervorragend kombinierbar mit dem Besuch des Reservates Kirindi und den Tsingys von Bemaraha.

Bemaraha, Nationalpark

Auf einer Größe von 72.340 ha kommen hier elf Lemurenarten, 90 Vogelarten und 350 Pflanzenarten vor. Der Park gehört zum UNESCO-Naturerbe.

Berenty

Privatreservat in der Nähe von Fort Dauphin. Die einzige Möglichkeit das Reservat zu besichtigen ist, wenn man in einem der Hotels des Reservatbesitzers übernachtet.

Bevölkerung

Im Land leben 98% Madagassen. Davon entfallen 60% auf Madagassen malaiischer Herkunft und 40% auf Madagassen afrikanischer Herkunft. 2% der Bevölkerung sind Ausländer, davon etwa 100.000 Komorer; 35.000 Franzosen; 29.000 Inder und
27.000 Chinesen. Die ca. 18 Millionen Einwohner, die sich in 18 größere ethnische Gruppen und etliche Untergruppen aufteilen, haben trotz der multikulturellen Wurzeln einen einheitlichen kulturellen Hintergrund. Dies zeigt sich besonders in der Sprache, der Religion und den Bräuchen der Madagassen.

Chamäleons

Auf der ganzen Welt gibt es ca. 160 Chamäleonarten. Etwa 60 verschiedene Arten kommen hier vor. Dies entspricht etwa der Hälfte aller Arten auf der ganzen Welt. Chamäleons spielen in der Mythologie Madagaskars eine wichtige Rolle. Je nach Volksgruppe sind sie Glücks- oder Unglücksbringer oder sie gelten als Sitz der Seelen der Verstorbenen. Anzutreffen sind diese interessanten Tiere auf der ganzen Insel in den verschiedensten Lebensräumen.

Daraina

Die Region Daraina liegt im Nordosten Madagaskars, nördlich von Vohemar. Hier liegen interessante Naturgebiete, allerdings sind die Routen sehr schlecht, so dass eine Anreise etwas Zeit benötigt.

Drei Buchten bei Diego

Die Bucht von Diego Suarez oder Antsiranana gehört zu den besten Naturhäfen der Welt. Wegen der schlechten Straßen nach Süden wird die Bucht jedoch nicht genutzt. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Buchten, die sich schön auf einer Wanderung erkunden lassen.

Einreise

Für die Einreise nach Madagaskar ist ein Visum notwendig. Dieses können Sie direkt an allen internationalen Flughäfen erhalten. Der Reisepass muss noch sechs Monate nach Abreise gültig sein. Sie können das Visum auch rechtzeitig vor Ihrer Reise in Deutschland beantragen, dies gilt auch für österreichische Staatsbürger. Es erspart Ihnen die Wartezeit am Flughafen, ist jedoch mit etwas mehr Aufwand im Voraus verbunden. Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.
Bitte informieren Sie sich über die akutell gültigen Einreisebestimmungen bei der Botschaft des jeweiligen Landes.

Elektrizität

Elektrizität
Es herrscht 110 und 220 Volt Wechselstrom (französische Steckdosen). Flache Stecker passen problemlos, für Schuko-Stecker benötigen Sie einen Adapter. In vielen Regionen wird abends der Strom für einige Stunden oder die ganze Nacht abgestellt. Zudem kann es auf dem Land auch zu längeren Stromausfällen kommen. Deshalb sollten Sie unbedingt eine Taschenlampe im Reisegepäck haben. Nehmen Sie auch ausreichend Batterien mit, da diese unterwegs schwer zu beschaffen sind.

Essen und Trinken

Eine Mahlzeit ohne Reis (madag. „vary“) ist für die Madagassen keine echte Mahlzeit. Der Reisverbrauch pro Kopf ist enorm, da dieser nicht als Beilage, sondern als Hauptbestandteil der Mahlzeit verwendet wird. Bereits zum Frühstück wird die typische dicke Reissuppe serviert, oft auch mit gebratenem Zebu. Wenn Sie möchten, fragen Sie Ihre Reiseleitung nach „sakafo gasy“, madagassischem Essen. So lernen Sie die landestypische Speisekarte kennen. In den Hotels wird ausländischen Besuchern üblicherweise französisches Frühstück serviert. Es ist recht übersichtlich, etwas Baguette mit Marmelade, aber keine Wurst oder Käse. Auf den Reisen kehren wir mittags in der Regel in kleinen Straßenlokalen ein. Dort wird hauptsächlich Huhn oder Zeburind mit Reis in verschiedenen Varianten serviert. Abends gehen wir üblicherweise in guten Restaurants mit einer größeren Vielfalt an Speisen essen. An der Küste bekommt man oft frischen Fisch oder Krabben. Durch die Nutzung der örtlichen Strukturen profitiert somit die Bevölkerung direkt von unserem Besuch in Madagaskar. Für die Verpflegung sollte mit zusätzlich ca. 15,- EUR am Tag gerechnet werden. Bei Touren in entlegenen Gebiete, wo es keine Restaurants gibt, wie z. B. Auf unseren Wandertouren besteht Vollpension. Zum Teil wird von der Begleitmannschaft ein leckeres Essen zubereitet oder die Unterkunft verköstigt uns.

Fady

Fadys sind Verhaltensregeln und Verbote, die in Madagaskar eine große Bedeutung haben. In jeder Region gelten andere Fady, so dass man nicht immer wissen kann was erlaubt ist und was nicht. Am einfachsten ist ein zurückhaltendes Verhalten auf der Reise zeigen.

Flüge

Internationale Flüge
Es fliegen diverse Flugesellschaften nach Madagaskar, leider keine direkt von Deutschland. Die Anreise erfolgt entweder über Paris oder über Johannesburg. Die gewählte Airline hängt auch entscheidend davon ab, welchen Start- und Endpunkt Ihre Tour hat. Dies berücksichtigen wir bei einem individuellen Flugangebot. Der inernationale Hauptflughafen befindet sich in Antananrivo (TNR), der sich ca. 13km außerhalb der Stadt befindet.
Inlandflüge
Auf einer Reise in Madagaskar benötigt man in der Regel mindestens einen Inlandflug. Dieser wird von Air Madagascar durchgeführt.

Gewürze

Madagaskar gilt auch als Gewürz-Insel. Vor allem im Norden kommen zahlreiche Gewürze vor, wie z. B.
Vanille: Eine fast ausgewachsene Kapselfrucht einer Orchideenart, die ursprünglich aus Südamerika stammt.
Ylang-Ylang: Die Blüte wird zu einem Duftstoff destilliert, der in den meisten Parfums als Basisduftstoff zu finden ist.
Pfeffer: Eine bis zu 15 Meter hoch rankende Pflanze, die ursprünglich aus Südindien stammt.
Nelken: Die ursprünglich aus Indonesien stammende Pflanze wird seit der Antike als Gewürz verwendet.
Zimt: Zimt wird aus der Rinde des Zimtstrauches gewonnen.

Hauptstadt

Die Hauptstadt Madagaskars ist Antananarivo. Sie ist mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt der Insel.

Ifaty

Ifaty ist einer der Hauptorte für den Badeurlaub. Er liegt nördlich von Tana. Es gibt zahlreiche Hotels, einige auch mit Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten. Die Landschaft im Hinterland besteht aus Dornbuschsavanne. Sehenswert ist das Reservat Reniala, mit seinen Baobabs und Sukkulenten.

Internet und Email

Internetcafés finden Sie in den größeren Städten, meist zu recht günstigen Preisen. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. Da die Geschwindigkeit der Verbindung tageweise variiert, fragen Sie besser vorher nach. Die Internetcafés schließen oft bereits um 18.00 Uhr.

Isalo, Nationalpark

Der 81.540 ha große Isalo NP besticht durch seine wilde, zerklüftete Gebirgslandschaft mit tiefen Schluchten, bizzaren Felsformationen, ausgewaschenen Höhlen und der Portugiesengrotte aus dem 16. Jahrhundert. Der Nationalpark ist ein herrliches Wandergebiet. Von kurzen Wanderungen bis zu Mehrtagestouren ist hier alles möglich.

Kirindy

Kirindy ist ein Privatreservat nördlich von Morondava. Es liegt inmitten der stark bedrohten Dornbuschsavanne. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind hier einfach. Dafür hat man sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten der Springratte und des Fossa. Forscher des Primatenzentrums in Göttingen arbeiten in diesem Reservat.

Kirindy Mitea, Nationalpark

Der sandige Trockenwald an der Südwestküste Madagaskars ist nur für Forscher zugänglich.

Kleidung und Ausrüstung

Bei einer Reise nach Madagaskar sollte je nach Reisezeit zusätzlich zu leichter Kleidung auch für wärmere Kleidungsstücke Platz im Koffer sein. Für die Abende sind auf jeden Fall langärmelige, helle Oberkleidung und leichte geschlossene Schuhe zu empfehlen. Feste Schuhe sind auch bei kürzeren Wanderungen ratsam, für längere Wanderungen nehmen Sie Ihre knöchelhohen, gut eingelaufenen Wanderschuhe mit. Aufgrund der Stromausfälle ist eine Taschenlampe oft sehr hilfreich. Moskitoschutz (Sprays o.ä.) und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor dürfen ebenso nicht fehlen wie eine Kopfbedeckung gegen die Sonneneinstrahlung. Eine detaillierte Ausrüstungsliste mit reisespezifischen Hinweisen erhalten Sie mit Ihren Reiseunterlagen.

Klima

In Madagaskar herrscht vorwiegend tropisches Klima, wobei mehrere Klimazonen die unterschiedlichen Regionen beherrschen.
Von November bis März herrscht in Madagaskar Sommer. Im Hochland sind die Temperaturen noch angenehm, sie können jedoch im Süden auf bis zu 40°C steigen. Fast im gesamten Land ist im sogenannten „Südsommer“ Regenzeit. In diesen Monaten fegen regelmäßig Zyklone über das Land hinweg und richten teilweise große Schäden an.Reisen nach Madagaskar sind deshalb zwischen
Januar und März nur bedingt zu empfehlen (je nach Reiseregion).
Von April bis Mitte Juni kann man das Land sehr gut bereisen. Madagaskar ist dann so kurz nach der Regenzeit wunderbar grün, viele der Pflanzen blühen. Die Temperatur sinkt auf angenehme 22°C.
Im Juli und August ist Winter in Madagaskar und es kann im Gebirge recht kalt werden. Die Temperaturen erreichen im Hochland manchmal den Gefrierpunkt, während jedoch an der Küste gemäßigte Temperaturen vorherrschen. Zudem ist Hauptreisesaison, so dass zu dieser Zeit am meisten Besucher da sind. September und Oktober sind herrliche Reisemonate, es wird wieder wärmer und ruhiger.
Während man im Westen und Süden von April bis Dezember mit relativ wenig Regen rechnen kann, kann es im Osten, vor allem in den Regenwaldgebieten auch in der sogenannten„Trockenzeit“ Regentage geben. Wer also in den Osten fährt (Perinet, Ranomafana, etc.) sollte sicherheitshalber Regenkleidung dabei haben, egal zu welcher Reisezeit.

Küche

Denkt man an Madagaskar, denkt man vermutlich zuerst an Reis, Vanille und vor allem Pfeffer. Dies wäre allerdings sehr kurz gedacht, nennt man Madagaskar doch die Gewürzinsel. Die meisten madagassischen Gerichte sind jedoch unbekannt oder wurden von den Franzosen während der Kolonialzeit eingeführt. Dass so viele typische Gerichte unbekannt sind, ist verwunderlich, bietet Madagaskar die besten Voraussetzungen für eine vielfältige und ausgewogene Ernährung. Denn aufgrund der Vielfalt an unterschiedlichen Klimazonen und damit einhergehenden Lebensräumen findet man hier eine sehr breite Auswahl an Gemüse, Früchten und Gewürzen. Oft ist es allerdings auch ein Privileg der vermögenderen Schicht, diese Vielfalt auch genießen zu können. So manches landwirtschaftliche Produkt ist für einen Teil der Bevölkerung unerschwinglich. Als Fleisch wird hauptsächlich Hühnchen oder Zeburindfleisch gegessen.

Lac Alaotra

Der Lac Alaotra ist Madagaskars größter See und liegt nördlich von Andasibe. Der See ist ein sehr flacher See und ist an den Ufern versumpft. Die Umgebung ist Madagaskars wichtigstes Reisanbaugebiet. Der See ist ein Ramsar-Feuchtgebiet und von internationaler Bedeutung.

Lemuren

Lemuren gehören zur Ordnung der Primaten. Sie werden aber primitiver als Affen angesehen, daher die Bezeichnung Halbaffen. Die Größe der Lemuren reicht von 11 cm beim Mausmaki bis zu 80 cm beim Indri mit einer Schwanzlänge von 50 – 60 cm. Der Schwanz ist meist lang und buschig behaart. Der Geruchssinn spielt bei Lemuren eine größere Rolle als bei Affen. Die Lemuren besetzen verschiedene ökologische Nischen. Die bekanntesten der 100 Lemuren-Arten sind der Katta und der Indri.

Mahajanga

Eine größere Stadt im Nordwesten Madagaskars mit ca. 140.000 Einwohnern. Die Umgebung weist viele Sehenswürdigkeiten auf, allerdings sind diese, bis auf den Nationalpark Ankarafantsika, wegen der Infrastruktur sehr schlecht zu erreichen. Mahajanga besitzt einen Flughafen mit Flügen nach Tana und auf die Komoren.

Mananara Nord

Der 140.000 ha große Regenwald liegt 80 km nördlich von Tamatave an der Ostküste. Hier kommen Lemuren, Fische, Meeresschildkröten und sogar Wale vor.

Mantadia, Nationalpark

Der Nationalpark wurde zum Schutz der Indri und zur Erholung für Wochenendausflügler aus Toamasina und Tana neu eingerichtet.

Marojejy, Nationalpark

Der 60.150 ha große Regenwald ist das regenreichste Gebiet der Insel, es eignet sich sehr gut für sportliche Wanderungen und für Vogelbeobachtungen.

Masoala, Nationalpark

Im unberührtesten Urwaldgebiet Madagaskars gibt es Wasserwege, Wasserfälle und an der Küste atemberaubende Strände.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Madagaskar ist mit der europäischen nicht zu vergleichen. Vor allem auf dem Land fehlen ausgebildete Ärzte und das technische Equipment. Wir empfehlen deshalb dringend den Abschluss einer in Madagaskar gültigen Auslandskrankenversicherung sowie einer guten Reiserückholversicherung. Auf jeden Fall sollte sich in Ihrem persönlichen Gepäck eine individuelle Reiseapotheke befinden, die Sie in Absprache mit Ihrem Hausarzt bestücken.
Im ganzen Land besteht erhöhtes Malaria-Risiko, weshalb Sie mit Ihrem Hausarzt über eine Prophylaxe sprechen sollten. Für weitere Auskünfte hinsichtlich vorbeugender Maßnahmen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder informieren sich beim Auswärtigen Amt.

Midongy du Sud, Nationalpark

Dieser Park befindet sich an der Südostküste der Insel und ist ca. 193.000 ha groß. Hier gibt es Lemuren, Vögel und zahlreiche einheimische Pflanzen.

Montagne d‘Ambre, Nationalpark

Dieser Park ist ein Gesteinsmassiv vulkanischen Ursprungs mit mehreren Wasserfällen und Kraterseen. Mit einem sachkundigen Guide werden Sie sicherlich den Sandfordlemuren, den Kronenlemuren, Gabeldrongos und madagassische Fluchtvögel zu Gesicht bekommen.

Mora Mora

Gerade bei Reisen in ein Land mit einer so anderen Kultur wie in Madagaskar ist es wichtig, sich im Vorfeld darüber klar zu sein, dass Sie in ein Entwickungsland reisen. Vieles entspricht nicht unserer europäischen Vorstellung, mag es das Essen, der Service oder die allgemeine Einstellung der Menschen sein. Hier gilt das Motto „mora mora“, immer mit der Ruhe! Die Madagassen lösen auftauchende Probleme mit großer Gelassenheit und einem Lachen. Lassen Sie sich davon anstecken! Vor allem in den Dörfern ist es leicht, mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen, schon allein weil Scharen von Kindern auf Sie zugerannt kommen. Bedenken Sie, dass auch Sie als europäischer Besucher, als „vazaha“ einen Einfluss auf die Menschen in Madagaskar haben. Gehen Sie sorgsam mit dieser Verantwortung um.

Namoroka, Nationalpark

Dieses Naturreservat ist ein Karstgebiet voller scharfkantiger Felsnadeln korallenen Ursprungs. Dazwischen wachsen Baobabs, Euphorbien und Pachypodien. Der Gebirgsstock von Namoroka ist von einer bis zu 30 m hohen Kalkmauer umgeben, der verschiedene Seen einschließt.

Nationalparks

Es gibt auf Madagaskar 19 Nationalparks, zwei Meeresparks, sechs integrale Naturreservate (nicht für Besucher geöffnet) und 21 Spezialreservate (Stand Anfang 2018). Diese Spezialreservate können in einem Nationalpark integriert sein.

Der Besuch eines Nationalparks ist grundsätzlich mit einer Eintrittsgebühr möglich. Zudem ist ein örtlicher Reiseleiter obligatorisch.

Mit dem Eintrittsgeld werden auch lokale, gemeinschaftliche Mikroprojekte unterstützt, wie z. B. der Bau von Schulen oder Gesundheitszentren.

Nosy Be

Nosy Be ist größer als Ste. Marie und auch viel stärker besucht als die kleine Schwester. Die Insel liegt im Nordwesten und bietet eine gute Infrastruktur. Die verschlafene Idylle von Ste. Marie fehlt hier jedoch. Zahlreiche Naturschutzgebiete laden zum Erkunden ein und auch für Taucher gibt es zahlreiche Tauchgebiete. Weiterhin sehenswert ist die Hauptstadt Andoany mit ihren Häusern aus der Kolonialzeit. Das Ylang Ylang-Museum ist ebenso ein Besuch wert wie das Naturreservat Lokobe, welches man bei einem Tagesausflug besichtigen kann.

Nosy Mangabe

Nosy Mangabe ist eine Insel nahe Maroansetra. Die Insel gehört zum Nationalpark Masoala und ist von Regenwald bedeckt. Hauptattraktion sind die Lemuren, vor allem der Aye-Aye, der hier recht gut beobachtet werden kann. Ein Besuch der Insel ist im Programm inbegriffen, wenn Masoala besucht wird. Evtl. sind einfache Übernachtungen auf der Insel möglich.

Orchideen

Die Anzahl der Orchideenarten beläuft sich in Madagaskar auf über 1.000 Arten. Die Blütezeit der Orchideen beginnt im November.

Pangalanes

Der Canal des Pangalanes ist ein künstlich angelegter Wasserweg, um den Handel mit Booten an der Ostküste unabhängig von den Wetterverhältnissen an der Küste zu ermöglichen. Der Canal ist knapp 650 km lang, von Tamatave bis nach Farafangana.

Pflanzenwelt

Die Pflanzenwelt Madagaskars ist eine der artenreichsten der Welt. Ein Großteil der über 10.000 Pflanzenarten – etwa 25% aller in Afrika vorkommenden Arten – in Madagaskar gilt als endemisch. Das ist wohl weltweit einmalig. Über 1.000 Orchideenarten, zahllose Palmen- und Bambusarten sowie die Sukkulenten, Baobabs und Didieraceen sind für Botaniker von besonderem Reiz. Leider nimmt die Fläche der ursprünglichen Landschaften ab. Vor allem die intensive Rodung machte der Landschaft zu schaffen. Daher wurde 1990 das staatliche Naturschutzprogramm mit Unterstützung der Weltbank initiiert. Ziel des Programms ist es, die geschützte Fläche in den nächsten Jahren auf 60.000 km² zu erweitern. Der Besuch der Nationalparks ist gegen Eintritt und nur mit einem offiziellen Führer gestattet.

Pousse-Pousse

Dieses Verkehrsmittel ist eine Rikscha, die von Menschen gezogen wird. Sie ist sehr beliebt und verbreitet.

Ranomafana, Nationalpark

Einer der interessantesten Nationalparks. Hier wurde vor 20 Jahren ein bis dahin unbekannter Lemur entdeckt: der Goldene Bambuslemur. Der Park beherbergt weitere 26 Säugetierarten und fast 100 verschiedene Vögel, die mit einem guten Führer beobachtet werden können. Den winzigen Mausmaki und die Fossa kann man bei Nachtwanderungen sehen.

Religionen

Etwa 40% der madagassischen Bevölkerung sind Christen. Weitere 7% praktizieren den muslimischen Glauben und etwa 1% sind Hindus. Gleichzeitig glauben viele Madagassen auch an Naturreligionen, die einen starken Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen den Lebenden und den Toten legen. Sie glauben, dass die Verstorbenen ihren Vorfahren in ihrer Spiritualität beiwohnen und dass diese die Schicksale der Lebenden beeinflussen. Die Nähe zu den Verstorbenen wird besonders deutlich bei der Totenumwendung, der „famadihana“. Bei diesem Brauchtum werden die sterblichen Überreste aus dem Familiengrab gehoben und in neue Seidentücher oder Bastmatten gewickelt. Es folgt ein ausgiebiges Fest zu Ehren des Verstorbenen, die Familie und Freunde trinken, essen und tanzen sprichwörtlich mit den Toten. Nach ein oder zwei Tagen wird der Körper mit Geschenken überhäuft wieder zurück in das Grab gelegt. Die Totenumwendungen sind immer eine gute Gelegenheit zur Zusammenkunft, zum Kennenlernen und Treffen der Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn. Durch die enge Verbundenheit zu den Verstorbenen spielen auch „fadys“ (Tabus) noch eine große Rolle bei den Madagassen. So zeigt man z. B. nie mit dem Finger auf eine Grabstätte. Die „fadys“ können von dem Verbot, einen beseelten Stein oder einen heiligen Ort zu betreten, bis hin zu dem Tabu reichen, dass ein bestimmtes Tier nicht gegessen werden darf. Fragen Sie Ihren Reiseleiter vor Ort, ob Sie sich an einem heiligen Ort befinden, so können keine Missverständnisse entstehen.

Rote Tsingys

Dies sind nicht, wie der Name fälschlicherweise suggeriert Tsingys, also Kalksteinspitzen, sondern eine Landschaftsform, die durch die Erosion der roten Lateritschicht entstand, den Tsingys aber in der Form sehr ähnlich sieht.

Route du Sud

Als Route du Sud bezeichnet man die Route Nationale 7, die von Tana bis nach Tuléar führt. Sie ist auch die touristische Hauptstraße, auf der fast alle Touristen fahren. Die Strecke ist knapp 1.000 km lang. Unsere Tour „Baobabs und Lemuren“ folgt weitgehend dieser Route du Sud.

Salary Bay

Salary Bay ist eine abgeschiedene Bademöglichkeit an der Westküste Madagaskars, nördlich von Tuléar. Die Bungalows liegen sehr ruhig. Die Anreise erfolgt per Boot.

Sambava

Sambava ist ein Städtchen im Nordosten Madagaskars mit ca. 40.000 Einwohnern. Vanille, Reis und Kokosnüsse sind die Haupteinnahme der hier lebenden Bevölkerung. Sambava hat einen Flughafen und wird von Tana aus angeflogen.

Sicherheit

Bei Ankunft am Flughafen werden Sie von unserem Partner oder einem Mitarbeiter vor Ort abgeholt. Dieser trägt ein Schild mit der Aufschrift „Urlaub & Natur“ und wird Sie herzlich willkommen heißen.
Tagsüber kann man sich in den Städten und auf dem Land im Allgemeinen sicher fühlen. Man sollte trotzdem vorsichtig bleiben, vor allem hinsichtlich Taschendiebstahl. Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und persönlichen Papieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden. Für afrikanische Verhältnisse ist Madagaskar ein sehr sicheres Land. Auf Märkten und teilweise in Geschäften werden Sie am ehesten Geld verlieren, wenn Sie nicht handeln und somit überhöhte Preise zahlen.

Souvenirs

In Madagaskar werden viele Dinge des täglichen Gebrauchs in Handarbeit hergestellt. So eignen sich auch viele handwerklichen Produkte als Souvenirs. Eine kleine Auswahl:
Zebuhorn – Schälchen und Besteck
Sisal – Körbe und Matten
Holz – Schnitzereien aller Art
Halbedelsteine – Solitaire-Spiele
Papier – handgeschöpftes Papier der Antaimoro
Blech – Spielzeugautos aus alten Dosen
Stoff – Schals und Tischdecken
Oder Sie nehmen Vanilleschoten mit. Sie sind günstig und von guter Qualität.
Auf keinen Fall sollten lebende Tiere, Korallen oder sonstige bedenkliche Souvenirs mitgenommen werden. Fragen Sie Ihren Reiseleiter, wenn Sie sich unsicher sind. Nicht nur, dass Sie damit der Natur schaden, in aller Regel übersteht die „Ware“ den Transport nicht. Sie machen sich auch noch strafbar! Auch der WWF hat nützliche Informationen hierzu.

Sprache

Die Amtssprachen sind Madagassisch (Malagasy) und Französisch. Das Malagasy weist leichte regionale Dialektfärbungen auf und wird im ganzen Land gesprochen. Französisch wird auf dem Land selten gesprochen, in den Städten jedoch kommt man damit gut zurecht. Englisch wird vorwiegend von jungen Madagassen in den Städten gesprochen, ist jedoch nicht sehr weit verbreitet. Unsere Reiseleiter sprechen alle gutes Deutsch und helfen Ihnen gerne bei der Kommunikation mit den Madagassen. Ein paar Worte Malagasy zaubern jedoch ein Lachen auf die Gesichter der Madagassen und öffnen Ihnen Tür und Tor.

Ste. Marie

Diese Insel liegt im Nordosten des Landes und ist eine verschlafene tropische Trauminsel. Sie war lange Zeit Stützpunkt von Piraten, die von hier aus den Indischen Ozean unsicher machten. Erst 1960 ging mit der Unabhängigkeit Madagaskars die Insel an den Staat über. Die Hauptstadt der Insel ist Ambodifotatra an der Westseite, ein noch verschlafenes Dorf mit Hafen und einem netten Marktplatz. Besondere Attraktionen sind der Piratenfriedhof von Ampanihy und die Tauchgründe in den Korallenriffen. Wer wandern will, hat hier viele Möglichkeiten dazu. Die Iles aux Nattes, vor Ste. Marie gelegen, eignet sich auch gut zum Baden und Schnorcheln.

Tamatave

Wichtige Hafenstadt im Osten Madagaskars mit etwa 180.000 Einwohnern. Internationaler Flughafen und nördlicher Startpunkt der Tour auf den Canal de Pangalanes. Der regenreiche Osten mit der großen Hafenstadt Tamatave waren schon seit dem 16. Jahrhundert Anlaufpunkt für Seefahrer aus der westlichen Welt auf ihrer Route nach Indien, bevor der Suez-Kanal die Umrundung Afrikas überflüssig machte. Tamatave ist die größte Hafenstadt Madagaskars und Provinzhauptstadt mit 200.000 Einwohnern. Sie ist durch eine gut ausgebaute Straße mit der Hauptstadt Antananarivo verbunden. Die Hauptverkehrsader zwischen den einzelnen Dörfern der Ostküste ist der landschaftlich herrliche Kanal des Pangalanes.

Tierwelt

Madagaskars Natur ist einzigartig. Die Tierwelt ist artenreich und interessant. Eine Vielzahl der Tiere ist endemisch, d. h. sie kommen nur auf Madagaskar vor. Dies liegt an der langen Isolierung der Insel. Vor etwa 165 Millionen Jahren trennte sich die Insel vom ursprünglichen Kontinent Gondwana. Seither hat Madagaskar eine ganz eigene Evolution. Der hohe Endemismus ist die logische Konsequenz dieser langen Isolierung. So sind über 60% der Vögel und fast 100% der Amphibien, Reptilien und Säugetiere endemisch. Die bekanntesten Säugetiere sind die Lemuren, die mit 32 Arten recht vielfältig sind. Einige Reservate und Nationalparks wurden gerade wegen der Lemurenpopulationen ins Leben gerufen. Andere interessante Säugetiere sind die Schleichkatzen, die mit dem Fossa ihren bekanntesten Vertreter haben. Manche sind tagaktiv, manche nachtaktiv. Selten zu sehen, sind sie aber alle.Die wohl älteste Säugetiergruppe Madagaskars sind die Tanreks. Unter den knapp 30 Arten gibt es ganz unterschiedliche Arten. Manche erinnern stark an unsere Igel, während andere Mäusen oder Ottern ähneln. Die meisten sind auf Madagaskar endemisch. Doch neben diesen Säugetieren faszinieren auch die Amphibien und Reptilien. In letzter Zeit wurden immer wieder neue Arten entdeckt, und man erwartet weitere Neuentdeckungen. Besonders reizvoll ist die Vielzahl an Chamäleon-Arten. Interessanterweise fehlen landbewohnende Giftschlangen auf Madagaskar.

Tsibirinha

Der Tsibirinha ist ein Fluss im Westen Madagaskars. Von Miandrivazo starten üblicherweise Bootstouren bis nach Belo sur Tsibirinha. Die Fahrt dauert 2,5 Tage. Von Belo sur Tsibirinha bieten sich Touren zum Nationalpark Tsingys de Bemaraha an.

Tsimanampetsotsa, Nationalpark

Der See, ein Salzsee mit max. 2 m Tiefe, ist erst seit einigen Jahren Nationalpark und beheimatet Landschildkröten, Flamingos und Enten.

Tulear

Die wichtigste Stadt im Südwesten Madagaskar mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern und Endpunkt der Route du Sud. Ein nettes Städtchen, jedoch ohne große Sehenswürdigkeiten. Interessant ist das Arboretum. Flüge nach Tana, Fort Dauphin und Morondava sind möglich.
Ausgangspunkt für Badeverlängerungen in (->) Ambola, (->) Anakao, (->) Ifaty, (->) Salary Bay.

Unterkünfte

Madagaskar hat eine breite Auswahl an Unterkünften. Man kann in sehr einfachen Unterkünften wie auch in Luxusresorts übernachten. Bei unseren Madagaskar-Reisen legen wir Wert auf die Individualität der Unterkünfte. Wir bevorzugen, schon aus sozialverträglichen Gründen, familiengeführte kleinere Unterkünfte, statt in großen Hotels internationaler Konzerne zu übernachten. Die Hotels und Lodges entsprechen daher den landestypischen Ansprüchen guter Mittelklasse-Unterkünfte. Nur wo es keine Alternativen gibt, werden die Übernachtungen in einfacheren Unterkünften stattfinden. Falls in Ihrem Reiseprogramm eine oder mehrere Zeltübernachtungen beschrieben sind, werden in diesen Fällen die Zelte von uns gestellt. Bei mehreren Nächten im Zelt benötigen Sie einen eigenen Schlafsack und eine Isomatte.

Vogelwelt

Die Vogelwelt Madagaskars weist etwa 250 Vogelarten auf. Das ist verhältnismäßig wenig für ein Land dieser Größenordnung, allerdings sind etwa 60% der Vogelarten endemisch. Der größte Vogel der Insel ist der Mähnenibis. Er bevorzugt sumpfige Landschaften und ist hauptsächlich im Westen und Osten anzutreffen. Ebenso endemisch ist z. B. der Kurol, der zur Familie der Racken gehört.

Volksgruppen

In Madagaskar leben eine Vielzahl von unterschiedlichen Volksgruppen. Diese entstammen unterschiedlichen Einwanderungswellen der zurückliegenden Jahrhunderte. Sie besitzen alle ihre kulturellen und religiösen Überlieferungen. Heute vermischen sich die Unterschiede zwar immer mehr,aber die Eigenheiten der Volksgruppen bleiben weiterhin erhalten. Anders als in den meisten afrikanischen Ländern spricht die Mehrheit die ursprüngliche nationale madagassische Sprache. Man zählt heute in Madagaskar 18 Volksgruppen und diverse Untergruppen. Diese Gruppen haben heute manchmal nur wenige tausend Mitglieder. Die regionale Unterscheidung wird jedoch durch anhaltende Wanderbewegungen und Vermischung untereinander immer schwieriger.

Einige der wichtigsten Volksgruppen sind:
Bara
Ein großer Volksstamm im südzentralen Madagaskar nahe Isalo, Ihosy und Betroka. Sie sind bekannt als Viehdiebe.
Betsileo (“Die Unbesiegbaren”)
Ein bedeutender Stamm und die drittgrößte Bevölkerungsgruppe in den südzentralen Hochländern von Madagaskar. Man findet sie um Fianarantsoa, aber es gibt auch eine Splittergruppe in der Betsiboka Region.
Sakalava (“Leute der langen Senken”)
Die Sakalava leben in Westmadagaskar und sind hier weit verbreitet.
Vezo (Untergruppe der Sakalava)
Sie sind die Meeresnomaden an der Südwestküste, die vom Fischfang leben.

Währung

Die Landeswährung ist seit August 2003 der Ariary, davor war es der Madagaskar-Franc (FMG). Einen Währungsrechner finden Sie u.a. unter https://www.oanda.com/currency/converter/. Auf dem Land werden manche Preise noch in FMG angegeben. Fragen Sie deshalb lieber nach, falls Ihnen ein Preis sehr hoch vorkommt. Geld abheben ist mit einer VISA- oder Master Card in der Regel problemlos machbar, jedoch gibt es nicht in allen Städten Geldautomaten. Tauschen Sie deshalb bei Einreise ausreichend Bargeld um und lassen Sie sich nach Möglichkeit kleine Scheine geben.

Zafimaniri

Die Zafimaniry gehören dem Volksstamm der Betsileo an und leben im Hochland. Bekannt sind sie für ihre Holzschnitzerkunst.

Zahamena, Nationalpark

Das in mehrere Zonen aufgeteilte Schutzgebiet ist sehr abgelegen und selten besucht. Die Besichtigung ist daher schwierig. Im Westen erstreckt sich ein Plateau mit niedrigem, buschigen Wald, im Osten ist der typische Regenwald mit tiefen, kesselförmigen Tälern.

Zeitverschiebung

Sommer MEZ + 1 h
Winter MEZ + 2 h

Zombitse-Vohibasia, Nationalpark

Das Trockengebiet eignet sich sehr gut für Ornithologen. Es ist nicht sehr weit vom Isalo NP entfernt. Hier kommen viele Lemuren, Echsen, Vögel und Chamäleons vor.

Zugfahrt

Der Zug von Fianarantsoa nach Manakara fährt mehrmals in der Woche. Sie dauert ca. 8 Stunden. Die Fahrtage können sich stets ändern. Die Bahnstrecke ist auch für die Versorgung der Bevölkerung wichtig.

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