Kambodscha

An- und Einreise

Die Flugdauer von Deutschland nach Kambodscha beträgt ca. 11 Stunden. Einreise mit Visum (im Vorfeld bei der Botschaft oder bei Einreise erhältlich) und Reisepass, der noch mind. 6 Monate gültig ist (für Deutsche).

Bevölkerung

Rund 16 Millionen Menschen leben in Kambodscha, wovon die Khmer der dominante Teil der Ethnien sind, denn deren Anteil an der Bevölkerung beträgt 86 – 90 %. Sie sind eng verwandt mit dem Bergvolk der Mon, die primär in Birma ansässig sind. Des Weiteren leben in Kambodscha knapp 5 % Vietnamesen, etwa 1 % Chinesen, bis zu 4 % Cham und weitere verschiedene Bergvölker, sowie Laoten und Thais als ethnische Minderheiten.

Der Altersdurchschnitt in Kambodscha liegt bei 21,7 Jahren und die Geburtenrate bei 27 pro 1000 Einwohner. Die Sterberate liegt bei 9 und trotz dessen ist die Kindersterblichkeit mit 52 bei 1000 Geburten recht hoch. Positiv ist dafür aber, dass das Bevölkerungswachstum bei 2,4 % liegt.

Essen & Trinken

In Kambodscha ist wie in fast allen asiatischen Ländern die Basis aller Gerichte Reis. Dazu wird dann meistens gekochtes, gebratenes oder gegrilltes Fleisch und Gemüse serviert. Currys sind in Thailand auch nicht unüblich. Die Streetfood-Kultur in Kambodscha ist ebenso lebendig und vielseitig. Sie können hier zum Beispiel eine der Spezialitäten der Khmer Küche probieren, nämlich Spinnen und Insekten. Außerdem gibt es verschiedene Suppentypen aus Rinderbrühe mit Nudeln und grünem Blattgemüse. Beliebt ist auch die sogenannte Prahok-Paste, die aus kleinen getrockneten Fischen hergestellt wird. Landestypische Gerichte sind zum Beispiel „Amok“ (in Bananenblättern eingelegter Fisch, der mit Zitronengras und Kokosnuss zubereitet wird), „Lok Lak“ (kleine Rindfleischstücke werden in einer speziellen Sauce angebraten und mit einem Spiegelei auf Salatblättern serviert) und „Salor Kor-Ko Sap“ (angebratene Paprika und Auberginen mit Spinat und Kürbis).

 

An Getränken wird meistens in den Restaurants gelber oder grüner Tee gesüßt angeboten, ansonsten Wasser. Den Kaffee trinken die Einheimischen in der Regel mit viel Kondensmilch und die Fruchtsäfte des Landes sind ebenso ein Muss. An alkoholischen Getränken gibt es unter anderem den frisch gezapften Palmwein oder das fade Angkor-Bier.

Flora & Fauna

Knapp 60 % des Landes sind von Wäldern bedeckt und an den niederschlagsreichen Hängen der Gebirge im Westen ist tropischer Regenwald mit Palmen zu finden. Ab einer Höhe von etwa 700 m geht der Regenwald in immergrünen Bergwald über. Die Küste wird von ausgedehnten Mangrovenwäldern bestimmt und in der zentralen Tiefebene gibt es Monsunwälder und laubabwerfende Trockenwälder. Große Teile werden hier von Savannen und Sumpfgebieten eingenommen.

 

Der Kouprey ist eine Besonderheit in der Tierwelt Kambodschas. Ein Wildrind mit einer Widerristhöhe von ca. 2 m. In abgelegenen Gebieten findet man unter anderem indische Elefanten, verschiedene Bärenarten, Tiger und Leoparden. Die Reptilienwelt hat zum Beispiel die bis zu 5 m lange Königskobra zu bieten, aber auch die hochgiftigen Kraits, die ebenfalls zur Gruppe der Nattern gehören. Des Weiteren gibt es auch mehrere Vogelarten. Der 107 km² große Angkor-Nationalpark beherbergt unter anderem eine Reihe seltener Tierarten, wie zum Beispiel den Muntjakhirsch.

Geographie

Die Hauptstadt des Landes ist Phnom Penh und liegt an der Mündung des Flusses Tonle Sab in den Mekong.

Kambodscha ist das kleinste Land in Indochina. Es weist eine Größe von 181.035 km² auf und grenzt im Nordwesten an Thailand, im Norden an Laos, östlich an Vietnam und südwestlich an den Golf von Thailand. Etwa zwei Drittel des Landes werden vom zentralen Tiefland eingenommen. Das zentrale Tiefland wird von der Schwemmlandebene des Mekong im Osten und vom Tonle-Sab-Becken im Westen bestimmt. Das größte Binnengewässer Südostasiens liegt in Kambodscha: der Große See (Tonle Sab). Dieser ist in der Trockenzeit rund 2.500 km² groß und wächst in der Regenzeit auf eine Größe von bis zu 20.000 km². Der Tonle-Sab-Fluss ist die Verbindung zwischen dem Mekong und dem Großen See.

Im Norden liegt die Dankrek-Kette (Khao Phanom Dong Rak), welche ein Sandsteingebirge mit Höhen bis zu 800 m ist. Im Westen und Südwesten von Kambodscha findet man das Kardamomgebirge mit Gipfeln über 1.700 m. Der Phnom Aural liegt östlich des Kardamomgebirges und ist die höchste Erhebung von Kambodscha.

Der bedeutendste Fluss des Landes ist der Mekong. Er entspringt im Hochland von Tibet und mündet in das Südchinesische Meer. Er ist mit seinen 4.200 km der längste Fluss in Südostasien.

Geschichte

Die ersten Siedlungen gab es schon im 4. Jahrhundert, nämlich die der Khmer, der Funanesen und der Cham. Vor allem im fruchtbaren Delta des Flusses Mekong siedelten sich die Menschen an, genauso wie um den See Tonle Sap. Im 8. Jahrhundert vergrößerte sich das Reich der Khmer. Jayavarman II. wurde 802 König und im Jahre 889 wurde Angkor die Hauptstadt des Reiches. Die gigantischen Tempelanlagen von Angkor Wat drückten die Macht aus.

In dieser Zeit blühte das Khmer-Reich. Zu ihm gehörten auch Teile des heutigen Vietnam, Laos und Thailand. Angkor war im 12. Jahrhundert die größte Stadt der Welt, denn dort lebten mehr als 1 Millionen Menschen.

Seit dem 9. Jahrhundert waren die Könige Buddhisten. Es kam immer öfter zu Kämpfen, weil die anderen Staaten ihre Unabhängigkeit vom Khmer-Reich anstrebten. Angkor wurde erobert und man verlegte die Stadt nach Phnom Penh. Es folgten immer wieder Kämpfe gegen Vietnam und Thailand.

Die Herrschaft der Khmer endete gegen Ende des 16. Jahrhunderts, als deren letzter König in thailändische Gefangenschaft geriet. Ab 1840 stand das ehemals so mächtige Land vor der Auflösung, da Vietnam und Thailand gemeinsam in Kambodscha regierten.

Der damalige König suchte sich dadurch Hilfe bei den Franzosen. Frankreich hatte 1859 schon Teile von Vietnam erobert und war seitdem eine wichtige Kolonialmacht in der Region. Somit kam Kambodscha 1863 unter französisches Protektorat. Es gab Vor- und Nachteile: zum einen bauten die Franzosen die Verkehrswege aus und sorgten für eine verbesserte Infrastruktur, zum anderen jedoch beuteten sie das Land zu ihren Zwecken aus.

 

Japan besetzte im zweiten Weltkrieg ganz Südostasien und nach dem Kriegsende (1945) wurden alle Verträge mit Frankreich aufgelöst. Dadurch konnte Kambodscha sich unabhängig erklären. Als jedoch die Japaner das Land verließen, kamen erst die Briten und dann wieder die Franzosen, um ihren Einfluss wieder auszuüben. 1954 dann endlich wurde die französische Vorherrschaft auf der Indochina-Konferenz beendet.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis und Hepatitis A. Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.

Kleidung

Das ganze Jahr über ist leichte Sommerkleidung, die gut waschbar und atmungsaktiv sein sollte, ausreichend. Für die kühlere Zeit von November bis Januar sollte man aber auch zusätzlich leichte Wollsachen dabeihaben. Für die oft recht kühl eingestellten Klimaanlagen sollte man immer eine Jacke oder einen Pullover dabeihaben. In der Regenzeit am besten eine Regenjacke und/ oder ein Regenschirm (ist das ganze Jahr über notwendig).

Klima/ Beste Reisezeit

In Kambodscha herrscht ein tropisches Monsunklima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei ca. 27 °C. Von Mitte April bis Mitte Oktober herrscht Regenzeit, die günstigste Reisezeit ist von November bis April. Die durchschnittlichen Temperaturen in der Hauptstadt Phnom Penh betragen im Januar etwa 26 °C und im Juli 28 °C. Der April ist mit durchschnittlich 30 °C der heißeste Monat.

Kulturelle Besonderheiten

Der Kopf gilt in Kambodscha als heiligstes Körperteil und darf daher nicht berührt werden. Träger, Führer und Angestellte in westlichen Hotels und Restaurants nehmen Trinkgelder gerne an.

 

Feiertage, Bräuche und Mythologien sind zum Beispiel der Unabhängigkeitstag, der alljährlich am 9. November gefeiert wird, der Tag des Sieges, der das Ende des Terrors durch die roten Khmer markiert und am 7. Januar gefeiert wird und der Meak-Bochea-Tag, der von den Theravada-Buddhisten in Kambodscha, Laos und Thailand gefeiert wird, weil sich eins an diesem Tag mehr als 1.000 buddhistische Mönche getroffen haben, um das geistliche Oberhaupt predigen zu hören.

Aber auch viele weitere Feiertage, wie das kambodschanische Neujahrsfest, der Geburtstag König Sihamonis, der Geburtstag des Buddhas, das Wasserfest und der Geburtstag der Königinmutter sind bei Touristen beliebt.

Sprache

Die Amtssprache in Kambodscha ist Khmer. Französisch ist Handelssprache. Dazu wird Chinesisch, Vietnamesisch und vermehrt auch Englisch gesprochen.

Urlaub & Natur

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