Vietnam

An - und Einreise

Die Flugdauer von Deutschland nach Ho Chi Minh Stadt beträgt ca. 14 Stunden, nach Hanoi ca. 11h. Einreise mit Visum (im Vorfeld über Reisebüro erhältlich) und Reisepass, der noch mind. 6 Monate gültig ist (für Deutsche).

Die Familie

Durch den Konfuzianismus wird auch das Verhältnis zur Familie bestimmt. Sie ist die zentrale soziale Stütze, wohl auch bedingt durch ein nicht so stark ausgebildetes staatliches Sozialsystem. Ursprünglich wahrscheinlich ein matriarchalisches System bildete sich ein patriarchalisches System unter der chinesischen Herrschaft aus, in der sich die Frauen aber weit weniger dem Mann unterzuordnen hatten wie in anderen konfuzianischen Gesellschaften dieser Zeit. Durch den Kommunismus kam es aber wieder zu einer starken Emanzipation und so sind Frauen dem Gesetz nach gleichberechtigt und ihre Position innerhalb der Familie ist sehr stark. Die größte Verantwortung lastet jedoch auf den ältesten Sohn. Er hat sich bis zum Schluss um die Eltern zu kümmern und muss auch in Notfällen finanzielle Hilfe leisten, sogar bei entfernten Verwandten. Beim Tod des Vaters übernimmt er automatisch dessen Verpflichtungen.

Geschichte

Der Beginn der Geschichte der Vietnamesen ist schwer zu erfassen. Die Wurzeln ihrer Kultur reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Als erster vietnamesischer Staat gilt das Königreich Van Lang mit Zentrum im Delta des roten Flusses (7.-3. Jh. v. Chr., der Überlieferung im Jahre 2.879 v. Chr. gegründet). Gegen Ende der Dongsonkultur entstanden im südchinesischen-nordvietnamesischen Raum die ersten geschichtlichen Reiche, z.B. Au Lac (um 210 – 179 v. Chr.) und Nam Viet (207 – 111 v. Chr.). 111 v. Chr. annektierte China diese Region und sie erhielt den Status einer Provinz. Daraus resultierten viele Revolten, in dessen Folge die chinesische Herrschaft direkter ausgeübt, z. B. durch eine Sinisierung der vietnamesischen Oberschicht, d. h. Einführung der chinesischen Schrift, des Buddhismus und der konfuzianischen Ethik. Erst im 10. Jh. gelang es den Vietnamesen sich von der chinesischen Herrschaft zu befreien und das Reich von Annam zu bilden. 972 wurde dieses Reich von China anerkannt bei gleichzeitiger Bestätigung chinesischer Oberhoheit. Die folgenden Dynastien entwickelten ein Beamtentum mit fester Rangordnung, Staatsexamina und einer allgemeinen Wehrpflicht. Die Herrschaftsperiode der Lendynastie (1428-1788) wird sogar als goldenes Zeitalter vietnamesischer Kultur und Geschichte angesehen.

Zwischen dem Ende des 16. Jh. bis Ende des 18. Jh. kam es zu einer Zweiteilung des Landes. Zwei rivalisierende Familien, die Trinh in ihrer Eigenschaft als Reichsverweser im Norden des Landes und die Ngyen im Süden wurden dabei von europäischen Großmächten unterstützt. 1802 besiegte dann Ngyen Anh aus dem Geschlecht der Ngyen mit französischer Hilfe die kurzzeitig regierende Dynastie Tay Son und bildeten, zum ersten Mal in der Geschichte vom Roten Fluss bis zum Mekongdelta, das Reich Viet Nam. 1862 wurden mehrere 100.000 Katholiken hingerichtet, Viet Nam wurde daraufhin gezwungen, einige Provinzen an Frankreich abzugeben. Später wurde sogar das ganze Land unter französisches Protektorat gestellt und wurde praktisch damit französische Kolonie. Während des 2. Weltkrieges musste Frankreich zulassen, das Vietnam unter japanische Herrschaft fiel. 1946 drohte Vietnam ein unabhängiger Staat zu werden, Frankreich aber wollte dies nicht zulassen. Es begann der Indochina-Krieg, blutig und mit großer Brutalität geführt. 1956 teilte sich nach der französischen Niederlage das Land in den kommunistischen Norden und den nichtkommunistischen Süden. Die USA unterstützten den Süden gegen kommunistische Aufstände und begannen mit dem Aufbau einer militärischen Präsenz. 1965 traten die USA dann offen in den Vietnam-Krieg ein, der erst 1973 in einem Waffenstillstand endete. Ein daraufhin verhängtes Wirtschaftsembargo wurde 1994 wieder abgeschafft, amerikanische Investoren hatten Nachteile gegenüber Investoren aus anderen Ländern.

Noch heute ist Vietnam stark geprägt durch die amerikanische und französische Besatzungszeit. Französische Kolonialbauten prägen die Städte. Die Folgen der amerikanischen Besatzung sieht man eher an den Verkrüppelungen, die viele Menschen mit sich herumtragen. Es gibt im ganzen Land verteilt auch spezielle Einrichtungen für körperlich und geistig Behinderte. Der Einsatz von chemischen Kampfstoffen sind häufig der Grund für das Schicksal dieser Menschen. Jedoch sind weder Amerikaner noch Franzosen verhasst. Hier dominiert der Wunsch, die Vergangenheit zu vergessen und ein normales Leben zu führen.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis und Hepatitis A. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis sehr sinnvoll sein.

Kleidung

Ganzjährig braucht man atmungsaktive Sommerkleidung. Bei Reisen in den Norden Vietnams sollte man von Ende Oktober bis Januar zusätzlich auch Pullover bzw. Jacken mitnehmen. Die Monate November bis Januar sind oft nasskalt, so dass auch wärmere Kleidung benötigt wird. Gute Sonnenbrillen und Regenschutz sind das ganze Jahr über notwendig. Eine Packliste und weitere Informationen erhalten Sie mit den Buchungsunterlagen.

Klima

Auch durch die Länge des Landes bedingt finden sich 2 Klimazonen vor, zum einen eine gemässigte Klimazone im Norden mit 2 Jahreszeiten und eine tropische im Süden, durch den Monsun bestimmte, mit 3 Jahreszeiten: der kühlen Jahreszeit von November bis Januar, der heissen von Februar bis April und der Regenzeit von Mai bis Oktober. In der Regenzeit wird Vietnam regelmäßig von Taifunen heimgesucht. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei etwa 25°C mit Niederschlägen zwischen 2.000 bis 3.000 mm.

Klima / Beste Reisezeit

Im Norden ist das Klima subtropisch, im Süden tropisch-heiß. Die Zentrale Küste und das Bergland sind ganzjährig gut bereisbar. Die Temperaturen liegen zwischen 21°-34°C. Bester Reisezeitraum für den Süden und Norden ist November bis April.

Sprache

Es wird überwiegend Vietnamesisch gesprochen. Zusätzlich gibt es noch örtliche Dialekte. Im Geschäftsverkehr ist Englisch in Gebrauch. Zeitverschiebung: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +6 Stunden; Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied eine Stunde weniger

Umgangsformen

Vietnam ist eine konfuzianisch geprägte Gesellschaft und somit sind die Formen des persönlichen Umgangs entsprechend kompliziert. Der Einzelne wird weniger als Individuum sondern vielmehr als Teil der Gemeinschaft angesehen, in der er einen festen Platz einnimmt. Die Höflichkeit gebietet es daher, die exakte Anredeform zu wählen, in der die Stellung des Menschen innerhalb seines Familiensystems bzw. der Gemeinschaft zum Ausdruck kommt. So kann je nach verwandtschaftlichem Verhältnis eine Frau als jüngere oder als ältere Tante tituliert werden. Frauen werden von ihren Ehemännern im allgemeinen kleine Schwester genannt – Ausdruck der Rolle als Beschützer. So wird man als Fremder zunächst nach dem Alter oder auch Familienstand befragt werden, kein Zeichen von Neugier oder Unhöflichkeit, sondern von Interesse. Solche Fragen sind auch unentbehrlich, um den sozialen Rang festzustellen und nur so lässt sich die richtige Anrede finden, von denen es endlos viele Formen gibt. Fragen über Beruf, Verdienst, Familienstand, Kinder und Herkunft gehören somit zur Tagesordnung.

Urlaub & Natur

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