Vietnam

An- und Einreise

Die Flugdauer von Deutschland nach Ho Chi Minh Stadt beträgt ca. 14 Stunden, nach Hanoi ca. 11h. Einreise mit Visum (im Vorfeld über Reisebüro erhältlich) und Reisepass, der noch mind. 6 Monate gültig ist (für Deutsche).

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl von Vietnam wird auf etwa 87 Millionen geschätzt und die Bevölkerung ist im Schnitt recht jung. In Deutschland liegt der Altersdurchschnitt bei 44,9 Jahren, in Vietnam bei 27,8 Jahren. Vietnam hat eine Fläche von 332.800 km² zu bieten, was etwa so groß ist wie Deutschland. Der Ahnenkult spielt im vietnamesischen Alltag eine große Rolle neben den Einflüssen des Buddhismus, Animismus, Taoismus und Konfuzianismus. In fast jedem Haushalt befindet sich mindestens ein Ahnenaltar, an welchem die Verstorbenen verehrt und um Rat gefragt werden. Außerdem wird eine Vielzahl an traditionellen Festen zu Ehren von Ahnen veranstaltet.

Etwa 88 % der Bevölkerung sind Vietnamesen, die Kulturell, politisch und sozial eine lange gemeinsame Geschichte aufweisen. Zudem gibt es aber auch noch 53 weitere ethnische Gruppen.

Essen & Trinken

Die vietnamesische Küche wurde stark von der chinesischen Küche beeinflusst. Zusätzlich aber auch von der Thai, Khmer- und indischen Küche. Selbst die Franzosen haben ihre Spuren hinterlassen können, in Form von Kaffee und Baguette.

Die Küche Vietnams kann vor allem mit frischen Zutaten begeistern. Das Gemüse wird wenn nur kurz angebraten, ansonsten roh serviert, damit es die ursprüngliche Frische behält.

Neben Schwein und Rind kommt hier auch Feldratten-, Hunde- und Schlangenfleisch auf den Tisch. Landestypisch ist zum Beispiel „Pho bo“, welches die Nationalspeise von Vietnam ist und aus einer aromatischen Rindersuppe mit Rindfleisch und Reisnudeln besteht. Des Weiteren ist „Goi Cuon“ ebenfalls ein landestypisches Gericht. Es besteht aus Shrimps, Schweinefleisch, Sojabohnensprossen, Reisnudeln, Minze und Salatblättern.

Obwohl man Kaffee nicht unbedingt mit Vietnam in Verbindung bringt, ist es eines der großen Exportländer für Rohkaffee. Dem heißen Klima angepasst, trinkt man den Kaffee auch oft mit Eiswürfeln und der Geschmack weicht deutlich von dem bei uns typischen Geschmack ab. Zudem wird zu jedem Kaffee auch eine Tasse Tee gereicht.

Die in Schnaps eingelegten Schlangen sind ein wahrer Blickfang. Das Trinken gilt als Männlichkeitsbeweis. Neben Schlangen gibt es auch Körperteile weiterer Tiere, die auf diese Art und Weise konserviert werden.

Bier wird in Vietnam mit Eis serviert und sobald das Eis geschmolzen ist, wird es von den Kellnern wieder aufgefüllt, was zur Folge hat, dass das Bier sich immer weiter verdünnt. Lokale Biersorten werden auf Reisbasis hergestellt und gelten als mild.

Flora & Fauna

Wälder bedecken ca. ein Viertel der Landesfläche von Vietnam, jedoch wurde während des Vietnamkrieges ein Teil der ursprünglichen Waldgebiete durch chemische Entlaubungsmittel vernichtet und weitere Gebiete wurden zu landwirtschaftlicher Nutzfläche umgestaltet, bzw. als Energiequelle abgeholzt. Nadelwälder sind überwiegend in den Gebirgen im Nordwesten Vietnams zu finden. In tieferen Lagen findet man lababwerfenden Monsunwald und an der Küste Mangrovenwälder. In Kotschinchina und in den höheren Lagen der Annamitischen Kordillere wächst tropischer Regenwald.

Dank der intakten Walgebiete finden viele Tiere einen geeigneten Lebensraum, dazu gehören zum Beispiel Bären, Leoparden, indische Elefanten, Tapire, Tiger, zahlreiche Schlangen und Reptilien, sowie verschiedene Affenarten. Zu der vielfältigen und zahlreichen Vogelwelt zählen unter anderem Nashornvogel, Schlangenadler, Smaragd-Fliegenschnäpper, Sarus-Kranich, Riesen-Eisvogel, Fischeuel und Blauracke. Vom Aussterben bedrohte Tiere sind in Nationalparks zu finden, wie dem Cat-Ba- und dem Cuc-Phuong-Nationalpark. Darunter sind beispielsweise eine erst in den 90er Jahren entdeckte Unterart des Java-Nashorns, das Vu-Quang-Wildrind und das Riesen-Muntjak.

Geographie

Vietnam liegt in Südostasien und grenzt im Norden an China, östlich und südlich an das südchinesische Meer und im Westen an Laos und Kambodscha. Die Hauptstadt des Landes ist Hanoi und liegt im Norden. Vietnam ist mit 331.100 km² etwas kleiner als Deutschland und der Name des Landes ist auf eine chinesische Bezeichnung zurückzuführen: „Nam Viêt“ = „Land im Süden“.

Das Land zieht sich mit 1.600 km als langer Streifen entlang der Küste Richtung südchinesisches Meer. Im Norden ist das Land max. 600 km breit und im Süden bis zu 350 km. An der schmalsten Stelle beträgt die Entfernung von Laos zum südchinesischen Meer 60 km.

Man kann Vietnam in drei Großlandschaften unterteilen: 1. Tonkin im Norden besteht zum Großteil aus Bergland, das Ausläufer des chinesischen Yunnan-Gebirges darstellt. Der Fan Si Pan ist die höchste Erhebung des Landes mit 3.142 m und liegt hier in Tonkin. 2. Annam liegt in der Mitte des Landes und ist ebenfalls ein Bergland, das eine Höhe von bis zu 2.500 m ca. erreicht. Das Gebirge fällt steil in Richtung südchinesisches Meer ab. 3. Kotschinchina liegt im Süden von Vietnam und wird größtenteils von Hochebenen eingenommen, die in Richtung Südwesten zum Mekong-Tiefland abfallen. Der Mekong ist rund 4.500 km lang und somit der längste Fluss von Südostasien. Er fließt etwa 220 km aus Kambodscha kommend durch Vietnam und mündet dann ins südchinesische Meer. Der Fluss ist in Vietnam in eine Vielzahl von Flüssen aufgefächert, die das riesige Mekong-Delta mit ca. 70.000 km² speisen.

Geschichte

Der Beginn der Geschichte der Vietnamesen ist schwer zu erfassen. Die Wurzeln ihrer Kultur reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Als erster vietnamesischer Staat gilt das Königreich Van Lang mit Zentrum im Delta des roten Flusses (7. – 3. Jh. v. Chr., der Überlieferung im Jahre 2.879 v. Chr. gegründet). Gegen Ende der Dongsonkultur entstanden im südchinesischen-nordvietnamesischen Raum die ersten geschichtlichen Reiche, z.B. Au Lac (um 210 – 179 v. Chr.) und Nam Viet (207 – 111 v. Chr.). 111 v. Chr. annektierte China diese Region und sie erhielt den Status einer Provinz. Daraus resultierten viele Revolten, in dessen Folge die chinesische Herrschaft direkter ausgeübt, z. B. durch eine Sinisierung der vietnamesischen Oberschicht, d. h. Einführung der chinesischen Schrift, des Buddhismus und der konfuzianischen Ethik. Erst im 10. Jh. gelang es den Vietnamesen sich von der chinesischen Herrschaft zu befreien und das Reich von Annam zu bilden. 972 wurde dieses Reich von China anerkannt bei gleichzeitiger Bestätigung chinesischer Oberhoheit. Die folgenden Dynastien entwickelten ein Beamtentum mit fester Rangordnung, Staatsexamina und einer allgemeinen Wehrpflicht. Die Herrschaftsperiode der Lendynastie (1428-1788) wird sogar als goldenes Zeitalter vietnamesischer Kultur und Geschichte angesehen.

 

Zwischen dem Ende des 16. Jh. bis Ende des 18. Jh. kam es zu einer Zweiteilung des Landes. Zwei rivalisierende Familien, die Trinh in ihrer Eigenschaft als Reichsverweser im Norden des Landes und die Ngyen im Süden wurden dabei von europäischen Großmächten unterstützt. 1802 besiegte dann Ngyen Anh aus dem Geschlecht der Ngyen mit französischer Hilfe die kurzzeitig regierende Dynastie Tay Son und bildeten, zum ersten Mal in der Geschichte vom Roten Fluss bis zum Mekongdelta, das Reich Viet Nam. 1862 wurden mehrere 100.000 Katholiken hingerichtet, Viet Nam wurde daraufhin gezwungen, einige Provinzen an Frankreich abzugeben. Später wurde sogar das ganze Land unter französisches Protektorat gestellt und wurde praktisch damit französische Kolonie. Während des 2. Weltkrieges musste Frankreich zulassen, das Vietnam unter japanische Herrschaft fiel. 1946 drohte Vietnam ein unabhängiger Staat zu werden, Frankreich aber wollte dies nicht zulassen. Es begann der Indochina-Krieg, blutig und mit großer Brutalität geführt. 1956 teilte sich nach der französischen Niederlage das Land in den kommunistischen Norden und den nichtkommunistischen Süden. Die USA unterstützten den Süden gegen kommunistische Aufstände und begannen mit dem Aufbau einer militärischen Präsenz. 1965 traten die USA dann offen in den Vietnam-Krieg ein, der erst 1973 in einem Waffenstillstand endete. Ein daraufhin verhängtes Wirtschaftsembargo wurde 1994 wieder abgeschafft, amerikanische Investoren hatten Nachteile gegenüber Investoren aus anderen Ländern.

 

Noch heute ist Vietnam stark geprägt durch die amerikanische und französische Besatzungszeit. Französische Kolonialbauten prägen die Städte. Die Folgen der amerikanischen Besatzung sieht man eher an den Verkrüppelungen, die viele Menschen mit sich herumtragen. Es gibt im ganzen Land verteilt auch spezielle Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte Menschen. Der Einsatz von chemischen Kampfstoffen ist häufig der Grund für das Schicksal dieser Menschen. Jedoch sind weder Amerikaner noch Franzosen verhasst. Hier dominiert der Wunsch, die Vergangenheit zu vergessen und ein normales Leben zu führen.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis und Hepatitis A. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis sehr sinnvoll sein.

Kleidung

Ganzjährig braucht man atmungsaktive Sommerkleidung. Bei Reisen in den Norden Vietnams sollte man von Ende Oktober bis Januar zusätzlich auch Pullover bzw. Jacken mitnehmen. Die Monate November bis Januar sind oft nasskalt, so dass auch wärmere Kleidung benötigt wird. Gute Sonnenbrillen und Regenschutz sind das ganze Jahr über notwendig.

Klima/ Beste Reisezeit

Auch durch die Länge des Landes bedingt finden sich 2 Klimazonen vor, zum einen eine gemäßigte Klimazone im Norden mit 2 Jahreszeiten und eine tropische im Süden, durch den Monsun bestimmte, mit 3 Jahreszeiten: der kühlen Jahreszeit von November bis Januar, der heißen von Februar bis April und der Regenzeit von Mai bis Oktober. In der Regenzeit wird Vietnam regelmäßig von Taifunen heimgesucht. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei etwa 25°C mit Niederschlägen zwischen 2.000 bis 3.000 mm.

Im Norden ist das Klima subtropisch, im Süden tropisch-heiß. Die Zentrale Küste und das Bergland sind ganzjährig gut bereisbar. Die Temperaturen liegen zwischen 21°-34°C. Bester Reisezeitraum für den Süden und Norden ist November bis April.

Kulturelle Besonderheiten

Vietnamesen sind gegenüber Touristen nicht aufdringlich, im Vergleich zu anderen Ländern. Sie sind gläubig, hilfsbereit und solidarisch. Die Bevölkerung achtet sehr auf ein gepflegtes Äußeres, denn das ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts. Man sollte wissen, dass schlecht gekleidete Menschen in Vietnam nicht ernst genommen werden. Folgendes sollten Sie möglichst vermeiden: Badebekleidung auf der Straße oder im Restaurant, Miniröcke oder Hotpants, Oberteile mit dünnen Trägern, Schuhe in Tempeln oder Häusern tragen, Rückenfreie Kleider, ein zu tief ausgeschnittenes Dekolleté, Bikinis am Strand (die meisten Einwohner tragen ärmellose T-Shirts und Shorts).

Wie auch in vielen anderen Ländern, sollte man älteren Menschen gegenüber respektvoll auftreten und allgemein ein ruhiges und höfliches Verhalten zeigen.

Sie sollten vermeiden, auf Menschen zu zeigen, da dies ein Zeichen von Unhöflichkeit ist.

Wenn Sie ein Bild von jemandem machen möchten, sollten Sie vorher um Erlaubnis fragen.

Behalten Sie immer die Geduld und wenn Sie eine andere Meinung haben, ist es angebracht diese nur indirekt und respektvoll kundzutun.

Der Kopf der Vietnamesen gilt als das edelste Körperteil und sollte daher auch auf keinen Fall berührt werden.

Ein zu tiefer Blickkontakt während einer Unterhaltung sollten Sie bestenfalls ebenfalls vermeiden, genauso wie Zuneigung und Zärtlichkeit in der Öffentlichkeit nur diskret gezeigt werden.

Sprache

Die offizielle Amtssprache ist Vietnamesisch. Ein Teil der Bevölkerung spricht jedoch auch Chinesisch und da Vietnam einst eine französische Kolonie war, können viele der Einwohner auch Französisch. Aufgrund des wachsenden Tourismus wurde Englisch in den letzten Jahren immer wichtiger.

Urlaub & Natur

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