Rundreise Namibia und Botswana

03.08. Windhoek - Kalahari

Wenn man frühmorgens in Windhoek auf 1700 m im Winter ankommt, erfährt man sofort einen Temperatur-Schock: Willkommen in Namibia bei 0 Grad. Doch je höher die Sonne stieg, desto wärmer wurde es. Unser erster Weg führte in einen Supermarkt, um die nötigen Lebensmittel für die nächsten Tage zu besorgen. Hier folgte die nächste Überraschung. Vom „Schwäbischen Kartoffelsalat“ über „Spitzbrötchen“ gab es hier sehr viele deutsche Produkte und selbst die Verkäuferin sprach mit uns Deutsch.

Mit dieser Erfahrung im Gepäck nahmen wir die Straße in Richtung Süden, um zur ersten Lodge zu gelangen. Die Kalahari Anib Lodge liegt, wie der Name schon sagt in der Kalahari, mitten in der Einsamkeit. Die dort angebotene Safari machten wir mit und hatten nun schon die ersten Wildtiere gesichtet: Kudus, Gnus, Springböcke, Steinböckchen und ein riesiges Webervogelnest. Mit dem Sundowner in einer schönen Landschaft endete die Safari und wir fuhren zur Lodge zurück.

Ein schmackhaftes Abendessen rundete unseren ersten Tag auf namibischem Boden ab, zu dessen Abschluss das Personal uns noch mit einheimischen Gesängen beglückte – toll!

04.08. Keetmanshoop - Fish-River-Canyon

Gut gestärkt führte uns die Straße weiter nach Süden. Das erste Ziel war der Köcherbaumwald, unter dem Begriff darf man sich jedoch keinen Wald unserer Breiten vorstellen. Die Köcherbäume stehen in einer heißen, trockenen Felslandschaft vereinzelt zwischen den Felsen, die von den Klippschliefern bewohnt werden. Diese possierlichen Tierchen lagen dösend auf den Felsen oder sprangen zwischen ihnen umher. Den idyllischen Platz verließen wir, um anschließend Giant´s Playground, einen Irrgarten aus Felsbrocken, zu erkunden. Eidechsen huschten in den Felsen herum, die aussahen, als wären es riesige aufgestapelte Bauklötze. Anschließend fuhren wir weiter südlich bis zum Fish-River-Canyon. Die Landschaft war durch die Dornstrauchsavanne geprägt: niedrige dornige Sträucher und vertrocknetes Gras säumten die Piste.

In der Canon-Roadhouse-Lodge stärkten wir uns mit Springbock-Filet und Spießen mit Oryx- und Springbock-Fleisch – es war wieder sehr lecker.

05.08. Fish-River-Canyon

Unser Augenmerk war an diesem Tag ganz auf den Fish-River-Canyon gerichtet. Zuerst fuhren wir ein Stück durch die Savannen-Landschaft, um zum Canyon zu gelangen. Weit entfernt zwischen Dornensträuchern entdeckten wir sogar zwei Hartmann´s Bergzebras. Beim Anblick des Canyons wurden wir nicht enttäuscht. Der zwar zu dieser Zeit fast ausgetrocknete Fish-River biegt und windet sich durch die Felsen und wir blickten fast 500 m in die Tiefe auf den recht trockenen Flusslauf hinunter. Die Größendimension beeindruckte uns sehr. Anschließend fuhren wir durch eine imposante Landschaft zu den Ai Ais Thermalquellen. Am Wegrand sammelten wir Rosenquarz und sahen Oryx-Antilopen.

Da uns der Canyon so sehr in seinen Bann gezogen hatte, fuhren wir auf dem Rückweg noch einmal dort vorbei. Das Abendlicht tat sein Übriges und tauchte die Felsen in ein tolles Licht und rief eine schöne Stimmung hervor. Während sich die Sonne dem Horizont zuneigte, trat auf einmal ein Klippspringer-Paar auf und äste friedlich am Wegrand. Mit diesen schönen Bildern im Kopf und auf der Speicherkarte fuhren wir zufrieden zurück zur Lodge.

06.08. Zurück nach Norden – Lake Oanob

Der heutige Tag war ein Fahrtag, denn wir hatten eine längere Strecke zurück in Richtung Windhoek vor uns. Unterwegs grüßten uns einige Oryx-Antilopen und Springböcke, während wir den strahlend blauen Himmel und die freie Piste genossen. In Keetmanshoop machten wir eine Pause, um zu tanken und Lebensmittel einzukaufen. Mit vollem Tank setzten wir die Fahrt auf der Schnellstraße fort. Plötzlich zogen einige kleine Wolken am Himmel auf, dies war uns bislang fremd in Namibia. Ein strammer Wind kam hinzu und wehte kräftig über die Ebene, die Temperatur blieb jedoch bei 29 Grad.

Kurzerhand beschlossen wir einen Abstecher zum Hardap-Game-Reserve zu machen. Nur wenige Kilometer von der Schnellstraße entfernt, lag das landschaftlich sehr schöne Reservat. Die trockenen Grasbüschel wogen im Wind und ließen mit ihrem beige-farbigen Farbton die Landschaft leuchten. Die Berge sahen wie kleine Vulkankrater aus und lagen verstreut im Gelände. Es war eine idyllische Stimmung und die schon bekannten Antilopenarten taten ihr Übriges. Zudem konnten wir Warzenschweine, Schabrackenschakale und Bergzebras entdecken. Mit diesen Eindrücken fuhren wir schließlich zu unserer nächsten Unterkunft an den Lake Oanob.

07.08. Am Lake Oanob

Da heute ein Ehepaar, welches mit uns die Reise machen will, vom Flughafen abgeholt werden musste, fing der Tag eher ruhig an. Nach einem kleinen Spaziergang in der Umgebung, wurde zunächst einmal Mittagsruhe gehalten. Während dieser Siesta gesellte sich eine kleine, anhängliche Katze zu uns. Die plötzlich starr vor sich schaute und nicht mehr daran interessiert war, gestreichelt zu werden. Hinzu kam ein leise rauschendes Geräusch – eine etwa 1,20 m lange Schlange hatte die Aufmerksamkeit der Katze und auch unsere auf sich gelenkt. Der Anblick der fast geräuschlos schlängelnden Schlange war schon ein wenig Respekt einflößend, aber toll anzusehen!

Nachmittags machten wir einen erneuten, größeren Rundgang auf dem Gelände des Resorts. Dabei trafen wir auf etliche Tiere. Voller Erstaunen sahen wir Elenantilopen, Kuhantilopen, Nyalas, Steppenzebras, Giraffen und Gnus. Der Fotoapparat hatte in dieser Stunde viel zu tun. Nach dem Studium unseres Säugetierbuches wurde unsere Vermutung jedoch klar, dass einige Tierarten in diesem Park angesiedelt worden waren. Als Einstieg in die Tierwelt der Savannen war dieses Erlebnis schön, aber wir freuten uns dennoch auf die Tiere in der „freien Wildbahn“.

08.08. Naukluft Berge

Ab jetzt lautete das Motto „ab in die Wüste“, denn unser Weg führte in den Namib-Naukluft- Nationalpark. Bevor das Wüsten-Erlebnis seinen Höhepunkt finden sollte, machten wir zuerst eine kleine Wanderung auf dem Waterkloof-Trail in den Naukluft-Bergen. Die Dame, bei der wir den Eintritt gezahlt hatten, gab uns den wichtigen Hinweis, alle Nahrungsmittel im Auto so zu verdecken, dass die Paviane sie nicht sehen können. Gesagt, getan, denn wir hatten keine Lust auf ein aufgebrochenes Auto! Die Wanderung war sehr schön und landschaftlich interessant, denn wir liefen an einem Gebirgsbach entlang, den wir in dieser Form in dieser Landschaft nicht vermutet hätten. Einige Klippschliefer hüpften in den Felsen umher und zwei Klippspringer kreuzten unseren Weg.

Anschließend setzten wir den Weg durch das Bülls-Port, einem Tal mit schönen Bergformen fort, bis wir an die bekannte Tankstelle in Solitaire kamen. Dort begrüßten uns als erste einige Fuchsmangusten, die dort ihr Zuhause haben. Gegen 17 Uhr starteten wir zur letzten Etappe unserer Fahrt und erfreuten uns an den durch die Abendsonne rötlich gefärbten Bergen. Vor dem absoluten Sonnenuntergang erreichten wir schließlich die Namib-Desert-Lodge und stärkten uns an einem leckeren Buffet. Danach gingen wir zeitig zu Bett, denn der Wecker war sehr früh in Alarmbereitschaft gestellt.

09.08. Namib Wüste

Um 5 Uhr holten wir unsere Frühstückspakete ab, um frühzeitig nach Sesriem zu fahren, denn wir wollten den Sonnenaufgang in den Dünen von Sossusvlei erleben. Wie angekündigt, wurde das Tor zum Park um 6.30 Uhr geöffnet. Wir hatten Sorge, dass die Sonne schneller steigt, als wir in den Dünen sind. Aber auf dem Weg ins Herz von Sossusvlei begleiteten uns schon die rot leuchtenden Dünen, Oryxe, Springböcke und Strauße wärmten sich in der aufgehenden Sonne und wir hielten immer wieder an, um diese Stimmung mit der Kamera festzuhalten. Für die letzten 4 km stiegen wir in ein Allrad-Fahrzeug um, denn der Weg wurde zu einer Sandpiste.

Umweht von einem strammen Wind, stiegen wir im Gebiet „Deadvlei“ auf eine Düne. Die Rundumsicht war grandios und ebenso der leichte Abstieg. Wir hatten zwar danach die Schuhe gefüllt mit Sand, aber es entschädigte für den mühsamen Aufstieg. Umgeben von den höchsten Dünen der Welt, standen wir nun in der weißen Kalkpfanne mit etwa 500 Jahre alten, abgestorbenen Kameldornbäumen, von denen nur noch die dunklen Stämme und Äste übrig sind – jedoch die Zeit in der Trockenheit überdauert haben! Der Farbkontrast konnte nicht extremer sein.

Schließlich besuchten wir in Sesriem noch den gleichnamigen Canyon, der imposante Formen zeigte. Wir gingen unten im ausgetrockneten Flussbett und staunten über die Formen des Gesteins, die das Wasser – wenn es mal welches gibt, geschaffen hat. Erfüllt mit all diesen Eindrücken fuhren wir zur Lodge zurück.

10.08. Walvis Bay und Swakopmund

Der heutige Tag war geprägt von einer nicht so spektakulären Landschaft wie am Tag zuvor. Zuerst hielten wir nochmals in Solitaire, um zu tanken und den viel gelobten Apfelkuchen der hiesigen Bäckerei zu kaufen. Nachdem wir einige Zeit den Ockerfußhörnchen zugeschaut hatten, setzten wir die Fahrt Richtung Swakopmund fort. Der Weg führte uns durch eine seltsam anmutende Mondlandschaft. Die Piste war ruppig und stellenweise kurvenreich. Nach der Überquerung des Kuiseb-Passes wurde die Landschaft öde, denn es folgte eine endlose, trostlose Kieswüste. Noch nicht einmal ein Tier war hier zu sehen! Doch endlich änderte sich die Landschaft, denn es tauchten gelbe Dünen auf und die Stadt Walvis Bay erschien am Horizont. In Walvis Bay fuhren wir in die Lagune, um nach Vögeln Ausschau zu halten. Hunderte von großen und kleinen Flamingos tummelten sich hier. Außerdem entdeckten wir diverse Regenpfeifer, Limikolen und Enten. An einigen Stellen lagen Teile von Flamingokadavern, die wir uns anfangs nicht erklären konnten, bis zwei Schabrackenschakale die Straße kreuzten!

Begleitet vom Wellengang des Atlantiks auf der einen und den Sanddünen auf der anderen Seite, fuhren wir die letzten Kilometer des Tages bis nach Swakopmund.

11.08. Welwitschia Trail und Swakopmund

Welwitschia mirabilis – welch ein Name! Was verbirgt sich dahinter? Diese sollte der Endpunkt unserer heutigen Tour auf dem Welwitschia-Trail sein. Also fuhren wir aus der Stadt heraus auf´s platte Land, in die Wüste. Der Trail hat 13 Stationen, an denen wir hielten und uns diverse Schönheiten anschauten: die Mondlandschaft mit wild zerklüfteten Bergen, eine Oase, Bergkämme aus deren Spalten dunkles Magma ausgetreten ist, Taler- und Tintenbüsche und zuletzt die Welwitschia. Es ist eine Pflanze, gar ein lebendes Fossil mit einem kurzen, dicken Stamm, schlichtweg ein Wunder in dieser lebensfeindlichen Landschaft. Die größte Pflanze ist zugleich mit etwa 1500 Jahren die älteste und wird sinnvoller Weise durch einen Zaun geschützt.

Nachmittags machten wir einen Stadtrundgang in Swakopmund, bewunderten Häuser mit den Baujahren 1905 oder 1901 und deutschsprachigen Aufschriften und kauften hier und da etwas ein.Wir wunderten uns über die vielen Schilder in deutscher Sprache und Menschen, die uns mit „Guten Tag“ begrüßten noch bevor wir überhaupt ein Wort gesagt hatten.

12.08. Cape Cross

Mit Vorräten versorgt, begaben wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Das erste Ziel des Tage sollte das Cape Cross sein. Namhaft wurde der Ort am Atlantik zuerst durch Diego Cao, der hier im 15. Jahrhundert mit seinem Schiff gelandet war. Heutzutage haben zig tausende von Kapohrenrobben die Felsen an der Küste in Besitz genommen. Hunderte schwammen im Meer, weitere hunderte tummelten sich auf den Felsen und schliefen oder die Bullen kämpften um ihr Revier. Der von den Robben ausgehende Geruch – besser Gestank – hing uns Abends noch in den Haaren! Diese Robbenkolonie war ein Erlebnis mit fast allen Sinnen.

Der Weg zur Twyfelfontein Country Lodge führte uns anfangs durch eine endlos scheinende, öde Wüste. Einzig der höchste Berg Namibias, der Königstein, brachte uns etwas Abwechslung. Doch nach etwa 90 km änderte sich die Landschaft wieder. Es gab grün belaubte Bäume und Büsche und interessante schöne Hügel erhoben sich. Am Straßenrand boten uns Männer Mineralien an und Herero- und Himba-Frauen ihre Produkte. Vier Giraffen gaben ein erstes Zeugnis für tierische Bewohner in dieser Region. Mit der untergehenden Sonne erreichten wir schließlich die wunderschön in den Felsen gelegene Lodge.

13.08. Twyfelfontein

Geschichtlich sollte der Tag mit den Felsgravuren von Twyfelfontein beginnen. Eine humorvolle, jedoch informativ berichtende junge Frau führte uns durchs Gelände und erzählte uns allerhand Interessantes zu den mit Quarz in die Granitfelsen geritzten Gravuren. Nashörner, Giraffen, Oryx, ein Löwe, Hufspuren und gar menschliche Fußabdrücke waren zu sehen. Der Rundgang war ein sehr schöner Einblick in die Historie und Volkskunde Namibias und beeindruckte uns stark. Erdgeschichtlich ging es bei den „Orgelpfeifen“ weiter, über 100 Mio. Jahre alte Basaltsäulen, die tatsächlich wie Orgelpfeifen in der Landschaft stehen und dem „Verbrannten Berg“. Dieser ist eine Erhebung dunklen Schlackengesteins inmitten von helleren Bergen.

Durch bergig-hügelige Landschaft führte uns die Straße weiter nordwärts. Auffällig war, dass die Anzahl der Bäume mehr wurden und diese auch mehr Blätter trugen – die Landschaft wurde also grüner. Außerdem war die rote Erde mit den ebenso farbigen Steinen auffällig. Eine Himba-Frau konnten wir auf dieser Erde nur schwer erkennen! Das Ziel „Fort Sesfontein“ erreichten wir schließlich am späten Nachmittag.

14.08. Hoanibtal

Wüstenelefanten sollten wir bei einem Ausflug ins Hoanibtal zu sehen bekommen. Also starteten wir mit einem Einheimischen in einem Allrad-Auto ins besagte Tal. Der Weg führte über eine Sandpiste durch eine trockene Landschaft, die jedoch nicht richtig wüstenartig wirkte, weil relativ viele Bäume das Tal begrünten. Wir erfuhren, dass der Hoanib immer Wasser in sich führt, aber in der Trockenzeit oberirdisch oft nur als Tümpel. Unser Fahrer suchte während der Fahrt nach den Wüstenelefanten. Während der weiteren Fahrt zeigten sich uns mehrere Tiere und sogar Elefantenkühe mit ihren Jungtieren. Die Wüstenelefanten gaben in dieser grünen Oase ein friedliches, stimmungsvolles Bild ab. Außer den Dickhäutern sahen wir auch noch Oryxe, Springböcke, Steinböckchen, Klippspringer, Paviane und zwei Ägyptische Gänse. Nach unserer Rückkehr in die Lodge am späten Nachmittag sortierten wir gedanklich unsere Eindrücke und genossen die Ruhe im Innenhof der Lodge. Nach dem Abendessen fragte uns die Kellnerin, ob wir einverstanden wären, wenn Schüler der ortsansässigen Schule einige Lieder singen würden. Natürlich bejahten wir und es war toll zu sehen und zu hören, mit welcher Stimmgewalt und welchem Enthusiasmus die Gruppe ihre Lieder vortrug. Sie sangen zugunsten der Renovierung des Hostels, in dem die Schüler von außerhalb während der Schulzeit wohnen – eine tolle Sache!

15.08. Fahrt zum Etosha-Nationalpark

Über den Ort Palmwag mussten wir heute wieder ein Stück zurück fahren, um in Richtung Etosha- Nationalpark zu kommen. Auf dem Weg boten sich uns immer wieder tierische Begegnungen. Sieben Giraffen kreuzten als erste unsere Straße, damit war uns schon klar geworden, wer hier den Vortritt hat. Einige Kilometer weiter, die schöne Landschaft querend, flogen drei Schwarzstörche rechts neben der Straße und landeten sogar zu einem Fotostopp an einem Bach. Schließlich wurde der von Gras bewachsene Randstreifen der Hauptstraße zum Nationalpark noch von etlichen Warzenschweinen belebt, die darauf friedlich grasten. Nachdem wir die Erlaubnis für den Etosha-Nationalpark ausgefüllt hatten, waren wir endlich drin und die Spannung stieg. Was würden wir zu sehen bekommen? Vor dem Sonnenuntergang und der Schließung des Tores zum Restcamp machten wir noch eine kleine Rundfahrt im Park und wurden belohnt durch die Sichtung von Oryxen, Gnus, Schabrackenschakalen, Fuchsmangusten, einem Elefanten, Trappen und Springböcken direkt am Wegrand. Am beleuchteten Wasserloch herrschte Abends eine ruhige Stimmung, obwohl viele Leute dort waren, denn jeder wollte Tiere sehen. So tauchte auch aus der Finsternis auf einmal ein Spitzmaulnashorn auf. In aller Gemütlichkeit trottete es auf leisen Sohlen zur Wasserstelle und trank. Nach einiger Zeit verschwand es schließlich wieder in der Dunkelheit. Da wir am nächsten Tag sehr früh starten wollten, verschwanden wir ebenfalls in den Zimmern!

16.08. Etosha-Nationalpark

Um 5 Uhr klingelte der Wecker und nach einem stärkenden Frühstück saßen wir um 6.40 Uhr im Auto, um den Etosha-Park zu erkunden. Wir verließen also unser Restcamp Okaukuejo und fuhren entlang der Salz-Tonpfanne Richtung Osten. Zuerst fuhren wir durch die Grassavanne mit niedrigem Grasbewuchs. Hier bewegten sich große Herden von Giraffen und Zebras. Oft standen die Springböcke und Zebras unmittelbar am Wegrand und ließen sich nicht durch uns stören. An einem Wasserloch stoppend schalteten wir den Motor aus und warteten. Plötzlich erschienen einige Zebras und näherten sich dem Wasserloch, es wurden immer mehr und eine Zählung unsererseits ergab etwa 50-60 Tiere. An einem weiteren Wasserloch tummelten sich dann Springböcke, Gnus, Oryxe und Strauße. Je weiter wir nach Osten kamen, desto höher wurde der Bewuchs. Aus der Zwergbuschsavanne wurde schließlich die Baumsavanne und zu den schon erwähnten Tieren kamen nun noch Kuhantilopen, Schwarznasen-Impalas, Steinböckchen und Elefanten. Eine Szene aus Disneys „Dschungelbuch“ erlebten wir in der Realität, als wir das letzte Wasserloch ansteuerten. Ungefähr 60 Elefanten zogen hintereinander laufend über die Straße, um vor uns am Wasserloch zu sein. Wir ließen die grauen Riesen natürlich passieren, aber motorisiert waren wir dann doch noch schneller. So sahen wir die Elefanten-Parade an die Wasserstelle kommen. Was sich uns anschließend bot, war einmalig. Unter strenger Bewachung von zwei Bullen wurde zuerst getrunken und dann ging es erst richtig los. „Badetag bei Elefants“ tauften wir die Plantscherei und Spritzerei. Drei durstige Giraffen hatten keine andere Wahl, als vom Rand zuzuschauen. Schweren Herzens trennten wir uns von der Herde und fuhren die letzten Kilometer bis zur Namutoni-Lodge.

17.08. Fahrt nach Rundu

Ein Schwergewicht von 54.000 kg sollte unser erstes Ziel sein. Also verließen wir den Etosha-Nationalpark und fuhren in Richtung Tsumeb. Das Schwergewicht entpuppte sich als größter Meteorit der Welt, der vor etwa 80.000 Jahren an dieser Stelle seinen Platz gefunden hatte. Dann fuhren wir weiter nach Rundu, direkt an der angolanischen Grenze gelegen am Kavango-Fluss. Die geteerte Straße, der Trans-Caprivi-Highway, führte, je näher wir Rundu kamen, durch viele Siedlungen und Dörfer. Hier konnten wir trotz der Geschwindigkeit das dörfliche Leben ein wenig sehen. Kinder spielten mit Bällen oder Reifen, Frauen saßen zusammen und tauschten sich aus, Männer fuhren in von Eseln oder Kühen gezogenen Karren. Hier und da sahen wir Frauen, die das Gras für die Dächer bearbeiteten. Apfelsinen oder Schnitzereien wurden am Straßenrand zum Verkauf angeboten.

Die Landschaft hatte sich auch wieder geändert: Das Gras wuchs höher, es gab mehr belaubte Bäume und wir erkannten Spuren von Land- und Viehwirtschaft. Angetan von diesen Eindrücken erreichten wir schließlich die Kaisosi-River-Lodge. Wir hatten Zimmer mit Blick auf den Kavango und auf der anderen Uferseite auch nach Angola.

18.08. Caprivistreifen - Mahango-Game-Reserve

Mit einer einstündigen Bootsfahrt auf dem Kavango starteten wir an diesem Morgen den Tag. Dabei sahen wir einige schöne Vögel, wie z.B. Nachtreiher und Eisvögel, und auf der angolanischen Seite konnten wir einige Menschen bei der Arbeit sehen. Nach dem Frühstück setzten wir unsere Fahrt durch den Caprivistreifen fort. Auf halber Strecke verließen wir die Hauptstraße, um das Mahango-Game-Reserve zu besuchen. Wir fuhren durch das Reserve wachen Blickes, denn die Dame am Eingang hatte uns viele Tiere versprochen. Sie sollte Recht behalten! Da das Reserve am Kavango liegt, leben hier wegen des Wassers alleine schon viele Tiere, aber auch solche, die auf das Wasser angewiesen sind. Die gesichteten Elefanten, Zebras, Giraffen, Warzenschweine, Kudus und Strauße waren uns schon ausreichend bekannt. Neu entdeckt haben wir bei dieser Tour Flusspferde, Großriedböcke, Pferdeantilopen, Buschböcke, Impalas und Grüne Meerkatzen. Außerdem gab es viele Vögel, die uns staunen ließen. Dabei war eine Racke farblich am auffälligsten: grün auf dem Kopf, altrosa die Brust, türkis und blau die Flügel – einfach brillant!

Das Game-Reserve hatte uns so sehr in seinen Bann gezogen, dass wir erst im Dunkeln die Namushasha-Lodge erreichten. Unter dem Sternenzelt, dem Zirpen der Grillen und den Rufen der Elefanten in der Dunkelheit nahmen wir das Abendessen ein – stimmungsvoller konnte der Tag nicht enden!

19.08. Bootsfahrt auf dem Kwando

Morgens stellten wir fest, dass im Caprivistreifen die Uhr ein bisschen anders tickt, als im westlicheren Teil Namibias. So stellten wir erst einmal die Uhrzeit um eine Stunde vor. Danach besuchten wir ein nachgebautes, typisches Dorf der Region, das jedoch leider noch nicht ganz fertig war. Deshalb konnten wir nur die Bauten an sich anschauen. Um die Mittagszeit gönnten wir Geist und Augen eine Ruhepause und genossen die Zeit auf der Terrasse unserer Zimmer mit Blick auf den Fluss. Dieser sollte schließlich das nächste Ausflugsziel werden. Um 16 Uhr bestiegen wir ein Boot, um auf dem Kwando-Fluss eine Tour mit Sundowner zu machen. Zwischen dem hohen Schilf und Papyrus durchfahrend entdeckten wir immer wieder im Wasser stehende Elefanten, die genüsslich fraßen. Ab und zu schauten Ohren, Augen und ein Maul aus dem Wasser – Flusspferde! Doch bevor die Kameras auslösen konnten, waren die Tiere abgetaucht. Am Ufer standen im hohen Gras zwar auch Flusspferde, aber an die kamen wir nicht näher heran. Dafür grüßten uns insgesamt 6 große Elefantenherden mit je etwa 30 Tieren vom Ufer. Eisvögel und bunt schillernde Bienenfresser saßen Portrait auf Ästen, ein kleines Krokodil posierte auf einem Zweig, ein Wasserwaran kreuzte schwimmend unseren Weg und die Letschwe-Antilopen sprangen aufgeschreckt davon. Wunderbar! Nur die Wasserbüffel hatten keine Lust auf Annäherung und blieben auf Distanz stehen. Am Ufer hielten wir an, um den Sundowner zu genießen. Rot glühend neigte sich die Sonne dem Horizont zu und alle Teilnehmer waren erfüllt vom Gesehenen.

20.08. Katima Mulilo und Grenze nach Botswana

Ein traditionelles Dorf, Lizauli-Traditional-Village, besuchten wir, um einen Einblick in das Leben und die Kultur der Kavango-Menschen zu bekommen. Vorgeführt wurde uns, wie die Menschen in dieser Region früher schmiedeten, Mais verarbeiteten, Körbe flochten und musizierten. Beeindruckend waren der Gesang und der Tanz des Medizinmannes. Abschließend kauften wir einige der dort hergestellten Körbe als Souvenirs. Über den Trans-Caprivi-Highway fuhren wir bis Katima Mulilo und besuchten den Markt. Das bunte Durcheinander von Gemüse, Obst, Trockenfisch, Tüchern, Süßigkeiten und Frisören war interessant.

Als wir die letzten Kilometer auf namibischem Boden hinter uns gelassen hatten, passierten wir die Grenze nach Botswana. Grenzformalitäten mussten erledigt werden. Dazu gehörte auch, dass wir alle Schuhsohlen auf eine Dekontaminierungsmatte drücken mussten (wegen der Maul- und Klauenseuche im nördlichen Afrika). Das Auto fuhren wir durch eine entsprechende Flüssigkeit. Die für diese Aktion zuständige Lady kontrollierte auch, ob wir noch Obst im Auto hatten. Die gefundenen Apfelsinen mussten wir an Ort und Stelle aufessen. Auf diese Weise gestärkt durften wir nach Botswana einreisen! Nach kurzer Fahrt erreichten wir in Kasane die Chobe-Safari-Lodge, auf deren Gelände auch schon Meerkatzen und Warzenschweine Einzug gehalten hatten. Mit Blick auf den Chobe-Fluss nahmen wir ein schmackhaftes Abendessen ein.

21.08. Safaritag im Chobe-Nationalpark

Der heutige Tag trägt zu Recht die Überschrift „Safari-Tag“, denn für uns waren drei Ausflüge geplant. Er begann um 6 Uhr mit einer Jeep-Safari im Chobe-Nationalpark. Der morgendlich kühle Fahrtwind blies uns während der Fahrt ins Gesicht, aber die Aussicht auf viele Tiere ließ uns die Kühle vergessen. Impalas und Elefanten fraßen ruhig Gras, bis auf einmal einige Impalas eine Körperhaltung eingenommen hatten, die unserem Guide verriet, dass Gefahr in Verzug war. Diese Gefahr entpuppte sich Sekunden später als herum schleichender Leopard! Wir folgten ihm und waren von diesem Tier tief beeindruckt. Direkt vor unserem Jeep verschwand er dann im Gebüsch. Des Weiteren beeindruckte uns eine Herde von etwa 400 Wasserbüffeln, die ebenfalls unseren Weg kreuzten. Paviane, Giraffen, Zebramangusten, Kudus, Rappenantilopen und Flusspferde waren weitere gesichtete Säugetiere und an besonderen Vögeln sahen wir Perlhühner, Schreiseeadler und eine Riesentrappe.

Mit dem Frühstück gestärkt folgte um 11 Uhr eine 2-stündige private Bootsfahrt und nachmittags eine 3-stündige Tour auf einem größeren Boot auf dem Chobe. Bei der ersten Tour stand die Vogelbeobachtung im Vordergrund und bei der zweiten die Säugetiere. Immer wieder steuerten wir das Ufer an, um die Tiere aus nächster Nähe sehen zu können. Schlangenhalsvögel, Klaffschnabel, Löffler, Nimmersatt, Jakana, Eisvögel, Ibisse, Skimmer, Glockenreiher, Marabus, Schreiseeadler, Kormorane und Sichler gaben ihr Stelldichein. Ebenso zahlreich präsentierten sich nachmittags Elefanten, Letschwe-Antilopen, Pukus, Ellipsenwasserböcke, Kudus, Rappenantilopen, Impalas, Wasserbüffel, Flusspferde, Krokodile und Wasserwarane. Wir waren höchst erstaunt, auf Flächen von noch nicht einmal einem Quadratkilometer mindestens fünf Säugetierarten zu sehen und dann auch noch in großer Anzahl pro Art. Alles in allem war dies ein tierisch guter Tag!

22.08. Ausflug zu den Victoria-Fällen in Simbabwe

Victoria-Fälle – die weltberühmten Wasserfälle am Sambesi waren heute unser Ziel! Dazu mussten wir von Botswana nach Simbabwe einreisen. Natürlich wollten nicht nur wir diesen Ausflug machen und entsprechend lang war die Warteschlange an der Grenze. Nachdem die Visagebühren bezahlt waren, konnten wir durch den Sambesi-Nationalpark bis zum Ort Victoria Falls weiter fahren. An den Victoriafällen gingen wir zuerst zur Statue von Livingstone, der als erster die Wasserfälle bekannt gemacht hat und ihnen den Namen gegeben hat. Für die Einheimischen sind die Fälle „donnernder Rauch“ und dieser Name beschreibt eigentlich deutlich, was man zu sehen bekommt. Auf 1700 m Breite stürzt der sonst ruhig fließende Sambesi in eine circa 100 m tiefe Spalte. Das dabei entstehende Schauspiel ist tatsächlich „donnernder Rauch“ – die Gischt spritzt bis zu den Aussichtspunkten hoch und bietet eine wunderbare Abkühlung. Unsere Reisezeit erwies sich als sehr günstig, denn die Gischt vernebelte uns nicht die Sicht und tolle Bilder konnten mit der Kamera festgehalten werden. Auf dem Weg entlang des Wasserfalls gingen wir durch einen kleinen Regenwald, der durch die Gischt entstanden ist.

Bevor der Bus uns wieder nach Botswana zurück brachte, gingen wir noch im bekannten Victoria Falls Hotel aus dem Jahre 1904 einen Kaffee trinken. Dabei hatten wir einen wunderbaren Blick auf die tiefe Schlucht, durch die der Sambesi weiter fließt und die Stahlbogenbrücke, die nach Sambia führt. Diesen Blick könnte Livingstone ebenfalls genossen haben! Dieses gigantische Naturschauspiel wird für uns unvergesslich bleiben!

23.08. Frühsafari und Fahrt nach Maun

Da in unserem Ausflugspaket noch eine Tour zu machen war, haben wir an diesem Morgen noch einmal eine Frühsafari mit dem Jeep gemacht, um dieses Mal auf „Löwenjagd“ zu gehen. Also saßen wir um 6 Uhr wieder im Jeep unseres Guides Innocent und fuhren los. Erneut lautete die Parole, dass wir zuerst wieder nach Großkatzen Ausschau halten. Deshalb fuhren wir eine längere Strecke in den Park hinein. Über Funk bekam Innocent zuerst die Meldung, dass ein Leopard gesichtet worden war, dann jedoch spurlos im Gebüsch verschwunden war. Kurze Zeit später beschleunigte er die Fahrt, denn es wurden Löwinnen gesehen. Zuerst kam jedoch die Büffelherde vom Chobe-Fluss auf uns zu. Schließlich wurde ein Löwin im Gebüsch entdeckt. Es war ein erhebendes Gefühl diese mächtige Großkatze in 40 m Entfernung zu sehen! Schließlich sahen wir auch die beiden anderen Löwinnen. Hintereinander schlichen sie sich an die Büffelherde heran, bis wir sie nicht mehr im Gebüsch verfolgen konnten. Mit diesem Erlebnis hatten wir die „Big Five“ komplett!

Beflügelt von der morgendlichen Safari traten wir die 600 km lange Fahrt über Nata nach Maun an. Die Landschaft war flach und öde und bot somit wenig Abwechslung. Dies war aber nicht so schlimm, der nächste Höhepunkt sollte am kommenden Tag schon folgen.

24.08. Okavango-Delta

Okavango-Delta – manche geographische Namen sprechen für sich! Aus Fernseh-Dokumentationen kannten wir das Delta schon, aber heute durften wir es selber sehen und erleben. Ein 20-minütiger Flug mit einer Cessna brachte uns mitten ins Delta zum Gunn´s Camp. Die Landschaft aus der Höhe zu sehen, war erhebend und dabei sahen wir nur einen kleinen Teil des Deltas. Wasserflächen mit und ohne Schilf wechselten sich mit Inseln ab, die mit Bäumen und hohen Palmen bewachsen sind. Es war ein Farbenschauspiel sondergleichen! Die Wege der Tiere konnten wir deutlich von oben im Wasser erkennen.

Das Camp liegt im Delta und dies bedeutete, dass wir über einen Steg gehen mussten. Da es nicht umzäunt ist, darf man wegen der Tiere in der Dunkelheit nicht alleine zu den Zelt-Zimmern gehen. Der Dung der Tiere zeigte uns sehr deutlich, dass diese auch tatsächlich bis den Zelt-Zimmern kommen. Morgens und am Nachmittag machten wir je eine Bootsfahrt im Delta, welches glasklares Wasser hat. In den verschiedenen Schilfgräsern saßen diverse Vögel und Krokodile, am Himmel kreisten Schreiseeadler und Geier und auf den Inseln grasten Impalas, Großriedböcke, Zebras, Büffel und Elefanten. Nachmittags gab es zum Sundowner Getränke und die untergehende Sonne gab der wunderbaren Landschaft eine besondere Stimmung. Musikalisch wurde die gute Stimmung am Abend durch das Zirpen der Grillen untermalt. Mit diesen Eindrücken in dieser Landschaft konnten wir gut einschlafen! Allerdings nur bis 3 Uhr, denn da meinten einige Paviane ein ohrenbetäubendes Geschrei zu machen. Natürlich wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass das Geschrei von Pavianen kam, denn es klang eher wie das heisere Bellen eines großen Hundes.

25.08. Okavango-Delta

Der Tag begann mit einer Mokoro-Fahrt, einem Einbaum, der mithilfe eines langen Stabes im Stehen angetrieben wird. Die geruhsame Fahrt endete zunächst an einer Insel, auf der wir einen Bush-Walk machten. Nach einer kurzen Einweisung, was wir tun sollten, wenn ein Löwe, Elefant oder Büffel kommt, gingen wir los. Unser Guide erläuterte und zeigte uns die Spuren von den Tieren an den Bäumen, den Aufbau eines Termitenhügels, zeigte uns die Schlafstelle eines Flusspferdes und immer wieder zeigten sich Zebras, Impalas, Kudus und Letschwes und verschiedene Vögel. Anschließend fuhren wir mit den traditionellen Mokoros zurück ins Camp. Nach dem Mittagessen stattete ein Elefant dem Camp einen Besuch ab. Er fraß einige Äste und Blätter und verschwand dann wieder auf dem Wasserweg.

Mit dem Motorboot machten wir nachmittags eine erneute Fahrt im Delta durch die Wege im Schilf, die teilweise die Tiere geschaffen haben. Den Tierreichtum des Vortages hatten wir dieses Mal nicht, dafür zeigten sich Flusspferde im Wasser. Das Boot wurde gestoppt und wir hatten Spaß, den Flusspferden beim Auftauchen zuzusehen. Fünf der großen Tiere wechselten sich dabei ab, uns diese Freude zu bereiten. Der sich anschließende Sundowner und das Abendessen unter den Klängen der Wildnis rundeten den Tag vollends ab.

26.08. Fahrt zurück nach Namibia

Nachdem wir erfahren hatten, dass der Flug nach Maun erst um 10.30 Uhr starten sollte, machten wir zur Überbrückung der Zeit noch eine kleine Bootstour. Wir fuhren in eine für uns unbekannte Richtung und genossen die Landschaft und die Ruhe. Die morgendliche Trägheit eines Malachit-Eisvogels ermöglichte uns, ganz nah an ihn heran zu kommen. Wunderschön leuchtende Racken und anmutig fliegende Sattelstörche zogen vorbei – es war noch einmal herrlich!

Während des Rückfluges genossen wir nochmals die Landschaft des Okavango-Deltas von oben, die sich in der Farbgebung deutlich von der angrenzenden trockenen Landschaft abhebt. Nach der Fülle des Wassers im Delta begleitete uns auf der Fahrt zurück nach Namibia die Kargheit und Trockenheit der Kalahari. Etwa 500 km fuhren wir durch diese weite Ebene, passierten einige Dörfer und erreichten die botswanisch-namibische Grenze. Die Grenzformalitäten hatten wir relativ schnell erledigt und nach wenigen Kilometern hatten wir dann auch die Zelda Guestfarm erreicht.

27.08. Windhoek

Morgens nutzten wir die Gelegenheit bei einem kleinen Spaziergang mit einem San, dessen Kultur kennen zu lernen. Drei Bewohner des Dorfes, welches auf dem Gelände der Zelda-Farm liegt, zeigten uns das Lesen von Fährten, erklärten uns Pflanzen und deren Nutzung bei der Jagd als Pfeilgift, zur Herstellung von Schmuck oder Werkzeug und als Heilmittel. Dieses Wissen wird auch heute noch deren Kindern vermittelt, obwohl diese nicht mehr so traditionell aufwachsen, denn nur noch etwa 5 % der alten Kultur wird wirklich gelebt.

Die Fahrt nach Windhoek führte uns an zahlreichen Rinderfarmen vorbei und die Landschaft war durch Buschwerk geprägt. Nachdem wir unsere Unterkunft „Tamboti-Guesthouse“ gefunden hatten, machten wir uns zu einem Stadtbummel auf. Wir hielten uns an die Anweisung, nichts weiter mitzunehmen als etwas Geld in der Hosentasche. Das Craft-Centre in der Talstraße weckte unsere Neugierde, denn es gab allerhand schöne, geschmackvolle Handwerkskünste zu sehen und kaufen. An einigen Ständen wurden Produkte verkauft, deren Erlös an Hilfsprojekte geht – eine gute Sache, wie wir fanden! Das letzte Abendessen unserer Reise nahmen wir im NICE (Namibian Institute of Culinary Education) ein. In sehr schönem Ambiente gab es ein köstliches Essen, gekocht und serviert von Auszubildenden und wir können diese Lokalität nur weiter empfehlen!

28.08. Windhoek und Abschied

Der letzte Tag der Reise war da und wir nutzten die Zeit vor dem Abflug, um einige Sehenswürdigkeiten Windhoeks zu sehen. Bei der Durchfahrt fielen uns schon die deutschsprachigen Straßenschilder und Straßennamen auf. Viele Geschäfte haben deutsche Bezeichnungen und Namen. Interessant war der Blick vom Zoopark auf die Häuser gegenüber. Historische, kleinere Gebäude sind eingerahmt von modernen, futuristischen Hochhäusern. Der Besuch der Christuskirche, des Reiterdenkmals und der Alten Feste zeigte Spuren der ebenso deutschen Geschichte. Wir tätigten die letzten Einkäufe und verabschiedeten uns langsam von Namibia. Auf der Fahrt zum Flughafen hielten wir nochmals Ausschau nach Tieren und einige Warzenschweine verabschiedeten uns schließlich tierisch.

In der Dunkelheit des frühen Abends hob unser Flugzeug ab und wir verabschiedeten uns von Namibia mit grandiosen Eindrücken und Erlebnissen, schönen Andenken und einer Speicherkarte voller tollen fotografischen Erinnerungen!

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