Naturreise Kantabrisches Gebirge in Nordspanien im Frühling

ab 1890 €

INFORMATIONEN

Gruppenreise

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DETAILS

Das Kantabrische Gebirge zieht sich parallel zur nordspanischen Atlantikküste von den westlichsten Ausläufern der Pyrenäen im Baskenland bis nach Galicien. Auf seiner Nordseite regnen sich die atlantischen Tiefdruckgebiete ab und sorgen für ein „Grünes Spanien“ ohne ausgeprägte Sommertrockenheit und einer im wesentlichen mitteleuropäisch-montanen Vegetation.

Seine höchste Erhebung erreicht das Gebirge mit über 2.600 m im Kalkstock der Picos de Europa – nur 20 km vom Meer entfernt!

Die Südseite dagegen liegt im Regenschatten und geht über in die Hochebenen Kastiliens mit mediterran-kontinentalem Klima.

Dieses langgestreckte und hohe Gebirge liegt also wie ein Riegel zwischen dem Atlantik und dem Landesinneren und aufgrund dieser Lage, den unterschiedlichsten Höhenstufen und Expositionen aber auch aufgrund seiner relativen Unzugänglichkeit und Abgeschiedenheit konnte sich hier eine wunderbare Tier- und Pflanzenwelt entwickeln und erhalten. Die auf dieser Reise besuchten Gebiete gehören zu den absoluten Biodiversitäts-Hotspots in Europa! Sowohl die wilden Landschaftsszenerien in ihrer Ursprünglichkeit als auch die bis in die heutige Zeit oft noch traditionell bewirtschafteten Weiden und Kulturlandschaften bieten auch dem Auge wunderschöne Bilder.

Ein erfahrener Experte vor Ort, der über alle notwendigen Lizenzen verfügt um uns in den Naturparks und Reservaten an die erfolgversprechendsten Stellen zu führen, ist mit uns in der Braunbärenregion unterwegs. Nur so können hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Bären (natürlich achten wir auch auf andere Tierarten und die vielen Pflanzen) auch tatsächlich beobachtet werden.

Gleichzeitig kooperieren diese Partner auch eng mit privaten und staatlichen Naturschutzverbänden und verpflichten sich, gerade die großen Säugetiere wie Braunbär und Wolf, nicht zu bedrängen und zu stören.

Im Mai/Juni sind folgende unsere Schwerpunktarten und können mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beobachtet werden:

Braunbär

Vogelarten der Steppen (Großtrappe, Rötelfalken, Wiesenweihe, Steinsperling, diverse Lerchenarten…)

Arten des Hochgebirges (Mauerläufer, Alpenbraunelle, Schneesperling, Steinrötel, Greifvögel… Kantabrische Gämse)

großer Reichtum an Orchideen und Blütenpflanzen allgemein sowie an Schmetterlingen – das Kantabrische Gebirge ist bekannt für seinen Reichtum an Pflanzen und besonderen Insektenarten!

Reptilien und Amphibien sind ebenfalls mit zahlreichen Arten vertreten

Selbstverständlich und wie bei allen Reisen die ich ausarbeite und begleite, steht das Naturerlebnis insgesamt im Vordergrund. Die aufgeführten Tier- und Pflanzenarten dienen als Indikator um den Biodiversitätsreichtum der Region zu veranschaulichen – vor Ort beachten wir und beschäftigen uns natürlich mit der ganzen Palette an Tier- und Pflanzenarten in den diversen Ökosystemen.

Neben der enormen landschaftlichen Vielfalt und den vielen anderen beobachteten Tier- und Pflanzenarten (s. Reiseberichte), konnten wir bei den beiden Reisen im Mai und Juni 2018 sehr schön und über längere Zeit 5 bzw. 8 Braunbären beobachten – dabei jedes Mal eine Mutter mit 2 diesjährigen Jungen! Dabei ist ein sehr schönes Video entstanden….

 

Braunbär

Gämsen

Trappen, Geier...

Orchideen + große Blumenvielfalt, Schmetterlinge in wilden Landschaften

ROUTE

Alle

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Bilbao. Nach Eintreffen aller Teilnehmer werden wir mit einem Kleinbus nach Cervera de Pisuerga gefahren. Auf dem Weg erhalten wir bereits einen Eindruck der Landschaften des atlantischen Nordspaniens. Gemeinsames Abendessen und Einführung in die folgenden Tage.

2. bis 5. Tag:

An diesen vier Tagen erkunden wir sehr unterschiedliche Lebensräume und können die Reihenfolge der Exkursionen optimal auf die Wetterverhältnisse und die aktuellen Gegebenheiten abstimmen!

Ein Tag führt uns auf die Nordseite des Gebirges. Von Fuente De aus fahren wir mit der einzigen Seilbahn des Gebietes auf über 1.800 m in den Nationalpark „Picos de Europa“, dem ältesten Spaniens, der vor 100 Jahren aufgrund seiner spektakulären Landschaften und historischen Bedeutung (von hier ging die Reconquista aus, die Wiedereroberung des maurischen Spaniens durch die Christen) gegründet wurde. Auf einem leichten Spaziergang in den Hochlagen werden wir Gämsen beobachten können und die Chancen Mauerläufer, Alpenbraunellen, Schneefinken, Bergpieper, Alpendohlen und Alpenkrähen zu sehen stehen sehr gut.

In den Picos leben wieder einige Bartgeier auf die wir natürlich auch achten werden, ebenso wie auf Gänse- und Schmutzgeier sowie die Hochgebirgsflora. Nach dem Picknick fahren wir am Nachmittag mit der Seilbahn wieder ins Tal und  zurück nach Cervera. Unterwegs lohnt sich der Halt am Pass von Piedrasluengas mit schönem Ausblick auf die Gebirgskette und blühenden Wiesen.

Eine weitere Exkursion führt uns in die Naturschutzgebiete „Tuerces und Covalagua“,  Kalkplateaus (Páramos) die in dieser Jahreszeit eine enorme Artenvielfalt an Orchideen, Blütenpflanzen allgemein sowie Schmetterlingen aufweisen. Bizarre, beeindruckende Landschaften werden uns auf unseren Spaziergängen erfreuen. Wir nehmen uns hier Zeit, um die Schönheit der Landschaft sowie die vielen Pflanzen, Insekten und Vögel zu genießen. Hier ist mit folgenden Vogelarten zu rechnen, u. a. Gänse- und Schmutzgeier, Schlangenadler, Wespenbussard, Stein- und Zwergadler, Wendehals, Wiedehopf, Bienenfresser, mehrere Spechtarten, Baum- und Brachpieper, Heidelerche, Schwarzkehlchen, Steinrötel, Iberien-Zilpzalp, Berglaubsänger, Zaun- und Zippammer, Pirol…

Eine ausgedehntere Wanderung führt uns auf einer dritten Exkursion durch ein wunderschönes, felsiges Tal mit großer Blumen- und Schmetterlingsvielfalt. Wiesen, mediterraner Eichenwald, Buchenbestände und schließlich ein Eibenwald mit mächtigen Eiben, deren Alter auf über 1.000 Jahre geschätzt wird, wechseln sich auf dieser Exkursion ab. Lediglich der Auf- und Abstieg zum Eibenwald (optional) ist mit einer etwas kräftigeren Steigung verbunden, der restliche Weg ist ohne Anstrengung zu begehen.

Der letzte Exkursionstag in dieser Region führt entweder zu einem weiteren Kalkplateau und einem Flusscanyon oder dient als Puffer zur Vertiefung der bisher besuchten Gebiete.

6. Tag:

Wir verlassen heute die Südseite der Kantabrischen Kordillere. Zunächst aber unternehmen wir einen mehrstündigen Abstecher in die steppenartigen Landschaften Leóns in Kastilien denn es sind herausragende Orte zur Beobachtung von Offenlandarten wie Großtrappe (die hier weltweit ihre höchste Dichte erreicht), Rötelfalke, Wiesenweihe, Steinsperling und diversen Lerchenarten. Der Tag bietet beeindruckende Kontraste zu den bisher besuchten Gebirgslandlandschaften – diese erreichen wir am Abend wieder im Naturpark Somiedo in Asturien, diesmal auf der atlantisch geprägten Nordseite der Gebirgskette.

7. und 8. Tag:

Schwerpunkt dieser beiden Tage ist die Beobachtung von Braunbären. Dieser ehemals über die ganze Iberische Halbinsel verbreitete Großsäuger lebt heute nur noch im Kantabrischen Gebirge in 2 Teilpopulationen mit einigen Hundert Exemplaren.

Wir unternehmen jeweils eine Morgen- und eine Abend-exkursion in verschiedene Gebiete. Die Chance dabei Braunbären zu beobachten ist sehr hoch und es muss betont werden, dass die Bären hier niemals angefüttert oder sonst in irgend einer Weise angelockt werden – es sind authentische Wildbeobachtungen bei denen wir natürlich auch herrliche Eindrücke der wilden Landschaften und ihrer sonstigen Tier- und Pflanzenwelt erhalten. So konnten wir 2018 auch zahlreich Gämsen, Reh- und Rotwild und auch die seltene hier endemische Hasenart Lepus castroviejoi (Ginsterhase) beobachten. Auch Wölfe leben hier, ebenso wie Wildkatzen – doch sind diese beiden Arten im Herbst leichter zu beobachten als im Frühling/Sommer.

 

9. Tag:

Rückfahrt nach Bilbao und Heimreise oder individuelle Verlängerung.

TERMINE

  • 31/05/2019 - 08/06/2019 im Doppelzimmer 1890,-€ p.P.
    EZ-Zuschlag ab 180,-€ p.P.

  • 08/06/2019 - 16/06/2019 im Doppelzimmer 1890,-€ p.P.
    EZ-Zuschlag ab 180,-€ p.P.

HINWEISE

Im Mai/Juni kann auf der Südseite der Kantabrischen Berge mit in der Regel sonnigen Tagen, relativ niedrigen Morgentemperaturen (oft unter 10°C) und moderaten, angenehmen Temperaturen tagsüber gerechnet werden. Auf der Nordseite ist es öfters auch wolkig und Niederschläge sind ganzjährig möglich.Unterkunft in zwei sehr angenehmen, kleinen, familiären Hotels in Cervera und Somiedo. Jedes Zimmer mit eigenem Bad.

Frühstück und Abendessen im Hotel oder einem Restaurant in der Nähe. Das Mittagessen ist ebenfalls inbegriffen, teils als Picknick, teils auch im Restaurant. Das Essen in Nordspanien ist sehr gut!

Der Schwierigkeitsgrad der Spaziergänge und kleinen Wanderungen ist gering: Jeder mit normaler physischer Kondition wird die Wegstrecken ohne Probleme gehen können.

In der Regel erfolgen die Bärenbeobachtungen (an den letzten beiden Tagen) morgens früh (Abfahrt 6.30 bis 7.00 Uhr, mit vorherigem Frühstück); Rückkehr zum Mittagessen im Restaurant mit anschließender Ruhepause. Abends erneute Ausfahrt. Das Abendessen an diesen beiden Tagen kann wahlweise als Picknick mitgenommen oder aber im Restaurant nach der Rückkehr eingenommen werden.

Reiseleitung: Roberto Cabo betreut die Reisen und übernimmt die naturkundliche Leitung, die speziellen Ortskenntnisse zur Lokalisierung der Braunbären bringt ein erfahrener, ortsansässiger Guide mit.

 

Der Schwierigkeitsgrad der Spaziergänge und kleinen Wanderungen ist gering: Jeder mit normaler physischer Kondition wird die Wegstrecken ohne Probleme gehen können.

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage – natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

FAQs

Ornithologische Reisen – Was dürfen Sie erwarten?

Interesse an der Natur, Freude am beobachten und bestimmen von Tieren und Pflanzen und eine normale körperliche Kondition – mehr wird für eine Teilnahme nicht vorausgesetzt!

Langjährige und erfahrene Vogelbeobachter kommen bei der Beobachtung neuer oder seltener Arten genauso auf ihre Kosten wie interessierte Neuanfänger, die sich Anregungen und Hilfe bei der Bestimmung wünschen.

Auch wenn die Vogelwelt bei den meisten Reisen den Schwerpunkt bildet, so freut sich die Reiseleitung  immer sehr über interessierte Blumen- und Pflanzenliebhaber unter den Teilnehmern, da auch der botanische Aspekt bei diesen Reisen sehr wichtig ist.

Natur-Fotografie ist selbstverständlich auch immer möglich (mit den Beschränkungen, die eine Gruppenreise hier setzt). Es wird immer ausreichend Zeit in den besuchten Gebieten eingeplant, um sie mit allen Sinnen erfassen und genießen zu können.

Gerne informiere die Reiseleitung auch über Spaniens Geschichte, Kultur, Gesellschaft, Bräuche und Lebensart – so wie es sich gerade durch ein Erlebnis oder eine Frage zwanglos ergibt.

Wir sind meist den ganzen Tag in der Natur, mit unserem Fahrzeug (Bus oder Minivan) fahren wir in die Beobachtungsgebiete, die wir uns auf Spaziergängen und kleinen Wanderungen erschließen.

Extreme wie sehr frühes Aufstehen, sehr späte Rückkehr zum Hotel, ewige Busfahrten oder anstrengende Wanderungen gibt es i. d. R. nicht!

Manchmal lohnt es sich etwas früher aufzustehen (z. B. Trappenbalz, Wolfs- oder Bärenbeobachtung) aber dies betrifft wenige konkrete Tage und wer es vorzieht, bleibt diese frühen Stunden im Hotel bis zur Rückkehr der Gruppe.

Natürlich ist der Naturgenuss nicht alles – am Abend, bei einem guten Essen und einem Glas Wein in einer ansprechenden Unterkunft, kann der Tag gut ausklingen.

Die Auswahl schön gelegener, ansprechender, fast immer kleiner Hotels mit guter Küche sorgt neben dem Naturgenuss für unser Wohlbefinden.

Mittags machen wir meist Picknick, für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.

Durch die Auswahl und genaue Kenntnis der besuchten Gebiete und in der Gemeinschaft einer kleinen Gruppe lassen sich die unterschiedlichen Interessen in und an der Natur sehr gut vereinbaren!

Das Bestreben der Reiseleitung ist es, allen Teilnehmern gerecht zu werden, indem einerseits eine konzentrierte, anspruchsvolle Beobachtung gewährleistet wird, andererseits aber auch weniger erfahrenen Teilnehmern Kenntnisse quasi nebenbei und untereinander in der Gruppe vermittelt werden.

Wir führen immer ein Spektiv mit und nutzen jede Gelegenheit, den Mitreisenden so ein besseres Seherlebnis zu bieten. Wer ebenfalls ein Spektiv besitzt sollte es unbedingt mitbringen, ansonsten reicht ein gutes Fernglas.

Am Herzen liegt der Reiseleitung nicht nur die isolierte Betrachtung der Tier- und Pflanzenarten, sondern vielmehr ein Verständnis für das gesamte ökologische Gefüge einer Landschaft zu vermitteln, d. h. einzugehen auf Themen wie z. B.:

– wie ist diese Landschaft entstanden?

– Einflüsse des Menschen: von der Natur- zur Kulturlandschaft

– welche Lebensräume benötigen die beobachteten Tierarten?

– wie leben sie, welche ökologischen Ansprüche stellen sie?

– Fragen zum Naturschutz

Die Reiseleitung möchte alle Teilnehmer an jahrzehntelanger Erfahrung als naturkundlicher Reisebegleiter mit Schwerpunkt Spanien und am Naturgenuss an der noch immer reichen und sehr vielfältigen Natur Spaniens teilhaben lassen – bei jeder Reise immer wieder aufs Neue!

Zusatzleistungen

    Leider keine Zusatzleistungen

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Anmerkungen

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ENTHALTEN

  • 8 Übernachtungen in kleinen Hotels, naturnah gelegen, mit Frühstück, Mittagessen bzw. Picknick und Abendmenu (incl. Wein und Wasser). Jedes Zimmer selbstverständlich mit eigenem Bad

  • alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Bilbao im Kleinbus bzw. Vans oder geländegängigen Fahrzeugen mit Fahrer

  • alle notwendigen Lizenzen und Genehmigungen zum Besuch der Reservate Fahrt mit der Seilbahn in Fuente Dé

  • Reiseleitung: Roberto Cabo und ortsansässiger Guide für die Beobachtung der Braunbären

NICHT ENTHALTEN

  • Nicht im Preis eingeschlossen ist die individuelle An- und Abreise nach Bilbao

AKTIVITÄTEN

VERANSTALTER

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ZAHLUNGSMODALITÄT

  • Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
  • Fälligkeit der Restzahlung: 28 Tage vor Reisebeginn
  • Sofern bei der Reise eine Mindestteilnehmerzahl ausgeschrieben ist, ist bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ein Rücktritt vom Reisevertrag seitens des Veranstalters bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn möglich.

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